Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 34 (20.8.1926)
- Date
- 1926-08-20
- Page
- Seite 241 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Ni34 .־ sm 44t rnrnäaaAiSimmmmimmm rachi nt.it der Aguüa. So schlägt Rabb. Haager vor* der Misrachi solle Schritte unternehmen zur Vereinigung der beiden Organisationen. Df. Bart, fheint aber, daß die Äguda es als eine Schwäche seitens des Misrachi aüfrtehmeft Würde, ßie Agudapresse schreibt so schon heute. Rabb. Haager ist darillt nicht einig. Er meint, daß die Aguda auch den guten Willen da2ü habe. Er hat einen Brief votti PietfiköVvef Raw, worin dieser auch von der Zusammenarbeit der beiden Organisationen spricht. Rabb. Brod ist derselben Meinung als Dib Bart. Er fürchtet, daß es dem Älisrachi als eine Schwäche angerechnet werden wird. Dänn folgt die Resolution von Rabb. Dr. Hoffmann, die auch angenommen wird. Wie schön wiederholte Male wünscht der Misrachr die Vorbereitung zu einer gemeinschaftlichen Arbeit, ohne daß eine der beiden Parteien ihren grundsätzlichen Standpunkt aufgibt. Er fordert die Exekutive der Misrachi auf, sich mit dem £שלוכ zu befassen. So ist die Misrachi-Weltkonferenz wieder zu Ende. Mit wenig Feierlichkeit und Begeisterung hat sie angefangen und so endete auch sie. Mit vielen Klagen Und Wünschen sind die Delegierten gekommen uhd gegangen. Der Misrachi hat es auch diesmal nicht weiter bringen, können, als zu seiner, bei jedef Konferenz wiedefhofteri Resolution gegen die zionistische Organisation. Die Konferenz, welche ein berufen worden ist, um Mittel zu finden die Misrachi zu verstärken und die Massen zu gewinnen, wird sein Ziel nicht erreichen, so lange der Misrachi sich bedingungslos an der zionistischen Organisation gebunden fühlt. träges zukommenden Mindefheitsreehte Verzieht , leisten wollen. . Inzwischen fand aber in Konstantinopel di(!! Nationalversammlung der türkischen Juden statt. Nach einer Ansprache des Öberrabbiners der Türkei wftfden folgende fentsöhlüaiö gefällt: 1. Elte Jiijäöft der TÖfke! erklären feie r 1!Sh st "Ihre •ft V.e r zlfcn't a ft ז di te ״ ihriöft läut dem iLausanner Vertrag• zukommenden Minoritätsrechte. 2.!Die Regierung wird efsüeht, auf waltung der Gemeinde, ihre Wohltätigkeits-, •Schul- und anderen Institutionen ihr Augenmerk zu richten und Mittel bereitzustelien, um die moralische und materielle!Existenz der!Gemeinde und ihrer!Einrichtungen izu sichern uiid ihnen gesetzlichen Schutz zu sichern. 3. Die!Regierung wird ersucht, das!Gemeindestatut Gesetz werden zu lassen. In einer weiteren Resolution wurde der »Regierung die bedingungslose ׳Loyalität der tiirkischen Jildeh ausgedrückt und darauf hingewiesen, daß die Juden niemals daran gedacht habCn, auf •Rechte, die auf dem Lausaniier Vertrag •fußen, irgendwelchen Anspruch zu erheben, mögen ihnen solche Rechte weichen Vorteil immer bringen. Die ganze Versammlung Unterzeichnete die Verzichtserklärung. Die!Nationalversammlung der türkischen Juden hat ertt- ■weder!nicht rechtzeitig die grollende Erklärung des!Herrn Louis Marshäll erhalten oder aber sie dachte: Probieren geht über Studieren. Sie folgen Herrn Louis Marshall insolange nicht, bis er die Annahme!der Minöritätsklauseln bloß anderen empfiehlt. •Sie Würden aber sicherlich gerne dem Beispiel des Herrn •Louis Marshall folgen, falls er die Annahme von Minoritätsrechten ׳für amerikanische Juden in. Washington durchsetzen wird. ililllllllllllllllllllllllilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllltliilli ©©©ן vom Tagg.!