Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 22 (28.5.1926)
- Date
- 1926-05-28
- Page
- Seite 165 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 22 besondere Anerkennung sowohl der Schulleitung als auch den öteetaen Hefrönddeis: Läföfcoräefa •׳ ׳.'fQ&'kif zfeteewussfes aufopferungsvolles ' Wirken ausgeSprofcften, Insbesartdere hätte״ ii'etr Oberiäfobdtier betont, er habe 'sich überzeugt, dass, die Menge des Gelernten wert ehe iibe raus' gross, keinesfalls auf Kosten der Gründlichkeit ermöglicht wunde, •und dass cs ihn freut,־־•feststeilen zu׳,! können,; wie!be5! derajesod•Hathora ר ה 1 י ר א ה TIT ־ •* ve«fo4-.dfe •־Jugend .zat bewussten - Juden ertüchtigen. Altendings ׳soll,־ ־was;׳ יראה ,anbelangt,• •auch;•das; ßhemhaus׳• mitairbeiten!.: ׳;■•״־׳ '• ׳ ־'Folgende einundzwanzig Herren haben ״ sich ־als die״ VöJstände 'der1 jesod• .,Haitihora um; dieses .1׳heilige * Werfe• bemüht: En»! Kritzler, .־•.'Artnit» Ga-landa-.uer, ״־Leipo'l'd Lfei-dercr,;San*dor ־Adler, Hugo •B ondiy ־Simon Rischer, Jsüdor iF r 01m me r, Max Frreauvdr H e uz 0 g, Bemhaud Ki 01 n, Ing. Kr.l׳tz׳ler, Mofifcz Leitner, •Wölf P«^.<pse(tfJ»־e^m•, Julius Ste f dieId,■ ■Heinrich '.P-a'iPipen.We'ifn,׳ Dr.: I. Retoilnge r, •Rudolf Kohn, •Nathan Schiff, BerthoW:'S feroh, Sttloman S'ch«1׳e4׳ber, Joachim ׳־W0s 11׳er. 'Direktor1 der-Anstalt ist:׳ Rabb.• S.''Ne uw ir th. Der verdienstvolle״ •Lehrkörper besteht •aus den Herren Oberlehrer D. H. ■ Oe st er n׳e weih, •er♦ Rabb. E. Ru bin'Stein, 1 Jakob Eis!enlib!0rg, , Nisen־; S׳tonl,abe rg, H.t Blec!b,; H. H. Nasso ün'd Frl. Frieda Goldhafer. Aus dem Lehrkörper schieden״ aus;״־Herr 'Rabbi M/ Floisdhrnanm Herr Rabb. S.. Tauiber und ,Herr Isidor1 Fischtronn. : Der 1besonders eifrigen Tätigkeit des' Vorstandes ist, es wie die', nachstehende Jahresbilanz beweist, stetsל gelungen,' den immer ansteigenden Erfordernissen ׳ der Schule gerecht zu werden. 1-923׳: Einnahmen K 230,1102.748, Ausgaben K!218,560.224, Saldo ■ K 1[16>,54224־10• ..;524ג:., Einnahmen K 356,481.124,. Ausgaben K 321,1109.024, Saldo•־ K'35,28״L200; 1925: Einnahmen S 36249.22״ Ausgaben S 35T28.39, Saldo• S? 1*120.83. Wenn audi im Jahre 1925 ein Saldo Von S 1120.83 blieb, so ist׳ dennoch ׳ die1 ׳finanzielle, Lage unserer Schule1 •sehr trostlos,•׳denn bis zum Tage,• da dieser Bericht• erscheint, ■׳•־■ entstand schon• ein■ -Defeit, von einigen tausend Schilling. Es . ist aber ■sicherlich ״mit einigerOpferfreude der Schule• noch zu helfen, und ich hoffe zuversichtlich, dass die Mitglieder, Gönner und Freunde׳׳,der•'Schule als •auch Elternder Schüler das Mög- Miste leisten werden, um diese lebenswichtige Anstalt zu! e!rhalten, zum Wahle ׳unserer jüdischen. Jugend und zum Ruhme . unserer Thora Hakdosoha. Spendet tur'Mön der Adas