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Jüdische Presse · 1926-12-10 · 50 (10.12.1926) · p. Seite 340

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Journal
Jüdische Presse
Volume
12 (1926)
Issue
50 (10.12.1926)
Date
1926-12-10
Page
Seite 340 (sequence 4)
Language
German
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. Seite 340 JÜDISCHE PRESSE Nr. 50 Cha*ukafeier der. Talmud-Tkora-Schuie. Dienstag de« 7. Cfeatukatag fand die Ghanukafeier der Talmud-Thora-Vo'iks-, u»d Bürgerschule im großen Vortragssa׳ale der Urania proi grammgemäß statt. Der überwiegende Teil der Darbietungen j wurde von den Schülern!und Schülerinnen der Anstalt mit großem Geschick bestritten. Den Mittelpunkt der Veranstaltung > bildete der große Lcbibiklervortrag des Herrn, Öberliehrers; Jakob iKoihn. de an der Irland einer neuen. Auswahl von Ercz- Jisroel-Biklern Vergangenheit und Gegenwart des heiligen; Landes den Scnulkindern vermittelte.;Nach einem lustigen F'jm j , schloß!die Feier in der Urania mit dem Moaus-Zur, das Herr J Oberkantor Braun mit verstärktem ,Chor in gewohnt me’ster-' . hatter Weise .zum Vortrag bradite. In der Schutte ׳wurden dann die Kinder mit allerhand!Leckerbissen, welche der Elternrat.י und mit warmen Wöllsachen, welche!Herr Karl und Bernhardt Altmann in ׳freundlicher Weise zur Verfügung gesteht hatten, bete'lt. ®I NACHRI6HTES. Die Aktion י für das Erez-Jisroel-Schiihverk In Oesterreich. Wien (AJiPB). Wie wir bereits!berichtet haben, Ist! Rabbiner Mosclhe Blau ׳(.Jerusalem), der nach Europa ge-, kommen ist. um an der G.-A.-Sitzung der Agtidas Jisroel teil-; Zunahmen, auf einstimmigen Beschluß des Aktionskomitees in; Wien־ geib!r׳i eben, um ■zunächst Oesterreich und die Sukzessions- Staaten ä׳iir das palästinensische Sohulwerk der Aguda zu beairtbeiiteni. Bel ®einer Tätigkeit stehen, llhim die iiihrenidlen Man- ner!dar öster!re׳ichfe!üh׳en Otrhodoxic!zur Seilte, unter anderen!;Rabbiner -Fürst (Schi!?fschul), Rabbiner Beer 'Friedmann, ׳(Sohn.' des Czortkower Rebbcn), (Rabbiner iFlesöh, ]ferner die!Herren .;Wolf iPtappenheim, Dr. Leo Deutsohlünder, sämtliche ,in Wien,• und Oberrabbiner (Reich ׳(!Baden). Als!Ergebnis seiner vierzehn-, ■tägigen Tätigkeit könnte Rabbiner Blau ibefeits namhafte Beträge .nach Jerusalem;tiberweisen. Agudas-Jisroel-Jugendgruppe, Wien, 11., (Floßgasse 1. Aus dem Vortragszyklus: Jüdische Geistesheroen. Herr. Artur B o g n e r: ׳Rambam, Sonntag, den 12. d., 19!Uhr. Sijunifeier -im Beth-Hamidrasch der Rembrandt-Synagoge. Dienstag •abends den 8. ,Ch-anukatag fand im Beth-iHamidrasch.. dar Rembrandt-Sctoirl, 2. Böz־. Rem.b,randtstraß>e 32, eine . Siijumiteier auf den Traktat Pessadhim statt. Nachdem ■Herr Rabbiner Dr. iPollak, -der alltäglich vor dem Morgenge-bet den Gemoroschiur leitete, den Traktat beendet!hatte, -fand ׳0׳ מציה statt. (Für ׳einen trebclh gedeckten- Tisch hatten die Vorstandsmitglieder Schön ׳lind Stern gesorgt. Die Bedeutungdes Schiurs wurde von den Herren Rabbiner Dr. Pollak, Jakob Bittermann und Moses Blech eingehend!gewürdigt. ׳.; Nyiregyhaza. Am 5׳. Ghamikafag!fanden ׳die -diestjährigen