Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 34 (20.8.1926)
- Date
- 1926-08-20
- Page
- Seite 242 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 242 JÜÖISCtlE ^RjESSE Nf. 34 [1־1, :!■-! f V i! b:. "■ : Iv'ir IV j; ־! ■:! :! ,;יל 1 Ü i Tsche €5 Im os lo a 1c ei. Zum Nationalitäten-Kongreß in Genf. ■Am. 25. August Irltt im Genf der Kongreß der nationalen Minoritäten zum ■zweiten mail zusammen. Im ,Zeitalter!der int ernationalen Vereinigungen wird mau es den nationalen! Minderheilten nacht verdenken dürfen, daß sie die po Mischen! und kuiltureiten Bestrebungen,.: für die sie in ihren Heiimatsstaatcii — jede auf ihre Art!und’, mit den Mitteln, idi:e ׳säe für gut finden — edhtreten, aucih auf dem Wege des iinter 1 rationalen Zusammen- Schlusses der Gleichst,rebenden, durch, die Solidarität der Sahiicksaisgeno,s,se 11 zu .fördern •suchen. Der Kriegsausgang und die intermationailen Verträge dies Friedenssolriusses haben für mailiche, nationale ׳Bevölikerungsgmitppen in׳ der Tat ,neue Staatliehe Situationen oder neue Mögliidiikeiten geschaffen׳, die gewertet und kulturell! und politisch .in weitestem Maße verwertet werden wollen. Dem natürlichen Drang zur Entfernung oder Verminderung der Hiindetniiiisse und Hemmnisse, die siclh. aus den Fr jedensver trägen und den neuen staatsrechtlichen! Pos tu- ״aten für diie 1pol׳i;t!;sche, kuiltinrellie und׳ volkswirtschaftliche Lebensgestaltung jener Gruppen׳ ergeben, die siiah national .einer herrschenden oder sonstwie überlegenen Majorität gegenüber sehen, kann weder vo!m Gesichtspunkte der Realpolitik, noch vom Standpunkte einer Jiöilnaren Fcieiiheitsmorai di׳e Berechtigung schlechterdings abgesprodien werden. Wer im friedMien, harmonjschen Zusammenwirken aller angeborenen und anerzogenen 'Fälligkeiten der gesamten. Menschheit zur Vervollkommnung der allgemeinen Gesittung sein politisches, und kultiireles Ideal erblickt, wird demnach seine Achtung und seine auf riehtilge Sympathie jenen Mmderheilsnutianalitäten am allerwenigsten versagen, die sich in der Zwangslage ׳befinden) oder in die Zwangslage versetzt glauben, die volle! Entfaltung ihrer nationalen Kräfte und׳ d!i!e■ ungehemmte Betätigung ihnar׳ ׳Lebensrechre durch :interna tionafe Vereinigung scihiitzen ׳•zu müssen. Wir haben!keinen Grund, zu .befürchten, dia׳ß die großen aind kleinen Kulturnationen, deren Brutal 1׳t eie durch staatliche Grenizpfähle in. .die Eiinfliußibereidie anderer Nationen! geraten, sind und dadurch!sich in die Abwehrstellung poilitischer ״Miniderheiitsnatio־ nailitäten“ gedrängt sehen, in der Genfer Tagung ׳der europäjschen Nationalitäten anderes .als ein Instrumemt des!zwischenstaaitilächen Friedens ■und׳ dar ׳internationalen Klärung und Verständig'ung erblicken werden. Der ׳ganze gegenwärtige' Menschheiitejammer, der!so sahwer auf der Seele Europas lastet, .fondiert ge.bi.eteriisdi eine solche Klärung und Verständigung. Die tiraurigen .Erfaiuiungeo der!atzten! Varkriegsjahrizahnte wenden sicheirilich im Fierzen dar in Genf vertretenen Nationalitäten wiiidediallen, ■wenn Dünkel und Verbitterung die saMech׳te׳sten Ratgeber im Konzent׳ der. Nationen’ — wider ׳Erwarten