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Jüdische Presse · 1926-03-05 · 10 (5.3.1926) · p. Seite 78

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Journal
Jüdische Presse
Volume
12 (1926)
Issue
10 (5.3.1926)
Date
1926-03-05
Page
Seite 78 (sequence 6)
Language
German
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Nr. 1ח Se!te 7S JÜDISCHE PRESSE Dasei» iiiilirt. Jedenfalls können neologe Gemeinden jederzeit gebildet werden. Feststehende Tatsache ist aber unleugbar, dass die Podkarpathorussischen Gemeinden seit Jahrzehnten auf das o r 1110fd 0 x e O r g־a11 i sfaLi onssta tat v e rj.fr" I i cd| öe t und an dieses Statut alsolange gebunden sind, als sie auf orthodoxe Geltung Anspruch erheben. Dieser Organisation haben die grossen orthodoxen rabbinisdhen Autoritäten des Podkarpatskä Rus ihr Leben lang angehört und sie alle würden mit ihrem letzten Blutstropfen sich dagegen wehren, wenn man ilmen auch nur Im entferntesten zimuitcte, ihr untreu zu werden. Ist es möglich, dass der Oberrabbiner von Ungvar, der So dm und Erbe des grossen ערוגת הבישם hierüber anders denkt? Civis Judaeus. Die ״national-hebräische“ Literatur und das religiöse Judentum.!In den Nummern 3 und 6 unserer Zeitung veröfifeiit-!Lichten wir ׳eiimige Bemerkungen über die Gründe, w!eswegen das orthodoxe Juidentum genötigt!ist, gegenüber den Erzeugnissen der unter!den Auspizien des neujüdischen Nati011׳alisrm1s entstandenen modernen sogenannten ,‘,hebräiisehen“!Literatur ei,n׳e ׳entschieden ablehnende Haltung eia zu nehmen, obgleich .gerade da׳s orthodoxe Judentum die geistigen Güter!des jiidisülieni Volkes •wertzuschätzen gewöhnt ist. Unter den Anklagen, die das hislorisc'he Judentum gegen den modernen, richtiger ׳m od e r 11 i s t i s c h e 11׳ Neomationalismais erhebt, steht uieht an letzter Stelle der ׳breite Riss, ■der «ich ׳seit Beginn der H!a s ka l׳a — der Mutter des heutigen zionistischen! ,Nal'ioiiiaiismus — in der jüdischen Literatur!auftat und sic v.ielilieiieli't auf Generationen hiinaus in .zwei einander entgegengesetzte uirve nsö 11,1111011 e Teile ׳schied:!in ,einen rei'iigiös orientierten, in der Thora verwurzelten ■und vom Geiste 1d׳e׳r Thora getragenen ׳und in׳ einem!un-, wenn nicht 1antiireiigiö'Seni, jeder Originalität baren!n a t.i ohalis t/i׳s c׳h.e n Teil. ׳Die grosse ׳Kiuit, die — iieiute noch nicht jedem sichtbar*— d!a׳s ganze jüdische Volk in der ׳Gegenwart unvermeidlich in ein;historisch - r c 11׳i giiö se s, t h o r a z•c 111 r i .s ch e s und. cn'm iza'on'istiscii -׳natli o• n a;llii s־t.i s c 111 es, p׳a l:ä s t in׳a ze n t ri!sch c s Judentum spaliten muss, ׳machte sich ׳ zuerst 1i.11 der Literatur :fühlbar. Sie!Ist umfänglich ׳nur in der Literatur in deutliche Er-־ scheiinung getreten ׳und hat von dort erst :ihren 'Weg ,iins praktische Leben gefunden, wo «Ile das grosse Problem des jüdischen Volkes zu werden droht. ׳Diese liier arische ״Trennung" — wir konstatieren sie ׳heute!bloss, behalten uns aber vor, sie ■bei einer anderen Gelegenheit aiisifühirlüch zu behandeln .und 'ihre Wurzeln im einzelnen auf zudecken — zieht sich bereits durch!alle Geiste «gebiete ohne Unterschied der Sprache ׳und der Liiteratairgattimg. Sic ׳kommt überall ■dort izmr Auswirkung, wo Juden ,geistig öder künstle risch schaffen und!sich ׳eine. Bahn ibrechen zur jüdischen Seele. ׳In der ■in he׳ b׳r ä li s cih e r Sprache geschriebenen׳ Literatur ■tritt diese relMiche :Scheidung besonders krass zutage. Da führen von dem ׳einen 'Feil nur sehr weinige und sehr schmale Brücken zum anderen,. Die ׳reiligionslosen matio׳nälen ״Hebraisten“ haben keiine Ahnung von ■der ganzen reichen ׳religiösen Literatur - des Judentums, sie ■sind ״Am-haarazim"!in d!es Wortes populärer Bedeutung und!wölben es sein. Die ׳Anhänger ׳des hlstonisehen Judentums wiederum müssen s'iali ■von dem ׳Geiste der :nätnii'OMnaliiisiti s c!11 ein Ers.che intim gen der ״,hebräischen“ Literatur abgestossen., sehr oft sogar aingew'idert fühlen1 und haben, jedenfalls allen Griund,!ihre J u g e m d von den Einflüssen dieser Literatur fermzu halten. . Wie sehr dieser!Zustand .auch iin michtortihodoxen zionistischen :Kreisen, allmächtig!in, seiner ganzen Bedeutung .für ׳die Entwicklung der niahtreligiiösen hebräischen Literatur erikumnt wird, ׳beweist ein bemenkenswerter Artikel, .der vor elitiigen Tagen in ׳Nr. 11 vo׳m 9. Februar der liin Berlin herausaeigeibenen offiziellen1 iziioiniistischen■ Zeitung , J ü d 1 ■s c 1h e R 11׳ in ■d ׳s c h ,a u" aus ׳der Feder .׳eines der. •tüchtigsten und ׳gründlichsten zionistischen Schriftsteller, Dr. Abraham .Schlesinger ■Ln ׳Buchau a.!F. .erschienen ist. Der Verfasser beifasst sich ■in diesem Artikel mit ׳dein Rückgänge in der ׳״nationalen“ Litera rische n Produktion -in letzter Zeit!und führt ■diesen Verfall zurück auf den Mangel an Interesse, der sich trotz allem grösst,ueriisdien ■G׳erede unter׳ den Zionisten für ■hebräische Sprache und Literatur zeigt. Er führt aus, •dass ׳diese' Literatur von, den Assim.i!a׳n׳te׳n (darunter versteht n ■au!heute utifrommie! Juden, die sich 11• i cih t ■zum Zionismus bekennien wollen,) eine Förderung ■rocht zu ׳erwarten ׳habe und setzt dann!folgendermessen fort: ״Zu einer ähnlich lunfreundLichen Stellungnahme ist., wenn •auch ans anderen Gründen, die Orthodoxie, genötigt. Sie ׳muss sich von den meisten Erzeugnissen, der modernen hebräischen׳ Literatur Inhalt 1 li c .11 ■abge- •stossen füblem, w׳e׳.i,l •der die Mehrzahl unserer ׳h e u t i g e n 11׳ ■e ,b r ä i s c 11 ׳e 11 D I c 111 •e r u n ׳d S c •h r .L f t- 'ste'ller ■beseelende Geist dem ihiriigen fremd •oder zuwider ist. Vor einiger Zelt war 111 ,Jescliurun“, dem ׳wissenschaftlichen Organ der deutschen Orthodoxie, ׳ein Aufsatz veröffentlicht, ׳der ,auf ■Biiallik Bezug hatte. Nur ein :kleiner . Teil , seiner Schöpfungen wurde für ״jüdisch“ befunden. Gilt das ׳schon bei! Bialik, der von •allen ׳lyrischen 1Dichtern ׳der neuen hebräischen Literatur zweifellos den Quellen und dem Geiste des historischen Jude nt ums am!nächsten •steht, was mag dann ein Orthodoxer erst bei Ts eher nachowski fühlen, •trotz einiger •sehr ״jüdischer“ Idyllen ■und sonstiger Gedichte ׳oder vollends bei S c ihnen r, K a h ,a n, S chiLm ono w ׳l׳t ,z ׳usw. Kann ■man es!ihm verdenken, ,wenn er sich bestenfalls ׳dazu verstellt, ■die :paar ״jüdischen“ Gediehte .,zu lesen, die •schliesslich ■bei ahnen allen zu entdecken sind, im •übrigen aber es vorzieht, •bell• seinen• Tahnui.df0 11 antem zu bleiben und sich ׳den ׳n e u ׳e a r a •b b 1111 s c •h ׳e n S c ׳h r 1 f ■t e •n in hebräischer Sprache, die es ja auch