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Jüdische Presse · 1926-04-23 · 17 (23.4.1926) · p. Seite 127

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Journal
Jüdische Presse
Volume
12 (1926)
Issue
17 (23.4.1926)
Date
1926-04-23
Page
Seite 127 (sequence 3)
Language
German
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JÜDISCHE PRESSE Seite 127 Nr. 17 #־• Weise iiter die Aguda geämssert», die geradezu herausfordernd genannt werden muss. Wohl zeigt er, und das möge ihm als mildernder Umstand1 iziil^billfet ■werden, wie so viele zionistische und misrachistisehe Schreiber lind Redner, dass er von der historischen Entwicklung der Orthodoxie keine blasse Ahnung hat. Dass die von ihm höhnisch genannte Trennungs- Orthodoxie geradezu eine Notwendigkeit fiir das thoratreue Judentum (gewesen ist, dass •es ahne Hiirsdh, Lehmann, Hildeslieimer so ׳etwas wie ein thoratreues Judentum im Westen heute iiberihaiiipt!nicht gälte, dass diese Männer, ge-z w-ting em durch den aggressiven Litera׳lismus, der sfidh vom a.Icen echten Judentum ,losgesagt hatte, ihre mahnende Stimme erheben mussten, um ׳das auf der Tradition aaiifigebautc Judentum der Zuk.uinlft zu erhalten —!das alles ist Herrn Mosu.i so gut wie unbekannt. Es!st also, gelinde gesagt, eine Kühnheit, wenn dieser junge Herr über Männer, die sich um die Erhaltung des wahren Judentums unvergängliche Verdienste erworben haben, in wegwerfendem Tone spricht. Doch alles übertrifft seine Aeusserinig, dass die Orthodoxie in Deutschland wohl selbst jeder Reform abhold war, aber Sich doch die Formell ״deutsche Staatsbürger jüdischer Konfession“ gefallen liess und damit das alle Juden verbindende nationale Element negierte und daher für!Palästina ,n'ie viel übrig hatte. Weiss denn Herr Mosul!wirklieh miclit, wer 1d,i׳e Institution der Pekidilm und Ätnark!elim geschaffen, wer!das Krankenhaus .in Jerusalem gegründet und erhalten, wer!,n Palästina Waisenhäuser ,ins Loben gerufen,• Häuser für arme Juden gebaut, die Juden im Osten oder wo immer sie in Not waren, unterstützt? Kann Herr Mosul leugnen,, dass ■es eben jene ״Trenmmgsorthodoxie“ war, die so segensreich gewirkt haf. und Izwar •im Stillen unid Verfborigenen, ohne ihre Leistumgen im die Welt hinauszuposaunen. In einer Beziehung hat Herr Mosul aller,- dings recht: Die Agudisten sind National - .1 luden. die Zionisten — und leider auch die Mlisrachisten — National-Juden. Es ,ist sehr bedauerlich, dass Herr Mosul und seine Misracih'iscen!di!e )Mitarbeit der ׳Agudisten zuriicikwulsen. wodurch der Misinadhi. zeigt׳, dass er Iden Fehler, Iden׳ er!den Agudisten vorwlrift, selber begeht, nämlich sich «11 ״trennen“, ifreiiilioh nur ,von den — Orthodoxen. ©0© Vom Tage, ׳ ״ ... Milch- und andere Verfälschungen. Wieviele gebildelte Juden, (besonders aber ׳jene, die!sich ifii!r gebildet;halten, weil ׳sie Sabb'a!:ent1we1i!hmng iiinid׳ Trelfoessen praktizieren, haben sich nicllit ׳schon lustig gemacht iifcier das iraibibin Ische Gebot, Mich von einom ׳Nichtjuden nur ׳dämm ׳zu geniessen, wenn das Melken von einem ,religiös verlässlichen Jmiden iilb׳e,nwacfl1t wind. Dies ist woihl auch!eine der 'Vorschriften des Schulehan Anuah aus den 40 Prozent, die c'im Reform raib!bii:1!er von!der Kanzeil!als antiquiert bözeiclinet hat, ZweiMiilchlfälschenprozesse aus jüngster Zeit: haben gcr׳iehtsor׳dmuu׳gsmäissig 1'estgiesteilt, dass dliirc'h■ Jallire hinidurcli Mich ׳in grossen Quantitäten entrahml!