Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 44 (29.10.1926)
- Date
- 1926-10-29
- Page
- Seite 302 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 44 rS¥׳: \ 8.y. 1:1 ff:;. ff!:;״■ I; - Ir: ׳.!< r' Ür Ü! in'! 5 Seite 302 JÜDISCHE PRESSE Einweihung des neuen israelitischen Mädchenwalsenhauses In Budapest. Vorige Woche :Sand die lEinweihungsfefer aus An׳ laß der Eröffnung des neuen :israelitischen Maddiemwasenhauses statt. ׳Das ehemalige Stophaii^Samatoriitim' aaiif dem •Hangaria- Platz ist von dem Pester׳ •israelitisdhen Frauonvercm käuflich erworben! und .zweckmäßig aimgestnltet worden• 111m erstem! und: zweiten Stock des Gebäudes finden■ 120 Waisenkinder. unter ihnen 47 K1ri׳e®swaiS1ent ,Unterkunft; das!!dritte Stockwerk .ist afe Maddreinheim für erwerbende ׳und alleinstehende liumge Mädchen bestimmt. Tagung der Achduüi ln Frankfurt, a. M. 11m Hause des Herrn Dr. Albert S o n d 11 e im e r ־ fand vorige Woche eiirse Besprechung über die aktuellen׳ (Probleme׳!des deutschen Judentums ׳statt- Rabbiner׳ Dr. Ha׳r 0W;i׳!t;z sprach!über die ״Seih acht frage“. Er schilderte das allrnäflilörfie An- Wadssen der schachte: eg,n׳arisc'11en ,Bewegung ln Deutschland ,und erwies noch׳ einmal ׳die unbedingte Gleichwertigkeit der rituellen. Schlachtung. Er fand die einmütige und begeisterte Zustimmung der Versammlung für seine Forderung, mi!t alten Kräften das bedrohte Freiheit srecht zu! verteidigen!• lim Verlauf!der׳ Diekussion machte Bruno Galewski die Mittaiilumg, da׳ß die jüdische Gemeinde Berlin׳, gemeinsam mit dem Preußischen Landesverband an d׳i׳e Erridhtung einer ׳eirsfkktssigen Schächtersdhule herangefoei, die Ausbildung wende von׳ anatoimisdh-tpih yisiologiseihen, veterinärkundigen!und selbstverständlich jüdlsäi-taldimudischien Fächern!begleitet sein׳.!Uelber den dritten Punkt der Tagesordnung: Milkiwoaus referierte Rabbiner Dr.. Umn׳a-M׳a!nnheim• Es iwuirde ,beschlossen, in iseflir naher!Zeit die iso ifnuchtbare Zusammenkunift izai wiederholen und dann Insbesondere ׳über Lehrerausbildung iziu beraten. Theodor Fritsch zu vier Monaten Gefängnis verurteilt• Am 22• Oktober abends sprach die Strafkammer de׳s Landgedeihts Hamburg das Urteil iim Prozeß des Herrn M!ax Warbürg gegen den Leipziger Antisemiten׳ ׳und Herausgeber des ״Hammer“, Theodor Fritsch. Es lautet •aiuf v i׳!t> r Monate Gefän!g׳n׳׳i׳s wegen fortgesetzter ׳übler Nachrede in׳ den Artikeln dies ״Hammer“. Friiitsdh hat!Fün;fse'cihste׳l der Prozeßkosten!zu •tragen׳ und ■die persönlichen Auslagen, ׳zu. ersetzen', die!Herrn Wätibung durch den Prozeß entstanden isiind1• Tu der ausführlichen Begründung des Urteils wird einleitend) die Per- {söndiiichkeiib des iKllägers, Max Warb arg. ׳charakterisiert. dessen Familie seit 400 Jahren in Deutschland1 tobt. Ihm sei es!zu ׳verdanken, ..daß vor dem Eintritt Amerikas, in den Krieg■ deutsche Guthaben, in Amerika eimigeizogen!wenden konnten. Dann i׳st Wanburg ׳als Bürger!dem Ausland gegenüber für die deutschen ׳Schulden eingetreten. Bei׳ wichtigen wirtschaftlichen Fragen Ihat ׳er (fei1 Regierung alte Sachverständiger gedient, so aukäi •i׳n Versaiffles. WbÜ S. Jacobson in ׳Holland. Der bekannte Propagandist für Keröii Hathora. Herr Wollf S. Jacobson.