Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 7 (12.2.1926)
- Date
- 1926-02-12
- Page
- Seite 51 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 7 JÜDISCHE PRESSE Seite 51 Die grosse Keren>Hajischub-Kampagne in Amerika. ־' ־»,* Die Konstituierung des Rabbinischen Rates der Agudath Israel in Amerika. Am 11. Schwat 5686. (20. Jänner 1926.) . Brief aus New-York. Wenn einmal ' eine Geschichte ■der Agudath Israel in Amerika geschrieben wird, so wird man Dienstag den 11. Sehwat 5G86 als einen der historisch wichtigsten: Tage im allmählichen Wachstum der Agudath Israel bezeichnen müssen, unterscheidet sich doch Agudath ■Israel von anderen Organisationen .dadurch; dass ׳in jedem Lande — wie auch in der Gesamtorganisation — die Thora-Grössen an der Spitze stehen. Die Leitung der Agudath Israel in Amerika, welche sich mit di;!m Gedanken trägt, in Bälde eine Landeskonvention der Agudath Israel in •den Vereinigten Staaten und Kanada einzuberufen, hat daher mit Recht als ersten Schritt die Konstituierung des rabbinischen Rates von Amerika■ vorgenommen. Es ■ist charakteristisch, ■dass gerade in jener Woche, •in welcher von gegnerischer Seite die Agudath Israel a!ut' das lief- ■tigste angefehdet wurde, gegen hundert der hervorragendsten rabbinisehen Autoritäten Amerikas in begeisterten, eindrucksvollen Worten ihren Anschluss an Agudath' Israel1 aussprachen. Sämtliche Rabbiner, welche der Agudath Israel in Amerika angehören, waren am 11, Schiwat im Broadway Hotel• versammelt und. konstituierten sich al's rabbinischer Rat •der Agudath Israel. Die Wahl der Exekutive wurde mit Rücksicht darauf verschoben, dass noch eine weitere, grössere Anzahl von Mitgliedern zu erwarten׳ ׳ist, welche aus technischen Gründen noch nicht an der Versammlung teilmehmen konnten. Es war das Bild der Agudath Israel im kleinen, welches sich in den verschiedenen Typen ■der anwesenden Rabbiner widerspiegelte! Neben dem weissbartigen, patriarchalischen Chassidim Rabbi das vom Thora-Geist durchleuchtete Mienenspiel des litauischen Godol Bet'hora, das temperamentvolle Feuer des ungarischen Thora-Kämpfers .neben dem würdigen, gelassenen, eingeborenen amerikanischen Rabbi, Ein harmonisches Bild, geeint trotz aller Verschiedenheiten' der Herkunft, •der ■Er- Ziehung und der Landsmannschaft •durch die verbindende ■Kraft der ,Aguda-Idee,' einig in d'em Willen, Gottes Gesetz auch im Volke zur Verwirklichung zu bringen, einig in dem Willen, jedes jüdische■ Tun nur zu messen an dem unwandelbaren Masstab der Thora! . _ Die Tagesordnung wies naturgemäss ׳nur die grosszügigen Richtlinien der Aguda-Ärbeit in Amerika auf. Die: Sitzungen ■der amerikanischen Agudath Israel waren auf Grundlage ■der Sitzungen ■der Weltorganisation au »gearbeitet und jedem Mitglied des rabbinischen Rates zur Begutachtung zugesandt worden. Ein Aufruf für die Aufbauarbeit Erez Israels durch■ den Keren HajisChnW der Agudathi Israel fand begeisterten Widerhall und' ■die einmütige Zustimmung sämtlicher Anwesenden. Heimatsluft, traute, linde., Heimatsluft und Verbundensein mit den grossen Lehrern der ׳Gegenwart;erfüllte den■ Raum, als Rabbi Abraham Kalmanowitz, der Rakower Rav, in zündenden Worten die Grüsse des Chofez Chaim und1 das Rabbi C'haim User Grodcensky iiberbraebte und von den Hoffnungen erzählte, welche diese Thorafiirsten an die■ Agudath Israel ׳in Amerika knüpften. Mit einem Hinweis auf das prophetische Ideal der Um- Wandlung aller Schwerter in Friedensgeräte begrüsste der rabbinische Rat in einem Telegramm Präsident Coolid'ge, den machtvollen Vorkämpfer für die ׳Idee!eines Weltgerichtshofes. Mit dem Beschluss, die ,‘Initiative: für Agudath-israel-Arbeit in Amerika selbst auf allen Gebieten des jüdischen Pfliohtlebens zu ergreifen, und mit ■dem Versprechen gemeinsamer Arbeit für den Keren Hajischuw schloss in später!Nachtstunde