Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 39-40 (22.9.1926)
- Date
- 1926-09-22
- Page
- Seite 275 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 39/40 racffiii *lniaht einmal über sich selbständig verf üguogsibericcf 1tigt ist, da er die ־Autorität des izkMilsttechen!' Kongresses respektieren tn:nß. Die Stidihältigkeit dieser Argumentation zu untersuchen, fiüllt nidit :in dem Rahmen unserer gegenwärtigen• Betraditung, da wir unter Verselbständigung'!des Misrachi nidit seinen׳ Austritt aus der ׳zionistischen Organisation verstehen׳, sondern die Erlangung einer finanziellem ׳und infolgedessen and! einer inneren Autonomie Innerhalb der;ziouistisdhen Organisation. Die ״J־iidisclie ׳Presse“ hat ׳bereits bei der Gründung de׳s Keren!Ham iter.acihi!i!m Dcizetnlbc.r 1923 darauf liingcwiiesen, daß Keren iHamisradii als eines der wertvollsten Zeidien des •immer mehr fortschreitendem Prozesses der Verselbständigung der Mi!sracbi-Onganisation m!betrachten 1st. Wird;Keren Harnte,rachi so erstarken, idiaß er das ffinanzielte Rückgrat der ■Misrachi- Organisation im!!ihrer kul-turelem und wirtschaftlichen Arbeit bilden! kann, so ist unseres Erachtens! die wertvollste Voraus- Setzung ifür die!Möglichkeit einer Verständigung gegeben. 80־ lange aber der ׳Haup'tteil des Misradn-iBudgeis von ׳den ,zionisfcisdien Fonds gedeckt wird, ׳is,t ׳unseres Erachtens kaum eine Verständigung möglich. Wir wagen es sogar, izu behaupten/, je größer die!Leistung!der ׳zionistischen Fonds! an Misrachi. ist, desto ferner sind wir von einer Verständigung, denn dann hängt die Existenz der einzelnen misrachiisfcischen religiösen,!kuilturdlen und wirtschaftlichen Organe von!der :Leistung der zionistischen Fonds alb. Diese Anstalten, und das muß auch ein Gegner des Misradiii ׳zugeben, bilden ja im Vergleich zu den!zionistischem Anstalten in religiöser Hinsicht einen gewaltigen' Fortschritt. Misrachi wind mit Recht die Frage auifwenfen, ׳was soll! mit diesen' Anstalten, geschehen׳,!falls sie von den׳ .ziouistisdhen Fonds!nichts mehr alimentiert werden.. Würde ihr Aiuifihörem keimen!unersetzlichem Schaden!bedeuten? Wiir glauben kaum, daß Agudas Jisroel,!ja nicht einmal Aguda ׳und Misrachi gemeinsam die For.te xistieniz ־dieser Anstalten sietem könnten Es entsteht hier ein Problem, das!unseres Erachtens momentan gar!nicht gelöst wenden!kann. Wird es einmal aber dazu!kommen!, wind so war ׳ja die Aufgabe des Keiren Hamisrach! gedadit, daß!für!die Existenz der anisraclhistischen Anstalten Misrachi allein aufkommt, so׳ ist!unseres Erachtens der ,Zeitpunkt geikommen, von einer Verständigung izwisdien Aguda׳ und Misracihii ernstlich! izu 1sprechen. Wiir ׳wollen etwas konkreter werden. Setzen, ׳wir •den Fall, daß das!Budget des Eiiziebungsiwesens■ .in Palästina aus •dem Ke,rein Hajessod ausgelsehfeidein!!wird, e!i111 Projekt, das ■schon sehr vielfach diskutiert wurde, ln diesem Falle könnte ■es sehr leicht mögt iah sein■, daß!trotz wesentlicher Düfte re nlzen ׳in bezug auf!Unterridijsspradie, ■Unterrichtsstöff!und Eriziehungssystem ■zwischen Aguda und Mterachi־ eine Verständiguing in bezug ■auf Schaffung eines gemeinsamen Erziehungsw!esens erzielt ׳werden!könnte. Wir ׳wissen selbstverständlich nicht, wieweit!Keren ׳Hnmisradii 311 seiner fest idireijälhrigem Existenz ausgewachsen ist, aber!dis verantwortlichen ,Führer!des ,Misrachi werden e׳s wohl wissen. Auf Gnund ihrer Kenntnisse könnten ׳sie dann eine Verständigung anbahnen. [Bis!dahin m׳iissen wir nin den Re- Solutionen misradhistisdier!Konferenzen und ln den Enunziationen misradiistischer Führer mangels realer Voraussetzungen bloß dien Ausdruck einer •friedfertigen Gesinnung, aber nicht mehr erblicken. Charakteristisch 111!diesem Zusammenhang ist das!Interview, ׳das!einer de;1*!bedeutendsten Führer des 1Mi!srachii, Rabbiner Di*. (Hoff mann, Frankfurt a. 1M., dem Korrespomdeniten׳ des Agudas-JisroelLP.reßibmreaus in Antwerpen gewährt hat. Wir wollen diese Aeuß-erungen im Anhänge im Wortlauf veröffentlichen. Wir glauben, daß!diese Acufteriungen! charalkteristiscli für die Art sind, wie solche Probleme mehr rhetorisch als praktisch behandelt werden. Wir seihätzen überaus hoch׳ ׳den Wunsch׳ und Wüllen von Rabbiner Dr. Hoffmann, eine Verständigung henbcizufüliren. Allerdings würden ׳wir von einem prominenten Führer ־eimeir, Organisation erwartet haben, daß er zumindest, wenn auch bloß in großen Umrissen, den ,praktischen Weg zu; soldi einer Verständigung zeigt. Nun glaubt aber Herr Rabbiner IDir. •Hoffmann, daß!dar Nachdruck auf Beseitigung von Geliässigkeiten seitens Aguäisten ׳gegen Misrachisten zu legen ■ist. Er :sagt 1z. B.,, '׳daß,;solange es möglich ist, daß agudistfeche ,R.aibibiimier, ilisisiuriim oder Gh!arom׳im gegen die Misradiiiisten schleudern!, wie es ,in der Tschechoslowakei geschah, so!lange scheine 11 die Voraussetzungen ifiilr ein friedliches Zusammengehen kaum gegeben. Wir haben uns Mühe gegeben, über diese Issurim und Charomim, die von agudistischer!Seite gegen Misrachisten geschleudert worden wären, etwas Näheres zu erfahren. Wir können folgende Tatsachen feststellen: Am 22. Adar des Jahres 56׳S6׳ ,tagte!in Poprad ׳die Vall!ver;s׳ammlang der orthodoxen Rabbiner in der Slowakei. Diese Voll- Versammlung!konstatierte, daß die!in! Jahre 5664, also gerade um 22 Jahre früher, von den rabbinischen Autoritäten herausgegebene Kundgebung gegen den Zionismus und seine misrachistische ׳Fraktion unverändert :in voller Kraft besteht. Der Initiator dieser rabbinischen Kundgebmrig ׳im Jahre 64 war Rabbi! Sirnoha Bumern Sofier, זצ״ל Oberrabbiner ׳von Preßburg (als Leiter der Preßburger Jeschiba dürfte er der Lehrer von Rabbiner Dr. ׳Hoffmann gewesen sein). Diese Kundgebungen sind keine Issurim und Charomim, sie sind bloß eine (immerhin schroff ablehnende) JÜDISCHE PRESSE Seite 275 % Kokospalmen liefern jährlich ihre Nüsse zur Herstellung des reinlichen, hygienisch einwandfreien Speisefettes GMMkML 100 Prozent reines Fett aus Kokosnüs sen. 3־C. rm schaumig von Rabbiner Dr. Hoffmann verwerflich wäre, so hat das mit unserem Problem, ״Verständigung zwischen ׳Mi:-.vchi und Aguda“, nichts zu tun, denn die beanständeten . Beschlüsse wurden, wohlgemerkt, von der Vollversamrnlung der orthodoxen Rabbiner in der Slowakei geschöpft. Diese Körperschaft tet •aber durchaus •nidlft: ,identisch mit Agudas Jisroel. Ja von allem Autegiimn an wurde dfe Ooffentliclikeit nie darüber im unklaren gelassen, daß die Verlautba.,.11־g der slowakischen Rabbiner nicht eine Verlautbarung der Aguda ist. Es war nämlich im Jahre 5686 nicht das erst׳: Mal, daß die Vollversammlung der slowakischen Rabbiner de \ er Warnung ( אזהרה , so nannten die Rabbinm ihre Verlautbarung) vom Jahre •5664 erneuerte. ׳Im Eiu! des Jahres 56S2 wurde bereits in einer Vollversammlung die Verwarnung vom Jahre 5664 erneuert. ,Veröffentlicht wurde die;.