Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 39-40 (22.9.1926)
- Date
- 1926-09-22
- Page
- Seite 272 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2629891-2630148-2630184--2368-2634238- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 272 { JÜDISCHE PRESSE Nr. 39 40 DsFolfeBBiR-nealitäteiatitiliiiig Wien, I., Dorotheergasse 17 Tel. 75-5-50 Vermittlung des An- und Verkaufes von Zinshäusern, Villen, Fabriken, Grundstücken, Gütern u. Landwirtschaften. Gutspachtungen Niedrige Vermittlungsgebühr nur vom Verkäufer, für den Käufer kostenlos Fachmännische Beratung // Vornahme vöh Schätzungen Auszugsweise Liste der Vermittlungsobjekte wöchentlich im ״Realitäten-Anzeiger“ des Dorotheum // Parteienverkehr in Wien nur von 9 bis 12 Uhr, Hauptanstalt, Seitenstiege, IV. Stock (Aufzug) Anmeldestellen! Die Zweigaustatten des Dorotheum Klagenfurt, Linz, Baden, Mödling, St. Pölten, Wiener-Neustadt; für das Waldviertel: Wilhelm Prager, konz. Verkehrsanstalt, Krems an der ״ Donau, Sparkassagasse 2 ׳׳' שומן TERNO כשד (תחת השגחת הרב הגאון ר׳ ישעי פורסט שיפשוה;) Erzeugt unter Aufsicht Sr. Ehrwiirden Herrn Oberrabbiner Jesaia Fürst (Adas Jisroel) Carl Blaimschein XIV. Diefenbachgasse 59 Uebeiall erhältlich! des Warenhauses Brüder Schiffmann Wien, II., Taborstrasse 48 Telephon 47-1-79 Unerreicht billige Kaufgelegenheit! Nachstehend einige Beispiele: 4 Waschwaren Blaudruok.. .. Cotton de Leno .. Wasoh-Kreton. . Jaokenfuttor. Etamlne, 115 cm breit. Etamine, in allen Farben . Salden-Cloth, 140 cm breit, in al'en Farben . . * Damenwäsche Qarnituron, Hemd und Hose . .. Garnituren Handa’our gest.. .. Damenhemden.. Damengarnituren (Hemd, Hose und Nachthemd) MiederlelDohen.. Seidenjumper.•••'־• Sohafwolijaoken . Schilling per Meter n f» מ » n 1» יי וו 11 יו —.98 1.25 l.2ä 2.10 1.20 —.70 3.50 .3.90 .7.50 . S 2.80, 2.50 1.98 9.80 .-.08 S 12 50, 7.50 5.90 .. . 9.80 Leinenwaren . . . per Meter S 1.10 per Meter S 1.20, -.95 la Webe. la Chiffon •. Hoseaköper . la Streitgradl. la Damaetgradt.. Bettüoher, 140 cm breit. . Qläeertüoher .. Handtlloher . . . Frottler-Handtlicher. . TieohtUoher. Kaffeegarnitur. la Inlet . la Mollno . . •.. Bettzeuge .. Hemden-Cretone . . . י . ... Matratzengradl.. . . ״ . ״ Vorhänge, Teppiohe, Bettgarnituren uew. tehr preiswert. . per Meter S 2.40 per Stuck . . . per Meter per Meter S 1"20 . . . , per Meter » » -.85 —.£0 1.10 1.40 1.70 I 98 —.55 —.88 —.55 3.90 9 80 1.18 —.89 -.98 -.98 1.48 2.80 Damen- und Herrenstoffe Covereoate. Englliohe Sohafwollatoffe . Kammgarne und Cheviots . . ■ode-Sohotten und -Streifen Regenmäntel. . . . . S 6.50 3 90 .. 4.50 . . . S 5,50 2.90 .4.80 S 17.50, 14.80 12.40 Herrenwäsche und Modeartikel Nodehemden mit 2 Kragen Cretonhemden . . Unterhosen ....... Pyjamas ........ Seidenbinder . Bestrlokte Binder . Socken. Sbümpfe. In allpn Abteilungen - S 3.50, 2,10 2.98 1.80 7.80 1.50 —.75 -.48 -.90 enorme Auswahl — beispiellos billige Preise! der Beobachtung seiner Vorschriften zu. seinem vollen. Rechte zu verhelfen•^ ' 1/. In ganz; versdii^denef bat dein dein’ Hiittenfest zu Grunde ^Htegende Gedanke In der' Volksseele' feste - Wurzeln gefaßt׳ uid allenthalben kam das Verständnis für,, die Laubhütte a’s Symbol des Friedens in der besonders frohen Festessenm'ung, welche der ״Zelt unserer Freude“ entgegen/gebracht wurde, zürn Vorschein. Unfer der Regierung des Friedensfürsten:.־ des'weiisetr ׳Kwiiys. scheint :sogar das •Hüttehiiest alten anderen Feiertagen den Rangabgelaufen zu haben, denn es 4wird ׳im iBudbe׳ der Könige ■als das ׳Fest katexochen■ ׳.be-• zeichnet, ein Zeichen seiner besonderen■ Belebtheit. Es muß uns daher nicht Wiuirider' ׳rdhimen, daß ׳das Latttüttenifest, namentl'ch seit dem Aufbau des zweiten Tempels, keineswegs als rein ׳nationales 'Feist betrachtet, somidenn als das Zirkam.ftsfest der. ganzen!Menschheit abgesehen, wurde. Sclhoa die bilblisehe Vorschrift erstreckt das Gebot der Laubhütte auch auf die Fremden, die Israel wahnen, also auf einen größeren Krü’s derer, diie sich'an dem Pessacliopfer zu beteiligen haben, denn kein Fremder durfte dem Pessacihlmalhle öeiwojmeti. ■Wir sehen somit, daß die Bedeutung des Hüttenfestes über den Rahmen des nationalen Gedankens weit ,hinausgeht und 'auch Andersgläubige '.:n sehieif Bann erfassen will. Einer der erleuchteten Geister .in der Reihe der großen Tanaiten, der Mann,, von dem gesagt wurde,' daß er׳ die bedeutendsten Lehrer, in "Israel iiberwfcge, legt dem Sukkothfest' dre Bedeutung eines Universalfestes der gesamten Menschheit bei.' indem e:r erklärt, daß die siebzig Stiere, welche während der Festwoche als Opfer darg.ibracht wurden, als Opfer für de siebzig Nationen der Erde zu betrachten wären. Dieser erhabene Gedanke der Vereinigung der Menschheit in gegenseitiger brüderiidher Ljelbc und׳ der Erkenntnis!des ׳Gottesgodamikienis spiegelt sich, auch in jener entzückenden Erzählung im Talmud wieder, welche mit dem leisen Hauch überlegener Ironie so treffend erzähiit. daß ■d׳i!e. Thora ■jedem ׳emzeliniati Volke .gehören sollte und e's jedem Volke freistand, das' Gesetz in Empfang zu nehmen: ״Aber ein kleines Gebot; habe ich, ,und! Sukkah ist sein Name!“ Auf den!ersten Blick schien, das Gesetz nicht schwer zu tbeo/badtten izu .se:ln, :doch alls Gott ■die!heiße Tasnussonne brennen ließ, flüchteten die getreuen Beobachter des leichten Gebotes aus der Laubhütte, die ihnen nicht genügend Schutz gegem: ׳diie!sengend:en! Sonnenistriahlen ,vierihieß. Welch ein wunderbarer Gedanke steckt in dieser kurzen Erzählung! Die Laubhütte ist das Symbol des Friedens und der Menschlichkeit• Gerade zur Zeit, iln welcher der Mensch die kostbaren Gaben der Natur aüfgahäuft und für die! rauhe Jahreszeit Vorsorge getroffen hat, verläßt er sein sicheres Haus, das ihn vo;r altem gegen seine Mitmenschen beschützen soll, und begibt sich in die Laubhütte, vor der er weder Schloß noch Riegil anbringen kann. Das Haus ist. w!ie ein bekanntes englisches Sprichwort! 