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Jüdische Presse · 1926-03-05 · 10 (5.3.1926) · p. Seite 77

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Journal
Jüdische Presse
Volume
12 (1926)
Issue
10 (5.3.1926)
Date
1926-03-05
Page
Seite 77 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 10 JÜDISCHE PRESSE Seite 77 I i Tsch Die Bratislavaer öemeindewahl. In der Pressburger Oemcindeangelegenheit ist in den letzten Tagen eine Wendung eingetreten. Seit der Betrauung des bisherigen Vorstandes mit der Weiter•׳ führung der Gemeinde bis zur Beilegung des Zwistes durch ein legales Schiedsgericht im Sinne der Statuten' war wenig geschehen, was sich als zweckmässig erwiesen hätte, eine befriedigende Lösung herbeizuführen. Die beiden Parteien beharrten auf ihrem Standpunkt, ohne; von der Stelle zu weichen und diejenigen, denen es daran lag, die orthodoxen Körperschaften zu unterwühlen, nahmen' diese Geineindeangelegenheit zum Vorwände, um eine Hetze zu inszenieren, von der man wahrscheinlich auch nach Jahrzehnten noch sprechen wird. Erst die ־ denk-1 würdige Droschoh, die Se. Ehrwürden Herr Oberrabbiner Schreiber am 7. Ada!' hielt, brachte eine Aenderung,' die hoffentlich den Weg zu einem normalen Gang der Gemeindeführung freimachen wird. Im Anschluss an den Hesped auf Verstorbene des Jahres wandte er sich an die ganze Gemeinde in einer zweieinhalbstündigen Rede mit Mahnworten, die hunderte Menschen aufs tiefste erschütterten. Er zeichnete die grossen Aufgaben des orthodoxen Juden in der Gegenwart und forderte vor allen Dingen die Er־; haltung der jüdischen Gesittung in Haus und Familie nicht weniger wie im Leben der Gemeinde und ver^ urteilte mit den schärfsten Ausdrücken die fortschreitende Demoralisierung des gesellschaftlichen Lebens durch unjüdische Veranstaltungen, die man ״unter jüdischem Namen“ auch in orthodoxe Kreise einzuführen sich bestrebt. Er brandmarkte den בזיו' ההורה den man durch! Missachtung der Träger der Thora herbeiführt, einzig und allein aus dein Grunde, weil diese ihrer Pflicht gemäss׳ sich für den Schutz der Interessen der Thora einsetzen. Es war dies das erste Mal, dass der Herr Oberrabbiner•, seit den Wahlvorfällen seine ganze Gemeinde versammelt, sah und pr benützte diese Gelegenheit, um seinem Schmerz über die beschämenden Strassenkravvalle und die Verrohung der Sitten, die dabei zutage kamen, mit beredten und bewegten Worten zum Ausdrück zu bringen. Die! stärksten Worte fand er aber״ als er die Gemeinde bat, dem Hader ein Ende zu bereiten und auf der sicherenl Basis der חיה״ ק die friedliche Entwicklung der Gemeinde ihren Traditionen getreu fortzusetzen. In tiefer Rührung! verwies er auf das Wirken seiner grossen Ahnen צ ״ ל T die der Pressburger Gemeinde den Ruf einer Pflanz- und Pflegestätte des echten Thorageistes sicherten und auf ihr זכות vertrauend, forderte er von den Parteien, dahin zu streben, dass dieser Geist in der Gemeinde erhalten; bleibe. Unter dem Eindruck dieser mächtigen Rede, die alle Herzen erfasste, traten die Vertreter der beiden WahlJ Parteien zu Beratungen zusammen, die diesmal nicht ohne Ergebnis, blieben. Wie wir erfahren, wurde nach langwierigen Verhandlungen zwischen den Parteien ein binde ndes Ueberei 11 kommen getroffen, das bei gutem Willen der J e r e i m beider Gruppe n die geeignete Plattform zur, Anbahnung einer friedlichen .Gemeindeverwaltung! unter Wahrung der prinzipiellen Interessen der' Ort ho d:0׳ x i e innerhalb der• Gemeinde schaffen -dürfte. Der vor Monaten unterbrochene Wahlakt