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Jüdische Presse · 1926-05-18 · 20-21 (18.5.1926) · p. Seite 154

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Journal
Jüdische Presse
Volume
12 (1926)
Issue
20-21 (18.5.1926)
Date
1926-05-18
Page
Seite 154 (sequence 12)
Language
German
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JÜDISCHE PRESSE 0 NACHRICHTEN. 101 ויו ni 11 y 1!ו Mi 1g> mum■ ri 11i!1 ■וווa!1 Die nächste Nummer der ״Jüdischen Fresse“ erscheint mit Rücksicht auf das Schowriothfest erst Freitag den 28• Hai. Die 24• Generalversammlung des Vereines ״Tifere* Bachurim“ fand Sonntag, Lag Boomer, im Beth Hami־ drasch, II., Gr. Schiffg. 8, statt. Obmann Salamon Schreiber begrüsste die Versammlung und die Vertreter der Adas Jisroel (Dr. Isidor Reiniger) und des Kultusvorstandes (Wolf Pappen heim). Den Kassabe־ rieht erstattete Herr P. Grünhut., Die Eingänge in der Höhe von S 8400 genügten nicht, um alle Ansprüche» die an den Verein gestellt wurden, zu befriedigen. Ueber Antrag des Herrn Revisors Weil wurde dem Vorstande das Absolutorium erteilt und demselben der Dank für die kostenlose Führung der Vereinsagenden ausgesprochen. Hierauf wurden die Neuwahlen vorgenommen. — Der Verein, der seit einigen Dezennien unbemittelten Jeschiwohjungem Unterstützung gewährt, um ihnen das Studium zu ermöglichen, befindet sich in der unangenehmen Lage* die Zahl der zu unterstützenden jungen Leute, angesichts der immer mehr zunehmenden Teuerung zu vermindern. Wer aus eigener. Anschauung weiss, wie sehr die Aus־ bildung der Jeschiwahbachurim das jüdische Leben för־ dert und jüdisches Wissen verbreitet, der muss es schmerzlieh bedauern, dass die drückenden Verhältnisse eine Ausdehnung der Tätigkeit der Tiferes Bachurim verhindern. Josef Nagel s. A. Dienstag, am 42. Omer Tag, wurde Herr Josef Nagel, der im Alter von 72 Jahren tags vor־ her plötzlich verschied, zu Grabe getragen. Imf Trauerhause widmete Herr Oberrabb. Fürst (Adas Jis־ roel) einen tiefbewegten Nachruf dem Verblichenen. In seiner Heimatstadt Verbo schon als Joreschomaim und rechtschaffener Kaufmann bekannt, widmete er. in T.yrbau» wo er viele Jahre als Kaufmann lebte, der dort neugegründeten orthodoxen Gemeinde all seine Kräfte. Auch hier in Wien, wo e&seit vielen Jahren wohnte, war er einer der geschätztesten Mitglieder der Adas Jisroel und erfreute sich allgemeiner Beliebtheit. Er führte, ein echt jüdisches offenes Haus, auch als Inhaber einer der vornehmsten orthodox-koscheren Restaurationen genoss er allgemeine Wertschätzung. Er bemühte sich, seine Kinder in seinem Geiste zu erziehen. Ini Trauerhause sprachen noch ein Bruder des Verblichenen und dessen Onkel Herr. Bernhard Hofbauer. Auf dem Friedhofe entwarf Hern Rabb. M. FI esc h in markanten Worten das Lebensbild des Verblichenen. Herr Johann Hofbauer nahm im Namen der Familie von Josef Nagel Abschied, dem all jene, die ihn gekannt haben, ein treues Angedenken bewahren werden. Würzburg. (Israelitische Lehrerbildungsanstalt.) Die satzungsgemäss alljährlich stattfindende Visitation des jüdischen Unterrichtes an der israelitischen Lehrerbildungsanstalt Würzburg wurde in diesem Jahre von dem Kuratoriumsmitglied Bezirksrabbiner Dr. Wohlgemuth (Kitzingen) vorgenommen. Sie ergab wiederum ein sehr befriedigendes Resultat. Die Renaissance des Thorastudiums, die seit_ einigen Jahren in Deutschland eingesetzt hat und weite Kreise mit einem neuen Geiste der Liebe zum ״Lernen“ beseelt, hat auch die künftige Lehrergeneration erfasst» die auf dem Würzburger Lehrerseminar ihre Ausbildung empfängt. Der gründliche und gediegene, hingebungsvolle