Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 36-37 (8.9.1926)
- Date
- 1926-09-08
- Page
- Seite 260 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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ו Seite 260 Bwinsker Oaon, vierzig Jahre lang, bis zum' Tage seines Todes. Und er verläßt seine Gemeinde Dwinsk auch nicht in ihren kritischesten Tagen, . auch dann nicht, als in der kriegsumtobteri Stadt Gefahren für Leib und Leben dem bereits ergrauten. Rabbi drohen. Wie ein Vater sich über , seine gefährdeten Kinder mit schützenden Armen neigt, so sägte Rabbi Mejir Simcho, als die Stadt wie in einem Flammenmeer zwischen den beiden Fronten lag und sich alles rettete, was sich retten konnte: ,;Ich verlasse meine Gemeinde‘nicht, so lange ich noch zehn■ Mitglieder bier habe, mit denen ich beten und lernen kann.“ Er hielt sein Versprechen und blieb, und seine Persönlichkeit, seine Erscheinung und seine Autorität konnten viel Unheil für Gemeinde und Einzelne verhüten. Er blieb auch, nachdem sein; Haus, das sich außerhalb der. Stadt befand, von einem •Geschoß getroffen, in Flammen aufgegahgen war. Andere Gemeinden glaubten, die Situation nützen zu können und wandten sich an Rabbi Mejir Simcho mit verlöckenden Anträgen, auf daß er zu ihnen komme und seifi Leben in Sicherheit bringe. Er blieb in seiner Stadt und in seiner bedrängten Gemeinde. Die größte Gefahr drohte ihm, als nach Beendigung des Krieges die Bolschewiken in Dwinsk einzogen und mit den anderen Geistlichen aüch den Rabbi als Geisel verhafteten. Es hört sich fast wie eine der vielen um ihn erzählten Legenden an und ist doch keine, daß ein Christ, und zwar ein Schinder von Beruf lind Heizerdes Gemeindebades namens Purin, sich mit dem eigenen Leben für den Rabbi einsetzte und die Bolschewikenführer anflehte, man möchte ihn, Purin, erschießen, aber den Rabbi, der ,der gute Schutzengel der Stadt sei, unbelästigt lassen. Rabbi Mejir Simcho war der Führer,’nicht allein in talmudische Tiefen .:hinab und zu geistigen Höhen hinauf, sondern auch in weltlichen Fragen, in Gemeindeangelegen־ heiten und. in den Dingen des Alltags. Ueber seine Weltklugheit werden in Rußland geradezu Märchen erzählt. Wie seinerzeit das Rabbinerhaus in Kowno, so war auch das Haus des ״Dwinsker Gaon“ von morgens bis in die späte Abendstunde angefüllt von Menschen, die mit ihren mannigfachen allgemeinen und privaten Anliegen kamen. Täglich brachte die Post Stöße von halachischen Anfragen aus allen Weltgegenden. Im Vorzimmer warteten Parteien der Schlichtung ihrer geschäftlichen Differenzehi Rabbiner aus der Provinz kamen und gingen, Rat- und Hilfesuchende füllten das Haus, und keiner ging ungehört von dannen. An den diversen Rabbinerkönferenzen in der ׳zaristischen Zeit nahm er mit Rat und Tat regen Anteil. Bei Gründung der Agudas Jisroel-Weltorganisation hielt er sich‘ bereits für zu alt, um aktiv in den Mittelpunkt der Bewegung zu treten. Er verfolgte aber die Bestrebungen und sah ihren Zielen entgegen, nicht immer frei von Skepsis und Kritik, aber im ganzen hoffenden Herzens. So trug er sich, wie(u'ns der Rakower Raw, der zu seinen Schülern und glühenden Verehrern