Jisröelj Wien, ll.yNestroygasse 11 ■« 4» ' -Der ׳ Verein T’om'ejch ' Ew johim zur unentgeltlichen 1Ausspeisung und Unterstützung > ärmer Gläübensgenossem ׳hielt am 16.1 d unter; dem Vorsitz seines! läügjäh'tf&er( Obmannes, ׳ Herrn •Siegmünd ׳ Fi g d o r, und seines ver dienstvollen1 Kassiers, ■Herrn Geza B r a u n,• die ordentliche •Generalversammlung ab. Es waren erschienen in Ven־ tretung der!Bezirkskommission Leopoldstädt und '.für die •israelitische. iKultusgemeinde ״Herr Medizinalrat Dr. Haase, für die׳jAdas; 1-Jisroel!(Schiffschul) die.Herretr;Jakob Fuchs, Leopold'Richter upd Emil Kritzler, für das ־Betn-Hämidräsch *Herr Isidor Frömmer, für Tiferes Bächürim . Herr' David .•־BiWeistaBg^l^^Kamm^ürbiZabiier•.• Klaus.1 In der- Beb ■ geschildert; betrachten ,wilr also das ■ Poirträt׳■׳desselben.־•aus- 1■geführt votn Verfasser1 des,Buches. ,Der Urmensch' gehört weit zurück ins paläozotsdhe. Zeitalter, er muss׳• üiibediihg: /ämpihib׳i21n- und ׳reptilhaft' erscheinende .Merkmale besessen ״halben (etwa wie Frösche,׳־• Kröten, KrÖkadllle, Öch'lnagien etc.). Seine Hand war fünf-'Ibis stetoeÄiEriig.0• ־ibi»''*ö1ppoftieTb1are1nv Daumen, miteinander durch eine SahwimmhaMt verbunden. 1Unld mit Schuppen war sein Körper bedeckt, am einzelnen• Stellten׳ mit Hornplatten. Und י mit ■• ׳einem voll '■ entwickelten Parietalorgan (ScheitdaiiJige),'■־war ■ er!.ausgestattet; Aber ׳־auch, die;■Säugte tiernatür. muss ihm eigen geiwtessn. sein“. Dieses •UngeMim Von ‘Molch, Krokodil!imd HiWferd wird• •als Urahn des" Menschen ausgege1ben!;-'Und• dieses;׳Sch׳recktges1perist mit ■dem"S־cheitelaüge ״muss ünlbedingt 1 den*׳.mienscihilichen ׳Tyipus •zum;-Au's'druck■: gebracht!halben“, mbim der Verfasser.!Ist das tiocb'W'isteris'ähäft? ’ Als Schluss dieser Betrachtung sollen die ,bereits ׳.oben •זangeißütirten‘‘Eigenen ׳‘Worte!des־Verfassers, ׳mit denen er *Darwin und 'Häckel zu ertedigen glaubte, ip ׳be0u1g'■ auif. ־seme 1 •eigene Theorie hier nochmals Platz finden: Sollte die Kteatsch- '•Dacquö&che Theorie Geltung habe(1, so■ müsste der Unmensch, ״'aus•iiigend eiiner 1Tienform, .ohne־ die׳ •i n n e׳f e P׳p״t״en z -zu ייeinem1'׳Menschen, ׳also rein «ufällig geworflen^ sein. 'Wo wäre ״•das, was ihn ausmacht, h׳e׳rgcko׳m1men.? Aus sich selbst. Was; w äre ׳diese s Selbst? Oder . aus dem N ich ts? . Ed. Ungar. Kizzur Schulchan Aruch mit Erläuterungen Und »Illustrationen von Rabb. D. Feld mann, Leipzig, Hum- '*־boldstrasse 10. Zu׳ ■den!!populärsten; Büchern ׳ •der > jüdischen Hausu .ז literatür gehört seit einem Menschenälter der‘Ki׳zzür Schul־ י•'chan Aruch des R. Sälomon Ganzfried וצ״ל Diese Be־;iliebtheit verdankt er der geschickten Form und präzisen -Fassung, in die hier das grosse Gebiet des •das ganze1;»jüdische Leben in allen seinen Ausstrahlungen regelnden 1 Religiönsgesetzes gegossen wurde, so dass es auch dem׳ wenig Vorgebildeten möglich ist,־ in allen ihn bewegen־ . ^den Zweifelsfragen sich rasch und zuverlässig Rat uHd ^Belehrung' zu verschaffen, Allein das Leben steht nicM.'