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Jüdische Presse · 1927-03-11 · 10 (11.3.1927) · page 6

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Journal
Jüdische Presse
Volume
13 (1927)
Issue
10 (11.3.1927)
Date
1927-03-11
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 76 JffPmCHE PRESSE Nf. ID Oberrabiners S c h r e i b e r (Bratislava) wird darauf eine Patron a g.e k,0 m ftt i s s i 0,n gewählt,; welche unter Vorsitz des Herrn Oberrabbiners ־ Her zog geeignete Schritte im Interesse dieser Kinder unternehmen soll. Hierauf ׳verköndetevlder־'••Vorsitzende das Wahlresultat-Jür die yerwaltüh^skpfntnission. Es gingen aus der' Urhe Vals gewählt herVdt die Herren Oberrabbiner Akiba;, Schreibe r (Bratislava), Josef Tigermann (Nov'S Zämky), Salomon Halberstam (Stropkov), Salomon Brach (Kosice), Aron Katz (Nitra). Ersatzmänner die Herren Oberrabbiner Josua Bux.baum (Galanda), Leopold Spitzer (Spisske Podhradie). Diese Rabbiner bilden zugleich im Sinne der Statuten das Rabbinerkomitee. Als weltliche Mitglieder . wurden in die Verwa'ltungskommission gewählt die Herren -David Kraus (Bratislava), Leopold Weiß (Nitra), .Ign. K a 1 i s c h (Galanda), Samuel E i c h n c r (SpisskS .Podhradie), Josef M. Bernfeld (Topolcany), Markus Fürst (Bratislava), Jerem. Stern (Picstany), Isidor Pappenheim (Bra- Jisfava), Leopold Pasch kus (Dun. Streda), Simon E h rl ieh (Kosice). Ersatzmänner: Gaspar Bin et (Nove Zämky), Juda Gr.ünwald (Bratislava), Elias Stern (Komarno), David Halle (Trnava) und Harry U11 m a n n (Zabokreky). Nach einer kurzen Diskussion über den zweckmäßigen Vorgang bei der Ergänzung der Landes- Statuten wird eine Statutenkommission gewählt, bestehend aus den Herren-Oberrabbinern Akiba Schreiber (Bratislava), Sal. B i a c h (Kosice), Israel Reich (Batorkesy), Ch. N. Halberstam (öardiov), S. R. Ungar (Trnava), Israel Braun (Lipjany), Sal. Halberstam (Stropkov), J. Horovitz (Huncovce),. M. S. Herzog (Stupava), Sam. R e i c 11 (Vrbovd) und den Herren lg. K alisch (Galanda), Josef Korn (Bardiov), Herrn. Sch.weid (Kosice), Isidor Pappe 11 heim (Bratislava), Abr. H a r t s t e i n (Kosice), Elias Kern (Komarno), Daniel. Rosenbaum (Bratislava), Ludwig Wiesenberg (Kosice), Markus Fürst (Bratislava) und Samuel Reiner (Presov).., Außerdem wird eine Umlagen- und Finanzk o m m i s s.i o n ,unter Vorsitz des Herrn . David Kraus (Bratislava) gewählt. ' ' Der Vorsi tze n d e berichtet sodann,'daß als Mitglieder des ständigen AppellationsSchiedsgerichtes im Sinne des § 20 der Statuten von der Landesrabbinerversammlung folgende Herren gewählt wurden: Fiir die erste Session des Jahres: Jakob Adler (Nitra), Josef M. Bernfeld (Topolcany), Gaspar Bin6t (Novö Zarnky) und Samuel E i c h n e r (Spisskd Podhradie). Für die zweite Session: David Kaufmann (Krompachy), Josef Korn (Bardiov), Lipmann Kohn (Nitra) und Armin Adler, (V. Sarluhy). Für die dritte Session: Isidor Pappenheim (Bratislava), Leopold Paschkus (Dun. Streda), Jerem. Stern (Piestany) und Ign. Stern (Galanda). Für die. v i q r t e Session: Harry U11 m a n 11 (Zabokreky), Leopold W e i s z (Nitra), Ludwig Wiesenberg (Kosice) und Wilhelm W i 11 n e r (Plavnica). Für die fünfte Session: Salomon G e 11 e y (Topolcany), Elias