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Jüdische Presse · 1926-06-11 · 24 (11.6.1926) · p. Seite 179

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Journal
Jüdische Presse
Volume
12 (1926)
Issue
24 (11.6.1926)
Date
1926-06-11
Page
Seite 179 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 24 JÜDISCHE PRESSE Seite 179 g besichtigen Sie unsere Arbeiten und unsere Haare — Sie werden sicher bei uns bestellen־ WIEN, I.״ KÄRNTNERSTRASSE 28 BUDAPEST, VACZI-UTCA 19 BADEN, BEETHOVENGASSE 2 S für eine JesdhDwdh zur Verfügung steht und der Intober bereit ist, den Rosch-Jeschtiiwah ziu verpflegen. Wiir hoffen. da׳ss es der Sdifvveiiz in 1a111er Kürze gelingen wird, i«1 ihrem eigenen Lande eine Sfätfae des Thonastiiidiiiitms zu besitzen Fräaiilei« Betty Rothscliüild, die bekannte. Führe rin der BetBi•־Jakob-Schuten, in Polen׳, srteiifte die Fragen der Mädchemanbeit und ihre Verpflichtung, sich am Auf bau׳ der A. J. zu beteiligen׳ .׳Herr Dr. Ulm-ann aus Hamburg‘ wies auf die Notwendigkeit .hin, der ׳ Forderung , der Entpolitisierung!des Keren Hathora auf das schärfste entgegenzutreten. Die ganze Diskussion bewegte sieh auf einem Niveau, das den Ausführungen des Referenten■ angepasst war. Bin weiteres Referat hielt Herr Stembucii aus St Gallen: .,Unser Weg.“ Der Redner trug mit begeisterten Worten, und in einer feinsinnig durchdachten Art seine Gedanken vor, .w׳ie .,er glaube, dass die A.-J.-lugend sein ׳müsse. Das Prinzip der Tihora im Derech Ereiz habe die Jugend dazu verführt, unter der Maske ׳einer hohlen, profanen Wissenschaft sich mehr und ■mehr •vom Tihorastudium ■zu entfernen.' Wir müssen dazu■ .zu:riickike:hneri, unser Wissen ׳in ׳allem ■aus dam Quell des Judentums zu schöpfen, nur dann" würde ■die Jugend ihr gestecktes Ziel ■z!i1 er« " reichen vermögen. Eine leibhafte Diskussion folgte, an welcher Fräulein Levensteiin1, Dr. Ontliicb. Fräulein. Mannes: Herr Liipschütz, Herr ,Ullmann sich beteiligten. Das Referat des Abends hielt Rabbiner Dr. Michalski. aus Karlsruhe, der für ‘Herrn ,Dr. Deutschländer, der ■im letzter Stunde aibsagen, musste, eingesprungen!ist. Seine Darlegungen galten dem Thema: Wie ׳er-!ziehen wir die Jugend für die Aguldas Jisroel-ildse? — So war der ganze erste Tag ׳der JugeindversammihMig durchzogen von Gedanken',, die erkennen ■liesseni; dass ..ein stark jüdisches Wollen die■‘ Schweizer jüdische Jugend ergriffen tot. In später .Abendstunde wurde dann ■noch in einem kleinen• Gremium de. ’ praktisch‘ zu leistende Arbeit diirohberaten. Wenn man die Er- . gcbnisse ,dieser Besprechung aufzählt. so lassen sie bei weitern noch nicht, erkennen, mit' welchem! •Ernst ׳und; mit welch echter , Tihoraliebs, sie geführt wurde. Diie Abhaltung eiines Fiiiihreukurses, , Tr eff ährten,' iPresseuibende. ■ Jesahiwohgründung. . Propagandatätiigikeit, Beschaffung geeignaten..JLeseanater!1als und noch manches .,,mahr,, ,^aren. Idie Ergebnisse dieser■ ernsten Beratung. A!m ,näcfi’stenüMo’rgenV/tfäfchidiefn ,1zunächst in ׳Baden,•״dank der! Initiatiive einiget Züricher Damen dort eine neue Mädchengruppe ge- .. gründet wo:rd׳en. war, gab Hetr Rabbiner, Dr. iM׳icih!ateki noch überaus wertvolle methodische','Ergänzungen׳ zu den geplanten Arbeitsgabieten Schon lange vor ׳Eröffnung dar. Valkssiitoung, . nachdem .vorher bin Schiiur die männliche Jugend vereinigt hatte!5 strömten ,•die Teilnshrner. in den Saall■ . . Es wurde ■zunächst -d'iie Generalidcbatte,;eröffnet. Herr Ullmann, Hamburg; gab eiine ideelle;.Begründiing :fiir .