zählt, übermittelt, mit der■ festen Absicht, zur Kenessio Gedaulo nach Wien zu kommen. Und nur hohes Alter und körperliche Schwäche i ׳ 'Gedenket an den hohen Feiertagen der spendet ihr reichlich, damit sie trotz ihrer grossen Bedrängnis den Armen beistehen könne. Synagoge war lind ׳auch vor ׳ einigen Jahrzehnten wieder von den Juden hätte erworben und seiner alten Bestimmung Wiedergegeben werden ■können, dann hilft mir. .di?:. Erfahrung,. daß. binnen, einem, Jahrzehnt in - der., inneren Struktur einer "einzigen;Gemeinde eine solche Wandlung zum Ursprung und zur "Gesundung sich vollziehen . konnte, über alle . Trauer ob der Vergangenheit und über alle Zweifel an unserer Zukunft hinweg. : ־ אני ישנה ולבי ער'— wenn audh‘ Jahrhunderte hindurch alles jüdische' Leben in dieser Stadt schlief, wenn es auch dann nach dem Fallen :äußerer Beschränkung'en. erst recht in .iBeschränktheit und Anhetung äußeren Scheins verfallen zu wollen schien, das Herz, des jüdischen Lebens, dgs einst so lebhaft, in : diesen Mauern pulsiert hatte, hat nun ■doch wieder zu, schlagen• begonnen . . .: ־ •: Wie bei drier Stadt von so großer geschichtlicher Bedeutung gar nicht anders zu erwarten, ist in Wiener-: Neustadt das Interesse für historische Tatsachen im! allgemeinen sehr rege und auf Schritt und Tritt sieht י map. an den Häusern interessante Gedenktafeln,;die zu-:׳ sammengenommen schon.ein kleines Lehrbuch der Geschjehte-dieser Stadt.bilden. Nur der edelsten, der. . s^e e 11■ s cjfi größten Söhne dieser Stadt, vor allem des1 R. israel Tsserlein, gedenkt kein Stein (sein Grabstein - ist gleich vielen anderen entweder vernichtet oder' noch in den Grundfesten irgend eines Hauses v.erborgen) und doch müßte eigentlich an allen Eingängen des alten Judenviertels‘ Goethes Wort prangen: ״Die Stätte, die ein . guter Mensch betrat, ist eingeweiht.“ Nach besten Kräften jedoch glaube ■ich; mit der Herausgäbe dieses־ Werkes jenen großen Männern aus der Vergangenheit Wiener-Neustadts ein Denkmal — aere perennius —• dauerhafter als ■Enz ■und Stein in dem Her.zen errichten geholfen zu־ haben, dias• der jüdischen' Jugend nicht nur ■in dieser Stadt, ■sondern ■in;ganz: ■Mitteleuropa zur Bekanntschaft mit ihren unsterblichen‘ Werken■ und zu erneutem Wetteifer in•ihrerp Geiste verheben ■,soll. ׳ ‘; •-־: sind seit 1870 die bestem; Fabrik: Wieii XV. : Staglgasse Nr. 10. Telepbon 38-4-19 . Filiale: VII., Bur?ga88© Nr. 17. Te'epboD 32-8*80 f Messet Rotunde, Stand Nr• 3659/63 S.fliri;.ouc •־I.fcj .{ £ JÜDISCHE PRESSE Nr. 36/37 hielten ihn im letzten Augenblick davor zurück, sich, wie er sich ausdrückte, an dem כנוס צדיקים zu beteiligen. In Dwinsk wie überhaupt in Lettland und im Osten war Rabbi Mejir Simcho schon zu Lebzeiten zu einer sagenhaften Gestalt verklärt, um deren Haupt sich ein . ganzer Legenclenkranz windet. Er selbst wollte und durfte von all den ihm zugesprochenen übernatürlichen Kräften nichts wissen. Wiewohl Nahestehende wissen, daß er sich auch mit Sohar und kabbalistischen Schriften befaßte; vermied er es in seiner öffentlichen Lehrtätigkeit, an die Geheimnisse von Welt und Lehre zu rühren. Wie der Wilnaer Gaon glaubte er, erst nach erworbener