Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 12 (19.3.1926)
- Date
- 1926-03-19
- Page
- Seite 92 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 92״ JÜDISCHE PRESSE 12 I sclinit JVIenoraili“ eint»־ Jarbiläamsaussa-be veranstalte!:. •die ,׳zahlreiches historisches •und!I'lkistrationsmaterial zur Geschichte •der Wiener JnderJheit briest. •Aus dem •Malt ist fl1crvarz11J10׳ben: Geleitwort!;; von Prof. Dr. S. Blrron׳am1 ,und Oberraibbiner Dr H. P. Cliajes: Rabbiner Dr. ״Max Gnmwald: .־Die Wiener Inden 1826 bis 1926“: Prof. Or. Max Eisler: ..Der Seitens'etten-Tempei“; Dr. M. Kosemnann: ,ifeak Noa Mannheimer. Dr. Adolf Jellinok und Or.;Moritz Girdemann im Stadttempel u. v. a. Vorfag Dr. Nathan Birnbaum. Einen erlesenen Genuss beredete die Aguda-Jugendgnippe, Wien, II., ihren überaus zahlreich erschienenen ״Mitglieder und Freunden durch den Samstag den 6. d. M. veranstalteten Vortragsabend, an welchem Dr.: Nathan Birnbaum über das Thema ״Missverstandene Aussprüche“ sprach. Von •stürmischem Bei- . fall begrüsst, begann der Redner, von den nicht miss-1 zuverstehenden Worten unserer Weisen ״Hachajim Wehamovves Bejaa Haloschaum“ ausgehend, seine Ausführungen. Zum eigentlichen Thema übergehend, führt der Redner aus, dass oft sehr gut gemeinte Aussprüche — ob bewusst, oder unbewusst — durch Missverständnisse in ihr Gegenteil verwandelt werden. Zwei Beispiele für viele andere sollen das beweisen. Von einem berühmten Rabbi wird erzählt, dass er in Konsequenz seines Ausspruches ״lach hab׳ lieb a Jid“ , einen «aussätzigen Bettler geküsst hat. Nun schon tler einfache Versuch, diesen Ausspruch ins Deutsche oder in irgend eine andere Sprache, wie auch ins Hebräische .'zu. übersetzen, beweist klar, dass dieser Ausspruch nicht dem Wortlaut nach genommen werden kann. Auf Grund verschiedener Beispiele aus Bibel und Kommentaren bcvycist nun der Redner, dass hier unter diesem ״iach hab’ lieb“ jucht Zuneigung 1m gemeinen Sinne verstanden werden kann, sondern nur das Bekenntnis zur Stammesverwandt־ Schaft mit gleichgesinnten und gleichlebenden Menschen. An Hand des zweiten Beispieles, dem der Ausspruch unserer Weisen ״Tow T.hauro uh Dcrech Erez“ zugrunde lag, zeigte Redner, welches Ünliei!. mit einem Missvcrständnis angerichtet werden kaii 11. Allen assimilatorischen , «ml. fremdkulturlichen Bestrebungen musste dieser Aussprich als Vorspann dienen, ־wiewohl er doch selbst-unmöglieh anders verstanden werden konnte, wi: ls Aufforderung^ nur jenen Kulturbestrebungen im Judentum Raum zu gewähren, die eben mit Thattro vereinbart sind, ln längeren Ausführungen sprach nun der Redner über Kunst und Wissenschaft des Judentums Und ־ die Stellung unseres exilierten Volkes zu den Nachbarvölkern. Die mit stiir mischem Beifall aufgenommeneu Ausführungen des Redners gipfelten in der Aufforderung, Aussprüchen, wo immer man ihnen begegnet; aul ihren Grund zu gehen und sie nicht «11s unabänderliche Tatsachen zu nehmen. S. St. •Vortrag Prof. Eisler. .Samstag, den 13. März, abends, hielt . Unlv.