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Jüdische Presse · 1926-02-12 · 7 (12.2.1926) · p. Seite 53

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Journal
Jüdische Presse
Volume
12 (1926)
Issue
7 (12.2.1926)
Date
1926-02-12
Page
Seite 53 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 1, JÜDISCHE PRESSE Seile 53 T selie « Im os lo *wir si k Uzhorod. Gebe der . Allgütige, dass wir irren, aber die Zeichen deuten darauf, •dass< dieser neue Name des alten ״Ungvar“ in der nächsten Zeit 'im Zusammenhang mit den' Fragen des Judentums unseres Landes wieder des öfteren wird genannt werden müssen. Hs scheint, dass mit dem Namen dieser berühmten Gemeinde; in der viele Jahrzehnte hindurch ragende Männer der ־ räbbinisehen . Welt und mancher verdiente ״Laienfiihrer“ zum Segen des Judentums und zur Stärkung und Erhaltung!der teuersten Güter des Judentums gewirkt haben, nunmehr ein ganz neuer Ton mitklingen wird. Von diesem neuen Uzhorod aus nimmt seit einigen Wochen eine Bewegung ihren Ausgang, deren Ziel zugestandener-!nassen die Organisierung!der orthodoxen jüdischen Gemeinden in Podkarpatskarus auf neuer Basis ist. Seit *Jahren führen die zerstörenden Elemente aller Art einen Satanstanz in den karpathorussischen Gemeinden auf. Dieses Landgebiet mit starker jüdischer Einwohnerschaft hat das Unglück, eben durch ihre dichten jüdischen Massen wie kein Teil sonst in unserer Republik die Aufmerksamkeit einiger Prager Zionisten oder — wie sie sich jetzt am liebsten nennen — Nationalisten auf sich gelenkt zu haben. Von diesem Augenblicke an war es um den Frieden und die Eintracht, besonders aber um die religiöse Gesinnungstreue und Lebenseinheitlichkeit, die!der dortigen Judenschaft ihren Stempel aufgedrückt haben, für viele Jahre geschehen. Es war nicht schwer, auch zwischen die Gleichorientierten unter den verschiedensten Vorwänden die Fackel der Zwietracht zu stecken, die dann wieder alle Ordnung und alles, was dort von dauerndem Bestand schien, drauf und drüber kehrte und aus den jüdischen Gemeinden einen wahren brodelnden Hexenkessel machte. Gewiss, cs waren nicht immer der neuzeitliche Zionismus und seine politischen ' und kulturellen Sonderbcstrebungen, welche den offen zutage liegenden Gegenstand des Haders innerhalb der Gemeinden bildeten- Aber immer wieder machte man die Erfahrung,' dass zionistische Köche das Feuer schürten und den keuchenden Kessel zum Sieden brachten. Keine jüdische Menschengruppe und kein anderes jüdisches Wollen hatte ein Interesse daran, das Bestehende zu verwüsten und die friedliche Konsolidierung der Gemeinden auf der Basis, auf der sie sich bisher mit der gesamten orthodoxen Juden- Schaft unseres Landes als ein festgefügtes einheitliches Ganzes verbunden fühlten, zu unterwühlen und zu verhindern als dieser unheilvolle politische Nationalismus, der unter den bestehenden Verhältnissen unmöglich nennenswerte Erfolge zu erreichen vermochte. Wir konstatieren mit tiefer Trauer, dass dieser wühlende, zerstörende und giftverbreitende Geist sich jetzt eines wirkliehen Erfolges rühmen darf. Und dieser Erfolg knüpft sich an den Namen Uzhorod. Denn die Uzhoroder orthodoxe Gemeinde entfaltet seit einigen Wochen unter Leitung ihres derzeitigen Präses Herrn Isidor Wein berge r eine Tätigkeit, wie sie an leichtfertiger und oberflächlicher Unbedachtsamkeit in der Geschichte unserer jüdischen Gemeinden bisher wohl kaum vorgekommen war. Wir wüssten kein Beispiel