•׳Hamburg, hat auf seiner Tourmö!in Holland •in verschiedenen Städten Propagandareden mit gutem Erfolg gehalten. Ein amerikanischer Konflikt. Chicago31 ,׳. August׳. Ein für die׳ jüdische Allgemeinheit . grundsätzlich bedeu׳tungsvoöilea* ־Konäikt ׳ist hier zwischen der Heibrew-Free-Schod, ׳einer Art, Religlomsschulle•,!und! ■dar Woihlitätigkeitszentraile der Qi'lcagoer Juden ausgebrochen. ׳Diese: letztere, die in den Hähdeh von iReiförmeTii׳ ist, hat bisher der Schule׳ eine, größere Subrentioh gewährt, ohne׳ auf den Unterricht ׳Einiflaß zu nehmen. Veranlaßt durch das, wie!in New-York!sö auch!hier, bestehende jüdische Erziehungskomitee, ■hat nun die• Wohltätigkeltszentralte ■die Zurückziehung Ihrer Subvention für die Schule angäkiünidigt״ sofern ,der Schulvorstand ■Lehrstoff und Lslurpläne der, Schule nicht den Anforderungen de.«; Enziehungskomtiteeis aripässe. Die Schule; hat‘ ■dies aus!religiösen Gründen abgefeimt uirid ׳^ägeri die 1Wohltä'tigikeifszenbrale eine m Dirn Thora ■angerufen, auf ״dessen Ausgang man gespannt sein kann!. Inzwischen hat siiicfti .die. New-Yorker fjkeese mit der Angelegenheit ebenfalls beschäftigt und׳ zieht mi.1t׳ bemerkenswerter Schärfe gegen ■diesen Vörsiiichi‘ des IRefiÖrmjudentunis, die Gewissensfreiheit ‘der äimerik'äriische'n 'Orthodoxie zu 'uinteddrückem, m Felde. "Das ״Jewlsth Maming Journal1“ schreibt: ״Wir sindl ׳gewiß׳ ,!׳daß die orthodoxen Juden schließlich die Reformer!überwinden wandern, und scharfe Beobachter unter den! letzteren geben rückhaltlos izu:, daß; die Zukunft ,der Orthodoxie gehöre. Aber ■der Uebergamg ist 8dh׳wl!er׳ig und dauert-llänger, als es׳ sein müßte,!we׳il diejenigen, die *sich ׳in der Rolle von Vertretern der Orthodoxie gefallen, die Prinzipien, ■die sie vertreten sollen, nicht mit 1 genügender Festigkeit! verteidigen׳. Wenn der Din Thora in ■Chicago!in der jüdischen׳ Welt zu einer Art Dayton-Prazeß Werdens׳!würde, so könnte 'er dazu ■beitragen, die orthodoxe; Judenbeit• Amerikas zu größerer Bewußtheit zu erlziiehen und ׳ihr die• Fähigkeit izuverleihen, ihre Unabhängigkeit und ihre Selbständigkeit sidh׳ zu׳ Eine Stadt von sabbathaltenden Juden ln Amerika, ln ׳dem ,Reich der unbeschränkten Möglichkeiten wird folgendes Pröjekt erais'tilliidh dtekutfeirt!und׳ selbstverständlich! to allen großen jüdischen Zeitungen!in ,großen Formaten inseriert: Eine Gruppe von kapitalskräf tigern Juden beschloß!in der;Nähe von New York eine Stadt׳ ■zu •gründen mit dem Fassungsraum einstweilen .,für 10.000 Seelen. Nach den Gründungsstatuten dürfen׳ an! :dieser Stadt nur Juden׳ wohnen, die es!mit!den Sabba,t;y o r sehr täten!ernst nehmen. Der Name der neuen Stadt soll ״Sabbatwül“ sein. Jüdisches Schulelend in Konstantinooel. Mehr als 3000 jüd׳i§׳d1e:,Kiinder im ■schiul'pfrditigem Alter sind fetzt!ganz ׳und gar ohne;Aufsicht find BiMungsm^Mikeit. weil ׳mehrere bekannte Schulen wegen Mangel an ,Mitteln zu Beginn!dieses Schuljahres j nicht wieder eröffnet werden! ■konnten. Der erste jtidiscih!e Selbstverwaltungsbezirk im Distrikt Cherson. Da)s Präsidium!des Zentratexekutivkomlteeis!!der Sowjetrepublik Ukraine׳ beschäftigte sidi •in seiner letzten Sltzuing mit• dar Frage! dar Bildung nationaler!jüdisdheti Selbstverwaltungsiheiziiiike in jenen Terrftoräea