Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 46 (12.11.1926)
- Date
- 1926-11-12
- Page
- Seite 312 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2629891-2630148-2630190--2414-2634298- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
JÜDISCHE PRESSE Nr 46 *eite 312 ÄTElTieD KÜRSCHNERMEISTER יי IBII libK II., Schmelzgasse 6 Pelzwaran jeder Art - Prima Ausführung Solide Preise - Samstag und isr. Tel. 75801־ Feiertags gesperrt Tel. 75801־ a □ g Billige Preise! Billigt Preise!?! □ ■ Die sohönsieu und modernsten S B atnrscheitell werden erzeugt durch das altrenommierte führende ■ Haus in Dauerwellen und Haarfärben jjjjj □ □ □ Spezialperückenmacher und Damenfriseur ם Wien, I., Mahlerstrasse Nr. 5 ם Telephon Nr. 77־54־0־ פם0םפםופםסםטםפםפםפםםפם1םמםפםס□®□■□■□®□□ Borenstein & Markus Wien, II., Hollandstrasse Nr. 1 Telephon Nr. 4S-7-67 Werkstätte für feinste Herren« und Damen- Garderoben nach Maß. Ohne Scbattnes Samstag und Feiertage geschlossen. Lieferant sämtlicher orthod. Vereinigungen. כשי Fleisch u. Grefltigel unter Aufsicht der עדת ישראל (Schiffschul). Se'chwaren aus der Fabrik Gabriel Fischer wie sämtliche Weine und Spezereiwaren כשר• jfyl. Bck£rlingf, Wien, IX, Liechtensteinstrasse Nr. 117 Telephon 1182־6־. — Jede Bestellung wird telephonisch entgegengenommen und sofort ins Haus zugestellt. Hlnlährlger Handelskurs Wiener Einjähriger Handelskurs Talmud -Thora « Schulverein Volks- und BQrgerschulo für Kna&an und Mädchen Wien, 11., Malzgasse 15 Oest. Postspark.-Kto. 182.159 Spendet fflp das älteste und grösste jüdische Schulwerlc Wiens! Infolge überaus günstigen Kaufabschlusses bin ich in der Lage, erstklassige Fettgänse garantiert frisch, zum Kilogrammpreise von S 3.30 zu liefern, ״nur solange Vorrat reicht“. M. F r i e d m a n n, כשר Geflügelhandlung 11 כשר., Gr. Schiffgasse 6, Telephon 47-6-42. Unter Aufsicht der Adas Jisroel (Schiffschul). ®® Vom Tag«• @@& Einige Betrachtungen zu den mitternächtlichen Skandalszenen in der Wiener Gemeinderatsstube. Ein Freund׳ unseres Blattes 'schreibt ms:!Man wird!, wenn einem döe Wahrheit (hieiig!ist. nicht behaupten dürfen, das ־die Szenen,!die!sich •seit Jahr und Tag. •in den Sitzungssälen!unserer •par.lamenitariischen! (Körperschaften abspielen,, gerade besonders treu der Vorstellung entsprechen, die man mit Stätten! ־verbindet, die angeblich •einen besonderen Anstand .erfordern. Jm Gegenteil, man wäre nach den Erfahrimgen, die man.!hier!gemacht, oft ■beinahe versucht!gewesen, ■zur Charakteristik der Helden eines wüsten, mit auserlesenen!, aber nicht gewählten •SohimpSwarten geführten Wiirtsliausst.reites zu sagen: Die!Herren!!haben!sich ׳wie erprobte und!bewährte Parlamentarier!benommen. Aber so abgehärtet a׳ueh das ,Publikum durch die Lektüre dar Berichte über Vorfälle gelegentlich üfiferntliaher Venhanidlungen 'sein mag, iso werden die mittertiächfcMdien Sturm-!und Skamdalszenen. die •sich jüngst lim Sibzungssaale des Gemeinderates absbielten, als ein ebenso unrühmlicher wie unvergeßliche; Rekord bezeichnet werden müssen. Als• die Sitzung spät nach Mitternacht unten• .einem ׳stiunidenlangen, ohrenbetäubenden