Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 27 (2.7.1926)
- Date
- 1926-07-02
- Page
- Seite 197 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE PRESSE Seite 197 Nr. 27 Da Herr Zitron der t efelnschneldenden Bedeiihm״.;■ de! von sciuecn Vater noch geplanten Maste rsclmrie sich vollauf ■bewißt ist. 1a1׳d bisher weder Mühen, noch'!Kosten gescheirt 11at, um das Testament seines Vaters, an^espomt von kindHcher Liebe und Pietät einerseits utid von der Liebe 11n*׳J Oprerfähi'skeit fiir die Höbiu;n.s-1deis Thorustudaims aurd Verbreitung 1altü1berHefertsr Rdisiosität andererseits, m verwirkliche». so ist zuversichtlich?.;! erhoffen, daß er alle von der richtigen Lösung seiner sich gesteckten Anfsaibe erheischten! Schritts tun wird, uni die neuzuschastende histitution zur Qudle des ■Segens fiir die orthodoxe Gemeinschaft Transsyivauniens zu ״estalten. •R. J. •A. Sah. Vom Tage. Antwerpen. Zu den jüngst stattgefundenen Wahlen in der Machwike-:Hindus-;Ge1me׳ie1de •in Antwerpen schreibt man. 11111«:■ ״Erobert die Gemeinden!“ Diese von Herzl bereits am ersten Zionistenkongreß vcrlantbarte Parole hat die friedlichen, abselts von der Tagespolitik heiligen jüdischen Idealen dienenden Gemeinden in den Brennpunkt von politischen Kämpfen gerückt. Auch unsere orthodoxe Machsi;ke-Badas־Gemeinde :ist von diesen Kämpfen nicht verschont geblieben. Immerhin haben die Herren Zionisten den Kampf in unserer Gemeinde nicht mit ßt'icnehi Visier geführt. Es ist ihnen so voriges Jahr ■gelungen, eine Bresche in die bisher felsenfeste Mauer ׳der Orthodoxie zu schlagen. Die Orthodoxie hat sich ׳aber■ glücklicherweise nicht lange Sand in die Augen streuen!lassen. Es ,hat den Herren Zionisten diesmal nichts genützt, sich ״Bürgerliche gemäßigte Partei“ zu nennen; auch nicht, ,daß sie ihre wahren Absichten ״in der Oeifentlichkeit verleugnet haben. Die große. Gefahr, die durch Ihren eventuellen S.ieg der orthodoxen GemeiiKle enstaiicten wäre, hat diesmal eine •Ein.heifef.ront der Orthodoxie geschaffen. Wie ein Mann sind die .orthodoxen Mitglieder der Gemeinde zur Wahlurne gegangen. East nielmind ist fern geblieben. Die Orthodoxie ,hat diestnaü bewiesen•, was sie imstande ist zu!leisten, wenn sie :ihre eigenen Interessen richtig und rechtzeitig erkennt und. sich zur Währung dieser Interessen organisiert.. — Die Orthodoxie stand bei׳ den diesjährigen Wahlen auf der Höhe. Sie!hat ihre ganze Liste durchgebracht und dies mit einer überwältigenden Majorität. Nicht unerheblich war!hiebei (das Verdienst der Aguda. Die Agudisten ■m Antwerpen stehen auf dem Standpunkte, daß jede Politik, auch eine agudlstisohe. aus der Gemeindestiiibe ausgeschaltet wenden , muß. Sie ,haben aber richtig erkannt, daß die Erhaltung der orthodoxen Gemeinde eine wichtige Agudia-Arbeit ist. Die große organisatorische Arbeit za den Wahlen haben in Antwerpen die Agudisten geleistet. Antwerpen hat bewiesen, wie wahr die an der Berliner ZentKilratssitizung der Aguda gesprochenen Worte von Dr. P. Kahn sind, daß nämlich diie Aguda mit •Stolz darauf Hinweisen kann, daß sie überall, wo es sich um die Erlialtimg der ־Gemeinde bandelt, mit ,Hintansetzung aller anderen Interessen für die Beibehaltung des alten heifeen Charakter« der Keliiil'la kämpft. ••Vf זויו».»