Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 41 (8.10.1926)
- Date
- 1926-10-08
- Page
- Seite 282 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2629891-2630148-2630185--2379-2634258- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 282 '0 reines Jltwimmfff mmm aus n כשר St Kohlen-, KoKs- und Holzgrosshandlung I. Wallnersfraße 8 Tel. 69-3-46 m ® m ® m ® © © © ® 13 13 Oherschlesischer Hiiltt 13 Englischer Anthrazit lallart- und Bundholz sowie Sack- und fuhrenweise Belieferung von 100 kg aufwärts franko Keller und Küche!Plombierte Säcke und Kontrollorgan bei der Zustellung! 2 ol des Fakturenbetrages für jüd.Ver- Io eine nach freier Wahl des Bestellers ■ Bim3e Preise! Billige Preise! □ □ ■ □ ■ □ ■ □ ■ □ ■ □ ■ □ Die aohönaten und modernsten atnrscheitel und □ 8 Haarersatsteile: ם ■ □ ■ □ ■ □ ■ □ ■׳ □ ■ □ werden erzeugt durch das altrenommierte führende § Haus In Dauerwellen und Haarfärben ם FRANZ EMBKER : Spezialperückenmacher und Damenfriseur Wien, I., Mahlerstrasse Nr. 5 Telephon Nr. 77-0-54 □ ■ □ Seit vielen Jahren das anerkannt beste נשמה־־ליכט Man achte auf die ges. gesch. Marke ״Hygien. Königslicht“ u. Name Schulz. Fabrik und Bureau: XIV., Braunhirschengasse 3 Generalvertretung u. Lager für die Tschechoslowakei Stern Mor & Sohn, Galanta. :• V .i;1■; ,; .. ■. * JÜDISCHE PRESSE Nt:. 41 . jüdische Palästina wijre, wenn die gegenwärtige arabische Majorität des. Landes in eine Minorität gedrängt werden würde. Glücklicherweise hält Prof. Oppenheimer diese Möglichkeit für nicht gegeben. ״Das Tempo einer Einwanderung wie es während der vierten Allijah einsetzte, sei nicht dürchzühalten und da die j ü d i s c h e F r a 11 in Palästina nicht geneigt sei, sich zum K inderaiitomaten d e g r ad i er e n zu lasse n, sei. mit dem e n o r tn & h• K i n d e r z u \v a c 11 s der Araber nicht zu konkurrieren.‘‘ Man versuchte zuerst dieses vernichtende Urteil, rdas den zionistischen Politikern tind Propagandisten sehr unangenehm ist,■ein bißchen schön zu färben. Das Wiener zionistische Tagblatt leitete z. B. den Bericht .über den Vortrag Oppenheimer mit folgenden schmeichelhaften Worten ein: ״Der berühmte National- Ökonom und Soziologe Prof. Franz Oppenheimer hielt gestern über Einladung der österreichischen Keren- Hajessod-Komtnission . im dichtgefüllten Mittleren Kon־ zerithaussaal einen sehr interessanten, ׳scharf ׳paiintfärben Vortrag über seine Studienreise durch das jüdische Palästina, über welche er auch der zionistischen Exekutive einen Bericht erstattet hat, der demnächst publiziert werden soll.“ Nach dieser Einleitung, wie nach den weiteren־ Ausfiihrungen des Berichterstatters würde man nichts Böses ahnen. Man glaubt einen vornehmen Zionisten vor• sich zu haben, der seinen Katheder verläßt, um im Aufträge der zionistischen Exekutive eine Expertise zu machen, und außerdem noch seine Anwesenheit in Wien benützt, um seinen . berühmten Namen in den Dienst des Keren- Hajcssod. zu stellen. Leider gibt es jedoch in Wien noch andere Zeitungen, die kein Interesse daran hatten, das Referat Prof. Oppenheimers in einem anderen Lichte, als es der Referent gemeint