Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 47 (19.11.1926)
- Date
- 1926-11-19
- Page
- Seite 319 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Tiberias 2× ep/1048138
- Haifa 1× ep/1047930
- Hebron 1× ep/1047559
- Safed 1× ep/1046078
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Nr.; ZT: JÜDISCHE PRESSE Seite 319 Brez J׳js1f־tiel feöldriikf:. A«fcn,^er ’*Hefew: ilfäbörzeaisimg Ihe-rauä, daß dis ijüdiscliiä iJancl^ ikeiaien 'Siinri'' itot, ׳\Vehin .die Menschen nicht jüdisch, ,erlogen!wä'3en.,li-sd»»ftt•׳ •dfesb• kul tu reite Aufgabe uns dte * widjtigfefe ■jitHl ‘ clr'n<sltdl1ste twisqwir Arbeit au• seih. Wir (haben folgetvdd ,Schallen du Erez Jiisrcej:, . f "' Ä. Krtaben-Schuien: Jerusalem :"Btiei-Zion-Scbule 2׳.; Atvt. (Bucharim und Gursim) : . .500 ' Jemeniten-Sch’ule .60 . . . . . '־ Gitoas Schoul (Vortirt von' Jerusalem): Abt^iliinfs def Ünei.-Ziort-S6hule 25 Petach Tikwah i Tafrriud Th'öra . . 40 . ,.׳.".׳ Bne Brak: 1 50 . ... ״ ’ ' ״ Tel Aviv':120 . .... ׳ ״ ״' ־. '׳ Kolonie der Agudas Jisroel »Machaneh Jisroel« Talmud Thora ׳." Kinder Lehrer zirka ‘ B. /yiädchen-Schulen: Jerusalem (je eine Abteilung in der Alt- , 1. und Neustadt) ... ... . . . Saffed ..(mit ungegliedertem Kindergarten) Tiberias ״ ״ ״ 15 230 50 100 15 3 1 4• 2 5; ' 1 Lehre* 10 3 4 zusammen *irka,ll(J0 48 In- •ihrem-,Ptt^arrwif’untersißlidn.'•die'. Schulen dem, rabbiniiscitiem ,Rat dej Agudias Jisroel! imi lEr.eiz, J‘׳srflel, an dessen Spitze Rabbi. Cha׳im vSoaine.ii.fold-'.ipräsiidieipt. .'.!Für das •gesamte, Schulwesen .•i;n1. seiner jetzigen Gestuft öst ein monatliches Budget von nahezu 600, Pfund׳' ’S'feriliing, .•firforde-rlidi. iBacbuerJiidjarvveise• waten!• w!ir mehrere Moiia-te mit der ZaÜilung;de׳r Lchrergehälter ווס!׳• ■Rückstände* (In■ .den• ,letzten ׳Monaten!.ist cs gehm®en1< bis Tfccliri 6687 die Gehälter-zk zahlen, ,und ■es, •ist ■jetzt unsere Pftöcht, ein regelmäßige» Endiget fiir dieses Jtahr sicilieirrzustelleii., ln ■11 er vor ragender Weise haben. •sich die Tschechoslowakei,!Deutschland nimd die, Schweiz a!m ,diesem Sdiuilwerk beteiligt aiud, neuerdings verdanken .!wir .auch ,!dem, amerikanischen Joint .feedeutende'*;Zuschüsse* ,Immerhin ׳,haben! :wir noch für die Unterriclitskosten und teilweise Veinriflegting!von׳ izirlka <200 Kinder, zu sorgen. Wir versuchen ׳dies aut.diese׳!Weise, •daß 'wir das Prin- :zi!p »der Palten1sühaiftef1::.einr1icihteni Ein.jRitid kostet ,uns •nämlich 4m ׳Monat diu.rdisdunittlicii ״■ :ein halbes Pfund ׳!und wir versuchen• Gönner!zu (finden•,, .welche •ein oder; mehrere Kinder ־!in׳ •der Weise übernehmen, daß ׳ sie sich ׳ zu ■ monatlichen •Zahlungen: von׳ einem halbe n;/'Pfand /yenafl׳'chteri׳.