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Jüdische Presse · 1927-01-14 · 2 (14.1.1927) · page 6

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Journal
Jüdische Presse
Volume
13 (1927)
Issue
2 (14.1.1927)
Date
1927-01-14
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 18 JÜDISCHE PRESSE. Nr. 2 Tsclieclio Prämienstiftung für Jeschiwa-Bachurim. Ein Vorbild zur Nachahmung. Oft schon ist in dieser Zeitung aui die traurige materielle und moralische Lage unserer thorabeflissenen Jugend hinabgewiesen worden’. Die Anzahl der Jeschiwos hat in den letzten Jahren erfreulicherweise zugenommen und auch die Schüler haben fast überall zahlenmäßig einen recht bedeutenden Zuwachs erfahren. Dieser Aufschwung der Jeschiwos darf gewiß alle diejenigen mit Freude und Befriedigung erfüllen, die einzig und allein in der Ausdehnung und Vertiefung des Thoralernens eine Gewähr für die Erhaltung :und Erstarkung des historischen positiven Judentums erblicken. Denn im Vorhandensein •guter und zahlreich besuchter Jeschiwos ist die erste Voraussetzung für jede zielbewußte, wahrhaft jüdische Volkserziehung geschaffen, wie es umgekehrt ohne sie. eitle Selbsttäuschung wäre, sich in bezug auf die Zukunft eines im Leben wirksamen religiösen Judentums irgendwelchen Hoffnungen hinzugeben. Gerade deshalb aber, gerade weil die Vieltausendjährige Geschichte unseres Volkes uns unzweideutig lehrt, die entscheidende Bedeutung der Jeschiwos für das Judentum nicht zu verkennen, erscheint es uns nicht zulässig,: Illusionen zu nähren und vor gewissen nachteiligen Erscheinungen im Jeschiwa-Leben das Auge zu verschließen. Viel zu viel steht auf dem Spiele, wenn wir den augenblicklichen günstigen Moment versäumen und nicht •mit der größten •Umsicht an die Ausgestaltung der Jeschiwos iierantreten. Unsere Jeschiwos leiden in der Hauptsache an zwei Uebeln, an der unverhältnismäßigen materiellen U n- Sicherheit ihrer Zöglinge nach ihrem Austritte aus der Jeschiwoh und an der unzureichenden moralischen Wertschätzung, der die Schüler im öffentlichen Leben der jüdischen Gemeinschaft begegnen. Dies hat zur Folge, daß zahlreiche Bachurim vorzeitig ermüden״ all •die Entbehrungen zu ertragen, die ihnen das jahrelange Verweilen auf •der Jeschiwoh auferlegt und sie verlassen ent- •mutigt die •Lehranstalt, lange bevor sie an Wissen jenes Maß erwarben, das sie später im praktischen Leben in den •verschiedenen Berufen ds ב נ י ת 1 ר ה zu Würden- :trägem und Richtungweisern in Gemeinde und Gemeinschaft t>§fähigen könnte und lange .bevor sie an jüdischer Gesinnung z\\ jener Gediegenheit gelangt sind, die ihnen fanere Stärke verleihen könnte, den geistigen Strömutigen :unserer Zelt selbstbewußt Widerstand zu leisten und der wirtschaftlichen Hindernisse in Treue zu Thora und Mizwor Herr zu werden. Ernste Menschen im slowakischen orthodoxen Judentu.msinnen seit Jahr und Tag nach Mitteln und Wegen, um diesen besorgniserregenden Uebeln in unserer Jugend, die ganz und vorbehaltslos unser ist, Zweckdienlich und wirksam zu steuern. Zu einer Tat ist es jedoch bis zur Stunde leider noch nicht gekommen. Dieser Tage aber hat sich ein für חורה und יראה begeisterter Ungenannter und ungenannt bleiben Wollender zu einem Schritt entschlossen, der von