Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 36-37 (8.9.1926)
- Date
- 1926-09-08
- Page
- Seite 255 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 36/37 JÜDISCHE PRESSE Seite 255 hoch agilen• und lebenskräftigen .zionistischen; Presse •zu tun nicht für g׳ut befand. Dieser Herr Feher hielt auch eine Unterredung mit Herrn Dr. ׳Friedemann aus London, die er in!folgendem Zwiegespräch wiedergi'bt: ״A׳u׳f .unsere Frage, welche die Muttersprache der Juden in England, Holland und Deutschland sei, antwortete er .mit Verwunderung:!Natürlich die Landessprache. Aü.f unsere Frage, ob es iti!England, Frankreich, ,Italien jüdische Schulen gebe, erwiderte er: Freilich gebe es solche. Auf die weitere Frage, ob jene Schulen bereits hebräisiiert sind oder ob die!Hebräisicrung im Flusse sei, sagte er schon ungeduldig:!Aber was, hebräisch wird bloß die he- , ׳bräische Literatur ■vorgetragen, die Unterrichtssprache ist natürlich die Landessprache. Auf die fernere Frage, ob in •England, in Frankreich und in anderen Weststaaten die Rechte der jüdischen nationalen ׳Minderheit bereits an Gesetz geworden oder ob im widrigen Falle der jüdische ׳Nationalibuud beroits.Jiir die Erringung dieser Rechte tätig ist, antwortete er ganz erregt: Der englische, der französische, italienische Jude unterscheidet sich von allen anderen Bürgern des Landes nur durch seine!Religion, ansonsten ist er ein vollberechtigter Engländer, Franzose oder Italiener. Fällt ihm gar nicht ein, in der ■Rolle einer nationalen Minderheit zu erscheinen. Hierauf beendeten wir die Unterredung mit der!Erikiärnng: ״Sehen Sie, Herr Sekretär! Hierin, besteht die -Sünde der Herren! Sie predigen einen andersartigen Zionismus Im Westen als z. B. ■bei uns in Siebenbürgen. Die Gleichheit der Staatsbürgerschaft der Westjuden berühren Sie nicht, die Schulen der Westjuden liebrälsieren •Sie ■nicht, .es fällt Ihnen nicht ein, dc!n Juden des Westens die hebräische ׳Sprache als Muttersprache auf- 1z 11 zwingen. Hingegen ib.ei uns,, nrn nur die ׳Auswanderungs- Inst künstlich zu züchten, damit sich der Jude hierzulande ■ nicht gut fühle und dadurch ein!zur Auswanderung geeignet es Medium werde, wollen Sie ihn der Staatsbürgerliehen Gleichheit, unserer iMuttersprachc und unserer Schulen berauben. Sie'!bringe 11 uns in Kollision mit unseren übrigen ׳Bürgern und ׳den Behörden, Sie verbittern ׳das Leben! ,unserer Kinder und vergiften ■ihre Seelen. ■Ist denn 'Ihr Ziel, daß Palästina durch die Tränen und den Jammer der transsyilv.anischen Judemheit aufgebaut ׳werde? Ist das Ihre ■jüdische ■Moral, daß das Geschäft über, alles? Welch Uiiterschied ■zwischen den■ '!falschen Propheten ■des!Altertums und ׳denen׳ unserer Zeit! Vcn den ersteren!sprach׳ Jescheskeel, ■daß sie ״für eine H׳andvo11׳ •Gerste •und ■ein Stück Brot׳ Seelen- : fängerei tri!eiben, umseire modernen ׳Propheten ■bekomme 11 dafür ’ einen Pullmairiuwagen,!Austern und Champagner״!Reisediiäten und Tantiemen.