׳ •!Aber •:'auch. kfeiinere. •Spenden, die regelmäßig' moniatlii'ah eingehem,' suchen ■wir bei sämtlichen!Mit׳־ gliedern der. Agudas :JI'!r21׳0׳ -izw erwerben. Wir!hoffen zaiver- •sichtlich, daß■' jedes Mitgliied des Gc-sclh.älftsfitihrenidsn׳ Aaissohuslses d!sr, ־Agudas; Jisroel für ׳■diese;hochheilige Angelegenheit ' werben wird*. Mit .diesen kunzeh .Aufklärungen! ' '■möchten/ wir *■ nicht schließ eit,' '•ohne;dankend, der ippinJ-sühen u.ntd ■speizieH dbr o'stgaliiiziscilieii •spwiie der holländischen .Palästina׳zen tr,ale- Erwähnung ,zu׳ '.tun, ׳ we'leihie!innerhalb .def BerichWeriode durch Verteilung der :Keren; ׳Hajisehuw'J^üEh'sen.;.־ SQwile-'id'iJifdIr sonstige Akttonte»!unser, ■Ptaliäisfcinawerk förderten; Für .den׳■ :kommenden Monat Ad!a׳r1׳ist emsWerbembnat für!.diie P,aläs!tinaarbeit der Agudas, Jisrael: •vorgesehen. Wir. ersiicilierii ,schon׳ ,׳jetzt alle. Landes- ,zentralen),!mit den nötigen' Vorbereitungen zu abe@ion.ein, und ׳,hoffen),, ,׳daß, ׳.wenn, dann das ׳,jüdisdhie' Frühjingsfest/torrimt,' auch' ׳in;'uh'SeieniLande''׳wie• Jeir-'Fri'ilSiing'.'Ünd ׳!wieder?be,u'e,rw.äc|hendt,s agudiiiStischßta' *Ljeifaen. I>e1äi1f1׳nt. ■Wirל sind' auch' •der׳* festen'Leber zeugung/ daß!jscJe־;wirtödidftlidlis. ׳und1 Ml tu reite positive׳ .(Leistun! der Agudas', Jisroel •im/Ereiz Ji׳sj1‘pe.i ׳ ׳u!n»s' ,immer mehr die Mögiidikeiit geben;, wird, aüdr von. 'uinliiereini ״jetzigen! 'Gegnern aner* ,kiatmt 1zu;J,w0rd-n׳,''i|111nd! uns nicht .nur, ,in׳• Erc.z;' Jisroel, sondern ,in,,der Gold, •dein agudistischen Ziele• ■nällier; ,zu■ ״bringen,"eän! geeintes' Volk ׳.zü'.’.'Sielln ,nach‘dai Worten• dies lieüligen S'ohar: ״,'Goi ledhod b90.rez“; ׳ein'VbJ'k’ ׳wiird Ifeme'i lliur Iseini׳•im/Lahde unserer Vergangenheit yndi; hinserer Zukunft.' '' •״' »0€»0«»0«»0 Telephon 74“2«26י Telephon 74*226״ omc (gegenüber dem Trnttnerhof) Diese neueröffnete, grösste und modernste Werkstätte für Haararbeiieh ü. Schönheitspflege erzeugt Perücken, Scheitel u. Transformationen, für deren allererste Qualität der internationale Meister Karl Schirbky ' r'eder Dame persönlich haftet. 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Der .große, Tiurnsaal. der Schate .war, von o'nem* zahlreichen '־ i ״ i!iili.!■ 1 ••י t. \ ‘J!.} .; J \ t v \ \ t .׳ \ t \ i i » i } , i ■\ Pußlilkum. geli'Lillt, das geko'm'men!war, ,um das Andenken einer edlen Frau ■ zu ehren. Mehrere^Rabbincr, •die Vertreter der ,.Wiener; 1KuHusgemeiinde',,:.;•;^'^ Atdäs’/Jisroel ,(Scihiififschul), der׳ Bne,• BritlmLogen ־iiindivieler.• anderer Vereine .waren gekommen, um den '■Tribut der .Dankbarkeit •und der Anerkennung für di׳e' Wohlkit; zu zbileii,'■ niiit d,er/die;’F׳amiKe das 'Andenken!an• Frau Karoline Ältmaino ehrt. Die. Feier, wuirds; :•mit einem’ Gesang■des!; Schiilerohors unter, ■der.: Leitung •des Lehrers G.: Fr i'ed 1 änd e r eröffnet. Hierauf hielt das Mitglied des Vorstandes der...Talmud -׳•Thora-SctMile, .Herr. Rabbiner Doktor P.indias׳ Kohn, folgende' Ansprache:•• , ׳• ,.