Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 51 (17.12.1926)
- Date
- 1926-12-17
- Page
- Seite 345 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 51 JÜDISCHE PRESSE Seite 345 Telephon 74*»2«26 Telephon 74«»2 Wien! I., Graben 12 demTrattnerhof) Diese neueröffnete, grösste und modernste Werkstätte für Haararbeiten u. Schdnheitspflege erzeugt Perücken, Scheitel u. Transformationen, für deren allererste Qualität der internationale Meister Karl Schiroky jeder Dame persönlich haftet. Unsere ElnfUhrungsprelse sind sensationell billig E Ein unverbindlicher Besuch zeigt Ihnen die schönsten Bublperilcken . . von S 75 aufw.; die schönsten Transformationen von S 35 aufw. dieselben mit Scheitel . . , . . von S 45 aufw. und werden Ihnen für Reinigen, Wasserwellen u. Reparieren Ihrer alten Perücken die billigsten Preise berechnet. Wir färben auch Ihr Haar auf jede gewünschte Farbe mit Original Henne und dauerwellen dasselbe nach dem allerneuesten Mayersdien Verfahren unter iedweder Garantie. Ein Versuch wird Sie überzeugen und Sie dem GRABEN-FRISiER-SALON Wien, I., GRABEN 12, Tel. 74-2-26 zur ständigen Kunde machen. Ein Verband der jüdischen Kultusgemeinden in Oesterreich. Die Wiener Kultusgemeinde schließt sich nicht an. Für!den 12. XII. würde nach Wien die konstituierende Versammlung׳ des Verbandes der jüdischen Kuitiisgerneiinden Oesterreichs eiribenifen. Der Vorstand der Wiener •■Kultusgemeinde!zog die Einladung 12ur konstituierenden!Versammlung des ׳Gemeindebundes!in einer Vorstandsitaung in Bereitung. Die Sprecher der Jüdisdmationaien. Oberbaurat Stricke! und! Gemeinderat Dr. iHaschkes. ׳traten• ■für ,den Anschluß der Wiener Gemeinde an den Verband! ein Die Sprecher de! Majorität erklärten sich (gegen den iAnsdrhuß. Bei de! Abstimmung wurde!der AnscMußantrag mit 16. Stimmen der Mehrheit, gegen 13׳ Stimmen der Jti'disciinationialen und de! sozialen Gruppe abgelehnt. Die Vorstan!dl.;!sitz1׳!f1g der Wiener israelitischen Kultetemeiiindie halt mit IS ■gegen!13 Stimmen beschlossen׳, daß die KmiHusgemeindle Wien sich an dtem geplanten Bund! jüdisches• j Gemeiiinden in Oesterreich nicht ׳beteiigb. Die Sfiftauin®, in! welcher ■ dlieser!Beschluß gefaßt wurde, war nidrf öffentlich. Wir ■sind deshalb ׳für dtie Würdigung dieser Tatsache auf Venmuitungen; angewiesen.!Nach einem Ze-Harngsberfdit setzte sidi die Maoarltät aus orthodoxen und liberalen (Uniöns-)Stiiriinen zusammen. Entspricht diese Mitteilung den Tatsachen, so ergibt.sich das BM, daß die!Liberalen m diesem ׳Falle winMiidh liberal gehandelt liaben׳. Denn wir vermuten:, daß ׳tatsäahlildi idiie arthodbxen Mii'tglieidiar deis! Vorstandes ■dfie auf ErMiruirugen in anderen Ländanni begründeten Einwände ®egen! die Konstäitmenung ׳eines . solchen Bundes erhoben und' daß dlte Liberalen!ihre. Mitwirkung an! einem׳ Werk versagten, ׳dfas —- eben auf Grund der ׳oben erwähnten Erfahrungen — ,zu־ einer ■Geißel.der Orthodoxie werden könnte• Es ©egt in diesem Akt ein großer Zug. Wenn {man