Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 13 (1927)
- Issue
- 6 (11.2.1927)
- Date
- 1927-02-11
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 6 Sjsit(;. 44 JUPBSCBJS PRBB6C. ב־״ה Strang orth ־#2ר Strang ortft. כשר £elc!mar«1% und Feinwuritieug aus der Fabrik Mo ritt Laiar, welche unter Aufsicht der מזךאלmV C^ehiflschul) II«, Hollandstra«se x6 aa 3355 3=3 Ü S II., Taborstraßß 48 Titlephon 43-408 WOCHE | p Versäumen Sie nicht die letzten Tage der . Alle erdenklichen Qualiläts- 5 I Weißwaren I S—.50 1 in reichhaltigster Auswahl zu fgtf“ verblüffend niedrigen Preisen $000 Meter Wäsche-Chiffone, 7p cm breit, per Meter 3000 StUck Damenwäsche- Garnituren, ajour. u. gestickt, ( Hemd oder Hose, reduziert 9 ■ e! 2000 StUck Hosen Combin&ges, « a aa ajauriert und gestickt ä . . 3) 21911 Damen-Hemden ä. .5 1.25 Madras-Stoff, fUr Vorhänge, £ aq per Meter. .8 יי"*■*?® 1000 Stück weiße Damastbrustg hemden, alle Halsweiten . S 2000 Stqcic Herrepkragen, alle _ Halsw., weich, weiß u. farbig 5 Herren-Hemden ä . . Gläsertücher, nur . uutuimKUttuuuximuuuuuiuuutKumuiuuitHiiiuit^tiuuiuiuiiuitiiii s 5 3.90 —.20 1.98 -.49 gs interessant und lohnend istdie =s S Besichtigung unserer 26 Schaufenster SS M Im Foyer: ״Schattenspiele“! ü IllllllllllllllllllllllllllilllllllllllllllllllUlllllW Spendet für den der Adas Jisroel, Wien, II., Nestroygasse 11 Pflicht, daß Leute, die die ״Massen“ aufordern, ihre orthodbx-ägudistische Politik (gibt es auch eine nicht orthodoxagüdlstische Politik?) zu unterstützen, ihre Namen nennen. Sonst verdienen diese Zuschriften nichts anderes, als dal) man sie dorthin wirft, wo sie hingehören, nämlich in den Papierkorb. . Wir zweifeln nicht daran, daß die Aktivisten es mit ihrem Beginnen ehrlich meinen; dann aber ist es doch reichlich naiv, zu glauben, daß auch nur irgend jemand auf ihre Altforderung reagieren wird, wenn, sie nicht einmal die Andeutung eines geordneten oder praktisch verwertbaren Prögrammes geben! Was soll denn Herr X. Y. aus der Kleinen Schiffgasse sich eigentlich unter ״zersetzendem Einfluß“ vorstellen? Wer hat ihn denn je zersetzt? Oder was hat er gar für eine Veranlassung, sich dem Komitee anzuschließen, wenn er liest, daß der Einfluß des jüdischen Geistes in der jüdischen Gasse wiederhergestellt ,werden soll? ■Hat er etwa keinen Geist, oder fehlt es :ihm gar an jüdischem Geist? Die Flugblätter sagen, daß keine neue Organisation nötig sei, da wir ״unsere Agudas Jisroel“ haben, die überall, wo Juden in großen Massen wohnen, nicht bloß die Mehrheit in den Gemeindestuben, ■sondern auch zahlreiche Sitze in den Parlamenten und Senaten der Welt innehat. Es ist doch wolii ein bißchen zu ■viel Unkenntnis auf einmal an den Tag gelegt, wenn mau uns erzählt, daß Agudas Jisroel in allen Parlamenten und Senaten Vertretet: hat, die ihre Interessen vertreten. Abgesehen davon, daß das tatsächlich nur in Polen lind Litauen der Fall •ist, haben doch diese Vertretungen allein den Zweck, ihre j ii d •i s c 11 - 0 r t h 0 d o x e n Interessen bei den jeweiligen Regierungen zu vertreten. Das aber ist in Oesterreich, wie die Aktivisten sagen, ja gar nicht notwendig, da es ״mustergültige ‘Institutionen“ besitzt. Was sollen also Vertreter der Orthodoxie iin österreichischen Parlament? Etwa