Konzert johlenider, biüillenidier, pfeifender,!die Paultdeokd1 taktvoll schlagender Mitglieder schloß — graute es nicht nur dem Mangen ׳vor dieser Art!der Beratung und:!Erledigung von Dring- Kclteitsainträgen. Die Dringlidikcit!sau!t!räge, die ׳sich Ohristlidisaziaile und Sozialdemokraten gegenseitig an den!Ko!pf warfen, mögen ja geeignet, gewesen ®ein. eine gereizte Stimmung hervarzuruiien. Darüber will ich an dieser!Stelle 'keiner Meinung Ausdruck gäben.!Es!ist •nicht meine Absicht, in eine Prüfung dieser ׳Anträge!einzugehen. •und möchte überhaupt van deren! meni1tari׳s׳chen Inhalt'!ganz ׳albsehen, denn׳ über!jeden Zweifel!und ,jede Disküss 10n erhaben stellte meines Erachtens eines: Kein poilitisdier Parte!Standpunkt rechtfertigt, oder entschuldigt die ־ Vortetzung der religiösen!Geifühile des Gegneris und ,jeder Unbefangene .wird die ׳entschiedenste Zurück Weisung ■eines!solchen Angriffes nur begreiflich finden.!Daß in der ״Jüdischen Prasse“ am allerwenigsten einer arideren Auffassung als dieser Raum gegeben werden kann, ■ist!umso selbstverständlicher, als!!gerade die Juden nicht nur diurcili ,ihr menschliches Empfinden, sondern auch diureh •ihr jüdisches!Bekenntnis! und!ihre jüdische Erziehung genügend darüber beiiehnt!sind, ׳wie unsäglich sündhaft und sträflich es :ist, das religiöse ,Gelfühl wessen!immer zu verletzen. Die ,zarteste Rüdksich1tnalhm׳e auch ,auf!düe!Gefühle der Bekenner anderer Glaubensbekenntniisse!ist den Juden die Erfüllung einer religiösen Vorschrift. Wie ׳sah cs aber mit der Zurück- Weisung aus, die ׳im Wiener iGemeiinderate ,Qnristlichsaziale dem ■Antrag ■zuteil werden ließen!, dar von!einem — •nichtjüdischen Mitglieds ■der sozialdemokratischen׳ Partei!eingebracht worden' war? Aus wutentbrannten׳ Zurufen! ׳konnte man ,wahulich nur die Begierde zur Entfesselung, ׳einer Judenhetze heraushören. Sollen vielleicht die rohesten Ausbrüche antisemitischer Gesinnung als'• Zeichen •!religiösem Gefühles ge-• deutet werden? War wird die m'idit nur das Gefühl ■jedes Juden kränkenldeni. sondern auch■ die Religion des■ Judentums!besudelnden Schimpf,worte!(wie ״jüdische“ Frechheit,!und ,•)jüdische“ Gemeinheit) •als die!zur Wahrung. das; ״■eihris bliche n“ Gefühl s ) geeignete Antwort• auf einen von ׳einem — iNidtejuden gestellten Antrag gelten lassen? Es׳ war kein Geheimnis, daß der betneffenldie Antragsteller kein Jude war; aber!selbst wenn •er es gewesen wäre,!so. wissen!!ja die Antisemiten aller Couleurs ganz genau, daß gerade die J!uld!en in der sozialdemokratischen Partei, die getauften ׳wie die umgeitauften. weder die Neigung noch das ■Mandat hüben, :in ׳Fragen der Religion!sich als die. Vertreter der Juden zu gerieren. Die pöbelhafte, wohl eines!echten! Antisemiten aber keines wahren Christen!!würdige Roheit, ans ,einem Anlaß, ■dar auch gegen ,einen Juden nicht awsigemiitzt werden duUfte. alle Juden• zu beschimpfen, ist iaiilerdings nfcht ־ überraschend. ׳Diese Roheit ist ja kennzeichnend .für die antisemitische Kampfesweise überhaupt, sie ist .sozusagen dais Lelbensetemeite!des Antisemitismus, ■der längst .