bedenkt, daß beispielsweise iin Draußen trotz aller bei!!Gründung , dies VerbarJdles gegebenen Versprechungen schon ein! Vorstoß ׳ gegen dila absolute Gewissensfreiiheit geplant •ist׳ ׳so begreift man 1 düe Bedenken1 der!Orthodoxie durchaus. Man׳ ׳muß sich füglich dooh endlich daran gewöhnen׳» jedem unbedingten, Glauben zu schenken, der:!irgend1 einem Projekt, irgend einer Jnstibution gegenüber Gewiisensibedenken behaupter. Zu diesem ■Glauben liaben sich di!e liberalen Mitglieder ׳des •Kultavorstandies emporipesdiwiungen. Wo immer׳ selbst freiwillige •Verbände ׳erstanden, tot sich im 1Laufe der Entwicklung eine Einschränkung der Autoportugiesisches Gewand. Wir •treffen aber trotz der Verstellung auf vertraute, gutbekarmte Stellen. So heißt es zum Beginn eines Jom-Kipur-iGebetes: Grande Deus de Israel, Adonai, Sabaat Malcolares; Cobrado! Das Ist nichts anderes ,als die Keduschah, die Heiligung G-ttes, und ׳es nimmt uns nicht wunder, daß in der ttiarannisoheni Liturgie der Betonung der Heiligkeit deis einzigen G-ttes und dar Erkenntnis des G-ttesgedankens. wie er von ■dem großen Propheten in ,seiner Vision verkündet wurde, eine solche Bedeutung beigemessen wird, daß dieses Gebet an •die erste Stelle gesetzt wurde. Erwähnenswert wäre noch eine bei den Marannen׳ übliche!Form der Eheschließung, die an jüdische Vorbilder erinnert. Bevor die Hochzeitsgesellschaft zur Kiirdhe geht, findet zu Hause eine Zeremonie statt, bei welcher die rechte Hand des Bräutigams und der Braut mit ׳einem Tuch aus Linnen verbunden werden, und dann wird dieser Bund von einem Manne mit den Worten, gesegnet: Im Namen des G-ttes von Abraham. Jsaak und Jakob verbinde ich ■euch und möge sein Segen auf euch sein, Amen! Immer wieder zeigt es sich, daß dieses erstarrte Ma- , rannejudentum von seinen׳ Bekennern als ein Geheimkultus an- KeseLm wird, und nur schwer können׳ diese .heimlichen Juden es begreifen, daß!man den• Glauben der Väter frei vor ־aller Welt zur Schau tragen darf. Wir aber müssen für die Haltung äer Mariannen das richtige Verständnis aufbringen und ־ diese unglücklichen Stiefkinder des Schicksals bewundern, denn ei!n so'dies Beispiel der Standhaftigkeit und ■der Ausdauer ist ( schwur in der Geschichte aller Völker anzutreffen. Es muß uns rt. mic tiefer Genugtuung erfüllen, daß sich die Kraft des jüdischen i Glaubens _ und unerschütterliche Zuversicht stärker erwiesen hat als die Schrecken der Inquisition, welche die Stürme der : Weltgeschichte nicht überdauern!konnte und ,nicht mehr ,besteht. Was,haben also die IMarannen noch zu 'fürchten? Wenn sie auch dem Namen mch gute Katholiken!skid, so lebt in ihnen noch das ׳jüdische Gefühl, und es ist!jüdische Ehrenpflicht, dafür zu sorgen, daß dieser gütliche ■Funke in den Herzen dieser jüdischen Brüder zur lodernden Flamme fiir die gemeinsame Sache des Judentums erweckt ׳wird- •nornie der Gemeinden lierarssgestellL Man kann nicht :»rühzettte־ und •wirksam ׳genug diesen Gefahren begegnen. Wir versagen te. die politfeclwn