seinem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse der Zeit Zeugnis ablegt. Dieser Schritt scheint uns ein schöner Anfang zu sein zu einer Hebung sowohl der materiellen als auch der moralischen Lage der Jeschiwoh-Jugend. Wie wir erfahren, hat der Anonymus in hochherziger Weise vorderhand eine Spende von 10.000 tsch. Kronen als Preisstiftung für Jeschiwoh-Bachurim hinterlegt. Die Spende ist bestimmt, den Lerneifer der Jeschiwoh- Jugend anzueifern und den jungen Leuten, die sich durch reiches Wissen hervorragend auszeichnen, eine Prämie in bar auszuzahlen, die zugleich als moralische Anerkennung gedacht ist und ohne Zweifel als solche besonders hoch gewertet werden dürfte. Die 10.000 Kronen gelangen Mitte Elul 5688 durch ein Prüfungskollegium, bestehend aus drei Rabbinern unter Vorsitz des Herrn Oberrabbiners M. Frey in Velkd Surany in folgender Weise zur Verteilung: 1. Zwei Preise zu 1000 Kronen und acht Preise zu 500 Kronen (zusammen also 6000 Kronen) werden an die Bachurim im Alter von 17 Jahren und aufwärts verteilt, die ,מס׳ חולין עם ם' רש״י וחוס mit gutem Verständnis vollständig beherrschen. 2. Zwei Preise zu 1000 Kronen und sechs Preise zu 500 Kronen (zusammen 4000 Kronen) gelangen an die Bachurim von 20 Jahren und aufwärts zur Verteilung, die mit dem ersten Teil יורה ד und den wichtigsten Dezisoren טו״ז, ש״ך ונקה״כ soweit vertraut sind, daß sie jeden ohne Schwierigkeiten finden und die einzelnen שיטות klar herausarbeiten vermögen. Um die Preise können sich bis |15688 ר׳ םי Schüler slowakischer Jeschiwos bewerben, deren Eltern in der Slowakei wohnen und die sich über ihren einwand fr eien religiösen Lebenswandel durch Bescheinigungen der betreffenden Jeschiwoh-Leiter ausweisen können. Die Bewerbung ist an die Adresse Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner M. Frey in Velkd Surany zu richten. Wir veröffentlichen nachstehend den Aufruf der Suranyer Jeschi woh-Leitung im Wortlaute mit besonderer Freude, weil wir ihn geeignet finden, die Aufmerksamkeit der Thorafreunde auf diese durchaus edle Art der Jeschiwoh-Förderung zu lenken. Mögen sich in u nserem Lande und •im Auslande weitblickende Ereunde des לימור התורה finden, die dieser Anregung folgert und die Prämienstiftung des edlen Initiators erhöhen oder durch weitere Preise erweitern. Das wird den Mut der Jünglinge heben, die ihre schönsten Jahre begeisterungsvoll ausschließlich der vertieften Erkenntnis des G-tteswortes weihen und wird ihnen auch die gebührende Achtung in Gesellschaft und Leben sichern. Cherem, Orthodoxie und Zionismus. Zur Abwehr. Wir haben den zionistischen Widersachern des gesetzestreuen Judentums wieder einmal ein Wort zu sagen. In der vorigen Nummer deuteten ,wir bereits anr wie sehr es uns zuwider ist, dies im Zusammenhänge mit den Vorfällen in Munnkacs tun zu müssen. Die zionistische denunziatorische Parteipolitik und die zionistische frevelhafte Ignoranz in den Dingen des Judentums erheben aber gerade im Anschluß an die Zeitungsnachrichten über diese' Vorfälle abermals so unerhört dreist!ihr Haupt, daß wir uns in der Zwangslage befinden, den Nebelschleier zu lüften, . hinter den die journalistischen Agitatoren des Zionismus sich verbergen, um den Munkacser Cherem zu~ einer Sensation ersten Ranges aufzubauschen und — wie auf ein