Wahlen in d-en Vorstand des Ta!1mud-Thora-־Verei.nes -statt. Gewählt wurden ■die Herren: .Schwarz Oede, Präses; (Heller Mor, Schriftführer; Nemeti Sandor, Kassier; Blau Mor. iKontiroilor; Bleich (Hemmaim und- Heller La׳za;r. Gaboim;-Schreiber iSamuiel1, Eii.rensekretär, sowie di-e Ausschußmitglieder Elefant Mor, Jakobowitsch Jenö, Honig Jenö, Weinberger Jonas. Schatten Jakob, Brieger Laijos, Weisz Lajos, Fisch Mor, Eisewber-g d'sidor und Arnstein, Lajos. Am Abend desselben Tages fand ini Sitzungsmal der orthodoxen!Gemeinde׳ idiie Ghew-ra Sudä׳ statt, an welcher 160 ׳Mitglieder teilnahmen. Der neuge wählte Präses, Herr ■Edö Sclhwarz, ■dankte in herzlichen Worten;für die ihm erwiesene Ehre. Das Bankett dauerte bis •in die späten Nachtstunden und nahm einen sehr animierten Verlauf. Keren-Hathora •-Konferenzen ln Westeuropa. Wien (AJiPB). Das Aktionskomitee •des ■ Keren Hathora!für Westeuropa hat beschlossen, im!'Laufe -des Monats Dezember in Amster-diam, Antwerpen, und) Ziiuidhi Konferenzen atoubailten׳• Als .Vorläufer Termin;ist für Amsterdam idler 26. Dezember, für Antwerpen der .29. Dezember festgelegt. Im Anschluß an die Tagungen sind Reisen prominenter Herren■ für eine großzügige Bearbeitung der westeuropäischen Kehiboth für den Keren Hathora. vorgesehen. Dr. Salomon Ehrmann in Jugoslawien lind (Rumänien. Frankfurt ׳(AJ,Pß). Der Leiter -der Erez-Jisroel-Zeutrale, Dr. ■Salomon iBhrmanu, hat sich von Wien aus nach׳ Jugoslawlen -begeben, um in den orthodoxen ■Gemeinden dieses Landes für •den Aufbau Ere.z Jisroels und das Schul werk der Ag-udas Jis 1001־ in. Palästina zu sprechen. In S-ubotica hielt׳ ■er am vergangenen Sdhabbos ein sehr gut auigenommenes Refe-! lat ■über das Thema ׳״Unsere •Aufgaben für ׳und in Erez Jisroel“.; Dr. ßhrmann wird noch eine Reihe jugoslawischer Groß- Städte :׳besuchen und sich dann auf -Einladung mehrerer rumäni-, scher!Kehilloths ■rach Rumänien begeben. .ו1וווווווו1)1וווווווווווווווווווווווווווווווווווווו1וו1ווווווווווווווו1)ו.. Fördert den Schulverein . Talmud Thora, Wien, II., Malzgasse 16. | | Tschechoslowakei f Einberufung der orthodoxen Delegiertenversammlung. Am 22. und! 23. Tewes werden sich die g׳e- -wählten Vertreter der orthodoxen Gemeinden in der Slowakei gemeinsam mit ihren Rabbinern zum dritten Male versammeln, um Präses und Vizepräses der Landeskanzlei sowie die orthodoxe Landesrepräsentanz zu wählen. Der erste Delegiertentag im Jahre 1919 hat die Landesorganisation neu ge- ׳ schaffen, der zweite im Jahre 1920 die gegenwärtig amtierende Leitung gewählt. Da das Mandat der Leitung mit Jahresende abläuft, ist statutengemäß eine Neuwahl erforderlich. Das Zentralbureau in Bratislava hat dieser Tage demgemäß die Delegiertenversammlting für den 22. und 23. Tewes nach, Trencianske Tepiice einberufen und das!nachfolgende Rundschreiben an sämtliche' orthodoxe Gemeinden des Landes gerichtet. Gegenstand: Einladung zur Delegierten Versammlung Zahl: 3830-1926. An die lobt. Vorstände der aut. orth. isr. Kultusgemeinden! Im Sinne des § 68 der Organisationsstatuten der aut• orth. isr. Konfession in der Slowakei wird hiemit für den 27. und 28. Dezember d. J. (22. und 23 Teveth 5687) die III. [D e l ef g ן e, f f-e, n v e r is am m 1 u n g der aut. orth. isr. Kultusgemeinden in der Slowakei nach Trencianske Tepiice (Grand Hotel) einberufen. Tagesordnung: 1. Eröffnung des Delegiertentages durch den Alters- Präsidenten (§ 70 der Organisationsstatuten). 