Unterricht in den Religionsfächern — täglich mindestens drei Stunden — im Verein mit der Begeisterung der Schüler für das ״Lernen“ hob den Stand des jüdischen Wissens auf ein beachtliches Niveau. Nicht nur in Pentateuch mit Raschi und anderen Kommentatoren, T’nach, Mischna und Dinim zeigten die Schüler gute Beherrschung des Stoffes und Meisterung der sprachlich-technischen Schwierigkeiten, sondern auch auf dem Gebiete des talmudischen Unter־ richtes bewiesen sie die Fähigkeit, den Stoff (Gemoro mit Raschi und ausgewählten Tossafoth) nach der techmischen und logischen Seite zu bewältigen. Hervorzuheben ist dass die logische Durchdringung und das Verständnis des Verhältnisses der einzelnen Lehrmeinungen zueinander den Schülern wesentlich durch die geschichtliche Betrach־ tungsweise erleichtert wurde, zu der sie im Unterricht durch Vermittlung der Kenntnisse über die Generationen der Tannaiten und Amoräer und späterer Lehrer angehalten wurden. Es überraschte, dass Schüler, die mit einem ganz geringen Mass von jüdischen Kenntnissen in das Seminar eingetreten waren, schon nach einem Jahr befriedigende Erfolge auch auf talmudischem Gebiete aufzuweisen hatten. Besondere Anerkennung verdient es, dass zwei Herren, die nach Absolvierung des Seminars den Fortbildungs(Je־ schiwah)-Kursus ein Jahr lang besuchten, ihre Befähigung, ein mittelschweres Stück aus dem Talmud selbständig zu erarbeiten, darlegten. Der eine dieser Absolventen wurde auf Grund seiner Kenntnisse bereits für die Erteilung des Unterrichts in der Unterabteilung der Hoffmannschen Jeschivvoh in Frankfurt a. M. angestellt. Da auch zwei Absolventen des vorjährigen Jeschiwahkurses in ähnlichen Stellungen erfolgreich fungieren, der eine als Talmudlehrer an der Talmud Thora-Präparandenschule zu Höchberg, der andere an den Schulen der Adass in Berlin, dürften die vertiefende Neugestaltung des jüdischen Unterrichtes und die Führung des anschliessenden Jescltiwakurses am Seminar zu Wiirzburg die Feuerprobe der Leistungsfähigkeit und Notwendigkeit bestanden haben und die israelitische Lehrerbildungsanstalt Würzburg, wie auch immer das Problem der Lehrerbildung sich entwickeln wird, eine Lebensnotwendigkeit für das deutsche Judentum darstellen Die polnischen Juden stammen aus den deutschen Alpenländern. Im Verein der jüdischen Schriftsteller und Journalisten in Warschau hielt der bekannte Geschichts- und Sprachenforscher Dr. Mathias Mises einen Vortrag über das Thema: ״Aus welchen Ländern sind die Juden nach Polen gekommen?“ Seine Ausführungen stützten sich auf historische Quellen sowie auf philologische und etymologische Studien. Er widerlegte die Meinung mancher Historiker, die behaupten, die Juden Polens seien aus! Frankreich über Deutschland, gekommen, andererseits ,stammen sie von den Cosaren ab. Er wies nach, dass der Hauptteil dr polnischen Judenheit aus den Alpenländern' nach Polen eingewandert ist. Das Hauptelement des polnischen Jiddisch stammt vom deutschen Dialekt in den Alpenländern., Sogar die slawischen Worte des Jiddisch sind nicht dem Polnischen und Ukrainischen entnommen» sondern der Sprache der Slovenen, die in cn Alpenlänern leben. Nach Polen kamen die Juden aus Tirol, Bayern, Steiermark, wo bis zum 15. Jahrhundert Juden in grossen Massen gelebt haben. Das polnische Jiddisch nähert sich am meisten dem bayerischen Dialekt und enthält Elemente der englischen Sprache, woraus hervorgeht, dass nach der. ersten Vertreibung der Juden aus England ein Teil‘ der Vertriebenen über Norddeutschland nach Polen gekommen ist. Anthropologisch ist der polnische Jude dem AIpen-Tvpus