Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1926-10-15 · 42 (15.10.1926) · p. Seite 290

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
12 (1926)
Issue
42 (15.10.1926)
Date
1926-10-15
Page
Seite 290 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2629891-2630148-2630186--2388-2634268
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Seite 290 Nr. 42 JÜDISCHE PRESSE zwgiMKlie, eitle niogluc'hlst große Za,111 von ־gese taestreuen 1K0I0- «;sten n!־it foteimcm Kapital in einer. 1ha!i>13stäcU1isch:e11 Siedlung iznsaimmeiiiZiiifassen.!1:׳; welcher ■sie teil® von ■den Enzeagäiisscti de®!Boden®, ■teil® von iden Ertriignisen iihrc.r sonstigen ßcnuirc ihren U11t׳erihalt bestreiten sollen. Gerade •das ,Gelände von Madiamelh Jisrod mit seiner vorzüglichen ׳Lage ׳und seinen olihgezei ebneten WassenvoriliiiltniLssen eignet sich mach •dem U.rteil anerkannter Faäiimäumer ganz!besonders ■zur Anlage einer hat bst ä dti's.iiie n Siedmucg. Der katastrophale!wirlisdiäftliohe Zusturanenibriiioh in Polen brachte mna amdli hier!eine gänzliche Unnwälzairg. Die Boclcnbesitzer, welche von •der Palästina,zentrale den Bo1 Jen in kicineren Parzellen emvonben batten, waren ■teil;® nicht im der I2׳1״e, djie!Kosten■ der Vonbcreüiaiigsar bei teil teilt ii’lrren Verträgen!der Palastinazentiale zu ersetzen>. teils ,reicih'ten iihre G'el׳dn1ittc׳l nicht einmal aus, mm!die fehlenden!!Raten fair die Bezahlung!des Bodens zm׳ reisten. Arndt •stellte sich heraus, daß da!s fair d!i!e Ansiedliung -er׳iorder!l,iähc Kapital ihnen •niiidit mehr zur Verfiigang stand. . , Die Palästi!na!zenfcra!lß. beziicilningsiweise die an ihre Stelle getretene a©11׳dlBt׳!:sc.l11e .Bamgcscllsalraift ׳״Halbadi“ war gcnötigt!, eitlen, Teil ׳deis Bodens znrüdkzumdimen ׳and!die!mim einmal ibegoinnenen nn!d notwendigen.!HaohscharabiArbeiten mit den aus ׳den!Kreisen ׳der iPoalc «Agiudas Jisiroe! entstammenden Arbeitern ,m Ende!zw!füSure«. ׳Nachidem!nun mit!der ׳baldigen Eimvanderamg mhkclchcr Bodenlbesibzcr auls dem Osten •nicht zu recHnnen!war, 1 nwßle aucii! ehiie lUmstollmig des K0i011isatio!;־,spla1nes im Erwägung ge-!zogen, ׳werden. Die vorhandenen •Bauliclikeiten'. mämlicli 20 Holz- •baraciken und 3 (Holzhäuser, ׳wurden teils vom ■den Anbciitcrn und Beamten, teils vom den bereits nach iMadianoh Jisroel äberoiedoiten Bod׳en1besi.l!zer1n bezogen, wätlnrend!die 8 Stanißiziiegelibauten. welche a׳af direkte Beste,llumg errichtet waren, für die!noch miiiciht!ansässigenlBodcobesltizer ibereitigcstelllt ׳wardem. Die AiiS'dehinniiiig der Wegebaiuiten 1und Anlage .niemer :Bramen., ׳eibanso •w׳i• die ׳geplante Bcwä sseninngsiaiiiii'age ward cm •zimäeliist a!11!f einen■ späteren!Zeitpunkt verschoben300 ״ iDmnam Boden! wurden 1d!u׳rc111׳ ■die Arbeiter •im Aufträge' •der H,a!baji,s mit Getreide besät,!während etwa lOüü Daniam eitler aus der Zahl der Arbeiter gebildeten Kooperative pachtweise 'ztirlaindwirtsdhalrtllohen B׳earb,e׳itui!1g übergeben •worden. .iNacflidiein nun die •Vor:be re itmm!gsa,!Leiten׳ ,abgesahlossen waren on!d!diie, iwirtechäiftliclhen Verhältmiisse •im •Osten .keime wesen!t,tidie Be sse rang