überwunden■• wäre, ,wenn er mit ■wirkliehen!Mitteln kämpfen ׳wollte, kämpfen könnte. Der ■Antisemitismus, der nach Mammsen, einem der größten und klarbjickendsfen Männer Deutschlands, eine geistige Seuche ist. kann durch Gründe der Logik lunidi der Gerechtigkeit׳ nicht ausgerottet werden. Aber dagegen muß doch immer wieder!protestiert weiden, daß er unter der Maske des christlichen Religionsbekenntnisses ׳auch dort ■sich eimschlelcht, ■wo er .nicht geduldet •werdeni •dürfte, sondern vielmehr aufs;schärfste befefndet werden müßte. Jeder von seiner Religion durchdrungene Ghritsf müßte, ganz abgesehen davon, idaß die Schmähung der jüdischen Religion ׳gegen das! Gesetz verstößt, jede Verletzung des religiösen Gefühles, mag es!sich '!um Bekenner ,welchen Glaubens Immer handeln׳, auf das!tiefste verabscheuen.!Nicht nur ,in׳ gerechten richterlichen/ Urteilen Ist!!der Gedanke .zum überzeugenden Ausdruck gelangt, daß!jede Verknüpfung eines beschimpfenden Wortes mit dem Religian:s׳bsk2mtnisse dessen, ' dem man! aus!Irgend einem Grunde entgegemtreten׳ •will, ■eine sträfliche Nichtswürdigkeit bedeutet. Einen ׳religiös fühlenden Menschen muß!sich diese Erwägung auch ohne Hinweis׳ auf Gesetz und!ridhterl leihe Urteile von selbst aufdrängen. '׳Und darum kann man!!ruhig ׳erklären: d.i!e Redeexzesse im Wiener Gemeinderate. ■die ■in den Zurufen ״Jüdische“ Frechheit giiphelten müßten in gleicher Weise von Christen ׳wie Juden verurteilt werden. Und' je tiefer, je aufrichtiger!dieses ׳religiöse Gefühl, umso .härter sollte!ihr Verdhrnmangsurtei! ausfallen. Dr. A—n. Der Trennungszionismus des Herrn Stricker. Gerne bekennen wir es, daß uns der Trennungs- Zionismus von Herrn Stricker überaus sympathisch ist. Es gab eine Zeit, wo dieser Trennungszionismus gegen die unabhängige Orthodoxie gerichtet war, zu einer Zeit, als man noch glaubte, daß die Aguda mit dem Schlagwort ״Trennungsorthodoxie“ tot zu machen ist. Vergeblich haben wir bereits zu jener Zeit darauf hingewiesen, daß die sogenannte Trennungsorthodoxie nur als die historische Reaktion auf die verschiedenen Abfallsbewegungen im jüdischen Volke zu verstehen ist. Wir fanden zu jener Zeit kein Verständnis. Die Allmacht des Schlagwortes beherrschte so sehr den politischen Markt, daß die Stimme der Vernunft sich nicht durchsetzen konnte. Heute richtet sich der Trennungszionismus des Herrn Stricker gegen seinen eigenen Führer, gegen den Präsidenten der zionistisehen Weltorganisation, Dr. Chaim Weizmann, den er in der letzten Chiiul-Schabbos-Nunimer der ,,Morgenzeitung“ beschuldigt, daß er mit ״eingerollter Fahne“ nach Amerika fährt, um dort den ״Pakt zwischen Zionis- ׳ mus und den reichen Assimilationsjuden Amerikas zum Abschluß zu bringen“. Herr Stricker behauptet niclte» mehr und nicht weniger, daß Weizmann für das Kleingeld der Amerikaner dienstfertig das Rückgrat des Zionismus bricht. Nicht uninteressant ist, daß Herr Stricker die Londoner Wirtschaftskonferenz, die unlängst unter Vorsitz von Sir Herbert Samuel stattfand und in. der gesamten zionistischen Presse als Großtat in allen Tonartenn gefeiert wurde, als ein propagandistisches Manöver und als Schaumschlägerei