hat, wiederzugeben. Selbstver-' stündlich bereitet das dem zionistischen Weltblatt keine Verlegenheit, und alsobaid ward aus dem berühmten Nätionalökonom ein Manu, der nicht fähig ist, über Palästina ein Urteil abzugeben, weil er kein Zionist ist uncf somit ist er außerstande, zum jüdischen Aufbauwerk in Palästina die richtige Stellung• zu nehmen, und da er nicht Hebräisch versteht, so konnte er Land und Leute auch nicht richtig beurteilen. Besonders heftig griff Ruhen Breinin, der‘Sonntag darauf einen Vortrag über das russisehe Koionisationswerk in Wien halten sollte, Franz Oppenheimer an. Wir glauben, daß diese zionistischen Stellungnahmen zum Vortrag Oppenheimers dem jüdischen Aufbamverk m Palästina mehr geschadet haben, als der Vortrag Oppenheimers selbst. Der zeilungsgläiibigste Leser muß aufhorchen, wenn man binnen vierundzwanzig,Stunden aus einem gefeierten Gelehrten einen Ignoranten macht. Von Oppenheimers Vortrag konnte jeder vernünftige Zuhöre!• nur den Eindruck mitnehmen, daß die Kolonisationsarbeit in Palästina bisher schlecht betrieben worden ist; sie muß eben rationeller gemacht werden. Zuhörer, die wohl keine Professoren für Soziologie sind, aber doch Einsicht in das menschliche Gescllschaftsleben besitzen, haben wohl für sonderbar gefunden, daß Prof. Oppenheimer die politische Sicherheit in Palästina in der gewollten Unfruchtbarkeit ' des jüdischen Weibes int Gegensatz zu der ״rückständigen“ Fruchtbarkeit der arabischen Frau gewährleistet sieht. Aber noch immer könnten die sich denken, das Prof. Oppenheimer eben ein moderner Soziologe, aber doch kein grimmiger Gegner des Palästinaaufbauwerkes sei. Also im großen und ganzen hatte man den Eindruck, daß Oppenheimer ״gegen die Schwarzseher“ spricht, daß es in Palästina wohl Schwierigkeifen gibt, daß in Palästina Fehler geschehen sind, aber daß die Sache gemacht werden kann und muß. Wenn ■maii aber auf ■die!Berichte und Vorträge der zionistischen Zeitungen und Zeitungsmacher angewiesen' ist, so gewinnt man einen tiefen Einblick, nicht in die Notwendigkeiten des Palästinaaufbaues, sondern in die Werkstatt jener, die aus dem Aufbau Palästinas ein Geschäft machen möchten. Derjenige, der Palästina anpreist, ob Jud oder Christ, ist groß, gelehrt, weitherzig, also mit einem Wort — Zionist, wer die Dinge in Palästina nüchtern sieht, und seine Ein* drücke der Oeffentlichkeit mitteilt, der ist uhjiidischi, ignorant — Antizionist. Mit gleicher Unduldsamkeit und Ignoranz wird über die Krimkolonisation debattiert. Raben Breinin hat am eigenen Leibe erfahren, was Unduldsamkeit ist. Seine vierzigjährige, ■im Dienste des Zionismus zurückgelegte Vergangenheit, hat ihn kaum vor dem Bannfluch der Zionistischen Eiferer retten können^ die es ihm sehr übel nehrnen, als er ein-gutes Wort für •das russische Kolouisatioriswerk einlegte. Breinin faßt die: Kolonisation in Rußlatid als elementare Bewegung auf*' alft einen Sieg des zionistischen Gedankens, nämlich die Rückkehr' des jüdisehen yolkes, nicht nach Palästina, sondern zür produktiven Tätigkeit. Eine solche Umdeutung des zionistischen Grundgedankens wird in den dogmatischen Kreisen des Zionismus