Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 13 (1927)
- Issue
- 14 (8.4.1927)
- Date
- 1927-04-08
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 106 jüdische gfassse Nr. t4 wurde. Nachdem die neue Rolle in der Kfaas des Rabbi aus Sadagora placiert wurde/ gab. der Rabbi׳ ein Festessen, das unter chassidischen Gesängen bis in die späten Abendstunden währte. Am^.selbön־Tage fand die Einweihung eines zweiten ui T?0m die das bekannte Mitglied der Schiffschul Herr Hermann Feld heim stiftete. Diese Rolle wurde ebenfalls mit festlichem Jubel dem 13 e t h ־ H a- ״Vf.Y־asch der Schiff sc 11 ul übergeben. Im Hause bis fanden ׳ sich Herr Oberrabbiner F ii r s t und Rabbiner B a u in g ä r t e 11, die Rabbiner Fleisch m a n n und Schenk, der Gesa m׳t Vorstand der Schiffschul spwie zahlreiche Mitglieder vom Schiffschul-Beth-Ha- *pidrasch ein. Die Freunde des Hauses schrieben die letzten Worte der Thora zu Ende und Herr Oberrabbitier Fürst sprach innige Worte der Freude und der Anerkennung. Bie Erfüllung der Mizwah, eine Thorarolle schreiben zu lassen, ist immer erfreulich, besonders erhebend ist sie, We«n, dem Schreiben das Lernen und die Uebung der Lehre vorangeht und folgt. Möge nun das Anwachsen der ThöraroIIen in den Synagogen Hand in Hand gehen mit der Zunahme der Zahl jener, die die Thora Terncn und ihre Lehren im praktischen Leben verwirklichen. Im Mazzothbackhaus der Schiflschtil. Die. eigenartigen Verhältnisse der Großstadt bringen es mit sich, daß die Versorgung von Hunderttausenden von Juden mit Mazzoth vielmehr den Charakter eines Handels- Unternehmens als den einer religiösen Mizwolierfiillung angenommen hat. So ist Wien, wo eine Viertelmillion Juden Wohnen, der Sitz einer bedeutenden Mazzothindustrie gcwerden. Wie alle Industrieunternehmungen hat auch das Mäzzöthgeschäft unter der schweren Konkurrenz des Auslandes zu leiden. Amerika und Palästina sind die zwei Länder, , die auch diesbezüglich mit den österreichischen Erzeugnissen erfolgreich konkurrieren. Eine Ausnahme diesbezüglich bilden die Mazzoth der Adas Jisroel (Schiffschul) die weitab von der Heeresstraße einer modernen Industrie ausschließlich dem primären religiösen Bedürfnis der frommen Mitglieder dieser Gemeinschaft dienen. Diese religiösen Juden lassen sich die Freude der persönlichen Beteiligung bei der Herstellung ihrer Mazzoth auch dann, nicht׳ nehmen, wenn die fiskalische Verwaltung der Adas Jisroel für dieses Vergnügen noch einen separaten Zu- •schlag einhebt. Der religiöse Jude, selbst wenn er minderbemittelt ist, trägt gerne diese erhöhte Last, wenn er sich dabei vorstellt, ׳daß diese Zuschläge dazu beitragen, noch . Aermere unentgeltlich zu ihren Mazzoth zu verhelfen. Wenn schon die persönliche Teilnahme bei der Verfertigung der gewöhnlichen Mazzoth dem religiösen Juden tunlich erscheint, so trifft dies bei dern Backen von Schmuro- Mazzoth noch in erhöhtem Maße zu. Diese Schmuro- Mazzoth, die schon vom Schneiden des ,Weizens an, aus dem sie nach Vermahlung durch: jüdische Hände verfertigt werden ־ kommen auf den Sedertisch, um auf sie die vorgeschriebenen Segenssprüche zu