2. Wahl eines Präses und Vizepräses für das Zentralbureau (§ 74). 3. Wahl der Landesrepräsentanz der aut. orth. isr. Konfession in der Slowakei (§ 75). Die iöbi. Gemeindevorstände werden daher ersucht, ihre Delegierten bei gleichzeitiger Einsendung eines Auszuges des Wahlprotokolles unserer Kanzlei spätestens bis zum 18. Dezember d. J. bekanntzngeben. Im Protokoll ist die Anzahl der Gemeindemitglieder (inklusive Filialgemeinden) anzugeben. Die Wahl der Delegierten hat im Sinne der bezügliehen Vorschriften der Lokalstatuten zu erfolgen und müssen diese von der Gemeinde eine Vollmacht erhalten• Die amtierenden Rabbiner sind ex offo-Mitglieder der Wählerversanimlung. Beginn der Sitzung am 27. Dezember d. .1. unr 2 Uhr nachmittags. Die Verifizierung der Vollmachten der Delegierten erfolgt am 27. Dezember d. J. von 10 bis 12 Uhr vormittags. Nachstehend werden Ihnen die auf den Delegiertentag bezughabenden Bestimmungen der Organisationsstatuten im Wortlaut mitgeteiit. Bratislava, am 26. Kislev 5687. Für das Zentralbureau: Simon Hirse hier m. p. Koloman Weber m. p., Vizepräses• Präses. Heinrich Schwarz m. p. Sekretär. § 6S• Jiödb Gemeinde ׳entsendet;zur Wälhleirveir- Sammlung je ■einen Vertreter. Gemeinden, die mit Einschluß der Filialgemeinden mehr als 200 Mitglieder zählen, ent-■ senden zwei Vertreter. Die Vertreter sind ■in jeder Gemeinde nach den Lokalstatuten zu wählen und müssen eine Leg-i-, t-imation erhalten. 1 § 69. Jeden Rabbiner feit!ex offo-Mi-tglted der! Wählern rsammi'iuig.; § 70• Die Wähierversammltmg eröffnet der älteste unter den anwesenden Rabbinern, der mindestens drei Schriftführer ernennt. § 71. Der Alterspräsident wählt ׳provisorisch ein fünfgliedriges Wahlkomitee, welches die Wahl d׳e,r Kandidatenkommission!eitet. § 72. Das provisorische Komitee ordnet die Wahl der Kandidatenkommission an, die aus vier Rabbinern und fünf weltlichen Mitgliedern besteht. § 73. Die Kand.datenkommission oder einzelne Mitglieder derselben können von keiner Partei vorgeschlagen werden'. Jedös Mitglied cter Wähler Versammlung sei!:reibt auf einen Wahlzettel! vier Rabbiner und fünf Laienmitglieder auf und legt ’diesen der ',provisorischen Wahlkommission vor, welche d:e Stimmen zählt und jene Mitglieder, auf welche die meisten 1Stimmen׳ entfallen, als gewählt, verkündet. Die Wahlkommission verständigt hievon den Älterspräses, der das Wahlresultat verlautbart. § 74 -Die (Kan;d1i1dla׳tenkofnmis1si0Tl kandidiert je drei .Personen, ohne Rüoks'ioht auf deren Beschäftigung, als Präses, beziehungsweise Vizepräses der Zentralkanzle!, wobei ebenfalls geheim äbgestimmt wird und als gewählt derjenige erscheint, der die relative Mehrheit erlangt. Di׳e .Kandiidatenkommission verständigt über das Wahlresultat den Alterspräses, der