“ ln der Vorrede seines Werkes sagt Herr Dr. Feher uuter anderem: ״Zum größten Unglücke der Siebeühiirger Jüdenheit 'begannen ■die Herren ׳einen sp׳;!z;dl!en, weder ׳im England noch in Amerika, aber auch ti 11 Altrumänien ungekaiinten Ziotnisimu's!zu verkünden. Sie betonten nicht nur das Primzip, d׳aß Palästina ein Land des jüdischen Volkes werde, sondern ■schrien in die Welt hinaus, daß die Juideuheit Tranissylvaniems, die ,biisnum (bloß auf ׳religiöser!Basis stand, nunmehr zum jüdischen Volke werden müsse. Es soll in Siebenbürgen eine jüdische Nationalität geschaffen werden, die außer der hebräischen Sprache gar nichts Jüdischem eine Wichtigkeit ziimißt. Diese Gesohäftszwecken dienende Taktik hat schon',bis heute schreckliche Folgen aufzuweisen, aber auf eine noch gefährlichere Zukunft müssen wir uns vorbereiten׳, (wenn ׳der!berufsmäßig betriebenen Seelenverigiftuiig nicht rechtzeitig ein Riegel ,vorgeschaben ׳wird. ׳Ich erwartete, daß die!berufenen Führer der trans-!sylivami sehen Jüdenheit!ihre Stimme• gegen dieses, die e;r- - liabehe IMee! •des Judentums verunglimpfende Attentat erhelben würden. Ich wartete und hörte doch nicht ,das auf-; klärende und belehrende Wort! Auf der!anderen Seite schreitet die Verpestung der Seelen und!die materielle als auch moralische Schädigung der Sieibembiirger , Jüdenheit; ungehindert fort. Wenn aber die Führer schweigen und es dulden, daß Werwölfe •in der Herde Israels Ranbzüge fähigkeit׳ der Orthodoxie kann die Vereinigung der orthodoxen ' Gruppen im dem Rat der War s eh ■au e r religiösen Gemeinde gewertet werden. Infolge dieses Zusammenschlusses konnte erreicht!werden, ׳daß an die Spitze der Warschauer ■israelitischen Kultusgerneiiide orthodoxe Juden — der Präsident ist Herr Elias Kirschbraun — gestellt ,wurden!. ■Diesem Beispiel• ’folgten; auch die orthodoxen Gruppen!innerhalb der Lodizer Kul'tusgemeinde, worauf auch dort eine orthodoxe Leitung ge-;■ wählt wurde. Auch auf dem Gebiete des Ch inu chwesens sind in diesem Jahre ■gute Fortschritte zii verzeichnen. Die Be th-Jak oib-S c'huien haben sich günstig entwickelt, die segensreichen Folgen einer ■besseren׳ •Ausbildung der Beth- Jakob-Lehrerinnen durch die Heranziehung van■ Lehrkräften aus dem Westen■ hat sich glänzend bewährt.!Im Zusammenhang; mit den; Be'th-Jakob-Sdwle!1 entfaltete sich auch eine ׳ersprießliche ß ■e 111-J a ■k 0׳ b-F raue n ib e ■w e g ׳u ng, die durch die, organisatorische ■Zusammenfassung der ■religiösen Mädchen und Frauen und durch die Hebung des religiösen;Lebens der Frauen berufen ■ist, den •durch ׳die moderne Zeit stark tnitgenoninenen Familiensinn und die Züchtigkeit der jüdischen Frau auf ein besseres׳ Niveau zu heben. In ׳den osteuropäischen Kleinstaaten׳ hat d!i׳e Orthodoxie• iti ,weeliseilivolleii Kämpfen ihre Rechte verteidigt. Bei den ׳ Seijmwahlen ׳in Lettland konnte Agudas Jisroel ihren׳ Be- . sitestand behalten. Auf dem ׳Gebiete des׳ Schulwesens, wurden wesentlicllne׳ Fortschritte erzieh. Hingegen ■wurde in . halten, dann haben die gemeinen Soldaten ■das Recht, ihre Stimme erhebend, den •T011k׳iihnerc enfcgegenziurmfen: Ihr sollet nicht fortan