©©©} § Thermalbad Vy hne ן Erobert die Gemeinde! Bulgarien, •dessen politische Ver- };ä'ltnisse •in ׳eiinen׳ dunklen•!Nobel gehüllt sind, •seihe■!«.׳;nun• •das •einizige^europäische: ׳Land ׳zu sein, ׳wo ׳die zionistische Sonne •in ,luübeiwölikter 1H׳a1;le •laudh'ten kann. Der ,Keren ׳Hajessod :!s־t dort ■ans. r-iiner iz-ionistöschen iprfvatsadie eine!Hauptaufgabe der IRc I!•gionsgemeinde geworden. Die 1Ge1meir«devorstä׳nde •sollten dor.j gar d1rakon.'scb׳e Maßregeln a!nwend׳en ׳gegen •Jene, •die nach ihrer!Uebenzeatgung!Beiträge ifiir äforen Hajessod ׳nicht leisten können 1Wir leisen in ׳einem Bericht folgendes: ״Wer aber den Gemeinden seinen (Keren Ha:}e׳ssod-ßeitrag voremihäb. ׳dem werden gleich׳ dem Verweigerer von Gemekdßs!&uem alle iR;it׳ua,den gesperrt. Er kann nicht ilieiiraten. seine ■Söhne nicht besahinaiden lassen und muß •damit rechnen, daß iwemin er stiribti. bei seiner!Bestattung kein •Rabbiner linterveniert. Wahr- . Sich eins ,harte Maßnahme. W-iir ׳.gelben cs offen izu. daß selbst die fanatischesten orthodoxen■ 'Rabbiner nirgends aiuf ׳der Wein wagen ׳würden, soiche Maßnahmen gegen Ucibertreiei ■der kardinafeten jüdischen Religionsvorschriif.en ׳au ergreifen., •Die Versuche von• hochachtbaren orthodoxen Rabbiner verbänden mit einer energischen Verwahrung ׳und Verwarnung gegen Gesetzesüberfreter •werden von der!gesamten! zionistischen •Presse, die m;isracbi1s׳tiscbe seJbstverständllicih/ eingesdilosisen, als mitiefla/terticher Klterilka׳l׳istn׳us. als fan,a:tisch׳s ׳Undaiildisamikeit■ gahraindimarkt. Nichts von ■dieser ,inneren Erregung!zionistischer Toleranz ist gegenüber ׳den•!'bulgarischen Gemeinden ■zu verspüren, vielmehr ׳findenwir in einem;führenden ׳zionistischen Orgaai ,folgernden, •von lie'be!vollstem Verständnis diktierten Kommentar: ,״!Das mag jemandem. d׳e!r sich mir :!ose mit der jüdischen ׳Gememsclliaft verbunden׳ fülhiüt. unduldsam. ja grausam Vorkommen. In Bulgarien aoer. wo •aiie Juden 1davon durahdrangen sind, daß ׳die Eitfülihung der •P,fliebten gegen׳ ׳Erez Jisroel ׳d׳as!Um und Auf ׳des Judentums Ibiildtet. hält!man es :für natürlich und selbstverständlich!, ׳daß, wer •die iRiliicihten eines Juden• nicht kennt. aiucih׳ amt die Rechte eines solchen •verzichten m׳uß.“ So in Bulgarien•. Wir izwieiifeim gar nitlhit, daß diese •Art Toleranz überall' dort Nachahmung 1finden würde, ׳wo die 'Herzlsehe Parole ״Erobert!die■ Gemeinden“ siegen »wird. Wenn zwei: dasselbe tun. Der jüdische Nationalrat in Litauen!war einst ein Liebling der Jüdisch nationalen in der ganzen׳ Welt. Sie 1beihüteten diesen ,Liebling wie ihren: ׳eigenen Augapfel. ׳Die Orthodoxie in Litauen tat auch mit, wenn •sie ■auch!weniger ■Gmund hake, mit dieser. Schöpfung ׳jüdischnationaler Politik :zufrieden, zu• sein. ,Allein sie war 1׳schiwach genug, dem Sdhilagwort ,״■der ■Einheit“ m erliegen und• unter dem Drucke ■dieses Schilagwortes auf ihre kardinalsten Forderungen izu verzichten. So haben! ׳wir bisher!zumindest• angenommen. W!ir hatten geglaubt, daß es ein Zeichen ,der politischen Schwäche ■d׳e,r •Orthodoxie Litauens ׳war, an •dieser weinig rühmliehen Periode!des ■erstten׳ :jüdischen ,Nat׳iona:lra־es teüigenommeii zu halben. Wir müssen Leikennen, daß wir •uns geirrt .haben. Der!Umstand, •daß der erste •jüdische Nationalrat in Litauen •alle!jüdischen Gruppen! und Parteien ׳umfaß׳©. beiweist vielmehr die Schwäche •der Jüd'isdhinationalen!zu jener Zeit. Sie ■fühlten sich damals!politisch!nicht stark seimig, um •die Orthodoxen und andere!ihnen mißliebige 1Elernen e aus dem Nationalrat a׳u׳s-!zuscihließen. ׳um seilibst •die Gesamtivertretung!der Jwdenheit walhmimehmen. 