-Prof. Or. 1Max Eisler . als' Gast der Vereinigung . jüdischer Akademiker einen Vertrag über ״Rembrandts jüdische Bilder“. Prof. Eisler verstand ,iii' seiner ,meisterhaften Art,;die Feinheiten der Rembrandtsdien!Bilder.,liiid ihrer jiidisohen Be- 1 zicäningen klarzumadien.. Das' zahlfeidie; Ptibliku.m‘hat nadli dem Vortrag Prof. Eisler herzliohe, Ovationen bereitet.'' Im Namen der Veremigung; jüdischer (Akademiker sprach yor und naoii dem Vorira© Dr. med. Adolf. Loavnila; mit Freude konstatierte׳ er!in seinen;einleitenden.: Worten, dass es der Vereinigung jüdisdher Akademiker •gelungen sei, in der jüdischen Oeffentlidikeit den ihr gebührenden Platz zu gewinnen. Oer zahlreiche Besuch ist cm Beweis des grossen Interesses, das ,im Wiener Publikum für die •Arbeit der thoirqüretuen Akademiker!herrsdht יו ם:; ך ף•'וזי ושי□ •tter" .''''Aw»dasv. ^Isroel-Jüftenilxnippe, Wien, II. Am •״Ooniiersiaigv ' •den •4 ׳... März •Aidar) fand lim grossen Saafo-־äer-Agw|äas Jasroel-Jiigehidgiruippe der Siijum auf מסכת : יבסוח. stallt, die einen ..erlhebenden Verlauf •nähmj ׳ Ate ■erster‘•Redner beigriisste!Herr S. S׳te;ru •namenis des Vor-!Standes die erschienenen Gäste, insbesondere •Herrn 'Rabbiner■ Arak (Osirana)״!dann ergriff• der ,Genannte idas Wort..:Er sprach חריפות in ,seiner gewohnt musterhaften: Weise. Stirn-׳ ■manigwolte• Gesangsvörträge' verschönerten den ׳ ASbend; •iNacJ1״Ü! tfcm das neue מ.ס כתי!begönnen!wurde schloss die würdige Feier, die •zu gleichen Teilen geistigen aind ׳materieMen׳ Erfolg'!hatte. '! . ';Der zweite Vortrag Dr. Deutschländers in ,Mährisch-, Ostrau. Die ״Jüdische Presse“.Ihat. vor, ,zwei .Woohen' über;den ersten Vortrag.' des Direktors der Keren Hathora-Zentrale, Dr Den •t sch 1 ander, berichtet׳, den., er auf Einladung des ״Betih HamidraschVin Mährisdi-.Ostrau ■ hielt. Der 'Vortrag machte am alle Anwesenden einen solch tiefen Eindruck dass clie f räsidien verschiedener dortiger Organisationen Herrn Dr. Deutschländer zu einem zweiten Vortrag nach Mährisch- Ostrau eingeladen haben. Dr. Deutschländer kam dieser Einladung anlässlich seiner Rückreise aus Polen nach und referierte m einer fast zweistündigen Rede vor einem zahlreichen erlesenen 1־ ublikum über das Thema ,.Die kulturelle Lage der Judeitheit in Westeuropa“. Auch dieser Vortrag hat einen überaus tiefen Eindruck auf alle Anwesenden gemacht. Doch nicht auf alle.' Einige Zionisten haben eigens einen Versammluugsstörer aus Prag in der Person des Herrn Prof. F-reud nach Ostrau gesandt. Scheinbar ist aber Herr Prof. Freud auf die dort üblichen niedrigen Agitationsmethoden eingestellt. Auf die vornehmen, sachlichen, von einem ,hohen geistigen Flug getragenen, iiber alle Tagespolitik erhabenen Ausführungen Dr. Doutschländers Jndensdhulden ׳bestand, jeder jüdische Gläubiger nach, .,':dem' Tode des;; christlichen Schuldners seine" •Forderung, anmelden, De’r ״Judeninessner“ ging: von Haus zu Haus «nd machte alle darauf aufmerksam, ,den Schuldbrief , iiber ihre