die Meinung von Herrn X. Y. aus der Kleinen Schiffgasse über die Vorfälle im :Burgenland oder über die Anschlußfrage an Deutschland vertreten? Dieser Gedanke der Aktivisten ,ist also purer Unsinn. Die österreichische Regierung gibt den Wiener Juden vollste Gewissensfreiheit, sie hat also eine Vertretung für spezifisch orthodoxe ‘Interessen — •und nur um diese handelt es sich ja! — nicht nötig!! Will das Aktivistenkomitee seinen Einfluß dahin s geltend machen, daß bei den Kommunal- oder Staatsrats־ wählen möglichst viele Stimmen e i n e r Partei zufließen, und zwar einer judenfreundlichen, so müssen, wir ihr doch ganz deutlich sagen, daß •das durchaus nicht Aufgabe der Agudas Jisroel sein kann und darf. Die Agudas Jisroel würde sich erstens sofort alle anderen!Parteien zu unverr söhnlichen •Feinden machen und mit Recht, da es ja außer der Antisemitenpartei, der wohl ohnehin kein normaler Jude seine Stimme gibt, keine einzige mit bewußt antijüdischen Tendenzen gibt. Im übrigen aber ist es Privatsache jedes einzelnen, wem er seine ׳Stimme geben will, und die wenigen, die sich darüber nicht im klaren sind, brauchen nicht gerade von •den Aktivisten berarbeitet zu werden. •Dafür ist die Presse da. Nein, meine •Herren, es sind viel dringendere Dinge in Wien zu erledigen. , Revolutionen entfachen ist kein großes Kunststück, cs erfordert nicht einmal Geist. Ein paar Unzufrieden0 finden sich überall! Viel schwerer ist es, eine neue Bewegung, die frischen Geist in die Alten hereinbringen soll, zu erhalten. Dazu•!bedarf es aber!ganz anderer Mittel, •als Sie s׳ie ,wählten! Nach Ihren eigenen Worten handelt es sich •bei Ihrer geiplanten Reorganisation• tun •eine rein lokale Angalegenheit. Die erste Frage ist also: Wer send׳ die bisherigen verantwortlichen Leiter, ־®egen die man etwas" •elnatiivyenäen hat oder :die angeblich ihre Piflicht ti'.oht erfüllen?!Zweitens: Haben Sie ein klares!Programm, Und sind' Sie gewiß, daß sich •dieses ׳praktisch verwerten läßt? S:n4 ßiP sich auch darüber im •klaren, •daß allein Einreißen 1bestehende!Mängel u;u!r ־verschlimmert und'!daß':man!es ':lieber, ׳״beim Alteni“ ’lassen soll, als an• isetine :Stelle!Neues, aber •dafür!um so IMangeiHiafteres m setzen? Drittens: Wenn!diese Fragen einwandfrei gelöst sind, dann ibetreiibeni Sie!Ihr neues 'Beginnen niciht auf eine. so demagogisefk; und verzeihen Sie! — 60 durchaus nichtssagende Art,'׳wie §ie'!es .!bisher ■taten,' sondern tun Sie das Nächstliegende: ..Finden Sie den Mut, ,zu den bisherigen!Führern zu gehen und 'ihnen im sagen, daß dies öde:•!jenes', faul «m Staate Dänemark sei. kh biü überzeugt, daß Sie auf Verständnis stoßen werden und man einer 'iRe'CS'igätjüsation!nicht ab®en׳eigt sein wird.'So!:!te das mäht der Fall sein, so beantragen ,$e die Einberufung eitler Versammlung und . lassen Sie dort'י durch kläre!Köpfe, frei von :Phrasen,-'Ihre Wünsche; vor tragen! ,Genug der Worte, ׳die 'Tat entscheidet. Der!Zweck dieser •Zeilen ist nicht unproduktive!Kritik: es :'st der Tenor,.der in ■jedem einzelnen usw. ..... ch. © jC33 Moderne Erziehungsfragen. Sonntag, den 4. Adar hielt Herr Dr. Dcutschländer im Wiener Agudath-Jiigendheim einen bemerkenswerten Vortrag über ״moderne Erziehungsproblcmc“. Er verstand es, die verschiedenen