Stern (Komarno), Markus Fürst (Bratislava) und Ignaz Kali sch (Galanda). Diese fünf Abteilungen fungieren; unter Vorsitz je eines Mitgliedes des Rabbinerkomitees der Reihe nach je zwei Monate des. Jahres. In den Monaten Nissan und Tischri finden Sitzungen des Appellations- Schiedsgerichtes nicht statt.. Damit ist die Tagesordnung erschöpft lind der Vorsitzende Oberrabiner Weber schließt die Sitzung mit Dänkesworten an die Versammelten für ihr Erscheinen und mit guten Wünschen für die weitere Arbeit zur Ehre der Thora und des Judentums. Nach Schluß der Repräsentantensitzung fanden noch die konstituierenden Sitzungen der Verwaltungskonimission und des Rabbinerkomitees statt. Zum Vorsitzenden des Rabbinerkomitees wurde Herr Oberrabbiner Schreiber gewählt. Oie נפש *©«-Aktion. Wie bereits mitgeteüt, ist die Einsammlting der כופר נפש für das Jahr 5687 in der Slowakei auf den Monat Adar Scheni festgesetzt worden. In Bratislava hat die Aktion schon am zweiten Tage des Monats mit sehr gutem Erfolg begonnen. Die Agudas-Jisroel-Jugendgruppe hatte bereits einige Tage zuvor alle nötigen Vorbereitungen mit Fleiß und Umsicht getroffen. Die Stadt wurde in 30 Rayons eingeteilt und 50 junge Leute übernahmen die Haussammlung, mit Legitimationen und reichem Adressenmaterial ausgerüstet, arbeitsfreudig und frohgemut. Schon in den ersten Stunden meldeten die Sammler übereinstimmend, daß der כ 1 פ ר נפש als s t ä n d i g e Institution zur Förderung der j ii d i s c h - r e 1 ig i 0 s e 11 ö e s i e d 1 u n g des Heiligen Lande s u n d a 1 s Dokumentie r u 11 g des Z u s •a m m e 11 h a 11 g e s einer jeden jüdischen Seele mit diesem Lande fast überall mit den größten Sympathien aufgcnommen wurde. Ohne jede schreiende Propaganda ist der כופר נפש auf dem besten Wege, sich im jüdischen Leben vorzüglich einzubiirgern. Gerade der Name טפר נפש greift tief in die unverfälschte jüdische Volksscele, denn er beleuchtet gleich einem Schlaglicht das wahre Verhältnis der Juden zu dem Lande der g-ttlichcu Verheißung und bezeichnet zugleich den Weg, den das ganze jüdische Volk gehen sollte, um der Sühne teilhaftig zu werden, die wir seit Jahrtausenden als Voraussetzung der Wiederaufrichtung der alten Heimat sehnsüchtig herbeiwünschen. Nach den Berichten der Sammler war der Betrag des כופר נפש — bekanntlich eine Goldkrone, d. h. 6 tsch. K. für jedes Familienmitglied — in vielen Häusern abgezählt vorbereitet als sie eintraten, und besonders in den weniger bemittelten, aber־ mit um so größerem G־ttesvertrauen erfüllten Familien wurden sie mit rührender Herzlichkeit aufgenommen. Nur an verhält^ Tiismäßig wenigen Stellen wurde die Idee und^ die Leistung A Altrenommierte kleine Restauration in einem Kurort in der Nähe Wiens , zu verpachten. Anträgelünter ״Streng rituell“ an die Wiener Adm. d. Bl. Oster-Essig כשי של פסח erzeugt unter Aufsicht des Herrn Rabb. Abraham Trattner, Trnava, in der Chem. F a b r i k, Smolenice (Slow.) zu beziehen v. der Acetic G. m. b. H., Prag-Weinberge Referenzen erteilt das Orth. Rabbinat Trnava des כופר נפש prinzipiell- oder unter irgend einem Vorwand abgewiesen. Die Sammlung dürfte in diesem Jahr mit einem noch besseren Resultat abschließen als.im vorigen Jahr, so daß die