wo die 'jüdische׳ Bevdkeinung in der Mehrlhait!Ist. Es ׳wurde dar Bildung ,eines natioaalen jüdischen Selbstverwaltungsbiefflirkes Im Di'strikt .Cherson כשר im izugestiimmt. Dieser!erste jüdische ßelbstverwaltungsbezlrk schießt 40 ,zusammenhängende Kolonien und Dörfer m׳i׳t einer jüdischen Bevölkerüng von 85 Prozent ein. Ein einst berüchtigter Judenhetzer begeht Selbstmord. Der izur Zeit ׳der .Zan21nhe:r:rsc!häft berüchtigt gewesene!Graf Oher׳ep SpirildowHiscli!be!g;1ng •iin 'Naw-?)ark SsfJbs,tmo,rd• Graf Spiridowitsch׳, der auch am׳ Zarenhof ei:n׳Kußreich war. stand oft an der Spitze der antisemitischen Hetze ‘!m ßriiheiren Rußland.!und•hatte bei:!mancherlei antiljüdtschen Unte׳mahm!un@en,!di!2: von ׳der 01br!i1gk׳eit ausgiing'ari, seine׳ Hand mit iirh. iSpidie. . Nur 3.6 Prozent Juden in der russischen kommunlstlsehen Partei. 'B e r 1 i ,n. 17. Oktober. (JTA.) Den Auf- Stellungen der ökonomisch־statisti׳sc־hen Sektion ' beim Jüdischen wissenischaftiliohen!Institut in Berlin ist zu entnehmen, daß •sich zwar die Zahl der Juden .in der nisisisehen 1kommuni׳st:ischen Partei von 19.562 im Jahre 1922 au!f 37.000!zu ׳Beginn 1926 erhöht, ׳daß sich aber gleichzeitig ihr Einfluß inmerhaiib der Partei •׳stark verringert hat, da ih der gleichen Periode die Zahl der Nichtjuiden in :der kommunistischen!Partei im Verhältnis noch "viel stärker angewachsen ist. 1922 betrug der ׳Prozentsatz der Juden in der Partei 5,2,.!gegenwärtig ist der Prozentsatz nicht mehr als 3,6. Ungefähr die ׳Hälfte der ׳jüdischen Kommunisten wohnt An den ־!zentralen russischen Gouvernements. Dort beträgt ׳ihr!Prozentsatz!zur allgemeinen Zahl der Kommunisten noch weniger als 3 Prozent, da!ja in diesen Gebieten, die Industrie mit der Hauptmasse kommuniistischer Arbeiter .:konzentriert ist. »In der!Ukraine zählt man im ganzen 14.353 jüdische Kommunisten, in Weißrußland 3922. Die Hauptmasse der russischen Kommunisten setzt sich aus städtischen Elementen!zusammen. Auf je 1000 der städtischen ׳nichtjüdisohen: ■Bevölkerung in der Ukraine werden 23 Kommunlisten, auf!je 1000 der städtischen jüdisehen Bevölkerung 9 Kommunisten gezählt. : Die große Mehrheit!der jüdischen!Kommunisten widmet sich der allgemeinen Parteiarbeit und hat ׳keinerlei Beziehung .zu jüdischen Angelegenheiten. Die Jewsektia, in deren Händen die Arbeit unter der jüdischen Bevölkerung konzentriert ist, ■setzt sich aus einer!Gruppe von ״kaum :2000 Personen zusammen. In der Ukraine •bestehen!gegenwärtig 121 ■jüdisehe Sowjets in Orten mit einer Gesamtbevölkerung von 200.000 jüdischen Seelen. Das bedeutet, ׳daß gegenwärtig ungefähr 15׳ Prozent der jüdischen ,Bevölkerung der Ukraine ihre eigene Selbstverwaltung mit!jiddischer Gesch'äftssprache hat. Für einen Verband der JüdJsohen Gemeinden in Polen. Der Ra׳t dar Jüdischen Gemeinde von Lowioz!wandte׳ sich .am den jüdischen Gemeinde,rat von Lodz mit dem Vorschlag, eine Konferenz der jüdischen Gemeinden ganz Polens einzuberufen, di'׳e dilei Gründung!eiineis Verbandeis׳!sämtlicher jüdischen Gemieiihden •in׳ Polen zu beraten!und eventuell izu׳ beschließen :hätte: Die Lodizor, jüdische :Gemeinde!gab diese Anregung an den Rat der׳. Warschauer ,jüdisdhieni Gemeinde izustimmend weiter. , Der Präsident der polnischen ׳Republik empfing eine Abortfnujng der jüdischen Kaufmannschaft• Der Präsident den palnisdhen Republik!empfing heute׳ eine Abordnung de.