׳cfiie ‘Notwendigkeit der Abhaltung eines ■■ Fiilhrerkurses uhdlFrl.' Fr1.’Levensteiin •erörterte die prakt’sche Bedeutung und Durclxfiihrlbarköiti dieses Planes.' Die folgende - lebhafte. Debatte erbrachte den Beweis •dafür, dass •diese An- .. regiimg begeisterten Anklang fand; zahlreiche Anmeldungen für , den Kursus vom: 1. tji'^ . 15.' ÄugMSt.' .unter L0ituns״ bewährter;,־iüdiijcher . Pädagogen lind Führer, Men schon / während! der;»•Debatte .ein. Eine y/ei!tere Resolution, die ׳freundliche Aufnahme: fand, •bradite ■den Wunsch ider Tagung nach Gründung einer . schweizerischen . Jeschiwoh zum Ausdruck, dessen praktische Durchführung., ■dem .'.bewährten' Jugendverbandsvorstand!' nn .Geh ■,:!meiiuschaft, ׳.mit den Rabbinern übertragen wurde. Auch diese־’ . ■Generaldebatte,, in de:r *hbch einige.•kleinere Resalutibaiien zur. . Annahme gelangten.' s'o, Unsbssondere •׳die, die der Leitung der, Agudas jisroel7W׳eltprgahisation י ihr'' vollles־ •Vertrauen aus-,, •spricht u'n!d' sich' Terelit ‘ ,erklärt, an allen - Institutionen der : Agnd'as ,Fsroel nach ■׳Kräften• mitizuarbeiten. diese ganze Gene*.; naldebatte. war diurchwiirkt von einem Ernst, der verriet, dass , jeder der Teilnehmer sich ■der H&iligkali ׳• d.er Aufgaben bewusst war.,,Den Schilfes 'der Tagiurig■ bildete ein Referat: des Herrn , •David! Üllmann,'’über ״Wir ׳und Ereiz• •J'sroel“. Nachdenj er .ver- '• sucht .hatte.'zu‘ ,erkläfe'n,5 wer das ״Wlir“ sind,- nämlich, das .׳;,Reich, der Priester‘/,' das heilige, Volk, das erst hdi'ltg genannt '■wW^/wQ'nai 'es;'die;Ralfe id’es Priiiestcrvolkes, unter den übrigen •Völkern überriönimen"hat, dessen Aufgaben ■im Gegensatz zu . •den übrigen Nationen' sätiori vor ,seinem vollkhaften, Dasefie vor“ ' ■handen waren. "Nachdem •der Referent begründet, ■hatte, ־ dass ains-Erez Israei'l /anders ׳ist!als den jüdischen VoÜksm^sse'n. die ,sichdem Thoraiideal'äbgewandt haben, ging er dazu (,über. der Versäihmlüng yorzutrasen, was die Agudas .!,Israel bereits in Ere׳z Fsroei , geleistet habe, was noch au tun .seü und W%'idip: Jugend, ddrän hiHtarbeiiten' könne und müsse.. Seinei verachte׳- ■denen Varsclilage dafür wenden hoffentlich .auf fruchtbar-ep Boden gefallen sein Audi was er über die. Politik der ■Agudas•/ JjsroCl sagte, wobei) er sich auf d'ie bekannten Ausführungen des Herrin ' Jakob Rosenhelm stützte über das. was idte Agudas Jiisroel-PoWuk bedeutet, fand die volle Aufmerksamkeit der Zuhörer. In ■ der d'arauffolgernden Aussprache wurde noch manche ,wertvolle praktische 'Anregung, besonders von Herrn Rosen- ®arten. Zürich, gegeben.'So nahte das •Ende der Tagung: Noc.1 , einmal ergriffen to Herren Mannes, Zürich, Rabbiner Brom, ■Luzern, Rabbiner Dr Michalski, Frählllidi, Baden,;das Wort, um׳ vor dem •'offiziellen Schluss int1nark:i^et\,ÄJfs.führungen •Wert uynd Bedeutung'׳ der .Tagung hervorzuheberi.; ׳ ' Det* Streit in dal• drthocbxP%isfafÄQhen KultUsgemeiiKje in Zagreb beigelegt»■׳ Das RabBin^-Komlipe. der; Vereinigung ־ dir israelitischen orthodoxen Kultusgenieindei} ■,'hat mit folgendem Schiedsspruch den seit; iange ahdaueirndön^ se|1r bedauer- 'liehen §treit hoffentlich auf.