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Jüdische Presse · 1926-02-12 · 7 (12.2.1926) · p. Seite 52

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Journal
Jüdische Presse
Volume
12 (1926)
Issue
7 (12.2.1926)
Date
1926-02-12
Page
Seite 52 (sequence 4)
Language
German
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Seite 52 . ז’‘. ־*..,. t unserer Jugend,• n!ureine jtu die;Tiefenjüdischer Massen hinein- 'gefrasene'Propaganda fiir die Idee der Orthodoxie die Situation .retten kann. Jene, die es glauben, dass heute eine andere Möglichkeit' gibt 'der• zionistischen Gefahr'* zu entraten, irren sich. Wir würden es .für einen Fehler halten, •die» oppositionellen Versuche innerhalb' der .orthodoxen"Gemeinde■"in Budapest ׳an!bagatellisieren.. Wir hoffen, dass die Führer dieser grossen, diiroli ihre Institutionen.■’.'■;durch ihr Scliul- ־lind Wohlfahrtswerk hervorragende Gerrdnde aus dem Schicksal vieler orthodoxer Gemeinden’ die Lehre ziehen und rechtzeitig die .bewährten Mittel ergreifen werden, zu welchen ihre Schicksalgenossen in Europa meist zu spät, wenn auch nicht allzuspät greifen mussten. ei HAcHRiemm m Der Birnbaum-Vortrag verschoben. Dr. Na tan B i r nbäum spricht nicht diese Woche Samstag nachmittags iin Festsaal der Jugendgmippe. Zeitpunkt dieses Vortrages wird noch bekanntgegeben. Mitteilung an die Aguda-Mltglieder. Das Central- Hotel, Wien, FL, Taborstrasse 8a, wurde von Bratislavaer Glaubensgenossen erworben. Vollständig neu renoviert, besitzt es Zentralheizung, kalt- ׳und warmfliessendes Wasser und Teleplion im Zimmer. Treffpunkt der Aguclas-Jisroel-Mitglieder, weiche von den Zimmerpreisen, ■die S 5 bis S 6 pro Tag betragen, 10 Prozent ׳Nachlass ,erhalten. E. Subvention des Keren Hathora. W1 0 n. (AJPB.) Die .LandesVerwaltungen des Keren Hathora in der Schweiz, Vorsitzender R a b b. 1B r 0 m, Luzern (Schweiz), Dr. Liebe 11. Prag (Böhmen), Rabb. Dr. Weil, Colmar (Bisass), Jakob Rik'lis (Argentinien) haben׳ der Keren Hatliora-Zentrale ansehnliche Beträge izur Sub venfionffierung der Jeschihvoth ׳ln!Pollen, Slowakei, Rumänien ׳und Litauen bewilligt. Gründung eines Agudas Jisroel-Jtigendverbandes in der ,'Schweiz. Zürich. (AJPB.) •Sonntag, den 24. Jänner fand!in Zürich ׳eine!von sämtlichen׳ Vorständen; ׳der Jugend-!und Mädche'ngruppeti der Agudas Jisroeil der 'Schweiz!stark besuchte Vor Stands tag um g statt. Nach Anhörung der Tätigkeitsberiiahte der ׳einzelnen Gruppe nvientreter n׳n׳d eiin es kurzen Referates vom Herrin Robert ׳G 0 lds c:11 ׳m 1 d׳t aiis Zürich über ״Die Jugend!und ׳die ׳Politik“ trat!man :im die grosse! Diskussion über die ■Aufstellung!eines gem'eiiinsamen Arbeitsprogranitnes ein. 