modernen Erziehungstheorien, die heute in der Welt um die Herrschaft ringen, in anschaulicher Weise zu schildern und die Parallele mit dem jüdischen Erziehungsideale zu ziehen, das noch immer in unerreichter Höhe dasteht. Während bei den Griechen und Römern die Erziehung der Jugend gekauften Sklaven anvertraut wurde, hat man bei dem jüdischen Volke diese hohen Aufgaben den höchsten Persönlichkeiten zugewandt. Die heilige Sprache hat. worauf S. R. Hirsch einmal hinweist, für den Begriff des Erziehers und den Begriff des Künstlers ein und denselben Ausdruck: אומן Denn ein vollkommener Erzieher muß zugleich ein Künstler sein, der den jungen Menschen nicht allein mit Wissen bereichert, sondern den ganzen Menschen mit schöpferischer Begabung zu erfassen und bilden weiß und der all das, was ein jugendliches Herz erfüllt, zu erschauen und in die rechte Bahn zu leiten versteht. Der jüdischen Weisheit gilt der Erzieher als Prophet, der als ״Bringer“ göttlicher Wahrheiten mit hohem, heiligen Geiste erfüllt sein muß; die Schüler werden mit dem Auserkorenen Jisroels, mit dem Moschiaeh verglichen, denn sie sind es ja, die den Trost und die Hoffnung kommender Tage bedeuten. Wenn die Menschen unserer Tage, enttäuscht durch Mißerfolge vergangener Jahrhunderte, auf die Suche nach neuen'Erziehungsidealen ausgehen, so ist dies verstandlieh. Aber jüdische Menschen können nicht alles gutheißen, was da gefünden wird. Betrachten sie doch alle Fragen Und nicht zuletzt die wichtige Lebensfrage der Erziehung von der hohen Warte der Eumaß Hachonim. So ist z. B. die neue Arbeitsschule zu begrüßen, die im Prinzip in den Jeschiwohs stets gepflegt Wurde. Die Forderung, daß der Lehrer nicht nur dozieren, sondern mit seinen Schülern auch mitfühlen und mitleben soll, damit er Liebe erwecke lind nicht bloß gefürchtet werde, ist bei uns stets erfüllt worden. Wenn man aber darangeht, die Autorität des Lehrers wie des Elternhauses zu erschüttern, dann ist man in größten Gegensatz mit unserer Thauroh geraten und aüclr die Erfahrung ernster, aufrichtiger Erzieher spricht dagegen. — ffn weiteren Verlauf seines Vorträges gab der 'verehrte Redner wertvolle Anregungen zii nyiien. Wegen in der Agudah-Jugenderziehung, die das volle Interesse seitens der berufenen Führer verdienen. Im Kreise der Ägtidah-Jugend wird das ״Lernen“ eifrig gepflegt; was nicht genug hoch angeschlagen werden kann. Aber die Jugend der Großstadt braucht mehr. Es genügt nicht, Thauroh zu lernen, wenn man Thauroh nicht leben kann, wenn das Leben der Großstadt sich im Gegensatz zum jüdischen Ideal befindet. So kommt es, daß der junge Jude Disharmonie im Herzen empfindet oder gar kampfesmüde seine Jiidischkeit aufgibt. Ein jüdisches Gemeinschaftsleben muß daher bei unserer Jugend erstehen, frei’von aller Unnatur der Groß- .stadt. Lernen und lesen,’ Gedanken austauschch, wie unterhalten, Wandern und Erholen, sie sollen die jungen j.