<? Zentral- Verbundes dar ׳jüdischen! Kaufmannschaft Polens, di!e sich aus dem Herren Senator Tmäker, Senator» Raphael Schere-!sclh'ewski!, Albg. Wisdilioki!, Diirektor Seidemainn. •Hand'etsriichitar HimmeCfahrt, Handelsrichter Friede und Advokat Braf!zusammen:- setzt. Diie Abondhung i!nform׳ie!rte ■den Präsidenten ■an Hand statistischer ■Daten über die Lag׳e ■des jüdischen: Handels •in Polen. •Der Präsident veusipnaich, er werde mit dem Handelsminister! Kwiatkowskl das! Material durchberaiten. und׳ die not- .wendigen!Anregungen! geben!.• Es ,war dies .der erste 'EmpfanL? Jüdisdier Kauf,!!ernte tdiirrch ■eteeri polnischen Staatspräsidenten: die Anregung zu!!ihm gab Hahdelsminister )Kwia1tko!wski. Die neub panzäger Regierung wünscht nicht ein jüdisches Mitglied. ■Die in ihrer Mehrheit ans Deutschnatiomaien sich zusammenisetzende Regi׳erumg des Freistaiaites׳ Danzig fließ die *ibcrale Pairteti׳, die.das Recht auf die Besetzung eines Senator- Sitzes hat, wissen, ,es wäre nicht׳ erwünscht, daß eiin Jude diesen Sitz in׳ der Regierumg!eiiriuierturrrsn sofllte׳. Der ׳zum Rogenuingsmltglied1 bestimmt!gewesene Senator Dr. Naumann, ein׳ Jude, enklärte d'araulhin, er .׳sei .-aus Gcsundiheitsrücksi'chten nidit in •der! Lage, das Amt eines Senators auszuüiben• Regelmäßiger Autoverkehr zwischen Jerusalem und Bagdad• ■Zwischen Jerusalem ׳und Bagdad :ist ein .reigeiknäßiger Aiutomobllvieirkehr eröffnet worden. Dii!e Reisedauer "!ist dreieiinbailb Tage. ■ ׳ ■ ־ Jabotinsky spricht vor 10.000 Zuhörern. Wlladimir JaibotiniS'ik yi, der Führer! dter!Zionisten-iRevi'sionisten׳, spradi .in Tel-Aviv vor■ ei'nar ,Zuhörcrsichaft von 10-000 Persanen, die iihin nach Schluß seiner Rede mit großem Enthusiastnus feierte. Die große Joint-Konferenz in Chicago. Am 9, Oktober wurde 01׳ Chicago, wie schon •beriditct, die große ׳Konferenz für die verein:g־e jüdische Kampagne d׳:s Joint ׳Distribution Comniitte!- eröffnet,• zu der ihunderie Vertreter a׳u׳s allen Teilen!der. Vetelnigten Staaten, unter ihuen viele hervorragende ׳Führer der ämerkau sehen Judenheit, erschienen waren. Nach der Eröffnungsansprache von fulims Rose :11waJd gab der Präsident des Joint, He^r Felix M. W!a rburg, einen Ueb&rblick. über d׳e Arbeit •des־ Joint in den letzten Jahren!undl sikilazierie die ׳PJäns für die kommenden Jahre. Laut seinem Bericht wurden im Jahre •1926 bis S3־p־ tcm'ber verausgabt: Arbeit Iin Rußland . . . . . Dollar 2,450.000 Arbeit!im übrigen Europa.Dollar .1,702500 Kinderfürsoirge :in :Palästina .... Dollar . 50.000 Palestine Economic Corporation .. . . Dollar 500-000 .Kultuirarbei't . ׳. ״,. . . .... . . . Dollar338.000 ׳ Or (von •inflgesamt .ziugebii'Jigten Dal. 300.000) ,Dollar 150.000 Verwaltung ln New-York, ■Berlin usw. . . Dollar_150.000 Dollar 5.330.500 Voranschlag für das Jahr 1927 Anbei! in Rußland ׳(Döllar 2,000.000 :minus Dollar 450.000, die 1926 auisgegeben wurden) . Dollar 1,550.000 Palestine Eccnarniic Cor1pora׳ti׳on . ׳ . . Dollar 500-000 Ort (Beisteuer zu den Ausgaben v- Doll. 300.000) Dollar 1.00.000 Miedtelnische Tätigkeit in Palästina. . . Dollar 37.500 