• immer be;gelegt :־'Au "die aut. orth. •Gemeinide, Zagreb, Nach Anhörung der Delegierten;beider Parteien: der./ÄutV.ofthV Genjetaide .Za-öreb einerseits ■׳uhd:der orth•.. Vereidsung Zhgreb andererseits, hat das Rabbiner-Komitee folgenden'' Beschlussgefasst;, 1.- 111'... einem .:Ör>teV. ״wo ^ehib■;aut. orthy Gemeinde existiert, ’kann ,.eine orth. . Vereihigung,' die im Rahmen׳ einerhieolpgen..Gemeinde besteht, nicht als: .,orthodox .. anerkannt :werden. Demnach' •sind die!Mitglieder'Id'eporth• Ver-:׳ •ekiigurig Zagreb verpflichtet, sofern sie es mit ■׳demorthodxen; Prinzip!'ernst nehmen, der aut. örtli. Gemeinde Zagreb beiziutreten. 2. Die aut. orthr:Gemeinde ist verpflichte^ ihre Statuten ■ binnen acht Tagen der orth. Zentrale behufs Revision vo.rzu-!e״en. 3. Nach Anschluss von mindestens zehn neuen Mit- 'gliedern an die aut orth. Gemeinde tritt der gegenwärtige Vorstand derselben zurück, und es muss eine neue Wahl vorgsnommen werden. Seinta, 5. Mat 1926. Rabbiner Griinn, Sekretär. Rabbiner Moses Deutsch, Präses. 600 Häuser abgebrannt. Das Brandunglück in Liadi; Provinz Smolensk, stellte' sich als viel umfangreicher heraus, als wie aus den ersten Meldungen zu entnehmen war. 600 Wohnhäuser fielen dem Brande zum Opfer.', Während des Brandes, der mit unheimlicher Schnellig-׳ keit um sich griff, spielten sich furchtbare Szenen ,aba da ouch der aut die Gasse geworfene Hausrat zu brennen1 anfing. Bauern aus der Umgebung nützten die Verwirrung aus, luden Waren und Hausrat auf die mitgebachten׳ Wagen auf und verschleppten sie/'in die umliegender« Dörfer. Viele Menschenleben waren in Gefahr und konn־ ten nur mit grosser Mühe■ gerettet werden.' Die Hitze in den Gassen war so stark, dass die Bevölkerung zurnl Bach flüchtete, die Menschen standen bis zum Hals im־ Wasser. Der weitaus grösste Teil der Geschädigten gehört dem ärmeren Teil der jüdischen Bevölkerung an, aber auch die Bauernschaft in der Vorstadt Slobodka! hat viel Schaden gelitten. Den Tod in den Flammen* fanden eine jüdische Frau und zwei Bauernkinder. Die Einwohner befinden sich in einer unbeschreibjichen Lage — ohne Obdach, ohne Kleider und ohne Brot. Der erste autonome jüdische Distrikt in der Ukraine• Der Ausschuss für nationale Minderheiten beim ukraini* sehen Zentralexekutivkomitee hat soeben beschlossen, in Krivoroschje (Distrikt Krivojrog) die dortigen, zusammenhängenden jüdischen Landsiedlungen zu einem national־• autonomen Distrikt zu vereinigen. — Ebenso wurden in der Gegend von Schitomir die Siedlungen der Deutschen zu einem deutschautonomen Distrikt vereinigt.!Die orthodoxe Frauenbewegung in Polen. Krakau. (A.IPB.) Die (Benoth-Ag/udas-Jisrosl-'OrganisatiOM j.n ,Krakau׳ gibt ein .neues Organ in polnischer Sprache ״Pragnienie“!heraus. — •P i ö t!r 0'k a u. (AJtPB.)y,Vorige ■Woche wurde iliier ׳eine Betili-Jakob-Scbule eröffnet, wölclhe bereits von mehr als;zwei-!hundert SchülerKmen• 1besuch( wird.''