׳ .•'still und jeder * neue Tag schafft ־ rieue 1 Situationen ui14 ■neue Probleme, die Behandlung und Lösung auf dem ״'Wege der Ableitung aus den überlieferten und gesichelt 1‘־en halachischen Grundsätzen 'fordern. Das Material hier *für liefern in ununterbrochener Folge die Kommentare zum Schulchan Aruch und Responsensammlungen;der ״Grossen“ aller’ ’'Zeiten, die sich nicht damit begnügeii. malte Streitfragen neuerdings zu prüfen, sondern auch aus; •der Praxis des Tageslebens geborene Zeitfragen zu behandeln und zu beantworten. .Es erschien daher nur allzu! angebracht, 1auch * dem 'K. ’S. rA.1 eifie-, Ergänzung in1 dem Sinne zu geben, dass beide Seiten —Nachprüfung der bev handelten und Einführung neu zu behandelnder Probleme — zu ihrem Recht gelangten. Welch ungewöhnliches Massf JÜDISCHE’' PR6SSE grüssurigsänspräche des Öbmänhes Herrn Siegmund Figdor ״skizzierte, er die׳;jAufgabe׳ und die-Bedeutungades Vereine!^ •3^der!Ö!fetzÄ!1ier״Uigi1nsi<tdef Zi^nftirtch!an Dbhauptehvyei)־ mag■‘• üdd; mit ׳ Genugtuung auf seine 31jährige ersjjrieäs^ liehe .^Tätigkeit zurückbücken; kann. Mit .״ geteilten Geh 1 fühlen konstatierte der י Rddfl^r, ,dass der' Verein, wenjh< auch nur;mit kleinen Mitteln« so;doch zti’; jeder Zeit, 'den; Bedürftigen'hilfreich 'belsfehLmläChher eiistäittete jäör Kassier Herr;• Geza Braun •den Kassabericht. In; ■der ׳daran .־ am־ schliesSenden Diskussion gibt Herr Jakob Fuchs und׳ Herr* Kamm •sehr wertvolle An(egungen, die von det< Gene^• ralversanimrung angenommen’! wurden. Auf Antrag des! Revisors. Hefrn Isidpr Frömmer wird dem zurücktretenden Vorstand das Absplutorium erteilt, dann wurde zur Neu־ wähl geschritten, diCv iihitifÖlgfertdem Ergebnis schloss(: Voretände: Sandor Adler, Geza Braun, Siegmund• Figdor, Mtchael‘ Figdor, Hermann׳ Feldheim, Benjämin FelsCnburg, A. Galatidauer,;׳Simon!Pölläk, )Arnold Rosenfeld, Emil Strohj Heinrich; Sdhön/-M. Spitzer. Revisoren: Woif Pappenh heim,; :Isidor Frommer. י״ * ' Mignatus.' Esrath!׳Israel. Wie ' uns evom Verein;Esrath ■Israel, Wien, der hauptsächlich die Hilfeleistung für die not־ ■leidenden jemenitischen Juden, sich zum Ziel ,gesetzt hat, mitgeteilt Wird, 1 begibt ־ Ci&r das ’ Vorstäridsmifgüed des Vereines, Herr ,Seide ,K o m' öt aus •1'Baden' bei Wien, nach Siebenbürgen uüd. der '!Tschych^dowakei, um!dort eine Werbetätigkeit;zugunsten ^er verfolgten, überaus unterstiitzungsbeäü'fftigen jemenitrs'öhen Juden zu ׳entfalten. Frau Rachel Weinheber s. A. Unter grosser *Teil־ nähme aus •;allen ׳׳ Kreiseni1־der »Wiener ׳ Grthödöxie^wurda Freitag 1den 18. Siwan1,die Gättin des ׳erst' vor vierzehn׳ Monaten in Lucenec (Slowakei) verstorbenen/tdureb seinen wahrhaft frommen Lebenswandel bekannten Abraham Wein he her zur ewigen ־ Ruhe .?bestattet. Ihr be־ scheidenes Wesen :;gewann ihr ' die Sympathien aller, die sie kannten und ihre tief vertvür'z'eite, Wahrhafte Frömmigkeit׳'übCrtrüg ״sich aUf »ihre ,gnze* Umgebung.1 Die4 Herren; Rabbiner: M. Fleischmann und, H. :Schenk haben in tiefi ergreifenden• Nachrufen der Trauer der Familie :und ihrer zahlreichen Freunde und Verwandten beredten Ausdruck1 gegeben. :/ Bewerbung vtim •׳die >Au{n^tme in » .die Israelltisöhe Versorgungsanstalt, IX..Seegasse 9f Ansuchen um die Auf nähme in ■die 'israeifisöhe . Versorgiungsänstält!sind ln.'’der/'Anstalt: selbst (IX., Seegasse 9) ׳zu, ülberreiahen." Hotel National.) Wleiri!,ל II.,־ .Talborsfrasse18. ׳, Tel. •44-503. Dieses Hotel. wilude kürzliah' v6n vnjtBerem‘ Gesinnungsgenossen Herrn 1'.Wilhelm Ba1.I:<kätÄäh.fiCT^ das!Halis voHständig :1׳renovieren* •und neu, ■einrieih'ten■ *lassen. ׳ Das (Hotel״hat :200• 1Zimmer,'! fliesisendes ׳ Kalt- ׳ und. •Wairanwasser', Zentralheizung,;!Lif;t• und■‘• tBäder.?-Im!Hause •tet!a׳uch ־ ein Re,־ siaurant ׳und •Kaffeelnaus.׳ Die Zimmerpreise sind selhr: :mässig. Wir empfehlen allen ״nach׳ Wien •re!senden,׳Gesinnungsgenossen, ■in diesem ׳Hötei •lL0g׳is ,zu!׳n׳ahme1i. '־ י ■• '!:• Die Schwimmabende ■1 ׳ der> •Aguldas ־ Jisroel-Jtigenidgr.uppe, dienjeden Donnerstag •abends;halb ,8:;׳U!hr 4:m •Beatrixbad•, UIIi lBaz., ׳Linke'' ־)Balhngasse 9 ׳, sbattfiinlden,;!halben sich ״.glänzend1 Ibewährl. ׳H'iem ■in Wien, wo es-niur Faimlliehibäder׳gibt,־ist-diese •Einrichtung ein.־1־äusserst• wichtiges ׳Mittel* •lehassir ־iMichsdhau׳l•. ©as E־rg(ebnis1־«׳(ler*'BerJBn!3r ‘ Repräsentantenwahlen. Das StimrrJenVeirhältnis in ■■terneben •Repräsentantenversammtung ist folgendes: 10 «ibe raJ'iev.'RS'Prä^ntanten, 8 y.olks- Part eil 10 he Repräsentanten, 'r 2 •Repräsentanten de-r Rel׳׳ig 1i Ösen ׳ Md-it t e 1 p ä ff e 1•ftind׳-׳• F׳ •k oh a e׳,r v 'a’t IV.fer- •Re;־ präsentänt.1 Die ׳'zehn ״ßteUvertätetertnandate: ׳ verteilen •sich •auf die*, einzelnen ־Parteien׳ •־wie, folgt 5 ל נ ■. :In׳berale, - .3 •voflksp^fteiKche, 1 ׳pbale־zioniSftis׳eher ־und' 1 :ndtfelpärteiKolier• ׳Stellvertreter. .׳ י'*״ Die;Berliner Gemeindelwiaihten haben ״ eitle ׳ Vietrsohiabung in ■den Parteiiverhältifilssd'n ״ "gebracht:,•'1*׳denpn״'׳einö ׳ 'ptfmizipielle Bedeutung durahaus ' nicihit •äbzutpredhien '׳ist. •Die ־־•Liiberaleh konnten ׳ keine;־!absolute '׳Majoritäj: erreichen, '.Die ׳ Voltospar.tei errerdite Vvtöle’^’(Mfaurtdatfe*;'•׳(die ■ r slig iö’se ׳Mitte*Ipar te'i ׳ ' zwei1‘ .־d1ie״konse'rvafci1ve '׳•unld1 *poateziönistische' '•■je: etes.