Bedenken zu streifen, die im gegebenen׳ Augenblick gegen die Gründung des Bundes Sprechern Es bleibt! auf alle Falte ein Akt von iiistorisolier Bef- •dientung. daß tiini einer Gemo^uie von: der.Bedeukuxg Wiens ein, IBeschtoß gefaßt werden konnte, der lebendiges Zeugnis fiir einen objektiven WeirJbJi'Ck zeigt•■ Der Genieindcbund und die. Zionisten. Von gut informierter Seite erhalten wir folgende Zeilen, die sich mit den Angriffen der Zionisten gegen die Stellungnahme der Majoritat des Wiener Kultiisgcmcindevorstandes in Angelegenheit der Gründung eines Gemeindebundes in Oesterreich beschäftigen. Der erfreuliche Umstand, daß ein •so scharfer Führer der Zionisten wie Herr Oberbaitrat Stricker sich endlieh in die Psyche der Orthodoxie cinleben kann, und erklärt, er begreife den Standpunkt der Orthodoxie, die gegen jede Zentralisation kämpfen muß. erleichtert eine Besprechung der Gcmeindebirrdangckgeiltteit ׳unendlich.' Das ewig wiederkehrende Thema: ״Einheitsfront der Judenheit“ kann seit mehr als 100 Jahren nur positiv erledigt werden in jenen Belangen, die a u s s c h 1 i e ß 1 i c 11 politische und wirtschaftliche Interessen treffen. Sobald in Verbänden auch religiöse Agenden zu behandeln sind, kann eine Gemeinsamkeit von Orthodoxen und Zionisten oder anderen Modenristen, besonders wenn diese Verbände mit staatlicher ׳Autorität ausgestattet werden Soßen, nicht statthaben. Daß die Zionisten jetzt den seligen Präsidenten der Wiener Kultusgemeinde Alfred Stern lobpreisen, denselben Dr. Stern, der sich als a c h t z i gjähriger K u 11 u s p r ä si d e 111 mußte in öffentlicher Sitzung von einem blutjungen Zionistenführer (von der Galerie aus) Lügner schimpfen lassen, ist charakteristisch. Daß die Zionisten auch noch die Gemeindetagungen von 1908-09 anr.ufen, ist auch sonderbar. Als bei der Tagung 1909 das Präsidium und die ׳Pro-Redner des Bundes. die;Proteste nahezu sämtlicher ga׳l׳i!zi׳sd1e׳r Gemeinden zur Kenntnis nahmen, schlugen sie der Tagung vor, Galizien und Bukowina nicht eiiizubeziehen und einen Bund der w e s t ö s t c r r c i c h isehen Juden g e in e i n d c n zu gründen. Die Zionisten wehrten sich verzweifelt dagegen und die jüdischen Abgeordneten aus Galizien, (Zionisten) schrien in die Versammlung:' ״Die Proteste sind gefälscht, in Galizien׳ zeichnet jeder, der gerade die Stampiglie in der Hand hat.“ Der selige Dr. Bloch ließ den Herren die verdiente Abfuhr zu teil werden und geißelte das Vorgehen, daß die Mandatare Galiziens ihre Mandanten in solch UNERHÖRT BILLIGE PREISE D Waubougosse *O. GROSfEft RETTEN VERKAUF unqitalifizierbarer Weise verleumden. — Als ein Vertreter der Orthodoxie den . Herren zurief: ״Meine Herren, Sie haben bei der Tagung 1908 sich verpflichtet, ganz Galizien zu bringen, nachdem sie nur zwei Zustimmungscrklärmigeit gebracht haben, muß cs wohl mit den Pr0r •testen seine R.chtigkeit halben,“ griff Herr Dr. Stern •■ mit seiner gewohnten Meisterschaft dieses Argument auf und führte die Herren Zionisten