Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 13 (1927)
- Issue
- 15-16 (15.4.1927)
- Date
- 1927-04-15
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 120 Nr. 15/16 JÜDISCHE PRESSE lllilillllllBIIIIIllllllllllIIIIIIIIBIIIIIIIIIIIIIIIII : Tschechoslowakei 3 nUIIIIIIBIIIIlIHnilBIIBIBIHIBIIIMIBIIIinNIMHIBRIlBBBIIIIIIIIIIIIIIIlfl Präsident Tornas 0. Masaryk in Erez Jisroel. Es wird berichtet, daß der Präsident der tsclieclioslowakischen Republik in Palästina eingetrofien ist. Präsident Masaryks Reise nach dem Heiligen Lande trägt keinen amtlichen Charakter und ist rein privater Natur aus dem Wunsche' entsprungen, jenes alte Kulturland, das der gesamten gesitteten Menschheit soviel Unvergängliches gegeben hat, aus eigener Anschauung zu kennen. Der Präsident gedenkt dort im ganzen etwa acht Tage zu Erholungszwecken zu verweilen und will —wie’augekündigt wird — jeder öffentlichen Begrüßung aus dem Wege gehen. Trotzdem wissen Telegramme aus Jerusalem zu berichten, sein Besuch gelte ״insbesondere den in den Städten und geschlossenen Siedlungen lebenden tschechoslowakischen Emigranten“. Das läßt darauf schließen, daß es unserer einige tausend Mitglieder zählenden tschechoslowakischen orthodoxen Gemeinde, die sich um ihren großen geistigen .Führer R a b b i C h a j i m Sonne 11 feld gruppiert, gegönnt sein wird, dem Oberhaupt unserer Republik an der geheiligten Stätte des religiösen Judentums ihren Willkommsgruß zu entbieten und ihm für das wohlwollende Verständnis, mit dem er seit jeher den Angelegenheiten des Judentums zu begegnen sich bemüht, aus aufrichtigem Herzen Dank zu sagen. Herr Präsident Masaryk wird im Heiligen Lande einen vom edelsten Idealismus beseelten und von reinster. Religiosität durchdrungenen Judentypus kennenlernen, der ihm vielleicht zum ersten Male in seinem erfahrungsreichen Leben einen unmittelbaren und unbeeinflußten Blick• eröffnen wird in jene g-ttgeweihte . Geisteswelt, aus der allein auch das große Ringen des orthodoxen Judentums in der. Slowakei um die Erhaltung des historischen, traditionellreligiösen Charakters der jüdischen Gemeinschaft und des ganzen jüdischen Gemeinschaftslebens in seiner vollen Bedeutung erklärt werden kann. Die weiten Perspektiven, die Herrn ,Präsidenten Masaryk stets den Weg in die Zukunft weisen und der großen Konzeption seiner Kulturpolitik ein solch starkes Gepräge geben, werden an den historischen Erinnerungsstätten jüdischen Strebens nach G-ttesnähe ihm Gewißheit darüber verschaffen, daß' unsere Treue zu den T r a d i t i 0 11 e n d er Väter Voraussetzung ist ,und bleiben muß für die Verwirklichung der Menschlieitsideale, die vom Anbeginn bis ■auf den 11eutig;u Tag den Lebensinhalt des jüdischen Volkes bilden. Möge ihm, die Reise nach dem Heiligen Lande eine angenehme Erinnerung bleiben. J. J. B. Präsident Masaryk in Jerusalem. Der Aufenthalt des Präsidenten Masaryk im Heiligen Lande gab den aus der Tschechoslowakei starnmenden Juden die willkommene Veranlassung, um ihm ihre Verehrung zu bekunden und in seiner Person dem Heimatslande ihre Anhänglichkeit zum Ausdrucke zu bringen. Der Präsident zeigte vom ersten Augenblick an das regste Interesse für die unter Führung Rabbi Chajim So 11־ nenfelds stehende orthodoxe Gemeinde, und leistete der Einladung zum Besuche der Siedlung gern Folge. Sonntag, den 10. April, morgens, besichtigte er־ die Kolonie ״Rischon Lezion“ und begab sich darauf in den Jerusalemer Stadtteil ״Meoh Scheorim“, wo der Großteil der tschechoslowakischen Juden wohnt. Die Fahrt durch diesen Bezirk gestaltete sich zu einem Festzug von auserlesener Schönheit. Die Häuser waren beflaggt und viele tausende Juden bildeten Spalier die Straßen, entlang. Vor dem Tempel kam ihm der greise Oberrabbiner Chajim Sonnenfeld entgegen. Ueber dem Gebirude flatterte eine riesige tschechoslowakische Fahne mit der Aufschrift ״Es lebe Präside nt Masaryk!