•s Dokument erst im Adar des Jahres 5683. D.e Verö!f׳u 1!;chu11g wurde deshalb verschoben, weil die Absicht bas!r.nd, die Verwarnung den Thoragrößen, die anlä■3!!ah der Tagung des!Zentralrafes der Agudas Jisroel in Breslau (Tcbeth 5683)!versammelt sein würden, zur Begutachtung vorzulegen.!Dort wurde die einstimmige!(auch ׳von den Vertretern der Slowakei) Meinung geäußert, •daß die Ver■ iautbarung nicht eine!Sache der 1A g u d a s J i s r 0 e 1, sondern der Vcrtretmigskörper der Slowakei sei, (Wie weit übrigens die Verwirrung auf diesem Gebiet geht, zeigt am besten, daß das ״Jüdische Wochenblatt“ ,in Frankfi"• 1't den Ausschluß eines Zionisten aas der Chevra Kadischa in Bardiov (Slowakei) ׳auf das Kerbholz der ׳Aguda setzt, wobei der!Rabbiner!von!Bardiov einer dev heftigsten Gegner d׳er Aguda der Slowakei ist.) Wir bedauern daher,׳ daß selbst die ׳Kundgebung von Rabbiner 1Dr.!Hoffmann nicht mehr an praktischen!Winken enthält als die Resolution der Antwerpener Friedenskonferenz, ja ׳der ׳ausführliche Kommentar diese ׳Resolution mit seinen ׳unbcgraiinidelen ,T1׳w׳ek(1i1ven modh־ absc'hiwäaht? Allein, wie wir eingangs behauptet haben, nicht die ׳Ansichten!von Einzelpersonen •und nicht die Aeußerungen einzelner Führer können für die Anbahnung ׳einer Verständignng von ausschlaggebender ׳Bedeutung sein. Bei ver- »imfliger ׳Erwägung kann selbstverständlich unter jüdischen!Menschen in einem Friedensanbot nie Schwäche erblickt werden, und die Beseitigung von einer gehässigen ׳Atmo- •spPiuire isie wird!intra und exiira miurois von manchen mit großer Geflissenheit künstlich produziert — kann für Anbahnung von Verhandlungen nur förderlich sein,, wesentlich aber für eine Verständigung bleiben die objektiven Tatsachen. Diese Tats!ehe;! vorzubereiten, also unseres Erachtens eine starke Agiida-01 ganisat'ion und einen Misrachi, der über finanzielle und innere Autonomie verfügt, heißt das ersehnte Ziel der Veibi iiderung der beiden großen thoratreuen Organisajioiit'n näher gebracht zu haben. An der Verwirklichung dieses Zieles zu aibeiten, wäre die Aufgabe der verantwortliehen Münnnetnn im!beiden!Lagern. Interview des Berichterstatters der ״AJPB.“ in Anwerpen mit Herrn Rabbiner Dr. Hoffmann, Frankfurt a. M.!Herr Rabbiner D1*. Hoffmann erklärte: ,.Wir bedauern aufs tiefste den unseligen Kampf, der . alir und I ag zwischen Misrachi und Aguda tobt. Wir bcdauern aufs tiefste, die ׳vergiftete Atmosphäre, die zwischen!Misrachi und Aguda besteht. Was uns ־grundsätzlich von der Aguda trennt, ist geringfügig neben dem, was uns ... , m1* ihr vereint. Wir (Misrachisten und ,Agudisten) sind v״.״״״1““׳־, o.״׳“״ ׳■*״‘״ ״ x״״״.״״״״ ow engste ■Gesinnungsgenossen von gestern und wahrscheinlich ׳Meinungsäußerung fast aller!jetzt lebenden orthodoxe! j ygn ,!morgen, warum sniii-pn w!!