den Versuch machen sollten, abermals die nationale Leiden- Schaft als Triebkraft!des Gemeinschaftswililens In• den Wilderstneiit ,der zwischenstaatlichen. Interessen einzuschalten und Ent- Schließungen herauszufardelrn, die so oft schon ganzen׳ Völkern zum Verhängnis wurden. Wird1 der Genfer Kongreß nach dem Willen seiner Initiatoren im Zeichen der Mäßigung und 'der Besonnenheit arbeiten ׳und1 von dem!höchsten Lebenäiinteresseji der!europäischen Völker gefeite t sein, so werden saime׳ Be- Schlüsse — mag auch ihre un!mi:ttelibar׳e׳ praktische Bedeutung nicht sehr hoch eingescliätizt werden — den Erfolg jedenfalls haben, daß 'sie dem Gedanken dies frladläclhen Zusammenlebens verschieden orientierter natioMter Gemeinschaften in toi׳ gegebenen׳ staatlichen׳ Grenzen den Weg ebnen helfen. Das Judentum ׳verfolgt idliie. Entwicklung der Nationallitätenprobleme in den europäischen Staaten mi;t der aufriichtiiigsten warmen Teilnahme einer Gemeinschaiit, deren aigen!es Wohl und Wehe von dem ׳Frieden׳ und dem möglichst vollkomme ne n Ausgleich der Gegensätze aibhängt, die in׳ sich id'en Keim zu internationalen; ׳Konflikten!tragen. Das Judentum!hat i׳n seiner zweltausendjähinigen׳ LeidensgesdilChte die Kulturgüter aller Völker zu aeilten geleimt und für die Wtahrunig .dieser Güter und ihre Weiterentwicklung Opfer über ■Opfer gebracht. Die Geschichte der• europäischen Nationen׳ uindl Nation!aBtäten weist kaum ein Blatt auf, das .nicht von den׳ Blutopfeirm dar Kinlder des Tüdisalieji Volkes für die ,HöHneirentwicklung dar Menschheit Zeugnis ablegte. Das jüdische. Volk hat seit seinem Eintritt in dlie׳ Weltgeschichte als bewußter Träger und Vier ׳wirklicher . des ge offenbar t!en G-fteswUlens ein! Martyrium ohnegleichen für die Erhaltung seiner geschiahtlchen Eigenart und ׳seiner geistigen! und kulturelle 11 Binzlgartigkeiit erlitten und weiß auch mit all den Völkern .zu fühlen, die heute um Freiheit für 'iure kulturelle Existenz .ringen, Uefoeraill, iwo Nationen •und!Nationalitäten einen Kampf ums Recht führen, •wenden treue Söhne des (jtiidisaheni Volke* in den ihnen du reih Pflicht und Recht gebotenen Grenzen! helfende Hand; bieten-und dazu beitragen, daß der Entfalltnuiigsireiiheit keine Schranken .gesetzt werden. Trotzdem muß gegen die Art, wie jetzt wieder dhs Jaiidentum gegen .seinen! iWifcn und entgegen seinen basten Traditlonen׳ .und heillgsiteii Intentionen gefiliissentliiicli in den' ׳amropäiisdhen ׳Nationalitätenkampf iiineingeaarrt wird, auf das en t,s chii'ied ejJLSu't'e Verwahrung ei 11 gi eil .egt werden. Wir .lasen zu unserem Erstaunen in den Mitteiilnngen des Kongreßibiureaus, daß unter den Vertretern dar 40 Minderheitsnationalltäten mit! etwa 40 Millionen Menschen! auch eine Vertretung der jiidisejien MOndleirtieitsnatiiiondUtät an dem K011greß teilnetimen wird. Wer hat das Judentum zu einer politischen Minderheitsnatlonalität im Sinne und nach den politischen und kulturellen Maßstäben der europäischen nationalen Minoritäten gestempelt? Wo und1 wann hat das j ii dl sc he Volk sei nie zweita u sen d'j ä01 r! ge Tra d׳«i• t io 11 i 11 s e i,01 e r. E0111 s teil'- Innig zu den Pr ob 1 eure 11 