eventuelle Forderung binnen 30 Tagen vorzuzeigen. Wenn sich, niemand meldete, so stellte der Synagogendiener, zusammen mit einem Zeugen, für die Erben •eine hebräische Urkunde aus, in der jede gegen den Nachlass bestehende Forderung jeder Art für null und nichtig erklärt wurde.18). Das steirische Recht kommt wahrscheinlich aus dem ersten Viertel des 14. Jahrhunderts tmd wir können annehmen, dass diese Verordnung aus einer Zeit datiert, in der die Judenbiicher noch nicht in Gebrauch wareq. Dieses. ״Briefrufen“, das eigentlich dem Schutze der Erben gegen jede zukünftige Förderung dienen sollte, wurde späterhin nur den Juden gegenüber, angewendet und in sehr ungerechter Weise־ ausgeübt. Die Schuldner Hessen, auch wenn kein Todesfall die Veranlassung hiezu gab, einfach alle Gläubiger ihrer *,unbewussten“ Schulden auf rufen» um sich so durch etwaige Vergesslichkeit ihrer Gläubiger ihrer ׳Schulden zu. entledigen. In so ungerechter Weise blieb das ״Briefrufen“ bis zum Ende des 15. Jahrhunderts •im ׳ Schwünge, •als längst schon die ‘Jmdenbücher verbreitet waren und es gar keine Berechtigung mehr besass. (Fortsetzung folgt.) versuchte der zionistische Agitator mit einigen Agitationsphrasen zu erwidern. Allein diese Ausführungen wurden von einem Entrüstungssturm der von dem Vortrag Dr. Deutschländers tiefergriffenen Zuhörer geradezu erstickt. Zu allem Ueberffuss versicherte Präsident Dr. Fuchs Herrn Dr. Deutschländer der •tiefen Wertschätzung der ganzen Versammlung und bat in ihrem - Namen den Redner, bald wieder nach Mährisch-Ostrau zu kommen, um mit seinen Vorträgen zur Hebung des jüdischen Interesses für die geistigen Strömungen der Judeniieit beixutragen. Rabbiner Moses Blech auf einer Keren-Hathora- Tournee in Mähren. Wien. (AJPB.) Rabbiner Moses Blech hat die Städte Mährisch-Ostrau, Hruschau, Oder: berg und Freistadt besucht und mit den prominentesten Persönlichkeiten dieser Jtidengemeinden. Keren-Hathora- Komitees gegründet. Delegiertentag der Schweizerischen Agudas Jisroel. Z ii r i c h. (AJPB.) Am 14. Februar 1926 fand nachmittags im Gemeindesaale der IRGZ. der ordentliche Delegiertentag der Schweizerischen Agudas Jisröei statt. Herr Josef Rothschild (Zürich) begriisste im Namen des Landeskomitees die Delegierten von Genf, Luzern, Basel, Zürich, Baden, Lugano und St. Gaben. Ais Tagespräsident wurde Herr. Rabbiner S. Brom (Luzern) gewählt. Hierauf.wurden Jahres- und Kassabericht von Herrn Josef Rothschild (Ziirjcti) erstattet, welche von einer rührigen Tätigkeit und einete’starkcn Entwicklung der schweizerisehen Agadti im letzten' Jahre zeugen. Sodann berichtete Herr Rabbiner Brom (Luzern) über den Keren Hathora,' der ausführte, dass itri Jahre 1925 nur 4Ö0Ö Fr. eingenommen wurden; dagegen ist dank'intensiver Arbeit zu hoffen, dass im laufenden Jahre eine Verdoppelung eintreten werde, sind doch in den . letzten sechs Wochen zirka 2000■ Fr. ein? genommen worden. Herr M. ' Lewenstein (Zürich) referierte über die'Tätigkeit der Palästiiia-Zentrale• in