erfahren hatten,!konnte eine Weiterbescihäiftigumg, der gesamten Anbeifcarsal1a.fi ׳in Maolianeh Jisrod zuim großen Leidwesen! der ,PaläistinaKeiTträle •miclit mehr dmrc11gefaihint wenden. Da mm mehr eine produktive .Beiwirtlsdiaftiang imfölige 'der ,geschilderten ׳Verhältnisse ii.11 der bisherigem Form nicht mehr möglich!seihten■, 1beschloß!die Paläsliiinazentralc.. den noch/ ,freien Boden vom ming&fähir 1S00 Diumam ׳einer mit einem Kapitol vom iPfauild Sterling 25.000 gegründeten. Koloiiiisniliaisgcseülsdiaft z1׳i iiibeingeib/en׳ .׳welche die Be:w,irtsd1af׳t׳u1ng •nach streng wlrt'Sdiaittie'hien!!Grwinidsätzen amter Berücksichtigung der aguidübtiscihien 1tnt׳orasse11 dmrdiif iihre n will. Am der Spitze dieser Gesellschaft stehen ׳die •Herren Dr Emil Hirsch und •Isaak N •u■ß b aiutn-Halberstadt. •erstcrer als führende Persönlichkeit der Wirf,schaff, :letzterer als •landiwirlschaftliiclier Fachmann• im aiien Kreiisen!bekannt. Die Kolonisatioinsgeseiilschaft. deren Kapital bereits großenteils gesichert ist. wird mit ׳ihrem Programm demnach׳.?t an die Oefientlicihikeit •treten. 'Es• ׳ist zu hoffen״ daß durch tatkräftige Mitwirkung .am dieser ,׳Kolanisatioinisgeiseillllsahaft van seiten aller Freunde des agudiiistischen Aiiiifbauwiemkies In■ Palästina und; elacir methodischen,!nach nein w,irt®chaf׳t'M0hem1 Gron׳d!sätzen durchgeführtcn! kofonisatonisdhan Tätigkeit niummchr eine größere Zain, •von Arbeiterin Beschäftigung!finde,11 wird', •wcldne ,amch ׳die: Amfgaibe haibon ,werden!, da!s Terrain der (Bodemkämfer fair die Besiedlung weitei vorzubanaiteni. Die vorbereitenden Schritte ׳zair Auswahl de!• geeigneten 1f׳iiil1lr׳e<uden Sadiverständiigem sind׳ bereits erfolgt!, so^!daß die ־iHöMniung!nicht u!n!begr|ü׳.nde1t•1 ׳ist, daß das komendic Wirtscihaitsjahr, nachdem minmdir!die Anfawgitehlwieri'gikiejten iiiberwiiimdcn sein werden, einen •weiteren• Fortschritt an dem!wirtschaftlichen Aiiiiibaaiiwerik ׳bringen■ wird taiiri ׳zu entsagen, aber e׳r dürfte sich ebensowenig•׳■ zum Islam ׳bekehren. ׳Und w,as den kulturelle 11 Standpunkt!betrifft, so meint Graf Comdenihove, sollte der Rassenamtisemlt ein Chinese weiden. ״Wer keim, Chinese werden ,und!doch einem zivilisi er ten Kultur kreise an gehören will, ׳der ,kaum aus ׳dem Se.mitismais ebensowenig heraus, ,wie aus seiner eigenen! Haut.“ Das ist in aller Kürze aasgedrückt das Res um e des!Grafen Heinrich Coudenhove in seiner Studie über den׳ Rassenantisemitismius. Bei! einem gründlichen Stadium de® Baches, das nach se'uem Titel zu schließen, sich eigentlich: nur mit •den Juden und dem Antisemitismus beschäftigen sollte, ergibt sich ׳jedoch, •daß ׳Graf ׳Coadenhove in ׳diesem Werk nebenbei ebenso wertvolle und ibelherizigens'werte Betrachtungen über die wichtigsten 'Probleme der Menschheit bietet. Um nur eine® hervorziilheben: 1111!den! Buche wird mit einer kaum za überibietenden Klarheit und Schärfe ׳die •Abschaffung der Kriege darclh׳ Unterwerfung •der Staaten unter ein internationales Schiedsgericht empfohlen und die Verwirklichung •dieses Ideals als ׳das Heil ■bezeichnet, von dem die glücklichere Zukunft der Menschheit