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Jüdische Presse · 1926-09-08 · 36-37 (8.9.1926) · p. Seite 257

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Journal
Jüdische Presse
Volume
12 (1926)
Issue
36-37 (8.9.1926)
Date
1926-09-08
Page
Seite 257 (sequence 7)
Language
German
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Seite 257 Nr. 36/37 JÜDISCHE PRESSE ^AiUüonQri Kokospalmen liefern jährlich ihre Nüsse zur Herstellung des reinlichen, hygienisch einwandfreien Speisefettes kmimsi, 100 Prozent reines Fett aus Kokosnüssen. כ ’ש ר KlüitmMjU verknüpft. Schon aus den Erzählungen der Bibel geht hervor, daß bereits bei den alten Hebräern diesSchmiede sich durch besondere Geschicklichkeit auszpichheten. Es" ist unleugbar, eine historische Tatsache, däß der Plan zum Aufbau des salomonischen Tempels von Hiram, dem, Phönizier, stämnit; aber jüdische Bauleute und Hand- Werker, jüdische Metallarbeiter, jüdische Färber und jüdi־ sehe Weber haben nicht in geringem Maß zu jenem prächtigen Bau beigetragen. Tatsächlich warefi Juden im Mittelalter bahnbrechend in der Kunst der Seidenweberei(,, im Färben, im Teppichknüpfen und in der Erzeugung von, geschliffenem Glas, eine Kunst, welche sie von Tyrusi: nach Venedig verpflanzten. Von der großen Synagoge in Alexandria — sie war so groß, daß Signalfahnen ge־•' schwenkt vverden mußten, damit die Andächtigen zur richtigen Zeit das Amen sprechen konnten — wird berichtet, daß die Beter, nach Zünften geordnet, ihre Plätze, hatten, und so entnehmen wir, daß es dort eine Gilde der, Nagel-. und Nad'elmacher, Hufeisenmacher und Schmiede gab. Zu einer späteren Zeit finden wir in Sevilla ein jüdisches Viertel, Flatcria genannt, was gleichbedeutend mit Goldschmiedstraße ist. (m Mittelalter standen Juden in besonderem Ruf als Gold- und Silberschmiede, geradeso wie sie heute, namentlich in Antwerpen und! Amsterdam, als gute Diamantschneider und geschickte Brillantenfasser berühmt sind. Juden finden wir weiter in jedem Zweige industrieller Tätigkeit. Mehr als einmal ist ein Verzeichnis der Berufe, in welchen Juden im Mittelalter tätig waren, verfaßt worden und jede Arbeit, auch die schwierige des Bergarbeiters, kommt darin vor. In England besagt eine Tradition, daß Juden aus Böhmen im Zeit* alter der Königin Elisabeth neue Methoden einer ratioJ uellen Kohlenförderung im Bergbau herübergebracht haben. Wenn auch eine historische Quelle für diese lieberlieferung fehlt, so ist sie bezeichnend für die Mannigfaltigkeit jüdischer Berufe. Arbeit war seit jeher ein hohes Ideal in der jüdischen Gedankenwelt. Die Erschaffung der Welt soll den Segen der Arbeit beweisen und im Gebot der Sabbathruhe ist auch das Arbeitsgehot für die sechs Werktage enthalten. ,,Wenn du von der Arbeil deiner Hände essest/‘ schreibt der Psalmist, ״dann wirs? du glücklich sein und es wird dir wohl ergehen.