als Ketzerei betrachtet. Jene radikalen Zionisten, di!e .sich 11!i.ahf genug gegen ■die ,jKeitz©rpi׳ecftiersi: und1 den Dogmatismus“.des thoratreiien Judentums ereifern können. Verdammen mit der selbstverständlichsten Miene der Welt alles, was nicht in ihren Kram paßt. Wenn nun auch die Welt nach dem berühmten Sprichwort mit wenig .Vernunft regiert wird, die jüdische Welt kann doch nicht mit so geringem Verstand beherrscht werden. Die jüdische Oeffentlichkeit hat Vollen Anspruch darauf, die Wahrheit sowohl über Palästina,, wie über Rußland zu, erfahren. Jene, die es für notwendig halten, das . Volk mit sehti-> mentalen und schöngefärbten Nachrichten . einzululleu, schaden der guten Sache mehr, als sie ihr durch ihre kindischen ׳Methode nützen!können. R. Jüdischer Sammeltag in Wien. ׳Erlebtes von Emil Prager, Oberprokurist i. P. ■Mau sieht nicht besser, wenn mau sich Scheuklappen anleg; oder den Kopf jn den Sand steckt. Darum .soll hier über jüdische Wohltätigkeit gesprochen werden, selbst auf die Gefahr hin, Bekanntes zu wiederholen- Vielleicht wirkt es dodh, aber dazu schweigen', lifc'ße den Ehrenschild des Judenturns beflecken, jenes.Judentums, unter dessen Sprüchen dieser einer der schönsten ist: Wern dir jemand die Hand bittend entgegenstreckt, lasse sie sich nicht leer zuriiekziehen. In medias res. Man hat unlängst eine öffentliche Sarnm- Jung für jüdische Kinder veranstaltet. Selbstverständlich wurden dazu die in einzelnen Bezirken •wirkenden! 1isnielrtisaheui Fraueinvereine her an;1e zogen, dieselben Firaueaveneiine. die ttrcw?, stebemibe.i gesagt, von .amtlicher Seite gerne von oben herab behandelt. Aber es ist naheliegend, sich der Mütter zu bedienen, ,wenn inan etwas für die Jugend, tun will. Da begannen scheu die Schwierigkeiten: Die Kartothek mS-fc den Adressen dler begüterteren jüdischen Stemenzahter, am die man sich wegen einer Spende wenden sollte!. war ungenügend. Nichts Menschliches ist׳ vollkommen, also wird ein Vernünftiger auch hier mit Lücken ■rechnen. Aber warum fehlten;in/ einer einzigen Gasse gerade die zwei reichsten iFamfl'iien,!die!zudem allie Wiener und •lainge in demselben ,Hause wohnhaft sind? Früher war es weniger einfach, aber dafür gründlicher. Weil man kein Adressermateriäl hatte, ging man, zum Hausbesorger, erkundigte sich dort um die Namen der jüdischen Parteien׳, so daß daun wirklich beinahe adle Heranziehbaren im Netze zappelten. Weshalb wir diesen nicht geradie zarten׳ Ausdruck gebrauchen■, -wird׳ sich später!erweisen■ Es hat sich aber auch etwas anderes gegen früher geändert. D.ie! bestellten Sammlerinnen •führen nämlich ihre Arbeit nicht immer persönlich durch. Einige unter ihnen sind auf die Idee verfallen, Kinder mit ,dieser Aufgabe zu betrauen, und der Erfolg soll kein schlechter gewesen sein. Die■׳ Jugend zeigt manchmal mehr Einer und Ehrgeiz, macht sich aus den Grobliehen der Angesprochenen nicht viel, übt Zudringlichkeit des höheren Zieles wegen und sie,11t die ganze Angelegenheit eher als ein!.‘ Spontsache an. wo es heißt, Rekorde zu erreichen. Einige Frauen wählen den goldenen Mittelweg, sie benützen die Kinder für das Aufsuchen der Masse und gehen selbst nur dorthin, wo sie größere Aussichten vermuten und durch ihr pemsönl'icheis Er,seihei׳n!2!n. mehr!durclhizmisetizen hoffen.!Im Gironde, genommen Ist ׳die Entscheidung über die einzusclilagende '״Schnorrpolitik“ ■eine Frage des Temperamentes. Vom Grafen Engen Kinsky, einem der Präsidenten der eben aufgelösten Anglobaok, stammt das kluge Wort, daß man in geschäftlichen Angelegenheiten, kein Recht habty den B&leidigten zu spielen. Dasselbe .gilt, vom jenen, die zu sammeln beauftragt sind1.!Eine gescheite Frau wird sidi nichts daraus machen, wenn man sie trotz ihrer besseren׳ Kleidung und des deutlich angegebenen Zweckes vor der Türe, zwischen Tür •and Angel oder im Vorzimmer stehen .läßt, ׳mm sie dann miit nichts öfter so viel wie nichts, abiziehen zu lassen. Wenn man sie wieder- Ein Wahrzeichen der Orthodoxie in Alt-Wien. Von׳ Dr. Josef Löwy. Mitten! im Heozen der!Inneren Stadt, fern vom ׳Lärm der Hauptstraße, liegt eine «?fiUte ׳Gasse, schon■ i:n!der miffelaite׳r׳lichen Chronik Wiens oftmals erwähnt: die;Sdröntoteirngasse. Gerade den! in!der iLokalchronik so berühmten IBasiliiskenhains gegenüber, an dessen!Front noch das sagenhafte Ungeheuer abgebidet ist,;kündet i,n der (Höhe des ersten Stockwerkes eine große .Tafel mit einfachen!Lettern an, daß ׳liier in .dieser ungewohnten Gegend, in der unmittelbaren ‘Nachbarschaft' der Kapelle ׳des Stiftes Heiligenlkneurz und!der Jesuitenk!reihe sicli ein ב י ת הכנסת befindet. Und in der Tat!war es ׳jüdischer Opfermut und Gemeinschaftssinn, un׳erschiitteirliche!Liebe zu der Art der Väter-, welche vor 75 Jahren in!diesem Hause eine Stätte reinster Andacht in Verbindung mit ■einem!Beth iHamidrasch erstehen! ließ. Jahrzehnte hindurch ׳war. die Schönlaternsdiul!der Brennpunkt des religiösen Lebens der glanibenstreuen Juden! der Inneren Stadt, welche damals noch i.11 diesem!Bezirke konzentriert waren. Aber mit der fortschreitenden Industrialisierung der Betriebe und dem durah!den! Bau der Eisenbahnern gesteigerteil Handel und׳!regen Verkehr vergrößerte sich die Zahl der jüdischen!Bewohner Wiens, die besonders aus ׳den damaligen Provinzen! Böhmen, Mähren. Galizien und! Ungarn in׳ die Ha11.ptstadt gekommen! waren!, bald hatte die LeoipokLstadt die ,größte Zahl der ׳jüdischen Einwohner aufzuweisen und so entstanden sei!t den Siebzigenjahren des vorigen Jahrhunderts Synagogen und Betiiäuseir!. ,welche bald, ,was die Zahl der Besucher anibelangt,!die Scliönlaternsciiul überflügelten.!Aber der iahen Schönlaternsc'hul gebührt auch heute die ehrende ׳Bezeichnung der ältesten orthodoxen ״Schul“ Wiens und! ׳wer diese shrwiirdige Stätte der Andacht aufsucht, wird sich des eigentümlichen Zaubers und der eimdracksivoilen Stimmung dieses Gotteshauses schwer erwehren können, ■Klangvolle (Namen waren es, welche dieses Gotteshaus begründeten und förderten!. Männer, welche wegen'׳ ihres geraden! Charakters >u«1d' ihrer aufrechten jüdischen Gesinnung in hohem Ansehen standen und einer ׳solchen G׳eineinde entsprachen! auch die geistigen׳ Führer. Da ׳war der alte Wiener Raw Elazar Horowitz, ׳dessen Name ׳weit über die Grenzen; der