anzugeben, wo eine jiidieshe Aktion von prinzipieller Bedeutung mit einem solch empörenden Mangel an Ernst und Einsicht in die Wege geleitet wurde, wie die, von welcher man jetzt mit einem Schrei des Entsetzens aus!den karpathorussischen Gemeinden berichtet. Die obenerwähnten Zwistigkeiten innerhalb der Gexneinden und die bedauerlichen folgenschweren Zerwürfnisse unter den ,einzelnen orthodoxen Gruppen des Landes legten der Reorganisierung der Gemeinden auf Grundlage des alten orthodoxen Statuts in den neuen Rahmen der staatliehen Gestaltung vom ersten Augenblick an die grössten Binder- ‘ nisse in den Weg. Die Leiter der Organisation hatten da Probleme zu lösen, die nur dann Erfolg verhiessen. wenn ■die gesamte orthodox gesinnte und orthodox lebende jüdische Bevölkerung ihren guten Willen und ihre aktive Mitarbeit uneingeschränkt in den Dienst der guten Sache zu stellen bereit war. Die Versuche, diesen Problemen beizukommen, mussten sich naturgemäss in Wellenlinien bewegen; bald schien •der :Erfolg zum 1Greffen nahe, 'bald wieder rückte •er in eine solch weite Ferne, dass es der unerschütterlichsten Ueberzeugung von der religiösen Notwendigkeit dieser konstruktiven und reorganisierenden Tätigkeit bedurfte, um nicht zu verzweifeln. Man wusste bei allen wechselvollen und blitzartig sich wandelnden Erscheinungen der dortigen innerjüdischen Kämpfe, dass Bruder gegen B r.u der anstürmt, und hoffte, mit Aus- •datier und Beharrlichkeit die streitenden Brüder schliesslich doch wieder zusammenzuführen und sie geeint und vereinigt für die gemeinsamen heiligen Ziele arbeiten zu sehen. Deshalb strebten die besten und weitblickendsten Männer in den karpathorussischen Gemeinden, die einheitliche Organisation aller rechtmässig konstituierten orthodoxen. Gemeinden, die der tschechoslowakischen Republik angeschlossen wurden, unver• ändert beizubehalten. Deshalb wurde auch dieser von allen Gemeinden (mit Ausnahme von Munkacs) unzweideutig zum Ausdruck gebrachte Wunsch von der Bratislavaer Zentrale und den anderen Foren! der slowakischen orthodoxen Gemeinde- Organisation nicht zurückgewiesen, obgleich es sicher war, dass der Anschluss der karpathorussischen Gemeinden in vielen Be- Ziehungen eine schwere Belastung für diese Organisation bedeuten werde. Erst als die Verhältnisse in den karpathorussischen Gemeinden sich so gestaltet hatten, dass in ihnen durch die gesonderte Organisation ein stärkerer Widerstand gegen äussere Anstürme zu erhoffen war als durch •das Zusammenwirken mit den slowakischen Gemeinden, tauchte abermals der Gedanke• auf, für die Gemeinden des Podkarpatskarus eine eigene Paraillelorganisation auf!den gleichen Prinzipien wie die slowakische zu errichten. Kaum hatten die Zionisten und vielleicht auch manche Nichtzionisten, denen die Prinzipien der Orthodoxie und die bedingungslose Anerkennung des Thoragesetzes in der Interpretation der räbbinisehen Autoritäten unbequem geworden sind, davon vernommen, so schalteten sie sich in diesen Strom ein .und gaben den Organisationsbestrebungen eine Wendung, die für den Bestand der Orthodoxie in Karpathorussland — wenn die berufenen und für• alles, was dort geschieht, vor G-tt und der jüdischen Gesamtheit verantwortlichen Führer sich nicht noch im letzten Augenblicke zu entscheidenden Schritten auiraffen — חס וחלילה zum Verhängnis werden kann. Schmählicher ist wohl noch niemals eine .ganze orthodoxe Gemeinde von der Bahn ihrer Väter ab ge wiche 11, als