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Jüdische Presse · 1926-10-29 · 44 (29.10.1926) · p. Seite 301

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Journal
Jüdische Presse
Volume
12 (1926)
Issue
44 (29.10.1926)
Date
1926-10-29
Page
Seite 301 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 44 JÜDISCHE PRESSE Seite 301 tföcdänoti' 7926 wirs (S ■ Zum zweitenmal waren die Lehrerinnen der ,Bajs Jakow-Schulen zu einem!Fortbildungskursus vereinigt. Wiederum ׳hatte man einen!idyllisch ׳gelegenen Gebirgsort in der hohen Tatra zatm ,Aufenthalt., ■gewählt, 11m in G-ttes freier!Natur auch dem ׳Körper■ nach• der anstrengenden Arbeit des Jahres Erholung izu gewähren. Opferten doch die;jungen ■Lehrkräfte ihre wohlverdienten Ferien, ׳um :sich für die Arbeit des kommenden Jahres vorzubereiten. Und ,man verzichtete!in diesem Jahre ׳sogar, wenn auch schweren!Herzens, auf die Teilnahme an der Jontewfreude im elterlichen ■Haus, mußte auch' des väterlichen Segens am Jaaim iHakodausch ent,raten —י doch das Bewußtsein, eine wahrhaft heilige B1e׳rmf:spflicht auf den Schultern zu tragen, ließ •die Wehmut aus den!Herzen aller verschwinden. II,n ,einem sechswöchigen Beisammensein wurde von Lehrern ■und Schülern, ׳ein wertvolles Stück Arbeit geleistet. In fünf Klassen ‘ ■wurden die Teilnehmer unter- ׳richtet, deren ,Zahl ,in diesem Jahr schon!auf die erfreuliche Höhe von nahezu 100 angewachsen war. Als Dozenten fungierten außer dem!Leiter, Dr. 1L. Deutschländer-Wien, Herr Direktor 1M. Bauimteug-Warsobau, Frau Sara Scheniierer-Krakau, Frl. Judith Rosenbaum-Frankfurt a. M.', Frl. Betty Rothschild-Zürich und Frau׳ Resi Deutschländer- Wien. Da jede Klasse täglich fünf Unterrichtsstunden hatte, wurden im Verlauf des!Kursus mehr ׳ als 800 Lektionen erteilt, die sich auf Qhiimisch, Tehillim, Newiim ,Riischaunim (in der obersten Klasse auch Jeschajoh), Dinim, Tefilloh und jüdische Geschichte verteilten. , ׳Selbstverständlich wurde auch!auf pädagogische1 Unterweisung, auf Psycho- 10g׳i,e, allgemeine und besondere!Methodik, großer Wert gelegt. Jüdische Weltanschauungsfragen wurden hauptsächlieh im TehilliimunterrichL wie auch bei der ׳Behandlung der Wochen-Sidra gepflegt;!in selbständigen Vorträgen wurden die Lehrerinnen auch für die Behandlung allgemein religiöser!Probleme für die ■schulentwachsene Jugend vorbereitet. Dank dem ungewöhnlichen Arbeitseifer von Lehrern und!Hörern gelang es, ׳in allen Fächern günstige Resultate 1 zu erzielen, zumal auch die Jornim tauwim der Belehrung, | wenn auch in veränderter Form, gewidmet wurden. Die meisten Lehrerinnen sind nunmehr in der Lage, ■ein ■mittel- ׳schweres Stück •aus dem Chumosch nach selbständiger Vorbereitung in pädagogisch einwandfreier Weise vorzutragen, ׳sind in gleicher Weise befähigt, ׳im Anschluß an die ״Psalmen“ und ״Sprüche der Väter“ die tiefen Gedankenschätze unseres Glaubens in einer dem Verständnis der Jugend angemmessenen Weise zu beleuchten, ebenso an den Charakterbildern aus der!jüdischen Geschichte Liebe zur ׳jüdischen Vergangenheit ׳zu wecken. Unnötig hinzuzufügen, daß man im Dinim-Unterricht ׳bemüht war, die religiöse pflichten weit der. •Frau unseren Schülerinnen zum geistigen Eigentum zu! machen!. Es waren die durch den: Tischri-Monat!besonders geweihten Wochen, die der ׳großen Erziehungsarbeit gewidmet waren. Die Erlebnisse der großen und heiligen Tage schufen ein besonders ׳inniges Band ׳um die junge Schar — sie bildeten wahrlich eine 1 einzige große ׳Familie, im Ernst und der Freude!jeglicher Festesfeier. So gestaltete sich der Abschied zu einer herzlichen, eindrucksvollen Kundgebung. ׳Durch ihre Sprecher (Frl. Rose-Bendin, Frl. Fried- ■mann-Miechow) gaben bei der Schlußfeiier am 6. Oktober die Lehrerinnen in schönen, von hoher Begeisterung ׳getragenen Reden ihrem Danke Ausdruck und