“ iii hebräischer und tschechischer Sprache. Auch im Innern war die Synagoge mit den tschechoslowakischen Nationalfarben schön geschmückt. Dort richtete Rabbi Chajim Sonnenfeld, der bekanntlich ebenfalls aus der Slowakei stammt, eine herzliche Begrüßungansprache an den Präsidenten und überreichte ihm eine Adresse in einem herrlichen Etui in Filigransilber gearbeitet. Der Präsident dankte für die Ovation und versichterte die Gemeinde seiner Sympathien. Hierauf trug der Kantor Z u b e 1 das ״Hanosen Teschuoh“ vor. In Begleitung des Präsidenten befand sich •auch der tschechoslowakische Konsul Dr. Fritze, der die Angelegenheiten der jüdischen Landsleute jederzeit mit .ausgesuchter Liebenswürdigkeit erledigt. Von dort bewegte sich der Zug nach der ״Churbah“, w.o auch die Zionisten unter Führung des Rabbiners A. J. Cook und des Colonel K i s h dem Präsidenten Dr. Ludwig Lieben gew. Chefarzt und Assistent in Prag, ordiniert in Preßburg Franziskanerplalz 8. Telephon 3188. Ovationen bereiteten. Am nächsten Tage besichtigte der Präsident die Stadt und besuchte auch verschiedene arabische und jüdische Institutionen, so z. B. die jüdische Bibliothek, das zionistische Universitätsgebäude und andere. Der Neubau des jüdischen Landesspitals in Bratislava. Die Chewra Kadischa der orth. Kultusgemeinde in Bratislava versendet dieser Tage an alle wohltätigen Juden des Landes einen neuen Aufruf zur Leistung von Spenden und Beiträgen für den nunmehr in Angriff zu nehmenden Neubau ihres Spitales, beziehungsweise zu dessen Ausgestaltung und Erweiterung zu einem Landesspital, das allen hcilutigsuchenden Juden des Landes offenstehen soll. Wir entnehmen diesem• Aufrufe folgende gewiß beherzigenswerten Sätze: ״Die Chewra Kadischa der orth. isr. Kultusgcmcinde in Bratislava schreitet4 zum Neubau des jüdischen Spitales. In kürzester Zeit soll mit einem Kostenaufwande von 4 Millionen tschechischen Kronen ein modernes, dem Fortschritte der medizinischen Wissenschaft und den rituellen Anforderungen vollkommen entsprechendes Krankenhaus entstehen, in welchem kranke Juden Heilung und Trost finden sollen. Seit Jahren ist der Mangel eines solchen Krankenhauses in der Slowakei fühlbar und erachtet es die ״Chewra Kadischa“ der orth. isr. Kultusgemeinde in Preßbürg, die seit 200 Jahren ein Spital erhält, für .ihre Ehren- Pflicht, diesem Uebel abzuhelfen. Durch die beispielgebende, cdclhcrzigc Unterstützung der orth. isr. Kultusgcmeinde in Bratislava und des ״American Joint Distribution Commitee“ ist die Hälfte der erforderlichen Baukosten bereits gedeckt. Um den ganzen Betrag aufbringen zu können, wendet sich die ״Chewra Kadischa“ an die gesamte Judenschaft der Tschechoslowakei mit der Bitte, dieser Aktion ihre weitgehendste materielle Hilfe angedeihen zu lassen'. Die Krankenfürsorge ist eine der heiligsten Pflichten, in deren Erfüllung jeder Jude wetteifern sollte. Jüdische Arbeiter in Amerika haben sich mit ihrem Tageslohn an dieser Sammelaktion beteiligt, um ihren kranken Brüdern und Schwestern in Europa zur Seite zu stehen. Um so mehr müssen wir alles aufbicten, um das heilige Ziel, die Errichtung eines modernen jüdischen Krankenhauses in