1111 Ihrer Schwäche mußten s־i!e •das ״Gewlnsel“ ,der Orthodoxie in ׳den׳ ׳Beratungen •des •Nationaiirattes anhlören, qhine :Kraft und;Mut •zu finden, diese Gruppe •als ein schwaches Gewürm .zu zertreten. Heute ist es anders Die Zionisten S’iTäuben sich mit aller ׳Gewalt gegen ׳die 'Einberufung einer Nationalversammlung, ׳die von •den! •Orthodoxen angestrebt ׳wird. Die von der früheren :litauischen •Regierung mit •d!er :Wahrmelhmumg ׳der jüdischen sozialen und׳ religiösen Interessen he- •traute Gesdlsdhaf'i ״Esra“ hat einer Anregung der ,zionistischen Sozialisten Folge geleistet ,und die Einbe rufnng der zweiten Nationalversammlung der Uiaurisehen׳ Juden! vorgesahlliagen. Diese Forderung wird1 ׳damit begründe־,, daß die jüdische Sejmfraktion inicihit alle Schichten der ,litauischen Juden ׳umfaßt, ■da •in ihr einerseits die;zionistischen Soizialisten;, andererseits ״die orthodoxe •Partei wAahdatih“ nicht vertreten• sind. Dar!jüdische Seljmikilub wendet sich entschieden gegen •diesen P,ian, der nach der Meinung ׳der jüdischen •Parfümen, tarier dazu ange ־an ist, Zwiespalt :zu stuften ׳und• die Durchsetzung der jüdischen Postulats im Parlament!zu, verhindern. Aus dieser Stellungnähme •des jüdischen Sfjmk׳l׳u,b9, dem heu׳־e nur jiidischnatianale Zionisten angeboren, ist klar •zu ersehen, •daß die Zionisten in Litauen sich stark genug!fühlen, •die Sirenentöne der ,,Einheit“, des ״jüdischen Achduth“, ׳weder erhoben zu müssen, noch! dem!Ruf nach Einheit von anderer'Seite ׳Gehör ,zu schenken Louis Marshall ist unzufrieden. Louis Marshall, der Präsident des amerikanischen jüdischen Komitees, soll angeiblich der Vater der •Minderheitsrechte ׳ sein, die in den verschiedenen Friedensverträgen •mit den Kleinstaaten des Ostens und des •Balkans Aufnahme gefunden haben. Louis Marsball glaubt sicher, daß die jüdischen;Bürger der neuentstandenen Staaten •durch die Gewährung solcher Minderheitsrechte glücklich gemacht, werden können. Louis Marshall scheint an dieses Phantom trotz der bitteren!Erfahrungen der jüngstverflossenen acht ׳Friedensjahre noch •immer zu glauben. Er ließ dieser Tage eine Erklärung veröffentlichen, in welcher er ln scharfen!Worten die •Absicht der Repräsentanten der jüdischen Gemeinden in der Türkei geißelt, die auf die ihnen auf •Grund des Lausanner Ver- Ieh beehre mich hiemit, dem geach. Bädepublikum zuf Kenntnis zu bringen, dass ich איץץ am 15. Mai 1. J. im Thermalbade Vyhne eine streng | orthodox koschere .. j eröffne. Mein ernstes Bestreben wird dahin gerichtet 55 sein, eine vorzügliche und hygienische Küche zu führen, 3 für pünktliche Bedienung zu sorgen und mässige Preise 2E zu berechnen. Ich übernehme hier auch Hochzeiten gegen mässige Bedingnisse. 