Meisterluach-Blätter der AM Jisroel-Jugendgrußpe (dien תיפ״ז — 5687 Soeben in bedeutend erweitertem Umfang erschienen (80Seiten) Aus dem Inhalt: Ausblick auf die Agudoh-Arbeit im Jahre 5887. P. K. Wann hat die Erziehung zum Klallgedanken zu beginnen? Dr. Michalski, Karlsruhe. Bilder von der Wiener Agudoh-Jugeiid. Ben Jisroel. Großstadtjugend und Jeschiwah. Dr. Deutschläncer, Wien. Aufrechte Jüdischkeit. G. G. Grundzüge der Erez Israel-Politik. Jakob Rosenhein, Frankfurt a. M. Unsere Einstellung zu Erez-Jisroel. Dr. Isaak Breuer, Frankfurt a. M. Aus den Aufzeichnungen eines Erez-Jisroel-Reisenden. M. Löwy, Bratislava. Jüdisches Kunsthandwerk einst und jetzt. A. Weiß, Wien. I Mattersdorf. Sie und wir. S. Schachnowitz, Frankfurt a. M. דער כח פון תורה. שבתי שיינפעלר, חיען. Reichlich illustriert, Preis S 1■— (liir Aguda-Orgnnisntionen ermiissigt) ן Erhältlich in der Jugendgruppe, Wien, II., Floßgasse 1 und in den jüdischen Buchhandlungen 1 27 I fenrt** •' *d» 40• ״in( 4* »4 17Hak^l«| Seit vielen Jahren das an• erkannt beste נשמה־ליבט Man achte auf die ges. gesell. Marke ״Hygien. Königslicht“ u. Name Schulz. Fabrik und Bureau: XIV., Braunhirschengasse 3 Generalvertretung für die Tschechoslowakei u. Lager Stern Mor & Sohn, Galanta.׳ Schaft im חלס הנגלה den Versuch wagen zu dürfen, in das offene Meer der Kabbala hinauszuschwimmen. Von diesem Geiste der absoluten Klarheit bei aller Tiefe sind auch seine Werke getragen, die, wie wir hoffen, aus dem Nachlasse auch noch wesentliche Bereicherung erhalten. Einer der aus dem letzten Jahrhundert zu uns. hineinragenden großen Gaonim ist gegangen, der letzte wohl von diesem Ausmaß. Das Ostjudentum und mit ihm das Thorajudentum der Welt steht verwaist an der Bahre seines ersten geistigen Führers זכותו ען עלעו. (Nach dem Frankfurter ״Israelit״.) |@00| Vom Tage,!®®® Sie mögen alle einen Bund bilden. So oft die ״großen furchtbaren Tage“ sich nähern, w'ird in den jüdischen Herzen das Ideal nach der Aguda Achäs, nach dem einen Bund, der alle Menschen vereinen soll, lebendig. Keine Enttäuschung kann diese Zukunfts- Sehnsucht aus dem jüdischen Herzen reißen. Wir verfolgen mit verständnisvoller Aufmerksamkeit das, Ringen der Menschheit nach diesem Ideal, denn dieser eine Bund ist auch für jeden Menschen heilig. Als nach dem furcht- .baren Weltkrieg der Völkerbund entstanden ist, hat man sich in weiten jüdischen Kreisen der Hoffnung hingegeben, daß nun der Frieden dieser Aguda Achas, dieses alle Staaten vereinenden Bundes gekommen ist. Weite jüdische Gruppen haben den Völkerbund geradezu als eine jüdische Idee, als den Beginn der Verwirklichung des uralten jüdischen Ideals, bejubelt. Sie haben die! Arbeit für den Völkerbund als eine wichtige und dringende jüdische Arbeit bezeichnet. Nach dem Frühling kam aber ein Herbst, der keine Früchte brachte. Der Völkerbund wankt von Krise zu Krise und es stellt sich immer klarer heraus, daß er nicht auf Recht und Gerechtig■! k e i t, sondern auf Macht aufgebaut ist. Auf Macht fast in der schlechtesten Form, gehüllt in den täuschenden Mantel des Rechtes. In den ernsten Stunden cler Prüfung fiel der Mantel und da zeigte sich in geradezu