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Jüdische Presse · 1926-03-26 · 13-14 (26.3.1926) · p. Seite 106

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Journal
Jüdische Presse
Volume
12 (1926)
Issue
13-14 (26.3.1926)
Date
1926-03-26
Page
Seite 106 (sequence 10)
Language
German
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r'{׳!* mi'stt'- Seite 106 JÜDISCHE PRESSE Nr. 13/14 mmm Tscihe cho m loirab e 4 Beschlüsse der Vollversammlung der orthodoxen Rabbiner in der Slowakei. Resolution t. Orthodoxie und Zionismus. Die am 22. Adar 5686 in Popräd tagende Versammlung der orthodoxen Rabbiner in der Slowakei — die im Sinne der Paragraphen 58 bis 62 der Landesorganisationsstatuten zur Entscheidung der religiösen Angelegenheiten der Konfession berufen ist — konstatiert, dass die im Jahre 5664 von den rabbinischen Autoritäten herausgegebene Kundgebung gegen den Zionismus und seine misrachistische Fraktion unverändert in voller Kraft besteht. Die Entwicklung, die der Zionismus seit jener Zeit genommen hat, und die Agitation, die seine Anhänger mit allen Mitteln der Propaganda auf allen Gebieten des privaten, des Gemeinde- und Gemeinschaftslebens entfalten, und im besonderen die Erweiterung der zionistischen Ideologie zu einer geistigen und kulturellen Bewegung mit dem Ziele der Säkularisation (Verweltlichung) des Judentums und der Entkleidung des Judentums seines historischen religiösen Charakters gestalten den Zionismus und seine Fraktionen zu einer eminenten Gefahr für das Judentum und seine religiösen Institutionen und kennzeichnen ihn als eine Bestrebung zum Abfall von der traditionellen Religion der Väter. Die Rabbinerversammlung beschliesst, die frühere Kundgebung vom Jahre 5664 aufs neue veröffentliehen und nachdrücklichst zu erhärten. Es wird festgestelit, dass die Zionisten und Misrachisten sowie alle diejenigen, die den Zionismus und seine Institutionen oder Bestrebungen auf irgendeine Weise unterstützen oder fördern, sich im Gegensatz zum historischen Judentum und seinen Grundlagen befinden und infolgedessen nicht orthodoxe Juden sein können. Es müssen geeignete Massnahmen getroffen werden, dass die Erkenntnis von dieser Fest- Stellung in das Bewusstsein aller Juden übergeht. Resolution 2. - Die orthodoxe jüdische Gemeinde. Weiters beschliesst die Landes Versammlung der orthodoxen Rabbiner, die orthodoxe jüdische Bevölkerung des Landes auf die dringende Notwendigkeit der Erhaltung und Sicherung des religiösen Charakters der Gemeinden aufmerksam zu machen und die kompetenten Faktoren der Landesorganisation zu bevollmächtigen, für den gesetzlichen und statutarischen Schutz der Gemeinden gegen jedwede Bestrebung, die auf die Beeinträchtigung dieses Charakters der Gemeinde hinzielt, die geeigneten Schritte zu unternehmen. Hierbei haben folgende Gesichtspunkte als Richtschnur zu dienen: 1. Die orthodoxe jüdische Gemeinde ist eine autonome Körperschaft mit ausschliesslich traditonel'em 4 religiösem Charakter und einem Aufgabenkreis, der in den religionsgesetzlichen Vorschriften seine Begründüng findet. Die Gemeinde hat die Institutionen zu errichten, zu erhalten, zu fördern und zu verwalten, die der religiösen Pflichterfüllung ihrer Mitglieder dienen und im Sinne der Statuten nach den Vorschriften des Schulchan Aruch eingerichtet sind. 2. Jede Bestrebung, welche geeignet erscheint, den religiösen Charakter der Gemeinde zu beeinträchtigen oder in ihren Auswirkungen Unternehmungen fördert, welche den Aufgabenkreis der Gemeinden überschreiten, ist aus dem Rahmen der Gemeinde unter allen Umständen auszuschliessen. 