׳ ׳und mit Rindstalg versetzt wunde. Gegen:!MilchVerfälschung kamin Aufsiiclht helfen׳. (Gegen 1d׳ie geistige Fälschung der ״!Milch der Firomimen Denkungsart“, wie sie von Iden׳!Bilbelknitikern, Talmudgegnern nuiid Scthnilchan Arm ah-Feinden;betrieben wird, s׳inid schärfere Waffen nötig. Da ׳i׳slt ein System ׳der Ab'vvehir nötig, dessen 'beste Mittel! eiime gnirnicWiche ׳Unterweisung!in unseren heiligen Schriften liefert. W 11!1־ müssen an ׳d׳em Untersdhieid zwischen heiliger ׳iiinid iproiameir Wissenschaft ,festhalten!. .Wir müssen idiie gründliche 1Keniatnlis unseres he Fl ig en Scliniifttuim's als Gemeingut lües jüdischen Volkes!fordern. Lau; Ibeahajil we lau bekauach, ki im fauch׳!. Nicht miit •jüdischen■ beg'iöuen, nicht mit Sportvereinen, inur mit ׳dem ׳Geist des ׳G-tt׳csiwortes werden wir unsere Kinder!dem Judentum und das Judentum uliisereni 1KInderm erhalten. Wenn 1w׳ir weiiter Enkel bleiben wollen und das erwerben und besitzen wallen, ׳was wir von den Vätern ׳ererbt halben!, was ■uns ׳durch Jahrtausende des Druckes als ethisch :hochstehendes G-tt׳asvo:lk Ifor,!bestellen Hess, dann werden: wir!ln aller Ewigkeit uinsere׳ Eigenart iforitpflanzen׳. Wenn 1w׳i!r aber die neue ׳r׳elig,ionsfe׳ind׳lidhe Kultur in uns äiufinelhmen, dann!werden ׳wir unter den Umvölkern gänzlich aiitilgeihen ׳und dann!ist der Tag nicht!mehr fern, wo man! von ,luden׳ •und Judentum nur!mehr als von einer längst verschollenen historischen Erscheinung sprechen klömmen wird. Aber getrost! Wir ־haben die g-ttlidie Verheissiung: ״Sie (die Lehren der Thora) werden niichit weichen aus deinem Munde und ans ,deiner Kinder und IKilnidesk־in׳d׳e1r iMurilde“. Was Pharao 0@0 Bücher Sir Harry Philby: Das geheimnisvolle Arabien. Das Verhältnis Englands zum Arabertum ist eines der für die, an Palästina interessierte Judenheit wichtigsten Gebiete der englischen Politik. Jetzt, nach dem entscheidenden Sieg der Wahhabiten unter Ibn Saud über Hussein und dessen Sohn und dem Zusammenbruch von deren Dynastie im Hedschas, die zu stützen zu Englands Kriegspolitik1 gehört hat, ist es ungemein interessant, dass und wie sich England schon während des Weltkrieges um Ibn Saud bemüht hat. י Das Buch, das in die Anfänge und den ersten Ven lauf dieser Politik hineinführt, rührt von Sir Har^y Philby her und ist vor kurzem in deutscher Uebersetzung unter dem Titel ״Das geheimnisvolle Arabien, Entdeckum gen und Abenteuer“ im Verlag Brockhaus erschienen (zwei reich illustrierte Bände mit über 700 Seiten, gebunden! M. 30.