grauenhafter Erbärmlichkeit das Ringen um Macht in dieser angeblich auf Recht begründeten Gesellschaft. •Auch zur Stunde n!acht der Völkerbund eine solche Krise mit. Es wird dort zurzeit 11m die ständigen und halbständigen Ratsitze gerungen. Fast niemand von den Beteiligten hat ein rechtes Vertrauen znm Recht, hingegen pochen alle, auf ihre Machtstellen. Die jüdische Seele krümmt und windet sich vor Schmerz angesichts dieser herben Enttäuschung.. — Doch diese jüdische Seele läßt sich nicht enttäuschen. Vielmehr dienen all diese Krisen nur dazu, uns in unserem Glauben zu befestigen. Die Versuche der modernen europäischen' Menschen, die Schöpfungen der modernen Staaten scheitern, weil sie auf einer untauglichen Grundlage für das holle klealdes ״einen Bundes“ arbeiten. Unser Zukunftsideal, unsere ״Aguda Achas“, kann nur geschaffen und erhalten werden, mit •dem festen Vorhaben, den Willen G-ttes zu erfüllen. Nur ein in diesem Zeichen geschaffener Bund ist das jüdische Menschenbund-ideal. ״Mögen sie alle einen Bund bilden, um Deinen Willen, o ׳Ewiger, mit ganzem Herzen zu erfüllen.“ כשי Fleisch 11. Greflügel unter Aufsicht der עדת ישראל (Schiffschul). Se’chwaren aus der Fabrik Gabriel . Fischer wie sämtliche : Weine und Spezefeiwaren י ■• ■ ־■״- י! .כשרי ML Bckerling•, Wien, IX , Liechtensteinstrasse Nr. 117 Der Konvertit; , •׳•־: :Ar■-■ '׳?obf’flJ Diese Erzählufig entnehmen wir dem soeben erschienenen Werke des bekannten : . .. '■. Schriftst.eReESrjniRegjeciuigsr.at;;■ Jv.־>K-r e p p,e 1• (Das Werk ist.,unter dem Namen ״Ostj i'1 di s c h e g e n d e n“ im Verlag ״Das Buch“, Wien,' 8. Bez., Alserstraße 55> erschienen lind',kostet 4 Goldmark 6.50 Schilling.) D. R. Rabbi Leib Sarahs - verbrachte sein ganzes Leben auf der Wanderung; W.o ‘er den Tag verbrachte, übernachtete er selten. Bloß Sabbat und Feiertag blieb er 24 oder 48 Stunden an eibCm ׳ und demselben Ort. ■ Ueberall gibt es so; viel zu tun — pflegte er zu sagen. Es gilt Sünder der ■Buße zuzuführen, Verirrte auf den rechten Weg• zu brihgen, Gefangene zu befreien, Bedürftigen beizustehen — ja herumirrenden Seelen die ewigö Ruhe zu ,verschaffen. jAljc:dieä muß an Ort und Stelle geschehen.״MÜn"darr ׳hibhF■ warten, bis es־ an den Menschen herankommt•,• ׳-man-*muß aufsuchen und nachforschen. . J; .. 1: . ,; Wo immer •;R^Bblf £$$) Weilte, selbst 'in einem entlegenen Dorfe — nie fehlte es an ‘zehn Juden, um das Geheul mit ״Minjan“ vetriilhtenfi&u können. U.ebernachtete er irgendwo in einer Dorfschenke, selbst: in einer Feldschenke — zur rechten Zeit' iaiiichten jüdische Reisende auf, die ]das. ״Minjan“ ergänzten, v Bloß/.einmal drohte :die'■Gefahr, daß ,Rabfci .Leib, ohne ״Minjan“ bleibe, und die9 an keinem gewöhnlichen Tage, sondern gerade am Versöhnungstage.. Während Rabbi Leib im Laufe des ganzen Jahres sich damit begnügte, mit r״Minjan“ zu beten, wobei es ihm gleichgültig blieb,-■'ob'׳ ■das Gebet in einem Bethaus oder in einer beliebigen Schenke vor sich gehe,׳ war er für den Versöhnungstag darauf ■bedacht, in einer Synagoge zu beten. An diesem heiligsten aller Tage wollte er nur dort mit seinem Gott Sprechen, wo das■ ganze Jahr hindurch Gott gedient und gehuldigt