gibt, zuzuwenden? Versetzen ׳wir uns in ■die ■Seele ׳des orthodoxen Juden, so ׳wird ׳sein gleichgültiges und abweisendes Verhalten gegenüber dem nicht 1ausgesprochenen religiösen T׳e:il der neuen hebräischen Literatur ,vollkommen ib e g r!e!iflich. Darf solcliermassen unser modernes hebräisches Schrifttum weder •bei den Liberalen noch bei den Ortbodoxen auf Beachtung und Pflege rechnen, welches Publikum bleibt •ihm ׳dann noch? Einzig und allein die Zionisten, die Zionisten sämtlicher ׳Richtungen, von den . ■Mi sr a c11 i s b!e;n Ibis ,z׳u ,den ■Poale Zion: der Teil dei J'udenheit, der ״nicht nur die ökonomische und politische, sondern auch ׳die geistige Wiedergeburt, des jüdischen Volkes“ erstrebt.“ (Hier sehen ,wir •also einen ehrlichen׳ und bewussten Zi 0 allste n, der sich aus propagandistischen Gründen in den Fragen d׳e!r Prinzipien einer Selbsttäuschung nicht! hingeben will, fast wörtlich dieselben ׳Gedanken ,zun! Ausdruck bringen•, die wir seit jeher Vertretern Interessant ist dabei auch׳ ,׳dass dieser .gründliche Kenner ■der ziomistisehen Bewegung (er Ist ,der Verfasser eines der besten zioniistischen ■Bücher •über den Zionismus) .bei den' Misrachisten sehr zutreffend uiolit dieselben religiösen Voraussetzungen erblickt, wie ■ bei den ortbo doxen Juden. Bieiachtenswert sind auch seine Feststellungen über ׳das Verhältnis der Zionisten zu •den ״Assimilanten“ •in, ׳prakliisehen Leben: ״Worin unterscheidet sich eigentlich der deutsche Durchschnittszionist, ■vielleicht' ׳sogar mancher einheimische ״Führer“ des deutschen Zionismus, Von ■seiner, ״assimilatorischen“ jüdischen Lands lernten? Abgesehen von de!r offiziellem Partei zugeh öriiigk'eit mit allem ,for- ׳mellen Drum und ■Drain, .und abgesehen ■davon, dass der eine •für zionistische, der andere für sonstige •Zwecke Geld samme!t, wli•r;d iin a 11 gein•e 1 11׳ e!11 :sc 111 ׳>v e r e ■i .11• e .w 1 r k 1 i c 11 e Verse 11 i ׳e d ׳6׳ au 11 e :i t, ׳c 111 e Ve r s c 111 e׳d e n 11 e i t des YV e s e 11 s u n ׳d . V .e rh a 11 e 11 s, au ■f z uf .i nde n ,s•e 111. ■Dem ״■jüdischen“ ״Gesetz“, das ausser seiner religiösen ׳Bedeutung •zugleich eine eminent nationale besitzt, stehen‘die meisten ״allgemeinen“ und erst ׳recht die Linksgerichteten Zio• nisten ehe n s 0 a!b ■1 e 1111׳ ,e׳ n ■d g e g e 11 ii ׳b e r, w ,i e d ■i ׳c 1״ ib ■e r• a 1 e ,11“N1׳ c h t z 1 0 n ii ■s t ׳e 11, s 0 dass je n c genau so ׳umj1ü׳di1i׳scih,, .d. 11, ׳ge 11 au so ass.imii liiert leben w.i1e diese. Können aber hier ,wenigstems scheinbar ndTigiüse, bezw. antireligiöse ■Gründe vor,gebracht ■werden!, so ■lässt stich gegen die ■Pflege und Förderung ׳der ,hebräischen Literatur schlechterdings keine Ausrede ■geltenid. machen. ,Unterbleibt jetzt ׳wieder •der Erweis, die!Bewährung, die Bestätigung, •einer besonderen zionistisallem Gesinnung, dann ist ■eine .solche einfach ■nicht vorhanden׳ ,׳dann sind ״Zionismus“, ״Na- ׳tiou'aljiid'entum“, ״geistige Wiedergeburt“ hohle Phrasen — Worte, Worte, Worte.