3. Die Ideologie des Zionismus und die praktische Auswirkung der jüdisch-nationalistischen Bestrebungen zur Verweltlichung der Gemeinden bedeuten eine Gefährdung des religiösen Charakters der jüdischen Gemeinden. Es ist dafür Sorge zu tragen, dass im Rahmen der orthodoxen Gemeinden und der von ihnen errichteten, erhaltenen, geförderten oder verwalteten Institutionen der Zionismus und seine Institutionen sowie die jüdisch-nationalistischen Bestrebungen keinerlei Wirkungsstätte finden oder irgendwelche Förderung er־» fahren. Die Versammlung beauftragt die kompetenten Faktoren der orthodoxen Landesorganisation, die Be- Schlüsse der Rabbinerversammlung und deren Konsequenzen praktisch im Gemeindeleben durchzuführen. > Oberrabbiner Isaak F r i e d r i c h־H1unenne Oberrabbiner Hermann Reichmann-Velka Ida Oberrabbiner Koloman Webe r-Piestany Oberrabbiner Josua B11 x b a u 111-Galanta Oberrabbiner Samuel Jungreiss-Filakovo Oberrabbiner S. D. U n g ä r-Trnava Oberrabbiner Mayer Frey-Velke Surany Oberrabbiner Benjamin Seid 1-Galanta Oberrabbiner Abraham Weiss-Velke Topolcany Rabbiner Aron Katz-Nitra Oberrabbiner Julius Miiller-Nädas Oberrabbiner Nathan G r ü n b u r g-Kezmarok Oberrabbiner Hermann Lebovits-Cop Oberrabbiner Markus Lichtenstein-Circ *) Oberrabbiner Akiba Schreib e r-Bratislava Oberrabbiner Moses Kat z-Nitra Oberrabbiner Josef Tiegermann-Nove Zamky Oberrabbiner Saul Brach-Kosice Oberrabbiner Schuleni H a 1 b e r s t a m־Stropkov Oberrabbiner Emanuel Tannenbauin-Tuma Oberrabbiner Ch. N. Halberstam-Bardiov Oberrabbiner Simon E h r e n f e 1 d-Michalovce Oberrabbiner M. Schönfeld-Medzi Laborce Oberrabbiner Leopold Spitze r־Spisske Podhradie Oberrabbiner Israel B r a 11 n-Brezovica Oberrabbiner Lasar Ehrengruber-Vranov Oberrabbiner Wilhelm G1 a 11 s t e i n-Helmec Oberrabbiner Israel R e i c 11־Batorkesy stehen: er wiird in den Augen dieser extrem religiös orientierten Menschen sin Feind des Judentums und Feind des Gesetzes. Dass das Judentum der Bibel nicht identisch mit dem des Talmuds und grundverschieden von den Auffassungen der Rabbiner des deutschen oder polnischen Ghetto ist. darf nicht jene Männer kümmern, deren Aufgabe es!ist. die von ihren Vätern überlieferte Form des Gesetzes!ihren Kindern zu überliefern. Freiheit des Denkens!ist erlaubt, das Tun aber in Essen und Trinken, in Arbeit und Feiern, in Ehe und Diebe;ist bis!in die kleinste Einzelheit geregelt'. Wer dieses Tun und Nichttun verachtet, ׳ist Abtrünniger. Von diesem Standpunkte, der trotz seiner Einseitigkeit eine grandiose Einheitlichkeit der׳ Weltauffassung bietet, ausgehend, lehnt die ״Agudas Jisroel“ jede Zusammenarbe't mit Zionisten ab, huch wenn diese streng religiös sein sollten. Denn gesetzestreue Juden, die sich Abtrünnigen unterordnen — und Herzl, Nordau, Weizmanu sind Abtrünnige des Gesetzes — hören auf, für jene zuverlässig zu sein. Und da das gesamte Grassrabb'nat .Palästinas unter der Führung Raw Kuks und Raw Meirs mit den ZioiDistem »in allen nationalen Fragen zusammenarbeltet, da der erste zionistische Aufrufe unterfertigt und der zweite sogar zionistisch organisiert;ist, da das Rabbinat auf dem Standpunkt steht, dass die Schaffung einer jüdischen Heimstätte eine religiöse Pflicht ersten Ranges sei — erkennen jene Fanatiker der Logik folgerichtig auch nicht die Autorität des Grossrabhinats an. Seine religiösen Entscheidungen sind für sie nichtig, seinen Gerichten miter werfen sie sich nicht׳, die Steuern, zahlen sie ihm nicht. Es klingt seltsam: nicht ganz 2000 Personen sind es, die sich unter Führung des alten, ans;der Sowakei eingewanderten RajW Sonnenfeld zu einer;eigenen Gemeinde zusammengeschlossen haben, die unterstützt von der ״Agudas Jisroel“ ausserhalb Palästinas ihre Unabhängigkeit gegenüber dem Grossrabbinat verteidigt. Aber dass ihreGegner. die Zionisten, in fünfzigfacher Mehrheit sind, ist für die Agudisten Jerusalems nicht• massgebend. Wenn auch alle Juden abtrünnig würden und nur ein einziger das alte Gesetz in seiner Strenge hielte: dieser eine würde dann das Volk Israels repräsentieren . . . Trotz dieser einseitigen Einstellung werden manche Fehler der zionistischen Politik nicht verschwiegen. ״Die Juden waren bereit, aber!ihre Führer in Europa waren unfähig und klein und kleinlich: glaubten nicht daran, dass sie wirklich gesiegt batten. Glaubten nicht an!Palästina. In Europa hatte man, wie man es nannte, Gegenwartsarbeit zu treiben; das heisst, die jüdischen Massen ׳sollten zur Erlangung der (etwas nebelhaften) ״nationalen Miinderheiisnechte“, die der!Friedensvertrag den ost- und mitteleuropäischen Ländern zu wahren gab, organisiert werden. Es scheint, dass die zionistischen ,Parteifiihrer in den meisten Ländern starker jüdischer Siedlung damals gar .nicht an die Verwirklichung!dets zionistischen Programms dachten. Sonst wäre es nicht ganz «logisch und auch nicht ganz ehrlich gewesen, wenn Politiker, die einen Staat in Palästina gründen wollen, sich als Vorbereitung hiezu im ein Parlament eines europäischen Staates wählen lassen.“ Im zweiten Teil seines Werkes bringt der Verfasser schöne und stimmungsvolle Schilderungen aus Palästina. In diesem Teil widmet er auch dem in Sommer 1924 in Jerusalem «ermordeten Prof. Israel ide Haan eine eingehende psychologische Würdigung. Wir möchten die Schlusszeilen dieser Würdigung hier ohne Kürzung wiedergeben: ״Seltne Gedichte sprechen klar: zeligen sein Wunsch- und Triebleben, das ihn zerriss; doppelt, wenn er wirklich :im Leben des Alltags einen heroischen Sieg darüber davongetragen hätte. Der Streit zwischen dem bösen Trieb und der Furcht! vor der Sünde — der uralte Streit zweier Seelen in einer ׳Brust, macht den Starken zum Helden oder zum Gläubigen, :den Schwachen aber •abergläubisch und wahnsinnig. De Haan erlag!in diesem Konflikt. Er schuf keine gewaltigen Werke, wieder kranke Strindberg; seine manische Energie riehtete sich störend gegen jene, diie dem Glauben, der .ihn retten!sollte, abtrünnig. ,schienen. Und damit gegen die Zukunftshoffnung seines Volkes. Di־e Kugel des Mörders war barmherzig. Sie rettete den Dichter vielleicht — vor dem Irrenhaus oder dem Selbstmord. Seinen Anhängern aber galt er 'a)ls Märtyrer; heisst ״der heilige Rabbi“, — Und so• ,hat! der tote de ׳Haan, das gefunden, was der Lebende gesucht hat: Grösse. Heiligkeit.