Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 50 (10.12.1926)
- Date
- 1926-12-10
- Page
- Seite 341 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 50 Seite 341 JÜDISCHE PRESSE iliidi Dank!und ■Lob awssprednen, Aus! diesem Anlaß ,wurde auch a׳tn מוש״ה von׳ Genanntem eine schöne מלוה רמלכא veranstaftell, bei■ wricher Gelegenihieiiti ßdiöne lurid gediegene דברי תולה vargetragen wurden. Es! sprechen Rabbiner ׳ Haiberf:e׳l׳d, die!Herren• Für!s t, Zarkovar und noch viele andere Harren■• Die Zeire Emune Jisroel. Trotz des starken Winterwetters versammelte sich am 7. Chanuku-Abend ein beherzter Teil der Zeire Emune Jisroel (Agudahjugend-B- Gruppe) im!Lokal der Ag-uda zu einem Sij.um׳feste. Außer den Vereinsmitgliedern waren noch ältere angesehene Gäste und Freunde der orthodoxen Jugend zugegen. Mit freundlichen Worten begrüßte Herr Hermann Adler die Erschienenen. Herr Rabbiner Hi r schier hielt die Festrede, anschließend an die Schlußworte der zu Ende gelernten מס׳ תענית und entwickelte eine Fülle tiefschürfender Gedanken zur Belehrung für die Jugend. Herr J. J. Brau n würdigte in einer Ansprache die Bedcutung des Zusammenschlusses der treugesinnten Jugendliehen.'Herr Nandor Klein löste mit seinen lebhaft und klar vorgetragenen דברי תירה reichen Beifall aus, worauf Herr Armin K 0 h n in einem הדרן geistreiche מגירות und דברי מוסר zum besten gab. Herr Bcrnh. Benedikt versah in angenehmer Weise den gesanglichen Teil des schön und fröhlich verlaufenen, geschmackvoll arrangierten intimen Festes. Verein ״Gemilas Chasodiin“ in Kosice. Aus Kosice berichtet man uns: Der neuorganisierte Verein גמילת הסריס entfaltet unter Leitung des neuen Präsidiums, dessen Präses Herr Abraham H a r t s t e i n ist, eine rege Tätigkeit. Am ש ב ת ח נ כ ה waren die נדרים ונדבות im großen בית הכנסת und allen orthodoxen Bethäusern dem Verein gewidmet. Das Resultat ist durchaus befriedigend. Sl. Bm. ״Schass-Chewra“ in Dunajska Streda. Sonntag, den 6. Tag Chanuika, feierte die Szerdahelyer 0 " חברה ש in üblicher Weise ihren großen סיום. Hs waren fast sämtliche בני חורה der Gemeinde etwa 120 Personen anwesend und das Fest trug den Charakter einer schönen Veranstaltung לכבוד התורה ולומד יה. Es sprachen schöne ד ב ר י ת ו ר ה die Gaboim des Vereines, die Herren David Neuhauser und Salomon Paschkus, ferner Herr Rabbiner Anschel K a t z. sowie die Herren Jchuda Schwarz und Mordcchai Grünbaum. Zur Weiterentwicklung des Vereins wurde beschlossen, außer den bisherigen. שיעורים allmonatlich ששה סדרי משנה zu Ende zu lernen. Die Festmahlzeit verlief in angeregter Stimmung. Ein interkonfessionelles Jubiläumsfest in Michalowce. Eine Feier von außergewöhnlicher Schönheit wurde am 1. Dezember, wie man uns schreibt, im Gemeindetempel von!Michalowce begangen. Das städtische Spital 'feierte die 50. Wiederkehr seines Gründungstages. Da das Spital den Angehörigen aller Konfessionen in gleichem Maße offen steht und in der Behandlung der Kranken ein Unterschied nach Konfessionen nicht gemacht wird, äußerte die Stadtbehördc den Wunsch, es möge dieser Tag in allen Bethäusern festlich begangen werden. Die orthodoxe Gemeinde entsprach gleich allen anderen Konfessionen diesem Wunsche und die ganze Gemeinde versammelte sich zu einem Festg-ttesdienste in dem großen Tempel. Auch zahlreiche Nichtjuden waren dort erschienen. Nach dem הנותן תשועה -Gebet und anderen Gesängen, von Herrn Oberkantor Zoltan Wieder und einem gutgeschulten Chore meisterhaft vorgetragen, hielt Se. Ehrw. Herr Ober■- rabbiner Simon Ehrenfeld eine glänzende Festrede, die den Mittelpunkt der Feier