machen. Die ganz From- Wien genießen überhaupt nur diese Schmuro-Mazzoth. In früheren Zeiten, besonders in Kleingemeinden, aber auch hier noch in Wien bei den Chassidim werden sie erst am Riitstage des Pessachfestes unter fröhlichem Hallelgesang ausschließlich von jüdischen Händen verfertigt. Selbstverständlich dort, wo man für viele hunderte Familien zu sorgen hat, kann dies nicht auf einen , solchen späten Termin verschoben werden. So hat man im Backhaus der Schiffschul schon im Laufe dieser Woche die Schmuro-Mazzoth gebacken, unter der Oberaufsicht der Mitglieder des Rabbinates der Adas 'Jisroel ■und unter fleißiger Beteiligung besonders der Fa- ״Kiilie Baumgarten, mit Zuziehung einiger Mitglieder der Jugendgruppe. Man hat hier jüdische Hände in festfröh- Iicher Stimmung an der Arbeit gesehen. So manche moderne Hausfrau würde blau Und gelb vor Neid geworden sein, falls sie gesehen hätte; wie flink und .kunstgerecht... diese fälmii'äuncl hänäelsbeflissenen jungen Leute einen Teig ankneten. Der so zustande gebrachte Teig kommt noch in eine Preßvorrichtung, deren Handhabe nicht nur Ge- Schicklichkeit, sondern auch robuste Körperkraft benötigt Es zeigt sich hier, daß unser Volk bisher zumindest, auf seine geistige Ausbildung mehr Gewicht ge- ¬נ egt hat, als auf die Entfaltung seiner körperlichen Kräfte. , Also es geht schwer, aber doch, es geht. Mit Freude sieht mau. wie schön der Teig gedünnt, geglättet, geschnitten und gerastert und dann an langen Stangen von den flinken Mitgliedern der Jugend im Eilschritt zum Ofen ge- ׳bracht wird. Unermüdlich arbeiten so stundenlang : jnv^bester^Läune uhsere Amateure. Sie werden aber allmählich müde. Allein es fehlt an Ablösung. Obwohl das Schmuro-Mazzoth-Backen in den späteren Abendstunden nach Ladenschluß vor sich geht, sind verhältnismäßig sehr wenig, die daran teilnehmen; die sich so einer vertrauten und liebgewonneueu Mizwoh-Uebttng sich entziehen, wissen gar nicht was sie und speziell ihre Kinder verlieren. All jene, die ihre Jugend in einer Provinzkehilia verbracht haben, erinuern sich mit Freude an die Erlebnisse, die man alljährlich im Mazzothbackhaus gesammelt hat. Dem Großstadtmenschen geht diese Freude ganz verloren. Die frommen Balebatim der Schiffschul würden sicherlich gut tun, wenn sie ihren Kindern diesen Anschauungsunterricht vor Augen führen würden. Wir hoffen, daß ihnen die Mazzoth, speziell aber die Schtnuro- Mazzoth, die heuer besonders gut gelungen sind, gut schmecken werden, aber den wirklichen Geschmack dieser Mazzoth werden nur jene voll auskosten können, die es sich nicht nehmen ließen, an ihrer Verfertigung auch persönlich teilzunehmen. Generalversammlung der Jugeudgruppe der Aguda Jüsroei, Wien, II. Sonntag, den 3. April abends, fand die diesjährige Generalversammlung der Agudas Jisroel-Jugendgruppe, Wien, II., Statt. Die Genevalversammlung nahm einen überaus regen, zeitweise sogar sehr stürmischen Verlauf, was immerhin als Zeichen pulsierenden Lebens betrachtet werden kann. Der Obmann Herr Samuel Stern crjöifnete die Versammlung. Er begrüßte die zahlreich erschienenen Anwesenden und insbesondere die