—). Sir Harry Philby war von der englischen Regierung gegen Ende des Weltkrieges mit wichtiger diplomatischer Mission beim Herrscher der Wahhabi in Innerarabien betraut worden. Es galt damals, den Kreis um die türkischen und deutschen Truppen im Osten enger zu schliessem und die Hungerblockade sollte auch dort verschärft werden. Hussein, der König der Hedschas und der Hüter der heiligen Stätten des Islams, war für die Engländer schon gewonnen; nun sollte auch der Wahhabifiirst Ibn Saud den englischen Zielen dienstbar gemacht werden. Es war eine sehr schwierige Arbeit, den misstrauischen fanatischen Herrscher zu gewinnen, und nur das geschickte Auftreten Philbys vermochte Ibn Sauds Bedenken gegen ein falsches Spiel Englands zu beschwichtigen. Im Anfang des 18; Jahrhunderts hatte ein Vorfahr Ibn Sauds, Muhammad Abdulwahhab, die nach ihm genannte Religion begründet, weil er die abgöttische Verehrung der Heiligen, ihrer Gräber und Reliquien verabscheute. Der einige und eifernde Gott, die unbedingte Notwendigkeit zu glauben, und die Gewissheit der Bei lohnung aller Gläubigen waren die Eckpfeiler des Baues* den der Fürst aus dem alten Geschlecht der Saud und Muhammad, der Priester aus derselben Familie, auf den Flugsand einer nomadischen Gesellschaft zu errichten begann. Das Gebäude, das auf dieser Grundlage emporwuchs, war ein arabisches Kaiserreich. Unter den Schlägen der Türken und infolge der Uneinigkeit der arabischen Stämme, zerfiel dieses Reich. Aber ein Sprössling aus dem Geschlecht der Saud erhob nach Jahrzehnten wieder mutig Telephon 74-2-26 o Telephon 74-2-26 (gegenüber I o I, o Wien« I., Graben 12 denfTrattnerhof) A Diese neueröffnete, grösste und modernste o VPerkstätte für Haararbeiten u. Schönheits- * * 0 pflege erzeugt Perücken, Scheitel u. Trans- A O formationen, für deren allererste Qualität o 9 der internationale Meister Karl Schiroky 2 1'eder Dame persönlich haftet. ® Unsere Einführungspreise sind | sensationell billig! o Ein unverbindlicher Besuch zeigt Ihnen q O die schönsten Bubiperücken . . von S 75 aufw. A A die schönsten Transformationen von S 35 aufw. q V dieselben mit Scheitel .... von S 45 aufw. £ 6 und werden Ihnen für Reinigen, Wassero A weifen u. 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Chajes cingeleitet•‘; Da dieser Monat bekanntlich auch der Klärung der geistigen Inhalte der zionistischen Organisation dienen soll, hat nun Oberrabbiner Chajes die geistige Beschaf־ fenheit des jüdischen Menschen gezeichnet, wie sie vom! zionistischen Standpunkte erwünscht wird. ״Das jüdische Wissen ist von der Welt abgesperrt“, urteilt der ZionijsteiF fiihrer Dr. Chajes, der gleichzeitig Oberrabbiner der! Kultusgemeinde in Wien ist, über Vergangenheit und Gegenwart des jüdischen Wissens ״in ein Winkclchen geschoben worden, das man mit der Dekoration der Heiligkeit (o diese schlimmen Orthodoxen!) umgeben hat.