bildete. In wunderbarer Weise verstand es der ehrwürdige!Rabbiner, die!Humanität, die das Spital übt, vom Gesichtspunkte der D ת 1 ה ״ zu beleuchten und seine Zuhörer mit seiner fesselnden Rednergäbe in Bann zu halten. In dankbarer Anerkennung der Leistungen des Spitals betete die ganze Gemeinde für das fernere menschenfreundliche Wirken dieser Institution. Verurteilung. Die Leser erinnern sich wohl noch der Hetzkampagne, die vor etwa zwei Jahren von den Zionisten gegen die Führer der slowakischen Orthodoxie in Zeitungen und Versammlungen inszeniert wurde. Diese Kampagne hatte zum Zwecke, den Einfluß der bisherigen 1 Führer zu verringern, um dann leichter einigen zionistisehen Mandatsjägern ins Parlament zu verhelfen. Dort hofften dann die Zionisten, ohne starken Widerspruch sich als ״legitime“ Wortführer der jüdischen Sache aufspielen zu können und mit einem Scheine von Berechtigung, gewissermaßen im Namen der Juden selber die gesetzliche Umwandlung des bisherigen historischen Judentums in eine von der zionistischen unjüdischen Phantasie erdachte . Politische ״nationalistische Minderheit“ zu forcieren und, wenn es gut geht, auch durchzusetzen. In dem Bestand der organisierten Orthodoxie in der Slowakei und Podkarpatskaruß erblickten die Zionisten nicht ganz zu Unrecht ein schweres Hindernis, das allein ihren politischen Anschlag gegen das historische Judentum vereiteln könnte. Es mußte also mit allen (rücksichtslos mit allen!) Mitteln versucht werden, die Autorität der Führer in den Augen der Regierungsstellen und vor allen Dingen in den Augen der naiven, politisch völlig ungeschulten jüdischen Massen — die von den Zionisten als willfähriges ״Stimmvieh“ für ihre politischen Pläne benützt werden — herabzusetzen. Das geschah dann auch, allerdings mit uhgeniigendem Erfolge für die zionistische nationalistische ״Politik“. Denn die Mandate konnten sie nicht erlangen. Den Zionisten genügte aber schon die eventuelle Mög-, lichkcit eines Erfolges, um die Ehre der orthodoxen Führer, im besonderen der Präsidenten der orthodoxen Gemeindcorganisation auf die skrupelloseste Art zu besudeln. Fie Folge davon war, daß die Angegriffenen genötigt waren, lExempel zu schaffen und den Schutz des Preßgesctzes gegen die Werkzeuge einer solchen gewissenlosen Politik anzurufen. Preßprozcssc schreiten aber bei uns sehr langsam vorwärts. So wurde erst vor einigen Tagen vor dem Uzhoroder Gericht über eine Anklage verhandelt, die der Präses der orthodoxen Landeskanzlei. Oberrabbiner Weber vor etwa zwei Jahren gegen den zionistischen Vizebiirgcrmcister von Munkacs, Dr. Alexander Spiegel, und einem Artikclschreiber namens Sauber erheben ließ. Dieser letztere schrieb nämlich in einer unter Verantwortung Dr. Spiegels in Munkacs erschienenen zionistischen Jargonzeitung unter Berufung auf eine Rede, die angeblich der Munkacscr Rabbiner in seinem Haß gegen die slowakische orthodoxe Kanzlei in einer Munkacser Gemcindesitzung gehalten haben soll, Oberrabbincr Weber habe einen Vorsteher der Munkacser Talmud Thora bestochen. Zur gerichtlichen Verantwortung gezogen, versuchten die Angeklagten, sich als unschuldige zahme Lämmlein hinzustellen und die Schuld auf den Munkacser Rabbiner zu schieben, den man laufen ließ. Da aber auch in dem betreffenden Sitzungs- Protokoll die inkriminierten ehrabschneiderischen Ausdrücke nicht Vorkommen, konnten sich die Angeklagten diesmal der Verurteilung nicht entziehen. Die ״aufrechte, bewußt jüdische Generation“ von Prestany. Aus P r e s t a 11 y werden die jüdischen Zeitungen abermals mit Nachrichten bestürmt. Dort gibt es