abhängt... Walinhaftig, man kann ruhig sagen.!Graf iHcitnrich Coai'deiilhoive ׳war der würdige Vater seines Sohnes, ׳des Schöpfers ׳der pameuropäischen l׳dec. ■Dieser Sohn :dürfte sich an dem Beispiele seines Vaters bilden, der ein Kämpfer. ihr Wahrheit and ■Gerechtigkeit, eiin Verkünder der Menschenliebe und der Volkenversölinming war. ״|n׳. Sflohar l®®9 Der babylonische Talmud. Upbertragen amd ea1l'äii1׳tic!rt van׳ •Jakob Fromer. Br׳aud׳t!is’.sche Veriliagsibuchiliandliung, Bepliin W. 30. ׳Der vorliegende iBaad, '580 kleine;Oktavseiten, biildett selbstveasfänidfidi: uuir eine Autswabt aus de!m babi׳il0(1:;sche11 lalmud, dessen valstänidlige ׳Ue!b©rt1r,agung und1!Erläuterung nicht!mir einen!Band,!sondern efrne. ganze!Bibliothek füllen würde׳• Der Verfasser bat! sloh große Miihe gegöben!, ׳die Au׳sw:aW so zu ׳treffen, dlaß aaidli der Laie einen :nicinligen Eiuiblick in ׳die gramdiese!, vielfach verscäihuigene!Gcdianlkemvclt des Takn-udis gewinnt Oi? Uebersctzumg ist mehr ׳sinnals worügeanäß. Eii^e* wortgetreue!Uelh3r.seUzanng wurde mur bet den leichteren Texten beiibdiahe 11, ׳die scilion dnrdi d!i!e e1infad1e_ Ueb3rtra!gn111g versitändllidii skid1. ׳Der V׳er!fa׳s!se1r! gibt selbst Aafsdhiluß ii'be,r di׳e Art und iMetlliodl? saine׳r Arbeit. ,3e:i! ׳dem knappen Ramm!, dbr mir bei dieser Arbeit zur V1er.fiigng stand, •־müßte!ich eine Aaiswallil teifen. 'Ich entsdied ׳mich!zaiuädist auf fiiufrzehu Traktate, die dien ׳moderineu ׳Leser ibesomdiers!iuitisressteren d'üiiften. Um •bei der weiteren Auswahl, die Ich: nun vornehmen niußti.l, eiine. Willkür •möglichst' auszuschalten. gr׳Ü Ich gn1!ndsä;tizl!i׳d1i diie ersten Seiten eines jeden Traktates ־heraus. ׳Auf diese ■Wdse sind• Im ganzen 1T4 fextsdten!zur B־earbe׳itauig gelangt. So gering audi NACHRICHT Der Semaiibeginn in der Jugendgrnppe Wien. Das war eine schöne Feier, der erste Me’a.we-Mallvc-Abc 111! des Jahres 5687. Zinn ersten Male hat ׳die Jugeudgriippe den :jungen, echt jüdischen Mensclienbliiten, welche, wie alljährlich, Wien verlassen, um auf eine Jeschiwali zu gehen, eine solenne Abschiedsfeier veranstaltet. Da saßen sie, die jüdischen Kinder, die zum ersten Male ׳das Elternhaus verlassen, zum ersten!Male für •längere Zeitdauer des Wortes des Vaters, des •Blickes der ,Mutter entraten, verziehten auf ׳die Spiele der Jugend, verzichten auf die ,iiU'11tigcsta!Mgke;t der Großstadt, •nm an kleinen Orten sich ganz dein Lernen liinzugcben. Da war ,die Jngcudgruppe, •zum großen Teile selbst absolvierte ßachurim, die nun in!.seligen!Erinnerungen an ihre erste Jcscliiwalifahrt den Scheidenden ■die Hand drückten. Da waren die Vertreter!des Vereines Tiferes iBacluirim, ׳der!die Ausrüstung lind Unterhaltung :der lenibeflissenen Menschen so erfolgreich auf seine Fahne gesell rieben hat. Da waren die Vertreter der Scliiffschul, welche mit berechtigtem Hoffnutigsstolz auf ■diese ״ihre“ Jugend schauten. Dies das äußere Bild :des :Abends, Daß alle ■Redner diesen Gedanken und Empfindungen mit tiefer!Rührung Ausdruck gaben, bedarf ,■nicht der Erwähnung. Wort und Sang wechselten in bunter Reihe. Alter und Jugend verspürten!den