!Z10 c z 0 w: ׳(AjPiB.) In Z'loczpw־ wurde über Initiative des Fräuleins L׳eä Katz eine Ortsgruppe der Benotth Agudas Jisroel gegründet. Die Aguda in Mexiko organisiert. New York. (AJ(PB;)' bi Mexiko City ist die Lanidesorganisation (der ׳Agudas Jisroel d'urdli die ■Herren. ßenijamin'Penski׳, D. L. Zins, •Tsnad׳ Lim'ono- :witz, _S. 1P. Ldkowitz'aind Hllel!Wildes organisiert worden; Sie arbeitet im engen 1K0n.:a.kt mit idem Zentraibureau ׳der Aguda ln New York. Personalien. Oberrabbiner Asscher-Groningen s. z. 1. 'Die־ .jüdisohe Gemeiiiidy ■in ׳Gronimgeji, die .gesamte .Eiden- .heit ■in!H011an!d . ist van.eitern herben, ׳bitteren Schlage' ibetrolffen iworidfen.:'Gberrablbiner Asscilier ist, fern van!der Stätte seiner Wirksamkeit, in Lugano, wo e.r — u!nd!Tmit iihrn wli!r. .alle — Genesung m finden hoffte, seinem .tückiscbeh Leiden ettegen und wurde ס יון TPערב ר ׳ izu׳ Grabe getragen.cunter BeteU'igiuing (aller', die ■׳Rang .״und” Namen. ’ :in Holland besitzen, .gleichwie. vor sieben Jahren, ,fast auf den Tag, als am;1. dar נ׳ ומי הגבלה . ,Groningen die Amtseinsctzung id׳es n'e!u’en';Raibblners Jesilich •und■ irendig• ibegling. .Und׳ Groningen׳ (hatte,; allen Grund, mit .der getroffenen Waihi •volkuif .zufrieden ■zu ׳sein. Denn■ alles, was man vornilhm dvuisste, war ׳danach'angetan, itm 'iihn (als ׳ רועה נאמןerlsdTeinen׳ zu lassen׳: Seine, Familie gehört zu den ieinsteh ׳!und vorn)el1m,sten (in Holland; im Besitze; tiefen jüdischen׳Wissens ■und gritodiieher Bildung, ■ais Lebrer .am Gymnasium geethirt und geliebt van,den■ SaiiüSenn aind:' auch׳‘ als •Mitglied;'׳des Rabbinats!in Ämstehäam'. ,hat er ,sich . das'/in'Iihn;gesetizböh Ver.t׳na׳uens niatih ,jeder. jR-idlitog hin ׳würdig ■gezeigt. Dazu seine hielte, edhtle׳ ijüdliscto 'Frömmiiglkiett. ׳seine ׳uri-arschöpf-, liebe iHerzensgiite. seine 1Milde .und; Sanlftmüt-,׳ ־sein •sdia-rf■ geprägtes ■׳soziales" Emplfiiriden, das er ■inslbesonidere ',: de'nen gegenüber biebundiete, ■di» ihn, als id'em■ Oberrabbiner, ׳unmlilttel Der ■V1er׳starto'ne.’lwäf'ßtüsVq;phist־1:׳'a1be1׳‘ t— aü-./'S'pLtier; Ebne sei es!hier gesagt —■ ׳weder die 'Kartzte׳!^^ noch■;.die Schute;ihat er. dazu misslbraucih't, iurti •für■ : ׳den Zionismus: P!r0ip1igaäida; zu• maohen. entspreöliend seines Versprechens, •dass er; bei seiner ׳Installierung i,n!seiner Rede .gegeben! hatte: .niemals jemandem den Zionismus aufiaudxängen.■ Seim Verhältnis!zur ,,A'giida“ w1!׳fd am de11tl!1dh>sten durch folgende Tatsache gekennzeichnet; Bereits im Jahre 1919 hat Ö. Asseher ז״צל , gemeinsam;mit׳ ־anderen Herren in einem Tielegramm an die Zionistische Exkutüve in;•Lpndpn slob;'bereit'■ erklärt, dahin zu wirkerij.dass. ,g!u׳m Anfbam!Palästinas••auch die Organisation 'der orthodoxen'Mdii■!heran- ',gezogen י •werden.. ..•U&ber• seine-, Wirksamkeit als ';Oberraibbiner wenden andere, ״Berutene'. sohreibert.