'Die vom fast .allen Vertretern mit grossem ׳Elfer ׳und Ernste geführte Diskussion׳!zeigte die übereinstimmendie Auififassuing, ■in ,welcher Art die Arbeit der Agudas .Jisroel-Jugend 1i!n ■der Schweiz weiter,geführt werden soll.!Der Zusammenschluss ׳sämtlicher Gruppen zu einem Agudas-I'tsroel-Jiigendiverband, ׳der leiinistimmig• an-• genommen •wurde, .soll die Zusammenarbeit der Gruppen fördern!, also auch für ׳den,!Ausbau der ,Aigudäs-Jisroel- Jugendbewegung besorgt sein. Als Vorwort fiir das erste Jahr!dieses Gruppensveribandes wurde Luzern bestimmt und es wurde ׳ gleichzeitig die Abhaltung der ersten Sitzung der Vertreter des Gr.uppen1ver.band.es!auf den 21. Februar festgesetzt. Budapest. Der Tifercsz B a c 11 u r i m - V e r e i 11, der seit seinem Bestände segensreich wirkt und den Mittelpunkt der Elite der orthodox-jüdischen Jugend bildet, hat יתרו 'D מוש״ק סיום auf מסס׳ ״מגילה״ verbunden mit einer ס עורה של מצוה gefeiert, der einen sehr würdigen Verlauf nahm. Der Verein hat vor einem Jahre nebst dem Gernoro Schiur für die bereits an Jeschiwaus gelernten Baclmrim auch einen täglichen Gernoro Schiur fiir solche junge Leute eingefiilirt, die wohl auch früher die leichteren Zweige des Thorastudiums Im Tiferesz Bachurim hörten, aber zum Gemoro-Lerrien erst jetzt erzogen werden sollten. Die Walil des Vortragenden war für den Erfolg des Versuclies ausschlaggebend. Es ist nämlich dem Verein gelungen, für diesen Schiur Herrn Direktor Dr. Deutsch als Vortragenden zu gewinnen, der diese Aufgabe auch mit selbstloser ■ Hingebung und erstklassiger Meisterschaft löste. Aus Dankbarfreit für seine wertvolle Leistling wurde seitens des Vereines trotz des kleinen Umfanges des Lehrgcgenstandes eine grosse סעודה של מצוה veranstaltet, bei der auch das ehrwürdige Rabbinat, der verehrte Gcnieindepräses, der Obmann der Schasschewra und Chewra-Kadischa und der als Gast hier weilende ehrvv. Rabbiner L. Fürst aus Csuz erschienen waren. Zuerst wurde von Direktor Dr. Deutsch die מסכת׳ mit einem sehr gelungenen Hadran geschlossen, worauf die Mahlzeit einen sehr animierten Verlauf nahm. Als erster Redner hat der Präses der Lehrkommission der T. B., Herr Wolf Siissmann,. in schönen Worten den Dank und ׳die Anerkennung des Vereines dem Vortragenden ausgesprochen und besonders auf die hochwichtige Bedeutung des zweiten Schiur hingewiesen, wie auch die jungen Leute zum pünktlichen ־Erscheinen .der Vorträge auch weiterhin aufgefordert. Hierauf schilderte Direktor Dr. Deutsch in seiner gewohnten Eloquenz die heilige Mission, ׳des T. B. in der Hauptstadt, und die Jugend ebenfalls zum fleissigen. Lernen anspornend. Die weiteren Redner haben mit ihren schönen דברי תירה die Mahlzeit gewürzt. Es haben gesprochen elirw. Rabbiner J. Steif, Herr Unger (Vizepräses der T. B.), Herr M. Pfeffer, Herr A. v. Freudiger, Gemeindepräses, und elirw. Rabbinef V. S 11 s s m a 1111. Zum Schlüsse sprach der Präses . des Vereines, Herr S. v. Freudige r, worauf der schöne Abend mit שירות ותשבחות seinen Abschluss fand. T. E. Budapest. Die orthodoxe israelitsche Kultusgemieimde in Budapest 'hat •am 31. Jänner das neue Schulhaus ihrer Mädchenschule seiner Bestimmung übergeben. Die Einweihung ■der neuen Räume fand unter grossen Feierlichkeiten statt. Gcnieindepräses Abraham von ׳F r;e:u d i g e r. Scliulpräses M. K 1־ e