nachher die definitive Entscheidung verlautbart. § 75• Die Kandidatenkommission kandidiert 80 weitliehe Personen und 50 Rabbiner als Mitglieder der Landesrepräsentanz. Jene 40 weltliche Personen und jene 25 Rabbine-r, auf welche die meisten Stimmen entfallen, werden als Mitglieder der Landes repräsentanz verkündet. Chewra Kadischa-Versammlung in Bratislava. Sonntag, den 6. Tag Chanuka •fand -die Generalversammlung ■der Chewra Kadischa statt. Nach ׳Verlesung zweier einander entgegengesetzter Revisionsberichte wurden neben den bisherigen Mitgliedern zwei weitere Mitglieder in den Vorstand gewählt. Doppelfeier in Spisske Podhradie (Kirchdrauf). Man schreibt uns aus iK i rc-hdr a u f: (lln überaus schöner Weise wurde hier am 5. Chanakatage eine zweifache Feier begangen, nämlich ׳die Einweihung d׳es neuerbaute-n Beth-Hamidrasch und ein Sijum auf שבת n3DD . Nach dem מנחה -G'ebet im neuen Bet- und Lehrhaus hielt Se. Ehrw. ׳Herr Oberrabbiner L. Spitzer eine großangelegte, an מגירות und חריפות reichhaltige דרשה in Anwesenheit der ganzen, Gemeinde und vieler Gäste aus den Na0h!harg-emeInden. Hierauf entzündete der Kantor mir Chorbegleitang die Ghanukaiichter :in leierlieber Weise. Anschließend ■daran!fand ein Bankett statt; welches -einen sehr angenehmen Verlauf hatte. ׳Herr Gemeinde- Präses El-chn e r sprach äußerst eindrucksvoll über die Bedteaituing '■dies Tages und1 regte1 den! Neubau: unserer Talmud- Thora-Schute a׳n. Der Vorschlag wurde -begeistert ׳aufgenommen und auf der Stelle leisteten mehrere Anwesende größere :Spenden für -diesen Zweck. Vizepräses (Herr. G rii nberger spendete'das erforderliche Holz zum Bau, so daß -der -Plan in: kürzester Zeit verwirklicht wird m. G. IH. Die Versammelten blieben lange •b-e'm -fröhlichen Fest beisammen. Sefer Thora-Einweihung in Topolcany. W;i!r! erhalten au׳s Topolaa-ny folgenden Bericht: Amשבת חנכה ׳ . wurde hi-eir ein sdnönier חינוך ס״ת ■gefefeitit. Die Feier halte eine -besondere Bedeutung, da׳ eis!zu den äußersten Seltenheiten geihört, idlaß ein (le-diigeir ׳junger Mann■ -eine ספר תורה spendet. Der edelmütige Spender, (Herr Mariitz iBiraiiin!, fühlte sich jedoch dazu voran- .!aßt, niim einer dringenden Notwendigkeit! aihzuihellfen׳. Es besteht 111.1er näimllieh -seit Jahren das ׳Beah Hiami-draisch Bes Jakow, wo allabendlich idlrei Sahiwim gelernt werden. Zwischen Mi-niaha und M-a-rnv weiter® ein täglicher Schiur ש״ע אורח חיים nebst den darauf :befedllcäien Kommentaren und nachher der Schiur רח יומי Es hat sich! nun ׳diie ׳Notwenldligkeit ergaben, ln diesem Betili!Haimiiidrasch audh d-a׳s tägliche Scihuchrisgebet zu vernichten, -denn במקום הרנה שם תהא התפלה• D-em konnte aber aus •Er- -manigelung eines eigenen ס״ת nicht- Genüge geleistet werden. Es wurde daher beschlossen, vorläufig ein 1TD ׳zu leihen ׳und! sukzessive zu diesem -Zwecke ׳zu spenden׳. Herr Moritz Braun k-auifite aber das ס״ת׳ aus eigenen Mitteln, wofür wir -ihm öffentpflichtbewußten •und hingebungsvollen!Lehrern während des -ganzen Jahres zu ernster -jüdischer Arbeit erzogen werden, auch den Begriff jüdischer Freude zu vermitteln. Mozze