ähnlich. Die grosse Zahl italienischer Worte im Jiddisch, weist darauf hin, dass der polnischen Juden Vorfahren, bevor sie hach den Alpenländern kamen, in Italien gewohnt haben, wo sie aus Palästina gekommen sind. Die Wanderung der Juden aus Osteuropa begann Anfangs des 16. Jahrhunderts als eine Massenerscheinung. R. Dawld Lwow s. z. I. Die ״Jüdische Presse“ Ihat in ihrer Nr. 19 vom Ableben dieses Grossen in Israel eine kurze Notiz gebracht, in welcher als Wohnort des Verblichenen K 0!1 o m e a angegeben worden war. Wir werden aus Leserkreisen aufmerksam gemacht, dass dies auf einem Irrtum beruht. R. Dawld Lwow •lebte und verschied •in Tarnopo1׳. Der Verblichene hat in Tarnopol über 40 Jahre ein grosses Eisengeschäft •nadh modernster Art geführt und dabei sich sehr viel mi׳t Tlhora Awoda u’lGmBas Ghassodim befasst. Seit seiner frühesten Jugend bis zu seinem Lebensende hat er ständig ,die Nächte bis gegen 4 Uhr früh mit Linrud Schass uPoskim verbracht, so dass er ein Godaul Haüihora ward. Sein Zedokogeben war seihr gross. Früh und abends, wenn er zum und vom Beten ging, folgten ihm eine Schar von Armen, an welche er während des ganzen Weges (e,r wohnte nämlich ziemlich weitab vom Beth-Hamidrasch) Geld verteilte. An verschämte Arme pflegte er Wochengelder zu schicken. Besonders grossziigig unterstütz:« e!r zugrundegegangene Kaufteufe, für welche er auch grosse Sammlungen in der Stadt veranstaltete. . Besondere Messarus Kanefesdh zeigte der Verblichene während der Kiräegsjahre. Als bei Kriegsausbruch die für die NotabeJn ■de!r Stadt Tarnopol mit Lebensgefahr drohende Russeninvasion bevorstand, lehnte er das Begehren seiner Familie, die Flucht zu ergreifen, mit der Motivierung ab. .er könne es nicht übers Herz• bringen, die Annen der S!tadt schutzlos zurückzulassen. Tatsächlich stellte es sich während der fürchterlichen Invasion heraus, dass sein Verbleiben die Rettung tausender jüdischer. Familien der Stadt als auch von der Umgebung, die infolge Vernichtung ihrer Wolmstätfen nach Tarnopol erwanderten, bedeutete Es gelang •ihm nämlich, ein Hilfskomitee, an dessen Spitze er stand, zu gründen, welches von den •reichen russischen Juden in Kijew finanziert wurde und das Tag und Nacht unter den schwierigsten Verhältnissen arbeitete. Der Verblichene hat nie im Lebern Dworim Betelim gesprochen. Für den Rlall hat er sehr viel gearbeitet. Er hat in Tarnopol seinerzeit den Verdn .,Tiferes Had;ath“ gegründet, welcher unter anderem für den Ghinuch fm treujüdischen' Sinne Kolossales leistete. Für die Talmud-Thora- Anstalten und Jescihibo'.lh konnte der Verein vor dem Kriege dank seiner!zielbewussten Arbeit zwei schöne Häuser im Zentrum der Stadt ankaufen. Nach der Kattowitzer Agudatigriindung hat e,r im Verein mit dem Piotrokower Gaon, Rabbi Meiir Schapira, der zu dieser Zein in Tarnopol wohnte, und Herrn Moschet Schmelkes aus Krakau eine grosse Versammlang veranstaltet, wobei eine der ersten Ortsgruppen der Agudas Jisroel gegründet wurde. Die Versicherungsabteilung der Agudas Jisroel. Wien. (AJPB.) Die VersJcherungsabteilung der Agudas Jisroel. Landesstelle des Bundesstaates Oesterreich, wurde bereits in Betrieb gesetzt. Die Büros befinden sich in Wien, II..