soll durch; Fortsetzung des Skrutiniums in den nächsten. Tagen abgeschlossen werden. Wir werden das Resultat unseren Lesern bekanntgeben. €ל' dm oslo w ak ו J Der ״Gemeindebund“ von Uzhorod. Unser voriger Artikel (siehe Nr. 7) über die von der Uzhoroder Gemeinde vorgeschlagene Errichtung eines ״G emein deb und es“ *für die orthodoxen Gemeinden Karpathorusslands an Stelle der gegenwärtigen orthodoxen Gemeinde- Organisation hat —• wie es aussieht — doch eine grössere Be- ■achtung gefunden, als wir auf Grund der bisherigen Erfahrungen hoffen dürften. Wir wiesen mit Nachdruck auf die unverantwörtliche Oberflächlichkeit hin, mit der die altbewährten, von den grössten Männern der vorigen Generation nach monatelangen Erwägungen und Beratungen auf Grund der Vorschriften de« Rdigionsgesetzes geschaffenen Organisationsfor׳men und Statuten beiseite geschoben werden und die Gründung einer neuen Organisation empfohlen* wird, die wohl den Wünschen und Interessen der Feinde der Orthodoxie entsprechen, nicht aber den Anforderungen *einer wirklich orthodoxen Gemeinschaft genügen könne. Wir legten auch die sachlichen Motive dar, aus denen sich diese sonst unbegreifliche Abwendung einer ganzen Gemeinde von ihren Traditionen allein erklären lässt und knüpften daran einen Mahnruf an all diejenigen, denen das Schicksa1!!. ׳der karpathonussfechen!Gemeinden naihegeht, ziir Selbstbesinnung und Selbstbehauptung. Wir "wussten, dass es in den karpathorussisdhen Gemeinden noch zahlreiche gute Juden alte 11;Schlages gibt, denen das'Herz weint beim An־׳ blicke der Verwüstungen, die in der Seele der naiven Massen durch die holen Phrasen .;des neuen nationalistisch-jüdischen Modernismus ängerichtet wurden und wir wussten auch, dass dort schon manche ׳junge Juden leben, die zum Selbstbewusstsein erwacht und entschlossen sind, den Kampf für die Ideale der Väter auf der ganzen Linie mit flammender Begeisterung aufzunehmeni. wenn die religiösen Führer ihnen vorangehen wollten. Gestützt auf alle diese wirklichen ׳und überzeugurigsfesten orthodoxen Juden riefen wir die rabbinischen Autoritäten, der Gemeinden auf, nicht zuzulassen, d.ass die vor 55 Jahren ins Leben gerufene Gemeinde- Organisation leichtfertig verdrängt und anstatt ihrer eine plumpe Nachahmung der neologen Organisation in verschlimmerter z׳io!u!ist ■i scher Aufmachung den orthodoxen Gemeinden a u f g e s c h w ä t z t werde. In ' der Beurteilung des neuen Gemeindebundes auf Grund der wenigen Einzelheiten, die durch die Uzhoroder Gemeinde darüber bekanntgegeben wurden, waren wir davon fest überzeugt, dass es sich in unserem Lande eine ־ rabbinische Autorität oder,sonst ein sachkundiger orthodoxer Jude unmöglich finden könnte, der diesem Vorschläge seine Zustimmung geben würde und wir zweifelten mit gutem Grunde daran, ob der Entwurf der Uzhoroder ■Gemeinde dem ׳Uzharadeir Rabibinat überhaupt vorgelegt wurde. Auf unseren Artikel reagiert nun der zionistische Advokat Dr. Juskovits, der bei der Gemeindeversammlung in Uzhorod die Gemeindebund-Resolution unterbreitete und als in braunen S c h a c h t e 1 n laut Attest Sr. Ehrwürden des Herrn Oberrabbiner Simon Schreiber aus Erlau כשר verlässlich koscher כשר auch heuer wieder in garantiert reiner und ausgiebiger Qualität zu haben bei HEINRICH FRAUCK SÖHNE in Kosice Diese Fabrik steht unter Oberaufsicht des Herrn Oberrabbiner Simon Schreiber und unter ständiger Kontrolle von Sr. Ebrwürden ernannten frommen jüdischen Aufsehern, so dass sämtliche Erzeugnisse verlässlich koscher sind und also