der Schweiz, deren Einnahmen per '1925 zirka 1,0.000 Fr. betragen, ausser der bei Herrn C11. Eiss eingegangenen Spende von 5000 Fr, so dass die Einnahmen 15.000 Fr. übersteigen. Keren-Hajischuv-Biichsen wurden bis jetzt über fünfhundert, verteilt, wobei noch eine starke Nachfrage nach Büchsen bestellt. Ueber den Kriegswaisenfonds referierte Herr ,Ch., J. Biss (Zürich), dessen Rechnung ein Vermögen von über 60.000 Fr. ausweist, inbegriffen das. Waisenhaus in Baden bei. Wien.. Es folgten dann, die Berichte, der verschiedenen Orts-; und Jugendgruppen.,.über welche referierten: Josei Rothschild'; (Ortsgruppe Zürich), M. Lewenstein (Jugend- und Mädchengruppe ' Zürich). ' Sternbuch (Ortsgruppe Basel), cand. phil,. Lifschitz (Jugendgruppe Basel), Sternberg; (Ortsgruppe Genf),;,Möses Erlanger (Jugend- und Mädchengruppe Xuzern), Erijf. Herz (Ortsgruppe Luzern), Rubinleid (Ortsgruppe^.Lugano), Ascher. (Jugendyerband der; Schweiz). Allgemein konnten di;e Beribh.tc'yon einer Zunahme׳.der ־Agudas•• jisroel-Id'e'e in 'der Schweiz sprechen. An.der sich anschliessenden Generaldebatte beteiligtensi.ch ausser den Referenten die Herren Dr. T. Lewensfem ,; ,(Zürich). M. Schwarz (Basei), E. Botschko (Montreux),,. Konsul Sally, Guggenheim (Basel), Rabbiner •A. Kornfein'(Zii.riclö, .Jakob. Eiss jun. (Zürich), Elias Sternbuch jun. (Bassi), Weissbord (St. Gallen). Rosengarten jun. (Zürich). ,Hierauf, wurden;־die.Berichte einstimmig., genehmigt und die Dechargen erteilt.,Es’wurde auch beschlössen; in Form .einer Resolution gegeii die ״von gegnerischer Seite an den englisehen Staatssekretär Orrnsby Göre gelieferten Informationen, betreffend den Waad Hair Äschkeua.si. in Jerusaiem zu -protestieren, wonach die Gemeindegesetzfrage eine Frankfurter Mache sei, und erklärt, dass,..das g«anze organisierte orthodoxe Judentum geschlossen hinter ,den Forderungen des Waad Hair Aschkenasi. steht. Es wurde* die Anstellung .eines besoldeten Sekretärs beschlossen.' Als Vorort wurde Zürich belassen, in das, Landeskomitee wurden gewählt, die Herren A. W. Rosenzweig, ,M. Weinstein. Josei ,,Rothschild; M. •KoSchland, Meier,' Lewenstein (alle, in Zürich), Sternbuch (Base!) und Em. Herz (Luzern); Das wahre Gesicht der englischen Zionisten. Auf die Frage, ob Lord Swaythling. und die englisch-liberalen Juden für den Eintritt von Nichtzionisten in die Jewish Agency sind, erwiderte der Lord: Als i 0. y,a 1 e r englischer B ii r g e r kann ich nicht gegen Weizmann , sein, aber wir bekämpfen die Idee eines Nationaljudentiuns, für uns ist das Judentum eine Religionsgemeinschait. Ich glaube, dass die Baifour-Deklaration den Juden ausserhalb Palästinas;mehr geschadet als genützt hat; indem in nichtjüdischen Kreisen die Vorstellung sich befestigt hat, dass die Juden eine Nation.ifiir sich bilden. orthodoxen׳ Gemöiiiden ■untor •Leitung׳ <der Zentrale in Bratislava nn brnne der gesetzlich sankiimterterr Statuten ׳ midi '־ für׳ die /ukiiuir zu!ordern. Ober.raibbiuer S c!11• r. >e :i :b e r-Beregszas׳z