die erste Sitzung des rabbinischen Rates der Agudath Israel in Amerika-, die allen Teilnehmern unvergesslich bleiben wird. Dr. Ehrmann weist die Kritik Louis Lipskys scharf zurück. New-York. (AJPB.) .,The Jewish Daily Bulletin“ vom 2S. Jänner bringt eine ausführliche Erwiderung Dr. Ehrman ns auf die Vorwürfe von ■Louis Lipsky, der wir folgendes entnehmen: Es ist auss'erordemliüh überraschend, dass Mr. Lipsky sich über Agudas Jisroel gerade •im einer Zeit aufregt, wo sie in Palästina Boden kauft, iihn kolonisiert und ein grosses Erziehungswerk errichtet. Wir hätten gedacht, dass ׳die Zionistische Organisation froh sein würde, wenn Agudas Jisroel jene, religiösen Elemente, die mit der Zionistischen Organisation infolge ihrer ardigösen Konstruktion nicht sympathisieren, zur aktiven Pa'Iästinaarbeit zufülirt. Uebrigeais arbeiten •unabhängig von der Zionistischen Organisation noch sehr viele jüdische Körperschaften und Verbände für ■und in Palästina. Warum soll . gerade Agudas Jisroel daran verhindert werden? Mr. Lipsky findet es auch für notwendig, auf die Verhandlungen, die zwischen der Zionistischen Organisation und der Aguda stattfanden, Bezug zu nehmen. Nun diese Verhandlungen haben stattgefunden und Dr. Weitzmann . wie die übrigen zionistischen Führer haben die praktische Arbeit der Agudas für Palästina wärmstens begriisst. Es ist aber klar, dass Agudas Jisroel dieses Werk mit leeren Taschen nicht machen kann.־ Das nötige Geld muss in Europa ׳und!in Amerika aufgebracht werden. Zu diesem Zweck wurde der Keren! Hajischuw gegründet. Es ist nicht wahr, wenn Mr. Lipsky sagt, ■dass Agudas Jisroel ■bisher nichts für den Aufbau der jüdischem Heimstätte getan hat. Der Besitz von 100.000 Dunam Boden,!die Errichtung von Kolonien, die Schaffung einer Arbeiterorganisation, die (Errichtung ■eines Erziehungswerkes für 2000 Kinder, die Anstellung eines so prominenten Nationalökonomien, w!ie Dawid Triesch beweisen es klar genug, dass •es Agudas Jisroel Ernst ist um den Aufbau von Erez Jisroel. Mr. Lipsky •ist auch darüber aufgebracht, dass Agudas Jisroel!m!i!t der ׳britischen Regierung ■und •mit ■dem Völkerbund Verhandlung führe. Nun, möge Mr. Lipsky zur Kenntmis nehmen, dass Agudas Jisroel sich! weder am die ■engl.isohei Regier um« noch an den׳ Völkerbund he ränge treten sei, bevor sie ,nicht versucht׳ batte, seine reim re.lig •I ös e m: F o •r ׳dl e r u. n g e 11 a uf G e w ä-s s e n 8׳ if r e11 1׳ ׳ e ,11 i nn e rb a׳l b!der Judenbeit, dureb Verband- 1 u ■n g!e •n in ■i t d e 111־! z ■i 0 n i s toi ■s c b ■e n O r g a •n ■i s a- 110 m e m z u v e -r w i r k 1 •i c b e m. Nur wenn ׳diese VerbandJungem ׳ergebnislos!blieben, so ,wie •dlie Bemühungen •des Misraolri/ stets ergebnislos geblieben sind, •und!n,ur■ wenn ■dlie Zionistische Organisation ׳sich zuerst den. micbtjiidischen Behörden ■genähert hat, bat Agudas Jisroel •das Gleiche getan,, a!b׳er m,ur in. ׳Fällen, wo es sieb um religiöse׳ Angelegenbeiten gehandelt bat. D:i!e Agudas Jisroel muss einen eigenen Fonds ■für den Wiederaufbau Palästinas schaffen. Nicht nur weil die zionistischem Fonds von einer Majorität nichibreligiiöser Juden verwaltet werden, sondern auch weil!ein grosser Teil dieser Gelder ■für unreiigilöse ■Zwecke verwendet werden. Wie z. B. für Anstalten,, welche systematisch die G-ttlicbikeit der Thora •leugnen. Auf dem zehnten Zionlstenkongress nahm die ZioniV •stische Organisation •i.n ihr Programm ,kulturelle Arbeit auf. Zwei Monate später wurde •Agudas Jisroel geschaffen'. Würde die Zionistische Organisation garantieren, dass sie die jüdische Religion in unserem jüdischen Land nicht mit den Geldern verletzen würde, welche vom Juden gesammelt sind, so würde Agudas Jisroel keinen Grund mehr haben!, eigene Fonds zu gründen. Dann würde Agudas Jisroel auch keinen Grund mehr haben, mit Regierungsbehörden über