nämlieh ״selbstbewußte Juden“. Was unter dieser stolzen Be- Zeichnung zu verstehen ist, hängt von den Umständen ab. In Prestany versteht man darunter.solche Nachkommen von Abraham, Isak und Jakob, die irgendwelche Bedürf- Wsse haben, für die ihre ״bisherigen geistigen Führer“ kein Verständnis hatten. Kein Verständnis zu finden, ist wahrlieh fatal, zumal mau sich so ganz und gar als ״aufrechte, bewußt jüdische Generation“ fühlt. Da wurden von dieser ״Generation“, die eines Tages an sich die Entdeckung ״kulturellen, religiösen (ja, ja, ״religiösen“!), sozialen, sportmachte, daß sie ״selbstbewußt“ und obendrein auch ״jüdisch“ sei, recht große Anläufe unternommen, ihre liehen etc. Bedürfnisse“ (auch die ״etc.“-Bedürfnisse!) durch blau-weiße Bälle und sonstige Mögen David-geschmückte Veranstaltungen auf selbstbewußt-jüdische Art zu befriedigen. Aber ihre ״bisherigen“ geistigen Führer, deren Lehren zu befolgen ihnen bekanntermaßen in allen nationaljüdischen Unterweisungen eingeschärft und strenge ans Herz gelegt wird, zeigen beharrlich keine Spur von Verständnis dafür; beinahe so wenig Verständnis, wie die Väter und Großväter dieser herrlichen ״Generation“, die — das Ist doch männiglich bekannt, denn so steht es doch des öfteren geschrieben in allen! zionistischen Zeitungen — keine blasse Ahnung davon hatte, was ״Selbstbewußtsein“ bedeutet. Was bleibt also diesen armen, unverstandenen Seelen zu tun übrig, um wenigstens ihre ach so ungemein tief gefühlten ״religiösen“, ״kulturellen“ und dann nur nebenher vielleicht auch manche ״etc.“-Bediirfnisse einigermaßen zu stillen? Was anderes, als an die Gründung eines nach den Regeln einer ״selbstbewußt-jüdischen“ Grammatik in bewundernswert korrektem Hebräisch ״Beth Am Jehudith“ (sic!) genannten ״Jüdischen Kulturheimes“ zu schreiten oder mindestens mittel einer von E. Feldmar und F. Komlos gezeichneten Einladung hiezu aufzufordern. Selsbtverständlich soll dann dieses ״selbstbewußt-jüdische Kulturheim“ der Prestanyer ״aufrechten, bewußt jüdischen Generation“ alles, wonach ihr Herz sich so sehr sehnt, ״Veranstaltungssäle, Turnsäle, Beratungssäle, Kindergarten, Bibliothek,“ natürlich wieder ״etc.“, und darauf etwas vorsichtiger ״eventuell Bethaus“ umfassen. Und um all dies der großen Welt bekanntzugeben, rauscht’s in den zionistisehen Zeitungen ... Zionismus in der Slowakei. Am 21.!November hielten die Zionisten von!der Slowakei ihre Jaihreskonfe'reniz •in Zilina a׳b. Einige auswärtige Zionisten trugen die liiiMichen Referate über die zionistischen Angelegenheiten vor und man debattierte recht eifrig. Ein!Referat hielt auch ein slowakischer ■Misraahistenifiiihrer, Philipp Weinberger aus Piestany. Dieses trug den Titel: ״Gegen! die seihwarze!Front“!und sollte den!Mittel,paukt der Tagung bilden. Man!kann sich!nur •vorstellen, wie •1100h die Zionisten sich selber einsohätzen. Personalien. Der Oberrabbiner der portugiesischen Gemeinde in Amsterdam gestorben. Am 2. Dezember verstarb in Amsterdam der. ■Olberrabbiner der portugiesischen Gemeinde, Rabbiner Isaak Juda van Pa■ •lache im Alter von 69׳ Jahnen. Oberrabbiner Päiadhe hat über ein Viertelijahrhamdert in Amsterdam gewirkt. Die Trauer der portugiesischen, Gemeinde wird na- ׳tunlich 1aiitdi! von der großen!as cfiike niMSdhe n Sch wes fce r gerne in,de geieilt/ Es sind alle Ghanukafestlichkeiten ■infolge des Todesfälles abgesagt worden. Die sephardische!Gemeinde in Amsterdam zählt!ungefähr 600 iFamhiem und sie nimmt einen sehr lebhaften Anteil an dem ־jüdischen •Leben ln der Stadt. Oberraibib'inar Palacfhe״ dien, wie alle Oborrabbimer in ■ Holiamd1. streng orthodox ׳war, nahm ■regen Anteil an allen orfhodox-jüd׳ischen Bestrebungen. Er gehörte als!Mitglied auch der Aguda an. Er war Altersvorsteher des niederländischen Rabbinerverbandes. Krakau. Am 28. November hielt Rabbiner Simche F r ä nk c 1 in Krakau in der großen Synagoge ״בני אמונה״ auf Veranlassung der Beizer Vorsteher bei Anwesenheit tausender Zuhörer einen zweistündigen Hesped, welcher auf alle Anwesenden einen gewaltigen Eindruck machte. 