Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 41 (8.10.1926)
- Date
- 1926-10-08
- Page
- Seite 281 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE PRESSE ORGAN FÜR DIE INTERESSEN DES ORTHODOXEN JUDENTUMS. Redaktion u. Administration! Wien, II.,Leopoldsfasse 26, 1. Stiege, 1. Stock. — Tel. 45-4-94. Tschechoslowakei: Bratislava, Postfach 140. ■racheint jeden Freitag. — Redaktionsschluss: Ffir Artikel Sonntag, für Nachrichten Montag. Abonnementspreise: Ganzjährig: Für Oesterreich S 12 Tschechoslowakei tschech. K. 70, Einzelnummer öst. Gr. 40, das übrige Ausland 2 Dollar. Zahlungen ffir Oesterreich! Postsparkassenamtwien, Konto Nr. 13.45S; fSr Polen: Postsparkassenamt Warschau, Konto Nr, 190.409; ffir Ungarn! Postsparkassenamt Budapest, Konto Nr. 50.170; ffir Tschechoslowakei: Postsparkassenamt Prag. Konto Nr. 53.386; ffir Jugoslawien: Postsp.-Amt Agram, Ko, N. 40.217; ffir die Schweiz! Postscheckkonto Zürich VIII. 4117; für Deutschland! Postscheckkonto Berlin Nr, 122.619 Mr. 41 Wi«n-B1*atis1flva9 8. Oktober 1926 ♦ב״ה וינדדפרעססבורג לי תשרי תרגו״ו 12. Jahrg. Chronik den Woche■ Der erfolgreiche Kampf der Orthodoxie in Erez Israel für ihre Gewissensfreiheit, lieber siebentausend Familienväter petitionieren für die Rechte der Orthodoxie. Jerusalem (AJP1B.). Dank einer hingebungsvollen, energischen Propaganda- und ׳Aufklärungsarbeit erreichte die Petition des Waad Hoir Hoaschkenasi und der A g u d a für die Erfüllung der Forderungen der Orthodoxie in Sachen der G e m e i n d e g e s e t z g e b u n g über siebentausend Unterschriften. Dementierung der Meldung über Unruhen An Jerusalem. Es liegen minimehr direkte Nachrichten, aus Jemstatam vor, dte die MieMtung ■der ״United Press“ iiibcr antijiiiditecte Unruhen, die am ersten Rosdiaschoudi-Tase vorgekomimen und bei Vielehen drei׳ Jaden getötet ini-d! vier 'verwandet ־ sein sollen, a1׳ß ©ndfebtet bezeichnen. In Jerusalem herrsdhte am Vortaje des Rcischaschonoih-Festes. sowie in den׳'RoScha'ichcnoih-Tagen selbst Ruine. Was war in Jerusalem am Vorabend des Rosch ׳Haschono-Tages gescliehen? ,.Pafestine Bulletin” gibt eine Schilderung der Vorgänge, die sich am Mittwoch, den 11. September, abends in Jerusalem abspielten und den 'Anlaß zu dem von der United 1P!reß verbreiteten, ominösen Telegramm gaben. Danach handelt es sich keineswegs um einen irgendwie nationalistisch betonten Exzeß von Arabern auf Juden, sondern lediglich um eine zufällige Straßenszene. Vor dem ״Ziou-Cinema“ standen einige jüdische!junge;Leute. Es entspann sieh ein Wortwechsel mit einigen in der Nähe stehenden jungen Arabern. Als die Araber ihre Stöoke schwangen, um auf ihre jüdischen •Gegner loszttschlageu, kamen andere junge Juden ihren bedrängten Genossen zu Hilfe und die Araber mußten fliehen. Einer der Fliehenden zog einen!Revolver und feuerte einen Schuß ab. Kinder der jungen Juden wurde von der Kugel am Arm getroffen; ein anderer!junger Jude erhielt einen Messerstich in der Hiiftge-gend. Die Araber flohen, verfolgt' von der Menge und der Polizei. Es gelang, einige der Flüchtenden festzunehmen. Sie wurden ins Gefängnis!eiiigeliefert. Jüdische Einwanderung in Palästina im Jahre 