Vertreter der israelitischen Kultusgemeinde Wien Inspektor Oe hl er, der Adas Jisroel Dr. Isidor Reiniger und Leopold Richter, der Jessod Hathora Leopold Lederer, ferner die Vertreter des Beth Hamidrasch Thora Ez Chajim, der Jugendgruppe Wien VI und Wien XVI. Der Redner schilderte in kurzen, wirkungsvollen Worten die religiöse und kulturelle Bedeutung der Jugendgruppe, um dann namens des gesamten Vorstandes sein Mandat und die gleichfalls abgelaufenen Mandate des Vorstandes in die Hände der Generalversammlung zurückzulegen. ״Wir haben die Reorganisation der Jugendgruppe“, führte der Redner aus, zu der Sie uns vor zwei Jahren berufen haben, כעד •של *סח Verbürgt reines Fett ans Kofita*» missen. Die Kokosnüsse werdet!' bei der Kunerolwerke A. G., Wien• Atzgersdotf, gepreßt und die Et»' zeügung steht bis zur Verpackung des fertigen Fettes unter strengster Aufsicht des Herrn Bezirksrab• biners S. Ehrenfeld zu Matteisburg. Kunerol kann daher von jedem Streng• gläubigen ohne Bedenken zur Zuberei־־ tung der Speisen verwendet werden. mit G. II. erfolgreich beendet; ,und Sie haben־ eine neue Leitung zu wählen, bei der Sie auf das eine bedacht •sein wollen, daß sic die Jugendgruppe in dem Sinne weiterführe, in dem sic bis zum heutigen Tageeerlolgreich wirkte tpid der H1r; und der gesamten .gesetzestreuen Judenheit Wiens zur Ehre gereichte. Mit einigen kurzen Worten des Gedenkens an Mosche Porges s. z. .l;,. die die Versammlung stehend anhörte, schloß der Redner-seine beifällig angenommenen Ausführungen. Als:׳ nächster berichtete Herr Ernst Spitzer im Namen des Unterrichtsausschusscs. Auf allen Gebieten jüdischer Lehrtätigkeit wurden Vortragszyklen über die verschiedenen Zeitfragen und über Themen aus der Geschichte veranstaltet, die unseren Freunden Gelegenheit gaben, sich über alles, was sie bewegt, zu informieren. Mit einem überaus herzlichen Appell an die Vertreter der Adas Jisroel und an die Anwesenden zur eifrigen Mitarbeit au dem Ausbau des Lernbetriebes ging Redner auf die in Aussicht genommene Tätigkeit der nächsten Arbeitsperiode über. Wir wissen, führte Ernst Spitzer aus, daß das,, was wir geleistet haben, nur einen Teil dessen bildet, was wir in Zukunft zu leisten haben und daß es in Wien and darüber hinaus in Oesterreich noch sehr viele junge. Menschen gibt, deren Seelen wie unsere am Sinai gestanden sind und die, wie wir ein unveräußerliches Recht auf Thattro und Jiras sclioinajim haben. Sie zu erfassen, wird unsere nächste Aufgabe sein. Nach diesem Redner berichtet Herr Siegmnnd Stern über die Finanzgebarung und beleuchtete auf Grund von Zahlen, deren ׳Gesamtsumme die. respektable Ziffer von S 12.000 ergab, die Entwicklung der Organisation. Nebst einer Druckerei,: die angeschafft wurde, hat die Jugendgruppe insbesonders für den Ausbau ihrer Bibliothek Hervorragendes geleistet und wenn sie ׳trotz der infolge der ' Wirtschaftliehen Depression verringerten Eingänge an Mitgliedsbeiträgen den Gesamtaufwand um 30 ■Prozent erhöhen konnte, so ist damit der Beweis erbracht,■ daß die Jugendgruppe gesund und entwicklungsfähig ist. (Beifall.) Als nächster berichtet Herr