den* europäischen Vülker, i 11׳ deren M ritte es im Ex 5111 lebt, auf ge gebe« •und den Ansipmaeih er ho bien, sein eigenes p o.l'itisches und kailitur e Meis Schicksall mit dem Kampf der em!r opä,i׳s che 11 , Na tlonali.tä t e n zu verknüpfen!? Wer :wagt■, es, mit uns. mit unserem heiligen geistigen Erbe, mit dem Wohlergehen unserer Kinder und detr kommenden Geschlechter umd! nicht zu allerletzt mit der Wahrheit, mit dem. wahren Charakter der jüdischen Gesamtheit und׳ ’seiner einzeftieh Gliederungen ein solch! gefährliches, frivoles Spiel’ zu treiben, ohne hiezu vom jüdischen Volk sei-1 ,h er e iln Mandat erhalten zu haben.? In dem Kongreßprogramm wird ausdrücklich gesagt: ״Zur Beteiligung sind nur nationale Gruppen zuge lassen, deren! Majoritat auf ton Standpunkt einer bewußt empfindenden Nationalität sfelit.“. Hat das jüdische Volk jemals über diese Frage ahgestimmt? Und selbst wenn das der׳Fall gewesen wäre, hätte eine solche Abstimmung der gegenwärtigen Generation ,die Kraft, eine Geschichte ׳von Jalirtausenlden aus ’dar; WeJ.t zu; schaffe re, die das jüdische Volk als eine Gemeinschaft festgelegt! hat, die ihre Existenz ׳und ihr© Erhaltung «ich t auf eine ״be- , wiußit em1pffiוnidlende, Natäioinaiffiltät‘^ sto 81 dl e r n! auf d! 11e u nlösliche Gebiundemlie iit an Gifcte« Geset'iz und die. praktische Ve rwirkiliiichung .von Thora und Ml'zwos gründet? Weshalb haben unsere Väter den Scheiterhaufen betreten! und .in allen Kerkern der europäischen Nationen geschmachtet? Für dias Recht, eine ,bewußt empfilndende Nationalität“ zu sein, nationalistische Propaganda zu tre.iben, nationalistische Vertreter Ins Parlament zu entsenden, mit Bahnen und Kokarden anjdiäre Vöilker naclizuäfien, .sich mit gewichtiger Miene unigebufen und unberufen in die nationalen ׳und politischen Angeiliegeiilheiten der Nationen zu mengen — oder für ״Schema Jisiroeil!“. für das Recht, ungehinldert das ״Jodh der himmlisdien Herrschaft“ und das ״Joch der Mizwps“ tragen zu düfien? Was. hat da׳s Judentum aui einer Tribüne der nationalen Minderheiten! der europäischen; Staaten! als Subjekt oder gar als Oibjskt dler Vier,!Handlungen׳ zu suchen? Das Verhältnis der G!esam.theit ׳zuden unstreitiig vorhandenen nationalen Elementen in ihrem eimigantigen Lebensinhalt ist eine in ne׳ re kuliturelie Frage des Judentum* selber, die längst eine befriedigende Löisung gefunden halben würde, wenn׳ Begriffsverwirrung und Untreue sie nicht zum Vorwanld für die Verleitung der Massen zum Abfai von. den Lebensiidealen׳ der Väter gemacht hätten. Wir sudien• vergebens nach einem anderen ׳Grund für diese beabsichtigte Umwandlung des Juidenltum* i;n eine ׳״Miiinde׳r)111e!i!tsnationa'lität‘E die 0;hn1e innere Notwemdiigkeit izum Auge.1- Punkt der sich am Zionismus orientierenden .,GaluthipoBtik“ geworden/ ist. Wird׳ diesen Versuchen auch jetzt noch wilder- S'pruahislos zugeschiauf. so!braucht es nicht wiifidernahmen, wenn in der Auffassung der ■Staaten und Vöilker vom Judentum und von, den jüdischen׳ Lebenszielen eines schönen! Tages die Ansdhauuing Oberhand gewinnt, die den geistigen Hintergrund für eine poetische jüdische ״Miiiildiarlieitsjnationaliität“ und für entsprechende ״nationaie MimderlhieItsfordlerungen‘‘ biilldet. Da׳ giil-t es, so deutlich, und vernehmlich es auszuspredien: Das Judentum w.