die C?emeinde Uzhorod in dem Augenblicke, da sie den Be- Schlussantrag des dortigen zii 0 n.i s t i s dh e n Advokaten Dr. Juskovics zur Ablehnung der!bisherigen, von den □גדולי□ וצדיקי der vorigen Generation unter ש D ירח ה נ DD geschaffeneri 0 r g a ת i s a t i 0 n s f 0 r m akzeptierte n n d eine plumpe, vielfach verschlimmerte Nachahmung der Kongress Organisation der ne 0 10ge n Gemeinden vom Jahre 1868 sich zu e i g e n m achte. Der Ungvarer Gemeindepräses versendet nämlich ein Rundschreiben an sämtliche karpathorussischen Gemeinden, in welchem er diese auffordert, die Anfrage des Gouvernements, ob sie eine vereinigte Organisation mit der slowakischen Zentralkanzlei oder die Gründung einer eigenen orthodoxen Kanzlei für Karpathorussland oder aber überhaupt keine orthodoxe Zentrale zur Regelung der gemeinsamen Angelegenheiten wünschen, dahin zu beantworten', dass sie von keiner •dieser Eventualitäten Gebrauch machen wollen, sondern die Gründung eines ״Gemeindebundes“ nach den Vorschlägen der Ungvarer Gemeinde fordern. . Abgesehen davon, dass •dieses Rundschreiben in einem Tone gehalten ist, der sich ganz an die zum Uebermass bekannte Terminologie der Zionisten im Kampfe gegen das traditionelle Judentum und ׳ihre Institutionen anschliesst, sind die wenigen!Einzelheiten von der vorgeschlagenen׳!Konstitution des zu gründenden ״Gemeiindebundes“ schon allein so empörend und frivöi, dass man sich an den Kopf greifen muss, wenn man vernimmt, dass sie von einer grossen, bisher als streng orthodox gehaltenen Gemeinde e ׳i n s t i m m i g zum Beschluss erhoben . wurden. Vor allen Dingen steht in •der Resolution kein Wort darüber, ob sie zuvor dem Uzhoroder •R a b b i n a t und׳ sei es auch nur zur — ״Begutachtung“ vorgelegt wurde. Die höchste Instanz des ״Gemeindebundes“ ist. ganz wie! im Neo'logeristatut von 1868, die Delegierten Versammlung (!die'• . zionistischen Journalisten faseln schon sogar vom karpathorussischen ״Jüdischen Parlament“!), welche aus Delegierten besteht, die von den Gemeindemitgliedern gewählt werden. Je hundert Gemeindemitglieder entsenden einen Delegierten, die dann wieder zehn R a b b 1i n e r nach Gutdünken zu ihren Beratungeii 11 c r a n z i e 11 e n. Die Uzhoroder Gemeinde beeilte sieb auch schon, die acht Delegierten zu wählen, von denen der ״Zsido Neplap“ sich brüstet, dass sie ׳im zionistischen Bureau nominiert wurden. Die Delegiertenversammlung wählt aus ihrer Mitte ein ״Direktorium“ von fünf Mitgliedern, d׳ie nicht Rabb i n e r sein dürfe 11, denen die Leitung aller Agenden des Gemeindebundes und de,r gemeinsamen rituellen Angelegenhe.iten ausschliesslich obliegt. Ausserdem wird von der Delegiertenversammlung ei'111 Rabbi nerkomitec von fünf M'tgliedern gewählt, deren Ansicht das Direktorium und die Repräsentanz bei ׳ihrer Entscheidung in religiösen Angelegenheiten ״anzuhören“ hat. (In der deutschen Fassung des Rundschreibens lautet dieser Absatz: ״In rituellen Fragen entscheidet das Direktorium samt der Repräsentanz auf. Grund des Gutachtens e׳'nes fünfgliedrigen Rabbinatskomitees.