*'ד0• . .. .Wten.... Konstitufcrende GeneralversammltuiR des Vereines ״Hisachduth .Jereim“nirriäef'' 'Genc1ra'k׳ersaimml11!ng •wpnäen,• folgende Herren in Iden Vorstand׳ gewählt: Saiomon Asdhikenasy, Moses! C11. Beck, Markus Dym, Schulim Fischlheiimer., Hirsch Feffeir'baum, iHerscilr Feuer. Moses Fränikel, öwadlje Giunslbe rg, Pinkas' Gniwiisöh, Chaiim Geliles, Lipe Geldlwertli, Natam Glaser, Rabbiner Abraham IBescfnl, Markus Hormstein, Juda!Maier Horoiwitiz. Lipman Hojda, Saiomon iKrocihmail, Clialm Kora'l׳, ßexisch IKleintnaun, Alter Kamin, Nu dl 10m iLöiw, ß. Seih. ,Lauer, Hersclh ibewyln׳, .Israel Löweusolhn. Abraham Leiwfint'er, Samuel׳ Nussenbinmi Moses Ei'. Neugrösdhill, Hirsch Prominger. Nachmau Pauer, Osi.as/ Popers, Isaac Reich; Moses Seilidimau, Dawid Seidmaun, Abraham Schapira, Schates Scbönield, Hersclh Sclhäcihter, Lipe Türk!, Moses Teitelbaaim. Daiwiid Werner. Zu dein ,bereits veröiffeniichten Bericht ist noch an mellden, daß ׳Herr Kaiiltusivorsteher S dira .r f.s Lei« in längerer Rede •die Notwendigkeit der neuen: nhoraitreueu Organisation Aarte.gte; da bis heute in der Knltusgemeiude keine wahrhaften rc/iigiösen Vertreter der Ostindien Silz haben. Redner schiilderte das uueiilrörte Vorgehen!der Zionis'.en!in der Ku'ltusgetneinde, (die es >d11rohzusetze!n verstanden, ihn aus den!Kommissionen mit der ,Motivierung Iherauszudräugen, daß er!(Sclharifstein) nur Spendet für den der Adas Jisroel, Wien, II., Nestroygasse 11 Pie reichen Europäer, welche im Winter ihre kalten Länder verlassen, kommen alle hieher, um sich an der kräftige« Sonne zu bräunen und dementsprechend finden wir palastartige Hotels mit allem modernen Komtort und Luxus ausgestattet. Aber in alter Zeit war Elephantine e1«e Festung, ein Glied in der Kette von Festungen* welche die südliche Grenze von Aegypten zu bewachen hatten. Die alten Aegypter nannten die Insel Yeb, d. h.. die Elefantenstadt, vielleicht deshalb, weil sie hier zuerst Elfenbein, ein Produkt der südlichen Gegenden, kennen und schätzen leinten. Yeb hatte eine Garnison viele Jahr־ hunderte hindurch; diese Garnison bestand sowohl unter ägyptischer Herrschaft, wie auch in den Zeiten der persisehen Eroberung, immer aus Söldlingen und viele judisehe Krieger befanden sich unter ihnen. Eines der frühesten Dokumente aus dem Funde vqn Elephantine trägt , das Datum vom 20. Marcheschwan im 17. Jahr des Königs Darius, also beiläufig 20 Jahre nach der Ankunft Nehenuas in Palästina. Das Dokument »st eine Bittschrift an den persischen Vizekönig von Palästina, ״von Yedoniah und seinen Genossen, den Priestern in der Festung Yeb“ und erzählt — eine Geschichte von Klagen und Zerstörung —, daß vor Jahren 1» Yeb ein Tempel des G-ttes Jahu war; als Kambyses Aegypten erobert hatte, da hatte er alle lokalen Tempel zerstört, ausgenommen den der Juden. Die Priester von Chneb hätten es teils durch Bestechung und durch Verschwörung soweit gebracht, daß auch dieser Tempel mit seinen großen Toren von ausgehauenen Steinen und sein'en Türe« von Zedernholz zerstört wurde. Die jüdische Gemetnde, Männer, Frauen und Kinder, bitten in Trauer um ihr verlorenes Heiligtum den persischen Statthalter, er möge seinen Einfluß für die Wiedererbauung des Heiligtüms verwenden, so daß wieder Ganzopter, Speise- und Trankopfer aut seinen Altären dargebracht werden könnten: fenc weitere vertrauliche Mitteilung besagt, daß das ׳ notwendige Bakschisch durch einen besonderen Boten aut de» Wege sei und daß sie Sebete verrichtet hätten, daoo<»omomomomomomomomomo> o Telephon 7426*2״ Telephon 7426*י2«י Telephon 7426*י2«י | Wien, I., Graben 12 dembTra ttnerhof) 2 Diese neueröffnete, grösste und modernste 5 Werkstätte für Haararbeiten u. Schönheits- £ pflege erzeugt Perücken, Scheitel u. 