religiöse Fragen zu verhandeln. Unter dieser Bedingung und nur unter dieser Bediugung ist der Weg zur Einheit offen. Vom Tag»• I®®® Ussischkin. Bei der Eröffnung des sogenannten jüdischen Parlamentes in Jerusalem hielt Ussischkin eine gross ungelegte, politisch-pragrammatische Rede. Das Parlament selbst hielt es für nötig', von dieser Rede abzurücken und zu erklären, dass diese lediglich die private Meinung des Herrn Ussischkin wiedergebe. Ussischkin verlangt nicht weniger, als dass die Juden in Palästina ohne Rücksicht auf die Zahl der Einwohner als Majoritätsnation erklärt würden, das heisst also, dass die Araber in bezug auf die Befriedigung ihrer Notwendigkeiten und Forde־ rungen auf die Minderheitsrechte verwiesen werden. Jedermann ist davon überzeugt, dass diese Forderung angesichts der bestehenden Verhältnisse und nach dem Texte des Mandats eine Unmöglichkeit ist, denn das Mandat Betont ja ausdrücklich die Unberi'ihrbarkeit 'der Bisherigen Bürgerlichen Rechte aller Einwohner. Ob es überhaupt gut wäre, selbst bei Voraussetzung der Mög־ Möglichkeit und der Erreichbarkeit, Palästina nach den Methoden und Prinzipien der Minderheitsrechte aufzuhauen, mag dahingestellt bleiben; es wäre ja füglich auch hiebei zu erwägen, ob Normen, die für selbständige Staaten vielleicht am Platze sind, für die Mandatsgebiete mit ihrer eigenartigen völkerrechtlichen Konstruktion so ohneweiters anwendbar sind. Jedenfalls haben die Aeusse־ rungen Ussischkins trotz der Desavouierung der Assefath Haniwcharim die Beziehungen zwischen Araber und Juden aufs neue verschärft. Sollte dies die Absicht von Ussischkin gewesen sein?...! Die Krise des ״Kolo“. Der jüdische Sejmklub macht in den •letzten Tagen eine scharfe Krise durch. Das schleichende• Gift der Unaufrichtigkeit hat ja von! Beginn an fast jede Arbeit innerhalb ■des jüdischen Klubs, ׳der alle jüdischen Parlamentarier des polnischen Sejms ׳umfasst, unmöglich ׳gemacht und nur mit Mühe und Not'konnte durch fast drei Jahre der Schein aufrechterhalten werden, dass der jüdische Sejmklub gleichzeitig die jüdische Einheit repräsentiert. Es scheint mm, das» diese Einheit endgültig in Brüche geht. Die radikalen Elemente unter der Führung von Jizchok Grtiribaum scheinen endgültig entschlossen zu sein, die so schwer erduldete Einheit des jüdischen Sejmkliibs sprengen zu wollen. Es ist nicht unsere Aufgabe, zu untersuchen, ob Jizchak Griinbaum und seine ,Genossen oder 2 Telephon 74-2-26 $ o i i $ i 8 8 8 o 8 8 I 1 8 8 o o o o 9 וכס Telephon 74»2»26 Wien, I. Graben 12 Die neueröffnete, grösste u. modernste Werkstätie für Hdar arbeiten hat den Verkauf von Perücken, Scheiteln und Transformationen begonnen Der internationale Meister Karl Schiroky haftet jeder Dame für grösste Haltbarkeit trotz geringstem Gewicht (kein Kopfschmerz bei festem Sitz) und für allererste Haarqualität Die Preise sind staunend niedrig EINFÜHRUNGS PREISE Bubiperücken von S 90.-- aufwärts Transformationen mit Scheitel v.S55.— aufw. »» ohne ״ ״ S 45.— ״ Für Reinigen, Wasserweilen u Reparieren jedweder Perücken werden die billigsten Preise berechnet Versäumen Sie daher keinesfalls einen unverbindlichen Besuch im Graben-Frisler-I 12 Jede Perücke wird individuell der Gesichtsform angeoasst, daher vollkommen unauffällig 11 8 o 1 8 8 o o I o o o I o .8. 