ümsciht nicht, sein Dasein! im ,jb׳ewußten natio.na.len Empfimiden z׳u verankern, es w 1 *1':L i!n den Ländern seiinies, ,Exi Is nicht a׳l!.s ,dVI il n׳׳d!e r 111 e i t s 11 a t i 0 n a!1 i t ä!t“ b e .t r a. c h!t e t u׳n׳d als solche den wirkl i ehern NatEanaiHit äten gegenüber politisch ׳eing.ere'ihiit werden.• Keiitn Mensch hat׳ das Recht׳, uns die ,IMinderheitsnationalität“ gegen!unseren Willen׳ dufzuzwingen, nur damit die Zahl der Nationalitäten um eine vermehrt werde. Wir verwahren, uns dagegen, daß Dr. Leo Motizkin, der ׳um dlie nationalistische Propaganda׳ des Zionismus׳ reahit!hohe Verdienste haben mag, in, ׳den, Angeffiagenhielten dies ־Juden- ׳tiumls׳ aber keinerlei Mandat besitzt׳, in Vertretung der imagimären jüdischen Nationalität■ im Vorbereiiitungsiausischuß des Na- ■tiomallitäterfkongresses ׳als ״Exekutiivpiräsldent des Komiteeis der jüdlils'chem' Delliegationen“ teilnimmt. Wir hören von, diesem ״Comi'te des Delegations׳ Juives“' jetzt nicht zum erstenmal, feiin׳ solches Komitee existiert aber nii׳cht und iltaiL mit einem Schein von Be'reich,tigung niemail׳« existiert. Die paar ׳;zionistischem Herren, die sidi uuml׳tte!lb1a,r naoh dem Krieg in Paris unter Führung Naihium SoikoJows zusammenfanlden, unter dieser Mschen Deckadresse die Flaut des jüdischen Volkes zu Markte trugen und Ihre zionistische nationa.lisf)ils׳che Galuthpolitik trieben, während jdi'e Juden, in allen Kriegslländem aus1, tausenld! Wunden bluteten und verzweifelt nach Rettung aus den mannigfaltigen Kriegs- und Nadiikriegsmiseren >s:uch׳ten, waren׳ Privatpersonen׳, die ׳außer den organisierten Zionisten keines Juden Vertrauen be- 1saßen und ►aus eigener Machtvollkommenheit mit den Staats- Vertretern im Namen des jüdischen: Volkes und der jüdischen Bevölkerung der einzelnen vertragschließenden, Länder verHiandielten. Diesem skandalösen Bluf von einem ״Komitee der jüdischen Delegationen“ verdankt dais׳ polnische und das I11i,,t1a1ui6׳cihe Judentum zum größten; Teil all das Unheil1, das!es ln Ausfluß dies jüdischen Nationaiitäteniparasraphen im Erledensvertrag getroffen hat. Und wer weiß, was׳ das Schicksal!der tschechoslowakischen׳ Juden gewesen wäre, wenn׳ M i n i- ׳ster Ben,esc,!11 nicht in .ungemein geschickter Weisie den ,jFor;derungen“ d'ieses Komirees (in dem die tsch׳echoslo.wakische nationale Ju!denih!e.it“ .biezechmeiidenwaifse dlurah! di׳e Herren: Dr. Singer und Marek Ungar .,,vortreten“ war!) — ausgewidien wäre und ׳die Deklariermiig des Judentums!zu einer ,,׳Mimddrheitisuationalität“ auf die V!eirfe1ss1mg)s׳urk׳unde vertröstete, ׳in d’er von einer - Deklariemimg natürlich, n!ic31t di!e Rede ist.