־;sör:viel ist sicher/dass ein שר גודול בישראל dass ein Fürst, , ein!Grosser Im Bereiche des Geists und des Herzens gefallen ist.: . j Rabbi, Benzion Rabinowitsch (Ostrower) gestorben. W ■a r s c'ih 1*11 (AJiRB.) Dienstag den 19, Siwan .ist in Warsbliau. im Ailter von, 86 jäh rem Rabb. Benzton Räbinawitsch!gestor/ben. ,R. Betizion R. genoss in Warschau׳ höhe Achtuihg;; - .er ' hat die ■Aufmerksamkeit׳•schon im jugendliichen' Alter auf sich gelenkt. Er •staimmte aus einer frommeni tind• gotehrten,■ äbeniän-tichassidisoben Familie. Er wurde entgegen■ der Tradition!, seiner Fatniilte ׳ mährten die ׳iihim entgegengeihrachte' Achtung von Jahr •zu Jahr. Der - .Verblicliene 'stand zum 'a'lten׳ ‘ Gerer , Robben- XGludaische Ri!m), wie zum Alexander Robben ׳in sehr «allen freundsetoft- Hoben■ Beziehungen Auch mit dem jetzt (lebenden Gerer Reböen verband! ihn intime Froundsdiaft. Das diesjährige 'Sohwuasifest verbrachte er noch in Ger. Die Bestattung fand!unter aussergewöhnlich •grosser iBeteCliguog der Warschauer Jirdensdiaft Statt. . r.j Leopold Kolm צ ״ ל T (Aus besonderen Gründen verspätet.) Aus Piestany erhielten wir folgende Trauer־ künde: Von einem schweren Verluste ist unsere Gemeinde betroffen worden, der allgemeine und aufrichtige Teilnähme hervorrief. Am zweiten Tage des Sebuoth-Festesi ist der allverehrte Direktor unserer Schule und Sekretär der jüdischen Gemeinde Leopold Kohn, nachdem;er r'ade aus der .Synagoge gekommen war und sich dort seihen Pflicht als כ ה ן entledigte, uns plötzlich entrissen worden. Der :Verblichene, stand 2S Jahre mit vollster Hingabe und: Aufopferung im Dienste unserer Gemeinde. Gewissenhaftigkeit, unermüdlicher und aufopfernder Fleiss waren seine charakteristischen Eigenschaften. Von tiefster G*ttesfurcht durchdrungen, leitete er die Schule stets in wahrhaft jüdischem Sinne und schärfte den! Kindern Pflichtgefühl und Liebe zu unserem heiligen Glauben ein. Trotz des grossen Regens waren Freitag am 21. d. Mi bei der ה ל ן.ו׳ an 2000 Menschen ohne. Ausnahme׳ der Konfession und aus der ganzen Umgebung, wie auch! in Vertretung der Gemeinden Frastak und'.Nove Mestoi ״anwesend. Als erster schilderter Sr. Ehrvv. Hejijr Oberräbbiner Weber den grossen Verlust, den die Familie und Gemeinde ■erlitten haben. Dann Sprachen Religionslehrer: Hi AVei'11 berger im Namen der .Schule, der Schlager des .Verblichenen H. M. Honigs beer aus Wien im׳ ' Närnen ,‘der Familie, Herr Lehrer F e i n e r im Namen de0 auswärtigen Kollegen und Herr Direktor Schmeringa: im Namen der Piestaner Kollegen und Freunde, rührende Worte des Abschiedes חנצב״ה. Rabbi Mosche Mordechai Mannheimer זצ״ל. Am 21. Siwan hat die jüdische Gemeinde Piestany. einen ihrer besten und hervorragendsten Mitglieder zu ■ Grabe; getragen,/Rabbi M.o.s c h'e :M 0;r d e c h a i Mannheim er wurde plötzlich aus ihrer *Mittä: 5geHsshn. Im: Alter von über •70 Jahren! hat er nach einem fruchtbarem und segensreichen Leben, ,in dem er Sich die Achtung! 'und Verehrung aller ■ Kreise, auch.. der ..nichtjüdischen Bürger, erworben hatte, das zeitliche ' gesegnet־; tiefbetrauert von einer zahlreichen angesehenen Familje und all’ derer, die das Glück hatten,;, mit“ ihm־ gemeinsam für;. das Wohl .der ■'Gesamtheit tätig :■zu sein.;. Er vyar .sowohl in seinem bürgerlichen• Beruf .als׳ Kaufmann,;:durch; seine! y unbeugsame; Ehrlichkeit, ׳wie als 'Jude,.