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Jüdische Presse · 1927-03-11 · 10 (11.3.1927) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
13 (1927)
Issue
10 (11.3.1927)
Date
1927-03-11
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nt. »10 JÜDISCHE; PRESSE Seite,. 75 *hcdoxie sicli ■so verscheuchte,, als. durch die . Schenkung der Grundstücke für Schulen und die Universität, in deren Hatten täglich der Religion und dem Vätevgläuben das Grab geschaufelt wird. Der Nationalfonds begnügte sich gar nicht damit, sein Eigentum zur Erbauung der Universität hinzugeben, er machte es sogar zur Bedingung in der Scheuktmgsurkunde, zur. Conditio sine qua non, daß auf der Umversität Bibelkritik, Atheismus gepredigt werden müssen. Das Geld der jüdischen Massen, an dern auch verblendete gesetzestreue Juden einen, erklecklichen Teil haben, einen Teil, den sie ah heiliger Stätte vor der geöffneten Thorarolle gespendet, wird jetzt, dazu verwendet, um diese Thorarolle ihrer Wahrheit zu berauben, ihres g-ttlichen Ursprunges zu entkleiden, ihren Inhalt als naives, überhohes Menschenwerk hinzustellen. Jeder unparteiisch denkende orthodoxe Jude, der seine richtige Urteilskraft nicht dngebiißt hat, muß sich angesichts dieser Tatsache an die von Reue zerfleischte Brust schlagen, daß er in Unverstand, ohne an die fürchterlichen Entwickhuigsmögliclikeilen zu denken, aii dem Zustandekommen dieses der Engelversiindigung. gleichkommenden Verbrechens mitge- Wirkt hat, und da tritt die orthodoxe Sektion des Zionismus auf den Plan, hebt gerade diese größte Ungeheuerlichkeit des Keren Kajcmeth auf Panier, um das es die noch abseitsstchenden Gesetzestreuen in fsrael scharen möchte. Kanu sich ein orthodoxes Organ ein kläglicheres, beschämenderes Armutszeugnis über die heillose Verwirrung seines geistigen Zustandes und seiner religiösen Inferiorität aussteifen, als es die gesetzestreue Sektion durch die Ab- ■fassutig und Versendung dieser Zirkulare-getan? Nur noch eine Blume will ich den! Strauß der Stilblüten der ״Sektion“ entnehmen, um damit das mit ihr aus diesem Anlaß auszufechtende Sträußchen abztischließen. Sie beruft sich närnlich auch auf das tratissylvanisehe Städtchen ״Kfar Gideon“, das auf dem Boden des Nationalfonds entstand. Es liegt uns noch im Gedacht- (1is, wie die Bewohner .jenes Ortes alle zionistischen Organisationen der Reihe nach aiiflehntcn, dem Städtchen doch auch die der jüdischen Farnilienreinhcit und -Heiligkeit unentbehrliche Mikwoh zu gewähren; da waren all jene mach־ tigen, großsprecherischen Organisationen taub allen Klagen und Bitten gegenüber, bis sich eine leitende Persönlichkeit der A.-J.-Bewegung der in Not lebenden Brüder annahm und ihnen, mit großem Kostenaufwand das hochwichtige Institut erbaute. Und da hat der Nationalfonds den Mut, sich mit der Erbauung ״Kfar Gidcoiis“ vor der orthodoxen Welt zu brüsten und ihre Mithilfe zur Fortsetzung solcher Arbeit arizurufen. Nun, uns darf dieser Mut recht sein, denn er wird den von ihm Getragenen zum Schaden \yerden und in unseren Reihen allen Zweifelnden die Angen öffnen und ihnen den gähnenden Abgrund zeigen, au dessen Rand jeder zu stehen kommt, der sich mit Vorbehalt seiner religiösen Ueberzeugung dem Zionismus verschreibt. Möge es dieser Blumenlese gegönnt sein, nach dieser Richtung gewirkt zu: haben! Nachrichten. 