Hauicli der Einigkeit, der durch de opferbereite Hingabe jüdischer Ellern und ׳Kinder aus dem Quell des ewigen Lebens sieghaft seine Bahnen zieht. Uebcr den Verlauf der Feier kommt uns; folgender Bericht; ,zu: •Eine Feier von unvergfeichiliohci• Weibe ,war die vergangenen iMozze-Sohabbos stattgefundene Melaiwo-Malko der Agudas Jisracl-Jugendgreppo, Wien, 1L Sie war als Abschiedsfest für ׳jene Wiener lBaah1!1׳rlm gedacht,!diie den Winter auf einer ]׳esehlwa verbringen,!werden. Schon der äußere Anblick war erbebend. •Der große Vortragssaal •der Jugetidigruppe faßte kam die •Gäste und1 •diie, Vertreter ׳mehrerer Vereine, die gekommen :waren, •tim den Wiener Jesciiiwa-Bachuirim einen festlichen Abschied zu bereiten. Schon die Tatsache, daß die Zahl •der ■im heurigen Wintersemestcr;in. die Jeschlwa reisenden iKIndisr ■sich gegen diais Vorjahr ׳nidir als verdoppelt hat, ist!ein ׳erhebender' Beweis dafür, daß sich di'e Erkenntnis der Nofiwendigkelt einiger .fahre Jescibiwa-Aufentliailfes diii'rdhsetzf.i Wenn noch׳ dazu berichtet ■wird, daß ams Ottakring allein lreuer s2eh.^ Baoh'urim in eine Jeschiwa ziehen, so ,zeigt das. daß ein frischer Geist die ,religiöse ■ J׳ugend. in Wien ,beseelt und daß' es vorwärts gellt im Kampf dar •Orthodoxie gegen. Amiragusiz. Diesem Gedanken!gab auch, der ׳erste .Redner, Herr S. S il arm!, der namens dies Vorstandes der Jugendgruppe die erschienenen Gäste ׳und Freunde ihenziichs^ begrüßt,!beredten!Ausdruck: ,M'ti stolzer;Freude feiern ,wir beute nicht •nur den Semanibegitin ,in der .fangendgrmppe selbst, ,sondern den erhebenden Fortschritt! In. ■der Jeiscilulwiaarlbeit dar .Jugendgruppe. Verständnis- .voll gefördert von unseren Balb^itim׳, die :immer in iiuermüd- ..rtmiiiiiniiiiiimtiTmiiiiiinmmiiiiiiiiiniiiiiiiiiHiiiHmiiHiiniiiiiiMiHiiiHiiitniiiiiiiiimffltmmmfflffmmTrmifm.. כשר Fleisch u. Geflügel unter Aufsicht der עדת ישראל (Schiffschul). Seichwaren aus der Fabrik Gabriel Fischer wie sämtliche Weine und Spezereiwaren כשר• M. Bekerling־, Wien, IX, Liechtensteinstrasse Nr. 117 Telephon 11• 682־. — Jede Bestellung wird telephonisch entgegengenommen und sofort ins Haus zugestellt. ,MamiiiiiiiHiimiUBwiiiiMiiiiiiniMiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiwawuiiiiiiiHiniiiiumuiiiiiiiiiiiiinimmuuiminummmu*׳ •diese׳ Auslese׳ im .Verhältnis m dem ganzen Tialmii-dw'anke ist, dürfte sie doch dem 1Uneingeweihten, dem es ,nur darauf ankommt׳, ©ten Einblick!im; die talmudißdie Dialektik!zu gewinnen!, vollkommen genügen• Zu!r Eiinifüiliriuing:!in dieses Werfe ,scihien mir'der mieuute Traktat der dritten Ordnung. 1bdii:te,lt׳״ ׳P•i!r k1 e A׳bo׳t“ Spriidne’ der Väter,!besonders geeignet!, \ve!״l!er e"!n ge- ■treues!Bild, von! 'der siiit'tiLlcIlnen Bescihaififeiifneiit der Tailinudllehrer gewährt umd izaiglieidi eiimen kairzeti Oelber,bl ick iiiber diile Geschichte des Tailmud gilbt!. Da diese Sprüche bi!s auf gerjnge׳ ׳Aus- Jialliimen gemöiinverständlibh sind, ,b/jschriiake ich m1!ch annf eine bloße Ueibersetiziiiiig. iDabej war es niiir!111! erster Liiniiie aim eime gehoben!.: diytllimische Sprache zu tum. Um ihir.etwT'en zog ich zanweiilen ׳eine!freie lUebertragiung vor. Im der R1;ge!l aber!hielt ich milch streng an ׳den Wortlaut ׳des Textes. iMöge das meaie Tahnudlbuoh ehier walirhdtsigstreuen umd gerechten Bairteiuug. des Ta'jimuds den Weg bahaien umd dem ffiaJ1m11׳dstudi11111T1 vii1.