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(beschloß, ©egen!dieses Vorgehen,:!den sühä!rifste.n (Protest zu!embe-ben. (Bai lde!r KoiTstimiierung-des Ausschusses!Wiarden!die Heirren: (Moses Sekhuain, Samuel.!Nmssen'baum, Markus Horenstein als Obmänner, Idle 1He׳rr.e!n■!Nuc'hem Liäw, Saiomon Asohkenasy. Aibrailiam Sclbaipiira; Ghaim Koral als Kassiere •utid SchiliMährer •gawälblr. . Baden bei Wien. Die jüdische Bevölkerung!der Stadt Baden feierte vergangene Woche, een•׳ :selten •!frohes Fest: den silberne n Hochzeitstag ■ihres Präsidenten Herrn Alexander Braaun und seiner - Gemahlin, Frau Hcldfwig Brannri, weilclner Mittwoch, den 11. Turnus steibtifand. •Am “Vorabende׳ versammelten si׳ch ■ztihlreiiclte Fiunktionäre und hervorragende Gemeindem-telieder״ nun ■ dem liochverelirten Brautpaar ,!ihre Hxiildigung darzuibningen. •Als. Erster Keife Se., Blirw. Flerr Qberrabbiner Wilheilnu Reidi ■eine zündende Ansprache, ln;markigen,!herzergreifenden War- 'ten..zß׳ioh:nete er. das Lebensbild u1T1d._Lebens\ve'rk eines',wahren;איש ’יהודי : einer ebhitenחיל ־ r '^^•־■•Mer:rt'Rabhin/er:• Eriedmanu. schiilderte die unverKängltcheit Verdienste, die der׳ Präsident sich um die Neugestateng der reliislösen Institutionen erworben hat, und den! es zu verdanken i;st, daß die Israelitische Kultusgemeinde Baden •während der siebenjährigen Amtstätigkeit des Präsidenten eine echte jüdische Keliilla ■wunde. Für den Kuiltusausscbuß, welcher ebenso.־ wie dier Vorstand der Ghevre Kadlsdie. anläßlich der Feier'., eine LichtbiÜdaufnahme seiner Miitgikdef •überreichte, •sprach •."der Alter *!Präsident Herr Jakob Kolm mit vor öefer Rührung ergriffenen Stimme. Ansprachen hielten noch Herr Ludwig Lackenbaolier,. Präses . der Clievre Kadis che, und’' Herr Bernhard •Li)wy im Namen der Beamtenschaft. Kobersdorf, am 27. Jurii. <■ Zur Beilegung einer diie Gernüter der Kabersdorfer seit Monaten :in Erregung ,hajltenden Affäre fand unter Vorsitz des .Lackenbacher Oberittbbiners, Herrn J. Kraus, ein statuitengemäß vorgesehenes Schiedsgericht statt. Trotz der schroffen Gegensätze ■und der scheinbar unversöhnlichen Stimmung zwischen!den Streitparteien war es diesem burgenländischen Erstliinigsseliiedsgerichte ■besohleden; (durch ein auf Reckt und itidfscihe Humanität beruhendes Erkenntuis die Rahe •in• der• Gemeinde wieder lierzuateilen und Kläger wie Beklagte in .höchstmöglichem Maße zu befriedigen. Das Urtel des Schiedsgerichtes, hat denn auch •in allen Kreisen der Kultusgemeinde ׳lebhafteste Befriedigung •ausgelöst ,und in bedeutendem Maße zur Hebung, der Autorität und der Erkennt- «is dbr segensreichen Auswirkungen unserer autonomen In- עטרת משפחתנו הנגיד החסיר מהה״ר יששכי בע^ל פרענקעל זצ׳ל צ׳ל Berl Frankel שבק לן חיים ביום שבת קורש פרשת חקתז׳ תמוז 1026 19. Juni למספרם כשנח הס״ג לימי חייו. משפחתו השרוית בצער. לראקא תמוז תרפ״ו. .1926 Krakau, Juni Aus!Krakau erhalten!wir (die erschütternde Nachrichif von dem Hinsäieideii 'eine« ׳unserer•!Besten. Rabbi• Bertsohi Fränkei ist nach langer Krairk'heii; uhs■ eint,rissen wodeit.: Seit Jahr and• Tag scliwankiten seine Auigehörigcu und seine ׳.zahlreichen Freunde zwischen Hoffnung und!Furcht. Einer!der besten!Familien. Galiziens entstammend, gehörte er zu Iden hervorragendsten Tataide!Hachouini das!Landes. Seine Fröunmigkeit. •seine nmibegrenizite Woliiltätigkeif mncl sein kkircr Veistauid, den.er ganz, in den!Diemsit auiseirer (lreiligen Sache stellte, machte ihn . .zu - einer Ider.!pronviuentesten :Persöiii.idrkdteii der polniisdlien Juideiulteit.!Der!tiefste Schtmenz seines iLöb'enis war• die- Aibnahime des ׳jüdischen Leben« und Wesens und er verwandte alle!seine Kräfte!zur 1Erhaltung und Förderung n’iles Jüdischen Autfd am ersten Aguda-1Kongreß 5672 nahm er leibhallten Anteil utiid' er war der beste!M׳i!barbe;i!ter «eines Vaters Reib Mendil •iFränkei, •der de!r erste 'Präsident!der Aguda in Krakau (war.' Im Ja:hre 5679 wurde. er!Präsident :und;־ hat, als mlcilier!sehr iiiitensive Arbeit ent!wick׳c!!t. T,ro!t!z'!seiner' au!sgedeliniten'. gesdiäftilicihein Tätigke'iit ר wair er bei! 'allen Aguda- Konferenzen i׳m In־, und; Auslände anwesend, und' nahm leibhaften Anteil an 'allem. A!m Sdiabbos-Barsüluatih ׳ Oinukaiiis hauehte er seine reine Seele aus, unld1 ganz 'Krakau• ' nahm an׳ dev וזלוח teil. Oberrabbiner :Komitzer widmete 'ihm einen tieiemipfimnidenen FJesped. Auif denn Fniedhofe sprach ׳dier Rabbimer ■Lad von׳ •Saczawa!und־ beide• konnten niülit genug Riüllümeniswertes über ,den Verblichenen!sagen, dessen Verlust sie ails eine sdvwere wiaustfüÄare Lücke der •Ontfiodoxie :bezeichneten. 'Illilllllllllilllilillillilllllilllllllllllllllllllilllllllllllllllllllllllir stitutibnen •geführt. Es steht außer Zweifel,!daß sich diese׳ Erkenntnis auch außerhalb ׳unseres Gemeindebareiehes siegreich Balm' brechen und die kleine,• aber be.geisterte Schar der Orthodoxie des Burgenikindes imaufhalitsam von להרמת קרן 1י0!ח13.-התורה והרעת& führen wird. יהי כן ד עמגח Berliner Konferenz orthodoxer Vertreter für: Stärkungdeis Erziehüngswesens s in: Rußläpd. Aus Berlin , wird uns,; •1gemeldet: Eine Anzahl 'hervöfrägender ־'Vertreter der ge־.| setzestreuen Judenheit fanden sich dieser Tage in BeriiitV zu einer Konferenz zusammen, in der. darüber beraten wurde, wie man das religiöse Erziehungswesen in Rußland stärken könne. Die Konferenz hat es sich zur Aufe gäbe" gemacht, einen Weg zu finden, am den russischen Juden unci ihrer religiösen Not Hilfe zu bringen. •Beson,־ ders sollte die Förderung der Thoralehranstalten in praktische Wege geleitet werden. Der Konferenz wohnten bei: Seitens der Agiidäs Jisroel Rabbiner Dr. Pinchas Kohn, und Herr Jakob Rosenheim; vom orthodoxen Rabbinerverband Rabbiner Dr. Esra Munk und Rabbiner Dr. Maier! Hildesheimer; als Vertretung des Keren Hathora Ober.־ rabbvner Dr. Spitzer und Dr. Leo Deutschländer;. Vom Misrachi' Oberregierungsrat Goslar und' Dr. A. Barth;! von der Organisation ״Achduth“ Rabbiner Dr. Löwen'־; thal und Herr Fritz Sondheimer. Elnlährlner Handelskur» TVicner' Elnjährlaer Handelskur« Talmud -Thora - Schulverein Volks- und Bürgerschule für Knaben und Mädciian Wien, ll.f Malzgasse 16 Oest.Postsparlc.-Kto.lS2.169 Spendet für1 das älteste und grösste Jüdische Schulwerk Wiens! Mit"der Sege« G־ttes aut das Haupt des großen Mannes koMni&n möge. Es ist nicht sicher, ob ‘ der jüdische Tempel 1« Yeb wieder erbaut wurde, aber es ist wahrscheialich, daß während seines Bestandes Opfer in den Vorhallen dargebracht wurden. Der Tempel bildete den Mittelpunkt des religiösen Lebens der jüdisch-militärischen Kolonie und seine Existenz bezeugt irgendeine Form eines ausgeprägte« jüdischen Lebens in Yeb. Das Pessachtest beobachteten die Juden nach Vorschrift ״schicke mir eine Sklavin,“ sagt ein Dokument, ״um Pessach vorzubereiten“; aber es ist nicht erwiesen, ob ihnen die Bibel bekannt war. Es schien, daß sie deri:G־tt