gelobten, im Sinne •des •großen!Ideals ׳für d׳i!e religiöse Töchter er,Ziehung mit nunmehr frischen Kräften zu wirken. Der ehrwürdige Stadtraibbiner gab seiner Freude über das große Werk, ,das seine iKehillah!beheimaten durfte, in ■einer gedankentiefen Rede Ausdruck., Die Dozentin Judith Rosenbaum ׳betonte in Anlehnung an ein Wort ■des Chofez Chajim die hohe Bedeutung des!Lehrerberufes. Der Leiter des Kursus dankte in warmen Worten den Dozenten für ihre hing0bungsvolle Mitarbeit, den!jungen Lehrerinnen für ihre ungewöhnliche!Pflichttreue, die ׳eine weitere glückliche Entfaltung des!Bais Jakow-AVerkes verbürgen. Als letzter sprach Senator Deutscher, dessen hilfreicher Hand der!ungestörte Verlauf des Kursus zu danken!ist. Malh sohehojoh.flm sahelhilhjeh: ׳Aus dem •Gewordenen — das Werdende. Nun gilt es, die ׳begonnenen Pfade auszubauen. Mehr als 60 Schulen sind bereits für die religiöse Töchtererziiehung tätig; zehntausend!junger Seelen •werden nun im religiösen Geiste zu den Quellen des ,Judentums geführt. Die Oeffnung weiterer Schulen steht ׳unmittelbar bevor. Die Mutteränstalt in Krakau bedarf dringend der Ausgestaltung —in ,jeder Hinsicht. Die Sorge um die schulentwachsene Jugend!ist noch kaum behoben; die Wohnräume für die studierenden Lehrerinnen ׳in Krakau sind völlig unzureichend, Vom ,gesundheitlichen Standpunkt aus geradezu gefahrbringend. Mit dem •sich ständig ausbreitenden Schulnetz erwachsen der Zentrale immer neue Aufgaben, ׳so daß ein eigenes Heim als Mittelpunkt der Bais Jakow-Lehrerwelt, als Sitz der Verwaltung, des!Inspektorats, der •Zentralibibliothek das nächste und ׳dringende Ziel unserer Arbeit!ist. ■Hiilifreiche!Schwestern, vornehmlieh aus Deutschland, New York, Holland!und. der Schweiz, haben!in treuer Erfüllung der Arewus-,Pflicht zum ersten Grundstein mit Herzen und Händen willig beigetragen, möge es ihnen ׳und uns vergönnt sein, die Krönung des aus Menschen- ■und Gottesliebe geborenen Werkes zu erleben! Rechnungsablegung für den Fortbildungskurs der ״Bajs J h kob^-Schuteiv jordanow 1926 Ei n n ah n} en Dollar Ausgaben Dollar I. durch Keren Hathora-Zentrale I. Verpflegung: a) Holland , . . Dollar 3*4.—s a; 100F42 Verpfl^gstage b) Schwei׳- ... r 60.- c) Deutschland 80 ״.— ä 1/8 Dollar Dollar 1400.— / d) Mähr.-Ostrau . 15 ״.— b) Weitere Verpflegse) Darlehen der 654.—■ kosten . Dollar 124.— Keren Hathora, Zentr. Wien 120 ״.— י;.-.׳-׳■- י•■-■, * ' 1524.- aus Mitteln der deutschen II. Wohnnungen (zirka 40 Zimmer) 105.5 und französ. Landesver- III. ־ Inventar (Bänke, Stühle, Weschirr) . 80.8• waltung IV. Aerztliche Hilfe, Medikamente 20.3 11. durch Keren Hathora, Polen .... 133.- V. VI. Transporte Krakau— Jordanow . . Gehalt für Dozenten ..... 40.4 88.5 III. Joint Distribution Committee (Abt. VII. Gehalt für Personal . . ... . # 40.5 Warschau) . , .. 400.- VIII, Bücher und Lehrmittel . . 86.5 IV. Central Relief Comittee, New Yprk . 200.- IX. Allg. Spesen für Propaganda, Druckschriften, V. Einzahlunaen , der Lehrerinnen lür Bilder, Porto Verpflegung, . , . ... . ... . 583.—;׳ a) per Krakau Dollar . 20 — 35 5 VI. Darl״hen von Keren Hathora, Krakau b) ״ Wien 15.5 . ״ (durch Senator Deutscher) . , . 74.5 X. Reisen der Auslandsdozenten . 72.5 Summe der Einnahmen t , 2044.5 Summe der Ausgaben * . 2044.5 ־ 300a»0€»0«04»0904»Ctt»04»0« Telephon 7426*2״ Telephon 7426״2״ i 8 8 o f 8 8 o 8 9 o 8 8 o I o o 8 Wien» I., Graben 12 den?Tra ttnerhof) Diese neueröffnete, grösste und modernste Werkstätte für Haararbeiten u. Schönheitspflege erzeugt Perücken, Scheitel u. Transformationen, für deren allererste Qualität der internationale Meister Karl Schiroky jeder Dame persönlich haftet Unsere Einführungspreise sind sensationell billig I Ein unverbindlicher Besuch zeigt Ihnen die schönsten Bubiperücken . . von S 75 aufw. die schönsten Transformationen von S 35 aufw. dieselben mit Scheitel .... von S 45 aufw, und werden Ihnen für Reinigen, Wasserwellen u. 