wies aur die UnveFlefezHchkeit;der .Einheit unt.r'allen orthodoxen Gemeinden _ in •der J'sdiechosiowakei ihih und forxlierte •die Gemeiüfden aut, ■den!Bau, den die Grossen der vorigen Generazum;H€il" 'der Äesamten Judenbeit und ־zur .Ehre $er חוה ל׳ _ erndtLt haben, nic.h: ׳ leichtfertig' niederrötsserr' zu ׳ lassen. ׳I׳m gleichen Sinne■ sprachen ׳sich tmsuafanslos sämtliche Anwesenden aus. ׳Nadir mehrsuimliger Fteratung wurden me.irere Beschlüsse zur Durchführung׳ dieser Förderungen geiasst. . ־. t» Y^״ den Agudas Jisroel-Franem- und Mädchengmppen in Bratislava.. Die .Initiative, zur Gründung der Agudas I1 .־Frauengruppe in Bratisl.aya und ,der..(auch• in der ״Jüdischen Presse“) veröffcntJichte programmatische ' Äuf— rnf .iliat sowohl üi Bratislava nls* auch ah׳ Zil^ilrcichcn Offen aussertialb Bratislavas gleich einer ■״rechten• Tat» zur rechten Zeit“ gewirkt. Die im Anschiuss.daran vom Initiativkomitee׳ in Angriff־ genommene Gründung einer auf den. gleichen Prinzipien aufgebauten Agudas J is r0e! -M ä;dchengnipp e wird ebenfalls in allen Kreisen der orthodoxen Eltern und jungen Damen mit Freuden begrüsst. Mitglieder in ansehnlicher Zahl melden sielt für beide Gruppen und verfolgen die Entwicklung.• mit grossem Interesse. Das Initiativkomitee arbeitet guten! Mutes an den Vorbereitungen zur baldigen Aufnahme der Tätigkeit. In ihrer ׳letzten Sitzung beschlossen die Initiatorinnen, eine orthodoxe ,Bibliothek für Frau e n und Mädchen•׳ zu errichten,,. urn dien Mitgliedern der Gruppen Gelegenheit m geben, die Literaturschätze des .Judentums in zweckmässiger und sachkundiger Ausw<aih] kennen zu׳ lernen. Ferner sind beredts . Schritte unternommen worden, um geeignete ausländische Damen ,zur Ablialtung von Vorträgen und Kursen zu gewinnen.. Sobald die Vorarbeiten abgeschlossen •sind, .werden die Mitglieder zu einer Generalversammlung einberufen werden; in der die endgültige Leitung der Gruppe gewählt werden soll. •Bis dahin er teilen ׳die Mitglieder des iMfetivikomitees und das Agudabureau Auskunft über die Gruppen und nehmen Anmekhimgen entgegen. , . ...; Betty Rotschild in Bratislava. Wien. (AJPB.) Frl. Betty R 01 s c 11 il d, Zürich, die bekanntlich seit Sommer vorigen Jahres in hervorragender ׳Weise an der Ausgestaltung der Beth .fakob-SchuIert'in Poleii mitarbeitet, traf Mittwoch dieser Wöche in Wien ein. Auf ־Ein-. ladung des Pressburger Vorbereitenden Komitees der Aguda-Frau- und Mädchengruppe begibt sich Frl. Rotscblld Freitag flach Bratislava; um dort über die Beth-Jakob-BewegiuiR z11 referieren. - חכרא מבקשי חורה in Bratislava. Sonntag, den-?,März 1926;' fand ׳ unsere 10. ardentlidlie •Generalversammlung•־ •unter besonders zahlreidier Betieligung statt. Im •Rahmen der. Tages־ ordmuig hielt unser Vereinsrabbiner Reb...Sahnen. Unsdorfe.r ein glänzendes Referat über die: Grimcluiig und Eiitwidcliuig 1u1ser.es Vereines während' ׳ ‘•der zdih ׳ Jahre' ' seines Besttifides. Nadi Erledigung der• weiteren :Punkte der Tagesordmmg־ wiüxle zur Neuwahl