Jahu verehrt haben, aber ihr Monotheismus war nicht der reinste. Sicherlich findet sich der G-ttesname in ihren Eigennamen — Jonathan, Berachiah, Scharaaiah; aber bei einer Gelegenheit hat dennoch eine jüdische Frau namens Miwtachiah, wie ein anderes Dokument bezeugt, aut den Namen der ägyptischeoi Göttin Sati einen Eiju abgelegt. Die Erhaltung des Tempels . war zweifellos sehr kostspielig und unter den Dokumenten findet sich eine Liste derjenigen, welche zur Erhaltung des Tempels . beigesteuert haben. ״Das sind die Namen der jüdischen Soldaten, welche Geld gegeben* haben für den G-tt Jahü/.' jeder Mann 2 Schekel.“ Der Gesamtbetrag wird angegeben mit 31 Keresch und S Schekel Silber und verteilt ^ich folgendermaßen: 12 Keresch und 6 Schekel für'jahu, 7 Keresch für Ascham betel und 12 Keresch für'Anathbetel. Wer waren diese zwei Götter außer Jahu?.,!Waren sie Götzen? Wer kann das sagen? Es mag sein, daß die Juden von Yeb trotz ihres willens, ihre Eigenart zu erhalten, dennoch ihre Abgeschlossenheit zu stark empfunden haben. Sie bildeten keine zahlreiche. Gemeinde; Yeb hatte wahrschein־ lieh insgesamt-eine BevÄlketung von .1000 Personen, Aegyp׳־, ter, Perser und anderer Öfientalea inbegriffen. Mischehen: wäre« aut der• Insel gewöhnlich. Die Dokumente in der; Sammlung von Elerphanhne,, beweisen, daß sich kein Wider־! Spruch gegen Mischehen, erhoben habe. Diese Mischehe»• fahrt•« häufig die Ju(de* y•» ihrer angestammten Rehgion weg zun» Heidentum; aber auch in vielen Fälle* änderten die heidnischen Männer und Frauen, welche (mit Juden eine Ehegemeinschaft eingegangen waren, ihre* Glauben und ihren Namen und nahmen das Judentuml an. Wieder einmal sehen wir die Wahrheit des weise* Satzes vo* Koheleth, daß es nichts Neues gibt unter der Sonne. Es muß nicht angenommen werden, daß dies« jüdischen Krieger in Baracken lebten. Sie waren an* militärischer Grundlage organisiert und wo. immer Namdnl , 1« den Dokumenten sich autgezeichnet finden, wird gleichzeitig das Regiment und die Abteilung mitangegebe*. Sie lebten in ihren eigenen Häusern, hatten ihre eigenen( Felder und Aecker, die sie bebauten und pflegten, che gekauft, verkauft und vererbt wurden. Eine bemerkens-• vverte Erscheinung in der jüdischen Gemeinde zu Yeb ist die religiöse und soziale Stellung der Frau, die im ׳be־* 90nderen Gegensatz zu der untergeordneten Stellung der Fraue* bei den alten Völkern steht. Bei der allgemeine« Trauer um die Zerstörung ihres Tempes trauerten die Frauen mit den Männern; die Liste derjenigen, die tür die Erhaltung des Tempels beitrugen, enthält viele Fraue«, beiläufig ein Drittel der Gesamtanzahl. Die Fraue« hatten ihr eigenes Vermögen, sie erschienen vor Ge- . rieht so wie die Männer und in den Ehehontrakten sicherten sie sich ihre eigenen Rechte• , Menschliche Hände schrieben so vor mehr als 20#• Jahren diese Briefe und: Aufzeichnungen, aus welche* wir uns ein Bild von dem Leben dieser abgelegenen jüaisehe« Kolonie machen können. Von der Diaspora; amf Euphrat wisse« wir viel. Das wenige was wir von der Diaspora am Nil vermuten können,• ■ schöpfen'.:',Wir־ au« diesen Dokumenten. Wir sehen also wieder, daß un9e«1 gegenwärtigen Tagcsprobleme Wiederhall finden in de* Ereignissen längst entschwundener Zeiten. Vielleicht bat stak das Wort -des Propheten adf die Juden vbn Yeb bezogen: In jenen Tagen wird: •in Altar d«<5 Herrn,‘im der Mitte de« Landes Aegypten sei« und eine Säule davon .ui der Grenze, tür ®btt. .... .. .1• i