“‘ So sagt er von ■den. de 111 s cji c .11 Zionisten, zu, ׳denen er gehört und die er täglich ׳beobachten• kann. Wir aber wissen׳, dass all dieses von• ■unseren tischechos 1 0 w a ‘k i s 011 e n Z10 n 1 ■s •t e •11 ׳i n n 0 c .11 .weit 11 ö!11 e r e m G 1* a d e gii 11. . J. J. B. Für das Bikur Clioliin-ffospital in Jerusalem. Vor einigen Monaten wurde in Bratislava von einem Vertreter des grössten und bedeutendsten Krankenhauses im Heiligen Lande eine Sammlung zugtinsten dieser Institution veranstaltet. Vor einiger! Tagen langten die Originalquittungen für diese Spenden an. Dieselben sind im Bureau der A g u d a s J i s r 0 e I (Turnergasse 14-16) in ■Empfang zu nehmen, wo aiicli die Photographie^ eines warmen Empfehlungsschreibens von der .Hand R a b b i C h a;i m Sonnen fei d s zur Einsichtnahme aufliegt. Quittungen sind für folgende Spenden angelangt: Brüder Lieberniänn, Dawid Wollner (je 100); Ch'ewra Kadischa, der Neologengemeinde, (50); Dawid Kraus, Rabbiner Dr. Fuhk, Alexander L׳uria,. (je 30); I. Fleischmann (25); Philipp Benedikt, Isidor Pappenheim. Juda Grünwald, Samuel Sternfeld, Stern, &. Comp., Rosenberger ,(Spitalgas.se), Bernat ■Körbei, Frau Kolm, Fischer 6l. Adler, Mgses Katzburg,. Dawid Kästner, Arnold Kärnpfner, Brauhaus, Lazar Gstettner, Rosa Deutsch, Philipp; Neumann, Otto ,Weiss, Efrairn׳ Lieber, Frau B. Fuchs, M. Deutelbaum, ■M. Kältmann, Pinkas Friedmann, Dr. -Viktor Weil, Samuel Bosingej (je 20), Eduard Menzer (15); Unionbank (Bratislava), Dawid Haberfeld,; Hermann Steiner, Sam. Haberfeld, Pinkas Link, Sariclor Reis; Dr. Stein, Oberrabbiner A. Schreiber, Pinkas• Schweiger, Simoii Neumann, Lazar Nachmias, Wolf Kohn, Moses Kästner, Jakob Lachowitz, Jakob Katz, Dr:. Reis, .Goldstein & Popper, Brav, Simon Fisch (je tsch. K 10); Herz (7); Kohn & Stalier, Brüder Freidlieb, Josef. Fischer, Hermann Richter, Moritz Deutsch, Dr. Fisch, Bernat Weisz, Andor Nguschioss, Wolf Q'iiitt, Wasservogei, Dr. Tomascho'f, Dr. Sipos, Moses Friedmann,. Simon Höfbauer, Josef .\Vimmer, Abraham Grünwald, Josef Heinovitsch (je 5). Diese segensreich wirkende Anstalt wird auch für die Zukunft ׳den Milgliedern der Agudas Jisroel und allen Menschenfreunden bestens empfohlen. Vortrag in der BratislavaerC Agudas Jisroei-Ortsgruppe In der Agudas Jisroel-Ortsgruppe von Bratislava wurde der Beschluss gefasst, den Mitgliedern in kürzeren Abständen als bisher Gelegenheit zu geben, sich über jüdische Angelegenheiten zwanglos auszusprechen. Zu diesem Zwecke werden Vorträge abgehalten und im An- Schluss daran wird je nach Wunsch über die behandelten׳ Themata diskutiert. Diese freien Zusammenkünfte den Mitglieder haben auch einöri grossen organisatorischen1 Wert, abgesehen von dem Vorteil, dass es mir auf diese Weise möglich wird, bei den Mitgliedern der Aguda eine einheitliche und sachkundige Meinung über die Fragen des allgemeinen und des lokalen jüdischen Lebens herauszukristallisieren. Diese neue. Einrichtung wird von den! Mitgliedern freudig begriisst und man erwartet. von ihr eine recht wünschenswerte rege Anteilnahme der weitesten׳ Kreise an den Problemen des Judentums. Der erste Vor- Vortrag wurde ׳ תרומהD מיש״פ von Rabbi■ Mosche Weiss bei gutbesetztem Auditorium gehalten. Von Herrn . David Haberfeld herzlich begriisst, begann der Redner mit einer kurzen Skizziernng des Aguda-Programmes und der von der Agudas Jisroel Fisher sowohl auf prinzipiell gesetzestreuem als auch aüf dem praktischen Gebiete erreichten Resultate. Er freue sich besonders, konstatieren zu können, dass die Organisation überall für die jüdischen . Grundsätze eintrete und strenge darüber wache, dass] der