“ Ebenso hoch wie der Talmud das Studium und insbesondere das Thorastudium hochhält, so wird der Wert der Arbeit geschätzt. ״Jedermann soll seinem Sohner ein Gewerbe erlernen lassen“ ist ein talmudischer Satz, der die Be: deutung der Arbeit nach talmudischer Auffassung am deutlichsten zum Ausdruck bringt. Was nun den Handel anbelangt, so haben Juden an diesem Zweige ökonomischer Kräfteentfaltung mit großem Erfolg tätigen Anteil genommen. Tatsächlich ist der Jude in der Vorstellung vieler Leute der personifizierte, Händler. Nichtsdestoweniger war es ein großer Jude, der den Satz niederschrieb: So wie ein Nagel fest zwischen den Fugen der Mauer steckt, so stecktTüie Sünde heimlieh zwischen Kauf und Verkauf. Aber ungeachtet des Ausspruches von Ben Sirach haben die Juden seit den frühesten Zeiten, eine rege kommerzielle Tätigkeit entfaltet. Man muß einfach "zu der rein selbstverständlichen Annahme gelangen, daß bei den Juden, ebenso wie bei den anderen Völkern, ein Tausch von Gütern $tattge- , funden hat. Wie entzückend ist in den Sprüchen Salomon's! die ״tüchtige Frau“ אשת חיל geschildert, unter deren Tugenden auch die eine erwähnt wird, ״daß sie ■ ihren Gürtel dem Kaufmann gab.“ So wie es feststeht, daß Juden an allen Zweigen ökonomischer-Tätigkeit teilgenom:; men..:haben und.sich..noch beteiligen, sokann:,dem nicht י widersprochen werden, daß sie für manche Berufe be- sondere Vorliebe haben,'wie für die Textilindustrie und; den Handel mit den Erzeugnissen derselben, Bankwesen, Theaterunternehmungen und Lebensmittelhandel. Diese . Tatsache ist kein zusammengesetztes Problefh und die Lösung ist für. denjenigen, der die Rasseeigentümlichkeiten׳ tiungiSiaingeliegeniheiten einer iGemeimde!von! reiigiösen Jaiden־. zur Geltung' zu bringen. 4. Auf Grund des ,Din Thora ist. es verboten׳, aus, ' ' der Gemeindekasse, •Institutionen. Unternehmungen' und׳ Be- Strebungen zu unterstützen, die nicht den Thoragesetzen ensprechen; ׳umwieviel weniger solche, die Beitreibungen1 •' ■fördern, die im Gegensatz ׳zur Religion .stehen; so ®um , ’ . ..Beispiel ■die Unterstützung irreligiöser Schulen! oder An- ׳; . stalten, in denen man den Sabbat entweiht, von!Küchen, ־ . in denen man genießt ׳und ähnliches. . 5 ' ׳. (Ami Grund ׳des Din Thora ■ist •es’ einem pifichttreuen ■Juden verboten, einer Gemeinde anzugehören, ׳welche die vorstehenden Grunidprinziipien1 , nicht •als. ׳Grundlage ihrer Verfassung anerkennen׳!will. Diese Erklärung ׳läßt die Größe ׳der Kliuft ahnen׳, die; zwischen den; orthodoxen Juden in Palästina ., .und zwischen jenen. Juden gäihnt, die such in den Assefath ■Hanifcharim. (Detegiertenversammlung, der!palästinensischen׳ (Juden) ׳eine; Vertretung gegeben haben. ׳Nach vielen,.Jahren) fanden, am 19. ■Kislew d. J. die Wahlen;zu dieser Delegiertenversammlung statt.. Die Frage des Frauen!Wahlrechtes hat bei dies er Gelegenheit den heftigsten׳ Kampf .in Palästina hervorgerufen. ׳ ..Alle rabbitdschau Autoritäten des Laudes,.das (gesamte ^abbjtjat, des Kubischen Bes-Oin, .zuletzt auch;, Gberrabibjner 'Kufy selbst,; nahmen i׳n Form eines!Dementi! falscher' misracbistisciher Be-1 hauptungen entschieden 2 e ,g e n!d a s Fra u, e n ׳w a h 1 r e c h t Stellung.' Diie orthodoxen Kreise haben *eine Parole :zur, Wahl-; enthaltauhg!usgegelben1. Die Paraole /wurde von über 50 ׳Pro-- aept dies pästinenlslschen . Ji'schijiw’, befolgt, überdies wurde ', ein Protest