von jedem Glaubensgenossen das ganze Jahr hindurch gebraucht werden können. Beachten Sie beim Einkäufe im eigenen Interesse, recht genau: die braune Farbe der Schachtel, die Schutzmarke KAFFEEMÜHLE und die Unterschrift HEINRICH FRANCK S3HNE. Urheber des ganzen Planes betrachtet werden musste, in einem Artikel, der in der jüngsten Nummer des ״Z s I d 0 N e p 1 a p“ erschien. .Der •Artikel enthält eine Menge solcher ,Ungdiaierlichkeiten, ■dass wir uns nicht berechtigt sehen, iilin zu übergehen. Wir lassen 'ihn 111er in wortgetreuer Uebersetzung aus dem Ungarischen ungekürzt folgen. Dr. Juskovits schreibt: ,,,!Das in Wien erscheinende ׳־ agudistiscihe Blatt;״Jüdische Presse“ ist darüber sehr erbittert, dass ich die Institution der alten grossen Rmbträien ‘kritisiere u'nid an Stelle der Zentralkanzlei Besseres zu empfehlen wage. Anstatt •sachlicher Gründe, isiucih t es ,persönliche und so ׳bin iah im Interesse der.Rettung der Institution gezwungen, die Entstehungsphasen das Gemeindebundes aufziizä'hlen —, obgleich ich sie geheim halten wollte. Gegen die Zentralkanzlei.-sind unzählige Klagen laut - geworden und die Repräsentanz der Ungvarer israelitischen Gemeinde entsandte eine achtgliedrige Kommission zum Studium der ganzen Frage und zur Stellung von Anträgen. Bevor die Kommission ernstlich an die Arbeit ging, ersnahte sie den Oberrabbiner der Ungvarer Gemeinde, Herrn Abraham Griinwald, um seine Meinungsäusserung und dieser!erzählte nach einigem Zögern und ich stenographierte es nach, dass die Zentralkanzlei bei ׳uns nicht eine einzige Angelegenheit erledigte und dass er selber genötigt war.!in einigen Angelegenheiten sich einzumengen und diese allein m erledigen. Er sagte', dass in Podkarpatskä Rus, wo es neologe Gemeinden nicht gibt, die Gemeinde orthodox bleiben könne, auch wenn sie sich keinerlei Zentralkanzler anschliesst. Er halte daher die Errichtung einer Zentralkanzle1 — für den Fall, . dass die Ungvarer Gemeinde als solche nicht allein bleibt — ■nicht fiir nötig. Ueber die rabbinischen Leiter habe er — so sagite er — seine •Meinung; er halte es nicht für unbedingt notwendig, •dass ein Rabbiner!der Leiter sein, solle. Die weitere Arbeit leisteten wir nach diesen Grund- Prinzipien des Herrn Oberrabbiner, u. zw. die mit Rabbinatsbefäbigung ausgestatteten Herren Aron Rosenfeld, . Josef Reichfeld, H. B. Griinberger, mit den Herren früheren Präses der Zentralkanzlei Leopold Rottmann, ׳Gemeinde-!Präses Isidor Weinberger, Philipp Stern und Jenö Deutsch, ׳welche, mit Ausnahme von Jenö ■Deutsch, der Zioniist ist, aber in bezug auf Ernst und Religiosität alle Genannten übertrifft, allesamt der chasidischen Richtung angeboren. Und wenn diese Herren, mit" uns Zionisten verhandelten;, so taten sie dies nur deshalb, weil die sahen, dass wir ohne jede Nebenabsicht nur die durch die Zentralkanzlei in Ver-, wahrlosung gebrachte Ordnung der Kultusgemeinden in Auge haben. Der Herr Oberrabbiner von Ungvar war während der drei Monate der vorbereitenden Abeit über die Gescheh- -!nisse vollständig informiert, alles gesoliah nach seinem Willen, was /schon bewiesen wird, dass er in der Lage gewesen wäre, gegen jeden ihm etwa ■missfallenden Be- Schluss seinen Eni'fluss geltend zu machen und er dies nicht 1 einmal versucht hatte. Zum Gemeindebund hat demnach der Herr Oberrabbiner den Grundgedanken gegeben, und fromme Juden mit Rabbmatsbefäihigung haben Ihn in׳ eine Form gegossen ,und es können heute nur diejenigen gegen ihn Einwendung erheben, die von der grossen Generalversammlung