Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 41 (8.10.1926)
- Date
- 1926-10-08
- Page
- Seite 284 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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mt 284 JÜDISCHE PRESSE Nr, 4| Borenstein & Markus Wien, II., Hollandstraaae Nr. 1 Telephon Nr. 46-7* *67 Werkstätte für feinste Herren« urid Damen- Garderoben nach Maß. Ohne Schat Ines Samstag und Feiertage geschlossen. Lieferant sämtlicher orthod. Vereinigungen. Warschau. (A.IPB.) (Der ■agu d is;!׳seihen!Arbeiberorsanlsatio<] iPoale -Atwlas Jisroel ist cs gefangen. Suren langgefegten •Wninscih. eine orthodoxe Arfeilerkiidhe in Warschau m erridh'ten. ,zu verwirklichen.!Das amerikanische Joint- Committee ftiat 211 diesem Zweck 500 Dollar tewilligt. Zwef) Millionen DolRür-Khmpatgne dar amerikanischen Hnpi! Bnith. 44 prominente Funktionäre des Ordens Bnei Britli hielten in Ctii'oago ei׳n־e!Konferen'z ab und beschlossen, eine Aufbringung ven 2!Millionen Doliiar eitraileiten. Der Ertrag der K‘;!1mp.ügr;׳e soll für die׳ Är!be1.t der Liga zur Bekämpfung des Antisemiflntniis, für die Bnei Brith-Anbeit in Palstina und für die ,jHlJ.f211-Fcmnd’at i on“, die 3!t1׳e .jüdische Bi'kluagsar'bcit nniter den jüdischen St11d;ente!\. der•• amerikanischen Universitäten führt, verwendet werdet!. '־ L Numerus clausus und der Völkerbund. Genf, 17. September. (J. T. A.) Es verlautet, daß der Völkerbund beschlössen; hätte, die!Frage des Numerus clausus in Ungarn in dcr^Septembe'rsessioii niciit mehr in!Behandlung zu ziehen; Herr,Luden Wolf hat im Narncn der von ihm vortretenen ׳Organisationen.,: ein .neues!Memorandum in dieser Angelegenheit ■'an den Völkerbund gerichtet. Zusammenkunft radikaler Zionisten ln Berlin. Am 31. August mn׳d 1. September!fand •in•!Berlin׳ eine!Kcmenen.z ifi'tlirewdeir Mitglieder der ,.Vereinigung radikaler Zionisten" aims verschiedenen :Ländern statt, die sich mit der zioniistlsdhen Lage ׳nach der A C.-Sitiairng beschäftigte. Philatiblplifla. (AJ׳RB.) Am 1. September fand liier da׳s erste große Masse n-Meet,’.ng der Agathas Jisroel ,unter Anwesenlileit, vc»1 Rabbiner Meir Don Rlot'zki aus Wlansahau und, den Herren Rabbiner D’actawitiz, Abralhaim GoWstciiw, Rabbilnbr Garflnkel und Rabbiner Rotllberg, als Vertreter der aimerikanil;ahen Ag!u dalei hing, slthtt. Das Meeting \var außerordentlich emdrnck'sivoll und propaganidfetisch besonders deshalb von Be- Uleiiliumg, we,l -,aucih ci’me• große •Zahl von Besuchern der A<us- Sterling in ■FSiÜadellpihiia aus allen jüdischen Zentren Amerikas daran! teiinabimen. Der Vorsitzende der A'gtülas JCsroel in iPhiitadelplhia ist Rabfbner Ü'ipschi'tz, ,welcher :das Meeting leitete. Der jüngsJe Beschluß der allweltlidien Mtsraohi-Koufcrenz, weicher!ln einer hiesigen Zeitung veröffentlicht war, daß das Vorgi-Len dies ameriklaniscfoeh• Misrachi und dessen 'Zusammenarbeiten m!l.t Steven• Wise gebilligt wurde, hat auch hier eine ßfcClifc Aimzahl vcin Mis.raclii'sten Veranlaßt, sich der Agada anziuisdi'ließ e!1. Die hebräische Universität!In Palästina wird eine Heim- Stätte der Bibelkritik.!Rabbiner Pro;!. Dr•!Felix!Perles ist a׳u!f •den. Lehrstuhil!für Bibe'jwlissenscibaft am , Judaiisfisühen foisWbut *d׳'elr Hebräischen! 