längst erwartetes Signal — •ihre frivole politische־ Hetze gegen die Vertretung des orthodoxen Judentums und gegen die orthodoxen Rabbiner in der Slowakei mit. den gewohnten Mitteln der Verdrehung, Verleumdüng, Verunglimpfung und der D e n u n z i a t i 0 n. wieder aufzunehmen. Wir waren in •den letzten Monaten/ den zionistischen politischen Umtrieben gegenüber allzu nachsichtig, haben nach dem schmählichen Fiasko der zionistischen ״nationalistischen“ Landespolitik und der zum tausendundeintenmale theatralisch aufgeführten Demissionskomödie ihres obersten.!Heerführers Dr. Singer sie ruhig gewähren lassen bis sie ihren politischen Leichnam in Frieden zu Grabe tragen. Wir wollten einem Toten nichts Böses nachreden. Nun stellt es sich aber heraus, daß das haßverzerrte Antlitz der zionistischen Hetze gegen alles, was das historische Judentum angeht,, in seiner ganzen früheren Gräßlichkeit aus dem finsteren Grabe entsteigt und in giftiger Wut alles begeifert, was den zionistischen Anstürmen zum Trotze auf seinem Posten im Judentum standhält. Die zionistischen Artikel- Schreiber des ״Prager Tagblat t“, die zionistischhochoffizielle Prager ״S e 1 b s t w e h r“ und mit besonderer Vermessenheit die ״J ii d. Volkszeitun g“ in Bratislava wollen mit aller Gewalt einen neuen Kampf gegen die Orthodoxie vom Zaune brechen lind kündigen, um mit der ״Jüd. Volkszeitung“ zu reden, den Beginn eines Kampfes an, zu dem sie das ganze Judentum in pompösen Artikeln aufreizen. Das orthodoxe Judentum fürchtet solche Drohungen nicht; :das hat es in den letzten Jahren deutlich genug bewiesen. . Es fürchtet auch die Waffen nicht, die sich diekampflustigen Feinde der Thoratreue im Judentum ausder Rüstkammer der Antisemiten holen. Das Judentum: ist stark und erfahren genug, um auch die angesagte neue Hetzwelle an sich •vonbeiziehen zu lassen. Eure Angriffe werden uns nichts anhaben; stürmt nur heran, ihr werdet in Granit beißen! Wir’scheuen uns aber auch nicht, es offen auszusprechen: wir wollen den Kampf nicht. Wir brauchen Ruhe im Judentum; wir :bedürfen unserer Kräfte, um mit ungestörter Aufmerksamkeit an dem«, inneren Ausbau unserer jüdischen Welt zu arbeiten,, um unsere Gemeinden mit dem •Geist des thöratreuen■ Judentums zu beleben, um in unseren Institutionen das heilige Wort der Thora wirken zu lassen, um unsere Jugend allen zionistischen Verwirrungsversuchen entgegen in Treue bei Thora und M i z w o s zu erhalten und um uns selber als funktionsfähige Glieder des einzig wahren, alten, historischen, religiösen jüdischen Volkes zu bewahren. Das orthodoxe Judentum in der Slowakei wird deshalb — wie •bisher stets — nicht zulassen, daß die Vernichtungsgier der Zionisten das Judentum unseres Landes zum Tummelplatz eines ״nationalistisehen“ Kampfes mache. Die Orthodoxie betrac ht e t ihre schon früher •mit :der. größten Ein- •deutigkeit zum Ausdruck gebrachte Stellungnahme, gegenüber den religiösen A 1b f a 11 s b e s t r e b u n g e n des Zionismus als endgültig und wird unter keinen Umstände n.: davon Abstand nehmen, die Tore der Re- 1 i g i 0 n s g e m e i n d e n auch ferner vor dem Eindringen der religionslosen Ideologie des Zionismus verschlossen zu •halten, wie sie nicht unterlassen wird, den thoratreuen׳ religiösen Charakter der