0001 Bücher 1000 "שאלות ותשובות "מ י ל י דאבות. Herr Oberrabbiner Samuel Schlesinger in Zlate Morawzc (Slowakei) hat sich urn לימוד תוה״ק ein großes!Verdienst erworben, da er pietätvoll die ■bisher ungedruckten Responsen seiner großen Vorfahren in einem umfangreichen!Bande der Oeffentlichkeit übergab. Es ist;ganz unmöglich, im Rahmen einer Buchbesprechung den reichen!Inhalt eines solchen umfassenden Werkes auch nur andeufcungsweise zu würdigen. Wenn wir erwähnen, daß ■unter obigem Titel ein Teil der geistigen!Hinterlassenschaft von f ■ü n f!Koryphäen •der!jüngsten Vergangenheit zusammengetfaßt vor!uns Hegt, so dürfte dies allein ein Bild von dem reichen Thoraschatze;gestatten׳, der hier geboten wird. Die תשובות und damit zusammenhängend weitere Korrespondenzen von!Rabbi Mosche!Leb ■Z:ilz, dem ibekannten ראב״ד von Nikolsburg, von seinem!Sohne Rabbi Samuel Zilz, Olberrabbiner von Joka ■und später sein 'Nachfolger in ■Nikalsbiirg, von dem berühmten Kämpfer für die!Integrität der pTTG im Gemeindeleben gegenüber der!Reform, ■Rabbi Israel David Margolios Jafa (genannt Rabbi David Sered), Rabbiner von Bösing, von!Rabbi Mordchai Margolios Jafa, SohasSvereinsrabbiner in Budapest, ■und von Rabbi!Mosche' Leb Josef M a r g 01 i o s ■J a f a, Rabbiner in Ragendorf. Alle fünf יצ״ל waren mitten •drin in den Kämpfen ihrer Zeit und •ihre שו״ח spiegeln die Vorgänge deutlich wider. Braucht es da noch gesagt •zu werden, daß in dem Werk außer den erwähnten Trägern der תשובות noch ■zahlreiche rabbinische גדול ים ziu Wor.te kommen? Der Herausgeber fügt an zahlreichen Stellen ergänzende Anmerkungen hinzu ■und sammelt •zum Schlüsse ■unter der Ueberschrift תולדות האבוח höchst!interessante Materialien zur 'Geschichte seiner Vorfahren. richtet sodann eine Ansprache an die Jeschiwoh und zeichnet den großen Wert der thoralernenden! Jugend für das große Werk der Erhaltung der thoratreuen Gesamtheit. Herr Samuel Schreiber fesselt die Zuhörer mit einem geistvoll und! logisch aufgebauten חריפות-Vortrag in 0'לכבחה und. erntet vielen Beifall. Zum Schlüsse dankt Herr Artur Grünwald namens der בחורים für die viele Mühe, der sich die Mitglieder der Mensakommission bei׳ der Arrangierung des Festes unterzogen haben. Bei Gesängen bli'.eben dann die בחורים in bester Stimmung noch lange beisammen. Die .Frauen- und Mädchengruppe. Das war wieder einmal eine!Glanzleistung unserer A g u d a s - J i s r 0 e 1 - ■F r a u e nu n d M ä d che ngruppe! ■Da;muß diesmal besonderer ׳Nachdruck auf die;Mädchengruppe gelegt.werden. Mit bewunderungswürdigem!Eifer und peinlicher Sorgfalt schreiten die!Frauen;und Mädchen, die es sich zum Ziele gesetzt haben, den grund-;legenden Gedanken der Agudas Jisroel, die ■Durchdrin gang des gesamten jüdischen Lebens mit 1b e ■d i n ■g u ,n g s 10 s e r T h 0 r ׳a;t r e;11 c zur aussehließlichen Richtschnur;in :Haus, ■Familie und Gesellschaft •zu machen', •auch an ■die •Gestaltung einer •G e s e 1ligkeit!im!jüdischen Preßburg nach ihren Grundsätzen. Manche Schwierigkeit gilt es dä zu überwinden, weit größere noch als bei der Durchführung ihres!Lehr- Programms. Mangelt es •doch fast