üd.isehen Menschen zu einer frohen Lebensgemeinschaft 3usammenschmieden. Der Esra hat hier im Anschluß gm die Gedankengänge Wyhekens Bahnen beschritten, die auszu־ .bauen sind. AgU.dahrJugendgruppen und Esra sollten alljährlich die Ferienwochen,, die den jungen Arbeitern, Kaufleuten, Schülern und Studenten zugemessen sind, für jüdische Gemeinschaftserziehung nutzbar machen. Ein genaues Programm für jüdische Erziehung wie Durchbildung der ganzen Individuafität müßte gemeinsam mit berufenen Zum Wochenabschnitt תצרה, Indem die beiden letzten Sätze des 27. Kapitels selbständig an die Spitze des heutigen Wochenabschnittes treten uiid diesem den Namen geben, gewinnen sie eine besondere Bedeutung. צ 1 ה H ״ ,י א ת הdu verpflichte die Kinder Israels dazu* dgß sie das reine Olivenöl für das Licht nehmen, das beständig aiifieuchteh soll“. Die Voraussetzung für jüdische Tat ist die reine Gesinnung.;Nur wenn reines Olivenöl, das heste des Oeles und von ״diesem besten, wie die UeberUeferuug sagt, immer nur ein Tropfen der Frucht für die Leuchte, die beständig ihr Licht spenden soll, genommen ist, dann ' kann das Licht auch die reine Erleuchtung bewirken. Dann kann diese Erleuchtung die Tausende der Tempelbesucher zur Tat . entflammen, kaiin Symbol und Tat in eins zusammenfallen,. kann der Dienst draußen im Leben zum Gottes* dienst geweiht werden, wenn er drinnen im Tempel dem reinen Boden, entwachsen ist, der ihn für profanen Dienst zur Gottestat adelt. Noch ein zweites will uns diese Einleitung zum 'Wochenabschnitt sagen ״ להעלות נרum das Licht aufleuchten zu lassen“. Wenn wir unser Sabbatlicht oder das Chanukalicht entzünden, dann gilt als Vorschrift, daß wir so lange die Flamme zum Dochte halten, bi$ dieser ,völlig entbrannt und nutimehr von selbst weiter brennen kann, ohne nochmals zu verlöschen, pies ist eine .yon den vielen scheinbar unbedeutenden rabbinischen Vor- •Schriften’ die wohl von manchem schon verständnislos belächelt wurden und über die man sich wie über so viele .andere :(ei.Qht.en; Herzens bin wegsetzt ל— handelt es sich ,409h ״nur“ ,um eine mündlichd Ueberlieferung, die ypn der;Tköra aus njcltt geböten ist, wie man gewöhnlich sicirvcir ■sich selbst rechtfertigend hinzufügt. ». Und doch! Wie feinsinnig wird hier ד־יdenn auf, ■ diesen Satz 4er Thora stützt sieh •die rabbinische Vor- SQhrift -r. 4ns Menschen angedeutet, daß h».r Geduld und Jtetigk'eit zum Ziel führen,!können. Npr, wenn \yi,r immer. wieder' uns die* Mühe geben/ unsere1 Erziehungsmaxlmeh: der heran wachsenden־ Jüdend van •neuem einzuprägen, nicht «rlahmeo und ׳nlQh| »rroftdw» in unserer Tätigkeit, .$$ 419 worden, dann . können wir darauf rechnen, daß jene Leuchte, die im Tempel .׳das Sinnbild der geistigen Helle darstellte, auch im Leben der uns anvert.rauten Generation zu 1inem lichtspendenden Leuchter wird, können wir sicher sein, daß unsere!Erziehung die reifen Früchte tragen wird, die wir erhoffen und die den herrlichsten Lohn für alle unsere Mühe bieten. Dr. Wilhelm Fr.eyhan, Zum Tode des Balassagyarmater Oberrabbiners זצ״ל Von Jogief Klein, Bratislava. Ein mächtiger Pfeiler des ungarischen orthodoxen Judentums ist durch das Hinscheiden vom Oberrabbiner יוסף ישראל ד י י ט ש זצי׳ל aus Balassa-gyarmat gefallen. Der Verlust trifft aber, das gesamte orthodoxe Judentum, das dem!Heimgegangenen einen der bedeutendsten und größten Gelehrten der alten Garde verliert. Er war der würdige Nachfolger seines ebenfalls rühmlich bekannten Vaters. דוד Prug •genannt, weil er aus der Gegend Prag stammte,' der ein Vorzugsschiiler von חתם סופר war, bei dem er zehn Jahre hindurch lernte. Seine