der Kultusgemeinde nicht zu Mitgliedern der delegierten Korn- imission gewählt wurden, d. h. wer sich in seiner persönliehen Eitelkeit verletzt fühlt. Die Kultusgemeinde hat den Vorschlag der Kommission einstimmig angenommen und wir müssen Ihn somit durchführen, und wer wirklich ernstlich die jüdische Ge- Atelier für Goldstickerei- Arbeiten MARGIT WEISS, Bratislava, Gyurkovitsgasse t7 (In der Nähe des Hauptbahnhofes) übernimmt alle einschlägigen Arbeiten (auch Reparaturen). Mäntel, Paroches, Chupes etc. auf Grund langjähriger ausländischer־ Praxis in gediegenster künstlerischer Ausführung. meinde liebt, wird dem Willen der Gesamtheit kein Hinderniss in den Weg legen. Ich kann einen jeden beruhigen, dass das. was die Träger der obigen Namen nach den Plänen des Ungvarer Herrn Oberrabbiners fundiert und gestaltet haben, dem Judentum nur zum Heile gereichen kann. Ich höre auch den Vorwurf, dass der,Gemeindebund nach neologem Muster geplant ist. Wer das sagt, kennt d!e Organisation der neologen Gemeinden nicht und im besonderen kennt er nicht die Organisation der Gemeinden in allen europäischen Staaten, weil unsere Organisation mehr den Geineinden-Organisationen der modernen, demo, kratisdien, europäischen Staaten gleicht als der Organisation der neologen Gemeinden. ׳Davon abgesehen aber, kann noch wäJirend der Ver- Handlung über die Statuten eine jede Einwendung behandelt und Aenderungen daran vorgenommen werden!. Niemand wird sich vor ernsten Einwendungen verschliessen und die Delegierten werden sich sicherlich bemühen, dass sie unter Vermeidung der alten Fehler eine Organisation ins Leben rufen, auf welche sich der Frieden׳ und eine bessere Zukunft der Gemeinden aufbauen kann.“ Das sagt also nicht wenigen, als dass es nicht zonistisclie und amtier,thodoxe Gesichtspunkte waren, die 'den Plan des neuen Gemeindebundes reifen Hessen, sondern, dass es der Oberrabbiner von Ungvar selber gewesen sein soll, von dem angeblich der Gedanke zur Vernichtung der bestehenden orthodoxen Organisation ׳atisgegangen! sein soll und er soll es auch gewesen sein, der die Hand dazu bot, eine Körperschaft zu schaffen, die die rabbinische Würde grundsätzlich mit Füssen tritt und den Rabbinern von vornherein jede entscheidende Autorität für die Organisation abspricht, wie der Uzhoroder Entwurf .deutlich zeigt. Diese Behauptungen deckt Dr. Moriz Juskovits mit seinem Namen. Seine Mitteilungen erregten •solches Aufsehen, dass unsere Redaktion sich genötigt sah, Sr. Elirw. des Herrn 0 b e r n a b b i 11 e r Griinwald .in Uzhorod zu befragen. Wir erhielten darauf das nachfolgende Antwortte,legramm: 111״ Angelegenheit des Gemeinde Verbundes wurde iah weder befragt, noch offiziell in Kenntnis gesetzt. Es wurde mit mir diesbezüglich jede Fühlungnahme unterlassen. Bewusste Resolution ist mir schon gedruckt im Privatwege zum Augenschein gekommen lind da ich keine andere Gelegenheit zur Aeusserung hatte, habe am 7. Adar dis erste sich mir darbietende Gelegenheit ergriffen und ,in äffe 11tlieber Drascha dieses Projekt der schärfsten Kritik unterzogen und mit vollster Entrüstung zuriiekgewiesen. Bei ' im ״Zsido Neplap“ angeführter Gelegenheit, war vom Gemeindeverband absolut nicht die leiseste Erwähnung. Bei dieser Gelegenheit habe ■ich wiederholt nachdriicklichst betont, •dass in einem Lande, wo eine orthodoxe Organisation vorhanden ist, jede Gemeinde, die sich dieser nicht ' ' anschliesst, aufgehört hat, orthodox zu sein, welchen Namen immer sie auch trägt. Jedoch aber in einem solchen Lande, wo eine Organisation nicht existiert, wie. z. B. in Polen, meiner Meinung nach, jene Gemeinden, die auf streng orthodoxer Basis gegründet sind, als solche bleiben können, auch wenn sie sich nicht organisieren. Demzufolge in Karpathoruss, wo keine neologen Gemeinden sind, können die Gemeinden orthodox bleiben, wenn eventuell keine Organisation zustande kommen sollte.