der Hauptstadt der Slowakei, verwirklichen zu können. Die ultehrwürdige Preßburger jüdische Gemeinde war stets eine Stätte von musterhafter Opfcrwilligkeit und ist bestrebt, im Geiste ihrer alten Tradition eine so eminent wichtige, jüdische, humanitäre und kulturelle Institution zeitgemäß auszubauen. Sie fordert daher die gesamte Judenschaft zur Mitarbeit und zur Verwirklichung dieses edlen Werkes auf, um unbeschreiblichen Jammer, drückende Not, körperliches und seelisches Elend unserer kranken Brüder und Schwestern lindern zu können.“ . Wir haben über den Plan des Spitalbaues in unserer Zeitung■ des öfteren schon berichtet und unsere Leser auf den Segen aufmerksam gemacht, der aus ihm für tausende heilbedürftiger Glaubensgenossen ersprießen könnte, wenn er nach dem Wunsche der Initiatoren zur Durchführung gelangen würde. Ueber den gegenwärtigen Stand der Angelegenheit werden von .der Preßburger Chewra Kadischa in einem Rundschreiben an die jüdischen Gemeinden folgende Einzelheiten bekanntgegeben: ״Nach mühevollem Ringen ist es gelungen, die Baubewilligung für das neue jüdische Spital in Bratislava zu erhalten. 4 Millionen tschechische Kronen, betragen die Kosten des Baues. Nur durch die Opferwilligkeit sämtlicher Gemeinden der Slowakei und Russinsko kann dieser Betrag aufgebracht werden. Die Leitung jeder Gemeinde muß sich bewußt sein, welche Pflichten sie kranken Juden gegenüber zu erfüllen hat. Seit 200 Jahren wird hier in Preßburg ein jüdisches Spital erhalten. Der Fassungsraum dieses Spitales genügt für hiesige Kranke. Seitdem die Städte Wien und Budapest schwer erreichbar sind, suchen die Kranken des Landes in unserer Stadt Heilung. Die Judenschaft Preßburgs ist jedoch außerstande und kann hiezu auch nicht verpflichtet werden, die Pflegekosten aller unbemittelten Kranken des Landes allein zu tragen. Die Erhaltung des Spitales hat im Jahre 1926 nebst privaten Spenden das Budget der Chewra Kadischa mit tsch. K 130.000 belastet. Das Defizit des neuen Spitales wird ein sechsfaches sein. Diese Lasten kann Preßburg allein nicht tragen. Wir fordern daher sämtliche Gemeinden auf, in ihrem jährlichen Budget entsprechend der Zahl ihrer Mitglieder einen Betrag aufzunehmen, der der Erhaltung des jüdischen Spitales dienen soll. Nur in diesem Falle ist es uns möglich, für alle unbemittelten Kranken des Landes Sorge zu tragen.“ Die Erhaltung des neu zu erbauenden großen jiidisehen Spitals ist somit von den Initiatoren so gedacht, daß jede Gemeinde zu Händen der Preßburger Chewra Kadischa einen der Zahl ihrer Mitglieder entsprechenden Jahresbeitrag leistet, wogegen diese die Verpflichtung übernimmt, sämtliche unbemittelten jüdischen Kranken des Landes in ihrem Spital unterzubringen. Der Plan ist großzügig und in seiner, wohltätigen Wirkung für die gesamte Judenschaft des Landes von solch weittragender Bedentung, daß es unseres Erachtens am Platze wäre, daß die Vertreter der orthodoxen Gemeinden des. Landes möglichst bald in einer gemeinsamen Beratung den Spitalbauplan besprechen und vornehmlich darüber nachsinnen, auf welche Weise die Mittel zur Verwirkllchung des Unternehmens mit gemeinsamen Kräften' zum Wohlc der Gemeinschaft aufgebracht werden könnten. 