diefLeiden Israels für eure ■Bcquennlichkeit zur. Sicherung eurer Existenz fruktifizieren! Was ihr tuet,- das steht i׳m Gegensatz!zur Idee des Judentums, was ihr macht das wird' altes. sein, nur nichts Jüdisches. Ihr errichtet in Palästina!bloß ein Ghetto, ,in dem vom spezifisch Jüdischen nichts anzutreffen ■ sein wird, liier aber wühlet ihr den Frieden der Jüdenheit auf, ihr zerstöret ׳ihre Gegenwart und ■rmaohet hoffnungslos ihre Zukunft. Das hat euch das. Judentum gelehrt? Doch twas rede ich ■euch vom Judentum? Zur Höhe seiner erhabenen Ideale könnet ihr euch gar nicht emponsebwingen. Ihr braucht ja kein Ideal, sonderu ■Macht lind Herrschaft“ Diese offene und kühSie Sprache jener Kreise, die sieben Jahre bindurcli schwiegen und in ihres Nichts durchbohrendem Gefühl nur warteten, bis ein Umschwung der Zeiten ihnen wieder Gelegenheit zu reden geben werde, ist tatsächlich als Zeichen der Zeit zu bewerten. Sie fühlen das Eis gebrochen, nach dem langen Winterschlaf singen •sie ihr erstes Fr.ühlingslied des Erwachens. Umd wir, die wir von Anbeginn nicht geschwiegen und uns nicht •geduckt haben, sollten jetzt, ׳wo die Gelegenheit ׳günstig Ist, sie ungenützt vorübergehen lassen? Wir haben allerdings unseren Standpunkt schon deutlich und oft genug klargelegt und fühlen uns jetzt der Mühe enthoben, dies wieder und wieder ■zu tun lind ■fühlen 1ms auch frei von dem Vorwurf, den Herr ■Dr. Fclie r den berufenen Führern des tnanssylvanischen Judentums!macht, daß ■sie zu lange gescrawiegen, -־>- -—.•■ •uciin un; 1 ׳wnici uei - wrtnouoxie haben es wahrlich itn Abwehrkumpf, im Protest an Klarheit' und ■Schärfe, an Nachdnuck und Enengie ׳nicht fehlen lassen. Allein, was 1! n s jetzt woliTtmt und wozu wir. gerade j,etzt w il 1 k onn 1m,e׳n c r e;n Anlaß a I!s b i s h c r h a b e n, ist pos ■i t i v e A r b e i t. Wenn wir den offenen und rücksichtslos eingesetzten Kampf der Assimilauten. die Ernüchterung weiter Kreise der hierländisehen Jüdenheit aus den eitlen Träumereien. in die sie lange genug g.Mt!waren, die Schwäche, •das völlige Versagen der siebenbürgischen Presse. Wehn wir; alle ׳diese Umstände uns־ zunatee inadhend, mit־ e:«för tiefschürfenden,!weit ausholenden Agitation ifiir Agudas Jisroel• die Schaffung einer ■aktiven Landiensizentrialstelle •iti die Wege leiten, so fänden wir einen gut gelockerten Boden, in dem unsere Saat bald feste Wurzeln fassen ■müßte. Man hat aiis dein.•Munde begeisterter Siebenbürger Aguidisten oft den resignierten Seufzer hören müssen: Agudas Jisroel ,hat sich bei ans verspätet .eingestellt, die früher und mit aller Kr!a׳ft eingesetzte zionistische Propaganda hat ihr ׳alles Erreichbare vorweg genommen. Nun scheint’s, .daß wir wieder einmal auf einem Scheideweg stehen, die Sehnsucht unserer Leute ist nicht gestillt worden, die Brust!ist wieder leer, die Benzen sind wieder unbefriedigt und der Taumel, in den die Menschen durch die einen Himmel voller Geigen vorspicgelude ■Presse gestürzt wurden, kam durch •;'Ihre Erlahmung ■zurrt Stillstand -und man ist wieder erholungsbedürftig