^Die •Ge-; sfcaiküng!der Parteiverhältaisse ׳ist ■ •überaus׳• oh'arakferni^tijscJh, mmkönnte fast sagen typisch1 für ■jene Gemeinde, (dies /nidht grundsätelidh auf •thoratreu'e'r Grundlage organisiert ist.'^Äilie" ־ Wandlungen, denen• der!rndderrie:* jüdische׳ Mensdh unteffWörferi1׳'‘ von' "Wissen * * bei 1*der1 •kaüm übersöhblaren״ Fülle •*des» MaH terials; und •welch 0dürchgebädetes 1׳־ kritisches;Vermögen dazu gehört, um dieser'1׳Dbppeläufgabe v gerecht ' zu werden, braucht nicht erst ausgesprochen , zu ׳werden; und man ,wird־ es »daher ־begrejiflicn -finden, dass; diese! :schon lange als •Bedürfnis empfundene Aufgabe‘trotzdem keine Erfüllung 7ahd. Erst; jetzt bät! sich in ׳der• Person des Rabb. Feidmann in Leipzig der berufene und für den ־ erforderten 'Zweck nach jeder Richtung hin ungewöhn־! lieh• gut ausgestattete Meister gefunden. Mit angebrachtier ׳, Pietät hat ■ er .:■den) Text! des ׳:; K. ־ S. / A״ so '־•wie ihn sein •Verfasser ׳ veröffentlichte, unverändert •gelassep ־und nur durch Auflösung, der Abbreviaturen, Sfelleriihäiziien,• Textverbesserüng urta :Lesezeichen dem' Leser die Aufgabe erleichert. ‘ Dafür׳ aber hat er in 1 Fussnoten,! die’ eine »stm pende Literaturkenntnis׳ verraten, so ziemlich alles .zuganr mengetragen, wäs an neueren -Ergebnissen zu den alten und zu neuen Problemen zu sagen war’und gesagt worjien' ist; aber •damit nicht genug, auch aus weitschäuender Erkenntnis und tiefdringendem Verständnis für' die Bedürfnisse des Tages׳ in einen besonderen Anhang an der 1 Hand von instruktiven Zeichnungen Anleitungen gegeben, die es einem jeden ermöglichen,, dtp Praxis der Gebot׳• erfüllung (z. B. das ל Knüpfen der Zizith Und Te'fillln u. a,.). , zu: erlernen und zti betätigen, wobei׳ ihm eihe 'mit ^fÜrid)־ licher Gelehrsamkeit sonst selten gepaarte technische Fähigkeit offenbar sehr zustatten kam. ' ׳> Die‘ Krönung des 1Werkes sind dann die *äm Ende desselben angefügten1 Uebersichten über die im religiösen Leben gebräuchlichen! Formulare für Verlobungs- und Ehekontrakte, ׳ Chaliza und Bevollmächtigungsscheine, für . Atteste, ■die die Einsetzung von Bürgschaften oder Vermächt׳־ * nissen zum Gegenstand haben. 1 Fernervsei auf die Tabellen hingewiesen, die eine vergleichende Uebersicht über HöhL und Längenniässe; über Zeit- und Raummessürfgen, über Münzen und'Ge־*; wichte ermöglichen. Alle in Bibel und Talmud ange־* führten Zeiten ,,und *Masse betreffenden Anordnungen sind׳ ״alphabetisch geordnet, mit, Belegstellen versehen lind genau nach den im bürgerlichen Leben gebräuchlichen Zeit- und Massbestimmüngen berechnet. Auch der jüdische Kalender findet liebevolle Be־ : handlung. Das letzte ,Kapitel des Buches ist eine Lehre der; Mnemotechnik vom jüdischen Standpunkt aus. Wie man: sein Gedächtnis