von über 7000 Unterschriften gegen die Anerkenmmg der!so zustande gekommenen Delegier,tenversammiung' ׳der, Regierung übersieht.; .Diese Inneren ,׳Kämpfe, die.in der 'ersten Hälfte dieses' Jahres die .Gemüter in Erez Israel, besonders aber in Jerusalem bis zur Siedehitze gebracht haben, sind in der zweiten Hälfte des Jahr8׳s durch׳ die bedauerliche Verschärfung der Wirtschaftekrise!in den (Hintergrund gedrängt worden.!In der!zweiten Hälfte1 des Jahres ,stand Palästina im Zeidhen einer bisher noch nicht; dagewesenen' Wirtschaftskrise Einige Ziffern aus der Statistik ' der Arbeitslosen!erhalten ׳geradezu ׳grauenhaft diese Tatsachen, i Im Juli. 1925 zählte״ man 300 Arbeitslose ini Jerusalem, imj August 950, im Septem(ber.975״ Oktöih^r, 1750, November.!2000,1 Deaiemlber 2700, im Jänner! 1926 4(729, Februar 4741, März 4902;,! April 5657,־!Mai 6113־, •Juni 6400.־ Unter ׳diesen^ Umständen - hat! auch die Auswanderung eine npeh nicht• dagewesene Höhe: er-y reicht.־ Im Monate Juli 1926 sind . 989 Personen: aus Palästina' '8^° jüden. Im Monate Juni; der Juden kennt, sehr leicht. Der Jude ist geistig sehr! regsam, nachdenklich und berechnend, das ist auch die Ursache, warum es unter den Juden so viele Mathematiker und Schachspieler gibt; der Jude besitzt die Initiative, Unternehmungsgeist, Ausdauer und die Fähigkeit zu schwerer Arbeit, kurz der Jude hat einen Kopf und weiß ihn richtig zu gebrauchen. Beinahe instinktiv findet er daher heraus, wo Geschäftsmöglichkeiten stecken, gleichviel ob im Handel oder in der Industrie. Juden sind stark in der Textil- und Bekleidungsindustrie vertreten. Die Ueb’erlegung eines Augenblickes zeigt; daß der Bedarf an Kleidungsstücken einer der frühesten Notwendigkeiten ist, welche in der Geschichte der, Zivilisation sich immer fühlbar macht und überall auftritt. In Erkenntnis dieser natürlichen Tatsachen1 hat es den Juden immer schon zum Schneidereibetrieb hingezogeg. So ist es auch mii den anderen Berufen, wo sich Juden in etwas größeren Zahl vorfinden, wie Schuhmacher, Hutmacher, Wäscheerzeuger und ähnliche Berufe. Der Jude ist nebstbei mit einer guten Dosis ■Einbildungskraft begabt und das hilft ihm wieder, alle ökonomischen Möglichkeiten auszudenken.‘ Ist es nicht bezeichnend, daß im Jahre 653, als der Koloß von Rhodus ׳ zusammenfiel, ein jüdischer Kauf: mann die Trümmer •kaufte und sie auf 900 Kamelen fort- . führte. Eine Tatsache solcher Arb kann nur durch jüdisehe Einbildungskraft erklärt werden.. Wo immer sich ׳ eine Industrie entwickelt öder'ein [Beruf zu' prosperiere« •scheint, ist der״, Jude schnell.;.day^Ufn ..nach dem Rechten 1 zu -sehen.; (Uebrigens trifft das gleiche auch bei den Griechen, Armeniern und Schotten;!zu.) Als die Eisenbahnen , zuerst in Europa in.; Entstehung begriffen, waren, erfaßten:!jüdische FinaijQierS,sofort dje Bedeutung der großartjgen •:• Erfindung und (, wir.