״ Hören ׳wir ׳jettet, daß einige!Zionisten äbermais versuchen׳, ,dieses ■famose DLeilegafciouenkomlitee zu emeueim, so liegt der Zweck klar: Dr. Motzkin will einen Redh,ts״titel“ erwerben, im Rate der ,,׳Minderhditsnatioinäli,täten“ in Namen׳ des jüdischen Vo׳lkies zu sprechen!. Er wird dies nicht erreichen. Denn, wie immer sich auch die einzelnen jiid'ißdien Gruppen zu den Wünschen Dr. Motzkins verhalten mögen, der., or thodoxe Großteil des jü'idil'sclie« Volkes verweigert ihm die Vollmacht zu einer ׳solchen׳ Ka.tas׳t,rppihenpolit'ilk. Sellbstverständlidi ״vertreten“ die beiden ״Delegierten“ der t s c!h e ׳c 110 is 10 w a k d׳ s c h e n jüdischen nationalem Min- ׳d'erfieit auf dem Natibnalitätenkongreß die Flerren Dr Em’iJ Ma rgiiiliies aus Leitmeiritz (immer wieder er!) und Doktor Eisler aus Filohowetz in vorzüglicher und be,re׳ahtigter W!eise arur — sic h s!211!׳b st! A v i s J ׳u!,d׳a e 111 s. Vom Kolel Schonire Hachomoth. Das Kuratorium des Kolels Schomre Flachomoth ersucht uns ibekanntzugeben, daß Flerr Rabbiner Israel1 Cliajim Same t, Vitzeipräsident des Kolels ׳in Je,rußallem, vor einigen Tagen!01 der Tscheche- Slowakei eingetrolffen ist. Er beabsichtigt, hier an der Er- Weiterung (der Sammlungen für die Armen •des Heiligen Landes miitzuwiirken amd i׳m besonderen für den Verkauf vom Anteilscheinen der Aktion izun Erwerbung vooi ׳Gruaidstüoken ,zum Zwecke des Baues weiterer Häuser für den Kolel tät.g ,zu sein. Wie ©rinaierMi, hat den Kolel vor!kurzem ein größeres Areal, anschließend an einen Häuserkomplex, erworben׳, welcher jetzt ׳in kleineren■ Anteilscheinen׳ zur Errichtung von Armen- Wohnungen abgegeben wird. Das •Kuratorium׳ bittet alle Gaboim und1 Freunde des, Kaleil, Herrn Rabbiner Samet in jeder Beziehung tatkräftig an׳ die Hand zu gehen. Für das orthodoxe Erziehungswesen in Erez Jisroel. Wie uns aus Nove Zamky berichtet ׳wird, (hat d!er Vorstand ׳der dortigen .or.lhodoxen!Gerne,in׳d׳e ,beschlossen, in!das iGiameindebudget ■einen Jahresbeitrag zur Unterstiitizung der von ׳der Agudas Jisroiel ׳mnterlialtenen1 Unterrich'isanstalten In! Erez Jisroel aulfzunelhmen Bar-Mizwoh-Feier. ׳Am ׳ ראהE3 ׳ ש״לןbeging Harr ,Rafael Ko ihn in Nove Zamky die מצוה ^Feier sein;« Sohines שמואל Der Bar־Mi1z!woh!hielt eine gediegene חריפות und מגירות דרשה( in •Anwesenheit• einer ansehnlichen Versammlung, die sich aus allen Kreisen rekrotiert.׳י. Das Rabbinat. die 'Vertreer der Gerneitrde, •der ׳ ,ח״קder ת״ת und ׳der Agudas Jisroel waren ebenfalls ׳erschienen, um ׳der Verehrimg gegen׳über ׳dem!Gastge'ber ,und der Anerkennung ׳seiner hohen Verdienste ,um die orthodoxen!ibstlturionem Ausdruck ■zu geben. Nach der Wrosahöh ׳des!Bar-AIi'zwoihi hielt sein Onkel Herr Obcr.raibbiuer Josef Rubinstein aus Janoghaza eine schöne Rede, in der er sowohl •Ihn als auch■ sine Eltern herzlich ׳beglückwünschte. Josei Weisz s. a. Man berichtet uns aus Sered: Am 9. Augirsi verschied hier Herr Josef We!is:z. Der Verbliah׳ene war vier Jahrzehnte laug ,Viizepräses ׳der ׳Sereder orthodoxen Gemeindie und hat ■sich durch seine streng konservative Gesvnnung •und seinen lauteren Charakter in unwergeßlicher Weise ausgezeichnet. Auch als ׳Großkauimanu!hat er_ sich' eine. ach!"- bare ׳Position erworben.!Mit ihm scheidet eine jener Persönlichkeilten von! ׳dann3׳n. die ■schwer!zu ׳erse3zen,_ sind^!Es betrauert ihn nebs•׳'־ seiner Familie ,die Scneder israelitisciie •Kultus־ gemeinde .und׳ ■die •Nyitra-sr ßankfiliaie in Sered. deren Präses •er. 30 J.aihre hindurch war. חנצב״ה Fund. Zirka 100 Schritte vom Bahngeleise in Oalanta wurde im Getreidefeld ein טלית Beutel gefunden. Inhalt? 