׳, . "•'1••';׳jDer '•heiligsfe Gedanke,׳')׳ der a!us ‘der Ewigkeit aum Eigenlllum■ üinseref "Gefühle!uns gege'be'rti iwurüe, ׳ist'!der Gedanke ׳ dev Umsterb 1 ieriK'2■ t/ Nicht als Gnadengeschenk'allein, sondern ,vielmahr'Vals ■ Fol'gew.irkiiihg•••unserer.. Taten können" ,wir' selbst sieerkämpfen /und •er'neige'iv, t C£׳e '•' S&hh&uch't' "oach dieser Er-, füllühg' /war /!die große, Dirne '׳ im Ldben der seligen Frau, Karoline/Altmann.' . . ׳. . , ,,/ '׳ : י' /Es •würde den. .R׳!!hme,n, dieser ׳Weiheleicr spa-engen,; wollten wir dieses große, reiche .Leben, •wenn auch ,nur •in knappen - Umrissen, nochmals zeichnen. /Unsere Aufgabe •ist es vielmehr, dem hohen Lied der Unsterblichkeit/ der seligen Frau Attmaim, das ln‘diesen Räumen so lebensvollen Wider-׳ hall findet, zu ,lauschen. Was sie als Mutter im eigenen Heim , gewirkt . und' .was •ihr.'.daraus, an; gewaltigen Kräften,: der' S^ele׳ und . des Herzens;?uiwiichs, das gibt;sie nun, auch׳ Kindern anderer ,Mütter...Wenn, sie selbist' am, g7tgesegneten Tisch saß״ da. dachte . sie ,der, Armen,״.die.;, des ״Brotes :׳harren. Wahrlich, . es. läßt •sich kaum ׳eine.,, Form׳ ersinnen, in (der •die •Faiwilie der Verklärten.Ihrem• Angedenken ' ‘bes9e׳r das;Gepräge■ der Ewigkeit'1«1d Unsterblicihkeit/hätte■ verleihen können, :als durch . den. wunderbaren. Gedanken,/den Kindern•. unserer Schule, fiir die •das. Herz.,4er seligen Frau. ABthiann stets 190 warm, geschlagen׳ hat, diese Stiftung der Ausspeisung ׳zu begründen. Die leuchtenden- Augen der gesättigten, Kinder, die Dankestränen der ■Eltern ־;sind ,und׳ werden allezeit sein die beredtsten Zeugen , (für das■ /Wirfken :einer , .großen1,!lebensbejahenden, Frau» Und darum •gebt, an' euch׳, ihr/.Ueben Kindet.die Mahnung.' nach jedem Mahle in den Oadk aum Allmächtigten auch einen Sonnenschlimmer des Angedenkens am ׳die seh'g-e Frau Karoline Altmaun zu ■verweben, da G-tt in ihr Herz und in das Herz ihrer Familie die Fürsorge fiir euch gepflanzt hat. 1 (flm Namen ׳der Verwaltung der Talmud Thora-Schane sei h-ieenit• •die Karoiine Alttnanm-Sc'hi'i'lera1!׳ sspeisiimgsstift11׳ ng zu treuen Händen •ü'beniiomrnen. Es so׳ ■!•!׳und wird 1׳ms׳ere •Aiiifgabe sNn, diese Stiftung zu verweilten, und •so zur Ausführung zu bringen, •daß das Bild der Verklärten ums in •allen Maßnahmen den richtigen Weg zeigt. Es soll und wird ׳unser Bemühen sein•, fiir diese ■ Stiftung 'wate Kreise von Freunden ׳ zd werben, so m es uns gelingt, aus den!; unserer geistigen Obhut anvertränten jungen Seelen glückliche und' zufriedene Menschen zu machen. So*.wird in■ ׳der. G3׳schic,hte. der Talmud Thora ,unsteriMich Gutes winken, das Woflen und der Name der seligen y Frau Karokue Altmann:.