bezeichnet. Herr Stricker hält sodann strenge Abrechnung mit der zionistischen Majoritätspresse; dann erledigt er Herrn Louis Marschall, bis er schließlich die ganze Krimkolonisation in Asche lind Schutt einer künftigen, von der prophetischen Phantasie des HerZrn Stricker in den blutrünstigsten Farben aus׳־ gemalten antijüdischen Erhebung vergehen läßt. Da ist der Trennungszionismus von Herrn Stricker am Schlußpunkt angelangt. Es bleibt nichts anderes übrig als Herr Stricker, vielleicht noch die übrigen zionistischen Revisionisten mit Herrn Jabotinski an der Spitze. Wir ״Trennungsorthodoxen“ müßten uns eigentlich angesichts der mutigen Unbekiimimertheit des Trennungs- Zionismus des Herrn Stricker tief schämen. Wo findet heute noch einer unter uns den Mut, einen klaren Trennungsstrich zwischen jenen zu ziehen, die die Festigung der Thora, die Anerkennung ihrer Geltung wollen, und zwischen jenen, die sie offen oder versteckt bekämpfen; und da würde es sich nicht um Unterschiede in der politischen Auffassung oder in den Methoden der Gedlsammlung handeln, wie bei dem Kampf Strickers gegen Weizmann, sondern um einen Kämpf um die kardi•׳ nalsten jüdischen Fragen. Und noch ein Gegensatz. Stricker kämpft gegen seinen Führer, gegen den Präsidenten seiner Organisation, der wohl weiß, daß über 90 Prozent der Gesamtausgaben der zionistischen Organisation in Amerika! aufgebracht werden müssen. Wir ״Trennungsorthodoxen“ haben heute nicht mehr EN GROS EN DETAIL Samstag geschlossen! Samstag geschlossen Mädchenbrief über Agudas Jisroel. Die durch die Gründung der Bratislavaer r Agudas-Jisroel-Frauen- und Mädchengruppe angeregte Diskussion hat mit voller Kraft eingesetzt. Wir bringen heute einen Brief einer jungen Dame aus Preßburg zum Abdruck, der sicher nicht verfehlen wird, nicht nur die jüdisch strebenden Mädchen, sondern auch zahlreiche Väter und Mütter zurri;. . Nachdenken über die jüdische Zukunft ihrer Töchter zu veranlassen. Im Anschluß an die trefflichen Ausfiihrungen der Schreiberiti möchten wir darauf hinweisen, daß auch wir eine mit zweckmäßigen Mitteln arbeitende Bewegung unter den jüdischen Frauen und Mädchen als : ■"׳ einziges wirksames Instrument betrachten zur Bekämpfung der Kleidimgsunsitten oder zu- .. .. mindest zu ihrer Fernhaltung aus jiidi- . . scheu Kreisen. Alle Warnrufe verhallen ungehört und unbefolgt, so lauge unsere Frauen und Töchter nicht selbst zur Tat greifen. Ein aufklärendes und belehrendes Wort in den Frauen- und Mädchengruppen von Damen, die aus ihrer inners t e n " jüdischen Moral heraus sprechen und — das ist von entscheidender Wichtigkeit! — mit dein guten Beispiel vorangehen, dürfte jedenfalls eher zum Ziele führen als der ernsteste Warnruf, der das Ohr der Mütter und Töchter nicht findet. Die Redaktion. L i e b e F r e u n d i n! Du drängst in mich, Dir über unsere jüngste Vereinigung einen ausführlichen Bericht zukommen zu lassen und stellst gleichzeitig verschiedene Fragen an mich. Glaube mir aufrichtig, daß ich erst nach längerem Zögern Deinem Wunsche entsprechen kann, weil ich mich — ohne bescheiden sein zu wollen — viel zu schwach fühle, Deine Anfragen beantworten lind Deine Zweifel zerstreuen zu können. Deine erste Frage: ״Wie habet Ihr begon- 11 e n?