Oscher Stroh über Presse• und Propaganda, wobei er besonders die Luachblätter. dpE Jugendgruppe hervorhob, die. im heurigen1 Jahre nicht nur:; cin moralisches, sondern auch ein materielles Aktiv.um ergaben und welche demzufölge zu einer ständigen Einrich-- tung gemacht werden. Im Verein mit den deutschen und; 1Schweizer Jugendgruppen sind die Vorarbeiten zur Herausgäbe einer eigenen Jugendpresse bereits bis zu einem1 ,Grade gediehen, so daß mit dem Erscheinen dieser Zeitung in den nächsten Wochen zu rechnen ist. (Beifall:):• Herr Emil Adler berichtet über die geselligen Veranstaltuugen der Jugendgruppe. Insbesondere hob der Redner die Einrichtung eines Schwimmbades hervor, das unseren Mitgliedern die Möglichkeit gibt, zu schwimmen,: ohne• die sonst unvermeidlichen Familienbäder benützen zu müssen. Gemeinsame Ausflüge und Veranstaltungen• im Lokale vereinigen oft die gesetzestreue Jugend' zu Zerstreuungen im erlaubten Rahmen und haben so ihren Anteil am Aufschwung der Jugendgruppe. Herr Dikmann berichtet für den Arbeitsauschuß, Hermann B 0 11 d i über die B-Gruppe, wobei er des schmerzlichen Verlustes eines unserer Jüngsten, Paul, Bischofswerder, ehrend gedenkt. Ueber Vorschlag des Revisors Nathan Adle r wird dem Vorstand die Entlastung zugesprochen. Herr Inspektor Oe hl er ergreift sodann das Wort und erklärt unter stürmischem Beifall der Anwesenden, daß die Agudas. Jisroel-Jugendgruppe nicht nur im Kreise der Gesetzestreuen, sondern darüber hinaus im Kreise der gesamten jüdischen Oeffentlichkeit Wiens sich des besten Rufes erfreut und fiir.die Anerkennung der Orthodoxie und ihrer Ziele׳ unschätzbares geleistet hat. Der Begrüßung namens des Präsidiums der israelitischen Kultusgemeinde fügte der Redner noch im eigenen Namen hinzu, daß wie bisher auch in Zukunft die Jugend der Agudas Jisroel der Verständnisvollen Förderung seitens der israelitischen Kultusgemeinde versichert sein könne. Herr Dr. Reiniger begrüßte in herzlichen Worten die Generalversammlung namens der Adas Jisroel, die mit Stolz die Jugendgruppe für sich reklamiere und immerdar wie bisher mit Herz und mit Hand ihr fördernd zur Seite stehen wird. In der Debatte sprach Herr Emil Sprinzeles als Erster wohlgemeinte, wenn auch weit übers Ziel schießende Worte der Kritik, auf welche namens des Vorstandes Siegmund Stern antwortete, in den Vorstand wurden folgende Herren gewählt: Adler Emil, Bogner A., Breuer- E., Deutsch Fritz, Dikmann N., Herzog Chaim, Keßler Josef, Kerpel A., Löwy Leopold, Rabbinowitz B., Richter Emil, Richter Paul, ‘ Schächter, Spitzer Ernst, Spitzer H., Stern Samuel, Stern Siegmund, Stroh Oscher, Teitelbaum Jakob, Schriftführer Tauber Ernst, B-Gruppe Bondi Hermann, Revisoren: Adler Nathan, Braun Armin. ._ Pessaclt in Baden. Das altrenommierte Gasthaus S c h e y, das unter persönlicher Leitung von Herrn David Scliey steht, bietet durch seine billigen Preise und vorzüglichen Speisen all jenen, die das Pessachfest in Baden verbringen wollen, hiezu eine günstige Gelegenheit. I&g NftCHRlCHTElC־ Der dies wöchigen: Niimmerder ״Jüdische* Presise“ Hegt ein״ Erlagschein ßi£ 1tdd : erstrcheir wir uiisefe p.