“ Im Anhang gibt der Verfasser eine Auswahl von Dokumenten zur Geschichte Palästinas und eine wertvolle Zusammenstellung der Daten zur Geschichte des nahen Ostens. Oberrabbiner M. S. H e r z 0 g-Stupava Oberrabbiner Eugen H 0 r o V i t z-Huncovce Oberrabbiner Eugen Adle r-Hanusovce n/T. Oberrabbiner Jakob W e i s s-Kurima Oberrabbiner Simon L e b o v i t sfoka Oberrabbiner Simon S c h a 11 i n-Velky Meder. Oberrabbiner Hermann P r a g e r־Poprad Oberrabbiner Moses T a n 11 e n b a 11 m-Moidava Oberrabbiner Juda G 01 d s t e i n־Sabinov Oberrabbiner Simon H i r s c h I e r-Modra Oberrabbiner Josef A b e I e s z-Veike Sarluhy Oberrabbiner Josef B r 0 d a-Myjava Oberrabbiner Markus Strasse r-Sala 11/V. Oberrabbiner Nathan Brac 11-Velky Magendorf Oberrabbiner Armin R e i c I1־Os!any Oberrabbiner Efraim G r ii n i e I d-Siac Oberrabbiner Ignaz A nt s e l־Zborov Oberrabbiner Moses W e i s s b e r g־Veike Tarkany Oberrabbiner Leopold Trutze r־Neded Oberrabbiner Moses R e i c h-Banovce Oberrabbiner Adolf Atlas z־Velka Revuca ן Oberrabbiner Anton W e i s s־Ipelske Sahy Oberrabbiner Bernat S c 11 w a r z s t e i 11-Vräble Bezirksrabbiner Geza Moskovits-Secovce Oberrabbiner Benjamin L a 11 d a ti-DoIne Michalany ' Oberrabbiner' Emanuel B r e z n i t z־Senec Oberrabbiner Leo Fürs t־Cuz Oberrabbiner Samuel Schlesingcr-Z!ate Moravce Oberrabbiner Salamoii Goldberger-Alistal Oberrabbiner Moses Weis s־Velke Kostolany Oberrabbiner Nathan Jungreisz-Zdana Oberrabbiner Theodor Sch w e i g e r־Sena Oberrabbiner Moses E c k s t e i n-Sered n/V. Oberrabbiner Izidor Friedman 11-Stara-Liibovna Oberrabbiner Hilel U n s d o r f e r־Lucenec Oberrabbiner I. Bau m-Guta Oberrabbiner Josua S c 11 i 11-Pezinek Oberrabbiner Mayer F r i e d-Velke Kapusany Oberrabbiner Heinrich Klein-Snina Oberrabbiner Alexander Weis s־Rete Oberrabbiner Lippmahn D o n a 111-Nove Mesto 11/V. Oberrabbiner Josef L e f k 0 v i t s-Komarno Rabbiner Markus H a b e r f e f d־Brezova Rabbiner Lasar D a v i d 0 v i t s-Strajnan Zu den Beschlüssen der Rabbiner- Versammlung. An cLr Spitze unserer Rubrik erscheint heute eiine Kundgebung von geschichtlicher!Bedeutung. Diie« Rabbiner unseres Landes ergreifen׳ albe,rrnals das Wort, um gemeinsam zu den ,׳Fragen ,Stellung zu nehmen, die seit Jahren! das offen t-_ lic'he «jüdische Leben in allen Ländern in Erregung halten ׳und. bei ׳uns i׳m besonderen Masse e׳in!e eindeutige und :jeden Zweifel ausschliessende Antwort erheischten. Iin keinem Lande der Wel;J hat• der Zionismus praktisch solch •geringe Erfolge zu verzeichnen wie ■in der Slowakei; ׳in keinem Lande aber wird unausgesetzt mit dem Worte ״Zionismus“ solch ein Unfug getrieben wie!hier. ־ Hier!ist der Zionismus zum Tummelplätze für jede!Bestrebung . geworden.,!die!historisch gegebene organisatorische und religiöse Einrichtungen