Schab-bos versammelte sich im großen Festsaale der J 11 -g e -n d g r u p p e der A g ׳udas Jisroel, die Elite der jüdischen Jugend Wiens und ihre -Führer, um -ge- -meinsam -das Fest der -Freude in historischen Erinnerungen -an die Vergangenheit und .hoffnungsvollen Worten für die Zukunft!zu begehen. Sonntag nachmittags feierte -der Ti'feras Bachurim wie alljährlich auch heuer im großen Turnsaale der Talmud Thora sein Fest. Wie!immer vereinigten sich -auch he-ucr nicht nur die -dem -Verein Angehörigen, sondern auch ein weiter Kreis, •der sich in den St-ürmen des Großstadtlebens reinen Sinn dafür bewahrt hat, welche Bedeutung es hat, Kinder und!insbesondere Großstadtkinder die Jahre •der Reife in Jeschiwus verbringen zu lassen. Jung und alt waren -ungewöhnlich zahlreich versammelt, um ihr Verständnis für die Sache nicht nur in Worten, sondern auch -in Taten deutlich zu bekunden. Trotz -der ungezwungenen, •ja sogar heiteren Stimmung schwebte über dem Ganzen ein gewisser heiliger Ernst, der den hohen Zweck der Ver- -anstaltung fühlen ließ. Daß -diese Veranstaltung nebst ihrem gemütlichen Teil durch sehr ernste Reden der Führer der Wiener Orthodoxie ihr Gepräge erhielt, gibt ihr bleibende Bedeutung, über die noch an anderer Stelle zu sprechen sein wird. Gesellschaftlich wohl das größte Ereignis war das Fest der Agudas-Jisroel-,׳M ä d c-h e 11gruppe, die heuer ihre zahlreichen Freundinnen׳, durch den Erfolg der vorhergegangenen Jahre ermutigt, in ■den großen Festsaal ■des Hotels ״Post“ berief. Schon das ungewohnte äußere Bild, ■daß einer der schönsten Säle Wiens nur mit -Damen gefüllt war, gab dem Feste seine ׳besondere Bedeutung. Es ist sicher nicht übertrieben, wenn ,gesagt wird, ■daß die Mädchengruppe -hier eine wunderbare Maiiifestierung -jüdischer Frauenart bewirkt hat. Wenn dies noch eines Beweises bedarf, so sei erzählt, daß der anwesende diensthabende Polizei-komtnissär — selbstredend ein Nichtjude — nicht umhin -konnte, den Veranstalterinnen seine Bewunderung auszusprechen darüber, ■daß •es in Wien) noch einen Kreis von Damen -gibt, die soviel Stolz f-iir ihr Geschlecht -in unserer!Zeit in einer ׳Groß- Stadt bewahrt haben, sich in solchen!Massen zu einem Fest ausschließlich mir fiir Damen .zusammenzufinden •und sich einen ,Abend würdig zu unterhalten. Es ׳muß wohl nicht gesagt werden, daß (Kleidung trotz hervorragender Eleganz und ,Unterhaltung trotz vollkommener ungezwungener Heiterkeit einer orthodoxen iFrauenor-ganisation würdig waren. Daß Außenseiter, denen Veranstaltungen •größeren Stils wohl weniger selten sind, übereinstimmend erklärten, •daß das Niveau des Gebotenen den höchsten Anforderungen entsprach, legt beredtes!Zeugnis dafür ab, -daß sich unsere Damen sowohl als Jüdinnen als ■auch als Großstadtmenschen zu■ bewähren wissen. ׳Wenn irgendwie noch ein Beweis fiir -die Zweckmäßigkeit oder!Notwendigkeit von Frauen- und Mädchenorgaiiisationen wünschenswert war, so ist er •durch dieses -Fest in imponierender ׳Weise erbracht worden. Den Abschluß bildete die Chanukafeier •der Talmud Thora, die ihre Freunde und -Gönner mit -ihren Zöglingen -im großen Saale der 1״Urania“!zu einer erhebenden Feier vereinigte. ׳Schule und Haus, ׳jüdische und profane Bildung vereinigten sich ■hier zu einem •harmonischen Ganzen. Alle diese!Feiern f-iir -groß und klein zeugten vom wachen, pulsierenden jüdischen Leben, das in der letzten Zeit durch die Aktivität der Wiener ׳Orthodoxie überall einen starken religiösen Einschlag erfahren und in orthodoxen Kreisen ein (Niveau erreicht hat, das an echter Jiidischkeit nicht dem der!frömmsten ׳Provinzkehillo ׳und an kulturellem Niveau keinem großstädtischen Kreise nachsteht._.___S. S, כשי Fleisch u. Geflügel unter Aufsicht der עדת ישראל (Schiffschul)• ״ Selchwaren ■ aus der Fabrik Gabriel Fischer wie sämtliche Weine und Spezereiwaren כשף• M. Bck^rllng‘, Wien, IX., Liechtensteinstrasse Nr. 117 Telephon 11-682־.• —• Jede Bestellung wird telephonisch ent־ gegengenommen und sofort ins Haus zugestellt. Chanukafeiern in Bratislava. In der JescÜiiwoh. 'Wie alljährlich, v!ereioi!g-te audh -ditesmai ein einfaches:, aber stimmungsvolles Festmahl im Anschluß an eine. Sijumfeiet־ im Saale d-e-r Mensa die gesamte Schülerschaf der Preßburger Jesohnveh, um den ehrwürdigen Jescliiwohleiter für einige recht heitere Stunden, um das Chanukafest in üblicher Weise zu!begehen. Der Gemeindepräses, Herr David KraniS'Z, die! iGalbo-im der Jeisdh!iwo(h, dier Vorstand, der Mensa und einige Freunde-der Jeschiwoh, fanden sich gleichfalls ein, um das fröhliche ׳Fest mit der J-eschiwoh zu teilen ׳und sich an dem bewegten Bild zu erf-reuen, das die lernbeflissene Jugend btetet, so oft ein begründeter Anlaß sie freudig zusammenführt. Noch bevor S. Ehrw. Herr Ober- -raibibiner Schreibe sr!im Kreise ׳seiner Schüler■ erscheint, beendet (Herr M. Friiedhrnanri die;0מס׳ פ und kniüpit an das Sohliußlernen einen wohldurchdaohtenהדח ׳ mit gediegenen חריפות► Herr Oberrabbiner Schreiber wird bei• seinem Eintritt von den Versammelten mit lebhaften JesihirRufen' eonipiangen• Die (Herren! Aran! 1K tl ■n s 111׳ eher und Alex Lebovi tsch begrüßen den Rabbi und die Gäste •im ■Namen der Jeschiwoh in herzlichen und schönempfundenen ׳Rieden׳. iDar-auf!erfreut (Herr Gber-r-aibbiner S-c'hr erb er die F׳estgenossen mit scharfsinnigen 1 הריפיתn ס׳ דכבתה und schließt mit Warten der Anerkennung für ׳die' Schüler, idiie, eingedenk der Bedeutang) •dfer ׳Preßhurger ישיבה unter großen Opfern Sich dem selbstlosen לימ׳ התוה״ק weihen, und mit Ausdrücken des Dankes an die Gemeinde und ihren Präses, an die Gaboim und" die Mensaleitung, die an der stetigen Aufwärtsentwicklung der Jeschliwoh regen Anteil nehmen• Er richtet an sie die Bitte, ׳ auch in Zukunft von dem gleichen Geiste, des Wohlwollens und der אהבת התורה beseelt zu sein und die sdh-oci längst geplante Errichtung eines 1׳ int er- . nates für die Jeschiwoh baldigst der Verwirklieh um 1g e ntgege ni zu׳f iiihre 11, Herr Nathan KaH-scih •׳diarikt dem Herrn Obe-rrabblner ׳im Namen der Mensa-Verwaltun? für die Anerkennung Ihrer .Leistungen und eifert die Jeschiwoh zu unverdrossenem Lernen an. Heer Jakob Joel Braun

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