״ L Abonnenten, die mit dem: Abonnement im• Rückstände sind, selbes eingebend einzusemlesv da ansonsten die: Zusendang der Zeitung: unterbleibt; Die Ä d,H»l ni s t'r a 110 n*. Diejalirzeit von R‘ Mosche Porges ־זצ־״ל■ Montag -den 9: Nissan (II. April) jährt es• sieh zun? ersten Male;• daß. ד, משה 'פאועעס von uns ging. Die Agudäs-Jisroel-Jugendgruppe hat unter ihren Mit- ‘gliedern aus diesem Anlässe viermal יש״ם ׳משניוח zum Aiisiemen. verteilt.. Der DVD' findet Sonntag um halb 8 Uhr abends ■iin der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe,. II., Flößgasse 1,: statt. Alle F.reunde des teuren• Verblichenen sind hiezu herzlichst geladen, ״Einheit:,. Verein׳ zur Errichtung und Erkaltung, von VelksspeisehaHei*; Wien, II., Malzgasse 12.. Wie alljährlich, find eniii. unseren Speisehallen — sowohlin der allgemeinen Ausspeisung alsin den׳ Mittelstaudsabteilungeii — während, der ganzen Feiertage auch Naclitmahl-Aus- ' Speisungen statt, und: wird; au: den Scderabenden inallen Abteilungen: Seder gegeben; Dia Pteise sind sehr niedrig gestellt.. Berichtigung^. Durch einen• Mißgriff• des Motteairs verirrte sich in unserer vorwöchigeit Nummer, die. Atikiindi- '־ gütig über die.■Pe.:n:s i o 11 S t e r in i u A-b-b a z i-a iri die Annonce der R es t a u r «׳i t i-.o 11 Sc h e y. in‘. Ba:d0f1. Die zwei Unternehmungen haben! miteinander selbstverständlich nichts zu tun: und! wir wollen di«s,. um Irrtiimern: vorzubeugen, auf ־׳diesem; Wege ausdrücklich berichtige»* Frau Jeanette Tech יע״ה• Montag, den: 2.. Nissan wurde unter:großär Beteiligung Frau Jeannette Toch,.die nach schwerem:Leidem Sabbat,, dfcn■ 29.. Ädür: II! im; Älter von 78 Jahren verschied, zur ewigen Ruhe bestattet; Frau Jeannette.Töch war eine wahre אשח חיל• ■in des Wortes höchster Bedeutung,. ausgezeichnet mit den Tu&aaden,. die eine wahrhaft.jüdische Frau! zieren.. Mit Rücksicht auf den- Nissan-Monafc wurden auf dem Friedhof keine Trauerreden, gehalten. Religionslehrer Wilhelm! Tocli betrauert in der Verblichenen seine Mutter. Frauenkirchen. Aut- 30. Mä*z verschied, hier der allgemein geachtete;■ Herr Jakob S alt ö n:f e.l duiaolt schwerem• Leiden im . Alter von 79 Jahren;. Der tragische Tod seines Schwiegersohnes;, des, Herrn Ignaz U l liiu a.n ii׳ in. Szombathely; der vor acht Tagen erfolgte,, wirkte, auf den: Qesundheitszustand; des alten; Herrn überaus ungünstig. Ah der Bahre schilderte Oberrabbiner L ö \v y in bewegte» Worten den; Wohltätigkeitssinn des- Verblichenen; Herr Jakob Schönfefd spendete vor Jahren eine Tiiörarolle mit silbernen ,Kle Kodesch der Geraeindesynagoge. Gastderosehe in Frauenkirchenש״קורש ׳ hielt Oberrabbiner; B.'-L, ö w y. (Szineryaralja), der zu Besuch seines. Vaters;, Obiarrabfeiner Me Sv. Löwy (Frauenkirchen);, I». unserer Stadt weilte, eine Draseha,. die• durch■ ihre, Eloquenz und gediegenen Inhalt den ungeteilten Boifall. der ganzen- . Gemeinde fand. Väczi Eine• seltene Feierlichkeit; fand, am: 27. März in Väcz statt. Das älteste Mitglied! der orthodoxen Gemeinde, Mark.. Hirn״ fdiente.