3 Referenzen erteilt Se. Ehrwürden des Herrn Josef 3 Tiegermann, Oberrabbiner der orth. isr. Gemeinde in —י■ Nove Zämky. S5 Um zahlreichen Zuspruch bittet?53 Aron Bribram Gastwirt N 0 v 6 Z ä m k y, 15. April 1926. יווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווו«ווווווווווווווו11וווו₪ווווווו1 Rabbinerwahl im Bethausverein Montefioro. Samstag, P. Schoftim, hielt Herr Rabbinatskandidat Jakob Haberfeld aus Velke-Topolcani, ein vorzüglicher, Schüler der Preßburger Jeschiwah, auf Einladung deä Vorstandes des Bethausvereines Montefiore, 11., Tabor־‘ straße 38, einen Probevortrag, der den ungeteilten Beifall des zahlreichen anwesenden Publikums fand. Nach dem Probevortrag trat der Vorstand zü einer Sitzung zusammen und man Wählte Herrn Rabbinatskandidaten Haberfeld einstimmig zum Rabbiner des ,Vereines. Der neue »Rab- •biiner •wied’ 1s, einen Posten am 1. SÜchof-Tag •antireten (Wir gratulieren sowohl dem jungen Rabbiner, wie dem Bethausverein herzlichst.) Gründung einer rituellen Koch- und Haushaltungs,־׳ schule (Lehrzeit ein Jahr) des ״Elisabethheim“ 2. Bezf* Malzgasse 7, Telephon 43-5-40. Der erfreuliche Erfolg unserer, über Initiative des Präsidenten Dr. Krüger errichteten Frauengewerbeschule, ־ der, wie bekannt, in Anbetracht der besonderen Würdigkeit das Oeffentlichkeitsi recht verliehen wurde, veraulaßten den Obgenannten, behufs Erweiterung der Berufsmöglichkeiten, eine Koch- und Haushaltungsschule zu gründen. Das Elisabethheim, welches über die entsprechenden hygienischen: eingerichteten Räume verfügt und in dessen Häusern sich die Frauengewerbeschule befindet, ist dazu prädestiniert, einer der•» artige Koch- und Haushaltuhgsschüle, deren Mangel bisher schwer empfunden wurde, ins Leben zu rufen. Die Eröffnung der Schule, die für Anfangs Oktober geplant ist, dürfte wieder ein neuer Schritt auf dem Gebiete der sozial-charitativen Jugendfürsorge sein. Hiedurch wird nicht nur den Zöglingen des Elisabethheims eine neue Berufsmöglichkeit geschaffen, sondern weiteste jüdische Kreise haben großes Interesse an dieser Neugründung. Ebenso wie die Frauengewerbeschule, soll auchi diese Koch- und Haushaltungsschule internen und externen Zöglingen zugänglich gemacht werden. Ebenso wie die Frau engewerbeschule von einer hervorragenden Leiterin und einem ausgezeichneten Lehrkörper geführt wird, ist es dem Elisabethheim geglückt, eine anerkannte Persönlichkeit, die staatliche Sachverständige dieses Faches, Frau Direktor“ Stern, als Leiterin der Haushaltungsschule zu gewinnen! Durch die Kombination mit der Frauengewerbeschule, in welcher ein großer Teil der praktischen und theoretischem Gegenstände des behördlichen Lehrplanes für Koch- und Haushaltungsschule gelehrt wird (Weißnähen, Kleidermachen, Unterrichtssprache, Hygiene und erste Hilfe, , Bürgerkunde, Gesang und Turnen) ist die Durchführung der Gründung in pädagogischer Beziehung erleichtert. Zu den vorgenannten ־ Gegenständen kommen noch folgende Gegenstände des behördlichen Lehrplanes hiezu: Koch- und Haushältungskunde, hauswirtschaftliches' Rechnen, Nahrungs- und Genußmittellehre, hauswirtschaftliches Arbeiten, einschließlich Waschen und Bügeln, Garten- und Blumenpflege, Kinderwartung und Pflege, Krankenkost und Diätküche, Servierkuride, Einsiedekunst; Besuch der großstädtischen Lebensmittelbetriebe (Molkereien usw.), Besuche der Märkte und Markthallen, Nahrungsmitteleinkauf und dessen Kalkulation. Gelehrt wird einfache* bürgerliche und feinste Küche. Die Kochschule wird rituell! geführt und ist selbstverständlich am Samstag geschlossen.