1 ,טלי ת Paar :הפילו und ein סידור בית יעלב Ausgabe Warschau נוסח אשכנל. Ain'־טלית Beutel Monogramm AK, Diese Gegenstände sind schon stark ruiniert und lagen: wahrscheinlich längere Zeit an der Fundstelle. Zu erfragen, bei Josef W o 11 n e r, Geflügelhändler, G a 1 a n t a. Warnung! Ein Abonnent unseres Blattes in Holland bittet uns, folgender Warnung Raum zu geben. Wir haben keine Veranlassung, diese Bitte zu verweigern. Vor einigen Wochen war bei mir ein junger Mann, der sich Goldstein nannte. Er offerierte mir eine deutsche Uebersetzung und Erklärung von 15 Traktaten aus dem babylonischen Talmud sowie von Mischna-Traktat Ovaus von Fromer-Schnitzer. Das Werk wurde in verschiedenen Ausführungen ausgegeben, die Preise waren von 16 bis 36 Gulden. Ein Teil des Erlöses ist bestimmt für einen Hilfsverein für jüdische Bünde. Der junge Mann zeigte mir einige Bücher, worin einige Teile der Ausgabe fragmentarisch zusammengebunden waren, um vom ganzen ein Muster zu bieten. Auch zeigte er mir einen Zeitungsartikel, worin dies Werk angeblich von fachmännischer Seite empfohlen wurde. Ich bestellte bei ihm eine sogenannte Prachtausgabe und bezahlte dafür laut Rechnung 11 Gulden im voraus. Einige Wochen später wurde in meiner Abwesenheit unter Rembours von 25 Gulden plus Porto ein Paket bei mir abgegeben, welches einen Band enthielt, worin alle bestellten Traktate mit Uebersetzung und Erklärung aufgenommen waren, jedoch von jedem Traktat nur einige Seiten. Der Verkäufer ruft bei seinen Bestellern den festen Eindruck hervor, daß es sich um sechzehn vollständige Traktate handelt und erklärt dies auch auf die betreffende Frage ausdrücklich. Er füllt bei der Bestellung ein gedrucktes Formular aus, das er den Käufer unterschreiben läßt und wovon er eine Kopie hinterläßt. Auf diesem Formular steht als Lieferant vermerkt: Alois Goldstein', Wien, XV., Thalgasse, Generalvertretung der Brandus! sehen Verlagsbuchhandlung, Berlin W. 50. Man verwechsle den Namen nicht mit Brandeis! Auf dem Formular steht mit roten Buchstaben gestempelt: Ein Teil des Ertrages gehört־ dem Hilfsverein der jüdischen Blinden. Das Bestellformular gibt noch an: ״Der babylonische Talmud von Fromer-Schnitzer in deutscher Uebersetzung“, doch auf dem illustrierten Titelblatt vom gelieferten Buch steht ohne Angabe eines Autors: ״Der babylonische Talmud in Auswahl“. י . , .... Am Schlüsse des Werkes ist noch ein ״Nachwort“, unterzeichnet von Jakob Frommer, und datiert, Charlottenburg, Oktober 1924. 111 der Tat ein ״Prachtexemplar“, jedoch 1m anderen als im gewöhnlichen Sinne. Das Urteil darüber überlasse ich jenen, die ich hiemit gegen ungewünschte Praktiken warnen will, damit die Zahl der Opfer auf ein Minimum reduziert werde. Rotterdam, 1. August 1926. taunend billig und schön liefert alle Gattungen Drucksorten in allen Sprachen für Kultusgemeinden, Vereine, Geschäfte und Private die weltbekannte Firma AMU NEUFELD Kosmos-Druckerei־ Kunstanstalt GALANT*. (G. S. R.) Bitte um Einholung meiner allerbilligsten Preisofferte. 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