stärken' und der Vergesslichkeit entgegen-, wirken känn, dafüber gibt' der Verfasser anregende und: interessante Fingerzeige, , , Das Buch in seiner jetzigen Vollendung bedeutet eine! wesentliche Bereicherung unserer Literatur. Es gehörte gewiss ein grosser Wagemut daz.u, in heutiger Zeit sa grosse Mittel für die Drucklegung zu riskieren. Der Ver» Seite 165 ist, muss auch die. Gemeinde als solche rnitmadhen. Das Zurück- , weidhen den Liberateiv.das VortdrihM derWöäks!par׳:ei■ sind Er* ׳; Schonungen.?• jdtei;üveute ־ ,loest ühteräll ׳ m *bäöbaßhten• sind, wo jüdische Mensdhen ohne ׳relj^öse Bindung s5ah als Juden b2tätigenwollen. Es mag•!woihl ,mit Gem$jtiu111ng vserzdclhnet ' weiiden,!dass viele Mitglieder der Völkspärtei1 faktisch• religiös sind, sine g:nund!säfezliahe Bedealtag komm:; leider diesen• Umständen nicht zu. Die relfeiöse• Mittelpartei will mit.,tfMn Beiwort ״religiös“ nur' die rfögesorfderte Stellung gegenüber einer nafcionalistisah׳en Ein9;ellamg direkt saddeuteu. Eirtidlidi IbEeibe nöob *die konservative Partei, die, a׳uf dem Böden! des tlhoratmien Juden* tums stdhond, die Prinzipien der hogenannten,., ,JGemeiinde- Orthodoxie“ vertrttt:. Sie konnte sicii'in, der grossen Berliner Gemeinde, die 150.000׳' Wälhfer. hat, nur e'inlMaindat ,efrinigeh. Orthodoxie'kann eben! nur dort :gedeihen, Wo. die lunverriidcbaren Grundsätze des überlieferten Judentums feststfelien1. In •dem freien' ׳Wettbewerb :der Ideen' Ibteibt ' sie eben, ntir .eine •uhter ,׳den anderen, eine iRiahtiung.!unter:den artdereni,Die Orbhödoxie ,kann:eben ־nur ׳dort' Gemeldeten ibildenu wo Ihr״grunidsäizliche Vorausse-tzungen •gösahäffem .׳!wenden.;,־Bin• ׳überzeugendes ־:׳ Beispiel •ist Ihielfür ־die״ ,Adas ׳ Jisroet“1־Gemeirfd2!> in BCrlim, die ״trotz Wirtschaiftsknise, •trotz ׳relativer ׳Winzigkeit ihrer1• Mitgliaderzaihl1־ ihre' Kasahrtuthhisti'tutionen, i!hr *wunderbares aufetrebendes' Sdhailwerk, ihre ־ Synagogen erhält ׳!und ,ausbaut. Die Grps!sgefnernde.*Q(hne.feste religiöse Binidungirrarss *von׳;'Krise zu'iKtiiise, von; Wandlung »zai!Warnfä^uns ,!wanken.':Frisch pail-, sierendes jüdisahes’: Leben ' kann .hifi•, in /!relig-l öse n Gemeindßni־: ex1isttenen. ";tDi׳e . Lehren ׳.'der 'WalhUen wi der : Berliner Grossgemeindie sind-'ebenso;charakteristisoh! für ,׳d-ie' ׳WaMlungen ׳ si׳ne!r״ iniidit *religiösen! iGrossgemeinde. wie für. •die Festigkeit, der religiösen Ad׳as Jisroei-tGemeinde. . Ftinfundzwanzigjahrfeier des» Hilfsv©relt1es>‘dervdleutscfjen ,luden. * Das '25jähnige Bösrfelten^ites’^lfevereine^'der• deutschen Juden, der1 •am! 28/ Mal 1901 י gegründet •worden ist, wrnnde:;׳am -16.vMa׳i ••in׳■ ,Berlinidunch eine« Feier!begaiigain, zu der.