“) Man vergleiche mit dieser Ungeheuerlichkeit das ״Kongress“-Statut, welches bekanntlich zur selbständigen O.rgariisation der Orthodoxie in Ungarn, zu der sogenannten ״Trennung“, den entscheidenden Anstoss gab. Das neologe Statut behandelt die Rabbiner wohl nicht viel besser als ׳diese Uzhoroder Beschlüsse, dafür aber massen sich im neologen Statut Körperschäften, aus denen Rabbiner grundsätzlich ausgeschlossen sind, nicht an, rituelle, und religiöse Fragen zu entscheiden. Wir glauben nicht, dass es je eine jüdische Körperschaft gab, in ׳der man einen □תלמיד חב und mag er auch ein מורה הוראה □ישראל sein (was ■in Ungvar offenbar ein gewaltiger Makel Ist!), nicht soviel Fähigkeit zur Beurteilung jüdischer Angelegenheiten ziierkannte, wie einem zionistischen Advokaten. ־ Möge ein gütiges Schicksal die karpathorussischen orthodoxen Gemeinden vor einen! ״Gemeindebund“ bewahren, den solch ein Geist ins Dasein rief! Wir haben in ׳den!letzten Jahren oft genug die . □ושלמי und namentlich ihre religiösen Führer in ׳den karpathoriissisohen Gemeinden •die Bedeutung dieser entscheidenden Zeiten für ihr eigenes und ihrer K li n d er j ii d isch es Los nahezulegen versucht. Noch ist es Zeit, sich zu Taten zu eutschliessen! Morgen schon vielleicht ist es zu spät וידינו על ראשינו Civis judaous. n 1 11 ff 1 « ■M in braunen Schachteln laut Attest Sr. Ehrwürden des Herrn Oberrabbiner Simon Schreiber aus Erlau השר verlässlich koscher כשר auch heuer wieder in garantiert reiner und ausgiebiger Qualität zu haben bei HEINRICH FRANCK SOHNE in Kosice Diese Fabrik steht unter Oberaufsicht des Herrn Oberrabbiner Simon Schreiber und unter ständiger Kontrolle von Sr. Ehrwürden ernannten frommen jüdischen Aufsehern, so dass sämtliche Erzeugnisse verlässlich koscher sind und also von jedem Glaubensgenossen das ganze Jahr hindurch gebraucht werden können. Beachten Sie beim Einkäufe im eigenen Interesse recht genau; die braune Farbe der Schachtel, die Schutzmarke KAFFEEMÜHLE und die Unterschrift HEINRICH FRANCK SbHNE. Zionismus im Kampfe. Keinem denkenden! /!Beobachter der •Entwicklung unseres Ge'meindele.bens während der •letzten Jahre und ׳besonders während der letzten Monate ׳war es ׳von vorneherein zweifelhaft, dass die ׳Rohe, welche ׳die •Zionisten;und ihre ׳rnisrac 11 istischen1 ,Nack äffe r ׳in diesen׳!Kämpfen spielen! wohlüberlegt und, in grossen .Umrissen׳ zumindest, vorbereitet war. Die iBarlamentswahlen waren!bloss der Auftakt .zu dem 1Feldzüge, dessen׳ letztes Ziel — nicht für alle ,;Mitkämpfer“ ׳bewusst — ganz offensichtlich die Zer- Störung der traditionellen jüdischen Gemdirtdie!umd die 1Um-!Wandlung ihrer Trümmer in! eine nationalistische lokale Vereinigung von!Menschenkindern!jüdischer!Abstammung •ist. Wir!betonen dabei, dass ein ׳grosser Teil selbst der Zionisten •vor ׳der hier gezogenen׳ Konsequenz!heute! •noch zuriicikschredken und sich entrüstet .abwendert würden•. Das beweist aber nur, dass diese Zionisten und ihre noch um viele Grade gedankenarmeren ׳Mitläufer zu schieiben •glauben, während sie geschoben werden. Wenn sie das Gegenteil ׳von dem behaupten, •was hier als Endziel ihres wüsten׳ Treibens .klar ausgesprochen wurde, so meinen sie es :zumeist ebenso ehrlich, wie •sie damit ׳beweisen, dass sie nicht fähig sind, ׳die Tragweite ׳ihrer eigenen Hand- ׳hingen zu ermessen und die Gedanken, zu denen sie sich ׳bekennen, zu ׳Ende zu denken. ׳Wir glauben, in solchen Dingen schärfer zu sehen!und •richten im ׳Bewusstsein der ׳ grossen Verantwortung, ,die auf jedem Juden in ■unseren Tagen lastet, unsere •Stellungnahme nach ׳der Gedankenreihe ein, die sich, vom zionistischen Standpunkte ausgeibemd Logis c 111 .11 •nd g e .r a •d .1 i n ii g •ergibt, (Wir können unmöglich Woche •um!Woche!von •den einzelnen kleineren und grösseren .Erscheinungen •unseres •öffentlichen!Lebens, wie sie di.e