ad-absurdum. — Die Regieru ng lehnte dauia.ls den Entwurf ab, well dessen Statut zahlreiche ׳religiöse Baiauge der Baiudeskompetemz •unterwarf, obwohl es im Motivenberieht hieß, Fragen religiöser Natur sind ausgeschaltet. Was aber der Regierung am: meisten ein leuchtete, war, daß die Bestimmung, daß •im Oberrat 3 ü 0.0 0 ü 111 0;d e r 11!i s 11 s c 11׳ c westösterreichisehe Juden 5S, eine Million religiöser Ostjuden 10 Mandate liaben sollten, ein Umstand,, der zur'VergewaJtiguiig der großen Majorität führen sollte ■und mußte.; Der •Traum der Zionisten, durch den Verband alle 600• Geineindeii Altösterreichs mit einem Schlage zu erobern,, zerrann. : Propagandatournee von Dr. S. Ehrmann in Jugoslawien.^ Gründung mehrerer Ortsgruppen In Jugoslawien. — Die Ortsgruppe in Subotica übernimmt die Gründung einer Landesorganisatäon. Subotica. (AJPB.) ,Donnerstag, ״■»den 2. Dezember, traf auf Einladung des gesetzes treuen Kolonisatfoiisve reines Moriali in Subotica׳ der Präsident der ׳Palästinazentrale der Agnidias Jisroel-, Dr. Safomon! Ehrm an«, .׳(Frankf'iiirt a. M.) (hier ein. ׳Am Bahnhof erwartete!ihn eine Abordnung des- Möriafivereineis. Noch! am ®Silben׳ Abend fand eine Massen- Versammlung ׳in׳ idletn großen Ltoydsaale statt!, die von dien Schichten der Subotieaer Bevölkerung stark besucht, ׳war• Doktor Ehrmann.isipradi ■über Aguidäs. Jisroel׳ im allgemeinen und speziell über die Erez-Jisroei-Arbevt der Aguida. Die Ausfüllungen Doktor ,Ehrmanns ernteten stürmische Begeisterung. Der Abend, den־ sich geradezu m einem gesellschaftlichen Ereignis für Subotica׳ gestaltete, fand durch di!e Gesangsvarträge ■dies Obeikantors .L ׳u״pa •einen, stimmungsvollen׳ Abschluß. Unter dem Eindrücke der Rede von D,r. Ehrmann׳ haben sich die Herren Julius Glied, Salomoo Schmerler. A. Holländer und E. Schwarz, die sich schon um das Zustandekommen ■der Versammlung sehr rege bemüht halben Herrn Dr. Ehrmainn zur Durchifülhiuing seiner ■propagandistischen Arbeiten in. 'SutootHaa zur Verfügung gestellt. Freitag abends hielt ■Heinij Dr. Ehrmatm!speziell׳ ©ir diiie Jugend ein Referat- Sabbat vormittags W'ürd'jgte! Oberrabbiner Moses Deutsch in seiner Sabbat-ChanukarDrosdio׳ die grölte Bedeutung der Aguda und ihre ׳Arbeit, fiir Erez Jisroel Er begrüßte den Sendboten׳ ׳der Aguda, Herrn Dr. Ehrmann, und forderfc'j׳ seine ganze• Gemeinde auf, mit allen׳ Kräften die Agaudä zu unterstützen. Sabbat nachmittags hielt!Herr Dr. Ehrmann bei Scholas Suddoth eine großangelegte׳ Rede, ׳in welcher eir. betonte, daß unter den vielen Feinden des orthodoxen׳ Judentums der ärgste das Am-Harazzuilh ist. Samstag abends veranstaltete Kultuispräsldent Williem G!1 ■1 e d 211 Ehrenl von Dr. lEhirmanj! eine Mi.awe Malko• Bei1 dieser Gelegenheit liaben׳ die Vorsteher der Palästina-iKolonlsationsgesellschaift den Beschluß (gefaßt, den Moriaverein zu ׳einer Ortsgruppe der Agudas Jiisroei iimzurwandein. Gleichzeitig haben die Herren beschlossen, eine (intensive Propagandaarbeit in ganz Jugoslawien