i n würdigten in längeren Ansprachen ׳die ,Bedeutung ■des vollbrachten! Werkes und anerkannten mit warmen Worten die opferfreudige Arbeit des gesamten Schulkörpers, wie die zielbewusste Initiative des Direktors Dr. Adolf Deutsch. Hierauf!hielt Direktor Doktor Deutsch eine Rede, in der er die Arbeit ■der orthodoxen ׳Kultus־ gemeinde auf dem Gebiete der!Erziehung in ׳den letzten sechs [ähren würdigte. Tn eindringlichen Worten wies der erfolgreiche Schulmann auf die Wichtigkeit der j ii!d i sehen .Schulen hin, ohne welche keine jüdische Gemeinde existieren könne. Oradea Mare. Die Tätigkeit der Agudas Jisroel, Ortsgruppe!in Oradea Mar ei macht erfreuliche Fortschritte. ■Die Wahl des Wollocliowitzer Raw, Rabbi Cliaim Meier Hager, ein Dr. Nathan Birnbaum spricht am Samstag den 20 Februar um 8 Uhr abends im Festsaale des Ing.־ und Architektenvereines, I., Eschenbachgasse 9, als Gast der Vereinigung Jüdischer Akademiker über das Thema: *!Der grosse Ein■ same“. — Karten erhältlich in den Buchhandlungen Jos. Schlesinger, I., Seltenstettengasse 5, und Hirschler, ' 1״ Rabensteig 6. JÜDISCHE PRESSE. Sohn des Wizmitzer R&bbe,־ zum; Vorsitzenden der Ortsgruppe scheint eine glückliche Zu •sein. Seine hingebungsvolle Energie und Begeisterung für die׳ Agtida gewinnen immer neue Kreise für unsere Bestrebungen. Aüch die Jugendgruppe hat sich eine neue Leitung gegeben. Der bisherige Präsident. Herr Moses 1 o llak, musste infolge seiner anderweitigen Inanspruchnahme zurucktreten. Jetzt steht ein dreigliedriges Präsidium, bestehend aus den Herren Üdön Grossmann, Gerson Ullmunn und b. oc.11 achter an der Spitze der Jugendorganisation. Die Durchführung der Keren H a ji s c 11-11 w - Aktion■ wurde energisch in Angriff genommen. Fiume. Dank der Initiative von Rabb. Chain! Davvid!H a 1׳ b e r s t a m m, ein ,Enkel des grossen Nousandecer Zadik. wurde hier eine Schass C-hewra gegründet. Die einzelnen Traktäte wurden unter den ■hiesigen Balebatim,!die zum grossen Teil uilmiidei Hachomim sind, so verteilt, dass innerhalb einer Jahrestrist ein Sijurn auf ganz Schass veranstaltet werden könne, Beschlüsse der Berliner Tagung der Foundation. 5״Cr rp1* u4■ Januar־_(J* T. A.) Die vorgestern abends in Berlin begonnene Tagung des Ausschusses der Joint- Ica-Reconstruction Foundation wurde heute zu Ende gefuhrt. Es nahmen an derselben teil: Die Herren Dr. James 7\w°n .(ße,rl[,י(״ Rosenbaum (Warschau), Dr. Klumei (Warschau), Senator Schereschewski (Warschau) sowie die Direktoren Dr. Bernhard Kahn (Berlin) und Dr. Loms Unger (Paris!. Es wurde beschlossen, angesichts der Notlage in Polen sofort einen Kredit von 150.000 Dol ar zur Stärkung der bestehenden Kreditkassen flüssig zu machen. Ferner wurde die Anleihe von 50.000 Dollar, ehe an die Zentralbank der jüdischen Kooperativen in Kowno gegeben worden ist, genehmigt und eine Reihe von Bewilligungen für Kassen in Rumänien, Tschecho- Slowakei und in anderen Ländern in Aussicht genommen, ts fand eine spezielle Sitzung mit den polnischen Herreif * Vk1n ^•r t er Notlage in Polen beraten worderi ISK9erwP,r,ekt?r’ ״Herr Dr• Bernhard Kahn, wird sich nächste Woche in' Polen aufhalten und dort Informationen sammeln die in Amerika als Grundlage für die Hilfsarbeit ־ dienen sollen. Die Wiederaufnahme der Joint-Arbeiten in Polen und die Orthodoxie. Warschau. (!AJPB.) Anlässlich ׳der Anwesenheit des ,europäischen׳ Joint-Direktors Dr. Bernhard Kahn 1׳n Warschau fand ,im der Wohnung des Senators Kafael bcheireschowski; ׳eine ׳Konferenz der Vertreter ,samthoher (judisaheir!Parteien statt. Die Orthodoxie war durch Se/rtilaittor Mein!deillsi°,h.,n,! Rioseahauim, und l. M. L,e׳wlilm .vertreten׳. ■Dr. Kahn .unterrichtete ׳die Veitrefcer!über die!Prinzipien ׳der künftigen Arbeit des Joint, ln!der!Diskussion haben ׳die orthodoxen Vertreter Mendelsohn ׳und!1. M. Le wir a uf die ■s tiefem tterfche!Behandlung hinge wiesen!, dine in ,de;r Vergangenheit -der Orthodoxie zuteil ■ward D.r. Kahn versicherte ׳die V-e,r׳treifer, dass •es nicht dlne Absicht der ,amerikanischen JointaFührer sei, .die Urtlioaoxia zu benachteiligen, .und sie werden nun sicherhch für .eine ent sprechende Vertretung de!• Orthodoxie Sorge tragen,. Die Agudavertreter bei Dr. Kahn in Warschau. W a,r s c 11 ,a u. (AJiPB.) •Anlässlich seüner Warschauer An- Wesenheit. ־ nahm •der JoinGDirektor Dr. Bernhard Kahn die Gelegenheit ׳wahr, mit den Vertretern der Aguda z,u konterneren!. Die 'Konferenz fand ,am 7. Sahwat statt und• ,nahmen ׳daran seitens der Aguda Oberrahbiner Sejm-' ׳efe/putat Melier Salnapira, Gerneinderat Jak-oib Trookeniheim, 1. KoseiiibaiiiiTi ,und •I. M. ׳Lewin teil. Die Reorganisation der Agudas Isroel-Jugendgruppt! Biehtz-Biala. Es ist endlich die heissersehnte Zeifl gekommen, wo die Agudas Isroel-Jugendgruppe Bielitzlala, nach einer Pause von zwei Jahren reorganisiert werden konnte. Im hellbeleuchteten Bes-Hamedrasch untei grosser Beteiligung aller thoratreuen Schichten, fand eine Versammlung unter Vorsitz des Herrn Ch. B. Wolf statt. Die Rede des Herrn Vorsitzenden machte einen1 ausgezeichneten Eindruck.• Dann sprach Herr Salomon Langer. Er entwickelte das Programm der Agudas Isroel und schilderte die politische Vergangenheit und die Tätig-׳ keit derselben auf dem Gebiete des Chinuch und die wirtschaftliche Arbeit in Erez Isroel. Der Rede folgte starker Beifall. Nachher ergriff das Wort Herr ^F.1 ^abaPorl• In seinem Referate führte Rapaport aus,' welche grosse Gefahr dem orthodoxen Judentum droht falls es nicht organisiert ist, und appelliert an die Ver^ sammelten, sich an die Agudas Isroel anzuschliessen. Auch diesem Redner wurdestarker Applaus gezollt. Dann begriisste Herr Meschiiem Halberstamm. Sohn des Bialaer Raws R. Aron Halberstamm, die Versammelten und <׳erwies nachdriicklichst auf die Wichtigkeit der Agudas Isroel. -Dann wurde zur Wahl geschritten. Folgende Liste wurde durch Akklamation gewählt: Vorsitzender Herr C11. B. Wolf. Vize-Vorsitzende: Herr Salamon Langer und Herr F. Rapaport. Sekretär Herr Leib