׳ finden, die Rothschilds eng verknüpft mit der großen französischen Nordbahn und ״wandelte 11־‘ ־aur ״Palästina 875 ־־ Personen ־־aus;׳ ■unter iihnen• 603 Juden. Hingegen ist ־ die monatliche׳' Einwanderung durchschmtt- ■ lieh von 3000 im vorigen Jahre auf 1000 in ׳diesem Jahre gesunken'. Diese Krise hat׳ ■selbstverständlich auch' Idie junge kolonisatorische Tätigkeit״ der A®ndas •Jisroel außerordentlich ' ungünstig be׳eiril:11ßt. Die Paläsrinäzentrale. der Agudas Jisroel; in Frankfurt;'-5.1:'eifrig bemüht,,durch’:die Zustamdebdngung einer ’ auf. tll1ioratr©11er Grumdtagie. ׳stehenden - K01׳ o.ni׳sat;i ons-! ge se 11 schaft neue ׳Menschen ■und neue ■1Kapitalien zur' Aufirechterhaltong des bisher Erreichten;211 schaffen. Auch das; thoratreue Schulwesen׳ leidet j'urcMibar den Folgen der ’ Wirtschaftskrise. So schlteßi.das.j Jahr 5686,;׳,sowohl ׳in Palästina! wie in den -anderen Galuthlämdern .1m.Zeidhen der■ Verarmung 1 der thoratreaien Judenheiü: Mögd dies^P'ka׳ur:iUe Prozeß mit dem׳ Ende des Jahres auch sein Ende finden׳,'. P. Die Juden in Wiener-Neustadt. Vdri Rabbiner Dr. Max ־P0Uak! (Oe׳dentiurg), j Nach der. vojr-^aurus Mezet beso^jeji Uebef^etzung^aüs ■ dem ' UnWfcchen 'bearbeitete.-von. L. Moses. .. | . ׳ <: ־ ־ ׳(Schluß.)׳■־ ••־ VI. Die neueste Zeit. In unserer bisherigen Darstellung waren wir mehr oder weniger getreu dem Werke ״A Zsidök Becs- ’ Ujhelyen“ (Budapest 1892) gefolgt und ,bloß in der’Ein-' deitung wurde die nicht ganz. zu!m Gegenstand des, Buches gehörende und in neuerer ׳ Zeit auch beispiels-; weise von Schwarz in seiner..״Geschichte der Juden in Wien bis zum Jahre 1625“.(in ״Geschichte der Stadt. Wien“, Bd. V) fortgesetzte Auseinandersetzung mit den von Lazius und anderen älteren Chronisten angeführten uralten Inschriften weggslaissen. In den vierunddreißig Jahren, die-seit dem Erscheinen der ungarischen Erst-.; ausgabe des vorliegenden Werkes verflossen, sind, hat' sich aber viel an und in der Judengemeinde von Wiener!- Neustadt geändert und auch: sonst erging es mir im; Hinblick auf die nunmehr in den Gruridzügen vor׳- liegende Gsschichte dieser Gemeinde ähnlicih, wie es : Schiller: in der Vorrede zur:. ■ ersten Ausgabe,, seiner ׳ ״Geschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande“ ׳ schildert: _■;.. , . ,׳. ... .... .׳ ״/.Eine vertrautere, Bekanntschaft ׳mit meinem Stoffe ließ mich bald Blößen darin gewähr/ werden,־ die j mit der Kaiser-Ferdinands-Norclbahn in Oesterreich, die Bischoffheims mit den Bahnen in Belgien, die Pereiras mit den Bahnen in Rußland und Baron Hirsch mit den Balkanbaimen. Solange das Bankwesen in .Privathänden war, erkannten die Juden sogleich alle Möglichkeiten des Bankierberufes und so kam es, daß den Juden im Finanzwesen entscheidende Bedeutung zuliel«, Achnlich ist es in der Lebensmittel- und Verptlegsbranche — Essen ־und Trinken sind bekanntlich Lebensnotwendigkeiten — urfcl so tragen die größten Gaststätten in Amerika, England und Deutschland jüdische Namen, ln neuester Zeit ist es das Kino, welches Millionen von Leuten angenehme und billige Unterhaltung verschafft; in richtiger Erkenntnis! des Wertes der Anziehungskraft des 1 lebenden Bildes auf die Massen, haben sich viele Juden Auf־ die. Filmindustrie, geworfen und jüdische Kinobesitzer gehören keineswegs zu dpn Seltenheiten. Wenn die Juden im Mittelalter gezwungen wurden, sich auf Geldgeschäfte zu verlegen