gegenwärtigen Kämpfe in •den .Kultusgemeinden, zeitigen׳, Notiz nehmen •und sic vom ׳,Gesichtspunkte-־ des orthodoxen Judentums kommentieren. ׳Für ׳uns sind die, sensationellen1 .und in der!jüdischen Presse •viel Staub aufwirbelnden :grossen Ereignisse, wie etwa das Buch des Jerusalemer Universitätsprofessors Klausner, die Taufe Hans H e r z 1 s, die Rede Stephan W i s e s aus jüngster Zeit oder •die elf ,״Katholiken jiidischer Nationalität“ der tschechoslowakischen Statistik, der auf dem christlichen Friedhof in Jassy beerdigte langjährige Präses der rumänischen ,zionistischen iLandesorganisation ׳R o s e'!g ■b a u m, dessen ׳Grub •ein Kreuz mit •11 e 1b r ä ischer Aufschrift .ziert, •und vieles andere aus früherer Zeit •ebenso Beweise dafür, ■dass die zionistische Ideologie bei vielen das jüdische Gefühl bereits soweit abgeschwächt!hat, •dass ihr!Verstand' nicht ׳mehr davor •zurück sch reckt,’ die letzten Konsequenzen׳ der zionistischen׳ •Gedankerovyelt . •zu .ziehen und sie ׳״praktisch an zu׳ wenden, wie die kleinen, von dem ungeübten Beobachter nicht einmal ernstgenommenen •Geschehnisse unserer *1Gemeindekämpfe uns deutlieh sagen, wo der Weg der Zioninsten hinführt, , Wir werden heute!bloss zwei kleine, sehr geringfü'gi.ge •Erscheinungen aus den letzten׳ Tagen! :hier erwähnen. *!el'leiah't stimmen sie manche der gutgläubigen •Mitreisenden׳ etwas nachdenklich. fh Piestany wurden ,von •der -Generaliversammlang der •Gemeinde neue Statuten! .angenommen. Wir :berichteten vorige ,Woche darüber ausführlich. •Diese Statuten sind ■den gegenwärtigen׳!Bedürfnissen einer orthodoxen!Gemeinde angepasst und •basieren ׳selbstverständlich aut dem Schulchan Aruch. Die Zionisten von Piestany waren gegen die .Annahme dieses. Statuts. •Man sollte!meinen׳, nicht als Ob sie mit dem iSahulohan Aruch auf!Kriegsituss ständen, sondern einfach deswegen, weil sie!überall dagegen sind, wo ■die orthodoxen Juden dafür sind. iH'ier hatten sie sogar ׳subjektiv!Ursache, dagegen,;zu• •sein.' Das wäre also ganz in •Ordnung. Das 'Häuflein Zionisten wehrte sich gegen die Annahme eines Statuts, das .ihnen vielleicht un.angeineihm •werden ■könnte; •die Ge-!rneinde!beschloss trotzdem ,für das •Statut. Was ׳hat aber dabei d e r IS c 1h 1u 1 c 11 a 11 A r u c 11 g e s ii n d ig t? Die Bratislalvaer ״Jüdische Voikszeitung“, die liebenswiiirdige ׳Freundin der Orthodoxie und seit ije Organ •für Zionismus und alles, was im Judentum sonst wider die Orthodoxie •ankämpift, musste natürlich .zu der Statuten- .angelegenheit von Piestany das Wort ergreifen. Sie ■lässt ׳sich ׳einen ,Brief aus!Piestany‘ schreiben!, der •ihre!Leser interessieren mochte, Uns erscheint eine Stelle in diesem Briefe sehr charakteristisch, sie lautet wörtlich: ״Man muss kein Gelehrter sein, um zu wissen, dass der 1Schulchan Aruch auch solche Verfügungen enthält, ׳die heute ׳im .jüdischen .praktischen Gesetzesteben nicht angewende't werden. So z. OB. gewisse Vorschriften ■über das Benehmen auf dem!Anstandsorte“ iiisiw. Der Schulchan Aruch hat’s also unseren vornehmen Zionisten angetan'! tim!besonderen!machen ihnen' die הלכות בית הכסא grosse Sorgen. Deswegen also .bekämpfen sie •die!Orthodoxie, weil die Orthodoxie sich starrköpfig, auf den Schulchan Aruch!versteift und dieser Schulchan.Aruclh eine Anzahl Paragraphen׳ enthält, die Anstandsregeln ׳behandeln, ■mit welchen ׳das!Bestreben «der Zionisten ״Zur• 39010^32

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