geschritten!, welche, folgendes Resultat; ergab: Präses Josei Weiss; Vb.epräses Max Frommer :, Kassier. .Leopold, WinCim; I. Kontrollor Eduard Ulknaiui,' II. ’!Kpntrollpr Isidor Knöpflmachea•; Schiriftriiihre׳r Josef (Röseuberg; (BiMöt liekar' Josef KnöpUmadier; Ausschussmitglieder Adolf Braun., Isak Schönbeiger, Adolf Köhn•, ׳Armin iHertzog, lArmiu Grünliut, David Siliiberberg, Artur Salamon, 'Heinrich. Don11ebaum.,und Bela; Bressnitz;׳ als ,Ersatzaussdiussmitglieder. ..Viktor Kästner .und Afex. Weiss. Sljumfeier iii-; PlestanyL- Aus P i e $ t a n y ',schrötßf;'man; uns: Zu einer wahnenעזסחדי.של;י0צ' ׳ 18) J. G. Zahn veröffentlicht im 11. Bande der Zeit- Schrift ״Mitteilungen des hist. Vereines fiir Steiermark“, S. 260, das Faksimile einer solchen Urkunde, welche 1427 in Judenburg der Synagogendiener für Ritter Moritz Wilzer (הפריץ הנכבד מ אריץ, ב י. ל צ ע ר) ausstellte. Menachem. Sohn Mosis, ist der Zeuge, den Goldentlial. der die Urkunde übersetzte, als Kantor '!bezeichnet. Dieses של. neben dem dort noch. etwas ',Unleserliche steht, heisst aber wahrscheinlich nicht שליח צמר sondern שיחיה לימי□ טובים , eine Segensformel. die der unterschreibende Menachem dem Namen seines Vaters ׳hinzufügt. Aus'technischen Gründen biingen wir einen Teil der ״Tschechoslowakischen Nachrichten״' an dieser Stelle. Tagung der podkarpatskä-russisetieh Landesrepräsentanz. Am 32. Adar, tagte ,in K!i r älylbäiza die Landesrepn'isentauz der ikarpafilianiissisdlieu Gemeinden.,׳Es waren er- ' schienen die Herren Rabbiner S c :11 ׳reibe r-Beregszasz, .1. H. D 11׳ s c h :i n s k y-fHuszt,!Rotten b e r g-Kasiinp, Gh. M.,!Ha g e r-Vulkovce. M. B e r gm a n n-Jassina. C11. .). G 0!1 id ׳e n- •be rg-Svaljaiwa, Josef• 1Löiwy4Krraiyhäza, A. Liielb.ea־- ina nn-Bielke!und fast sämtliche Laieranitglieder ׳der Repräsentanz. Oiberrabbinieir ■ A. G qr ün!w,a 1 id-Uzliorod( liess sied! ent-' schuldigen. Gberratobiner •S c b 1r <e •fb e ,r ־führre ,den Vorsitz und eröffnete ׳die Siteung. mit einer warmen Ansprache, fn welcher, er die schwerwiegenden Ereignisse der letzten Monate •schilderte •und ׳die Versammelten!aufforderte, ihre Meinung .dör ernsten ׳Lage entsprechenid vorzutragen. ׳Die!Herren Martin G r 0 s s-Tiaoevo, Heiniricih Wei s zaBätyiu• and Mdor •S;tein4־ berge r-Muzsäly ׳wurden ׳zn Sdhriftführem,.;beziehungsweise Authentif'ikatoren ־uojninienr. Als .׳erster .sprach Qberraibbiner D u schi nis ky-tHiuszt ׳in •sehr Kindn'ngl'iahen Worten über ׳die Lage ׳und berichtete über ׳dje Resultate der aclit Tage ׳zuvor von ihm nacöi Huszt einberafenen Versammlung aus. •den Zsupanaten tMa ra׳mar0׳sch nnd Ugoca.: ,Gleich dieser Ver- ׳ Sammlung forderte er auch die ׳jetzt ׳tagende gesetzlidh ׳ (und statutengeanä ss ׳e i n z •i g leg a 1 e V e r t r e •t 11׳ n ׳g der karpat־ho׳r׳ussi״seben Ge•in•e5nden ׳auf.!©egen.•׳die vor; einigen Monaten erfolgte׳ Suspendierung der, karpathorussisdien Organisationsautonomi׳e entschieden Venwabrung einznlegen und; die" EinheitMikjeiil der: Organisation, mit den "slpwäjdsdhen י יום ם פ׳ כי תשא in..'