״ durch seine, uner1־ .‘ schütterliche ’' Frömmigkeit und immense Geiehrs[ämkeit eine Jeider• immer seltener werdeiide' ,Efseiieinung. Er war ein נדןל n׳Tl u״cl ירא שמים ברבים nach dem! Vorbilde seines grossen Onkels und Lehrers Rabbi Chaim! Hirsch Mannheimer Er oblag dem לש״ש p״nhVl לימור in .jeder ,freien Minute und es war sejn höchstes Vergnügen' ג '׳ת׳ ו ר.?u: lernen und zu lehren. N|och am' Abend vor seinem Hinseheiden "lernte er einen Gemoroh־* Schiur im Befh'-Hämidrasch mit dem .'gewöhriteiij: Enthusiasmus und mit wunderbarer Gründlichkeit irr voller Lebensfrische vor. Am Morgen des 20. Siwarij betete er noch mit dem ersten'Minjan und schön •wenig^jStunden1 hernach war seine reine •Seele zu ihrem hiirönlischeix Urquell emporgestiegen. Die Piestanyer Judensimaft betrauert in ihm auch einen der besten .Menschen, dessen Herzensgüte sich allen helfend zuwandte,;, die einer Hilfe bedurften. Zirka 50 Jahre war er -Obmann d^r.: ChexMra׳־ Kadischa und auch an der Tätigkeit ‘jiller ׳ arideren gesetzestreuen Vereine nahm er regen Änt;e!(l; . An ״Her Aguda Israel wirkte' er mit verständnisvollem' ■fnteress^ mit und! verfolgte ihre Entwicklung in allen Phrasen.';Sein Tod reisst in den Reihen der □י1‘6 יראי□ ושלמיe uhaiisfiillbare: Lücke. Der Schmerz über diesen 'Verlust öffepbarte sich än der grossen und allgemeinen Teilnahme■-Ueifiper הלןרי In seinem-ergreifenden und alle Herzen;jiihrerideii הספד schilderte Sr. Ehrw. Herr Oberrabbiner •W.e b e r das Leben und Wirken dieses ausgezeichneten Joannes und forderte seine Gemeinde zu חישובה ומע^״ט auf. Es folgten noch die הספדים der '״Htefreii;,: Rabbiner F e 1 c h t a l (Piestany), Rabbiner W.e i s s (Vrböve), Ober׳־. räbbiner Donath (Novi Mesto) . .und; eines;,Sohnes des ' Heimgegangenen, die einen tiefen Eindruck hiriterliessen. Andenken des Verblichenen wird in deii׳ •׳Herzen all seiner Verehrer fortleben. ׳ , חנצב״ה,;' R. B. Familienfeste im Hause des Nitraer Otierrabbiners, Vergangenen Mittwoch fand bei Herrn, j<1köb ,״L ö w b e r in;! Topölcany, Schwiegersohn des Eh'r^׳ä;14|tfäer Oberräbbiner eine ,ברית מילר statt, bei welqliqf ^q.,Ehrvv. Herr Oberrabbiner Moses K'a t.z und ,seine^; Gattin, als Gevater tungierteriV Am darauf folgenden, ^ophtagj feierte Fräulein Deborähj Tochter des Herrn Rabbiners; •Ärön Ka tz, ihre •Verlobung, mit Herrn l$aik . L u׳^/aus;:*Kbri1rie. (Win vvürischeh herzl, ■ יה *מזל טוב■ Die ',Redaktion.) Der Gaon Rabbi Jpsef Rosen (Dynsburg) koriinit nach Polen. Waiir scli aai. , (AJPB.) Dank der Inte:rv011ti011 des orthodoxen SejmMiiiibs hat die Resteriang den berüliimten Dwins-;fcer: Gabt»; Rabbi• Jasef Rosen, eine. Binnei׳s&bew;illiffung erteilt. Der Gaoi» ,war während der geizen iKnteigazett^^ in: Russland, erst' .an ״vorigen ■Jahre gelang es;Ihm, ans• dem יbölsdiewikischen Rnsskijiid: nach ■ Dwinsk; zu kommen. Dairic - der;Ei1nreis0bewiffigung der pofl'nisölieri Regieriüng (begibt;^" er sidfvjefzt nach Warschau,.. ־ ׳ ...־ ■

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