wird. Deswegen pflegte er jedes Jahr am Rüsttage/des ״Jom Kipur“ sich zu beeilen, um rechtzeitig in ein.e^jädt zu gelangen. ־ Eines Jahres passierte es aber, daß Rabbi Leib trotz aller Anstrengungen,! in eine Stadt zu gelangen; mit: einem Dorfe vorlieb < nehmen mußte. Am Rüsttage des Versöhnungstages׳/ wurde er von einem furchtr baren Sturm überrascht und konnte den Weg nicht fortsetzen'.' Mit schwerer Mühe schleppte sich, sein •Wagen bis in das nächste Dorf. Als ■d£r: Sturm aufhörte, war es bereits zu spät, sich auf den. weiteren Weg;hinauszuwagen und so mußte Rabbi Leib im Dorfe verbleiben!.■ Im Hause des Dörfschenkers wurde alljährlich für die hohen Feiertage ein ״Minjan“ abgehalten. Aus. den umliegenden Dörfern pflegten die dort wohnenden Juden sich hier Zu versammeln, um die Gebete zu verrichten. Auch am vergangenen :Neujahrsfest war dies der Fall und der Schenker'; versicherte den Rabbi, daß es an ״Minjan.“ nicht fehlen werde. Als der Abend herannahte, nahm Rabbi• Leib ein 1Bad in dem um das Dorf laufenden Fluß, verzehrte die letzte. Mahlzeit und begab sich in das für die ■Andacht bestimmte' Zimmer, , zog Kittel (Totenhemd) und Tallis an und begann die dem eigentlichen Gebete vorgehenden. Bekenntnisse und ״Techinoth“ zu rezitieren.׳ Er war in seine Andacht vertieft, als ihm die Mit־ teilung gemacht wurde, es werde diesmal kein ״Minjan“ geben. Zwei Juden aus einem Nachbardorfe mußten unerwartet für den Versöhnungstag in die Stadt. Mit dem Rabbi sind bloß neun erwachsene Männer vorhanden, Der Zehnte fehlt. , Die Nachricht wirkte auf -alle Anwesenden wie Keuienschläge. Noch nie ist ihnen so etwas passiert. Im Betzimmer herrschte Totenstille. Was ist da zu tun?.״ Der Rabbi unterbrach nach einigem Nachdenken das Schweigen. ״Ist nicht doch die Möglichkeit vor■( handen, von irgendwo einen Juden herbeizuholen?“ ״Nein!“ — erhielt er zur Antwort — ״das nächste Dorf, in welchem ״Minjan“ abgehalten •wird, ist einige Meilen weit. Wie . soll man in einer so vorgerückten Stunde dorthin gelangen und rechtzeitig zurückkehren?“ ״Ist vielleicht im Dörfe ein Konvertit vorhanden, der zum Judentum zurückkehren möchte?“ — fragt weiter Rabbi Leib. ״Kein Konvertit,“ lautete die Antwort, ״außer...“ ״Außer?“ — fragte der Rabbi. . T ״äiA!yßer... außer... außer unserem Gutsbesitzer,“ stammelten einige‘.; : —״■׳Und?“ — forschte der Rabbi. ״Dieser hat sich aber bereits vor 40 Jahren in seiner Jugend getauft.“ — ״Hat er nicht jemals den Wunsch geäußert, wieder Jude zu werden?^‘ — wollte Rabbi. Leib wissen. ״Darüber ist nichts bekannt.“ ״Ist er ein frommer Katholik? Besucht er eifrig die Kirche? Verkehrt er oft mit dem Pfarrer?“ — fragte Rabbi Leib. ״Nein, er kommt selten'in die Kirche und beteiligt sich auch selten am religiösen Leben des Dorfes.“ \ — ״Wo wohnt er?“. . : Die Anwesenden zeigten dem Rabbi durchs Fenster den GutsJiof.! Rabbi Leib legte den Tallis ab und verließ im Kittel das, Zimmer. . •, Die Anwesenden befiel eine große Angst. Wer weiß, Spendet für den. der Adas Jisroel, Wien, II., Nestroygasse 11 ■.. 1• :׳ ד.־.־ . u rix;■r. f •■ 1 1(-;(45דח f. -׳»ןל ג! סכין »; חעיז•.--. c׳r׳öf! o 1?1 ־JltÜUv ni־. "T!01 '.IV I)