1sa!gt׳. meine Festung; hier /weiß .:sich jedermann gegen alle von auswärts kommenden!!Anschläge .sicher. an ׳dien!festen Mauert! und ,sicheren: Schlössern ihre einen! eiieih alle •bösen ׳Absichten. Wenn!aber ׳das ׳sichere Haiuts böse 1Instinkte ׳waebruft' und Vergleiche heraiuifbeschlwöir.t. balnge Fragen auf!wirft, •warum hier unter ®iidherem Versclhiiaiß ■Schätze, aufeeihäuft :sind׳ und׳!dort׳ nakte Armut ׳siclh! breit :macht,!so weifet1 ■d:i:e Laubhütte auf jenes mensahlliäue Ideal hin, : das' Gegensätze sozialer Art ausgleichen läßt ,und ׳d!i!e Memscheni ■lehrt, islicih nicht' gegenseltiig aus Furcht vor einander abziusdhlließeni, sondern if,r׳ei iincll briider- .kitc.11!i׳n :der gleichen, Laubhütte!au ׳wolhmen. Wo solche Ideale Platz gefuitiden! toben!. ..!ist aachl!der Bo׳den für idle weiteren. Geiböte ׳d1e!r iNächsteniliieibe geschaffen u!n׳cl van ׳dem kleinen Gebot der Sulkikah '•führt der,׳Weg ■au den׳ 'Höhen ■der, Menschheit 'י - ■ ■ ־׳. ' י ■ ■"־•'■' ■יי י '׳•" רי ג ■ ' Diese Gedanken idürfteii aücth! ׳dem!Propheten Sedhiarjah zur Zeit!des zweiten Tempels vörgesohiwelbt haben, dar auch kn ׳seiner, brüderlildhen Liiebe zur geisamten Menschheit die Vertrete 1־ alier Völker •am Feste ׳des Herrn!ih Jerusalem!sehen möch'te. •,Das ׳ist' :die Sühdfc Aegyptens lumd aiilleri Völker׳ ,׳daß sie nicht heraufgeizogein sind, um das Sukkothfest 1741 feiern.“ So■ ■ lange ׳die Laubhütte nicht als Symbol!!dies Friedens und' .!der tMensciMIcIhkelt auifge/faßt wird1, ׳so ,lanige werden, 111m ׳das prophetische Bild׳ ■ Secharjalhls izu gebrauchen, ׳die Völker, die ׳sieh dieser 1Erkenntniis verschließen, hcimgesiielht!werden. Diese ׳Enkemitnfe :ha׳tl •sich aber nicht■!einmal liodi. 31m Kfeiise!uttäerefc Glaubensgenossen ׳duraliigesetzt, welche die lautesten fRaifer für ,׳die Angle-iahums der jüdischen Lehre an die Sltffichen (Fdeale ,und die nöiieri ׳Wege ׳iiisiarer Zeit sind. Gerade!das:Sukkothfest erscheint .iihneii"als '״weaker Zw׳e!|g*‘ ain Iblühefrden Baume ׳jüdischen /Laben«, und! söhon vor einem - halben Jalnrinundert ertönten in (Rcformkreise 11, Sthwnen für, die Abschaffung dieses ״veraiiteten“ Festes, -das heutzutage mit der unverständlichen Laubhütte!und' dem׳ Feststräiiß an •verschwundene Zeiten'gemailmt. Diese!Reformer folgen einem anderen Vorbild, '׳dem Begründer der iKaraiten Anan ben Josef, der da׳s Sukkothfest gänzlidi beseitigte. Aber ׳die •Kraft ׳des Sikkothgedamikenis ׳ist stark genug׳, um!solche Versuche - m!i׳t ganz untauglicheini Be- Rri'md'ungen zu überda!u1e!rn. Das ׳schöne Fest hat siah! 1111׳ dais Herz ׳des jüdischen Volkes