ganzen! (Monarchie Achtung genoß. ׳Ihm folgte als' .Rabbiner Moses ׳Lob iKohn, Vater de,s als Porträtmaler und Rötelzeicihner so berühmten ,David Kolm, bekannt durch die Klarheit seiner talmudischen Lesevortäge.!Mit .Rabbiner ,Aoran Friedmann, der in gleicher Weise durch, sein umfangreiches talmudiisches Wissen wie auch als •Grammatiker und kritischer Schriftsteller bekannt war, :fand' die ׳Reihe der bedeutenden Lehrer dieser!Gemeinde ihren ,Abschluß. Seit einigen Jahren fungiert de,ץ ehrwürdige ■'Dberraibibinar. der Schiffschul• gleichzeitig als Ober-rabbiner :!der Schönlaternsc'hiil und ״ln seiner •bekannten Gewissenhaftigkeit!nimmt Oiberrabiblsier Fürst die Pflichten dieses Amtes, sehr ernst ,auf sich und ־Wenn ־ er im allgemeinen Feiertagspredigten •aus dem Weg geht, so liebt er es, gerade zu■ den Feiertagen׳ seine Gemeinde •in der flaueren Stadt aufzusuchen. ein Ereignis, ,welches natürlich ׳zahlreiche Gläubige und Verehrer!seiner Person aus der iLeapold׳stad t in die Schänlatarnscbul zieht. Die Haskarali am Sclicmini .Azerethfest war in der vergangenen W-oohe ׳für ׳den! Oberraibbiaer der Anlaß, um sich au diesem Tage als Redner in der Scbünilatarnsdhut anzmsagen. Masikirpreldigteui ■am Schemini, Azcrethtage sind immer eine heikle Angelegenheit, denn am Sc'hiiußfest!das biblische Gebot der Freude durch wehmütige Erinnerungen ׳an teuere Verstorbene trüben ׳zu wollen, fließe die!frohe Festesstlmmung bewußt . zmrüokdiningen׳, um Empfindungen! auszulösen, die nach 'jüdischer Auffassung beim ■Gottesdienste eher ferugehalten sein sollten. Aber schon■ die ersten Worte des ehrwürdigen!Redners, dessen gedankenreiche und!sorgsam gewählte Ausführungen auf die zahlreichen! Anwesenden sichtlichen Eindruck machten, zerstreuten alle Bedenken und waren geeignet, die vorher,rsehende Festesstimmung in ׳erhöhtem ■Maße zu verstärken. Die Namen unserer Lieben, welche wir anläßlich der heutigen Haskarali vernommen׳ haben, fordern ׳uns auf, Rechenschaft abzugeben, ob ,wir auch allen religiösen Rfliditeni getreulich nachgekommen sind, welche wir vom Ertönen!!des ersten Scholartones vom Neumond des E!ul bis zum Fest!der Thorafreud׳e zu erfüllen׳ haben. Gerade die Zeit der Freude, :das Lanb’hütfenfest, spornt lins zur regen!Pflichterfüllung an, denn die Thora befiehlt uns:, ״Ihr sollt euch am ersten Tage die Frucht vom Baume הדף nehmen׳.“ Eine feinsinnige, Deutung des Midrasch ׳erklärt auf den Einwand, daß die Suskkoth ׳am 15. und׳ nicht am 1. Tage des Monates falle, mit dem 1. Tage wäre der 1. Tag der neuerliche 11 Zählung der Sünden gemeint, denn ■das Fest mit »einen mannigfaltigen Vorschriften wäre ׳ein Prüfstein für die Auffassung der Erfüllung der religiösen Pflichten. .Peinliche Beobachtung der Gebote und!eine bestimmte Aktivität bei der Ausübung ׳denselben׳ — das ■lehrt die kategorische .Aufforderung ״ihr sollt euch nehmen“ -- war stets! der Grundsatz aller giambeiBfreuen Juden, denn bei Vorschriften von piriinziipieller und grundlegender Bedeutung, wie beispielsweise die Heiligliaftung des Sabbates, gehe es nicht an, jedem einzelnen die Freiheit׳ seiner Handlungsweise nach ׳eigenem Ermessen mm-