“ Ganz schüchtern, haben einige konservativjüdisch denkende Frauen und Mädchen Preßburgs vor einem halben Jahre einen Schritt gewagt, um jeden Schabbos nachmittag in einem engen Kreise einen bescheidenen Vortrag über jüdische Gesittung, Wochenabsclmitt oder jüdische Geschichte ׳vorzutragen. Ich kann es heute offen gestehen, daß wir selbst — so wie Ihr jetzt — nicht den Mut hatten, uns mit dem Gedanken zu befreunden, und kaum zu hoffen wagten, daß die Gruppe der tätigen Mitglieder beträchtlich, und noch weniger, daß die Zuhörer in einer größeren Anzahl da sein würden. Unsere Leistungen waren de facto sehr bescheiden: Die Zuhörer waren jedoch nachsichtsvoll und munterten uns zur Tätigkeit auf. Frauen und Mädchen, die nie zuvor öffentlich hervorgetreten waren, fandest Du plötzlich am Vortragstisch und durch die Aneiferung unserer geistigen Führer und Führerinnen, wurde die Feuerglut der Jugend für die heiligen Traditionen erweckt und entfacht, bis sie sich zu einer heil leuchtenden Flamme entwickelte und in sämtlichen jüdischen Kreisen Begeisterung hervorrief. Deine zweite Frage: ״Wer hat Euch den Impuls hiezu ge gebe n?“ Diese Frage muß ich mit einer Gegenfrage und unwillkürlich zugleich mit einem Vorwurf beantworten. Hast Du von der großen Konferenz der Agudas Jisroel, welche vor sechs Jahren hier in Preßburg abgehalten wurde, nichts gehört? Unvergeßlich bleibt mir der Eindruck, den ich beim Anblick und beim Anhören unserer Großen gewonnen habe. Die jüdischen Führer aus unserem Lande, aus Polen, Deutschland, Oesterreich, Schweiz, Holland, England, Ukraine, Litauen, ja aus Amerika waren hier versammelt und verkündeten das Wort G—ttes und zeigten uns, was Agudas Jisroel will und soll. Oder habet Ihr von der ״Kenessijoh Gedaulo“, von dem Kongreß des orthodoxen Judentums, welcher vor drei Jahren in Wien stattfand, nichts gehört? Ja, da verdienst Du wahrlich einen Vorwurf! Gewußt habet Ihr von alldem — Ihr w a r e t j edoch zu i n d 01 e n t, um diese Ereignisse unsc־ res jüdischen Lebens auf E u c h wirken zu lassen. Ich habe das Glück gehabt, von der geschlossenen Frauenloge aus das erhabene Bild zu überblicken. Wenn Du damals ein geringes Interesse für Agudas Jisroel gehabt hättest, wären Deine heutigen Fragen unmöglich, weil Du dann die Agudas-Jisroel-Organisation der Frauen und Mädchen als begeisterte Mitarbeiterin an den erhabenen Aufgaben und Pflichten des orthodoxen Judentums als selbstverständlich und natiirlieh erkannt und auch von Deinem — Du gestatest mir die Bemerkung —, sowohl modernen als auch jüdischen Standpunkte, als unaufschiebbar eingesehen hättest. Meine damaligen Eindrücke fasse ich in den kurzen Ausruf zusammen, den ich dort von vielen gehört habe, ״Heil dem Auge, das alles dies mitangesehen hat“! Deine weitere Frage: ״Wie ist Eure Aktion mit der jüdischen Bescheidenheit vereinbar?“ Bescheidenheit ist wohl die erste Pflicht eines jeden Menschen, besonders aber der jüdischen Tochter. Handelt es sich jedoch^um die Verteidigung unserer