vollständig an brauchbaren und für eine A;g u d a-Vereiinigung verwendbare Vorbilder 'für echt ׳jüdische und religiös einwandfreie gesellige Veranstaltungen. Es gehört wahrlich eine starke Ueberzeugung von der ■Notwendigkeit einer mühseligen Arbeit, viel Mut;und ein gesunder jugendlicher Optimismus dazu, all die Widerstände aus dem Wege zu schaffen, ■die Veranstaltungen dieser Art sich entgegenstellen, wgnn sie, und sei es auch nur übergangsweise, ■dem hehren ׳Zwecke, genügen oder gar vollkommen entsprechen sollen. Die vom religiösen Standpunkt geforderte strenge ׳Scheidung der Geschlechter, die jede Mitwirkung von Männern von vornherein ausschließt, erschwert schon an und ׳für sich in vielen Beziehungen die glatte Abwicklung der mannigfaltigen ,Vereinsarbeit, wenn die Leiterinnen — wie in ■unserem!Falle — ■nur über sehr geringe Erfahrungen verfügen. Das alles ■halben sie jedoch in kurzer!Zeit vorziiglieh erlernt. Die Lernvortr ä ■g e über ■Wochensidroh, Diniim und Themen aus jüdischer!Lehre und!jüdischem Leben• werden ebenfalls von Frauen׳ und ׳Mädchen gehalten, ohne!Unterbrechung vom ׳Gründungstage bis ■zur Stunde. Die ׳Kurse über!Handarbeiten und G e s.u nd:h e i t spflege■ sind stets •gut!besucht!und eine Fülle von neuen, recht ,praktischen Anregungen harrt noch der!Bearbeitung. Auf sozialem Gebiete;kann es als schöner Anfang verzeichnet :werden. daß vor dem Ghanukafeste 52 Kinder in diskreter Weise mit!Kleidungsstücken ausgestattet werden ׳konnten, wobei ein großer Teil der Kleider von den Mitgliedern ■selbst genäht würde. In der Pflege •der G esei ligkeit mußten gleichermaßen1 ungeebnete eigene Wege beschritten werden. Das C h a nnikaf e s t sollte in größerem Maßstabe zeigen, ob der eingeschlagerie Weg ׳für die weite Strecke gangbar sei.!Unsere (Mädchengruppe namentlich arbeitete in aller ■Stille an der Vor- Dr. Ludwig Lieben gew. Chefarzt und Assistent in Prag, ordiniert in Preßbürg, Franziskanerplatz 8, Telephon 3188. C rLÜCK S-Ia OS] zur neuen tschechoslowakischen Klassenlotterie bei BANKHAUS S. UNGAR BRATISLAVA, VENTURGASSE 20 schon erhältlich! 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Eine Menge von sinnreichen 'Einfällen ■und feinen Ideen fanden ihre :künstlerisch ■fast vollkommene, reizvolle Ausführung ■trotz der eigentlich recht primitiven Mittel, deren sich ■die Darstellerinnen dabei!bedienen konnten. •Gedichte, ■Gesänge,!Lieder, Aufführungen und symbolische Darbietungen boten :in reichen Variationen heitere und ernste Anspielungen auf die Aguda-;ideen ■und .■das Ohanukafest.!Eine Tombola brachte schöne Gegenstände zur Verlosung, darunter eine ■schöne •Kollektion von Handarbeiten, nach jüdischen Motiven entworfen. Die muntere ■Gesellschaft ■der iMädchen-iB-Gruppc strahlte voller Lebensfreude ab ■des allgemeinen Lobes, das sie erntete. Aber auch die ׳Damen der Frauengruppe, ■die ■mit Rat und •zum beträchtlichen Teil ■auch mit Tat an der strapaziösen Veranstaltung mitwirkten, waren1!mit Gemigtmmg erfüllt, als sie sahen, daß auch ■mit ■den reinsten!Mitteln ■jüdischer Geselligkeit dem ■jüdischen!Gedanken eine Gasse!zu den Herzen, zu •der!heranwachsenden Frauengeneration ׳geschlagen werden!kann. Im!Sinne der bis heute stets gewahrten Tendenzen der Frauen-Aguda wollen wir auch ■heute vermeiden, die Narnen •der verdienstvollen!Mitwirkenden öffentlich zu nennen. Ihnen allen soll ■aber hier der Dank ■ausgesprochen werden׳; : •Ihr allesamt habet Tüchtiges vollführt! Mit dem Reinertrag des Festes soll, wie wir vernehmen, der Grund-!stock zu■ einer orthodoxen F r a u e n׳b i b J i o t h e k gelegt werden.