1 v Von der Bratislavaer Jeschiwa-Mensa. Am ד״ח סק schloß die Mensa der Bratislavaer ישיבה ihr Wintersemester. Dieser Winter gestaltete sich für die Mensaleitung zu einem arbeits-, aber auch erfolgreichen. Die Institution der Mensa erweist sich immer mehr als die wirtschaftliche Basis, ohne welche die ישיבה nicht mehr bestehen könnte. Umso größer ist das Verdienst der Mensaleitung, die eine gewaltige Arbeit leisten mußte, um all die Mittel aufzutreiben, die für die Erhaltung einer solchen Institution erforderlich sind. Außer der Herbeischaffung der finanziellen Mittel beansprucht auch die ganze Verwaltung der Mensa, die zweckdienliche Verwendung der Gelder und die Beaufsichtigiiiig der Küche eine solch umsichtige Sorgfalt, daß dem Komitee jede Anerkennung gebührt für die Begeiste-! rung und die Ausdauer, die es auch während des abge-. schlossenen Semesters an den Tag legte. Man muß einmal diese Mensa in der Mittagsstunde während der Mahlzeit oder am Freitag abends besucht haben, um eine Vor- Stellung davon zu bekommen, wie sehr diese Mensa weit mehr als ein Speisehaus für die Jeschiwaschiiler ist; sie hat sich zu einem gemütlichen Heim entwickelt, in dem täglieh etwa 120 Schüler der Jeschiwa, der Jeschiwa Ketanoh und der Jossode Hathora-Schule eine gute, schmackhafte und kräftige Mittagsmahlzeit und ein einfaches Abendbrot erhalten und außerdem zuweilen bis in die späte Nacht hinein willkommene Gelegenheit finden, im freien Gedankenaustausch das am Tage Gelernte zu wiederholen und ztt vertiefen. Etwa die Hälfte der auf diese Weise Verköstigten erhält die Mahlzeit ganz unentgeltlich, während die übrigen eine kleine Gebühr von K 1 bis 3 zu bezahlen haben. Die Sabbatmahlzeiten sind für alle Besucher unentgeltlich. Wie wir vernehmen, wird für die nächste Zeit schon geplant — falls die Mittel dafür vorhanden sein werden —• auch an den Werktagen die Mahlzeiten ohne jede Bezahlung abzugeben. Die Mensaleitung würde sich durch diese Neuerung den Dank zahlreicher Bachurim erwerben, die nur deshalb sich vorzeitig von der Jeschiwa und damit von dem ausschließiichen לומוד התורה entfernen, weil ihre Eltern nicht imstande sind, die Kosten des Lebensunterhalts zu decken. Die Mensaleitung verausgabte im abgelaufenen Halbjahr tsch. K 55.000 an Bargeld und Viktualienspenden in natura im Werte von zirka tsch. K 25.000. Hievon gingen für verabfolgte Mahlzeiten insgesamt bloß tsch. K 17.000 ein. Der Rest von mehr als tsch. K 60.000 wurde vom Mensakomitee unter Vorsitz des Herrn Is. Fleisch mann in zeitraubender undunermüdlicher- Arbeit in- Preßburg und Umgebung aufgebracht. Den Löwenanteil an dieser Tätigkeit nahm allerdings ein einziges Mitglied des Komitee?, Herr Emanuel Leuchter, heraus, der sich in bewundeniswerter Hingabe dieser Mizwoh widmet und in vorbildlicher Weise keine Gelegenheit versäumt, um die Mensaleijung in die Lage zu versetzen, ihren Aufgaben in immer vollkommenerem Maße gewachsen zu sein. Von der Bratislavaer Talinud-Tliora. Bei großer Bgteiligung der Eltern fanden am letztvergängenen Sonntag die Schlußprüfungen der ״T a 1 m u d - T110 r i“ für den vergangenen Semester statt, welche unter abwechselndem. Vorsitz Sr. Ehrw. des Herrn Oberrabbine-rs A. Schreiber und des Herrn Rabbiners D. Wessely, im Beisein der Herren Rabbiner A. Herzl, Rabbiner S. Unsd 0 r f c r, Rabbiner Juda F lei schman n, einer Vertretung des Gemeindevorstandes und eines großen Auditoriums vorgenommen wurden. Die Schüler beantworteten fast ausnahmslos die an sic gerichteten Fragen präzis. Sowohl unser hochverehrter Herr O b e r r a b b i 11 e r als auch Herr Rabbiner D. W e s s c 1 y gaben ihrer Zufriedenheit mit beredten Worten Ausdruck und auch Herr Markus Fürst ,benützte die Gelegenheit, um dem gesamten Lehrkörper für seine erfolgreiche Tätigkeit im Namen des Vorstandes herzliehen Dank zu sagen. H—11 