“ Für die Zukunft soll cs aber anders werden. ״Füll den Zionismus“, so möchte es Oberrabbiner Dr. Chajes haben, ״gibt es nur den einheitlichen j ü d i s c h e n Menschen, dem nichts fremd ist“. Wahrlich, die Zionistenführer erfüllen in aufopferndem Gehorsam den Befehl der Exekutive zur Aufklärung der geistigen In־ halte der zionistischen Organisation. Diese Klärung nuisä zufolge haben, und das haben wir vom Anbeginn an immer betont, und darin lag von Anbeginn an die in־ stinktive Abneigung des orthodoxen Judentums vorn Zjoninismus, dass nun vor aller Welt offenbar wird, dass! Zionismus die vollkommene Säkularisation, Verweltlichung des jüdischen Volkes und des jüdischen Menschen anstrebt. Die Zionisten fühlen sich insolange nicht sicher; als auch noch eine Spur von altjüdischcr Heiligkeit in' der jüdischen Gemeinde oder in den jüdischen Einzeii menschen sich befindet. Es könnte leicht geschehen, dass׳ von dem winzigen Ueberrest dieser jüdischen Heiligkeit eine Gefahr für den religionslosen Zionismus entsteht. Es־ ist ja schon oft in der jüdischen Geschichte vorgekommen, dass mächtige Bewegungen an dem Hindernis der so gering! eingeschätzten jüdischen Heiligkeit zerschellt sind. Im Laufe der Zeit, besonders aber in den letzten Jahren, wo die zionistische Organisation sich hauptsächlich als Sammelstelle für den Aufbau Palästinas, als Retterin vor Mo* und Elend sich liingestellt hat, übersah man zuweile.it den ursprünglichen antireligiösen Charakter des Zionismus. Der zionistische Monat aber, der zur Klärung der geistigen Inhalte des Zionismus dienen soll, hat mm׳ seinen ursprünglichsten und wesentlichsten Charakter1 hervorgekehrt. Kein geringer als ObeiTabbiner Dr. Chajes hat jetzt anlässlich der Eröffnung des zionistischefi Monates in Wien verkündet, dass sie die Dekoration ״den Heiligkeit“ vom jüdischen Menschen reissen wollen. Für den Zionismus ist eben das Ideal der aller Heiligkeit,! aller religiösen Bindung der Thora und Tradition entkleidete ״einheitlich jüdische Mensch, dem nichts fremd ist“. Nichts — nur jüdische Tradition, jüdisches Wissen und jüdische Heiligkeit. NACHRICHTEN. Vortrag. Sonntag, den 25. April 1926, um 6 Uhr abends, ilndet lim Bethause XIV.. Storchengasse 21. ein Vortrag des Rabl). D. Burland aus Riga statt, zu weichem die jüdischen Glaubensgenossen höfl. etngeladen werden. Der Vorstand des Bethausveireünes Emtnias Aves. Frau Berta Grünwald s. A. ׳Mittwoch, den 7. fljair, wurde Frau Berta G r lii!11 wa!1 d zu׳ ׳Graibc 1getr׳a1gen. Eine würdige Toditcr des •durah Frö1mn׳1־iglkeit mnld׳ unlbegrenizten Wohltätigk'eiitssirai ausgezeichneten Ehepaares Peroz (iM'Ugründer der Sdhiilfifscilmil) 11!md Ketc Neiiman׳. bildete sie ■miiit.!ihrem Gatten Adolf eiin echt jüdisches Hans. '111 dem Diebe ׳zur Thora mild ,Wohltätigkeit um die Pailime stritten. Die Verstorbene stand 1:11 mähen verwandtsdhafi’.liahetn Bazielhiuingen zu der. Rabbinerfamilie Schreiber in Pressbmrg und Rabbiner Gniiiniwald in Szatmär. Dem L׳e1ic1henlbegä1n*gnis ׳wohnten Gb׳ernabb!incr Fürst, Olberralbb'iner Sdhreiben-, Bratislava, Rabbiner ׳Banmgair'ten׳, Geuneindeipräses Kratnsz. Bratislava uirid! eine grosse Zahl von Freunden der Familie be!i. Olberrablhin!c׳r Schreiber, eiin Neiffe der Verblichenen!, pries im ׳warmen Worten die hoben Tugenden der!Entschlafenen; Herr Lehrer Nemfeld, ein alter Haiusfireiiind, sohiiikkrte iin bewegten Worten deren goldenes Herz!lind tiefe!Frömjiglkieit. •Ihr