und Agudas Jrsroei kann das erlösende Wort sprechen, nur muß ihm das Organ gegeben werden, mit dessen Hilfe es sich vernehmbar, in Wort und Schrift verständlich machen kann. Der Fluch der Passivität kann mir so behoben werden, wenn der Segen der Aktivität auf den ■Plan tritt. Möge sich an unserem eines Besseren würdigen siclbenbürgisohen Juden turns auch ■in diesem Sinne der .alte Wunsch erfüllen: תכלה שנה וקללותי׳ תחל שנה וברכותי׳ Schcfimig, den 19. El ul 5686. Rabbiner Josef Adler. Unser Erziehungsproblem. Von Lehrer Jakob Elsenberg. Wien. Was pädagogische Theoretiker vor Jahrhunderten und unsere Weisen selbst vor Jahrtausenden in unzähligen Zitaten und Illustrationen unzweideutig ausgesprochen, daß ״lo hamidrasch ikor elo hamasch“ daß nur die U e b 11 n g der Wertmesser für das Gelernte sei — hat erst die Gegenwart in die Praxis umzusetzen versucht; sie hat die einseitige Geistesbildung für insolvent erklärt und die Lernschulen in Arbeitsschulen umgewandelt, um das Wissen stets durch Können tätig zu unterstützen und zu kontrolüe.eh. Und was für die Allgemeinbildung die Handlung und die Tat bedeutet, ist für die religiöse Erziehung, die auch bei profanen Gegenständen nicht unberücksichtigt bleiben darf, eine entsprechende . Gesinnung. In keinem Falle ist die Lerntätigkeit überflüssig, sie ist vielmehr ein unentbehrlicher Faktor. Das religiöse Wissen muß jedoch in eine g e f ü h I s rn ä ß i g e B e t r a c h 111 n g s w e i s e gebettet werden, wie. das kernige Manna in Tauschichte'n fein säuberlich gehüllt, vor äußeren Einflüssen sorgfältig geschützt war. Hier wie dort ist es eine himmlische Speise, deren bekömmliches Genießen fürsorglichen Bedacht erheischt. Das Religionsgesetz läßt sich ver9$andesgemäß übertragen, Frömmigkeit, religiöser Lebenswandel aber nur mittels des Herzens. Als Ideal schwebt uns vor Augen das Höchstmaß beider in harmonischer Vereinigung. Unsere derzeitigen Schulverhältnissc bieten uns leider keine Möglichkeit es zu verwirklichen. Soll aber die Quantität -h Kenntnisse — nicht zu sehr auf Kosten der Qualität — Gemüt — in den Vordergrund treten, müssen wir unser Schulprogramm in folgendem fixieren: V ö r z i'i g 1 i c h g esinirungsbildendeThemeiisind in u n s er e n E r z i e h u n g.s ins t i tu t e n zu behandeln. Für die Wahl des Chumesch- und Tefillohstoffes müssen ent- ■ii111111>11n11111r(1rT1n111111111i1111111111111111111111111111111111111M111111i111wn111Mn1 »090904 ׳009090 O Telephon 74-2-26 »0909090909G Telephon 74-2-26 o § (gegenüber dem Tratlnerhof) | Wien» I., Graben 12 a Diese neueröffnete, grösste und modernste 5 Werkstätte für Haararbeiten u. Schönheitspflege erzeugt Perücken, Scheitel u. Trans- O formationen, für deren allererste Qualität 0 der internationale Meister Karl Schiroky , Jeder Dame persönlich haftet. Unsere Einführungspreise sind sensationell billig! Ein unverbindlicher Besuch zeigt Ihnen die schönsten Bubiperücken . . von S 75 aufw. die schönsten Transformationen von S 35 aufw. dieselben mit Scheitel .... von S 45 aufw. und werden Ihnen für Reinigen, Wasserwellen u. Reparieren Ihrer alten Perücken § o f 0 i o o o I o OD< die billigsten Preise berechnet. 