Aguda-Leitüng abermals in die Lage versetzt wird, einer wirtschaftlich-kolonisatorisühen Unternehmung im Heiligen Lande einen recht hohen Betrag zuzuführen. Um das Zustandekommen dieses Erfolges haben sich im besonderen die folgenden Herren verdient gemacht: Hermann Adler, Bernh. Adler, B. Benedikt, W. Donnebaum. J. Danzig, M. Dusehinsky, E. Farkas, M. Fleischmann. L. Fleischmann, B. Fischmann, L. Feldmann, Leop. Grünhut. A. Grünwald, Jak. Grosinger, A. Grünhut, M. Grünsfeld, D. Goldmann, Jajos Grünhut, Alex. Holländer, Jak. Holzer, L. Haberfeld, E. Herzl, Ad. Kohn, N. Kohlmann, B, Katz, Arm. Kohn, Emil Koth, B. Klein, D. Koß, Max Löwy, Alex. Lebovuts, S. Langer, W. Neumann, M. Neuhaus, G. Papper^ nik, Lajos!Quitt, A. Roth, A. Rosenzweig, P. Sternfeld, S. Schönberger, J. Szamek, A. Schwarz, M. Vogelmann, Max Weiß, Geza Weiß, S. Weber, Jos. Weisz,!Emil Weisz, Wolf Weiß, Moritz Weisz. Auch aus den anderen Gemeinden lauten die Nachrichten über die Vorbereitungen der צופר נפש "Aktion gleichermaßen günstig. Dort, wo Aguda-Gruppen noch nicht bestehen, werden freiwillige Mitarbeiter gebeten, sich an die Landesorganisation der Agudas Jisroel in der Slowakei in Bratislava, 'run1crgas.se 14/16, Postfach 140, zu wenden. Eine misrachistische Konferenz in Bratislava. Am 27. und 28. Februar hielten die misrachistisehen Zionisten aus der tschechoslowakischen Republik in Preßbuvg ihre Jahreskonferenz ab. Die Konferenz war gut besucht. Es erschienen Delegierte aller misrachistisehen Gruppen, in größerer Zahl jedoch aus Karpathorußland. Den Vorsitz führte Zahnarzt Giinzburger aus Bratislava. Es wurden Referate über alle Interessengebiete der Zionisten gehalten und in der Debatte außer den gewohnten Schimpfredeu über die Orthodoxen, die die Zugehörigkeit zur zionistischen Organisation und jede Unterstützung ihrer Institutionen als religionswidrig erklären, in der Hauptsaehc die Wege besprochen, die in Zukunft begangen werden sollen, um die orthodoxen Juden in der Slowakei entgegen den Be- Schlüssen der religiösen Autoritäten für den Zionismus zu gewinnen. Es wurden auch die Maßnahmen erwogen, durch welche die ״Misrachisten“ in nächster Zeit schon die Majorität auf dem Zionistenkongreß zu erlangen und die Leitung der zionistischen Geschäfte an sich zu reißen gedenken. Die Tagung gewann in den Augen der Zionisten eine gewisse Bedeutung dadurch, daß an ihr ein Sohn des berühmten Rabbi Naftali Zwi Jehuda Berlin 1 צ ״ ל ■ des• großen Führers der litauischen Orthodoxie, in Auflehnung gegen die Lehren seines Vaters und dessen ebenbürtigen. Sohnes Rabbi Chajim Borlin י צ ״ל und aller seiner Zeitgenossen. אשי־ מפיה□ אני חיים als-zionistischer Agitator auftrat. Herr Meier Berlin verlor seinen Vater im zartesten Kindesalter und — das soll hier zu seiner Entschuldigung erwähnt werden — würde sicherlich den zionistischen Irrlehren gegenüber widerstandsfähiger geblieben sein, wenn er das Glück genossen hätte, unter seinem Einfluß erzogen zu werden. Herr Berlin lebt seit einem Jahfe in Jerusalem und ist seit seiner erfolgreichen zionistischen Propaganda in Amerika Präsident der Misrachisten. Er ist ein recht begabter Redner und hat auch in Preßburg einen stark besuchten öffentlichen Propagandavortrag