־ mit־ seiner, Fra«; geb. Hermine Hirschfeld! in körperlicher und geistiger• Frische die 60jährige Jahreswende ihrer Vermählung•.. M. Hirn ist im Jahre 1840 in Hönt-Tura geboren. Besuchte in seiner Jugend dfie- Ncutraer;, dann• die• Ipolysager ־י ש י בה,, wo. da- Tnals ר׳-חעף• Szerdahely als Rabbiner wirkte.. War: auch;Schüler des 5סופר OCD:, in Preßbttrg. M. Hirn: war stets; ein eifriger Förderer aller jüdisch-orthodoxen Institutionen., i’ln der. Gemeinde war er als Vorstaadsmitglied׳ und ', als;־..Vprbcter an; den hohen Feiertagen tätig. Zöglinge d,ישיבה haben zu jeder Zeit Kosttage bei. iluu gehabt. Das jubi-! lief ende Paar hat sieben׳ Töchter, welche• an; jüdisch- . religiöse- Männer verheiratet sind. M._ Hirn hat das ״Lernen“־ nie unterbrochen. Noch heute geht er zeitlich morgens in den Tempel, wo er eine Stunde vor dem Beten mit ״Lernen“ verbringt. Sowohl der Oberrabbiner Jesajah Silberstein wie; alle Gerneindemt tglieder und Bekannten : bestrebten sich, dem alten und doch jungen Paar ihre Glückwünsche zum Ausdruck zu bringen. Ableben des Oberrabbiners von Nagypaläd צ״ל!. Am 3. Adar 11 ist der durch seine große Gelehrsamkeit und Zidkusz. schon im Jugendalter ailgemein verehrte Nagypaläder Oberrabbiner R. Mordchei Re i 11 Uz,. Sohri. des Miskolczer Sefardim-Öberrabbiners ז״ל und Schwiegersolm des weltberühmten Oberrabbiaers von Fehergyarmat R. S. D. Jungreisz זצ״ל. im Alter von 55 Jahren plötzlich verschieden. Zur Lewaje eilten alle Nachbargemcinden herbei. Besonders rührend war der ergreifende Hesped des einzigen Sohnes, Rabbiner S. D. Reinitz (lornalja), und der Schwäger, der Herren Oberrabbiner und Rabb.iner Jungbreisz von Fehergyarmat, — Die Gemeinde wählte einstimmig Herrn Rabbiner S. D. Reinitz (Toniaija), Schwiegersohn des Herrn Oberrabbiner Jungreisz (Filakowo), zum Nachfolger. Dieser'behielt sich die Entscheidung hierüber vor. Im Falle er die Stelle nicht annehmen sollte, wird — laut Gemeindebeschluß — ein zukünftiger Schwiegersohn akzeptiert. Es sind leider fünf unverheiratete Töchter zurückgeblieben. Die Hochzeit der ältesten sollte in der Sterbewoche gefeiert werden und wurde mm bis nach den Scliloschim verschoben Dr. S. Ehrmann in Skandinavien, Oslo (AJPB.) Am 14. März durften wir einen ilhistren Gast bei uns begrüßen. Dr. Salomon Ehrmann aus Frankfurt a, M., den Führer der. Palästinazentrale der Agudas jisroel. Am Bahnhof wurde der Gast empfangen von Rabbiner und Vorstand. Im großen Saale waren abends viele Hunderte anwesend, um dem Redner zu lauschen. Herr Dr. Ehrrnaim sprach über das Wesen des Judentums und setzte die Ziele der Agudas Jisroel und ihr Arbeitsprograinm für den Aufbau der Thora und Palästinas im einzelnen auseinander. Insbesondere legte er der Versammlung die Pflicht ans Herz, das jüdische Kind in Erez Jisroel . aus den Schlingen der Mission zu retten. In der Diskussion, au der sich viele Zionisten beteiligten, gab er auf sachliche und unsachliche Anfragen und Bemerkungen erschöpfende Antwort. Herr Rabbiner S. Lewitati ergriff dann das Wort, um dem Referenten zu danken und dessen Ausführungen zu unterstreichen, Es wurde darauf ein Komitee gebildet, das für das Schulwerk in, Palästina eine SammcUätigkeit entfalten