5686._ Mit den etwa 900!jüdischen Einwanderern, die im August nach Palästina kamen, erreicht die jüdische Einwanderung im Jahre 5686 die Zahl!21.280, das heiflt einen Monatsldurchschnitt von beinahe 2000 ,in dieser Berichtsperiode gegenüber einer monatlichen Durchschnitts,Ziffer •von 2600 im .vorhergehenden Jahre. FrajikiUrt a. M. (AJ1PB.) Unter dam Eindruck eb1.es Appel'les d'er agmdOstlsdien! Rabibtucrs Palästinas itir das dortige Sdhiiliwerk der Agubas Ji’sroel wurde am .12. Saptemlber au:f •Mtöatiive der Frankfeirter Aga das. Jilsroöl. Orts- und Jugendgr'uppe ein 30gl׳ieldr!;ges Erera JisroeiHKomifeie. für Fr.an'k1.urt a. M. gegründet, w!eld1es es sich zitir Aufgabe setzt, Imierlialib der liitesi'gen Aguda ׳die Erez Ji'sroel-Aritfeit zu fördern• wild du reih regelmäßige Besprechungen :n größerem Kreise sie auch ideell zu vertiefen. Kolomea. (AJ1PIB.) Unter Leitung von Herrn Dr. B. Faß He r-iKoloiireta, sind in isßimitlicben Gruppen׳!der Agudas Jisroel in Galüzlen für .den Monat Tisdiri Samum)u!ngen für das SclMiwerk der Ägudas JOsroelin Erez Jisroel'eirgeleitet werden. Der ln allen Städten veröffentlichte Aufruf der palästinensischen Rabbfnen Jiatfe •zur Folge, daß eine große Anzahl' von Bothe Mi'ldiroschfm beschloß, sämtliche T110,ra(speniden an den Feiertagen dlem palästtnensischen Scllmlwerk zur Verfügung zu stellen. ׳ ' Jerusalem. (AJiPB.) Am Mittwoch, den 15. EM haben Vertreter •der agudiistisdisn ArbeiJerorgawisation, in! Palästina (!Rodle Agudas Jisroel), bestehend auts. iefen Herren׳ Breitstem- Jerusalem und Liwasis.er-Te'LAwiw,, eine Reise nach Europa!angetreten, rm dort ,für Zvbe.ke ihrer Organisation tätig zu sein. Die!Herren werden zuräclist Polen un!d! dann Rumänien hesiicihien. Petach Tikwah. (AJPB.) Zu Beguti des Ellal-Monats wurde ein zelmgliedrlger Ausschuß, hauptsächlich aus älteren Kolonisten bestdierld!, zu dem Zwecke gebildet, •dem Uebieriihnidnehmen der Satbatentweihung mit atllen legalen Mitteln entgegerizaitreten׳. Der hiesige Fußballklub hat zugesagt, in Zukunft wie bisher nicht wieder am Sabbat Karten zu vorkaufen und auch sonstige Sabbatent'wbfhuing auf Steinen Spielplätizen in Zukunft zu unterlassen. Man hofft, daß das Beispiel von Betaäi Tikwah, der ,größten Kolonie, auch im übrigen Ausland Nachahmungen finden wird. ■ , . Der Chef des Pälästänensiifcchen Emwanderungsa'mtojs in WSen. Der Chef •des Ein/wander 1111 gsdeparterri-3nts der Palästirh-Regferung, M. Albert Hyamison, ist am 14• d. abends in Wren .ebigetroffen. Mr. Hyamson ist auf einer Studienreise durch die wichtigsten .Länder Europas begriffen und hat sich zuletzt in Prag aufgeblähten. ׳ Selbstmord der Aerztin Dr. Alisa Messel. Jerusalem, 30 August. '(J. T. A.) Dr. Alisa Meisisel, Aerztin der Arbeiterkrankenkassß 1(.Kupat Clio&im) im Haiifa, beging Selbstmord diurcJt .Einnahme von Mcrphiiuim. Mildere Strafen für die demonstrierenden Arbeitslosen. Die iMifteithiitig, •daß die 13 Arbeitslosen, die .in den!Bureaus der .Zionistischen. Exekutive eiinen Tumult veranstalteten,!211 •je 10 Tagen Gefängnis verurteilt worden!sind, hat sieh als übertrieben herausgestedt. Das ׳soeben veröffentlichte Urteil lautet aiuif ׳je