Herzinger. Kassier Herr M. M. Rapaport. Beiräte die Herren: M. Halberstamm. Ch. Isenberg, Naftali Reis, David Rand, Sal. Weizmann, Rachmief Kula. Mit einer kurzen Ansprache schliesst cler Vorsitzende die Versammlung und die Versammelten gehen in gehobener Stimmung unter chasidischen Gesängen auseinander. Die erste Konferenz der orthodoxen Frauenorganisationen!in Polen. Lodz. (AJiPB.) Am 22. ׳und 23. Adar ׳wird!liier!die ׳erste Konferenz ׳der orthodoxen Frauen- •Organisationen B’mobil Agudhh .Jisroel ׳stabt,finden.!Bereits!tneihrere Vertreter verschiedener ׳orthodoxe,r Frauenorganisatiomen ׳des ,Ausland,cs!haben!ihr Erscheinen an,gemeldet. Grosse Skandalaffären beim Bodenverkauf durch Misrachi in Polen. Verhaftung des Misrachi־ Präsidenten L e \v i n E p_s t e i n. Warscha u. (AJPB.) Noch ehe die Entrüstung über die Missbrauche bei cler Führung der Koloniegründung durch den so׳ genannten Jabloner Rebben abgeflaut ist beschäftigt sich die polnisch-jüdische Oeffentüchkeit mit einer neuen Panama-Affäre ärgster Sorte. Der Misrachi hat im vergatigenen Jahre unter grossem Aplomb den Verkauf von Boden in Erez Jisroel begonnen. Es fanden sich zahlreiche Juden, die auf die etwas schwierigen Bedingungen eingegangen sind und dem Misrachi ihr Geld — vielfach ihr ganzes .Vermögen — anvertrauten, fiir welche Summen diesen die Zuteilung von Boden innerhalb der von Misrachi angeblich erworbenen 17.000 Dunam in Em'ek Jisroel zugesagt wurde. Schliesslich• stellte sich heraus, dass der Misrachi wohl das Geld entgegengenommen hätte, aber keinerlei Boden besitzt. Das Drängen der getäuschten Bodenkäufer wurde täglich heftiger und führte schiiesslieh zur Verhaftung des Misrachipräsideuten Lewin-Epstein. ־ Der Misrachi ist nicht imstande, den Verkauf des Bodens zu ratifizieren, noch das empfangene Geld zu־ Tückzugeben. Er bietet 60 Prozent als Ausgleichsquote. Diese neueste Panama-Affäre hat grosse Erregung ausgelöst und es kam zu ernsten Zwischenfällen mit tödlicher Bedrohung cler Misrachiführer und zu einer Stör־ lnung des Misrachilokales, ,wobei die Fenster und Ein־ Nr.' 7־ . richtungsgegenstände zertrümmert wurden. ... Interessant ist, dass der Misrachi versucht hat, dit Schuld fiir diesen schweren Missbrauch mit dem Geld der armen jüdischen Bürger auf Agudas Jisroel abzuwälzen. Er behauptet, dass Agudas Jisroel' seinerzeit den Boden ausgekauft hätte. Zu dieser Tendenzanwendung nimmt das Zentralbureau des Keren Hajischuw in Warschau in einem offiziellen Dementi wie folgt Stellung: ״Im Zusammenhang mit der grossen Affäre des Misrachi wegen des. Bodenkaufes von ״Menuclio Wenachalon“ hat der Vertreter des Misrachi Herr Stereinsky, behauptet, dass der Boden? den sie bei Hachscharath Hajischuw gekauft hätten, durch Agudas Jisroel ausgekauft wurde, wodurch der Boden verteuert wurde und Misrachi auf den Kauf verzichten musste. Von seiten der Erez Jisroel-Zentrale der Agüdas Jisroel wird erklärt, dass diese Nachricht jedweder Grundläge entbehrt. Die Agudas hat nie einer anderen jüdischen Organisation Boden ausgekauft und es ist ihr überhaupt kein Fall bekannt, der mit dem erwähnten identifiziert werden könnte. Es ist absolut unfair, sich dadurch rein־ zuwaschen, dass man seihe eigenen Verbrechen cler ״Aguda“ in die Schuhe schiebt.