“ י־ . Oberrabbiner Griinwald, Man vergleiche!׳'Da wurde ein Rundschreiben an׳ samtliehe Gemeinden des Podkarpatskä Rus gerichtet, J11 dem den Gemeinden zugemutet wird, •m i t e i1 g e 11׳e.n •H ä n den d i׳ e Sah u tzm a 11 e r niederzureissen, .'die sie jahrzehntelang vor den Gefahren der religiösen Neologie ebenso bewahrte, w׳ie sie sich jetzt noch gegen die st ä r k s t e n'Anst, ii r me der zionistischen und nationalistischen Zerst ö׳r ungsversuche bewährt und •man hat den Mut, diesen Meuchelmprd an der orthodoxen Organisation als einen Selbstmordversuch hinzustellen. Der Ungvarer Oberrabbiner dementiert auf das entschiedenste die Mitteilung des Dr. Juskovits. Die öffentliche Meinung wird sich ihr Urteil bilden. Damit ist aber auch der Plan des Gemeindebundes endgültig gerichtet, wie er übrigens von jedem klardenkenden orthodoxen Juden hätte verurteilt werden müssen, auch wenn Ihm nicht der Einspruch des Ungvarer Oberrabbiners auf den Fuss gefolgt wäre. , Unverständlich bleiben freilich auch der Schlusssatz in dem Telegramme des Herrn Oberrabbiners von'Ungvar, aus {lern _ wenn nicht ein Schreibfehler vorliegt — die Schlussfolgerung gezogen werden könnte, als ob auch der Herr Oberrabbiner den Gedanken nicht von vornherein von sich weise, dass es vom orthodoxen Gesichtspunkte zulässig sei, die gegenwärtige orthodoxe Organisation als nicht bestehend zu betrachten, all!die ■תקנות für welche sich hunderte נתלים וצדיקים ’mi״t Ihrem Her zbl!ut׳e ei rtis o!(tz t en׳, glattwegs aus dem jüdischen Gemeindeleben zu eliminieren und die Gemeinden Podkarpatskä Rus. mit einer Handbewegung in den. unorganisierten Zustand der polnischen 'Gemeinden zu. versetzen. Im Interesse der unzweifelhaften Klarheit und Wahrheit des orthodox-jüdischen Organisationsprin׳zips!, das seit Jahrzehnten sowohl nach dem Religlonsgesetz als auch nach den geltenden Gesetzen des Staates für alle orthodoxen Gemeinden der früheren ungarischen Landesgebiete bindende Kraft besitzt, darf nicht unterlassen werden, auf das bestimmteste festzustellen, dass die Verhältnisse, unserer Gemeinden mk den ganz anders gearteten Gemeindeverhältnissen in Polen in keiner Weise verglichen werden dürfen!. Abgesehen davon, dass weitblickende jüdische Führer in Polen seit!längerer Zeit um die Schaffung einer orthodoxen Gemeindeorganisation gleich der unsrigen sich bemühen und dass für den Fall des Zustandekommens einer solchen Organisation auf Grund von Beschlüssen sämtlicher גדולי התורה והיראה auch dort eine jede Gemeinde aufhören würde, das Vertrauen einer orthodoxen Gemeinde zu gemessen, wenn sie sich von der orthodoxen Organisation ausschlösse, kann man doch die Verpflichtungskraft der orthodoxen Organisation, die uns allen schon längst in Fleisch und Blut übergegangen ist, nicht einfach mit einem Achselzucken aus der Welt schaffen. Wenn dort keine orthodoxe Organisation bestände und eine solche niemals bestanden hätte, müs9te ,sie jetzt angesichts der zionistischen Zerstörungsarbeit S® “ schaffen werden. Unseres Wissens gibt es ln. Uzhorod auch. Rinft ne ml ose Gemeinde, wenn sie auch ein kümmerliches;

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