für die Agudas. Jisroel zu entfalten• Den ,Bodenkauf ln Erez Jisroel werde!!! sie weiter fortsetzen und wird auf dem gekauften Boden eine •spezielle tlioratreue, jugoslawische Siedlung geschaffen!. Die neuigeg.riindete Ortsgruppe verpflichtete sich■, die Erhaltungsikosten von• 50 Kindem zu übernehmen. Die Unterhaltungskosten für IS Kindeir wurden' sofort gezeichnet. In internen Beratungen! hat Herr Dr.. Ehrmann die Einzelheiten der künftigen Organisationsarbeiten erörtert. Von Subotica begab sich: ׳Herr Dr. Ehrmann in!Begleitung der .Herren England er, S• Deutsch, I. Glück, S. Gut mann und S.. •Schimer.l e!r nach Vinkavee, wo et 1am Balunhofel van) einer großen! DeleigatJon mit ׳dem O'berräbbiner ׳an der Spitze f׳eierilic!h empfangen wurde. Sonntag, den 29. Kislew, hielt Herr ■Dr. Ehrmann in einer Masseiwe!Sammlung ׳ein Referat, das zuir Gründung •einer Ortsgpuppe dar Agudas Jisnoel!in Vihkovce ׳führte. Obe»־rabblner Dr. Frankfurt er'begrüßte: ln heimlichen- Worten die Griindüng der Ortsgruppe^ um deren weiteren Ausbau sich die Herren Zitze r. L i!p k o w i •t s c h und1 M- P o 1!!1 ak bemühen wendlen!. Von, Vinkovce!begab sich ■Herr!Dr. Blirmann nach Beograd. Beograd. Donnerstag, den 9. Dezember (hielt Dr. Ehrmann vor der E!lit׳e-Ge׳seHscha׳ft Beograds;einen •gut besuchten ׳und mit allgemeinem —• auch gegnerischem — Beifall aufgenommenen Vortrag über Erez Jiisroei und dessen1 Forderungen an uns• Seine sachlichen ׳Darlegungen uiiidl!seiin warmer Appell׳ übtien tiefen ,Eindruck auf die Zuhörer, welches von Agudas JisToel ein neius, klares und gewinnendes Bild gewonnen haben. Viel Dank gebührt dam G nandrabib iner Dr. ׳I1s׳aac AlkaJoy für seine Bemühungenum tdlas Gelingen der Veranistalteng. Sein Bmder. Dr. (David ׳Allkaiäy, ׳erklärte sich glücklich, der erste ln׳ (Beograd zu ׳sein׳, der ein Aguda-Kind an den Thoralebruns-tolten׳ •in Enez Jisroel übernommen hat. 'Ihm schloß!sich Dr. Pops an, und! nun ■übennahmen die erwähnten drei Herren diese Aktion, um sie!in!ganz Beograd1 zuverbreiten. Audi bei der Jugend׳ ׳ist ,:eine Neuorientierung nach rechts fühlbar, vor altem nahmen sich die jungen Leute vor, mehr Gewicht «uf die ׳jüdische Wisseruchaft zu legen. ■ , Zagreb.!Nach idhuken׳s,we׳rte1־ ■ Voiranibeit des Herrn Geuieiiriopräsus Dr. •IKah.11■ und: ׳dbs iH'enni Dr- Schük' h!ilel׳t Dr. tHunmaim Samstag abends! ,i;rn •1Gth1׳e!indesaal!e vor einer dichtgedrängten Menge se.ineu• Vönfcnag ׳in •Zagreb. Nie ' erlebte!Beseistienuiig •und m!!unterbrächene Ovationen wandten dei» Redner zuteil unfrd die hiicnaxif fo׳lge1!d!ei Diskussion steigerte noch den Sieg des Aguda-Geidtuiikens, vor welchem itelbst!d!ie Izäli'lreich erschienenen Gegner —- Jarume; der Ztenisten-Landes- Präsident Dr. Licht — die Waffen strecken mußten. Vo» hiter begab sich ׳d.'ie Menge ins Restaurant ״Carmel“, wo dhina•. die Ortsgruppe der Agudas Jisroel gegründöi und zugleich fünf AgiidohdK-inder pllacieufc \vu!nden!. Z׳ua־ •weiteren aktiven׳ Arbei'fi ׳erbotfcen sich idiie