10 Esther Sei uns gegrässt, 0 teure Esther, Du warst ja fromm, treu,' lieb und gut, Stets werden ehren wir Dich Schwester, Die zeigt* itn Unglück grossen MutJ Du liebtest Gott mit ganzem Herzen Und teiltest Deines Volkes Schmerzen, Du tratest ein für Deine Brüder, Dein frommes Fasten fiel Dir leicht — Wir singen Dir zu Ehren Lieder, Wer hat an Glanz Dich je erreicht? Wir lesen aus der Esther-Rolle, Die von Dir kündet ew'gen Ruhm, , Stets bleibst Du uns die Liebevolle, Lebst allezeit im Judentum. wn Prof. Mor. Antscherl Seite des Geruchssinnes in engem Zusammenhang, Alle Mensehen lieben angenehmen Duft und so wie es einst Sitte war, gut duftende Spezereien als Zeichen der Wert- Schätzung Standespersonen zum Ehrengeschenk zu überreichen oder den Weg, den Fürsten und Könige bei festliehen. Anlässen zurückzulegen hatten, mit duftenden Blumen zu bestreuen, so glaubte man, daß auch solche Wohlgerüche den Göttern, die mair verehrte, angenehm seien. Man nahm an, daß die Götter Wohlgefallen an dem Rauch eihes Brandopfers finden und selbstverständlich mußte das Wohlgefallen der.Götter noch größer sein, wenn der Rauch einen aromatischen Duft hatte״.;Ebenso wie unangenehmer Geruch dem Menschen schädlich ist, so galt er auch fiir die überirdischen Wesen schädlich. Von diesen Erwägungen ausgehend, stammt auch der Glaube, daß die den Mensehen gut gesinnten Götter nicht nur angenehme Gerüche liebten, sondern sie auch wirklich ausströmten. , Aegyptische, Texte erklären diesen Glauben. S9 hatte Isis einen wunderbaren Wohlgeruch, den sie auf andere, zum Beispiel auf Tote, übertragen konnte. Die Körper der Toten wurden mit aromatischem Oel gesalbt 41tfd mit Blumen bedeckt. Nach dem Glauben der Perser .sollen die Rechtschaffenen nach ihrem Tode einen süßen Geruch haben und wenn die Verstorbenen in die himmlischen Regionen gelangen, werden, sie von wohlriechenden; Luftströmungen umgeben. Aehnliche Ueberlieferungen finden sich •bei den Hindus, Buddhisten und sogar, in der christlichen Religion vor. Schlechte Gerüche haben außer ihrer Widerwärtigkeit.für die Götter noch die Eigenschaft, daß sie Dämonen verscheuchen, die aber auch vor angenehmen Gerüchen fliehen. Die Andajtianemnsuläner glauben, daß der Geruph von Bienenwachs dem Dämon der Epidemie schädlich ist und um ihn abzuhalten, ,machen sie Pfähle damit. Diö Südseeinsulaner verbrennen Horn, um Dämone zu vertreiben und die rothäutigeu Indianerstämme verbrennen Wachholder zu demselben Zweck. In China, Indien und.Tibet verwendet man Weihrauch für den gleichen?weck.!Sogar in Tirol wurden in jüngster Zelt Hexen dadurch aus den Häusern ausgetrieben, daß tnait;.Wachholder Und harziges Holz verbrannte, auch in Schottland besteht noch derselbe Aberglaube upd böse Geister konnten hur durch das Legat Jonsrat Walter Haas österreichischer Konsul in Jerusalem. W i eil, 7. März. (JTÄ.) Wie diö PöliÖsche Korrespondenz erfährt, wird in nächst(?!