'Universität!za Jmisatem!berufen!worden. Die Ueberfiilirung des Hauptbureaus des Keren Hajessod nach Palästina. Die Geschäfts! ei trag des Keren Hajessod in London hat alle Vorbereitungen getroffen, damit die Ueberfubrung des Hauptlburöaus des Keren Hajessod von London nach Palästina schon in den allernächsten Wochen erfolgen kann. ״ ׳ Jiiklische SclmSstatistik in Wien. Nach der Statistik von Dr. Leo G p'ldhannimier, d'i!e er in. der ״Wiener Morgenze׳iliung“ miittedt, 'ist der Prozentsatz de,r jüdischen Schüller an dien, Wii&Jlet ־Volksschulen eiin׳ von Jlnitr .zu Ja'liir steigender, wenn auch dlie Zahl der Sdliii'ler se’Jhsit infolge der Geburtenvienminderunig in den Katihastro׳p!hen1jahre11 kleiner geworden äst. Im 'Jahre 1914 'besuchten׳ ■die Wieber Volksschulen 230.918 Nidifcjtiden,' 19.482 Juden (7,78 Prozent); 1924 waren es 129.081 Niehtäirfen, l’L'635 Juden (8,25 Prozent). An den Mittelschulen i'st der Prozentsatz der.jüdischen. Scihtiiier ein!weit höherer. Das Gyttnas'i'i'jri wurde beisucht 1914 von 7015!Nicihtjuden, 4070 Juden (36,71 Proaenit); 1924 waren es S342!Niohtjuden, 4852 Juden (36,77 Prozent); d׳ic R'eälsdmien besuchten 1914 6186 N'chtiui'den, 1613 Juden (19,97 Prozent). Frappanter ko'mlmt ׳dfe.r Drang der Juden nach .Erlangung einer Mittels:hitllbUdung zum Ausdruck, wenn, ,man׳ ihren Anteil am Besuch aller Mittelschulen sb'i generis feiststen t. E!s waren• nämlich von den* Schäle,nn .aller Mitiielisclliulen 1914 13.201 Nichtjuden, 5594 Juden (41;61׳ Pro- Zent); 1924 14.805 Nichtjuden, 6465 Juldlen (43,66 Prozent). Interessante Ziffern über die jüdische Wanderung. Die ■ soeben erschiene ne!Natmmer 13 de.r ״Jüdischen!Emigration“ (Zeitschrift!des ,,,Erniigidirekt“ Berlin)!bringt auch das :Ergebnis ׳einer eingehenden ,Untersuchung des ׳Herrn Jakob L'&stsdrnsky über die jüdischen Wanderungen in den ׳letzten־ Jahrzehnten. •Nach den׳ Berechnungen Lestscblnskys sind •in ■dem Zeltabschnit: 1881 bis 3,648.5 1925׳Q0 Juden aus Osteuropa ausgewandert. Die meisten von •ihnen— 3*975.500 81,6■)־ Prozent) — ׳wandten• sich nach Amerika. 415.000 (11,4!Prozent) ■wandertenr nach den ׳westeuropäischen! ׳Staaten aus. 155.000 (4,2!Prozent) nach Asien, 85.000 1(21,3!Prozent) nach Afrika und 18.000 (0,5 Prozent) nach Australien. ...!Besonders ׳intensiv war die W1an׳de׳r׳un׳g׳sfoewpguug des europäischen׳ ’J׳uden׳tums ׳in der Zeitspanne 1900 ׳bis 1925. In dielen Jahren ׳wandten sich allein nach ׳den Vereinigten .niMiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimnfmfimrnmtitniiiiiiiiiiiiiithmiiitiMnimmimiimidiirefmnanmtmitimiintnfm.. בשי Fleisch u. Geflügel uqteii. Aufsicht der ערס ישראל (Schiffschüb^. Seicfiwirpii aus der Fabrik Gabriel Fische! ,, wie sämtliche Weine und n Spezerelvvaren כשר; UI. Bclc^rlitig‘, Wien, IX, Üechtensteinstrasse Nr. 117 Telephon 11• 6-82. —- Jede Bestellung wird telephonisch entgegengenommen und sofort ins Haus zugestellt. ־-ii.iiniiriii.iiii.iitriiVHiiiiiiiVu.iiiliiiii.iiiiMiiiinni.niiiiiiiniiuiilluullluulllMlluliililimimiiUItiikillillilltlilillttntr;MU1rlaer:1Hin«1eHkurs TVIeilCr Elnj&hHaef Handelsfcuri ■ Schul verein Kaäbsn und Mftdchsn Oest.Postspark.