und Geldverleiher zu werden, so blieb ihnen keine andere Wahl offen, da sie vom Grunderwerb ausgeschlossen waren und ihnen die Ausübung eines Handwerks oder eines anderen Berufes unmöglich gemacht wurde. Eine Ausnahme bilden die jüdischen Aerzte, welche trotz des herrschenden wütenden Judenhasses vermöge ihrer Kunst von Christen aufge-) sucht wurden. Die führenden Kreise im Handel und in der Industrie haben schon lange eingesehen, daß bei jeder ökonomischen Beteiligung Gehirn und. Nerven; die be- ■ deutendste Rolle, spielen, ebenso wie bei gewerblicher und künstlerischer Tätigkeit. Der Jude hat Jahrhunderte hindurch seine geistigen Kräfte kultiviert und diese geistige Regsamkeit ist in den meisten Fällen aas Geheimnis des Erfolges. Diese Regsamkeit und der Unternehmungsgeist führt ihn zu neuen Wegen der Betätigung und seine Einich nicht' vörausgesehen hatte, weite'leere Strecken; die ich ausfüllen, ,anscheinende Widersprüche, die ich höben, isolierte Fakta, die ich an die übrigen anknüpfen* mußte. Weniger, um meine Geschichte mit vielen neuen Begebenheiten anzufüllen, als um zu denen, die ich bereits hatte, einen Schlüssel aufzusuchen, ׳machte ich mich an die Quellen selbst.“ . Dieser bi׳s jetzt zum großen Teile unbenutzten — nichtjüdischen — Quellen zur Geschichte der Juden in Wiener-Neustadt sind aber so viele, daß, wie ebenfalls Schiller a. a. O. sagt, ״aus einem Werk von etlichen Jahren das Werk .eineis Menschenalters ■hätte werden müssen“. ,Ich muß" mich also, schon um. den Umfang dieses Werkes nicht auf das Doppelte anwachsen zu! lassen, damit begnügen, auf die zum Teil ungehobenen, zum Teil aber im Manuskript bereits von dem inzwischen verstorbenen Dr. Ignaz Schwarz bearbeiteten Schätze des Wiener-Neustädter. Stadtarchivs hier aufmerksam zu machen und mich im übrige^ auf einige Ergänzungen beschränken. .. ' 'י Außerdem muß aber hier noch des Märtyrers R. M׳eir aus Wiener-Neustadt1) ׳und seiner Genossen gedacht.werden, deren Todestag (8. Tammus 4990, d. i. 20. Juni 1230) uns das von Salfeld herausgegebene Mar•* tyrologium des Nürnberger Memorbuches . überliefert. ' Auch eine von Salfeld veröffentlichte Selicha aus einer Machsor-Handschrift סליחה זוי של הרב ר׳ יצחק בר יעקב זצ״ל סנייאשטט, die mit den Worten אחאומ ביום וה שנהרזוערתי beginnt, ist von demselben Tage datiert und vielleicht haben wir es hier mit einer sonst unbekannten Ver-;folgung'im Gefolge des fünften ׳Kreuzzuges und der Kämpfe Friedrichs des Streitbaren mit dem Kaiser zu tun. Von Interesse ist auch der Name des von Böheim (Chronik von Wiener-Neustadt, II, 105; Wien, 1863) erwähnten Stadtrichters Leonhard Judel, der von 1461 bis 1463 fungierte, da er möglicherweise auf seine jüdisdhe Abstammung schließen läßt. Und ferner läßt auch die Tatsache, daß, ״der Jude Josef, Haus- und Weingartenbe9it:zer von Himberg“ nach Wiener-Neustadt . eingewandert ist,' wo er seit 1420 genannt wird*), den .1)i' dort ניישטט gesöhrielbeifi. ׳ ' ־ ' ׳ 9 ־־• '׳")-Mayer, /״Geschichte von ’Wlener-Neu'Stadt“, 1. Band, :־־. ■<*!;׳;>;926!1ג•i> .:־;׳ :im־/ ׳ v•׳ i.i;.׳.u.: ׳ r׳ .!

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