“ '■־Die Feier im, Tu 1:-nsaal'fand mit ,dem meisterhaiften Kel ) Mole/Rachtnun /des Oberkahtors B’r'äun (Scbiisdm-1) ihren Abschluß. Hiernach begab,-sich •das Pulbliikum in den großen, ־״ sauberen Sr^iisesaal, wo ׳für 40 Kinder׳ gedeckt war. Fiter wuri dieü vorn' :Präsidenten des Sclhadvareines: Talmud Thora, Kommer- | iz!i!älrat., StegmamdB on-dii•,. die Kinder begrüßt■ ׳und die: Stiftung• * zu treuen Händen des Vorstandes der Talmud Thora über-!nommen. Herr‘ '/Karl Al tm'a/n 11 ergiijfff nun ״im Namen der Familie das Wort, um tief gerührt,, . mit■ träne,nerstlckter. Stimme, fiir die ,Ehrung . zu danken, die ihm ,und seinen Familienmitgliedern, ■'unter denen er. 'Herrn Bernhard Altmann :und dessen-, Gattin besonders ihervorhoib, 'in -dieser Feier zuteil; ward. ■,•■•/■. , ב״ף, •׳■ ׳•־׳-• ••׳ ' ’!Alle (Verwandtani,!Freunde «riid Bckanntqii •laden! wir *auf diesem Wege zur Trauung'unserer Kinder אססי ׳ und ^משה׳ יוד . . ein, welche אי״ה מום ג״ טרב כסלו למז״ט (!Dienstag ■den 23."November d. J.) u!m!halb 2!Uhr in! der SohÜsdiul, ID, Große Sch'iffgasse: 8, stattfindet. , ׳־■' Wien,;im :Kistew 5687.!- Rabbiner Josef B a u m g a. r t e n XI., Herminengasse 13. /• Famii Lederer Lackenbacli. . Abendheim fiir jüdische Mädchen. Der iBund jüdischer Frauen!Deiitschösterrejchs eröffnet Dienstag, ,23. iNovem- ,her.,1926, sein erstes Abendheim ifiir schulentwaehsene ijiidiscjie Mädchen, XX., Denisgasse 33. Geöffnet von halb 7.; bis halb 10 Uhr abends. Rituelle, Speisen auf den Bahnhöfen in Holland. Der Verein ,,RituieH ethen ob •Reis“* (Reor) in Holland hat eine fiir das jüdische Rjelsepublikum sehr■ lditzliahe Eiortditimg ,gc- Hroöeni-tÄttvden :größeren. Balmliöfen ,in.-FIoliaud werden Ifortab kleine; Päckdien .vommlen sein;, tu denen Fleisch, bez-ieiliungsweiise •Käsiebröttohen enthalten ,siind ■ Die -Päckchen send! pl'öu:- bler.t'und werden *uiker/strenger“'rabbinisdier Aufsicht hergdstdlt., ,Der Prelis!für ’,diese koscheren Speösen steift sich niiqiht 'höher als der 'fiir /die, übrige IBeviolkeiriing,!henge-stellten fWaren.1 / ‘ Zwei Monate Gefängnis für ״Judenrepublik“. Vor dem Amtsgerichte Berl'n-Mitte hatte sich, vor kurzem ein junger Mensch au verantworten, der-gelegentlich polizeilicher Vorkehrunigen ׳bei׳ einer Verkehrsstockung;in ■der Chauslseestraße ausgenufen hat: ״Wh ,befinden uns ja in einer Judenrepublik, nur da kann einem so was ,passieren!