gehalten״ der sich nur in seiner wuchtigen jüdischen Sprache, nicht aber in seinem Geist oder in seinem Inhalt von den sonstigen zionistischen, beziehungsweise misrachistisehen Agitationsreden unterschied. Erwähnenswert ist auch, daß die Konferenz durch den Zionistenführer Dr. Leo Sipos im Namen der Stadtverwaltung begrüßt wurde, die sich damit wieder in demonstrativer Weise in Gegensatz zur orthodoxen jüdischen Bevölkerung und zur jüdischen Gemeinde stellte. Abgeschnitten, sondert die Pflanze einen milchigen Saft aus, der sich rasch verdichtet und sich zu einer dicken, teigigen Masse verhärtet. Diese Substanz enthält viele verflüchtigende Oele, die mit dem Terpentin verwandt sind, und stammt aus Syrien und Persien. Der letzte Bestandteil, Weihrauch oder Olibanum, ist ■ ein Harzgummi, das man sich aus Einschnitten in Bäume bereitet, welche im Sömaliländ und Arabien Vorkommen. Dieser Baum wurde immer mit Scheu von den Eingeborenen dieser Länder angesehen und galt als das heiligste und kostbarste Gewürz im Weihrauch. Das ■Harz brennt mit einem wohlriechenden Duft, der auf eine komplizierte Zusammensetzung von Oelen zurückzuführen ist. Diese vier Substanzen wurden mit Salz vermengt und eine Mischung hergestellt. In dem ״Pitum haktores'1, welches wir am Ende des Mussafgebetes an jedem Sabbat rezitieren, finden wir die übliche Mischung: Die Mischung des Weihrauches War zusammengesetzt aus• Balsam, Onycha, Galbanum, Weihrauch, jeder Bestandteil im gleichen Gewicht von 70 Maneh; Myrrhe, Cassia, Narde und Safran, jedes im gleichen Gewicht von 16 Maneh; Costus 12 Maneh, die Rinde eines duftenden Baumes 3׳ Maneh, Zimt 9 Manch, Seife von Carschina 9 Käb, Cypruswein 3 Seah und 3 Kab. Diese Ingredienzien wurden sorgfältig zerstoßen und ver- -mischt und große Sorgfalt wurde auf die Zubereitung verwendet. Dann wurde die Mischung sorgsam aufbewahrt, ,dai.man, immer auf ein ganzes Jahr nüt einem Vorrat versebenv.sein mußte. Die Ueberlieferung weiß zu berichten, daß eine besondere Familie mit der Herstellung des Weihrauches. betraut wurde und sich die Methode der Her- Stellung und der Mischung von Geschlecht zu Geschlecht vererbte, (m Kreise dieser Familie wußte man genau das Geheimnis, der Zubereitung, so daß der Rauph gerade sich emporhob, sich um die Decke verbreitete und wieder abwärts fiel. Einige dieser Bestandteile des Weihrauches sind zu gut bekannt, um einer genaueren Beschreibung zu bedürfen, wie zum Beispiel Zimt und Safran. Die Myrrhe ist ein Harz, welches, von einem Baurpe in Arabien ge- Wonnen wird, und ist noch ein geschätzter Handelsartikel, sowohl für die Parfümerie als auch für die Medizin. Die Närde ist •eine seltene Pflanze, welche in Nepal, Jndien, wächst und gehört in die. Familie des Baldrian. Cassia ist enge mit Zimb verwandt, hat einen ähnlichen Duft und kommt ebenfalls in Indien vor. Die Gräber Esther und Mordochai in Hamadam (Persien). Nach einem Bericht des Med. Dr. Philipp Goldberg vom Jahre 1855. D r. Jakob Ed. P o 11 a k, geboren in Groß-Morzin (Böhmen), vollendete seine medizinischen Studien an der *Wiener Universität, wurde •zum Doktor der Medizin und Chirurgie promoviert und nach einer einjährigen Dienstzeit im Wiener allgemeinen Krankenhause wurde