• Den Internistinnen stehen sämtliche hygienische und pädagogische Einrichtungen des Elisabethheimes zur Verfügung. Es werden auch in den Abendstunden französische und englische Sprachkurse abgehalten, zum Anschauungsimterrieht ist•• ein Projektionsapparat jnt Heime vorhanden* so werden populärwissenschaftliche Vorträge teils durch• hervorragende Persönlichkeiten abigehalten, teils mitte^ erstklassigem; Lautsprecher durch RÄdiÖ feiftbfängen. Art Sabbat ist ijf'ftKipelb^ifeh* Ajpb'lijiti retfiiös-sittlicher Vor*" tfäge und BÄh der Angehörigen. Ötr Sönntag wird zÜ' Ausflügen verwendet, zum Besuch von Museen, VolksV hfldiifi^hätiSfefrt sowie äu biläetäii^Mrtd heiteri§rt: Köftüteft•* und Theateraufführungen. Wir bezwecken die Heranbildung, von Leiterinnen, für Großküchenbetriebe, Stützen der Hausfraü, perfekte Köchinnen, Pflegerinnen und die Heräftbifddüng yon Koch- und Haushaltungslehrerinnen* welche riäch Absqlvrefiing .,unserer Schule die Möglichkeit des Ueßertrittes irt staatliche Seminare haben. Die HaushaL tungs* und Küchenarbeiten sind von allen Schülerinnen selbst^ zü besorgen. Es ist wähl nicht notwendig auf die Wichtigkeit dieser '..Gründung hinzuweisen, es soll rtlir bemerkt werden, daß eine derartige rituell geführte Schule überhaupt nicht besteht. Es handelt sich nun noch darum!, daß die Interessenten aller jüdischen Parteien dem- Elisäbethheime helfen, diesen Plan durchzuführen und dem Vereine in materieller und moralischer Beziehung beizü- Stehen. Äufnahmsbedingu n g en: Öer Nachweis über das vollendete 14. Lebensjahr. Das Schulgeld für die Koch- Und Haushaltungsschule beträgt tür Interrtistinnen monatlich 12Ö Schilling, inklusive Wohntmg und Verpflegung. Ekterne Schülerinnen monatlich 2Ö Schilling• und dreimal wöchentlich Mittägstiseh 18 Schilling. Der Termin für die Einschreibungen in die Koch- Und Häushaltüngsschule ist ab heute bis 1. Oktober. Weiters körtnen auch noch einige Schülerinnen in die wegen des regen Zuspruches errichtete Parallelklasse der Frauenge־‘ werbeschule aufgenommen werden. Baden bei Wien. •Am vergangenen •Schabbos gab es ein schönes, echt jüdisches Fest in Baden. Ein Söhn des Direktors iPhftpp •Friedmarai, namens Jiac'hok Mosche, wurde Bar Mizwoh. Wie allgemein ׳üblich, trug der Bar Mizwoh die Patieho, zu der er zur Thora gerufen wurde, selbst vor. Nachmittags versammelten sich alle!Mitglieder der Gemeinde, an deren Spitze der Oiberrabbincr und die Repräsentanz der ׳Kailtusgemeindc, im großen ,Lehrsaale des Waisenhauses bei schön gedecktem Tisch, wie auch •viele ■von d'äti lhie!r weilenden jüdischen Kurgästen!,!wie Sr. iEibnw. Herr Rabbiner N. F r i e d m a 1111 (Wien). •Sr. 1EHr!w. Herr Oberräb'biner S. E h V e ti f e 1 d (Mattersburg), Rabbiner Lipmann Goldmann (Deutsch-Kreuz) u. v. ä. Der Bar Mizwoh hielt einen halbstündigen halacbisehen Vortrag, der alle Zuhörer in . Staunen versetzte ׳über die Gewandtheit des Jungen irn Talmud. Dann richtete er eine schöne, vom Herzen kommende Ansprache an!Eltern und •Lehrer;!besonders dankte er dem Jeschiwohleiter Sr. Ehnw. Herrn Rabbiner Salomon Friedman 11; dann ergriff Sr.: :Ehnw. Herr 0)berrabbiner W. •Reich (Baden) das Wort, dann.Herr Oberrabbiuer S. Ehrenfeld (Mattersburg), Direktor •Philipp Friedmann und Herr ׳Bernat ׳Löwy. Der schöne, Chor der Waisenknaben, der zwischen jeder Ansprache einige. Stücke sang, ga׳b ■dem schönen Feste die