“ Der (Haaptmann ersuchte ,den Mann, seine Aulsdrücke besser •zu ,wählen* ,Dieser aber meinte,, er •dürfe den lAusdriick '• gebrauchen. Da ließ der Flauqtpjahn , jdpn ,!jungen , ,1Mpnn ^t , Feststeiilumg ins, Polizei-, r^ieiijbf'iii^epv; •Un^rAYeM^Wledertjolte er 1*saiihei.iB^mei'kungbn üb4rUdißl6,Judenf3׳pubrnk“;/ ,Vor Gefibht drjclarte ׳ er,’; er *habe in •einem Artikel gelesen, daß der Ausdruck ״Judenrepubl'k“ nichts Strafwürdiges Sn ■slich^ scMie׳M; Um«übrigen '1sei es seine aufrichtige •Ueberzeugung, ־daß das deutsche Volk tatsächlich in einer Judenrepublik lebe,• ir. der das ganze Wirtschaftsleben von, Juden beeinflußt werde. Das!Urteil lautete' auf zwei Monate Gefängnis. Der Vorsitzende führte in ״der Urteilsbegriindung aus,, daß das Gericht lange darüber beraten, -habe,; ob eine -Beschimpfung der Republik im Sinne ׳des -Repu-' blikschaitzgesctzes stattgefunden habe* Es sei schließlich zu dem Ergebnis ■gehängt, daß solch, eine Beschimpfung in •der Ab-!sicht des Angeklagten gelegen habe* Der französische Kabinettsrat bewilligt die Zufuhr von Koscherfieisch fiir die jüdischen Gemeinden der Schweiz. Z ii r i c h. (AJ1PB.) Wie die ״Jüdische Preßzentrale Zürich“ meldet, -hat der Kabinettsrat der fanzösisehen ׳Regierung sich mit dem Bericht •des Laiidwirtschafts׳• minisleriums befaßt, über die von der Regierung getroffenen Maßnahmen zur Verhinderung der Ausfuhr von Lebensmatt ein׳. Fiir die ,jüdischen ׳Gemeinden ■׳ in׳ <I!er Schweiz wurde die!Ausfuhr von monatlich 800 Doppelzentner frisches' Fleisch gestattet* Der Mord an dem jüdischen Studenten David Falik. Die jüdische!Einwohnerschaft der!Stadt Czeniowitz, der־. Hauptstadt der Bukowina, stellt noch ׳unter dem ,Eindruck des Attentates gegen einen!jüdischen "politischen Äuge-’ klagten im Gcrichtssaal. Die •Vorgeschichte ist folgende:?־ ׳Bei den vor einigen Wochen in Czeniowitz stattgefundenen , ßaccalaureatspn'ifungen waren mehr als' 80 Prozent der jüdischem Kandidaten durchgofallen. 'Der!jüdischen ׳Schüler- Schaft bemächtigte sich starke!Erregung, umsomehr, als, ־allmählich klar geworden war, daß die!Iiistifcutiö'n der; iBaccalaureatspriifungen ein verschleierter!Numerus clausuS sei, dazu ,bestimmt, ׳jüdische ׳Studierende von den ׳Hoch׳־, schulen fenmihalten.!Die Studenten demonstrierten •fiir die Freiheit des ‘Studiums und pfiffen einige Professoren, als/, diese das iPrüfiingslokal verließen, •aus. Prof. Diaconescii, ein* Anhänger •Cuzas, soll sogar, ■als er einen Wagen besteigen wollte, geschlagen worden sein. ׳Es sind aber!Zeugen vorliainden, die bekunden, daß der Angreifer ' ein' r>ubh!entsahor Student war, der sich auch ruthenfischer ,beschimpfender Ausdiriioke _ ׳bediente. •Seit ewiger Zeit führten) die Cuizisten eine blutrünstige Hetze gegen die jüdische Studentenschaft, die die Atmosphäre im Lande vergiftete. Gestern begann der zweite Prozeß gegen' 14 •jüdische )Studierende irn