Angedenken׳ sei gesegnet! Bar Mizwoh-Feier im Badener Waisenhause. Am' Schabbos תזריע מצורע gab es in Baden eine schöne בר מצוה feier. Ein begabter Zögling des .Waisenhauses' wurde Bar Mizwoli, und das gab Veranlassung zur Festes־ Stimmung in der ganzen Gemeinde. Beim Morgengebet wurde der Bar Mizvvoh zur Thora gerufen, hatte seine Parschecho selbst vorgelescn. Nachmittags, gleich nach Mincho versammelten sich alle Gemeindcmitglicdcr, an ihrer Spitze der Oberrabbiner Reich, Rabbiner Friedi mann, der Kultuspräsident und der Gesamtvorstand im grossen Sitzungssaal der Kultusgemeinde Baden, wo' bereits ein herrlich gedeckter Tisch die Gäste erwartete. Der Bar Mizwoh trug eine Abhandlung der Suggja עשה חחה ל״ת mit einer solchen Sicherheit und Fertigkeit vor, dass alle Anwesenden בני הורה ganz erstaunt waren, dann hielt er eine tiefergreifende Ansprache an die Versammelten. Hierauf ergriff Herr Oberrabbiner R e i c h das Wort und spornte seine Gemeinde an, auch fernerhin* für diese schöne Institution das Möglichstei zu tun, damit das schöne Kinderheim erhalten bleibe. Als nächster Red- 11er ergriff Herr Direktor Philipp Fried mann das Wort, und bat die Mitglieder des Waisenhauses, in Anbetracht der prekären Lage des Hauses, im Sommeil Propaganda zu machen, damit es dem Institut ermöglicht werde, die schlechte wirtschaftliche Zeit zu überbriicken. Zum Schlüsse trug der Zögling Hersch Kalman Reich mit seinem Kinderchor einige Stücke vor, die mit grösstem Beifall aufgenommen wurden. Für das Arrangement der( Bar-Mizwoh-Feier wie auch für die vielen Geschenke hat sich besonders Herr Bernhard. ׳Affen kr aut, Ob׳־ mann des Vereines ״Bikur Cholim“, hervorgetan. die Fahne, und Ibn Saud konnte im Jahre 1901 den Thron der Wahhabi festigen, obwohl die türkische Regierung keine Mittel unversucht Hess, seine Macht zu vernichten.! Anfang 1914 gelang es ihm, einen vollständigen Sieg über die Türkei zu erringen, und die türkischen Garnisonen verlicssen endgültig das Land. Die Reise Philbys führt in vielen Verästelungen quer durch ganz Arabien, uralte Kulturstätten werden entdeckt. Auf Schritt und Tritt hat der Verfasser mit det! Missgunst seiner Begleiter zu kämpfen, die nur die Furcht vor ihrem Herrscher abhält, den Ungläubigen zu töten. Das Blich ist ein seltenes Denkmal unerschrockenen Fori schergeists und ein unentbehrlicher Baustein zur Erkennt-' nis des ״geheimnisvollen Arabiens“. Wer ein uraltes Kultur־« volk im Auf und Ab seiner Entwicklung kennen lernen! will, wer erfahren will, was die Macht der Persönlichkeit für ein ganzes Volk vermag, muss Philbys Werk lesen; Thermalbad Vyhne Ich beehre mich hiomit, dem gesch. Badepublikum zur Kenntnis zu bringen, dass ich אי״ח am 5• Mai 1. J. im Thermaibade Vyhne eine 8treng koschere“ eröffne. Mein ernstes Bestreben wird dahin gerichtet sein, eine vorzügliche und hygienische Küche zu führen, für pünktliche Bedienung zu sorgen und müssige Preise zu berechnen. Ich übernehme hier auch Hochzeiten gegen mässige Bedingnisse. Referenzen erteilt Se. Ehrwürden des Herrn• Josef