richtige Stimmung. Für alle herzlichen •Gratulationen und Aufmerksamkeiten sei'äiit diesem Wege •im Namen def Eltern des Bar Mizwoh bestens gedankt. Die Esra-Tagung in Deutschland. Halberstadt. (AJPB.). Die Esra (die thoratreue Jugendorganisation in Deutschland) hielt vom 19. bis 21. Aw seine diesjährige! Bundestagung in Huysburg bei Halberstadt ab. Uebef 250 Esräar haben an dieser imposanten Tagung teilge•; nommen. Die Tagung wurde vom Bundespräsidenten Eli Munk, Berlin, eröffnet, der auch den Tätigkeitsbericht erstattete. Referate hielten Isi Grünfeld, Hamburg (Judentum — Religion oder Staatsverfassung), Ari Wohlgemuth, Berlin (Reform — ein historischer Ausblick), F^lix Munk, Karlsruhe, erläuterte den vom Limud-Ämt herausgegebenen, mit ausführlichen Literatürnachweisen versehenen Arbeitsplan für die Esra-Gruppen, der reiche Anerkennung; fand. Max Feüchtenwanger, Frankfurt und Betnhard Heidingsfeld berichteten׳ über die Arbeit des Palästinaanites. Am Sabbat hielt Rabbi Eli Munk (Ansbach) einen Lehrvortrag. Rabbiner Dr. Auerbach, Halberstadt, beehrte die Tagung durch eine Ansprache* einen besonderen Gruß aus Erez Jisroel brachte Dr. Robert Weiß. Subventionen von Keren Hathora. W i e n. (AJPB.) Die Keren Hatbora-Zentrale hat für den Jeschiwoh Ohel Mosche und Sfas Emes in Jeruscholäjim kleine Subventionen bewilligt. (Die Subvention für Ohel Mosche; enthielt auch die Zuwendung des Vereines ״Chinuch NeörLrn“ in Karlsruhe.) Der Verband gesetzestreuer jüdischer Jugehdvereine Bayerns, ׳der •sei•! vier Jahren litir •die Wfedeirlböielbung •des .jüdischen •L;׳bens .1111 Stadt iiund• ,Land!eine •segensreiche Tätigkeit entfaltet, rmft ׳s!e!i!n׳e ,Gruppen'für Sonntag, ׳den 2&. Aiugius־! dieses Jahres nach!Ansbach!!zu!einem Verbands ׳tag aiuif. Da!s! Ilinteresste, •das aäisenits dieser Jugendorganisation erngegengebracihit wird, ׳läßt!bestimmt eine rege Teilnahme au׳s ,allen Gernejn׳den' Bayerns erwarten. Sally Guggeriheim, königlich jugoslawischer Konsul. Belgrad. (AJPB.) Durch königliches Dekret vom 26. Juli, ist der bisherige Leiter des jugoslawischen Konsulates in Basel, Sally Guggenheim, zum Konsul und das Vizekonsulat zum Konsulat erhoben worden. Sally Ouggenheini ist Mitglied der politischen Exekutive der Agudas Jisroel. Neuausgabe der ältesten griechischen Bibelüber- Setzung. Die wiirttembergische »Bibelfinstalt zu Stuttgart hat »begonnen, die älteste griechische •Uebersetzung des Alten Testaments, die sogenannte Septuaginta, neu herauszugeben. Briefkasten. D., •Bratislava: IW>i;r haben keine Veranlassung, ׳uins iin die Polemik •der Zionisten mit •der Redaktion •de.s uGrenizlboten“ ehmunengen. Daß d!i;esen Herren ׳jede ׳Gdegenlhteit wiikomuien •ist, mm ׳Ihren Haß gegen die Oiriliodioxie Ausdruck ׳zu •gelben, sind ,wir längs■־! gewähnt, und es kann auch illhnen! igiteicihgiltig ׳ •sein, •daß jetzt •urnLr ,der!Firma eines .,־Pressekomi'tiees dos Aha- ‘watli• •Z'.on“!(geizeichntet Sieginund ׳Brand. S. iKoimlosi). eine »neue zionistische Gruppe a!ü!f den Plan trii׳■ ,!׳die ׳siiali ׳nicht schämt, von ,jzdotenihaiter Tätigkeit der Agudas Jisroel ׳und — Hakenkireuizlerei“ zu ,sprechen. Agudas Jisroel-Jugendgruppe Wien, II., Flossgasse 1 veranstaltet heuer, wie alljährlich, in ihrem Lokale anlässlich der . ימים נוראיים ein מנין Karten täglich ab 8 Uhr abends im Lokale der Jugendgruppe. Der Vorstand. 7028^3 584