Alter von 15 bis 20 Jahren, die sich •angeblich ׳an den Demonstrafronen׳ beteiligt hatten. Einige der ־Professoren!!ließen; ׳stähdurch Advokaten vertreten, die zu den beriiehtigsten ׳Antisemiten gehören, w.ie z. 1B. der cuzistische Abgeordnete Iliescu und der einmal wegen vielfachen Mordes angeklagt, gewesene Morarescu* Durch die Haltung dieser Cuizisten nahm der Prozeß einen sehr erregten Verlauf.!Morarescu beschimpfte J die jüdischen Verteidiger wieder,holt. Die Cmzisten •wollten es durchsetzen, daß der Prozeß 1i-n einer anderen Stadt mit mehr •antisemitischer Atmosphäre zur Durchführung gelangt. Am Schluß des csten Prozeßtages, als die )Beteiligten gerade den Verhandlnngssaal verließen, gab der •aus Jassy z1׳!gewaa1de:rte 31,jährige: Miitfcteahüler Teutu ׳gegen• dien ■angeklagten!jüdischen Studenten David Falik einen Schuß ab, ■durch •den dieser zu!Boden gestreckt wurde. ■Falik ver- 10!r ׳s׳d!f׳ort das Bewußtsein, wurde i-n ein jüdisches •Krankenhaus gebracht und dort operiert. Die •Operation konnte aber sein Leben nicht retten. Der Attentäter wurde festgenommen und erklärte 1beim ersten Verhör, er sei eigens aus Jassy hergekorrnmen, um David Falik ׳zu erschießen. Den Ansporn hiezu erhielt er durch die Leiktüre einer vom klägreischen Professor Diaconescii veröffentlichten Broschüre, in der geschildert wurde, wie rumänisclie Professören von!jüdischen Jungen verhöhnt• wurden, ln der Bro- . schtire ,wird der junge Falik :als einer de Haupttäter dar- * gestellt, weswegen er den Entschluß!faßte, Falik aus dem Wege •zu ׳räuimen. — Nach zwei■ martenvollen Talgen ist der junge David! Falik seinen Verletzungen eir-legen. Jerusalem wird ein besonderer Verwaltungsbezirk. In unterrichteten Kreisen wird erzählt, ,es bestehe der Plan, die Stadt Jerusalem als eiineit selbständigen! Verwaltungsdistikt z׳u etablteren, der von dem palästinensischen Süddistrikt unabihänglg sein soll* Jerusalem werde einen eigenen; Gouverneur erhalten, der •dem IHauptsekretariat der Regierung;direkt unterstellt ist. ׳Das Verwaltungszentrum •des Süddistdkts j wird sodann Jaffa sein. Laut der Proklamation Lord/Plumers;vom;,11* September 1925 ist Palästina' in zwei Distrikte gel te,iJ׳t. und zwar a) in eiinen׳ Norddiisttt-iikt mit deim׳ Venwalltuugssi׳fz •in• Kala!, ׳dler dlie Unterdisfrlikte!Halfa. ,.Acre,. Nazairetih, Tilberias. •Safeid, Nablus, Jemiri, Tiukarcm und Bleiisan׳, b)!in einen Siiddlistrikt m1i,t detm Verwaftiingssite ׳in! J,e!r,u׳sal׳em!,; der ,/dlte 1Un׳te11d!iis׳t!riikte •Je׳r׳i!1salem, Ramallah, Bethlehem; Jericho, Jaffa'; Raimfeh.!Gaza, Hebron!und 'Beersheba ׳umfaßt. 