- Malzgasse 12 a. und unterstehen der Leitung des Direktors Adolf Raab und bilden eine Filiale der RiunJone Adriatica di sicurta. Das Berliner Büro wird von Herrn Direktor Halevy geleitet und soll demnächst eröffnet werden. Mussolini und die Juden. Rom 5. Mai. (JTA.) Der Unterstaatssekretär für Auswärtige Angelegenheiten Italiens, Grandi, äusserte sich in einem Interview mit dem römischen Korrespondenten der Jüdischen Telegraphen-Agentur in folgender Welse über die Stellung der italienischen Regierung und des Premiers Mussolini zu den Juden: ״Der spontan begeisterte Empfang, den die Juden Tripolitaniens dem Ministerpräsidenten Mussolini bei seinem Besuch in der Libyschen Kolonie bereitet habe, hat. auf ihn den besten Eindruck gemacht. Die tripolitanische Judenheit, die seit Beginn der italienischen Herrschaft in Tripolitanien das zivilisatorische Werk Italiens mit allen Kräften unterstützt, füllt in vorbildlicher Weise seine Rolle als Vermittler zwischen dem italienischen Volk und der lokalen Bevölkerung aus. Die Tatsache, dass die׳ tripolitanischen Juden ihre Söhne nach Italien zwecks Studiums schicken, schafft ein weiteres Bindeglied zwischen Italien und Tripolitanien. *Was die Judenheit in Italien anbetrifft, so muss betont werden, dass hier eine Judenfrage nicht existiert. Die enthusiastische Mitarbeit vieler Juden an der italienisehen Freiheitsbewegung* der Patriotismus der Triestiner Juden im Verlauf der letzten fünfzig Jahre, die Begeisterung, mit der unsere Bürger jüdischen Glaubens im letzten Krieg für Italien gekämpft haben, beweist klar, dass es in Italien keinen Unterschied gibt zwischen Italienern jüdisehen und Italienern anderen Glaubens. Die Ideale sind die gleichen.“ Minister Grandi kam auch auf die Stellung des ita־ lienischen Faszismus zu den faszistischen Bewegungen in anderen Ländern, die einen antisemitischen Charakter tragen, zu sprechen. ״Die verschiedenen europäischen Bewegungen“, sagte er. ״die sich als faszistisch ausgeben, sich oft auch den Namen Faszismus beilegen, haben gewiss unseren Idealen ähnliche Prinzipien. Es existiert aber keinerlei wirklicher Zusammenhang zwischen dem italienisehen Faszismus und jenen Gruppen, die ihm in anderen Ländern nachstreben. Die Behauptungen, dass gemeinsame Beziehungen bestehen, wurden wiederholt autoritativ dementiert. Man kann schon darum diese Bewegungen auch ideell nicht miteinander identifizieren, weil in jedem Lande andere Verhältnisse bestehen. Das gilt z. B. von der Judenfrage, die wohl in Ländern mit einer jüdischen Be־* völkerung von Hunderttausenden, ja von Millionen, wo die Juden grosse und kompakte Gemeinschaften bilden, ihre eigene Sprache sprechen, existiert. Der italienische Faszismus schätzt jedenfalls die Unabhängigkeit der Völker zu hoch, als dass er versuchen sollte, politische Bewe״* gungen in anderen Ländern, weicher Art immer sic auch sein mögen, zu stützen.“ Israelitische orthodoxe* Vereinigung Fiume. Dis ordentliche Generalversammlung •der Israelitischen orthodoxen Vereinigung fand Sonntag den 27. Nissan unter grosser Beteiligung statt. In der Eröffnungsrede wies Obmann Albert Engels rat h auf die auf steigen de Entwicklung hin, welche die Vereinigung seit •Ihrem mehr als 25!jährigen Bestände genommen ihat. Sie auienhält alle Institutionen einer jüdischen Gemeinde und schreitet nun zur Ausführung des Synagogenneubaues. Da aber ׳dne eigenen Mittel nicht hinre'ichen. wird sich die!Israelitische orthodoxe Vereinigumig an das gesetzestreue Judentum des In- und Auslandes wenden, um im Wege einer Anleihe die Baukosten zu be-: schaffen. Dieser Schritt ist umso berechtigter, als die Israeliti- ' sehe orthodoxe •Vereinigung die einzige dieseT Art in ganz Italien bildet, und daher den Anspruch erhebt, dass mau sie in die Lage versetze, durch vorbildliche' traditionelle' Einrichtungen einen entsprechend grossen Einfluss auf die: Wiedergewinnung des der Tora'11 grösstenteils entfremdeten italienischen Judentums ausüben zu können. An den Rechen-■ schaftsbericht