Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 13 (1927)
- Issue
- 10 (11.3.1927)
- Date
- 1927-03-11
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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]Mr 10 JÜDliCBEPRESSE Sei#¥f Erklärung, Bezugnehmend auf meine Erklärung vom!0. Jänner 1926 fühle ich mich verpflichtet; um alle Mißverständnisse zu vermeiden, die jüdische Bevölkerung in der Tschechoslowakei davon zu verständigen, daß die Spfeisefettiabrik der Georg Schicht Ä.^G. in Aussig neu eingerichtet und gekoschert wurde. Von heute an wird das koschere ־ Speisefett Marke ״C eres“ lind ״Radio 1“ bei der Georg Schldht A.-G. in Aussig unter strengster Aufsicht von einigen frommen, gelehrten und sachverständigen Vertrauensleuten erzeugt. Diese Fabrik ist die einzige in der Tschechoslowakei, welche die Kokosnüsse selbst preßt, also niemals fremdes Oel bezieht, so daß die Erzeugung vom Presse!! des Oels bis zur Verpackung der Ward unter meiner strengsten. Aufsicht steht. Die. Marken ״Ceres“ und ״Radiol“, welche mit meinem Koschersiegel versehen sind, sind reines Kokosfett aus Kokosnüssen ohne jede Beimischung und können von den frömmsten orthodoxen Juden sowohl für Fleischals auch Milchspeisen ohne Bedenken verwendet werden. Für die Koscherheit dieser Marken hin ich selbst voll verantwortlich, wenn sie mein Siegel tragen. Aussig, 23. Kislew 5687. שמחה פ ר ענק יל תאומים אבדק״ק, סקאיוין חופק״ק פאדגורזא Simche Fränkel, Rabbiner zu Skawina in Podgorze- Krakau. B EATRIXBAD II. LINKE N6 d v KURANSTALT Zivils Preise! Bei Abnahme von 10 Karten 15 Prozent Ermäßigung Schweizer, polnischer Abstammung Israelit, 29 Jahre alt, elegante Erscheinung, wünscht Heirat (eventuell Einheirat). Barvermögen schw. Francs 200.000. Es Kommen nur bildhübsche und gebildete Mädchen im Alter von 18 bis 22 Jahren iw Frage. Mitgift ist nicht Bedingung. Ausführliche Offerten nur mit Photographie unter Chiffre ״JHc. 1629 Z.“ an Schweizer Annoncen-A -G., Zürich, Bahnhofstr. 100. בשר של פסח Wein, Slibowitz sowie Geflügel und sämtliche Spezereiwaren, verlässliche Pessach-Mllch liefert billigst auch auf telephonische Bestellung ins Haus E.ROSNER Empfang bei Minister Dr. Tiso. Aus B a n 0 v c e wird uns berichtet: Der hiesige Pfarrer Dr. Tiso wurde bald. nach seiner Ernennung zum Minister auch von einer jüdischen Deputation unter Führung Sr. Ehrw. des Herrn Oberrabbiners Moses Reich begrüßt. Der Oberrabbiticr richtete an den Minister eine herzliche Ansprache in korrektem Slowakisch und schloß mit einem hebräischen Segen. Der Herr Minister dankte der!Deputation für die. .Begrüßung und versicherte sie seines aufrichtigen Wohlwollens. . . בשירות ספי חדש יצא לאור ספר תולדות גדולי הוראה מכיל עשר תולדות רש״י, רמב״ם, ראש, טור, בית יוסף, רמ״א, טו״ז ש״ך מגז אברהם ופרי מגדים עם סאה וארב עים ואחת תילדות כתובות בקצרה מרבותיהם ואבותיהם, בניהם ותלמידיהם ושאר חכמים מדורם הספר "תולדות גדולי הוראה" מחאי־ את מחית החכמים האלה אישיותם תכינותם מחררה□ ופעולותיהם בשפה קלה וסגנון.יפה, ספר נחוץ לבל יורעי תורה, וכיותר להשוגים הלכות, לבני הישיבה ובתי אולפנא. להזמין אצל המחבר Schewach Knöbil, Wien, XX., Romanogasse 11/13 Telephon 48-6-14 IJ., Leopoldsgasse 31 »llllllllllliaillllilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllli: ביה Einzig in Mitteleuropa unübertroffen מיט אללע מעלות s WUh cinrl rltf» | Vortrefflich-Mazzoth § E der bestrenommierten 1. Wr. orthodoxen Mazzothj= E fabrik, welche unter streng orthodoxer Aufsicht des S 2 ehrw. Rabben der isr. Kultusgemeinde Wien er- 2 E zeugt werden. Atteste der größten 2 גאונים E Durch die modernsten technischen und hygienischen s E Einrichtungen bin ich in der Lage, sämtliche מצות E 2 und feinsten lichtenGrieß־ wie auch die dünnsten 2 2 Mazzoth aus den garantiert feinsten Nullermehl 2 E כשר של פסח streng orthodox zu erzeugen. 