29.096 jüdische Arbeiter in Palästina. Soeben wurde das Ergebnis der am, ■1* September 1926 vorgenommenen Zähl!u,ng der •jüdischen■' Arbeiterschaft veröffentlicht. Darnach;״leben ■ in Jaffa :und Tel-Aw־iw 6512, arbeitende ,Männer, ‘und;( ׳38׳1^׳ arbeitende!Frauen. Tn Haifa leben 4036 männliche ■und■ 3138 .weibliehe Arbe.'er, in Jerusalem 3277 männliche!und 1711 < we׳ib- -licSie Arbeitet-, in Afuleh 357 männliche, 188 weibliche, •in Tiberias 649 mäainliohe und 164 weibliche, ■in Safed 90 mänh-, liehe ׳und 87 weibliche, i!1 Acre 127 männliche und 87 weibliehe Arbeiter. Die Zahl der Arbeiter an der Eisenbahnstrecke Jaffa—üjudd beträgt 71 Männer und 40 Frauen. Hb Sarafand leben 35 männliche und 18 weibliche Arbeiter, ,in Nazareth 17 männliche und 28 ׳weibliche, in Nablus 8 männliche und 3 ׳weibliche, in!Gaza 5 männliche, und 4 weibliche Arbeiter. ׳Die Gesamtzahl der jüdischen Arbeiter beträgt. H88!4. die der jüdischen Arbeiterinnen 8563. ,Diese Ziffern betreffen nur die Städte. ׳66,3׳ Prozent dieser Arbeiter und Arbeiterinnen sind Mitglieder der allgemeinen ׳jiidilschsn Arbeiterorganisation (!H'istadnilh klalit-h). Di׳e Zahl der ׳jüdischen Arbeiter;in den Kolonien des!südlichen lind nördlichen Judäa, Samarias ,und Galiläas beträgt 3745 Männer 1568' Frauen, insgesamt also 5313 Arbeitende, von denen 80 Prozent der allgemeinen jiidisehen Arbeiterorganisation ange-hören- Die Palästina-Presse in Zahlen. Die soeben׳ erschienene bibliographische V־ie-.rteIjalh׳ressdhr!!1ft ״Ki׳rj.alh •Septer“,, das Organ der ׳jüdischen!National- ׳und Uniiversi,tätsbibliothek,;ist als Sondermummer der ■Presse « •Palästina )gewidmet. Laut den!Angaben von ,.,iK-:׳r!jat!!1 Seipher“ ®!bt־ ,es ,in Palästina 97 ׳Zeitungen und ׳ iperiodi'sch er scheinen,die Druckschriften; davon -siind 52!höbräißoh, •' 25 a:nalbi:s׳ch, 8 englisch, 3 dleutsch3 ,׳ iframzösisch. 1 gntechiiiscli, '1!italienisch und 1 spanisch. Louis Marshall zum Präsidenten des amerikanisch-jüdisehen Komitees wiedergewählt. — Erklärung gegen die Schwarz- , barth-Verteldigung. Das amenkanilsdi-jüdiscihie Komitee, ■das ,' sich •diie Verteidigung ׳der jüdischen! Redite ,und Interessen der;ganzen Welt :zur Aufgabe gemacht hat, hielt heute eine Sitzung 5 ab und wählte Hemm!Lodis M.ar׳sh!all wi־ed!er ׳zum!Präsi!denten.; Herr Marsihdll hielt •bei•, diielrer Gelegenheit e!ine Ansprache, in der ׳er sich mit der gegenwärtigem Lage der Ju-deri ■beschäftigte. 1 Er kam insbesondere auf diie Affäre Schwanzbarth izu sp re dien ׳und׳' drückte seine Unzufriedenheit mit gewissen Zeitungen und . Orgauil'atlonan aus, -diie den- Schalom Schwanzbarth, der den ׳ ukrainischen Attamam Petljuira •ermordet hat,!za! einem natio-- ' ׳nalen!Helden proklamieren. In der Wirklichkeit, so' führte Herr;Marshall weiter aus, sei ein Eintreten für diie Tat Schwarzbarths ' unberechtigt und unverantwortlich. ....