־le Flreuade werben. Die Schrift. Zu verdeutschen unternommen von ׳Martin 1B u b e r gemeinsani mit :Franz R o s e 11 z w e i g. Preis in!PappbaiiÜ ■ Mk. 4.—, in Gam!zpcrgame11t Mk. 10.—. Verlag Lambert ׳Schneider,!Berlin.!Das ,Buch ein!Anfang. Es ist dies der erste!Band der Verdentschujig der Bibel durch!Martin Bubpr gemeinsam mit!Franz ,Roseiizweig und rnau kann auf die folgenden Bände wolvl gespannt sein. Die Uebersetizu.iig ist stellenweise .meisterhaft, stellenweise jedoch ,dem Sinne der!Bibel unserer Auffassung nach voll- ׳kommen abweichend. Was die Uebersctzung!Bubers so fesselnd ׳macht, ist die so glänzend gelungene Anlehnung an den!Rhythmus des hebräischen Textes, so daß •man oft nicht merkt, eine Uebersctzung vor sich .zu haben. ,L. •M. Walter Eidlitz, Die Gewaltige 11, Novellen aus drei ■Jahrtausenden. 1926. ׳Paul-Zsolnay-Verlag, Berlin — Wien — Leipzig. Drei ,Novellen werden in diesem höchst interessantem Werke meisterhaft erzählt, und allen dreien ist eines gemeinsam. Der Gewaltige hat wohl ci,11 herr- Helleres und glanzvolleres Leben als der gewöhnliche Durchschnittsmensch, aber ׳ihn trifft auch ein tieferes Schicksal. König Dawid ist der Held der ersten Novelle,, welche auch als die beste!zu werten ist. Wie der König seinen ׳G—tt verliert und wieder ,findet, ist mit solch wunderbarer Feinheit geschildert, so daß das Werk schon dieser einen Novelle wegen jedermann empfohlen werden kann. Felix Moeschlin. Die Vision auf d e m L 0 f 0 t, ׳Roman. Brosch. Fr. 4.50, geh. ׳Fr. 6.—. Orell Fiißli, Zürich. Von neuem können Felix ׳Moeschlins Leser mit freudigem Erstaunen wahrnehmen, wie reich ׳sich die dichterische Kraft dieses Schweizers in der skandinavischen Umgebung entfaltet.!Die ׳Stationen dieses neuen Romanes ,liegen in Schweden und Norwegen. Eigenartig reizvoll werden wir zur Einsicht geführt, daß :jene nordische Welt doch auch unsiere Welt ist, weil ihre Probleme auch die uuserigen sind.?:eher Opterfrcudigkeit mit Herz und ,Hand bei׳ der Sache der Jugend sind;. Unsere Chalitzlm. diie beute binaaisgelien:, um s!ioh mit dein ׳Rüstzeug■ für das Großstadlleben als Juden aasznstatten, werden dereinst ,ziu'iickkehre 11: lind1 uns, nicht ׳mir neine (Kämpfer, sondern frische iiiiive.rbraai011 te ׳und ׳begeisterte Führer •gehen. Wie einst unsere Väter!ziehen sie hinaus: und: vertauschen die Auuelimlichkeit der •Heimat mit den Beschwernissen ׳und׳!Entbeilirumgen disr_ Fremde, um ■der Thauiro und ihrer Sache :zu dienen. Im Geiste ,und! mit ganzen Herzen bleiben wir mit ihiiieti verbunden.“ Sr. Elirw. Herr Rabbiner 1Dr. PJndias K 0 h n' feierte in begeisterten Worten den Entschluß dieser jungen Menschen und!zeigte :in großartigen Ausführungen, .wie sehr ■sie den einzig möglichen und, richtigen Weg eine«; gesctz.cstreuen Jaden ■gehen. Die!schönsten Hoffnungen der Orthodoxie sind an -diese jungen •jüdischen Menschen: •geknüpft und stellt cs außer Zweifel, daß sic röcht nur die!Hoffnung'berechtigen, sondern sie.!in der Wirklichkeit weit ii51׳A!1101en w:ea־den. Stirnm11׳ngs׳vo1!