.'"Restai1.raht ׳ Wäidler abgehalterie :י Sijüinfeier auf ימס׳ נדר׳ •Es'fanden siöh ein •der 'Gemeindßvörstdh#׳yt1Kl viele בני תורה und , בע״ב:אוהבי תירה . Auf Antrag Sr. -Ehrw; h Oberrabbiners Weher wurde' beschlossen; eine ש״0 חברה m.. gründen, mit. der: Aufgabev aUjälirlicJi׳ unter den :'רה Y'W בניי ganz ש״ם ‘ zu verteilen. t-Zum Anschluss an den Verein ■ werden audi• die ׳Nadi'bargemdnden änlfgeforderi-. Zu .•Gabo׳im-1־w0rden die Herren Leopold;D. 0 na-1. h, .:Aron Wäidler und,Salomon C. r o s s m a n n gewählt. •Beim Festessen sprachen•-..דמי־ו׳ד.חורה die Herren Obberrabbiner Weber., .Rabbiner Fßi.chJiiyal und J. A, Weinberger.. Zum Sclilusse dankte Herr Israel Grün San Namen der Anwesenden Herrn 'Wälidler,'׳für׳‘'׳d!i!e gelungene Zubereitung der Tafel und Hern! J; 'Abeles - für ' das Arrangement;'' " -.-• ׳ .• , . .-..LirlX Sijum. üi Ser.ed. n•. V- Man berichtet uns• aus,S e r e d n. V•: Unsere ש״ם הברא ' beendete מס׳ שבת Aus diesem Anlasse, wurde כי תשא'S יום א׳ im Hause unseres Herrn Oberrabbiners A\. A. Eckstein .ein Sijupifest veranstaltet, das den Gharakter einer schon שמחהשל מצוה trug.. Unser Herr Oberrabbiner hielt—- nachdem er : חריפ1ת vorgetragen hatte — eine tiefdurchdachte, inhaltsreiche und von allgemeinem Beifall begleitete ,1^.,ךרשך .welcher er die Anwesenden besonders zu לימור תורה ברב׳ anspornte. Es sprachen• ausser ihm noch unser ״חית Lehrer ,Herr T. L ö w y und die Herren Leopold Gross und Gerson Stadler. Unser Oberkantör und mehrere Teilnehmer trugen mit gesanglichen Vorträgen zur Hebung des Festes bei. Jakob Zwi Glück ז״ל• Aus UngrBrod wird uns.be-. richtet: Am ש׳ 0׳ שקלים ist hier Herr Jakob Zwi Glück im' 63. Lebensjahre verschieden. נפלה עטרת סהלחנו Wir haben unseren besten und edelsten der Gemeinde Verloren, Der Verblichene war eine hervorragende, markante Persönlichkeit unserer Gemeinde, ein מ51לנ!fTTl und □ירא שמים ברבי• Mit edlem Eifer kämpfte er jederzeit für die Erhaltung‘und Festigung des Glaubens und trat denjenigen entgegen, die an den heiligen Traditionen zu rütteln versuchten. Obwohl er als Kaufmann überbürdet war, widmete er sich dennocfi guten und edlen Werken צדקה וגמילת חסדים• Er war ein tüchtiger מוהל vernachlässigte 'sein Geschäft, wo es hiess, eine: -מ ■צי! ה auszuüben, er war Obmann der חברה קד׳ und Vorsteher- Stellvertreter der Gemeinde über 20• Jahre. Der Heimgegangene war ein hervorragender Schüler des alten Suranyer. יגאןן. Rabbi Fciwel Plaut und des שבט סיפר.ז״ל Bei der הלר׳ hielt ein Jugendfreund des. Verblichenen, Oberrabbiner B. S e i d 1 aus Galanta» einen tiefempfundenen Nachruf, bei welcher Gelegenheit Herr Oberrabbiner Seidl uns viel מוסר sagte und die Gemeinde aufforderte, für die Erhaltung der תורה nnd יראה mehr Opfer zu bringen, damit Ungarisch-Bröd eine Ausnahme von allen anderen Gemeinden Mährens bilden soll; Möge השי׳ית unserer Gemeinde Trost spenden und der .gramgebeugten Witwe und ihren Kindern den grossen Schmerz; lindern! 3 תנצבה• R׳