־Ktp,J.ß2.!Jj)9 i ־V-J i i •wi .fi *f IMm, II., Halxgaise f« Spendei far «Ias 4i|e9fe und grppßtn! Staaten 1,810.752 Juden, nach, Argentinien 125.13,1, Kanada 98.828. •Palästina nahm in den Jahren 1919 bis 1925 82.922 jüdische E’inVandcrcr auf. Unter ׳den! Völkern!Europas ze'clmeten;sich die Judendurch die relativ stärkste Auswanderung aus. Auf die Gesamtzahl der Bevölikeaihg ׳zu Beginn de«!awanziigsten Jalnlnuiderts bereclinet. beträgt die Auswanderung nach den •Vereinigten Staaten! •bei den Juden 20,6 Prozent, . bei! den׳ ■Polen nur 48,7 •Prozent, 'bei ׳den ,Litauerir 6,4 iP.rozemt.. ׳bei den Deutschen ,-24׳ •Prozent, bei den!Franzosen '1!,3!Prozent. Dagegen,'jist. die 1R.irakvva1^demng bei^den Juden äußerst gering. •In. dem Zeitäbsahhitt f908 bis 1925TVai1d6r’te1i■ a1׳is den Vereinigteni Staaten bloß 5.2׳!Prozent der während dieser Jahre eingDwanderten! Juden zuriidk.!Boiden übrigen Völkern ■war die Rückwanderung ׳bedeutend stärker und erreichte 1z. 1B. bei den Rumänen 76 (Prozent,!bei den־ Italienern 55;8 Prozent, •bei den Russen 50,6 Prozent,!bei׳ den!Polen 40!Prozent' und bei den!Engländern 19!Prozent. )Es ergibt sich somit hieraus, daß in den Jahren 1908 bis 1925 ■der zeilmte Teil der ganzen europäischen Judenheit nach den Vereinigten Staaten endgültig ausgewandert ist. Die Netto- ■ eiinwanderung der Palen! machte bloß 3 Prozent, der!Deutschen 1,1 Prozent, der Litauer und1!Letten 2,8 Prozent, der Ruthe neu ׳ und Russen 0,3 Prozent ihrer Gcsamtbevölikerung in 'Europa aus. Die jüdische!Einwanderung nach!Argentinien ׳in den A. TEITLER ^elzwaren Jeder Art i - Tel. 75-801• MÜRSCHNERHEISTER lli, SchmelzEass6 6 Prima Ausführung - Solide Preise - Samstag und Isr. Feiertage, gesperrt Tel. 75801ל י■ י - - ־^ -׳-■ ׳-»- ■ ׳ •-■ .—- Jahren 1964 bis. 1925 ״ betrug., 8^2׳ Prozent der Gesamteinwandernrng nach diesem Lande, die ijüdisciie'Einwahdefung nacli׳;‘!Kanada i,n den• Jahren 1900 bis 1925 betrug 2,5 ׳Prozent der Gesamte!Wanderung. ־ ־ in den letzten Jahren ist eine wesentliche Verschiebung der Ausw,andea1in'gsrid;?t1mgen der Juden! eimgetreten und. die. süidamerikanischeni Länder gawinnen immer mehr an Bedeutung. ׳Im Jahre 1925 wahderteii nach den• Vereinigten Staaten bloß 10.292 Juden׳ aus, nach ׳Kanada 4500, nach Argentinien 6920, nach Palästina 33.801.!insgesamt erreichte die jüdische Auswanderung in diesem Jahre die Ziilfer!vom!zirka 60.000,. ׳was bei einem Aus׳w.anderu1ngsbed'iirfn!.s von 300.000 •bis 350.000 ijährHoli ,als eine Misere auzusehen!!ist.!Mau maß damit rechnen׳, daß ׳i׳n diesem Jahre die jüdische Auswanderung auch ,diese Zahlen nicht erreichen wird, da d!ie Einwanderung mach iPailästina in Abnahme begriffen ist. Dagegen ist das Auswanderungsbedürfnis infolge •der. unaufhöfltidien ■wirtsohnftilichen׳ iKrisen in Osteuropa noch viel dringender als in den vorigen! Jahren. KM■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■ I Tschechoslowakei | Politische Wegezeichen 1. Geltungsgier. iMüssiggang ׳ist ider 'Vater manchen ׳Lasters, ln ׳einer Zeit, da ׳weder ein Zianistenkongreß noch eine Parlameuiswalil b2versteht und nidit einmal kigend eine Vcranl'assung zur ׳Hetze ..gegen• Orthodoxie •und Ag'uda in den. •faden AOltag eine Abiwedisil'uug •hringt, siclut’s •iim •zionistischen ,Leben! unseres Landes gar ,zu ilangweilig;aus. Unsere •Zionisten! wissen, mit ihrem!bißchen ״Judentum“ nichts amzufangen. Zumal wenn die ״heiligen Tage“ kommen ■und ׳auch in solchen!Kreisen eine Ahnung ׳vom •wahren! geistigen Gehalt des Judentums auttaudien lassen!, die sonst aus!Gründen der Bequemlichkeit und dar Seelenivecödung zu, :einer ׳pflicihtemlosen ״nationalistischen“ Einordnung ihres Judentums hinneigen, gähnt eine :furchtbare!Leere in den iHonzeri, die in!den! Tagen ■der!zionistischen ״'Hausse“ izam UobUrquellen voll sind. Zum;politischen Miissiggang voramt-eLlt sein, bedeutet •für diese ׳armen Menschen,, ihre ganze ׳Begeisterung für Juden! und Judentum aus einer •Sphäre •der ״priitrziipiieHen!“ Siedehitze bis auf bessere Zeiten nach idem Nordpol 111 Verwahrung gaben'. ,I!11 ׳diesem .Mtissiggang verfallen sie dann ׳au!f ■allerlei Gedanlkeiu die ׳ihnen1!die Möglichkeit!zu einer Beschäftigung schaffen •sollen. Kennen sie nicht Sagen ׳stiften•, so'׳soll׳ ׳es Unheil sein, nur den Eindruck einer ״Tätigkeit“ soll •ihfr IDateln e.nwecken. Das nennt man fei. uns ׳zionistische .,Politik“.!Einer solchen! ״Politik“ ,zmiiaba ׳!Sit man dann auch bereit,!alles!zu 01pfe.ru, woran •das iLebenisiuteresse von!Hunderttausenden! gebunden! ist. ׳In •ihrem Galtuugsrausch scheut man sich inöcht, selbst!die eigenen Losungsworte preisizugaben, nur ׳wissen ׳soll die Welt, daß e,s in dar Slowakei unter zionistischar ׳Aegide einen ״Volksvariband“ •und eine sich ״jüdische Partei“ nennende!zionistische Gruppe gibt. Alles, ׳alileis ׳wind belanglos, wenn• die Geltungsger einiger!Harren!bafried.igl .werden ׳wi1'!l. Und •unsere slowakische Judensdhaft muß den Rücken!!erhalten, wenn e,3 dann schief geht. Wir!werden auszu,löffeln haben, ׳was diese ,yP0!lit!:1k“ uns aiubrockt. Da .11׳at man jahreilang von dar ׳״Neutralität“ der Juden 'in den Fragen der Landespalitdk gasprochen. ׳Mag sein, daß in zionist'schen Kreisen dem Begriffe ■der Ncittralität ■ein Sinn gegaben wird, den man gemeinhin darunter nicht verstdü.!Wie denn sonst wäre es möglich, ׳daß die Zionisten mi׳t allen, Mitteln versuchen, in einem Staatsgebilde,!ln welchem Mehrheits- und Mkiiderheitsniationulitäten :mUelnan1d©r!ringen, die Juden als eine politische Mi!nderheits11׳ation׳a׳Htät zu stempeln und sie in ׳den Votdergruud!des Kampfes׳ um die Nationalitätenfrage zu drängen? Wir Nichtzionisten, die •den Zionismus und •seine pokfischen. .Lehrenaus tausend■־und ein Gründen ׳weit van uns weisen׳, wehren uns natürlich gegen diese künstliche Schaffung einer