׳!e Gesänge, die Herr Oberkantor ß rau n ׳leitete!, füllten die :Zelt!bis .zum!nächsten.!Redner, Herrn Salomon ׳Schrieiber, Obmann!dies Befih Haimidrasüh •und des Tiferes Baclmiriim, ans. Dieser;Redlner dankte allen, die die Arbeit des Ti feeres ,Bac hur im Im •luteres1® der Jesdilwa-Badmrlm fördern und sprach׳ begeisterte Worte der Aneilferung an, die •Hinauisziehenden 0!benra!bbiner F. ,Brak (Orsianer Rav), der bei׳ jeder sich bietenden! Gelegenheit seine Sympathien׳ de!r thoratreue 11 .lugend■ Wiens gegenüber durch ,seine .Anwesenheit bekundlett gab •den JescbiwadBadiurlm In einer ttefdufdidaditen;Drosdio Qiariifuis mit. Herr Dr. Isidor R e i n inger, Vizepräses der Adas Jisrod, wünschte In!launigen Worten den׳ sieh 1211!r Erholimg i!;1 die gesunde ■Höheniuift des Sinai, begebenden; ׳jungen Freunden gute Reise und vollen Erfolg. Der Verlauf den Bantsehen ergab einen, dem moralischen sieh würdig an passe 11 de 11 matenidilen;Erfolg. In un1vergle;ich׳i׳i!cher;Stimmung, * die alt und׳ jung •im gleichen! ׳Masse erfaßt hatte, schloß die erbebende Feier,!nicht 0!h!1!e inodi die,'s ,nimmermüden iMIfarbeiters!Nathan Adler׳, dar nicht nur die Pässe besorgte, sondern •sogar die ׳Badmirlm bis In die Jesolviiwa geleitete, dankend ׳zu gedenken. Möge diiesies Fest der Anfang einer Reihe gleicher and!noch schönerer und größerer werden. S. S. Nürnberg. (AJPB.) Die Agudas. Jisroel-Jugendgruppen können von einem würdigen und eindrucksvollen Verlauf der Werbewoclie berichten. Der Reigen der Veranstaltuugcn wurde Montag, den 23. August; mit einem Begrüßungsabend im Saale des Luitpoldhauses eröffnet, zu welchem vor allem die Jugend und auch die ältere Generation sich zahlreich cingefunden hatte. Nach Einleitungsworten des Vorsitzenden der Jugendgruppe, Herrn Dr. Karl Meyer, sprachen Herr Alfred Klugmann für die Gemeinde Adas Jisroel, Herr Dr. Eisemann für die Ortsgruppe der A. J. und Herr Dr. Münz für den O. V. der A. J. J. O. Die Ausführungen der einzelnen Redner enthielten ein Bekenntnis zur bedeutsamen Aufgäbe unserer Jugend, eine Zusicherung ständiger Unter- Stützung, den Wunsch eines erfolgreichen Verlaufes der Werbewoche. Im Mittelpunkt das Abends stand das großangelegte Referat Herrn Rabb. Dr. E. Munk, Ansbach: ״Rettet unsere Jugend der Thora“. Von einem Midrasch ausgehend führte der Redner aus, daß das Grundprinzip der Arbeit unserer Jugend nicht im Strohfeuer einer flüchtigen Begeisterung gesucht werden dürfe, sondern beruhen müsse auf den zähen Willen treuer und ehrlicher Hingabe an unsere große Sache. Treue zu sich selbst, zur Seele unseres Volkes gälte es zu bewähren. Solchen Geist möge die Werbewoche in uns wachrufen und , stärken. Auf höchstes geistiges Niveau führte das tiefschürfende, der Form nach glänzende Referat die Zuhörer, die mit begeistertem- Beifall dem Redner für seine Gabe dankten. Sodann ergriff unser inzwischen erschieneuer Raw, Herr Rabb. Dr. Klein, das Wort zu einem Mahnruf an die