der Gesamtheit ’ ■und der ׳Gemeindenzerstören ,und vernichten will. Nirgends in der Welt haben« die Anhänger des Zionismus sich von vorn eherein ,i׳n solch!eklatanter Weise 1im Gegensatz zum orthodoxen Judentum gestellt ■und den ln der Idee de!s thoralosen Nationalismus theoretisch niedergeliegten! Abfall vom historischen« Judentum so hemmungslos zum A119w,i׳rken zu bringen ׳sich bemüht, wie gerade ln dem Lande, iwo das «Prinzip der Tlhoratr׳e:ue seit Jahrzehnten d'i!׳e ,Grundlage des gesamten jüdischen Gemeindeliebe ns und seiner organisatorischen und gesetzlichen Sicherungen geworden ist. Man brauchte nur die Ereignisse ־des letzten Jahres, die beispiellose Hetze gegen alles, was mit orthodoxem Judentum zusammenhängt, mit einige«• Aufmerksamkeit beobachtet .zu haben, um von der Uetoerzieugiing •durchdrungen zu ׳sein, dass die geistigen ,Führer des religiösen Judentums!in unserem Lande keine!Minute •mehr *) Die Namen werden ,in der Reihenfolge veröffentlicht, wie, sie vorliegen. Mose. Von Isr,a׳e׳l A u e r b a clh■. :Berlin■, Wien, Verlas Benjamin Harz. «Israel Auerbach gestaltet das!Leben ,Moses und die Wüstenwamderung zu einer Vo׳J!kst׳r!agödie. ׳Ein schweres, undankbares Thema! Die besten Bücher über «Moses sind lind «bleiben ׳die fünf Bücher Moses Selbst, ׳alles andere, ׳damit verglichen,!ist :schal und nichtig. Aus den Zeiten der Richter. Von N. Adler. Frankfurt a. M.,Ver>l׳a1g Sänger lind Friedberg. ׳ 11! 1׳diesem Wierkc'hen sind ■׳die einzelnen •Richter nach biblischen Quellen/ £׳eschildert. Lehrern und reiferen Schülern ׳kann: ׳dieses Büchlein ,zur Ergänzung des ׳biblischen Geschichtsunterrichtes bestens empfohlen werden. Sigmund Feist, Stammeskunde der Juden. Leipzig 1925. Verlag .1. C. Binrichs. 191 S. Das Buch, das eine wertvolle Bereicherung unserer wissenschaftlichen) jücjischen Literatur bildet, gilbt eine interessante Monographie über die anthropologisehen Verhältnisse der Juden in allen Ländern der Erde. So sehr sieh der Verfasser geneigt zeigt, sich der Anschauung anzuschliessen, dass die Juden׳ schon ursprünglich ein« Misc'hvolk zwischen Semiten und Hethitern und vielleicht noch anderen Völker seien, und dass auch später,!besonders in Osteuropa, aber auch in verschiedenem Masse in allen •übrigen• Ländern starkwirkende Vermischungen vorgekommen■ «sind, so muss er doch angesichts des ungeklärten Einflusses von Klima und sozialen Verhältnissen auf die Rassenbildung zuge׳ben׳, ■dass wir vor einem ungelösten Rätsel stehen. ׳Gewiss ׳ist nur, dass es einen jüdischen Typ gibt. Aber der lässt sich vorläufig anthropologisch nicht erfassen. Er ist historisch kulturell bedingt, nicht anthropologisch, ״denn Geistiges lässt sich nicht in körperliche Masse auiflösen“. Das Buch enthält eine grosse Zahl sehr interessanter Photographien von Juden in allen Teilen der Welt. ■ r. Chassidische Legende. Von Samuel Lewin. Deutsch׳ •von Arno Nadel. Mit 7 Holzschnitten von׳ Josef Budko. Gharlottenbürg, Verlag von Rathenau & ■Horodisch. Preis M. 3.50, In wunderbarer mystischer Sprache erzählt der Verfasser diie erschütternde Geschichte des ״Grossen Lubliner“, «den die•

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