“ Agudameeting in London. L a n d o .iv (AJPB.) Zu Ehren ׳des Laniewescher Raws. S ejm׳die׳p utat Rabb. K a-!11a.11 e!m a'-nn,!fand ■Tuier unter!d!e!m Vorsitz von!Rabbi' Zimmer manu ein grandioses!Meeting!statt.!Der Vorsitzende Ibegriisste!den vor,ahnten Gast u,n׳d hob «die ■Bedeutung. seines Besuches für das jüdisch-religiöse Leben in England!!hervor. iRabb. Kali am em an,11 gab!seiner Freude darüber*!Aus- ,druck, dass ׳er ׳endlich ■mit ■der englischen Judemheiit in!nähere V1e11bim׳dung ,getreten׳ ,sei. Wohin •aucih seine Reise ׳geführt hätte, überall habe ׳e;r stänke Sympathien •für die Agüdas Jisroel gefunden. Er betonte die Notwendigkeit, durch eine gute Organisation die versprengten Eilnzel• glieder .zusammenizulassen.׳. ■Mr. Goodmann ihi'elt sodann ein längeres RefeVat ׳über ׳d1i,e!politische Lage der Aguda:! Jisroel, die geigenwärtig nach Ansicht des Referenten ׳besser wäre als ׳je zuvor.!Die Würdigung der Arbeiten und Ziele von Agudas Jisro׳el ׳beim Viölkenbund1, ׳dlie Anerkennung der Berechtigung ׳der 'unabhängigen Orthodoxie finde hei Fneuud und Gegner ,immer t!i!efe,nes Verständnis. Bedauerlieh seii nur!, ׳dass gerade!der britische Vertreter Mr. Ormsby-Gor׳e!auf Grund ,falscher!von ,zionistischer Seite!ihm ibeigebrachter Information über ■Weisen ׳und Wollen ׳der lAgiida falsch ,unterrichtet gewesen sei. Trotz aller Verfolgungen und aller Widerstände ■wird und1 muss Agudas Jisroel ihr Werk ,fortsetzen׳. Redner! schlug vor, an den Völkerbund, ein Dankschreiben zu!richten fiir sein!Eintreten ■für dlie Redite ׳der ׳unabhängigen Orthodoxie ln Palästina.!Nach Untenstützüng des Antrages durch Mr. Jcse׳f Wieill!würde ׳der ־Antrag!einstimmig angenommen ׳und gleich zeitig beschlossen, ein iBegllückwünschunigs- ׳schreiben •an ׳den greisen,!Führer ׳der unabhängigen׳ Or'thodox׳i׳e ׳in Jerusalem Rabbi; Cihairn •Sonnenifeld;zu richten. ׳Nach ׳Schluss ׳der Versammlung!wurde über'diiie •Reorsanister׳uug der Agtida-Arbeit in ׳England' beraten ,und ׳die entsprechenden iBe,Schlüsse! gefasst. Die internationale Hebrew Christian Alliance und der Zionismus. London, 26. Jänner. (JTA.) Die auf einer Koni ferenz in London im September 1925 begründete International Hebrew Christian Alliance, eine internationale Vereinigung getaufter Juden, veröffentlicht soeben ihre Statuten, in׳ denen die Ziele der Alliance wie folgt fixiert werden: Förderung des Geistes der Freundschaft zwischen Juden! und Christen der ganzen Welt durch Errichtung von lokalen Vereinigungen; durch Förderung der geistigen Ent- Wicklung und der Wohlfahrt der bekehrten Juden, die Zeugen für Christentum unter Israel sein sollen;. Interpretation des jüdischen Geistes in der christlichen und des1 christlichen Geistes in der jüdischen Welt; die