Jugend. Die Werbewoche solle dienen der Propaganda nach außen, vor allem aber der Ve1״r innerlichung unserer Arbeit. Immer gefestigter, immer ־ einheitlicher •müsse der einzelne durch Agudas Jisroel werden. תמי□ תהיה solle die Devise der Werbe-; woche sein und auch die für alle Zukunft, für Einzel(״ und Gemeinschaftsleben. Mit stürmischem Beifall und einem Treuegelöbnis des Vorsitzenden an unsere Führet" fand der Abend in gehobener Stimmung sein Ende, ln ihrer Art nicht minder erfolgreich verlief Dienstag, den i 24. August, die gemeinsame Motorbootfahrt der Gruppen Nürnberg-Fürth nach Kronach. Der Programmpunkt Gesclligkeit, der ja für die Erziehungsarbeit der Aguda^ Jisroel unerläßlich ist, fand hier seinen glücklichen Ausdruck und erfüllte gleichzeitig seinen propagandistischen Zweck. Kostenlose Bewirtung trug nicht dazu bei, unsere Mitglieder vom Besuch abzuhalten. So war es eine stattliehe Gesellschaft, die heiter und vergnügt an Bord des Dampfers beisammen war. — Als nächsten Referenten der Werbewoche konnten wir Donnerstag, den 26. Augusf den rührigen Hamburger Allround-Redner, Hen-n Wolf S. Jakobsohn, begrüßen. Herr J. verstand es, in seinen warmen, voi; tiefster Begeisterung durchglühten Worten alle Zuhörer in den Bann seines Themas: ״Die Notwendigkeit der Organisation“ zu schlagen. Unter Zugrundelegung trefflicher דברי תורה wies er die Unentbehrlich.,*: keit des Zusammenschlusses aller Jereim zum Zwecke der Erziehungs- und politischen Arbeit nach. Für die heutige Zeit gälte או חברתא או מיתותא entweder Vereinigung oder Zerfall. Die Wirkung solchen Bundes und Bandes verstand der Redner eindringlich und iiberzeugencfl zu schildern. So ward sein Referat nochmals ein Aufruf dazu, die Stimmung der Werbewoche nutzbar zu machen für Alitagsarbeit. Herzlichste Beifallskundgebung folgte KÜRSCHNERMEISTER II., Schmelzgasse 6 Pelzwaren jeder Art - Prima Ausführung ־ Solide Preise > Samstag und isr. Tel. 75-801 Feiertage gesperrt Tel. 75-801 den! hervorragenden Referat. Mit Dankesworten schloß der Vorsitzende die Versammlung und schon mußte unser rastloser Herr Jakobsohn nach Fürth enteilen, um auch dort die Begeisterungsflamme der Werbewoche zu entzünden. Ein nachhaltiges Finale wurde für die Werbewoche als letzte Veranstaltung die Sonntag, den 29. Augusl in Ansbach stattgehabte Tagung des Verbandes der gesetzestreuen Jugendgruppen Bayerns (i. d. A. J. J• O.) in Ansbach, über die an anderer Stelle berichtet wird, Breslau. (AJPB.) Im Rahmen der von der Agudas Jisroel-Jugendgruppe Breslau veranstalteten Werbewoche ״Jugend und Thora“ fand ■am Freitagabend unter der be• sonderen Parole: ״Die Jüdische Jugend Deutschlands unc Erez Jisroel“ eine gemütliche Zusammenkunft statt. Mehl als hundert Damen und';Herren, füllten. die festlich geschmückten erweiterten Vereinsrämne, in denen rührige Ausschußmitglieder für eine gastliche Bewirtung Sorge trugen. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache des Vor sitzenden und den Gesängen einiger Semiroth gab das Mitglied der Jugendgruppe. Herr Gustav Freund; ‘einer

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.