hhielngielebt amd!bestärkt jeden aufrechten Juiden: in der ,Erfüllung seiner Aufgaben, ein!Kämpfer und Verbreiter des1 Wissen«׳!und׳ dier Erkenntnis \m sieifn. Der 23. Tischri. Die Fülle (der lEmpfinduiiigen und Anregungen, ,welche die Zeit ״des. Feste«“ auslöst, ist eine so ige/waltiige, daß . es kaum gelingt, iJir gereciit izu averden. •Ob man sich von . der Idylle de!r ,Suoko umwehen läßt, ob man •im Festesstrauß die Vollendung der Hingabe erlebt, ob man!die gewaltige herzbeziwingende Bitte der Ewigkeit versteht, welclie am SchKtßfeste die jüdischen!Kinder, ׳zum vollen Anfgehen in di׳e Freude der Hoffnung ■veranlaßt, das alles :ist eine Welt für sich.!Und nun gar •der Simchas Tliora, diesem Tag vollendeten! Ausdruck zu׳ verleihen, das will!kaum gelingen. Hier strömen ziwei• Welten zusammen; auf der einen Seite׳ die Fonderung des Tages, dem schließlich ׳ist die Tatsac/he der Vollendung Ider Thoravorlesung erst so recht der Abschluß eines JaUiircs, ׳dann 1ist: es ein mächtiger Sahi׳ußaikkor׳d für all das, was man betend und feiernd, segnend und gesegnet ■ In diesem Monat erlebt. Dabei׳ vergißt mau oft der ^heiligen gesclhfcihtihdien Erinnerung, mit •der ׳dieser 23. Tifediirii bewegend an unsere Seele; hierantritt,!denn ein 23. Tischri war ׳e!s, an dem einst die Vollendung des Heiligtums in Jerusalem erlebt wurde. 14 Tage lang waren!König und Volk versammelt, hatten König und Volk sich ganz Idem ׳Glück ih'ingegeiben, daß .es Menschen vergönnt war, aus irdischen׳ Stoffen ä!n ׳Heiligtum bauen izu dürfen), daß es Menschen geglückt war, dieses. Heiligturn so zu bauen umd so auszustatten, wie es der Wille des -Allmächtigen verkündet ihat. 'Und nun, so lesen wir, entließ am 23. Tischri der König das Volk zu seinen Zelten und alle freuten «Mi und׳ waren frohen Hetzerts — sie segneten den König,. Welch gewaltige Größe liegt in dieser Stunde. Wenn ■ bei anderen Völkern die ׳breite Masse dem König zujuibeite, so war es zumeist gelegentlich eines■ Trhimphizuges, ln welchem . gefangene und gefesselte!Feinde, arme Menschen, ׳dem ,Maclhit- ' ki.ze'l •des Volkes ׳schmeichelten. Wenn!im alten׳ Judentum das; Volk den König segnete, so war es in cinelr Stunde•, in ׳welchem; es dem Volke zur vollen Klarheit gebracht worden war, ■1üaR auch der König dem Diktat einer höheren. Macht unterstellt ׳ war. In dieser :Gemeinsamkeit /der Unterordnung unter den Atemzug der Ewigkeit!lag der Bestand des jüdischen Rechtes; und deshalb ist die jüdische G׳esc1lTicl1te des alten jüdischen ■ Königtums nidbts ׳anderes als eiiui Beweis ׳für die ׳Gleitung oder Unterdrückung!dieses Bewußtseins. So wird der 23. Tischri zu einem geschichtlichen B'rinnerungstag ersten!Ranges: heut-zutage, da das Verhältnis von Führern und Geführten in den Ge- ,,וזר-־--•׳ Sanftmut. Rabbi Neahalle Zloczower gehörte •}enter Kategorie chassi- ■dilscher!Wegweiser am,’ denen 1Maniedien kein allzu rosigeis . Leben Ib©schieden! war. Ja, es gab sogar Zeiten, .cn •denen e;r und s3׳ine Famlilie!im ׳wörtlichen! Sinne des Wortes hungern mußten. Auf brieitem Fu!