derselbe nach Kloböuk (Mähren) als Arzt der Zuckerraffinerie des Ritter v. Neu wall berufen. Zwei Jahre war Dr. Pollak Fabriksarzt, doch sein Streben war, ein größeres Feld fiir sein Wissen un dseine Fähigkeit zu gewinnen. Dr. Pollak begab sich wieder nach Wien, wo er zwei Jahre als Arzt sich betätigte, doch immer wieder machte er Versuche, nach dem Orient zu :kommen. Da ereignete sich folgender Fall: Der Schah von Persien, der nach seiner Studienreise־ aus vielen kultivierten Ländern in seine Residenz ׳zurückgekehrt ׳war, wollte gleichfalls in seinem Reiche Reformen einführen, unter anderem fiir die chirurgische Militärschule in T eheran einen tüchtigen Chirurgen von Wien berufen. Teheran ist die Residenz des Schah von Persien. Ein Geschäftsreisender• hatte die Mission, nach Wien zur eisen, ■um ׳dem Wunsche und Willen des Nashreddin Schah von Persien gerecht zu werden und den geeigneten Mediziner zu finden. Diesem Sendboten wurde Dr. Jakob Ed. Pollak wärmstens empfohlen. Sie wurden bald handelseins. Doktor Pollak erklärte sich mit Freuden bereit, nach Teheran zu gehen. Viele Hindernisse waren zu überwinden! Ohne Kenntnis der persischen Sprache mußte der akzeptierte Doktor diese sehr schwere Sprache studieren, dann war dessen Sorge, die Lehrmittel für. Sezie'rting zu beschaffen, denn nach dem Gesetze des Islam darf kein menschlicher Körperteile unter ein Seziermesser ׳kommen, demzufolge mußte derselbe Leichenteile in Alkohol konserviert in Gläsern sich besorgen und auch die zu den praktischen Demonstrationen geeigneten Instrumente rnitnehmen. Alles wurde besorgt und Dr. Pollak rüstete zur Reise. Mit- Schiff reiste er nach Konstantinopel, daselbst rastete er einige Tage, um dann wieder mit Schiff auf dem Schwärzen Meere bis Trapezunt zu gelangen; In Trapezen! schlossen sich 2 Offiziere, die gleichfalls nach Teheran• berufen wurden, dem Dr. Pollak an, und nach vielen Mühen und Beschwerlichkeiten langten diese nach; 98 Tagen Reise in Teheran an. Nach 3 Tagen wurde Dr. Pollak dem Schah vorgestellt, der ihn huldvoll empfing und ihm Muße gewährte״ um die persische Sprache zu erlernen. Inzwischen wurde ihm erlaubt, sich der französischen Vortragssprache .’. zu. bedienen. Rasch gelang es diesem strebsamen Mann, sieb als Professor an der chirurgischen Militärschule auszuzeichnen. Der Schah ernannte ihn bald zu, seinem Leibzarzt.. Als Dank für seine ersprießliche Leistungen erhielt er. als Leibarzt vom Schah einen Gürtel mit Diamanten besetzt,, einen Kaschmirschal und־ ein Turkomanenroß, Ueberdiesmußte er immer während des Frühstücks des'Königs anwesend, sein. Nach Verlauf eines Jahres wollte Dr. Pollak eine Erholungsreise ins Innere des Landes machen und kam nach der größeren• Stadt Hamadam. Harnadam hat zirfca 60.000 Juden, die sich mit Handel beschäftigen, daselbst, befinden sich die Gräber von iE s th'e r und Mordoc h,a L. ln 2 Sarkophagen nebeneinander in gleicher Größe und Rechteckform aus festem, starkem Holze gezimmerten Kasten. An den Wänden.viel schön geschnitzte Arabesken,, mit beschriebenen־ Täfelchen' von Besuchern dieser Gräber. Auf dem Deokel des E s t h e r ־ S a r k o p h a g stehen ־als* 534848535323485323

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