Tiegermann, Oberrabbiner der orth, isr. Gemeinde in Nov6 Zämky. Um zahlreichen Zuspruch bittet Aron Bribram Gastwirt N 0 v 6 Z d m k y, 15. April 1926. Er wird grossen Gewinn haben. Die zahlreichen treffliehen Bilder nach Aufnahmen des Verfassers verdienen besondere Aufmerksamkeit, nicht zuletzt das Bild des energischen Herrschers der Wahhabi. Eine Reihe sehr ausfiihrlicher Karten erläutert den Text. Grosse Jiid. National-Biographie. Unter Mitwirkung von zahlreichen Fachmännern aus allen Weltteilen von S. Winiuger. Ein Monumentalwerk in 5 Bänden Lexikonformat, enthält über 10.000 Lebensbeschreibungen namliafter jüdischer Männer aller Zeiten und Länder. Der erste umfangreiche Band (650 Doppelseiten stark) ist im Oktober erschienen, die weiteren Bände erscheinen vorerst in 14tägigen Lieferungen. Das Gesamtwerk wird bis Ende 1926 komplett vorliegen. Die Subskribenten werden am Schlüsse des Werkes verzeichnet. Das Werk kostet für das gesamte Ausland Dollar 5.50, per Halbfranzband^ 4.50 per broschierter Band, 0.60 per Lieferung (80 DoppeU seiten stark), Porto per Band Dollar 0.40. Subskriptionen^ sowie Bestellungen sind zu richten an den Herausgebei; S. Wininger, Czernowitz, Bukowina, Piata Dccebal 4. Vinzenz Zapletal: Mose, der Gottsucher• Kulturge- Schichthöhe Erzählung aus dem alten Aegypten. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 1925. 365 Seiten. Preis broschiert M. 4.60, gebunden M. 6.60־ Der Befreier Israels aus der ägyptischen Knechti schaft, Mose, ist der Held und Mittelpunkt dieses interessanten Romanes. Die hehre Gestalt dieses Grossen in Israel wird voii Zapletal, dem wir bereits eine Refjhe ähnlicher Werke aus der Frühzeit des jüdischen Volkes! verdanken, meisterhaft geschildert, auf Grundlage des Alten! Testaments und den Ueberlieferungen des Flavius Josephus. Eine lebendige Schilderung des Niltals mit seinem Sonnenglanz und seiner zauberhaften Stcrnennacht und des öffentlichen, wirtschaftlichen und religiösen Lebens der Bewohner macht das Werk besonders wertvoll. Die anschaulich erzählten Seelenkämpfe des Helden dieses Romanes haben hier einen meisterhaften Schildere!־ gc! funden, die in der befreienden Erzählung der Besteigung des Berges Horeb ihren glanzvollen Abschluss findet. w. Siegfried Abeies: Das lustige Buch fürs jüd. Kind; Jakob B. Brandeis. Verlag Breslau. 125 Seiten. Es sind bisher nur sehr wenig jüdische Kinderbücher erschienen und auch das Wenige war zumeist minderwertig. Umsomehr ist daher das lustige Kinderbuch von Siegfried Abeies zu begrüssen, dem es gelungen ist, ein wirklich gutes Jugendbuch zu schaffen. Der Verfasser versteht es ganz ausgezeichnet, den Kindern jüdisches Leben und religiöse Bräuche in anschaulicher Weise zu erzählen, und verdient sein Werk somit stärkste Verbreitung unter der: jüdischen Jugend. *x :)■ vt, •t; .;i, [fr i'l?■> :4J!ס¬ : ^75481 37 23235348484848534823535301534848485323535348535353 5323234853325348235353232323532323232323485323235353 01024853485323235348484823235323485353482323010153482323

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