einen Tag G׳elfäu@n.iLs. Es verlautet •fermer, daß die Verurteilten nklht des Landes verwiesen werden würden. Der neue syrische Oberkommissär tritt im Oktober sein Amt an. Herr Po 11 so t,.der neue Oberkommissär fiir Syrien, wird am 12. Oktober in Beirut eintreffen, um sein Amt als Nachfolger de Jouvenels anzutreten. Der Oberrabbiner der Türkei weist die Kritik Marschails energisch zurück.!In einem Gespräch mit Vertreten! der türkischen!Presse erklärte der Oberrabbiner der Türkei, Chaji’m ׳Bojerano Efenldii, •unter. Hinweis auf die Auslassungen Louis Marschalls mit ׳Bezug auf den •von den jüdischen Repräsentanten der Türkei ausgesprochenen Verzicht auf die den Juden aus, dem Vertrag von!Lausanne zukommenden!Rechte folgendes': Wer hätte das Recht, uns zu kritisieren, wenn die Gesamtheit ,der jüdischen Bevölkerung der Türkei es fiir gut befunden hat, auf die 'Minor!- tätsreoht.e Verzicht zu leisten? •Wir dulden nichteine fremde Einmischung in •Angelegenheiten, die mir uns allein 1betreffen. Die jüdische Gemeinschaft in der Türkei ist Manns genug, von •der türkischen Regierung die Erfüllung ihrer Postulatc zu verlangen und braucht hiezu keinerlei Hilfe •von außen.!Unsere religiösen Vorschriften wollen von uns, daß wir der Regierung gehorchen und sic achten. Wir Juden sind damit zufrieden, daß in unserem Staate die schweizerische Civil-Code eingefiihrt ist und wir werden uns •unseren Prinzipien gemäß den Gesetzen der Republik beugen. Was man draußen von uns spricht und denkt, interessiert uns ׳nicht. Der Oberrabbiner wandte sich den religiösen Fragen der Juden zu und wies darauf ■hin, daß ׳der Mil ifärgoa,vernein־ von Konstantimopel•, Sohükri .׳Naili Pascha, auf des Oberrabbiners Intervention •hin erlaufet hat, daß die!jüdischen Schulkinder a!1 den hohen jüdischen Feiertagen von den Schulen fortbleiben und daß auch ־die jüdischen Soldaten an solchen Tagen ihrer mili- •tärisclien •Pflichten enthoben sind. Den!jüdischen Soldaten in Adrianopel wurde cs sogar gestattet, über die Feiertage ■in ihre Heimatstadt und zu •ihren Familien zu reisen. Die Rolle der Juden im amerikanischen Leben. Die ’150-Jatausstelliuiriig der Stadt!Philadelphia, die. . m kurzer Zeit eröffnet werden wird, enthält eine besondere jüdische Abteihiuig, die die Rolle der Juden, im Leiben der amerikanischen Nation!!iistriert. Den statistischen Tabellen •ist 1z!u .entnduheri, ׳daß in den 1׳ OS ׳jüdischen Organisationen, .die . in den Vereinigten Staaten bestehen,, mehr als 3,600.000 Juden •organisiert sind. •Dfe direkte MitgUiederzabl dieser 108 Organisationen׳ ׳erreicht eine!Höhe von 1,903.500. Die 16 religiösen Organisationen!zählen 325.000!Mitglieder, die ... 15 . Enziehnngisorganisationen •etwa 30.000 Mitglieder, die 17 VVofeltätiigkeitsverbände 381.500!Mitglieder, die 17 Logen! ,zählen• ungefähr 440.000;Mitglieder, die 28 Brüdersäiaftsvereine 21.500 Mitglieder, die 4 Organisationen fiir Hilfe an die •Aiisilanidsiiüden! etwa500.000 ־ Mitglieder, d.i׳c 12!Vereine für •Ralästinaauifbau 105.000 Miftgheder. die 5 wirtschafttichen Vereine etwa 100.000 Mitglieder. Die Ausstellung enthält .zahlreiches Illustratioasmaterial ׳und sehr viel Literatur