beiden ■Werke אוהל דוד und נידן חד sind weitberühmt. Nach seinem Ableben wählte die Gemeinde Balassagyarmat seinen Sohn, den wir eben verloren haben, als Nachfolger. Rabbiner J. S. Deutsch bekleidete sein hohes Amt etwa 5Q Jahre hindurch. Er oblag stets mit großem Eifer dem Thorastudium. Seine Werke werden voraussichtlich schon demnächst im Druck erscheinen, aus! diesen wird man konstatieren können, welches Talent diesem Jylanpe innewohnte Mit Rücksicht auf seine ganz besondere Klygheit wurden ihm zur Zeit der alten Monarchie seitens der orthodoxen Landeskanzlei!in Budapest sehr häufig leitende .$t;ellen angetmten, welche qx jedoch •in feiner BesQheijlep- . heit zurückwies, um sich ungestört dem'Thorastudium zu widmen. Er vereinte in sich all jene vorzüglichen Eigenschaffen, welche nur 'ganz* groöe Männer "zieren. Ihsbesondere aber rühmte ma4 ״hm einen großen yVohltätig-1 ik'eit^sinp und .״•Ahjjiwäs Jisroel“; 9£ch, die sich bei jeder •kleinsten;Gelegenheit seinen armen Mitmenschen gegenüber kundgaben und es letzten!Endes sodann verursachten, daß er selbst die für seine Töchter als Mitgift zurückgelegten Spargelder dieser seiner Leidenschaft opferte. Er hat ' es ferner mit semem kleinen Einkommen zuwege gebracht, anläßlich des Weltkrieges mit den aus der Umgebung von ׳Mamarossziget nach Balassagyarmat versetzten jüdischen Soldaten zu teilen. Unzählige sättigten sich täglich, an seinen Tisch, was .wo(1l am besten von seiner hochedJen jüdischen Seele zeugt. Alldem hat nun der unerbittliche Tod ein jähes Ziel gesetzt und in Würdigung seiner um das ganze Judentum im allgemeinen und um seine engere Gemeinde speziell erworbenen Verdienste, hat die noch vor der Beer.digung einberufene Generalversammlung mit begeisterter Einstimmigkeit seinen 28jährigen Sohn אהרן חד zu seinem Nachfolger erwählt. Die Lewaje selbst gestaltete sich zu einer großartigen Manifestierung •der ganzen Bevölkerung von Nah und Fern. Es war eine mächtige Beteiligung yon Verehrern und Freunden, welche dem verstorbenen Oberrabbiner das letzte Geleite gaben. Deputationen aus verschiedenen Städten ,,Ungarns und der Tschechoslowakei erschienen mit ihren Oberrabbinern und man konnte es mit großer Genugtuung koustatieren, welches!Entgegenkommen die ungarischen •und tschechoslowakischen •Grenzbehcfrden den Trauergästen gegenüber bekundeten. Die ״Tahara“ fand in der Wohnung Sonntag nachmittags statt. Auf Wunsch des Verstorbenen wurde sein Sarg aus jenem Tische angefertigt, auf welchem er etwa 50 Jahre hindurch Thora berabirn verkündete. Die Leibwasche, die er zur ewigen Ruhe bekpmrpen hat, trug ejer Verblichene während der 50 Jahre nur äm Jomkipur, auch sein großer Vater, der Gore ii David, von dem er sie erbte, trug sie nur am JorukiPUr.!Die Stadt Balassagyärmat ehrte :den großen Toten durch den Peschluß/daß trotz des Jahrmarktes sämtliche jüdischen GespbäffQ ab l IJhr mittags, vom Beginne der,Lewaje, geschlösseri bleiben dürfen. Um diese Zeit wurde •irrt Tempel, welcher der größte Ungarns Ist, Mincha gebetet und .nachher der Aharon mit dem Toten durch die Chewra-!Kad^cha-Leitung hingeb.racht und vor dem Aron Hakaudesch placiert. Mün begann alsdann mit den ״Hakofos“, welche hauptsächlich 53482348535323234848535348482323235323535323 8959