traditionelle Charakter der Gemeinden und der anderen! jüdischen Institutionen keinen Wandel erfahre. Vom allgemeinen zum einzelnen übergehend, gelangte er zum wichtigen Programmpunkt der Erez J i s r o e 1 - K o 1 o n isation auf bedingungslos religiöser Grundlage. Das bildete das Hauptthcrna seines von ausserordentlicher, und reicher Belesenheit zeugenden interessanten Vortrages. . Ausgehend von den Anfängen der pründung des J i s c h u w! Ha.joschon durch die grössten Männer des Judentums, betonte er die grosse , Bedeutung der Kolelim und ihre! Verdienste um die Besiedlung des Heiligen Landes und entwickelte ein Bild der mit der Kolonisation zusammenhängenden religiösen und halachischen Probleme an der Hand der einschlägigen Literatur von Rabbi Juchuda Alkalai und Rabbi Hirsch Kalischer bis in die Gegen-: wart. Anschaulic und überzeugend zeigte er,״welc!1 grosse Mizwoh die Kolonisation Erez . Jisroel ist, vorausgesetzt, dass sie in jeder Beziehung den religiösen Anforderungen׳ entspricht und dafür sorgt, dass Erez Jisroel als Land . des G-ttesheiligtunis•׳ und nicht choliioh als St.ätte des religiösen Abfalles neu ersteht. Mit einem wärmen Appell an die Mitglieder der Agudas Jisroel, die Erez Jisroel- Unternehmungen der Organisation mit allen Kräften zu fördern, schloss der verehrte Redner seine lichtvollen Ausführungeil. Nach den Dankesworten des Vorsitzenden ergäiizte noch Herr Braun die Darstellung des Vortragenden nut einigen Details über die allgemeinen Prinzipien der Orthodoxie, die ebenso wie bei allen Tätigkeiten der Aguda auch bei der Arbeit für Erez Jisroel zur Geltung gelangen. Den Versammelten bot dieser crst<^ Vortragsabtnci e׳nen solch reichen, geistigen Genuss, dass diese Veranstaltungen sich ohne Zweifel steigender Sympathien erfreuen werden. Den nächsten Vortrag hielt Rabbi Jakob Faber am 4 ע״ק חישת יבור Uhr nachmittags, über ״Amolc k“. Das ״grosse Verhören“ auf der Pressburger Jeschiwoh. Die Pressb'itrger Jesclmvdh hatte am 9. Aclar wieder ihren grossen Tag. Der alten Sitte gemäss fand •das ״grosse Verhören“ Im Haaptsclviur ■im Beisein des iBes-din der Talm׳id!e Cliochomitni der Gemeinde und zahlreicher Freunde der Jeschiwoh statt. Solbsfcverstänidlieh sah man unter den Gästen auch die Väter, •die ihre Söhne auf der Jeschiwoh haben. Se. Ehrwürden Herr Oherrahhiner Schreiber Hess ausnahmslos alle T!alm׳kli1m heraiirafen und richtete an sie ■Fragen, die in die Tiefen ׳der behandelnden talimidischen ■und halachischen Probleme drangen. Es ,braucht nicht ׳erst •besonders vermerkt m werden, •dass, der ehrwürdige Leiter ׳der Pressburger Jesohihvoth sich als Examinator ׳ersten Ranges erwies, der sich schon nach wenigen Sätzen des Schülers ein genaues und zutreffendes Urteil über seine geistigen Fähigkeiten und namentlich über seinen Lerneifer zu bilden vermag. Man hatte während des. 'Wintersemesters einige schwierige סוגיות in ]חולי 'DD . zu •bewältigen und da bot sich •den Talmudim der Jeschiwoh, reichliche Gelegenheit, ,Beweise vom gründlichen und umfassenden Kenntnissen! zm ־ erbringen. Herr 0‘b.rrabbiuer‘ Schreiber zögerte auch nicht mit seiner Anerkennung dort, wo er sich beim Verhören Gewissheit darüber verschaffte, dass.' der Schüler seine Zeit im Sinne ,der Jeschiwoh wertvoll verwendete ׳und sich mit ausdauerndem Fleissc der Erforschung unseres heiligen Schrifttums widmete. Man merkte es ihm an,’ welche Freude es bereite, feststellen zu dürfen, dass fast sämtliche Schiller den hohen Anforderungen entsprechen, die er' an sie stellt, and dass sie trotz mancher Entbehrungen, die ihnen die materiellen Verhältnisse ׳der Jeschiwoh amferlegen1, dennoch mit ungebrochenem •Fleisse dem ״Lernen“ obliegen.