• n.ir.v.1u ״ .,״ ׳Rabbiner in der!Slowakei in bezug auf eine Idee, in bezug auf eine Organisation, und die Kundgebung gipfelt in der Forderung, ״es müssen geeignete Maßnahmen getroffen werden, daß die Erkenntnis von dieser Feststellung in das Bewußtsein aller Juden übergeht“. Wir glauben, daß es Rabbinern, auch orthodoxen Rabbinern, auch Rabbinerverbänden und a ich sicherlich!Herr,Rabbiner Dr. Hoffmann für sich in Ansprach nimmt, aber selbst wenn dies nicht der Fall wäre, selbst wenn die Vollversammlung der slowakischen orthodoxen Rabbiner etwas getan hätte, was nach der An- כ ש ר ,morgen, warum sollten wir nicht auch h cutc friedlich nebeneinander leben können. Dar iMvsiradii׳, d13r auf ■dem ׳jiidiisc'hleni iKM-Getonken beruht und den ganzen Aufbau Erez Jisroels mit dem Geiste von Thora und!Mizwoth durchdringen will, wäre nicht nur zu einem friedlichen ׳Nebeneinander, sondern _ . , DUUUtiU ׳auch, unter bestimmten Voraussetzungen, zu ׳einer Zusarnmenarbeit mit der Agudas Jisroel auf bestimmten ... ־״י־־־- *-־::׳:ך־‘ י••-״•״״־ Arbeitsgebieten in Erez Jisroel bereit.!Die Erfahrujugen, die rbänden, zusteht, ihre Meinung über aktuelle religiöse jje ,^s״c]as jjsroel mit ׳ihrer Kömbinationsarbeit 111 Er׳ez 1 religiös-politische ׳Probleme kundzutiin, so wie dies Jisroel eerade in d«r ־iiincr.«^״7 ״.*f י״5״ י'״־־״ *״•* ‘׳'״■׳יי״־•״— _ __..v...u..>hvh/UOU1UUU lil Jisroel gerade in der ׳jüngsten Zeit gemacht hat, sind sicherlieh geeignet, die Agudas Jisroel über Wert einer etwaigen Zusammenarbeit zu belehren. Es muß aber' mit!Nachdruck betont werden, daß, solange es möglich ist, daß agudistische Rabbiner!Issurim oder Charomitn gegen die Misrachisten schleudern, wie dies in der Tschechoslowakei geschah, solange es ferner möglich ist, daß Misr-achisten, die aus innerster und heiligster Ucberzeugimg heraus, ,mit Mcssirus Hanefsch für Thora und Jiroh und für ein!Erez Jisroel auf dem Boden von Thora ׳und Jiroh wirken, zu orthodoxen Juden zweiter Güte hcrabgewiirdigt werden; solange es endlich möglich ist, daß jedes Zeichen der friedfertigen ־Gesinnung des Misrachi als ׳Schwäche .ausgelegt, wird, scheinen die Voraus- Setzungen für eiu friedliches Zusammengehen!kaum gegeben. Mögen die verantwortlichen Führer der Agudas Jisroel das Ihrige dazu beitragen, die Atmosphäre zu entgiften.• Der ■Misrachi wird immer bereit sein, im Dienste der großen und heiligen Pflicht •von Jischuv Erez Jisroel auch ■mit der Agudas Jisroel ,friedlich zusammenzuarbeiten, ohne seinen prinzipiellen Standpunkt aufzugeben.“!Harr iRabibäner D!r. Hoffmann ifügfce nocih׳ Mrazu,!diaß er seine Erklärung ohne offiziellen Auftrag abgegeben ׳habe ■Limd ׳daß er eigentlich!nur!das wiederhole, was er bereite im!Plenum der Misrachikonferenz ausgeführt habe. •Er habe es ifiiir dringend׳ •notwendig igdwnd'en, auch! jetzt!in diesem!Sinne zu sprechen, weil er eine Einheitsfront der Orthodoxie in religiösen Angelegenheiten erwünscht und für möglich hält. Die vor kurzem stattgefundene Konferenz der religiös-liberalen Juden in!London, an der neben pro- ׳miiienten zionistischen!Führern ׳Anhänger der radikalsten Assimilation teilgenommen haben, bestärkt ihn in dieser seiner Auffassung.!Auf die ׳Frage, wie er sich eine etwaige'Zusammenarbe׳i!t ׳denke, emwilderte Herr Rubtaer D;r. Hotffmann. daß er ,jetzt auf foetails nicht einzugehen wünsche. Die Hauptsaclie ist die beiderseitige Entgiftung der Atmosphäre, die!Grenzen und die Methoden der etwaigen ,friedlichen Züsammenarbeü könnben sich, ■diainur später tesfciimmien׳ •laissea Betreffs Keren Hathora wäre er für ein Zusammenarbeiten aller gesetzestreuen Juden, falls Keren Flathora sich ent-;schließen würde, eine unparteiische und paritätische ׳Leitung und Verwaltung ■zu garantieren. ־ ist das die Antwort? 