Dollar 3,507.500׳ Harr Werburg kam nun auif die nötigen Fonds zu Sipr׳eoben und sagte, Joint benötige •für: dte Arbeiten, für die er noch verpflichtet ist, Dollar9,000.000:" ׳ ■netto׳. Das Rußland-Budget erfordere Dollar 2,000-000 ■im: Jahre.;Herr Dr- Bernhard Kahn be- ,nötigt für die Arbeit "In Osteuropa ,!im Jahre 1927 weitere ׳Dollar 2j9öOjOOO davon Dollar 600.000 für W'ed:rau!ib:auarbeit, Dollar '500.000 Ifiür 'Kinderfürsocige׳, Dollar 250.000 :fair!Gesuindheltswesen, Dollar 500-000 für kultureilte ־;Zwecke,^ Dollar: 750.000 für :drin׳- gende Hilfe,׳ ferner Dollar;200.000 für Flüchtlinge!und. Dollar 100-000 für ׳verschiedene andere Zwecke. Wir haben Ver!piicl1-!t'uing'en ׳weitener. Art ln der Höhe voin" ctjwa׳ Do,llar. 2,000.000• Der Pafestiine ׳Economic ׳Corporation müssen) wir am Jahre 1927 Dollar 500.000 geben. So ״sind von den von •ums geforderten Dollar 9,000-000 Dollar 7,500.000 ■zur: Varwertdiuing geste!llt. Der Rest wi1nd״lbenöti1g׳t. um die weiteren Erfordernisse für 1927 ,zu decken!. Nun erhob ׳sich Herr Loiiiiis Mars(!hall, ׳dem eine l'ang dauemide ׳Ovation; bereitet wurde, tau einer Ansprache, äh der er!zunächst einen historischen! Rückblick über die Arbeit •des• Joint!seit ,Knlegsbegimn. gab.;Im Oktober!1914, vor'zwölf Jahren also), iberief dais Amerikanisch-Jüdisdhe Komitee die erste׳ Hiilüslkanferenz!in! den Tempel Emanniief 'eiin. Doirt ׳wurde! ׳dier Gr,und! z!ur Vereinigung der jüdischen׳ Hilfsaktionen ׳in Amerika gelegt, und׳ so entstand׳ das Joint Distribution Committee. Als man mich damals fragte, wieviel ׳Geld wir brauchen weiden, ׳erwiderte! ich: ungefähr eine Milton׳ Do׳la׳r. Diese Miiiion ikam bald! ohne׳ besondere Anstrengung!zusammen. Aber es!kam a'ndeiris. Die. M!lllion ,zäüilte nicht mehr angesichts! der g׳roß!en/ Enfordemiisse. Orthodoxe. Uttinaortbodoxe, religiöse •Reformer, ׳Sozialisten und ־Ultirasozialisten arbeibatein gemeiinschatftliich mit dem einen Ziel vor• Augen: Rettung der Juden und1 Erhaltung des Judentums. Dais Aufbauwe׳Y(k Wn'lrd eine neuie Gemeratiiion von Juden! heran,bilden,, die. wie die Erfahrung zeigt, ä'lhrer'a:Hen Re tä׳g!,i.on! treu׳ blleiben und i'hrienn• (Ertnag ehe׳!r vermiiln/dert sehen würden׳, al׳s den Sablbjat!z׳u1 verfletizen. Die Resolution. Nach der Ansprache Marishalilis! und der darauffolgenden ׳eingehenden Diskussion, kam die folgende Resolution zur Annähme:! 11. Wir hegen das ׳volle Vertrauen: izu׳ den׳ Beamten und Vertretern des! Joint Distribution Committee und! geben ׳der! Er-!Wartung Ausdruck, daß Joint 1tnd< die;zuisamme narbeiite nde n Organisa'bioinen ׳diie!heroischen Anstrengungen ׳iin der! großen Aufgabe Ides jüdischen Aufbaues im ciwopäisicheh Rußland׳,!in Palästina :und׳ i:n׳ •jedem anderem Lande der Wellt, wo Juden Hilfe brauchen, ifarisetzen. 2. Noch eihmalt nehmen ׳wir am ׳und 'ratiiiziieiren ׳wir die Besohlüssö, die ׳im September 1925 von der: Konferenz der Voreinigten Jüdischen Kampagne zu Philadelphia einstimmig gefaßt wurden. > Vom zweiten Ferial״ kurs der Bajs-Jakob־ Lehrerinnen in Jfordanow Die Dozentinnen Fräulein Judith Rosen bäum (rechts) und Frl, Betty Rothschild (lfnks) beim Unterricht im Freien. ,; •’,V .■f r V.VvV' 0 als cJakob י■ tfefceviimeti ' Jovdanm•; 1926 ■ *יי*׳/