5 2 2 כל דכפין ייתי ויאכל 2 Fabrik: Wien, II., Obere Augartenstraße 52 S E Telephon-Nr. 44-814־ und 46-3-90 S E Detailverkauf in ganz Wien und Oesterreich. 2?flllllllimillliuilllllllllilllllllllllllliuilllllllllllllllllllllllllü die in Geschmack und Qualität unübertroffene erstklassig *altrenommierte welche unter streng orthod. Aufsicht des Rabbinates der; isr. Kultusgemeinde Wien hergestellt wird. Die Mazzoth werden aus dem feinsten Mehl der Budapester Giselamühle erzeugt. Ueber Herkunft und כשרות des Mehles erliegt bei mir zur freien Einsichtnahme der הכשר des Ehrw. Herrn Oberrabbiners Jeschaje Silberstein, Oberrabbiner der aut. orth. Gemeinde Waitzen* ., , m Zentrale: N.SrodetzRI, II.,Leopoldsgasse 43»Telephon 46-1-90 gg Generalvertreter: Albert Körner und Jakob Weiss El Filialen: IK Olockengasse 22 « II., Untere Augartenstraße 25 m * m Inschrift צורת ארוק אסתר הצדקת ביע״א , auf dem Decke! Mordochais steht die ׳Inschrift:חדת ארוק מררכי הצד׳ בי־ע״א Auf dem Grabe steht in •Epitaphienschrift (Urschrift): --,Und der Befehl ' Esthers bestätigte diese Vor- Ordnung des Purim und wurde in das Buch geschrieben. Und der König Ahasverus legte Tribut auf dem Lande und den Inseln des'Meeres. Megilla (9,32 und 10,1). Auf dem Grabe Mordochais: ״Und es schrieb Esther, die Königin, die Tochter Abichails, und Mordochai, der Jude, mit allem Nachdruck zu bestätigen, diesen zweiten Brief, Purim betreffend. Megilla Esther (9,• 29). Diese Gräber werden von den Juden in Persien pietätsvoi! besucht. Albert Lövv in Wien. Semmeringer Brief. Unwahrscheinlich schön ist ein solcher Semmeringwinter. Alte Semmeringer bestätigen, daß es seit Jahrzehnten keine so wundervolle Wintersaison gegeben hat. Bei Nacht bis 20 Grad Kälte, bei Tag klarer. Sonnenschein!und IS bis 20 Grad Wärme bei 1,5 Meter hohem!!Schnee. Ein Bild von unwiderstehlichem Reiz ist ein solcher;stahlblauer ,Himmel und eine so feierliche weiße Erde, die belebt ist von Menschen, die alle das Bedürfnis nach;Erholung und Zerstreuung hierher gebracht hat. Das gesellschaftliche Bild ist überaus; bunt, Nordländer in-ihren Wintertrachten promenieren neben englischen Sportmaus, Franzosen und Tschechen scheinen aber zu überwiegen. Die zahlreichen Ungarn und Wiener sind, wie es sich in einem Kreis. $0 hochvalutarischer Fremder zeigt, recht schüchtern. Auch Juden haben ihren!Kreis oben, dessen;Rahme;! der stattliehe ״F ü r s t e n h 0 f“ ist, in dem für die leiblichen und geistigen׳ Bedürfnisse auch eines strenggläubigen Juden gesorgt ist. Dieses Haus, •das in ritueller Beziehung •der Auf-, sicht der W i e n e r S c h i f f ־ S c h u 1 untersteht, versöhnt mit d.er Tatsache, daß bisher ein..;orthodoxer:..Jude ■ von:, dieser Pracht, zumindest auf längere Zeit, ausgeschlossen, war. Beneidenswert, sorglos leben die Menschen hier oben. Neben erholungsbedürftigen Schwachen, die auf den Baikons und bei den Erkenn der großen, •luxuriös eingerichteten :Hotels die frische, würzige Luft!in vollen Zügen genießen, junge sorglose Menschen, die nur das Vergnügen und:der. Sport hinauifführen. Wintersport in allen Formen wird hier ■gepflegt und von den Ortsbehörden gefördert. Man sieht auch tatsächlich imponierende Leistungen auf diesem Gebiet und beneidet ■diese jungen stämmigen Menschen um ׳!ihre körperlichen Vorzüge. Erschütternd aber wirkt ein solches Menschenwrack nach einem Unfall, wie sie hier, wie leider nicht anders möglich, sehr oft Vorkommen. Man greift sich an den!Kopf und frägt sich, wozu dieser ungeheure Aufwand an Arbeit und Körperdisziplin, w$nn das alles so leichtfertig aufs Spiel gesetzt wird. Man lernt hier nicht nur den Sport, sondern auch seine Ausschreitungen kennen und sieht erschüttert ■die!Konsequenzen lächerlicher Sucht nach Höchstleistungen, die das, was am Sport gut ist und!gut sein!mag, verdirbt. Viele ■scheinen leider noch nicht ■durch den Schaden anderer klug zu werden, denn immer noch sieht man ganze!Regimenter junger Menschen, die die Gefahren ■des Wintersports geradezu suchen. Da sind ' doch .unsere jungen Menschen anders.׳ Sie •wissen, daß ' sie ihre gesunden Glieder zu verantworten haben und nicht leichtsinnig , ihre ganze Familie in namenlosen Schmerz ’ stürzen dürfen. Mi keamcho Jisroel. ' : Schabbos, ■der Ruhetag der Schöpfung, hat in diesem , wundervollen..Teil der Schöpfung seine besonderen Reize. In der 'orthodoxen Pension ist ein nettes ■B e t-h au s improvisiert und die ganze jüdische Gesellschaft, die auch zum Teil >au!s den!Höhen des iPauhan's zu uns .herabsteigt, findet! sich hier bei Maariv ein. Auch hier wieder ein kostnopolitisches ■Bild. Nebeu zwei der hervorragendsten slowakischen ׳ Rabbonim, die sich hier eine knappe!Atempause gönnen, ein deutscher junger Mann — übrigens ein hervorragender Talmidchochem — der aus einer litauischen Jeschiwoh kommt, ungarische und tschechoslowakische Juden und schließlich — 0 tempora 0 rnöres -4'auch österreichische י und slowakische Jugend,- die. — ausspannen muß. Die . Bal-tfillohwahl isf bald getroffen und es .gehört mit zu den Wundern• der־: Seniirri^rihger Luft,';■daß sonst nicht , sehr •zarfriedene Balebatim hier oben von dem Bal-tfilloh geradezu begeistert sind. Schabbos früh — welche Wonne — ist man , Terka Hochbergef Jakob Adler Nove-Zämky Topoläany-Krulovce Verlobte. An alle frommen Brüder! Wir machen Sie hiermit darauf aufmerksam, daß unsere Firma Koliner Kafleezusatzfa&»rikenf kauf* männisches Aktieminternchmen in Prag, ihre Proßntfater Fabrik unter die rituelle Aufsicht .Sr. Ehrw. Herrn Ober• rabbiners Simon Lebowitsch aus Jöka gestellt hat. Sie ist damit dem in der jüdischen Bevölkerung allgemein gehegten Wunsch, daß ■ihr die Möglichkeit• geboten werde, die erstklassigen!Qualitätswaren der Koliner Fabriken in streng frommen Häusern mit ruhigem Gewissen .genießen zu können; vollständig .nachgekommen. Nachdem der הכשר für die unbedingte Verläßlichkeit von dem obgenannten in allen jüdischen Kreisen als! Persönlichkeit anerkannten Oberrabbiner bestätigt ist und die Fabrik unter ständiger, strengster Aufsicht השגחה steht, kann nur jeder fromme בר ישראל ohne das mindeste Bedenken mit dem vollsten Vertrauen diese Produkte ge- ,nießen. Unten erwähnte Kaffee-Ersatz- und Zusatzprodukte sind nachweisbar am nahrhaftesten, •der Gesundheit am zufraglichsten und haben sich immer der. größten Beliebtheit erfreut. Es werden in Verkehr gebracht: Ia'Cichorie in weicher, runder, blauer Packung mit Silberdruck in Kistchen, Schutzmarke ״Kaffeeglas mit Löffel“. Die!Kistchen auch für Pc ssach פסח Dann Getreide-Kaffee, wie ״Zitovka“ (extra Kornkaffee), Hannaslad (Hannasmalz). . Ferner machen wir Sie aufmerksam auf unsere Spezialität neuer Extra-Kaffeezusatz ״Kavärenskä Cichorie“, welche mit •״Zitovka“ (Kornkaffee)!zusammengekocht