Gemeinden und der ganzen jüdischen Gemeinschaft durch• zweckentsprechende Schutzmaßnahmen, zu sichern. Das mögen sich die zionistischen Kämpfer gesagt sein lassen und die urteilsfähigen Männer unter den Zionisten mögen es sich wohl überlegen, ob sie nicht besser daran täten, ihren Phrasenhelden die Zügel ein klein ׳ wenig enger zu spannen, als die gesamte tschechoslowakisehe Judenheit in einen Kampf hineinzuhetzen, dessen Ausgang sicher nicht zum Wohle der Gesamtheit und vielleicht nicht einmal zum Vorteil des Zionismus führen dürfte. Der Munkacser Cherem ist eine Angelegenheit, die ־ keinesfalls über •den •Kreis, den sie direkt angeht, •hinausreicht. •Das wissen die Zionisten sehr gut lind das weiß ־׳ auch Dr. Singer, der inmitten seines politischen Winter- - schlafes mit einemmale im Namen des Prager ״National- - ישיבת מ־מ שוראן Rabbinatsschuie, Velke Surany בעזהי״ח. מ ו ד ע א ר ב א לאורייתא! אליכם אישים בחורי חסד תלמידי ישיבות דמדינתנו סלאווקיי נקרא לבשר לבם בשורה טובה שנריב אחד מק״ק ב׳ אוהב תורה ושוחר חושי׳ וחפץ בעילום שמו הרים תרומה לד סך 10.000 kc לטובת לימור תוה״ק לחלקם לששה עשר תלמידי ישיבות דמדינתנו עפ״י תנאים ופרטים הללו: א)0<60^ לעשרה בחורי חמר בני שבעה עשר שנה ולמעלה הבקיאים במם׳ חולין ער סופה עם פרש״יותוס׳ ותלמודם שגור על לשונם ומבינים דברי חכמים וחירוחיהם על בוריין. שני תלמידים היותר מופלגים ובקיאים במס׳ זו יקבלו כאר׳א סך 1°00 Kc ואחריהן יקבלו כאו״א □ך Kc 5u0. ם 4000 לששה תלמידי ישיבות שבבר הגיעו לשנת עשרים ובקיאים בשו״ע יו״ר חלק ראשון עם נושאי כליו לכל הפחות טו״ז ש״ך ונקוה׳־כ וכמעט מט יכולים למצוא מקים כל דיו ודין ולפרט ולסרר כל הדעות והשיטות באותו ענין וכל סברא וחידוש שימצא בדבריהם. שני בחורים היותרמופלגים ובקיאים במקצוע הנ״ל יקבלו באו״א סך 1000 kc וארבעה תלמידים אחרים יזכו כאו״א בסך 500 Kc. __ ג) צבא תנחן ללמוד ולהכין א״ע עד חצי חרש אלול שנת תרפ״ח הבע״ל ואז תהי' אייה הנסיון פק״ק שוראן במעמר ובקרב ג׳ רבנים ובראשם אמרר הגאב״ד דפק״ק שליט״א.: ד) ראשית חכמה יראת ד׳ ורק תלמיד אשר מימיו התנהג א״ע בדרך התורה ויראת ד על פניו ראויי לעמוד למבחן ויתנו עידיהן ע״ז רבותיו הגאונים אשר הסתופף בצלם. ר?דד: ״"•־"־ ה) כל תלמיד שרוצה לעמוד למבחן יגלה רצונו במכתב ערוך לאמ״ו הגאברפק״ק שליט״א ,Oberrabbiner m. Frey ,veike surany לא יאוחר מן ר״ח סיון תרפ״ח הבע״ל וגם יודיע מספר שנותיו ומקום דירת הוריו ויצרף העתק 3 J מכתבי תעודותיו מרבותיו הגאונים אשר יצק מים על ידם מעת עזבו חרר מלמריו וקודם ר״ח אלול יקבל תשובה _^ הראויי׳ לו. ועתה בחורי חמד1 אשיר חוריכם מתושבי מדינתנו סלאווסיי עושו חושו לקרב אל המלאכה מלאכת חסדש ללמדה: וולהשלימה עצהיו״ט עד זמן המוגבל אשרי מי1 שיבא לכאן!יחל מודד בידו נוצר תאנה יאכל פריי׳ והננו מביעים מקרב ולב עמוק אלפי תורה וברכה להנריב הנ״ל בעד נדבת לבו הטהור ומגמת נפשו היקרה להגריל תשוקת וחשקת לימוד תוה״ק בתוכנו תלמידי הישיבית להרבות סנאת סופרים בינינו ולהרים סרן התורה ולומדי׳ ויישר כחו וחילו לאורייתא ויזכה לראות בנים וב״ב עוסקים בתו״מ עד בגצבב״א. פק״ק ש ו ר א ן א׳ לס׳ שם לו חק ומשפט ושם נסהו תרפ״ז לפ״ק. בשם גבאי ומנהלי ישיבת ר״ר שויאז ישעי׳ פרייא, דור דוב הערמן. את פריי אתן בעטי לאשר ולקיים כל הדברים הנ״ל הנאמרים באמת ובצדק ומי יתז שנגידי וקציני אחכנ״י יעשו כמחכנתו להסדיב על מזבח לימוד הוה״ק סכומים הגונים להגדיל תירה ולהאדירה ויקדים בהם עץ חיים היא למחזיקים בה ותומכי׳ מאושר! פק״ס שוראן א׳ לס׳ תמכו בידו תרפ״ז לפ״ק. הק׳ מאיר ליב פיייא אבדק״ק שוראן והגליל.

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