anschliessend, erstattet vom Obmtnnstellvertreter; Herrn Eugen Lipsclntz, entspann sich eine sehr lebhafte! Debatte. Gewählt wurden 0u Tempelvoretehem: S. Kurz, F. Weisz; zu Vorständen: J. Baratdi. L. Grauetnfefe, M. Lager,‘ .1. Pacht. A. Simkowifs. Rabbiner Prof. Isaia Levi gestorben. In Mantova verstarb dieser Tage Rabbiner Prof. Isaia Levi im Alter von 79 Jahren. Rabbiner Levi liat in früheren Jahren eine Reihe Werke über I die Moral des Talmuds herausgegeben, er ist auch der Verfasser; einer hebräischen Gramatik. An der im Jahre 1920 in Mailand' stattgefundenen Konferenz der italienischen Rabbiner hat der Verstortbene grossen Anteil genommen. Der Pavillon ״Hygiene der Juden“ auf der, Dösseldorfer ״Gesolei“. Die schon vor Jahrtausenden in der Bibel verikün־! deten Ideen und Satzungen der jüdischen Religion, die! zum Teil für die Kulturwelt vorbildlich geworden sind; sind in dem Zentralraum, den man durch einen mit Worten־ aus dem reichen jüdischen Schrifttum gezierten Eingangsraum betreten, in Reliefs gestaltet: die Heiligung der Ehe und die Krankenpflege, der Anspruch des Armen at1f; Hilfe und sein unentziehbares Anrecht auf Bodenertrag,. die Absonderung ansteckend Erkrankter, die Fürsorge für. reine Nahrung, der Sabbat als Ruhe des Körpers und( der Seele für Herr und Knecht. Eine Sabbathstube nrii. dem festlich geschmückten Freitag-Abend-Tisch will eine Empfindung von dem Zauber geben, den der Sabbat dem! jüdischen Hause verleiht. Es folgen weitere Institutionen: des Religionsgesetzes die zugleich hygienische Bedeutung! haben. Eingehende Darstellung ist der jüdischen Wohlfahrtspflege gewidmet: ihrer Organisation, ihrer mannigfaltigen Arbeit in Gesundheits-, Wirtschafte-, Jugend- und dem schweren Problem der Wanderungsfürsorge. In dem' Raum ״Palästina“ werden die bedeutsame, von Juden neuerlich dort geleistete Aufbauarbeit und die damit verknüpften grossen individuellen und sozialen jüdischen Probleme dargestellt. Ein letzter Raum zeigt, den jüdischen Stamm, seine Erscheinungsform Verbreitung, Vitalität, Natalität Morbidität und Mortalität. ׳ Die Abteilung ist wie folgt gegliedert: 1. Die hygienisehe Auswirkung des jüdischen Religionsgesetzes, der jüdisehen Sitten und Bräuche, so: Sabbath und Reinheitsgesetze, Ehegesetze, Milah, Fleischbeschau (Bedikah), Für־ sorge für Kranke und Verstorbene. 2. Der jüdische Mensch in seiner anthropologischen und biologischen Eigenart, seine Natalität Vitalität. Morbidität, der jüdische Typus im allgemeinen in seiner Fähigkeit zur Regeneration, Mischehen» Selbstmordziffer usw. 3. Die jüdische Fürsorge (Zedakah) mit besonderer Berücksichtigung der Wanderfürsorge. Hier werden berücksichtigt die alten und modernen Formen der Wohlfahrtspflege und sozialen Fürsorge, die Hilfe für jüdische, namentlich für ostjüdische Auswanderer, die Be־ rufsumschichtung, die Begründung ländlicher Siedlungen in Deutschland,^die Kolonisation, namentlich in Palästina, UCKEREI VORMALS IG NAZ STEINMANN WIEN IX« UNIVERSITATf- STRASSE 6-8 F׳R R N*R U F £5-1-8* Übernimmt Druckaufträge ׳ aller Art, auch in fremden Sprachen: Geschäftsdrucksorten» wie Zirkulare / Prospekte / Karten / Briefe Reklmmeartikel / Fakturen f Memoranden / Durch/schreibebiicher TAGESZEITUNGEN / WOCHENSCHRIFTEN Fachblätter für alle Branchen / Rechenschaftsberichte / Kataloge’ ROTATIONS-, FLACH־ UND MEHRFARBENDRUCKE Eigene Stereotypie und Buchbinderei / Herstellung von Massenauflagen in kürzesten Terminen / Prompte Bedienung / Kostenvoran- Schläge auch schriftlich / Auf Verlangen unverbindlicher Vertreterbesuch

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