־ Zeit in Jerusalem öiii effektives ־ österreichisches Konsulat errichtet, mit dessen Leitung der bisher bei der österreichischen Gesandtschaft in Warschau in Verwendung gestandene erste Legationsrat Walter Haas betraut ist. ־ Vortrag. Im Rahmen der Zyklusvorträgö spricht Herr David - B a ü mg a r tner Sonntag den 13. März, 7 Uhr abends, in der Agudas-Israel-Jugendgruppe, Wien, 11.. Floßgasse 1, über ״Mizwos K-i'bud av voem“. Sijum der Jugetidgruppe Wien VI—VII. Vergangenen Mo/.e Schabos feierte die Jugend gruppe in ihrem Hehn, Neubaugasse 11). einen Sijum auf Mascchcs, Ksubos, an dem zahlreiche hervorragende Gäste teilnahmen. Man sah hier Se.!Ehrw. Herrn Rabbiner Flcsch, Herrn Rahbincr Dr. Pinchas Kohn, Herrn Dr. Leo D.eutschläud e r, Herrn Moritz F c 1 s e 11b u r g, Herrn Philipp W e i ß sowie den gesamten Vorstand der Stumper-Schul. Der Vorsitzende •des Vereines, Herr Viktor Deutsch, begrüßte die Gäste und machte die erfreuliche Mitteilung, daß die Zahl der Mitglieder ständig zunimmt, ferner daß heute 25 junge ,Leute au den‘ verschiedenen Schiunni teilnehmen. Er!dankte Herrn Rabbiner Flesch, der in aufopfcrungsvollster Weise jeden Schabos Vorträge hält, ferner den Leitern der Schiumn, Herrn M. B1 u m und Herrn Mordchc W 9 i ß. Es sprachen in wirkungsvollster Weise Herr Rabbiner!Flesch, Herr Rabbiner Dr. Pinchas Kohn in bekannter geistvoller Weise, Herr Dr. L. Deutsch-!ander und Herr Moritz Felseuburg, der die Grüße der Stumpcr-Schul iibcrbraclitc. Aus dem Kreise der Vortragenden und Teilnehmer sprachen Herr M. Blum geistvoll Divre tau roh, Herr Mordchc Weiß, Sohn des als Gaon bekannten Symonyer Raws, Charitas in scharfsinniger Weise. Herr Eduard Deutsch gab in beredter Weise seiner besonderen Freude Ausdruck, daß es ihm gegönnt ist, in seinem Hause eine Stätte der Tliauro zu bchcrbergen. Er sprach den Wunsch aus, trotz!der jetzigen ungfmstigenWirtschaftslage in Bälde ein neues würdiges, streng konservatives Bes Hakneses und Bes Hamidrasch zu erbauen. Die Sude verlief besonders animiert, gewürzt durch Gesangsvorträge der gesangtüehtigeu Kantoren LL Mandl (M o 111 e f i o r c) und Adolf Oesterreich e r. Siumfeier itn XX. Bezirk. Sonntag, den 27. Februar fand itn Betliausc. Bcuei-Brit; XX., Karajangasse 20, eine Siuin-Massechta-Feier. statt. Diese Feier war die erste \K׳ Retzenc Neuheiten FürFrühjahr u. Sommer in QHalitGtnpare finden 5U Lei uns in reich- , skr AusvaWu.zu billioslen Preisen. Vir führen Crepe de Chine m samll Modewkern׳ Georgefle tnaßenFksWl־, fenen• Taffetas gtafl uscheffisdt Horum- Foulard yjsgfog, tn. bedrucktem Crfepe de Uspi .*׳־״0 < ■htnec-ftraii: * 1 l!Oea.rstA WIEN VII. NEU B A U G A S^־MQ ihrer Art in diesem Betliausc. Vereinsrabbiner Moses Blee h sprach in mehr als ciustiindiger Rede in zu Herzen gehenden Worten über die große Bedeutung des gemeinsamen Lirnnd-Hatora und forderte die Versammelte« auf, die Schiurim wie bisher regelmäßig zu besuchen., Bei der hierauf folgenden סעודת מצו ה dankte Herr Hojda in kurzen Worten Herrn Rabbiner Blech für seine erfolgreiche Tätigkeit und für die Hebung des Thorageistes in diesem Bethause. Spät nachts verließen die Teilnehmer das Bethaus mit dem ,Bewußtsein, einer eigenartigen und originellen jüdischen Feier beigewohnt zu haben. Besonderer Dank gebührt den Herren Stapler und Kohn, die sich um die Arrangierung der Sude vurdient machten. ■ . ■ ■ 1 Tschechoslowakei 3 Die Sitzung der orthodoxen Landes- Repräsentanz. Am 28. Adar I (2. März) trat die »eugewiUilte orttiodoxe Landesrepräsentanz im Turnsaale der orthodoxen Gemeinde in Bratislava zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Arn gleichen Tage fand auch eine Landes- Versammlung;der orthodoxen-Rabbiner •statt. Sowohl die rabbinischeti als auch die weltlichen Mitglieder der Repräsentanz waren fast . vollzählig erschienen und beteiligten sich an den Beratungen mit ׳ regem Interesse. Präses Herr Oberrabbiuer-W e b e r führt den Vorsitz und eröffnet die Sitzung mit einer kurzen Begrüßungsansprache. Nachdem er die Konstituierung der; Landesrepräsentauz konstatiert hatte, erstattet er ein Referat über die .allgemeinen Angelegenheiten, die die Leitung seit , dem Delegiertentag in Trencin-TeplUz beschäftigten. Im besonderen berichtet er über die nunmehr legalisierten Statut.en der Organi^At^pn der Neologen־ und Status - q u o -Ge nt e׳fni'dfe fr׳' und die voraussichtlichen Auswirkungen dieser Reorganisierung auf die. allgemeinen jüdischen Verhältnisse in! Lande, über deif Stand der Kongriiafrage und über die Vorarbeiten Verbrennen eines alten Schuhes. oder durch Benützung von Knoblauch beseitigt werden. ' Die Verbrennung von Weihrauch hatte aber auch eine praktische Wirkung. Das Schlachten und die Verbrenrmng von Tieren hatte starke, fast unerträgliche Ausdtiustungen und üble Gerüche zur Folge und der Weihrauch neutralisierte diese Gerüche, welche sonst den Gottesdienst während der Opferbringung ,übe! benachteiligt hätten. Dieselben Gründe scheinen auch für die Ver-״ Wendung von Weihrauch bei Begräbnissen maßgebend gewesen zu sein und Weihrauch wurde auch in solchen Häusern angezündet, wo Krankheiten vorherrschten und öfters war die Wirkung desselben nicht ohne Erfolg. Die auf Grund von Erfahrungen angewandte Verbrennung vau süß duftenden Substanzen, . die hauptsächlich mehr oder minder sanitäre Maßnahmen vorstellten, ist sicherlich von großem Interesse, aber wir wissen auch ziemlich viel über die Zusammensetzung des Weihrauches. In jedem Falle beinahe leitete man diesen Wohlgeruch aus Pflanzen und Harzen ab, welchen natürliches Oel beigegeben wurde. Diese Oele, in der Chemie als ätherische Oele bekannt, haben eine äußerst hohe Bakterien tötende Wirkung. Viele dieser Oele haben auch die Eigenschaft, Insekten zu be- ־•tauben■ und zu töten und auch heutzutage enthalten die Zerstäuber, welche in den Gärten und auch im Haushalt Anwendung finden, immer irgend welche ätherische Oele. Die Heilung der Kranken und die Verhütung von Krankheiten waren gleichfalls das Resultat dieser Wirkung des Weihrauches, dessen Oel die Krankheitskeime abtötete. : ' II. ׳•• ■. •. . , , ■ ' ' ln dem biblischen .Opferdienst gewinnt die Ver.- Wendung des Weihrauches einen ganz anderen höheren Sinn. Nach der Mejnürig des Alexandriners Philo verkörperten zum Beispiel die vier Bestandteile des biblischen Weihrauches, die viel* Elemente: Wasser, Erde, Feuer und Luft, die zusammengesetzt das Universum darstelltdri.; Josephus behauptet, daß der Räucheraltar, der 13 Arten; von 6üB1 duftenden Gewürzen besaß, welche’ aus ־ allen Teilen der Welt gesammelt waren und . damit ,,kennzeichnen sollte, daß'Gott der Herr übör alles ist; Die Vorschriften;betreffend den Gebrauch, des Weih-! rauches in der jüdi^hefv: Religion sind im: zweiten Buch : zur Ergänzung d e r 0 r g a!1 i s a t i o ti s s t a t ü t e n. Der Bericht wird ohne Debatte zur Kenntnis genommen. Hierauf wird eine W a h I k o m m i s s i o ti, bcstehend aus den Herren Oberrabbinern Lebovitseh (Joka) und Strass er (Sala n. V.) und den