ß zu leben ׳kann midht sein Wunsdi gewesetil sein, war auch mlciM. mit!seinem Ideengamg •in Einklang au bringen. Was /ihm aber Sorge!bereitete, das war!seine Frau und׳!Kinder dadben ,sehen1 izu ■müssen. Hin (Demut ertrug er altes, ohne gegen sein Mißgeschick •ingemdwie zu reibe liieren. Denn allles, selbst die Tlhorardllen ׳ln d3r!Rundas!ade. ife't vom Glück abhängig. I׳n den: Teifiilim, d!i׳e ihm ,sein großer Vater. Rabbi Iczahok Drohöbycizer hlntteirlassen/ hatte, besaß er wohfl ׳einen Scliatz, um den ei* beneidet wurde und woraus er 'Kapital' schlagen •konnte Aber dazu war er :ntcfht zu׳ •haben. Der reichste Manu ide,r Stadt, ein!frommer Zloczower Jude, war ׳darauf ver- »essen, •dieses Diadem seinem iSötaahen, weldves ,gerade ׳im dreizehnten Lebensjafiir.e׳ stand!, zuzuführen und ,bot dafür dem Rablbi die ansehnliche Summe von!fünfzig Gulden an. Dieser ׳abdr wies kategorisch ab.1 ,׳״leih willil nidit“, sagte er, ,^nclrie.־ AnmUt dazu auisnützen!, um jene Gebetriemen, die jaJirdang den mächtigen IKapf meines Vaters umgaben! und! ׳über weilche er täglich ׳in Reinilielt und Heililgkeit •den ׳Segen! siprach. /um irdisches; Gut ■zu verkaufen.“ Audi die Bemüliungen. ׳der Frau das Rabbi; waren vergeben!». So •selir /ihm aatdi! die!Not seiner F!a1rfilie am Herzen!lag, vetmodhte ׳er. sich nidit mit ׳dem!Gedanken zu■ vertrauen, nicht mehr iBesiitzer!dieses Kleinodes izu sein. ,Der aiuif' ,diese Teffiilihi erpichte Finauzmanu ,zog also den kürzeren u!n.d• iRalbbi Mediale lebte nach ׳wie vor!in •den ärmlichsten V:erhäiltnissen. An einem sonnigen klaren׳ Herbsttage war es!um die TeMlitn!geschehen. Es ,war an einem Enev Sukkoth. Rabbi׳ Mediäle beifand öich auf der Suche nach!einem Esrag. Bei einem der vielen iBsroig-Händller entdeckte er einen wahrhaften wMuwdiar“,!in!den! er sich ganz einfach verliebte. Das Gesicht des Rabbi verriet idem Händler, daß hier kein! Preis zu hoch ׳ sein■ wird. Dieser verlangte auch dafür nicht weniger als fünfzig Gulden. •Denn■ gerieben sind׳ sie die Esragimihänldler. Sie wissen, mit ׳wem sie es au׳ tun halben. Rabbe Mediale mußte diesen Esrog!unter aien Umständen! ׳haben und wenn auch die kostbaren Te/fifiilim diraiufgingeii. Es liarideilt sich doch um eine Mirawoh. da1 .!läßt steh verliiamddn. Er überlegte nicht viel, kam, sah und verkaufte düe Teffilim, 41m den praditvollen■ Esrog!sein eigen ,zu nenhen. Freudcsbrahleßd über diesen Kauf ■traf er zu Hause ein, wo ׳ihn seine Frau um dien!Preis dieses ,Muwidhjar befragte. Ais/ idle den entsetzlich hohen Betrag!und ■den Verkauf der Ttefftim vernahm, wluide sie twütend, zerbiß den Esrog-, daß er nicht ,mehr verweniSjar wurde. Rabbi ,MechaJte hotlte 'tief Atem,!ließ ׳kein •einziges Wort des Vorwurfes fallen. Was er izu seiner Gattin sprach, wiar: ,Gib mir. wenigstens frische Wäsche, damit cah dn die Wik/wah gehe“. Aron Jeruchem. R. Meier Arak זצ׳ל (Anläßlich seines ersten Jahrzeitstages.) Aus!dem Jiddlisahein des (Herrn!Rabbiner!M. Cih.!Lan, Suczawa, ins Deutschie übertragen1 vom: David Ochs. Schon ist ein Jahr verflossen, seitdem einer unserer Größten aus dieser Welt schied. Ich kann und will liier nicht die ganze Persönlichkeit des Tarnower!Raw זצ״ל schildern. Seine!Bedeutung auf •dein Gebiete, des Linmd Hatora kann jeder erfassen, der in seine weltberühmte ספרים und Responsen Einblick tut. Dort spiegelt sich die Lebensarbeit •des Meisters wider, der :aus deT ersten Quelle schöpfte, der die Meinungen der □ראשוני und der größten אחרונים im vollen Umfange ׳beherrschte, sie zu •Rate zog und verwertete. •Nicht seine Größe auf diesem .«Gebiete, sondern seine große moralische!Persönlichkeit Will ich schildern. Seine sittliche Größe offenbart sich darin, daß •er frei von!jedem Egoismus ׳und deshalb immer bereit war, anderen beizustehen, ohne an seine eigenen!Bediirfnisse und Sorgen zu denken. Seine Fordeningen an sich selbst waren größer als an andere. ׳Groß!und unbegrenzt war seine Liebe zur Wahrheit und seine Verachtung den Falschen und Heuchlern gegenüber. Was Wunder, die Krone aller guten Eigenschaften, die Bescheidenheit zierte ihn, •und wer •bescheiden ist im vollen Sinne des Wortes, der ist nahe der Wahrheit. Nach dem Ausspruchy^D אמת תצמח; die Wahrheit sprießt aus der ׳Erde hervor, man muß deshalb bescheiden sein und sich niedrig halten, um der Wahrheit •möglichst nahe zu kommen. Er liebte nicht in der Oeffentlichkeit aaifzutreten. Bei •Debatten über die Aufgaben der jüdischen Gesamtheit pflegte er ironisch zu sagen: ״Verschiedene Vereine werden gegründet, wann wird ein Verein סור מרע entstehen? Dennoch vertrat er immer die Ansicht, w$nn die thoratreue Judenheit ■geeinigt wäre, könnte •noch viel ׳gerettet werden. Die Gefahr fiir die Judenheit, sagte er, liegt darin, ,daß man sich an alles gewöhnt hat. Die/ Weisen s, A. aber sagen: ״Wer einen Schmerz empfindet, geht zu einem Arzt, wer aber kein Weh spürt, sucht ■keine ׳Heilung.“ Die!Gesamtheit würde aber den Schmerz fühlen und wird daher leicht!Mittel und Wege finden, um die Heilung zu bewerkstelligen. Deshalb zeigte er großes Interesse für die Tätigkeit der Agudas Jisroel, an deren Entwicklung er seit der Gründung-Anteil nahm. Mit großer Freude erfüllte ihn die Gründung der. B e j s Jakauwschulen, deren Arbeit er mit großer Aufmerksamkeit verfolgte. •Einmal äußerte er sich mir gegenüber, wenn■ er Kraft hätte, würde er in alle Welt hinausrufen: ״Gründet Bejs Ja kau wschuleii, dann werdet ihr Israel retten.“ Als mir Dr. N. Birnbaum sein Werk העוליםn^zum!Korrigieren über-