über die Judenschaft Amerikas. Fiir das Arrangement der Aus- •steillung ist der Synagogen,rat der Vereinigten Staaten vermutwörtlich, ,in welchem die Union der amerikanisch-jüdischen Kongregiafioneit ׳die Zemtral!konfe,remz •der ameriikanlschen Rabfeiner, die Vereinigte Synagoge von Amerika, die Rabfeinerkonferenra, die׳ Union׳ der orthodoxen!!jüdischen Gemeinden ׳und der Rabbinerrat dieser Union vertreten! sind,!Die Ausstellung •zeigt, welchen Einfluß• •die Sittenüehre des ,Alten Testaments a׳u!r die amerikanische Demokratie gehabt hat. ׳Es wird betont, daß die Jmdensdiaft der Vereinigte tu Staaten ein Zentrum!jüdischer Gelehrsamkeit ׳ist and daß hier die meisten Werke jüdischen Inhalts gedruckt werden. Am 9. und 10. Oktober Joint-Konferenz 111 Chicago. Die Konferenz des Joint Distribution׳ Committees, die den Abschluß; der vom Joint eingeleiteten׳ Kampagne!zur Aufbringung von 35 Millionen Dollar für jüdische Auifbanzweoke im europäischen Osten vorbereiten soll, wird׳ am 9. und 10. Oktober in Chicago sbattfinden. Der bekannte ,Philanthrop Julius Rosenwald steht an der Spitze des Komitees zur Vorbereitung dar Konferenrz. Die Herren! Dr. ■Bernhard■ Kahn, der Direktor d»2is europäischen )Bureaus des Joint), ,und׳ Dr. Joseph Rosen, der Direktor des Agro-Joint in ,Rußland, sind bereits in Amerika eingetroffen und •werden an der Konferenz und der Kampagne teilnehmen■ Faneuropäischer Kongreß.; •Es •ist ein eigentümliches Zusammentreffen, daß man zu den Fragen, die ■in diesem Kongreß behandelt werden, Stellung nimmt m ׳uer Woche, an deren Schlußsabbat uns Im Worrc oetr heiligen Schrift niltgetclit wird, wodurch und wie die ־/Menschheifsgruppen auisalnanderge,risse 11׳!wurden. Es!braucht an dieser Stelle die Erzählung vom babylonischen! Tuonfeaa nicht wiederholt zu!worden; tatsächlich ׳wird: iberlalitet, daß dfe ,Zer- Splitterung der Menscliheit!in Völker '•und Völikcrgruppen damit jbeganti, daß Verwirrung und Verschiedenheit! in ihre Sprache getragen wurde. Umso gigantischer erscheinen! ׳unter■ diesem 1Ge'Siah׳tsw!!1n1k׳e!1 die unter dem Namen Paneuropa. zusammen!? gefaßten ,Bestrebungen׳, welche trotz der Verschiedenheit; der Sprache und ׳über diese hinweg bestimmte Völkergniippen! zu einer Einheit iziisarranenschmleden, wollen. Das Geheimnis der Sprache (ist ja sicher noch ׳seilir wenig nach!dar Richtuiiig er7 iforsciit, warum den!!i nun ■eigentlich die •Differenzierung des :Ausdraokes auch eine so gewaltige iD'ifferenizieintiiiig •der Au■־• schauumgeii *erzeugt. Ob die Sprache den Geist, oder der ■!Geist die Spracäie.!bildet, darüber ׳ist seit Steinfhails Forsdunngen weniig Neues• zutage gefördert ,worden,. Wenn es׳ aber!Pauenropa gelingt, in dieses ׳buhte!Bild des Sprachengewirres, auch nur den •Zug eiinlieitiidien Stre'bens ln irgend׳ ׳einer 1Beziehung zu tragen,, so hat diese •freie ׳Organisation ein großes Werk geleistet. Wenn! das Geschlecht des Turmbaues ׳in die Höhe strebte und ׳im mächtigen!Bauwerk!ein Symbol der ׳unbeschränkten׳ G׳e- ׳waltmacht m errichten versuchte, so strebt Panearopa •in!die Breite, um die i!n• allem iMensclienherzen keimende!Friedens- Sehnsucht, segnend zu. befruchten. ׳׳ Auf