Herren Caspar Bin et (Nove Zarnky) und Ignaz'Katz (Senec), gewählt und zur Wahl der V e r w a 11 u 11 g s k 0 m m i 'ssion geschritten. . Während des Skrutiuiurns entfaltet sich eine rege Debatte über das Gesuch mehrerer Gemeinde n zur Aufnahme in die. orthodoxe Or g a n isation und über die Prinzipien, die bei der Aufnahme neuer Gemeinden in Zukunft zu befolgen sind. Es wird beschlossen, alle solche Gesuche' dem Rabbinerkomitee zur Begutachtung zu überweisen. Nach der Mittagspause hält Herr Oberrabbiuer M. S. Herzog (Stupava) sein instruktives Referat über die zahlreichen verlassenen jüdischen Kinder und Kriegswaisen, die mangels einerjüdischen Eürsorgestelle vom Staat in nichtjüdischen Häusern in den Dörfern untötgebracht werden und solchergestalt jeder religifisen Erziehung entraten müssen. Dieser Kinder müsse sich die orthodoxe Landesorganisation annehmen. Ueber Antrag des Herrn V- ■;■• ־. .! / . ־. 'ff!■ ■ ״ ,_ Moses, XXX'., 30—34, ‘ gegeben. Jedes Speiseopfer mußte als Beigabe Weihrauch bekommen, der am großen. Altar verbrannt wurde, und ein bestimmtes Maß,MehL Die zwölf Schaubrote wurden gleichzeitig rilit dem Anzünden von Weihrauch dargebracht. Ein ganz unabhängiges Weihrauchöpfer wurde zweimal im Tage, am Morgen und Abend, geopfert. Nur im Falle des Sühnopfers der Armen und des Speiseopfers der Aussätzigen fiel der Weihrauch aus. Ein besonderes Weihrauchopfer war für den Versöhnüngstag vorgeschrieben und mußte im Allerheiligsten auf dem;goldenen Räucheraltar verbrannt werden. Die Bedeutung, welche der Darbringung des .Weihrauches zugeschrieben wurde, ist aus der Tatsache ersichtlich, daß es ausschließlieh dem Priester erlaubt wurde, diesen Dienst zu verrichteil. Von schwerer Strafe wurde der König Usiah betroffen, der widerrechtlich zum Räucheraltar hintrat, und-die aufrührerischen Leviten ■im, Gefolge Korachs mußten den Versuch, mit Räucherpfannen Priesterrechte ausüben zii können, mit dem Tode büßen. Sogai des Hohepriesters eigene Söhne Nadab und Abihu wurden vom Tod ereilt, als sie versehentlich der Vorschrift nicht entsprechendes Feuer unter das «Rauchwerk gelegt,hatten. Ebenso xyar für. jede.» die Todesstrafe bestimmt, der heiligen Weihrauch für gewohnliche Zwecke benützte, oder Weihrauch gpbräüchte, der nicht vorschriftsmäßig zusammengesetzt war, Die Vorschrift für die Herstellung im zweiten Buche Moses gibt vier Bestandteile an: 1. Störax, 2. Onycha, 3־. Galbanum, 4. Weihrauch. Das erste ist ein klebriger Balr sam, welchen man von dem verletzten Baumstamm des ״liquidamber orientalis“, eines Baumes, der in Kleinasien Rächst, erhält. Die Rinde dieses Baumes wird mit Holz- Schlägeln gestoßen; als Ergebnis dieser Verletzung erhält man eine Ausscheidung von Gummi (storax), welches gesammelt und gereinigt■ wird und als Handelsartikel - geschätzt ist. Es enthält ein Oel, welches der im Zitrjt enthältenen Substanz ähnlich ist und wird noch heute i« der Medizin verwendet.; Die zweite Ingredienz ist die ,duftende Oeffiiung einer Muschel, -welche im Roten: Meer gefundjen und auch heutzutage im Osten, als Weihrauch und ,in der Medizin• gebraucht wird. , Der dritte Bestaridteil Ist 'ein Harzgummi, das män.:erhält/-..-wenn:־.:H1an die Stengel uhd Wurzel einer' Pßaaze ferula galbaniflua absqhneidpt ü

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