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Jüdenheit baifzuitragen׳, Oberrabbimer •Lipschiitz, Kaliisch, ׳Präsident des ‘polnischem־ Rabbiner- •verlbandes, weilte , einige •Monate In Amerika, um!zugunsten׳ ■den: religiösen Schulen in seinem Heimatlande, ׳wie :durch■ eine Intervention׳ bei idem Präsidenten! der Vereinigten Staaten׳ ,׳ Coolidge, zur Milderung einiger besonders harten Punkte des Elnwaiiderungsgesetzes zu intervenieren. Rabbi Meier Don Plotizk.i aus Ost.row-Warschau hat ebenfalls ׳längere Zeit!in Amerika verbrachtet, ׳um dor auf religiösem ׳Gebiete zu wirken. Behufs Organisierung der Orthodoxie begab sich der Leiter der betrifft, ■nicht minder ׳scharf als dort. Besonders hoch!ziu werten ist diie Arbeit der Ithoratreuen! Jugend im diesen Ländern. Die E s r a g r 11 p p!e n, wie die A g u 1d a ■s J i s r 0 e 1-J u g e n■ d- 0rganiisa t,ion, nicht minder die Vere inigung Jüd!ischer Akademiker (V. J. A.) entfalten eine bewiinde- •rungswerte, systematische Arbeit zur ’ Erhaltung!der thoratreuen Jugend!und sie betreiben ׳eine ■rege Propaganda für An- Werbung vom Gesinnungsgenossen. Die׳ Jugendtagungeni, ׳wie ■in dem verflossenen Jahre der Agudajugendtag in Hersfeld, dii׳e Bsratagung in ׳Hufsburg ׳bei!Halberstadt, die WerbeWoche der Agudas Jisroel-Jugendorganisation '(AJJO), sind Immer Erlebmisse, die auf jeden, der ׳dabei war und mit gearbeitet hat, einen tiefen, ׳■nachhateigenj Eindruck ausüben. Die Arbeit, für Er׳e!z Jisroel findet In dem Kreise dieser Jugend!immer mehr Sinn und ׳Bedeutung. •Das ,Enez J׳isroe'׳l-H3׳ft der Esraar legt ein beredtes Zeugnis hiefiir ab. Diese thoratreue Jugendbewegung Paläsitinazenitrale ׳der Agudas Jisroeil, Dr. Salomo Ehrmann, am Beginn des verflossenen Jahres nach Amerika und arbeitete dort sechs׳ IMamate!unter großen ׳Aitebrengumgen und unter ge- .!radezu bei'S׳pie.l110.S1e׳r ■Befdiduing seitens ׳dier iziouistischen Presse für' ׳den Ke rein H a!ji׳s ciliuw und für die Organisierung der Aguda in Amerika. ׳Zu seiner Unterstützung •weilte auch Herr Jakob Rosenhei. m, einer der 'bedeutendsten Führer der Agudas Jisroei, einige Wochen im; Amerika. Am׳ Emde ■dieses Jahres begab stell ׳der Präsident der!po!n!isehen ILandesorganisation der Agudas Jisroel', Herr Sejmabgeordueter Oberabbimer Meier S ch aipi r a (Petrikow), nach Ameriilka,!um dort vornehmilch. ׳für den Keren Ha thora und den Ausbau der großen Jeschiwalr in ■Lublin tätig izu sein. Nebst den prak- ,tischen Zielen׳ kann ׳in diesen ׳Propagandareiisen ei!ne Art Abstattumg ׳der Damkesschuid der tiioiratreuen Juden 1111 Buropaa1!