politischen!jüdischen Mlnderheitsaiationahtät und sind dessen gewiß, daß die ׳politisch;reifen!und. gewissenhaften Juden unseres Landes in ihrer überwiegenden׳ :Mehrheit polivisehe ,Neutralität gerade in den Fragen mit der ׳peinlichsten Genauigkeit bewahren wollen, in denen׳ ׳sie die Zionisten gegen Ihren Willen und ׳gegen •ihre Ueber,zengung aus der wohlerwogenen ■Reserve in den Wirbel dar ׳politischen nnd nationa len Leidenschaften •zu zerren sich bemühen. •So verstehen w i r den an sich gewiß richtigen Standpunkt der!poVitischen Neutralität und dar poetischen Zurückhaltung der Juden im öffentlichen Leben unserer ׳Republik. Was die Zionisten und namentlich ihre politischen Exponenten in der Slowakei unter diesen :Parolen sich vorstellen, haben sie •in einer mei1!sah׳!!ich , verständlichen Sprache .׳noch nicht gesagt und werden ss wohl kaum •sagen ׳können, angesichts der politischen׳..־und!nationalisti-! sehen Agitation, die sie im ‘Namen der ״bewußt jüdischen! denkenden Juden“ für ihre Forderungen in bezug auf ein | ״jüdisches MinderteItsvolk" 111 dar Tschechoslowakei vor be- | rufenen und uilbcrufenen Foren des In- und Auslandes •zu enit- , falten, sich erkühnen. Wir können •ihnen dieses Vergnügen | iiiviat uuigestört lassen. Zu viel■ ׳steht für das gesamte ■tschecho1 -׳ silowakische Judentum auf dem Spiels. Wir dürfen .es nicht ,!zut lassen, daß an maßgebenden Stellen eine falsche Anschaltung'-; über Gasinnntig und• politische ׳Elnsteliung der tschechoslawaki- ׳ sehen!jüdischen GesamthaH au den!Fragen des öffenflidaen 1 Löbens Platz greift. Die Zionisten •mögen die C)ef!fent׳licbkeit mit' ihren eigenen •Dingen so gut beschäftigen als sie können. In den A!1geiegeM!1ei;en •der Gesamtheit werden sie sich aiigemach dazu entschließen müssen•״ :such in der Zeit :,ihres ,poilti-!sehen!Müßigganges auf die Inter essen des Judentums ein wenig .Rücksicht zu nehmen, wenn schon ihr •Gewissen und das Gebot der WandiaftigKcit s'e vor sündhaftem Frevd mit dem jüdischen Namen, den sie slei! beilegen, nicht zurückhaltend!Es ׳ist hoch an dar •Zeit, es den Zionisten endlich baizubringen, daß es nidit gestattet ist, alle politischen Uncnaniereu ans fhrejr w,!ass1'׳m׳;!,a'ton!!!sc.h2׳n“ lEn'livv.'.ck.'iunr’tsiz.ci’t iiintwr ״nationabr“!Marke belzubel1a׳lten.- Die jüdische Oe'ifenitiichkeit muß. die Heroen vom ״Volksverband“ und von der' ״jüdischen Partei“ darüber •belehren,, daß es der Gesinnung und den Wünschen,!der t׳sdhee,1101sll10׳wakiso"1en Jude!:schaft ke׳t:1:esiw:gs entspricht, aats politischer Arbeltslos'igkeT ׳die Schranken der Z'Ur.iiicWi'al'tung zu durciiibreohen! •und 1׳ ונס gegen all en Geboten d er Besonnenheit!zu!den G r u nd f r a g e.n d׳e!r S:&a׳ai/s 0׳r d׳n 11.!;1■ g a 1 s!j iid׳i3׳ ch e So,n;d crgruppe eine S׳t e I!111 ngn ahmte voreilig •11 er •au 8־ zur ordern. Wir Juden haben iibe!r׳a׳ll u!n;d iui. ■a׳!ten! Lebenslagen) unsere iBiirgerp;׳licht treu und geisinmungsstark .zu •erfiülilen. •Aber äl.uß erste Reserve ist uns :kategorischer Imperativ der Leb ei ׳.sinteressen׳, narnentli.h dort, wo unhellsschwangere!Probleme um Horizonte sichtbar ׳werden. Wir werden nicht säumen dürfen, es als Verbreche« .am Judentum ׳zu brandmarken!, wenn es von seiten gewisser politischer Gruppen •im zionistischen Lager als zulässig erachtet werden sollte, zu den großen Fragen der Staatspolitik im Natnen der Gesamtheit oder als organisierte Gliederung dieser jüdischen Gesamtheit das Wort zu ergreifen, nur >a׳us dem Grunde, ׳weil!