•sWf’tMte MitglidideA-• des Präsidiums .!und'■ Ides Vorsibandes,!des׳ Hilfs- Vereines sowie , Vertreter. d:!r־.grossen; jüdischenvOrgiainisatlonen■ ■eing!efunÖen haben. ' Der Präsident •׳des i Hiilfsvereines ׳־'Herr Dr. James■ •S•Irhön' :fcegrüs’ste.!*die (ErsGhüenen'en hhid sagte, den henfige ׳Tag •*bilde einen^׳:*Markstein•1 ׳inv'den'■ G׳eSclhK:h'te'׳'d1er grossen Arbeit 'des •Hilfsvereiries.' ׳Man wirft den Juden vor;־ sie betäti^n steh , intsrnatibnal; wir 1•akzeptieren-diesen Vorwürf a״s Lab. Die aus , engen' Fesseln *befr.evten '׳dieiutSchen! Juden konnten!ihren Glaubönsgenössen in׳:׳ anderen Ländern, :׳״geftau *wie e,s Katholiken unld Protestanten r׳ä1u1f ‘״h1u!nianitärem Ge'biiei tun, -beisfehenr Das;.*war ׳ihre Kaithrinissiön.i Dieses unzSrrelss- bäre• Band ״tifer Wohll5ahrifcsipflege;:׳fct ״,unsere; ׳IntCimatiönalität, ist unser''Stolz. 'Aus Anlass der’Feier erschien eine Fest- S!Ch r if t,;die über ein: VierteäjaLthiindert׳־der ‘Arbeit des Hiilfs- Vereines‘Aufschluss ׳.gibt. « Zehnte ׳ GöneralversiamraluAg rter.;kesetzestreuen *Habr; WherJ©eütsdüands.׳ ׳B׳e.r4“in.;*(AJIRB,) ־•Am*,25׳;׳»,u1nd;׳^.f-Mai« fand in Leipzig (,Zoologischer Garten. Pfaunsaai, P>Mfendqrferstrasse) die zehnte,Gener-alyer^rnrnilung!der ״Vereinigung i:räditiÖne'll'ig'esdt2es׳treu׳er' ,Rabbiner“ ■statt. Körtstitutletüng der Palästinazentral& der :Agudas ' Jlsroel für jugöslawlen. •S*u,bo!t i ca. .*(A'JPB.) Die Palästina!Z!entrate der'(Agiudas* Jisroal für-Jugoslawien ,hat־ sich־ vergangene(•^ Woche konstituiert.1 Di1e-׳?b*eSteh׳end*e ׳ KolonisationisgesellsCihlaift ׳‘,-]Moniah“ hat׳ •sich;׳der■ •Leitung• ׳längesohlossen. - ־ r^Düe Beisetzungsfeier,‘ für: •Sh* ׳ Stüart Samuel.; Die ' Bei- Setzung: des vor kurzem verstorbenen Sir .StaArt''M.v.Samuel fand in London ־.a!uf-!dem; Wßlesden-Friedhbf unter׳ grosser'/Beteiligung statt. .Unter den. Trauergästen ■ befäniälein.׳ siüh der Bruder*-des Verstorbenen, Sir *Herbert Samuei/uiid(. des,”Verstorlbenen "Schw.iegetsohn, idas! Parlamentstnitglied ^^Mäjör S.׳ iBrunel Cöhien. :׳Rev. Ephraim Levine •hiel׳t die : Trauerrede. Er •würdigte :die. ׳®rossen Verdienste des. Verstorbenen,/als Präsident 'des-;׳Böard of: Depuities. als ׳ Vfeepräsktertfc ׳der. :Föde- *ration. 0nr': Unterstützung, uikraipischer Jud!en, •■•und׳ er^’äJÄtte» dass Sir Stuart/Samuel 1919 an )der Spitzs einer (britischen Missioa*nach;־.Polen reiste, ׳im die ׳Hihteirgründe •der!dismaligen .־ ^jüdischen. '׳Exzesse zu untersuchen. Sir Stuart war auch ׳• Präsident ',,des• •Ho’Spitals '־und Heims für ' jüdische :'unheilbare 5^aWtes*5"®'־v5־a«־!,ti,'w־ •־ ׳;i: ״;׳■׳״• v. . ... fasser *hat es öffenbar ■im '־Vertrauen daFauf ‘^etän, •dass! die an Thora ־und Awöda Iht'eressierfen 'gerne ein kleines Opfer, bringen werden^ um sich in den 'Besitz eines‘Werkes von solch wertvollem Inhalt und* praktischer ' Verwendbarteert zu setzen. Jahrbuch der - Jütflsch-LheFaifiscKen Gesellschaft, Frankiur!t a. M. 1(Verlag J.