׳ ׳ihre amerikanischen Glaubensgenosisen! erlbiilckt werden. Die Litauen die agudlstische parlamentarische Vertretung eing׳ebüßt: Die Parlamenswählen gingen hier unter ■unglaublich scharfen Kämpfen vor sich. Eine Raibbinerkomerenz, am welcher fast alle Rabbiner des ׳Landes, imgefähr 120 an der Zahl, ■teilgenommen haben, hat sich ebenfalls stark für ׳eine selbständige orthodoxe Lüste engagiert, ohne mit 'Ihren Beschlüssen der or- ׳thodoxeo Liste.zum, Siege verilielfen m können Dieser Umstand gemeinsam mit der Immi.r fortsdhreltenden Verelendung der Wüfimteni litauischen) Thoralehranstaltenl Bind bedenkliche Zeichen der Minderung des■ orthodoxen Einflusses in Litauen. Nicht minder heftig kämpft die Orthodoxie in der Slowakei für Ihre Stellung. Die Parlamentswahlep gingen! auch, hier• unter erbitterten Kämpfen vor sich. Die Orthodoxie trat ‘hier!zum ersteh Mal als selbständige Wah!part&i auf ■und' wenn es ihr auch nicht gelang, ■eitlen! Parlamentssitz zu erobern, so konnte .sie zumindest mit einem moralischen Erfolg aus dem Waidkarrplf heiyargehe.n. Auch in •<J׳er Slowakei fand in diesem.Jahre am 22. Adar eine V011׳versamrn׳l 11 mg der orthoentfaltet sich sehr. erfreulich ebenso in der Schweiz, wo Jugendumd Mäidchengfpppen• der Agudas Jisroel ׳eine geradezu mustergültige Arbeit •leisten, ■ w׳ie in Belgien und ׳in Holland, In ,diesem •letzteren Lande sind! im diesem Jahre Mädclhengruppen der Agudas Jisroel geschaffen worden,!die hauptsächlich für die Beth Jakob-Schulen! In Polen arbeiten. Ein erfreuliches Zeichen! des Suchens nach einem innigeren Kontakt mit ■den jüdischen!Massen ׳hi Osteuropa. Die Tagung der Agudajngend Im Holland, ühr Besuch in■ Antwerpen, ׳endlich!der Agiudatag 101 Zweite beweisen •zur Genüge, daß im dieisen׳ am meisten westlieh liegenden-Gebieten Europas Kräfte wirksam ׳sind,' von denen man noch viel Ersprießliches für das thoratreue Judentum erwarten ׳kann. ■Bei all diesen großen Kämpfern der ttuoratreilen Judenheit Im Europa haben ■ihre «Führer׳ in!diesem Jahre nochmals einen "׳grandiosen Versuch unternommen, aus Amerika Hilfst mitte! für ׳kulture׳l!e Zwecke, zu holen, ,wie auch in Amerika zur ■Befestigung des religiösen ׳Lebens, ferner zur Organisierung der Amerikaner geben Geld für die ׳thoratreuen 1Lehramtalten;11 Europa /her, die Führer der thoratreuen Judenlheif ,sind wicd׳arwm bestrebt, geistige religiös© Wlarte nach Amerika zu bringen. In einem ׳(Jeb erb lick über . das• verflossene Jahr muß dem Vorgängen in und ■um Palas t ina •ein besonderes Kapitel ׳gewidmet werden. Die fortgesetztem ’Versuche, die seitenis der zionistischen! Herrschaft im׳ Palästina in it'r:vollster Weise gegen die jüdische Religion, gegen׳ die uneingesdhränkbe Gelfcumg ihrer ׳Gesetze, gegen die Souveränität der Thora!unternommen wurden, sollten durch einem von dem Waad Leurni• aasigearbeiteten Gesetzenlbwarf ■ über ■die Rech tisverhäl tnu's׳se der jüdischen Gemeinden ׳systematesiert• 1u1׳d׳ auf, eine legale Basis gestellt werdenl ]Das) (Fditen zareiichenlder Sicherungen ., für .die Erhaltung d׳e!r ■jüdi1s!clvrel1׳igi1öse11• ׳Wlerbe •in Palästina!, dieser folgensc111iw׳ere ,Mangel •der Balfour-DeMarat'ion, sollte •gegen die Orthodoxie in Erez Jtisroel׳ miübraudit ׳werden׳. Der moralische Terror, der unter dem• SclM'agwart der -iedeiti Juden׳ heiligen ״Ei־;he׳it des jüdischen Volkes.“ gegen die orthodoxe aschka- נ¬ י/