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Er war Groß- Präsident diar österreichischen ß‘!n׳ai׳ ß‘nith und!betätigte sileti ün hervorragender Weise an großen ikuiltoell'en und diaritafrivetn! Unternehmungen,. ■ Auszeichnung prominenter Beamten der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Der Herr iBundesprälsiident Dr. Michael Riamiisch hat den lAmtsdiirekteren •der!israelitischen Kultusgemeinde, Dr. Emiil •Adler und!Guido Fuchsgelb,' sowie' dem Direktor der!Bibliothek der ■israelitischen Kuliusgamieiinide, Dr. Bernhard Wachstem, den Titel Regtenungsrat verliehen. ,Diese Auszeichnung trisSft nicht nur diese überaus verdienstvollen!Beaimten, die ■an! hervorragender und verantwortlicher Stelle' der Wiener israelitischen Kuljtusgemeinde arbeiten, sondern die! ganze Wiener Ludenisdiaft■. Rabbi Aaron Teitelbaum in Wien. RaJbbinen Aaron Teile] bäum weilte diese Wo ehe Mittwoch und Donnerstag aulf der Rückreise aus ■Palästina!nach Amerika!in Wien. Er. bemiitzte diese; Gelegenheit und stattete der berühmten■ Jesohiwah in Preßburg einen Besuch alb. In Preßburg konferierte! er mit den prominenten Leitern dar Jeschiwoth in der Slowakei. Ln Wien benützte er die kurze Zeit seines Aufenthaltes,!um ,mlit Herrn! Wolf Pepipelnhehm und: Rabbiner Dr. Joel PoOak über ■die Angelegenheiten׳ des׳ Wiener Komitees י ■des׳ Central Reliefs zu sprechen. Mit ׳Rabbiner Dr. Pincfhas Kobn, mit dem er!ebenfalls!zusammen war, konferierte ©r über Palästinafragen. Die Agtfdas Jisroel Jugendgruppe, Wien. II. veranstaltet in dar!nächsten!Zeit eine Reihe von Vorträgen, welche sieh ln folgende Cyikleh!gruppieren: 1. Lichtgestatten׳ ■jüdischer Vorgahgsnhe.it• 2. Probleme der Gegenwart. 3. Aus, der Welt ■d׳etr Milzwos. Die Vorträge!finden jeden •Sonntag um 7 Uhr abends im!Lokale; der׳ lugen dg,rapp 2 statt. Eröffnuingflvortrag: Sonntag den. 31• d., 7 Uhr abends,. Vortragender: Herr!Rabbiner Doktor Pindhas! K 0 Ih n. ־ Die weiteren Vorträge werden jeweils am Anschlagbrett bekanntgageben. Gäste hehz!11i!chst wiillkommsru• Vereinigmig jüdischer Akademiker ln Wien. Die Veriemgunig jüdischer Akademiker■■ (V. J. A.) in Wien׳ ,׳die einen• großen Teil!1 der!thoratreuen Wiener!Akademiker umschließt, ,Welt am 25. ׳Oktober ׳ihre orden t׳l׳id1׳s Generalversammlung ab. Nach den Neuwahlen wurde das Arbeitsprogramim für das Wintersemester entworfen. Die Vereinigung will wie Im Vorjahre nebst den (lnfernen Schiurtm auch öffentliche Vorträge und Diskussions־ aibende veranstalten. Die Vereinigung vermittelt auch Nachhilfestunden!in allen jüdischen, und profanen Fächern. Diesbaztigltahe Auskünfte ׳ erteilt Zahnarzt Dr. A. Luna, 2. Beiz׳,, Schiicfamts- @ass!e 7,'Tel. 44-8-71,!und!Rabbiner Joel Pollak, 2. Baz«, Große Pfarrgasse 3, Tel. 44-614־. Zwei Vertreter der Judenheif im ungarischen Oberhaus. Biudapeis t. (AJ1PB.) Dais Verlangen! der orthodoxen׳ Judenschaffr.im Ungarn, nach •einer selbständigen Vertretung ■ im ungarisehen Oberiiaus, ׳ ■hat seine Erfüllung gefunden« Nach dem neuesten Ricgteruogsentwurf werden sowohl1 die orthodoxe wie die nealöge Lamdesorgamisation je einen Sitz im Magnatenlba׳u!s erhallten• Der Vertreter der orthodoxen Organisation• wind durch das Hiuinderfrkomitee der orthodoxen Lanideszentnale!gewählt. Den Vertreter iür die neoioge Organiisatlon wählen die Gemeind'en selbst. ׳ ׳ כשי Fleisch u. Cfellügel unter Aufsicht der עדת ישראל (Schiffschul). Selchwaren aus der Fabrik Gabriel rischer wie' sämtliche' Weine' pnd Spe^ereiwareri כשר• te V te M. Bek^rliug•, Wien, IX, Liechtensteinstrasse Nr. 117 Telephon 11 682־. — Jede Bestellung wird telephonisch entgegengenommen und sofort ins Haus zugestellt.

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