einen besonders schmackhaften Kaffee ergibt, ■der an Aroma, Geschtnaok dem besten Bohnenkaffee gleichsteht, dabei wesentlich billiger lind nahrhafter ist.; Die Verwaltung. faunend billig und schön liefert alle Gattungen Drucksorten in allen Sprachen für Kultusgemeinden, . Vereine, Geschäfte und Private die weltbekannte Firma Kosmos-Druckerei* Kunstanstalt G AL A HTA. (G. S. R.) Bitte um Einholung meiner allerbilligsten Preisofferte. Leistungsfähigste, mit elek- ■ Gegründet im Jahre 1889. irischem Betrieb modernst V Spezialität: eingerichtete Buchdruckerei. ■ □ספרי wit 1״^^Scllrift, Verlag der weltbekannten Gebettafeln för Synagogen HBF Auf Wunsch sende Katalog gratis und franko. sucht kleine jüdische Lehrerfamille in waldiger Gegend mit Badegelegenheit. Gefl. Angebote unter Chiffre ״Zwei Monate“ an die BratiSlavaer Administration יי Mazzos מצנם Meine, einzig und allein unter streng ritueller Aufsicht unseres hi’esigen, ehrwürdigen Herrn Oberrabbiners הרה״ג מוה״ר. מש^ן שמואל הערצאג שליטא stehende Mazzosbäckerei, liefert die dünnsten p r i m a Mazzos, franko jeder Station zu1 billigsten Preisen. ׳ Julius Reich, Mazzosbäckerei, Stupava (Stampfen), HHa9aB«ESi»!s3!sasnBamBHBBaBanan^^^aHuaB1nBBBBiBnBssra«Bs1ma um ein Viertel 9 Uhr noch sicher einer ■von den Assoräh rischonhn. Auch die Frauenschul — hier die •Halle•—!ist gut besucht. Was sollen schließlich die Damen!bis •halb 11■ Uhr, wo Kidusch gemacht wird, anderers anfangen. Nach dem Frühstück ,bleibt noch Zeit zum Sklrohmaawir sein oder zu einem schönen Spaziergang, •je nach Ambition. Nach Mincha wird unter Vorsitz der Ehrengäste — der slowakischen Rabbptiirn — ein scholaus seudöth improviv siert, das: bis spät in; den Winterabend dauert. Damit ist der geistige Teil des Semmeringgenusses' bis zur Vollendung erschöpft. Das Nachtmahl wird ■durch Smiraus in einem Melava Malko umgewandelt und spät abends getiLeßen wir noch einmal in vollen Zügen den Semmering• 1 bei einer Mondscheinpärtie. Jamtnörschade, daß dieses erlesene, Vergnügen nur so ׳wenigen und denen nur so selten zugänglich ist. . Diverse Krankenkassen hftben.. hiep , Heime errichtet oder angekau.ft: und" so ■diesö' Pra’ch’t' ihrdn Mitgliedern ,e.r.7;schlossen. Wie wäre es, wenn auch von unserer Seite einmal ein so •kühner Plan ins Auge gefaßt werden würde. Oder eine aridere Erwägung. Die Diplomaten der nichtjüdischen Welt, haben es längst heraus, daß!Kphferenzen sehr ermüdend :!sind und daß daher :unbedingt ■für die;Ent- Spannung der auch im Berufsleben sehr; angestreiigtdri Nerven solcher Herren gesorgt!werden muß. Deshalb konferieren sie .in Genua, Locarno, St. Remo tisw׳., statt in London, Rom und Paris. Wie wäre es, wenn, man ein- ■mal ■auch unserem orthodoxen Führern GeteghiHlihit gäbe, ihre!Gedanken in einem ׳Rahmen a-uszu tauschen, der; ihren Nerven ip. ,der freien Zeit, wirkliche Er hol u ngsmögl ichkeiten gibt.;In Locarno ,ist es nicht möglich, ab.er;׳vieijpicht am Semmering. So spinnt man Fäden zwischen dem tagliehen politischen und wirtschaftlichen Lebqn und der Semmeringherrlichkeit, bis einem ein soHst״&eh’f zärtlicher Freund unbarmherzig aus ■diesen Träumereien, weckt,-in- ׳ den!. er aufmerksam macht״ daß ■in einer. Stunde der Zqg geht, der uns nach Wien und damit zurück in alle Beschwernisse des täglichen Lebens־ führen 'soll. Zum Glück verhindert das ■Minjambedürfnis der slowakischen Rabbonimt unsere prompte Abreise,. so daß ich diesen Brief npeh׳ fertigschreibeii’ :‘׳ ath Sehfnlbfiiiff5 verbringen kann. " ׳■ ' ‘ ׳ ■•• S. S. .