diesem breiten ׳Feld■•'•haben! sich •aber neben der Verscbiedenhei't der Sprache noch andere Verschiedenheiten!!herausgebildet, das sind, die, ׳Unterschiede der .Religion• und!Rasse, die Verzerrung d׳es na-tiomi'en Gedankens zum chauvinistischen Imperialismus. So!wenig wie Paiieuropa daran denkt, eiiri Eimhoitssprache rau. schaffen, so!wenig ,liegt es auch in seinem Programm,, ■in das Gebiet der!Geistigkeit, um der durch die Natur vorhandenen Gegebenheiten■ einraugreifen; vielmehr ist fetzten׳ En׳des sein Programm in dem ■׳Gedanken׳ gegipfelt!, daß bei dem Wechselspiel dieser Verschiedenheiten]!der ׳Gedanke der Gewalt ausg!eschieden ׳werden muß. Das ist ein großes Ziel, des •Schweißes der Edlen wert. Daß das Judentum diesen!Bestrebungen/' mit außerordentlicher •Sympathie gegeniiibarsteht, braucht nicht betont zu werden. Dies!.״ •Sympathie ׳rührt!nicht •etwa daher, daß die Schwachen selbstverständlich auf der •Seite derer sind■, ■welche die' •rohe Gewalt aus den Beziehungen! de,r Menschheit ' ausscheiden, vielmehr, ist die Quelle dieser Sympathie ׳darin gegeben, daß noch stets ans reineü, geistigen Kämpfen und reinen, geistigen ÄuseinahdersetziOTgen! dfe G-ttesenkenntuis!iinnerhalb der Menschheit sich gemehrt hat. Wenn dieses Ziel erreicht •ist, 1dam! •kann auch• aus den!Ruinen, des babylonischen Turms neues Leiben; blühen. P,- K. Palästinaaufbau — Krimkolonisation. Die Wiener jüdische Oeffentlichkeit hatte! während des Festmonates reichlich Gelegenheit, sich mit den großen Problemen der jüdischen Gesamtheit zu befassen. Der berühmte Soziologe Prof. Franz Oppenheimer aus Frankfurt a. M., der anläßlich des Soziologenkongresses!11 Wien weilte, gab der Einladung des Wiener Keren,- hfajessod-Komitees statt und hielt Samstag, den 25. Sepjtember einen Vortrag über seine Studienreise durch das jüdische Palästina. Franz Oppenheimer machte' kein Hehl daraus, daß er nicht als Parteimann und nicht als 'Keren- Hajessod-Propagandist über Palästina spricht, sondern als Fachmann auf dem Gebiet des Kolonisationswesens. Er machte ferner kein Geheimnis daraus, daß die bisherige kolonisatorische Tätigkeit de!• zionistischen Organisation vor dem Richterstuhl eines objektiven Nationalökonomen als verfehlt lind minderwertig bezeichnet werden muß. Als Soziologe ging Prof. Oppenheimer noch weiter und entwickelte die Ansicht, daß es eine politische Gefahr für das Die eleganten jüdischen Frauen •tragen jetzt׳ mit Vo׳rliebe- Othmar Schiffs Mode-Perücken die ebenso geschmackvoll und vornehm, wie leicht im Tragen und Frisieren sind Eine solche Bubi-Perücke kostet je nach Ausführung S 100.— bis S 160.— Moderne Transformationen mit naturgetreuem Scheitel von S 60.- bis S 90.—. Transformationen ohne Scheitelstrich von S 50.—bis S70.— Das Reinigen! Wasserfrisieren sowie Reparieren aller Perücken wird übernommen und sorgfältlgst ausgeführt, auch dann, wenn diese nicht bei uns erzeugt worden sind Othmar Schiff! Wien, I. KärntnerrinS 6 Gegenüber dem Hotel ״Bristol“ Telephon Nr, 5162*3־ Verlangen Sie die kostenlose Zusendung unseres Kataloges! PT Wollen Sie gefälligst bei Bestellungen den Vornamen Othmar und die Adresse genau beachten! -URS