‘׳Kaufmann' •u; •Soihn). -Soeben ־ist •das ״ .17 ־Jahrbuch■"• •‘dfer JüdisCh-Litiafarisclhien ,Gesellschaft PrainkfuVt ‘äm׳*Main erschienen. Bin 'stättlfeh1er: Bänd, ־ der ־sich! ׳ ־würdig ' den besten der früheren• 'Jahrgänge' änr^Üht־‘ *Er .e’iitiiält1׳ ',rar^ällem ,sehr ל wertvolle ■Beiträge zur jüdischen Gesobfehte. Aus dem Inhalte ■׳,sind hervorzuhebeni'GesQhich.te der Juden in;Stadt und Land -Saliziburg.; Von Qber1;abbiner; D.r. Altimanti ׳in ■ Trier. Beiträge zur Geschichte d!er 'Juden-in ,-•Mähmea '■■Kromaai. Von Dr; Hetorfch Flesch in Kanitz. Der Sulabacher Wähdkaleriider für das :SchiöpfiUttigsjahr 5483 (1722*23). Von Rabbiner Dr. Weinberg ־ in Nenmarkt. -Zur Genealogie Samson ■•׳RaptiaeL HirsÖlis.’‘'Van Rabbiner E. Duckesz in Altona.• Die Verordnungen für die Lehde M׳oses '־Kilausstiftmng in, Manmheiim,• Van Rabbner Dr. Uriha.'vin Mann1h׳e:im. Vokabularium ■astronomisch-mathema tisoher Fachaitisdrüicke. Von Dr. Berthold Göhn än Strassburg. Uebersetziuingsprobe zu Dorot Harischoniim. Van׳ Dr. Samuel H'qilevy; in Leipzag. Sprachliches ׳und Sachlidues -aus dem Talmud, II. Von Raibbime׳r Dr. Ehrentreu, Mün!chen. De Perserkönige der Bibel nach Rabb! Jose. Von Rabbiner Dr. Bondi in Mainz und zwei gründliche!halachisc.be 'Abhandlungen von I'sadhor •Beer und Isaja Jepte in Prag. Erez Jlsroel. •Eine' Sammlung von Aufsätzen. Herausgegeben vom Erez J׳isroel-Amt des Esra. (Adr. Bernhard ,Heidingsfeld, Frankfurt a. M., •Langestesse• •34.) Das Erez ,Israel-Amt des Esra hat ,unter dem •Namen ״Erez Israel“ eine Reihe van Aufsätzen in ׳"einem schmucken ־Heft veröffentlicht, die eiinen instrukt-iven EinhhCk in die־ geistge Werkstatt der Esraer in Deutschland gewähren. Der ers:te Teil• beinhaltet folgende 1 Aufsätze: Dr. Elle Munk, Ansbach: Unsere Einstellung z*u Erez . Jisroel. Dr, Isaac Breuer, Frankfurt a. M.:, Unsere Einstellung 1 zu Erez Jisroel. Max FeirchCwahger, Frankfurt; a.!M.: Unsere Einstellung zu Erez JJsroel. Rabb; Dr, P110. Frankl, Haibe׳r׳st1ad't: .Einiges über die '•^מצית י התליוח באר. Aus der Aguidah. Rabb, . Dr. Ph, Frankl, Halberstadt: Die Geschichte des alten ״Jischuw1' in Palästina. Fritz Bloch, München: Aeussere Geschicke Palästinas' seit der Zerstörung des zweiten Tempels. Besonders wertvoll ist die Zusammenstellung im' ־Anhang: Literatur über . das heutige Erez Jisioe!. Die Wiener jüdische Jugendfürsorge. Zu geeigneter ־ Zeit, in den Tagen der Sammlungen für die Institutionen der jüdischen Jugendfürsorge in Wien, ist das Jahrbuch der jüdischen Jugendfürsorge erschienen. Dem bemerkenswerten Jahrbuch ist folgendes zu entnehmen: Drei Ge־ biete bearbeitet die jüdische Jugendfürsorge: Die ge-