׳ Die anwesenden Talrnide Chachomim gaben ihrer ' Genugtuung über den geistigen Genass, den ihnen die Prüfung einer 'בל עה״ר so zahlreichen Schäleranzablt bereitete; dankerfüllten , Ausdruck und beglückwünschten den Jeschiwaleiter zu dem schönen Lehrerfolg., Am Schlüsse des Verhörens geleitete ein kräftiger י חי-Ruf aus hunderten Kehlen den Rabbi aus dem Lehrsaale. Nach dein Verhören erhielten 10 Schüler Stipendien aas der׳Stiftung des Herrn Josef Fürst, die bestimmiungsgemäss jedesmal nach dem Verhör des Wintersemesters verteilt werden. Rabbi Simcha Abeies s. A. Im Alter von 62 Jahren ist der Rabbiner der ״TJferes Jehuda“־Gemeinde in New-, york, Rabbi Simcha Abeies, einer plötzlich aufgetreten'en, tückischen Krankheit zum Opfer gefallen. Der Verblichene stammte aus Waitzen bei Budapest und ist vor 22 Jahren! nach Amerika gekommen. Er war der Schüler des Pressburger Rabbiners, des Schewet Sopher s.. A. In den Synagoge und im Hause hielten die Rabbiner Benjamin Guth. Dr. Philipp' Klein, Müller, Tennebaum, und der Schwiegersohn des Verstorbenen, Rabbi Friedmann-Allenville bewegte Trauerreden, in welchen der Verlust der Orthodoxie beklagt wurde. — Am Ende der Trauerwoche hielt der Verband der gewesenen Schüler der'Pressburger Rabbinatsschule in der Chassani-Sopher-Synagoge, eine Trauerfeier ab. Samuel Bettelheim zeichnete das Bild des Verstorbenen, in welchem er den Lehrer seiner Kind1־ heit, den treuen Freund und Verwandten betrauerte. Rabbi A..B. Goldberger, Dr. Samuel, Büchler, Rabbi Mantel, sowie Rabbi Klein hielten Trauerreden; Oberrabbiner Josef Ab e 1 es., Velke Sarlati, betrauert im Verblichenen seinen, Bruder. כשר של פסח Frankl-KaffeehlUTZmRMB Unsere Ware wird aus Rohmaterialien, die aus dem eigenen ,wirtschaftlichen Betriebe hervorgehen,. bergestellt. Ferner vermeiden wir aufdringliche kostspielige Reklame und sind dadurch in der Lage, denkbar beste Qualität preiswürdig zu geben. Unsere Ware steht vom Rohprodukt angefangen bis zur Expedition der fertiggestellten Ware unter Oberaufsicht Sr. Ebrw. des Herrn J o s e f A b el e s, O b e r r a b b i 11 e r der orthodoxen Gemeinde in Vellfe S-rluby (Nagy Sallö), ist .daher unangezweifelt verlässlich כשף נעשה תחת השגחת הרב הגאון מוהר׳ר יוסף אבעלעס אב״ד בק״ק וועלקע שארלוה׳ יע״א. בשר בלי שום חשש ופקפוק כלל אפילו למהדרין מין המהררי Achten Sie auf unsere Schutzmarke: Kaffeesack ln allen einschlägigen Geschäften erhältlich. EDUARD FRANKL, VELK& SIAROVCE bei Velkö Sarluhy (Slovenskoj. Einhe rat sockt" ' 29 Jahre alt (gewesener ישיבה בחוף) aus achtbarer Familie. Anträge unter ״Strengste Diskretion“ an die Bralislavaer Adm. Keren Hatora Unterstützt insgesamt über 500 Thoralehranstalten m Palästina, Oesterreich, Litauen, Lettland, Polen. Rumänien usw. mit insgesamt 250.000 Schülern.! Spendet für Keren Hatora• Ost. Postsparkassen• : konto Nr■ 143.056 22

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