jüdischen Christen, die sich im Zionismus betätigen wollen, sollen auf Grund der Balfour-Deklaration, die nicht für die jüdische Religion, sondern fiir die jüdische Nation gilt, darin unterstützt werden, dass sie Gleichberechtigung erlangen; die jüdischen Christen werden mit dem jüdischen Volke identifiziert und in ihren Rechten überall dort unterstützt, wo man ihnen Rechte vorenthält; gegen den Geist des Antisemitismus ist überall Protest zu erheben. Ohne selbst eine Missionargesellschaft zu־־ sein, heisst es in dem Statut weiter, 4wird die Internationale jüdisch-christliehe Alliance alle Bemühungen, das jüdische Volk dem Evangelium'zuzufiihren, unterstützen. Das Zentralbureau der Alliance ist in London. Ein jüdisch-religiöses Konsistorium in Litauen? Kowno. (ÄJPB.) De׳r Iniinenummister ׳enliess e;ine Verordming be treffend ׳diie Bildung eines jüd!iisc!h-r1eti1g׳i׳ösen Kor־- sisto.itiims fiir Litauen, welches :die Stelle ׳dieir :von ׳der Re• giiiernng und ׳dem!Parlament aufgehobenen Antono,m!i׳e ׳der jüdischen «Gemeinden einnteihmen soll. Die «Führer ׳der bisher vorhandenen •jüdischen Gemieiiimden! .legten.׳;Protest gegen ■die ,Bildung ׳des ־ Konsis,to!r.iu׳m,s bin. Dc,r Frankfurter ״Isrnel'i't“ bemerikt!in seiner letzten׳ Nummer hiezu: ״Sollte diese V1e!roir1d1n11mg eine Anerkennung d!er 1g׳e!s1e,tzes,t!r׳e11en Bestrebungen zur Bildung ׳der ׳religiösen Gemeinde beden-!teil!, so;wäre!damit ,der Erfolg!der guten jüdischen •Sache ,in •Li!t au eil besfegeilt. Eimer Ause,maad׳er;set'zu,n,g mit ■der bisherigen Gemeinde, ■die nicht mehr zu Recht bestand, bedurfte es für ׳d,ie Regierung nicht. Weitere!Berichte bleiben abzii war ten■.“ ־ Drohende Zwangssonntagsruhe in Lettland. Riga. (AJPB.) ' Die juridische ,Kommission des lettländisclien Sejms hat ׳die ׳Gesetz׳es!vorlag׳e in ׳bezug auf die Sonntagsruhe fertiggestelt. Die Majorität hat beschlossen, dem Sejm ׳einen ׳Gesetzentwurf vorzulegen, 1,11 welchem ׳die voirkommen׳e ,Sonntagsruhe!für alle Betriebe vorgesehen isi. Der 'Gesetzemt'WiUnf bedeutet eine!schwere Schädigung de» )jüdischen' Wirtschaftsin!t׳e,ressen!, (inzwifecheni!wurde ׳de! Gesetzentwurf ׳enfreuliahenweiise zurückgezogen. D. R. der ״J. ,P.“.) Erleichterungen im Bürgerschaftsgesetz in Lettland. Riga. (AJPB.) Dank den׳ Bemühungen des Sejmd&putaten •M. Dübln gelang es im glem fBürgersoliaftsgeserz einige Erleichterungen für Juden zu, erreichen!. Bekanntlieh wohnt!eine grossie׳ Anzahl ’ sogenannter staatslos er Juden ■in Lettland, die bei ,einer Annahme des BiirigeisahaftiSgese-tzes in ׳der ursprünglichen Fassung in eiine schwere Situation :gekommen wären. Eine Aktion zugunsten der litauischen Jeschiwoth in Lettland. Ri׳ga. (AJPB.) ,,Rabbiner Josef L. GureWitsch aus Wilma!weilt!zurzeit in ׳Riga, um eine 1Hilfsaktion für die ׳litauischen J׳escl1woth in die Wege, zu leiten. Spendet für den der Adas Jisroel, Wien, II., Nest oygasse 1 \ Oesterr. Postspark.־Konto Nr. 177,855 Tel. 6566*1־&6 ,3-71־

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