Herren: 1H׳e1*skov!its Lavos-lav und1 :Josef Ro t tstelinw!H'irKiChl Engel!sr atlb, Widder, .Le»• Hessel ׳und Ralblb. Sam. Schn!eüber• Zur. gleichen Zeit) gründete sich auch eine Fraueiigruppe der Agudas Jisroel. Subotica. Auf seiner ׳Rückreise nach! iFiraukfuirt am Maiv weilte Dr. Eh׳r׳ma(n׳n׳ e!in!:be Stundten wieder•!im ■unserer•Mütrt»^ ׳welche Gelegenheit ׳die;!htete Ortsgruppe, vonaiiaßtei zu •Bhirte» ■ihres ll'u-stiran iFüivrers eruen Teeabend ■im ®roßten. Saale de3 Ltoyd! zat veranstalten• Aus a'fl!en• Sdhiicihitien ׳und) ParteieiN Suboticas waren!führende 1Persö׳n!l-iohke!ite 11 etnsdhieneri. Nack Begrüßung seitens!des Herrn Game'mdcuncl Agudlapräses WH- ■lieilm Ghiied ■sprach!nun Dr. Ehrnnaim) in!seiineu gediiegeiien•, •inhail'tsvo'toi Waüse ׳vom Wesen und.'Zielis idbr Agudias Jiisroieh Seine Redie iibte ׳einen ׳derartig •tiefen E-iindrucik auf die( Zuh'ärer, daß sogar die ■zur;Diiskiussion eu-sdileneneii!Qeignei• ,jubelnd! auli begieistert dem Redner die Handl sch׳ii׳tteliten. Diesem ailgemeiraea ׳ßindirnck gab Öbenrulbbiner , (G e!r• s o ׳11׳ auf a-l-lgemejii'es Verlaugen Ausidlnudc und Zustimmung, womit de׳r‘!Atguida-Sieg iiu Subotica noch ׳geisfeigieirt!wurdb. (Die Aufforderung dtes (Präses zur aktiiiven׳ ׳Arbeit blieb auch!nidit erfolglos, iFraui H',a!r׳ti1mialn■ nbemailum sagleiali d!re!i- Agudia-Kiinder uiud fiir dein' Kere« ,Hhjtschuw warodbn große Beträge ,ge(z!eic!hn׳et. ״Unter falscher Flagge.“ (Unter dieser Ue-berschrift veröffentlicht die ״Wiener Morgenzedtung“ folgende Notiz: Wir werden von besonderer Seite ■darauf aufmerks-am!gemacht, daß ■der Sekretär des Jerusalemer Rabbi- ,iiers Sonuenfel-d, ein ׳gewisser ׳Herr Blau, in Wien (Gelder fiir das ״Religiöse Schulwesen in!Palästina“ sammelt. Trotzdem es sich diesfalls um agiidistisehe, also a 111 i z i o n i s t -i s c h e Schulen handelt, wagt es Herr Blau, auch bei •Zionisten vorzusprechen und sie zu Geldspenden zu veranlassen. Wir warnen hiemit ׳die zionistische Oeffentlichkeit, sich von diesem!Herrn ׳irreführen •zu׳ lassen, und ׳ihm Geldbeitrage für einen! Zweck zu ׳übergeben, -der den neuen Jischuw in ׳Palästina und -insbesondere sein Scliulwerk schädigt. Es. war wohl kaum noch der Fall, •daß wir mit unserem ,jüdischen Weltblatt übereinstimmen, und wir ergreifeii daher gern die Gelegenheit, um zu konstatiere*, daß -wir der ״Wiener Morgenzeitung“ vorbehaltlos zu-, stimmen können, wenn sie unter religiösem Schulwesen schlechthin das!a g u di s ti s c h e, •also antizionistisehe Schulwerk versteht. Es ist tatsächlich so, daß ei* religiöses Schulwerk in Erez Jisroel von den •Zioniste* als antizian-istisch empfunden wird. Immerhin war 'Herr Rabbiner ׳Blau •der Ansicht, daß er nicht ׳berechtigt sei? Zionisten von der Möglichkeit, fiir ein religiöses Schulwerk in Erez Jiisroei zu spenden, von vornherein ausauschließen. Und zwar aus einem doppelten -Grunde: Vor allem gibt es eine ׳große Anzahl von Zionisten, die •neben ihrem Interesse für wirtschaftliche Zwecke auch noch