1Unter diesem Titel! (befaßt sich das ״JÜdisdie ׳Wochen»- blatt“. Frankfurt am Main, Nr. 34, mit meinem ,in der ״Jüdischen Presse“, Wien, Nr. 34, erschienenen1 Bericht ■über die Misrachi׳- Welt'konfereniz in Antwerpen׳. Das ״Jüdische Wochenblatt“ als solches und־ eiu M'israchisf, der als Delegierten an der Kor.־ fereii'z teifeenommen!hat. werfen׳ ׳mir vor, ich׳ hätte nicht sachlieh berichtet, ׳ich hätte• nur die kritischen Bemerkungen! weitergegeben, während die tiefidiringenden Debatten! Über religiöse!Probleme mich völlig ׳unlbe.t1eH.igt gelassen! hätten!, ferner wären die etoeilmen Tatsachen durch mich falsch wiedergegeben. Ohne auf die widrige Methode ׳des Blattes einzugehen, ׳wo es aus Mangel׳ an Beweiskraft mich: persönlich anfäft, 'lasse• ׳ich' hier meine ,Antwort folgen. Das ״Jüdische■ Wochenblatt“ ,hat von meinem Beirichte nur!wenig minid von meinen kr׳itischen Bemerkungen über die ■ Kaufe reniz alles w,fette!־gegeben. ׳Und ׳diises!scheinbar milcht oiliue Absicht. Jeder objektive Leser inietes Berichtes wird! gestehen!müssen׳, daß ׳ic'h) baiiiptisiidhiMcili über die Debatten! ׳iilber religiöse Probleme berichtet habe. Ich glaube; nicht, daß man mir wird!naohweiisen können!, daß .ich die Debatte ׳über ,irgend ein jüdisches Problem verschwiegen ׳hätte. Daß die Debatten an ׳und für sich! nidit nadli dem Geschmack des ״Jüdischen Wochenblattes“ waren, glaube 11011׳ aus!der Tatsache folgern zu dürfen, daß das ״Jüdische Wochenblatt“ es nicht für nötig gehalten! ,hat, seine Leser über dieselben! au! informieren׳. Bin!ich vielleicht deshalb nicht!sachlich! gewesen? Es!ist nicht meine Scannte, wenn ich nur kritische Bemerkmngeni habe!weitergeben können!. (Die ganze Konferenz stand!im Zeichen der Kritik und d׳e־r Klage.! Ailis Beweis,!daß die einzelnen Tatsachen durch mich falsch wiedergegeben!worden! sind, weiß «das ״Jüdische• Wodien״ blatt“!nichts anderes׳ auziifiiihren!, a'lis daß die Teilnahme׳ der jüdisclien׳ Beivölkenuig auf der Konferenz im ׳Gegensatz zu meinem Bericht ,inigewühnlieh groß gewesen! ׳sei. Die Tatsache allein׳ ,׳daß ׳das ״Jüdische׳ Wochenblatt“ nichts andar׳es anzuführen!weiß, ist ja der beste Beweis für!dfe ׳Genauigkeit meiner!Berichterstattung. Ich gelbe allerdings gerne ,zu׳ ,׳daß die il3׳ea!rtei׳l׳ung, ob ׳dieTeillnalhmie;an einer Konferenz groß oder!n׳icht groß sei, sehr relativ sein kann׳. Wenn man aber bedenkt, daß auf ׳einer Konifereiniz von 98 Delegierten׳ (<u«׳d ׳nicht 200, wile Rabbi M. Berlin!den Tatsachen nicht entsprechend in Amerika bericlitet Ihat) die Zahl der Teilnehmer, mit Ausnahme von ׳zwei׳ Sitzungen!, die 50 ,nicht überschritten! bat, glaube ich nicht, daß man׳ mir den 'Vorwurf machen kann, die• Tatsachen falsch wiederzugeben, ׳wenn idi berichte, daß ׳die Teilnahme selhr minimal* ׳gewesen׳ sei. ׳Bei den! zwei׳ historischen. Sitzungen, von!welchen der ■Milsraclü-Ddegierte Mdidung maalit, ־wo die Kon- •ferenz infolge •der Anwesenheit ׳eines! großen Publikums i»1 einen׳ größeren Saal hat über siedeln müssen, hat e!s slcih auch nidit ׳um tausende, sondern höchstens um :200 Teiilneihmer gehandelt. Wenn!das ״Jüdische Wochenblatt“ femär fragt, wieso ich mir das!Recht nehme, «zur Behauptung, die גחלי התורה seien! dem Misrachi fern geblieben, ׳und ׳in! diesem Zusammenihtung Raibibi Coofc anfiihrt), so erlaube ich miir <d׳fe Gegenfrage: