Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 24 (11.6.1926)
- Date
- 1926-06-11
- Page
- Seite 177 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr, 24 JÜDISCHE PRESSE immer trat dann ein Fiasko ein, wenn man einiem Gebote aus def Reibe "der .religiösen Pfföcliten eine Vörzugsstelluhg; gegenüber iden anderen Geböten einzurämen versuchte. Auch der auserlesenste Geiist kann dann!unter Umständen der Ver-i suchung nicht widerstehen, diesem einen Gebot manches der; anderen zu opfern,' wenigstens Kn der inneren Bewertung. K Üeber die Aguda in Ainerika. lieber die Aguda in New York. New York; (APO.) Einer nach dem anderen Von ■den grossen Leh1 rem Israels •kommt zu unseren! Oestadeh. 2uerst kam Rabbi Abraham Kalmanowitsch, der Rakower Räw» der jugendliche, unerschöpfliche und glühende Kämpfer der alten Thoraideale. Nach ihm kam Rabbi Mosche Mordechai Epstein, die grosse Leuchte von Litauen; sodann kam Rabbi Ezechiel L i p s c h i t z, der vornehme und geistvolle Führer der polnischen Orthodoxie und jetzt haben wir als jüngsten Ankommenden Rabbi Meir Don P l o t z k 1, den gefeierten Verfasser und Gelehrtem den wir als Gast der amerikanischen Judenschaft herzlich willkommen heissen. Die amerikanische Hauptstadt hat niemals vorher so eine glänzende Versammlung von' Thoraliirsten beherbergt wie gegenwärtig. Sie alle sind in Europa die furchtlosen Führer derAgudas Israel, abei} in diesem Lande sind sie alle die Gäste des ganzen Hauses Israel. Zeire Aguda Israel in New York. New York. Delegierte der verschiedenen Zweige des ״Zeire Aguda Israel“ in Gross New York hielten ein Meeting in der letzten Woche ab, zum Zwecke der Organisation eines Raets der Zeire Aguda Israel in Gross Nem York. Benjamin Hirsch führte den Vorsitz. Nach einer lebhaften! .Diskussion fand die Wahl des Vorstandes statt, und Joschua Gold und Moritz Schorr wurde zum Präsidenten; beziehungsweise zum Vizepräsidenten gewählt. Der Präsident wurde ermächtigt, die anderen Vorstandsmitglieder zu bestimmen. Eine Botschaft von der Zeire-Organisation in Philadelphia wurde ebenfalls verlesen. Man kann hoffen; dass der neue Rat, welcher vier Zeire-Organisationen in dieser Stadt umfasst, mit grossem Erfolg seine Tagung abhalten wird. Telephon 74-2-26 Telephon 74»2«26 I 8 1 1 o׳ I Q I © « -8 i 1 o I $ § o I o I o I o I כס Wien» I., Graben 12 demYrattnerhof) Diese neueröffnete, grösste und modernste Werkstätte für Haararbeiten u. Schönheitspflege erzeugt Perücken, Scheitel u. Transformationen, für deren allererste Qualität der internationale Meister Karl Schiroky jeder Dame persönlich haftet. Unsere Einfuhrungspreise sind sensationell billig! 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Die Aguda veran,stalltete eine, iherizüiche Begrüssung für Rabbi!■ M. M Epstein aus SMboidlkav der;iim Interesse der Lebranstajlten . in Slobotka und Hebron nur kurze Zeit in Amerika weilt. ' New York. (APO.) Die Zei.roth AgudaH Mädchen v e r e i n i g 1! n g hat eine zweite Nummer des ״Likrarischen . Blattes“ zu Ehren des Schewuothfestes ' herausgegeben. Die Festschrift enthält unter anderem eine - Abhandlung über Schewuoth von Rabbi S. R. Hirsch; übersetzt von Frau Bertha Jung. Die Aguda in Detroit• Detroit. (APO.) Rabbi Abraham Rothberg stattete dieser Stadt letzte Woche einen Besuch ab. Bei seiner Ankunft wurde er von den Ortsrabbinern M. Fisher, Joseph E i s e n in ä n und ׳! Joseph T h u m i m empfangen, die grosses Interesse׳ zeigten für die Verbreitung der Idee von Agudas Israel; Am Schabbos hielt Rabbi Rothberg in der österreichischen Beth Awrohom Synagoge eine Ansprache, als deren Ergebms sich alle Anwesenden als Mitglieder der Aguda! meldeten. Bei der Sitzung des Waad hakaschruth am Sonntag Abend konferierte Rabbi Rothberg mit dem Präsidenten M. Kaufmann, der gleichfalls Mitglied wurde. | Die jüdisch-orthodoxe. Bevölkerung dieser Stadt ist ganz begeistert ־. von der Agudaiäee und hat die Vertretung! ersucht, eine Delegation von New York nach dieseh Stadt zu schicken, um die Ideale der Aguda Israel ver7 breiten zu helfen. Jüdisch-nationale Kultur in Amerika. New York. (APO.) Mr. Louis Lipkys Darlegungen, welche die Ab־ sicht enthüllten, eine jüdisch-nationale Kulturbewegung in diesem Lande zu entfachen, haben stürmischen Protest von allen Schattierungen und in allen Lagern jüdischen! Lebens hervorgerufen. Die, Versammlung ״der vereingten Synagoge“ nahm eine Resolution dagegen an. Die Agudas Israel, die Agudas Harabonim und die Kenesseth Haraborim, die drei grössten und einflussreichsten orthodoxen Organisationen in Amerika, protestierten dagegen, und zweifellos wird die Vereinigung der orthodoxen Gemeinden ihre Proteste in angemessener Zeit. ausdrücken. Die erste Versammlung der nej^ gegründeten Organisation wurde Sonntag, den 16. Mai abgehalten. Die ersten zwei Resolutionen, die von den Lehrer in Israel, ange? nommen wurden, trugen einen ausgesprochenen politischen Charakter. Die erste Resolution war ein Protest gegen ’ Russland und gegen den Joint. Das sind dieselben Proteste, die wir gehört haben, und die wir bei den ,zioni* stischen Zusammenkünften bei den jüdisch-amerikanischen Kongressen zu hören gewohnt sind. Und das ist das erste Manifest der neugeborenen jüdischen Kultur in Amerika׳. Seite 177 Die Geburtshelfer sollten diplomatisch genug sein, ,u1$ ,ivenigstens türi eihe; kurze Zeit, den politischen Anblick dieser pseudo-kulturellen Bewegung zu verbergen. f { Oberrabbiner .Lipschütz gegen , die. Bevorzugung ddjr ärellglösen Schüleb. New-־York, (ÄJFB.) An der soeben : sChlossenen Jaihreskönfereiliz der " lÄgudatOi ׳Hanabbantim ■In Amerika ,und Kanada •mahnt auch der Präsident dies poHnischeh Rabbitoerverhandei 'Oberrabbiner Jechöskid-; Lipscihlilfez ■ •aii^ Üwllisdi'l-fejl In-v einer.s.eäradriudtsvollen, Ansprache beschwerte et; stqh!danübef,•; dass;die i artferikanischen vHiiSg-^der.ffn, , röefoefh Masse׳ den;.Sphü׳len;.;der Tä^th«4)rgä1#a^0hi;׳un1(| (KultafflLiv^i ,• ׳Äessei^l1(le^.!B^tinti6w1Kis§en für -die fdigiöse ,EraiehiiiM der ffihder; vejl#e׳reiiü׳: .W&|en»rP01gögen ist diewUnters;tützni11gf de? thoratreafeii Brzleimtfg^anstälfen. Gtodarim u1rd!’'TalnfU1d"Tihöras,!die mehr ails 80 Prozenit der Sclniilkinder!umfassen:, vollkommen unzureichend.!Er bat die amerikanischen Rabbiner, dahin zu wirken, dass diese Ungerechtigkeit abgestellt werde, besonders aber 0u verhüten, dass Unterstützung von. Juden,׳ die׳ sicherlich die religiöse EnzCeihiung der Jugend ..nicht ׳stören wallen!,׳ jenen »ukomme.!die einen erbitterten Kampf gegen die. Religion führen. Agudath Harabbanlm ln ,Amerika gegen die Kulturarbeit der Zionisten. (Ne w - Yor k. (AJPB.) Die jüngste!Konferenz des orthodoxen Rabbine rve rb arides in Amerika protestierte heftigst; gegen׳ die ׳zlohiist-ischen Bestrebungen, das gesamte Erziebungs- Evesen in Amerika; .'•unter; zionistischen Einfluss m bringen. Die .׳Rabbimerkomferenz hot beschlossen, für den Monat Etui eine grosse ׳orthodoxe Erzieilningskonf&reniz nach New-York einzai-!berufen. Auch ׳In־ Amerika: Jiin» Arcrdiiung, bestehend;ans sechs Mitgliedern des studentischen *liberalen Klubs an der Harvard- Universität zu Boston, besuchte den Vorsitzenden des Aufnähmekomitees und fragte ihn, ob wirklich bei den Inskriptionen die Rassezugehörigkeit eine Roile spielt. Der Vorsitzende, Mr. Pennypack׳er, erwid׳^rte״ die individuellen Ciarakterzüge Seien durch Abstammung bedingt, und deshalb müsse bei Auf-!lahme von Studenten Rasse und Herkunft eine Rolle spielen. Die jörüten Verurteilungen wegfen Uebertretung der Koscher-Blll. Der New Yorker Fle'ischhändelr Ignatz Weiss y-arde wegen Uebertretung .der; K0SC)her-׳Blll zu 30 Tagen, Ge-; fängnis 'Verurteilt. Der Marktinspektor wies ׳ihm na oh, dass er Nichtkoscherfleisch: als koscher feilbot. Die Urteiisbegriim düng durch . das Gericht ,enthält eine Warnung an alle Gesdiäftsleute, die Vorschriften der Kosdher-Bill streng zii beachten. ־ , Das bittere Brot der Arbeiter in Palästina. Die ,,Vereinigung für soizials jüdische Tätigkeit“ in der Wiener Kultusgemeinde ergeht sich in 11.׳ren Veröffentlichungen (,;Unsere Tribüne“■, vom 20: Mai 1926)!in, schiweren! Angriffen gegen ■die Aguda. Her Gumd liiezu ■ist, die Stellungnahme ,der orthodoxen Vertreter in der israelitischen Kmltusgemieinde, die es ,abgejeihmt halben, für den Palästinafonds der Arbeiter mehr als S 2500 zu bewilligen,. Da nun für den ,Keren Hajischuw 1die:r Aguda S7500 ׳. bewilligt wurden, glaubt ,der■׳ 'offizielle. Schreiber der ״,Vereinigung für soziale, jüdische Tätigkeit“, dass die orthodoxen. ׳Vertreter ari den! Arbeitern .•ein! schwieres. Unrecht; begangen hätten. ״Die Ägudisten mögen uns rrtit!ihrer Biteilauslegung beweber, . dass ׳ein״ paar Hundert das, Brot der Achtzehiifausei'id versohiinSen, 'dürfen,, sie, die' die Bibet immer im Munde iühren, mögeri׳;'*den Raub 2״vS1eJlschaft׳lic!11en י Gutes an achtzehn tausend jüdischen. Arbeitern Jm Lande Israels verteidigen.“' So beginnt der' Angriff, dann kommt es noch . besser. Nun, sehr geehrter, Herr Angreifer, Sie .geben doch seihst zu׳,; dass, Ihne Giruppev bisher\'in: ,der Lags war, Auseinanidersetzungen mit der ־,.Aguda!zu. vermeiden. Also wäre tlies ,Ihr. ersten Angriff. gegen d!e' Agudia.-.Schade,■; schade, dass Hiebei blieb aber den einzelnen Ländern genügend Spielraum zur Entfaltung, ü'brig. Wie sehr die sephardische Liturgie von unserer abweicht, ist bekannt. Es entwickelten sich aber auch in Oesterreich, in den einzelnen Gemeinden abweichende ״Minha'gim“. Wiener-Neustadt hätte so einen ganz besonderen Mirihag,14) der solches Ansehen •׳besass, dass; auch Isserleln sich nach ihm, riehtete, selbst wenn es seiner religiösen Ueberzeugung widersprach.15) Im Tischgebete, im Chanukah-Oottesdienste, in der Formel, die der Vater bei. der Barmiizwäh-'Feier sprach,10) und in den Beerdigungszeremonien17) können wir Abweichungen beobachten. Auch das Lesen des Targum hatte hier aufgehört und Isserlein. selbst las ihn nur zweimal jährlich.18) Am Neumondstäge wurde ein kurzes, heute nicht mehr übliches Gebet gesprochen.10) •Beim Besuche der Gräber verrichtete man ein von Isserlein verfasstes einfaches, aber ergreifendes Gebet.20) ־ Isserlein besuchte am Vorabende -des Versöhnungstages den Friedhof, ging andächtig zwischen den Gräbern umher, betete für die in Wiener-Neusfadt gestorbenen grossen Gelehrten und für alle .anderen dort Begrabenen, riss dann ein wenig Gras ab und legte es auf die Grabsteine und widmete den Rest• des Tages der Verteilung von Almosen.21) Das Gebet für Schwerkranke verrichtete Isserlein selbst. Die ■Namen Kranker änderte er, und zwar so, dass in dem neuen Namen nicht ein Buchstabe des alten vorharn; Eine Frau namens Hadassa'h war krank; Tsserlein li-ess eine Thorarolle in ihr Zimmer bringen und vollzog die Namensänderung mit den Worten: ״Du sollst ■nicht'־ mehr Hadassah, sondern Rachel heissen.“ Dann segnete er sie dreimal unter dem neuen Namen.22) Isserlein erwies auch allen Toten die letzte Ehre. Den Männern gab nian die Thalith mit' ins Grab und, da dies einmal bei 14) Leket Joscher 81 a. 15) PessakOm, 64. , 18) Die Formel lautete (Keket Joscher 24 b): .בריך: רחמינו'מלפא דארעא •שפוטרני' טעוגש דיו־ז 17) Leket Joscher H, 80 b. י 18) ibid. I. Hab. 19) ibid. 37 b. 20) ä!bid. 85 a. % ' 21) linket'Joscher 105 a. t 22) m. XI; 71a, ׳ ' : einem alten Manne vergessen worden war, liess Isserlein das Grab öffnen und den Fehler gutmachen.23) Der . Sarg bestand gewöhnlich aus den vier Seitenteilen und;, dem Deckel, hatte aber keinen Boden; nur bei Kohanim und im Wöchbette gestorbenen Frauen , erhielt der Sarg , auch einen Boden.24) Die Toten wurden mit grossen;: Ehren bestattet; besonders aber, wenn ein allgemein ge-׳ ehrter, wohltätiger Mann begraben wurde, setzte sich die ganze Gemeinde zum Zeichen der Trauer neben dem Grabe dreimal, dreimal im Hofe und viermal, in der Vorhalle der Synagoge •zur Erde.25) Nach dem Begräbnisse pflegte man sieben Nächte hindurch, Kerzen. anzuzünden und dorthin zu stellen, wo sich׳ der Kopf des'Toten be| fand; daneben stellte man ein Gefäss mit Wasser und; Satz.28) Was'bei der Herstellung der Totenkleider übrig, blieb, wurde ־in der Bundeslade aufbewahrt.27) Die Gelehrten wurden mit besonderem Zeremoniell: beerdigt. Einst wurde ein Gelehrter zwei Meilen von Wiener-Neustadt entfernt erschlagen aufgefunden. Er wurde s׳e׳hr beweint und betrauert, trotzdem aber — wie, in solchen Fällen üblich — nur . so beigraben, wie man ihn gefunden hatte, mit dem Gewände und ohne jede Zeref monie, bloss, mit Leinen bedeekt. Sein kleiner Sohn sagte; Kadisch, Isserlein, sang -am nächsten׳•Sabbat־ nicht . die; gei wohnten Lieder und während der 30tägigen TräuerzeiL wurde jeden Samstag für sein Seelenheil gebetet.28) Al^ ein Schüler Isserleins, Jakob' Reiner, starb, ruhte der' Unterricht 30 Tage hindurch und die ganze Hörerschaft fastete und trauerte;29)!Die letzten Wünsche Verstorr bener wurden, wenn sie auch noch so sonderbar waren, ‘ ׳unter allen Umständen erfüllt. Einst kamen die Ange|־ hörigen׳ einer soeben begrabenen Frau zu Isserlein •un^ : ■erzählten, dass sie im Zimmer die Stimme der Veb־; storhenen gehört hätten. Sie meinten,: dass dies seinen Grund darin hätte, dass die Verstorbene befohlen habe, ihr alle während ihres ganzen Lebens'ausgefallenen un[l 1 von Jhr sorgfältig äufbewahrten Haare ins Grab mitzii־• gebe'n. Dies hatten die Angehörigen׳! vergessen unfl , 2*)׳ ibiid: 76 a. 24) 1 ibid. 77 a. 25) Leket ׳ Joscher II,. 80׳a. 28) aibiid. 85 a. ' 27) ibid75 .׳ b. 9,־}•ibid. 74b; 79b. 29׳) iibl'd; 84 b. Isserlein■..befahl1, 30 Tage, nach;dem^Begräbnisse,1; die Haare einen Zoll tief in das Grab zu legen.30) Obwohl Isserleins Wirkungskreis infolge seines weitverbreiteten Ansehe.nsüber - v die Grenzen seiner .Schule.; und seiner Gemeinde,;.weit,״hinausging, achtete .er dennoch auch , auf das geringste Ding^^ in; seiner\.Gemeindei Purch.- seine , Entscheidungen ■ erstreckte sich sein׳, Einfluss über die Gemeinden Oesterreichs, Deutschlands und Ungarns, . ferner, nach Böhmen, Mähren, Schlesien, Kärnten u׳rid: Italien.’Seine in׳Streitsachen geschriebenen Entscheidungen tragen sämtlich den. Wunsch nach;Beßänf.tigung und Friedensvermittlung. zur Schau und immer wieder betont ׳er dieses Streben. Er will• nie ׳eine -Partei unterdrücken, ’׳immer aber die Bedrängte^ schützen. Dieses Streben nach Frieden, sein strenger, .Gerechtigkeitssinn und seine Milde in״ religiösen, Dingen verschafften ihm allenthalben Ansehen und Wieiier- Neustadt wurde , zur oberen Instanz, bei der alle;;'die Parteien die letzte Entscheidung suchten, ,die sonst überall einer. Einigung widerstrebten; Oft wurde zwischen.':.den ׳Parteien schon im vorhinein vereinbart, dass sie, wenn *׳ih're Angelegenheit an zwei anderen Orten nicht •Vollständig erledigt werden; könnte, sich nach.Wiener-Neu- .stadt afl Isserlein wenden würden.31) Als durch, die; un- ■ gerechten Entscheidungen Seligmann Oppenheims ■und der .,von ׳ihm nach (Bingen einberufenen Synode die ,Leiden-;schäften aufgerüttelt worden waren und es!schien, als wäre der Knoten in keiner Weise zu lösen, da riefen; alle wie. aus. einem Munde: ״Gehen wir an den grossen : Gerichsthof nach (Wiener-Neustadt und erledigen wir die Angelegenheit vor dem Wiener-Neustädter. Mahari“ (il'sserlem).32) Die' Gemeinden׳ von Köln, ־ Geldern und!!;Jülich wandten sich tatsächlich in dieser, Angelegenheit an ihn.. 33) ,Als dann wieder, ,einmal in Regensiburg ^wietracht ausbrach,,:fungierte, wieder Is'serieiii als Friedensrichter;34) und richtete, seinen Malmruf an die ,,Ver- ,trauten“ der Gemeinde, •und zwär an/Eberlem,. Moscheh;!Schulmann, Meir Halewi und Benjamin.36) ' __ (Fortsetzung folgt.) 30) Leket Joscher II,'75 b. 31) Brnia; Responsen 210, 81lb. .32 . . ■■•־) Moses Mw, Responsen 63 (50 a); vergl, auch Pessa* Kim 126. 127׳, J. Weil, Responsen 151 und Gpaeüz.f.yill, 436.; 33) Pessaikum 252,■ 2^.׳ •'; .•' : 34) Bruna. Responsen 253, 130 und 183• ä ¥) Fe&sgkfn- %%4 Brnna, Responsen 12 (7a).