A—r. Verein ״Marpe Lenefesch“ in Bratislava und ״Bikur Cholim“ in Kosice. Die bciden”ir1 der Ueberschrift genannten Vereine nehmen unter den Wohltätigkeitsinstitütione.11 unseres Landes eine solch hervorragende Stellung ein, daß kein humanitär fühlender und jüdisch gesinnter Jude in Hinblick auf das herannahende Pessachfest an ihnen achtlos vorübergehen dürfte: Sowohl in Kosice als auch in B r a t i s l av a suchen in den allgemeinen Spitälern zahlreiche jüdische Kranken Heilung von ihren körperlichen Leiden. Um aber diese Heilbedürftigen ׳von einem noch größeren Leid — dem seelischen — zu bewahren, widmen sich diese'Vereine mit seltener Aufopferung der Versorgung. der Kranken mit rituell verläßlichen lind gesundheitlieh zuträglicher Kost nach den Vorschriften der Aerzte. Diese Vereine sind, um ihre Aufgabe den wachsenden Bedtirfnissen entsprechend erfüllen zu können, auf die weitgehendste Unterstützung und die Mitarbeit der jüdischen Gemeinde und Vereine, wie überhaupt aller gutherzigen Menschen angewiesen. Der Bratislavaer Verein; ״Marpe Lenefesch“ versendet soeben einen Aufruf, aus dem die folgenden Angaben weitere Kreise interessieren dürften. ״Seit 60 (sechzig) Jahren hat unsere Institution die edle und menschenfreundliche Aufgabe, jüdischen Kranken in den Spitälern mit streng ritueller und nach ärztlicher Vorschritt zubereiteter Kost (fünfmal täglich) zu versehen. Unterstützt vom Staate, tolerantes Entgegenkommen seitens der Spitaldirektion, der Herren Aerzte und Beamtenschaft erleichtert uns die Arbeit während des Jahres. Das nun .herannahende HDD -Fest jedoch stellt uns vor nahezu unerschwingliche Aufgaben, welche wir zu erfüllen nur durch die Edelherzigkeit eines jeden Einzelnen in der Lage sind. Helfen Sie den armen, unglücklichen, an das Bett Gefesselten, denen es versagt ist, die ד ר D " Nächte und die darauffolgenden ח D D-Feiertage im Kreise ihrer Familie zu verbringen. Erleichtern wir ihnen wenigstens dadurch ihr hartes Los, indem wir ihnen eine kräftige und schmackhafte Kost verabreichen. Zu diesem Zwecke erbitten wir: Geflügel, Eier, Fette, Zucker, Kaffee, Kartoffel, Schokolade, Wein. Im Vorhinein bestens dankend. Lebensmittel übernehmen: Herr Sigmund Rosenbaum, Republikplatz 10; Herr Aron Goldstein, Komitathausplatz 2, oder werden über Wunsch abgeholt. Telephon Nr. 821. Eventuelle gütige Geldspenden wollen Sie frdl. mittels, beiliegendem Posterlagschein einzahlen.“ Das Verhören in der ישיבה קטנה zu Bratislava. Sonntag, den 8. Nissan, prüfte Sne. Ehrw. Herr Oberrabbiner Schreiber die Schüler der unter der vorzügliehen Leitung des Herrn Rabbiner Baruch L ö b 1 stehenden ישיבה קטנה in Hauptschiur. Bei der Prüfung waren dev Gemeindepräses, die Eltern der Schüler und zahlreiche Freunde des Limud Hathora anwesend und überzeugten sich von dem hohen Niveau und den hervorragenden Leistungen dieser ganz den Bedürfnissen unserer Zeit entsprechenden Vorbereitungsanstalt für die jeschiwa. Die ישיבה קטנה nahm unter Anleitung ihres Leiters im Hauptschiur alle סוגיות gründlich durch, die in der ־*, רטהangelernt wurden und bildet solchergestalt eine ungemein zweckmäßige Vorhalle für das selbständige Lernen an einer ישיבה. Die Schüler, bis auf einige Ausnahmen, fast durchwegs Söhne Preßburger Baale Batim, überraschten durch ihre guten Kenntnisse und der Herr Oberrabbiner gab auch seiner Zufriedenheit mit dem Lerneifer der Schüler und dem Lehrerfolg des Leiters beredten Ausdruck und sprach den □נבאי der Anstalt für ihre mühevolle Ver» .waltuus den Dank aus.