ütifolge Ider Sch'wleriglkelteni, die sich! gerade wegen dieser umnöflgen׳ Stellungnahme für die gesamte Judenheit in der fsehecihosloiwakiischen .!Republik ׳ergeben könnten, von den •zllonistischen״ ׳Politikern“ gehofft!wird, daß sich ״,auch d i e i ,n! d 011 e in t' ■e m J u!d e n i n m a n c h a n ‘G!e g e :n d e n d.!e,r S!1 0 w ak e i. d,ann. d:er.: J i'1 ׳d i•s che u Pa,r4e!1 z u- ,wenden wii!rd2׳u.“ Es i׳st ttiiclit förderlich, heute schon deutlicher zu weredeh. Diejenigen, cl'e es betrifft, mögen gewarnt ׳sein! C Lv i s J!u ■d׳!u׳s1׳ts. Agudas Jisroel in Nove Zamky. Unsere Aguda- Ortsgruppe hatte am שמיני ע צ ר ת e!ne gut besuchte Generalversammlung unter Vorsitz ihres verdienstvollen Vorsitzenden Herrn Hermann Löwy. Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Josef Tigermann benützte auch diese \Gelegenheit, lim seine Begeisterung für Agudäs Jisroel zum Ausdruck zu bringen. In einem gediegenen Vortrag erläuterte er die große Bedeutung der Agtijda für dje ji'tdisehe Gemeinschaft und für das orthodoxe Judentum und eiferte die Mitglieder au, den Prinzipien der Aguda treu zu bleiben und ihnen zum Siege zu verhelfen. Herr Löwy berichtete über den Stand der Ortsgruppe und ihre1 Tätigkeit sowie über die Entwicklung der Gesamt- Agada. In der nach einer eifrigen Diskussion vorgenommenen Neuwahl, wurden folgende Herren in den Vorstand.der Ortsgruppe gewählt: Rafael Kohn (Präses), Hermann Lö\yy (Vfyepräsös),' Gaspär Bin et h (Kontrollor), Aron Braun (Kassier), Samuel L Ö w y (Schriftfühirer), Julius Herzog und Jerem. S i 1 be r m a n n (Beisitzer). Sijum auf ש? ס in Bratislava, Am 25. Tischri fand im Verein ״Agudas Reim“ (Verein heimischer Bachur!m) die halbjährlich erfolgte Verteilung der DtD D.QO unter den Mitgliedern bei reger Anteilnahme statt. Nach einer begeisternden Ansprache des Aktiönsleiters Herrn Juda Donath übernahmen die Bachurim die Aufgabe, bis zunf Beginn des nächsten זמן je eine מ □ כ ת א zu vollenden. Darauf folgte der יו□ היש״ס D, an deh I2Q jBachurim teilnahmen. Bei der Mahlzeit sprachen die Herren Juda D oh a t h, Chi j. Weisz, D. Ungar und Salpmon Fischhof (aus Sevljus). Letzterer gedachte auch pietätvoll des jüngst in jungen Jahren verschiedenen Objrna.nnes des Vereines Heinrich Grünsfeld U Gesänge und fröhliche Unterhaltung beschlossen das schöne Fest, das den Mitgliedern ein Ansporn zum fleißigen Lernen im beginnenden 1 מ ן sein wird. ßtäühenl billig, binnen 24 ״Stutläen, evenineh sofort. Aufnahme täglich von 8 bis 6Uhr abends * ־ Sohhtäif von 9 bis 5 Uhr . ־ Kun*tanstaltJ osef Rehberger, Wien, IX., Grtlne Torgasae Nr. ts