8 o « .8 o o o o o »O die Majorität ׳des Klubs, die ihr Vertrauen dem Khrbpräsidenteii Dr. Reich gegenüber demonstrativ Ausdruck •gab,, im Rechte ist. Uns interessiert mir ■der ־Gedanke, wie der zionistische ’ Blättervvald in Sturm •geraten wäre, falls ■die Orthodoxen, recte die Agudisten ■es gewagt hätten, mit Berufung aut ihre Prinzipien die Einheit ■des jüdischen Sejinklubs zu sprengen. Was die zionistschen Blätter geschrieben hätten? Es ist unschwer zu! erraten. Das offizielle. Organ der zionistischen Organisation in Amerika ״Das jüdische Volk“, schreibt. z. B. in ihrer Nummer vom 29. Jänner, ׳dass die verfluchten Agudisten, diese Gewöhn- Iieitsverbrecher im jüdischen Volk gemeinsam mit ׳den Bundisten die Einheit •des jüdischen ״Kolos“ zerstört hätten. Was Jizchok Griinbaum und seine Genossen dazu sagen ׳werden, dass sie, die Vorkämpfer der!zionistischen Bewegung!in Polen, auf einmal zu Agudisten gestempelt werden, wissen wir nicht. Wir wissen mir. ■dass ■in Europa, wo!die zionistischen Zeitiingeir doch nicht so dreistdumm lügen dürfen, wie ihre Schwester- , organe in Amerika, mir von ״prinzipiellen Gegensätzen“, von ',״unüberwindlicher' Kluft“, von ״Anschauungskampf zwischen! Politikern“ die Rede ist und nicht von ruchlosem Verrat, von dem nur dann gesprochen werden kann, wenn: Orthodoxe ׳es sielt erlauben, die Konsequenzen aus ihren Prinzipien zu ziehen. Die Zionisten haben eben ihre Macht auf Terror und Gewalt aufgebaut. Was ihnen recht ist, kann anderen durchaus nicht zugebilJigt werden. Zeichen und Wunder. Das W:i׳e derer wachen der Ortliodoxie, das am besten durch! die Arbeit der Aguda gekennzeichnet wird, zeitigt Erfolge, die als Zeichen einer besseren Zukunft und im Hinblick auf die Verfallserscheinungen ■der Vorkriegszeit geradezu als Wunder verzeichnet werden können. Wer hätte es z. B. voi' zehn Jahren geglaubt, dass die grösste Knltiisgemeinde des Kontinents, die Warschauer, qbwohl ihre Mitglieder zum überwiegendem Teil orthodox sind, sielt eine orthodoxe Repräsentanz und ein orthodoxes Präsidium geben würde. War es ja doch charakteristisch fiir die Lethargie und Seibstentwiirdigimg der Orthodoxie, dass sie: es ruhig binnahm, 1v!ie über ■sie geherrscht und■ gegen sie!gearbeitet wurde. Eine kleine Schicht assimilierter, dem religiösen Fühlen und Wollen!der■ Massen entfremdete!• Juden, hatte die Herrschaft •an sielt gerissen und die Massen, politisch unreif, haben es als unabänderliche Tatsache hingenommen, dass solche Elemente über sie die Herrschaft ausübten. Es bedurfte erst ■einer gründlichen politischen Erziehung seitens der Aguda, bis diese Massen religiöser Juden in Polen zu verstehen begannen, w:ieviel Schmach in der Tatsache liegt, dass die grosse Masse der Orthodoxen durch eine kleine Oberschichte, ■die sich noch dazu als Vertreter dieser Massen ausgi.bt, in■ ihrem heilig-religiösen׳ 'Gefühl verletzt wird. Diese erzieherische Arbeit der Aguda ist erst ■am Beginn, aber die guten ■Erfolge zeigen sich schon. Erst in diesem Zusammenhänge gewinnt׳ die Tatsache: ■der Wahl eines Agudisten zum Präsidenten ׳der grössten jüdischen Getneinde Europas die richtige Bedeutung. Die Besetzung der Präsidentensteilen durch Agudisten in der Warschauer Kultusgemeinde ist nicht nur der Erfolg von Wahlbündnissen und Wahlpraktiken, ,sondern ein Zeichen dafür, dass die Orthodoxie, wenn sie ihr Augenmerk auf ihre wichtigsten Lebensaufgaben richtet, die innere Kraft hat, die Führung ■in jüdischen An- Gelegenheiten zu übernehmen. ״Erobert die Gemeinden.“ Die stolze, berühmte, grosse Budapester orthodoxe Kuhiisgcineiitde stellt vor den Wahlen, die am 14. ' d. 1M. vorgenommen werden sollen. Als Präludium fand Sonntag den 31. Jänner eine grosse Versammlung statt, bei welcher •die■ prominenten Führer der Orthodoxie in Budapest gegen die Opposition ins Feld zogen, die angeblich mit zionistiseli-misrachistischen׳ Schlagworten auf den Plan,trat. Die Opposition ist kaum ernst zu nehmen. In Ungarn kann der Zionismus nicht Puss fassen. So behaupteten immer die Offiziellen aller 1Parteirichtungen in Ungarn. Vollends in der Orthodoxie haben diese Elemente gar keinen Boden. Wir, diu den grossen ■Kampf um die ׳Idee der Orthodoxie in der ■ganzen Welt führen und als Mitarbeiter an dem ■grossen Werk von Agudas Jisroel schärfere Augen haben als unsere Freunde ■in Budapest, lernten im Laufe der Zeit solchen Erscheinungen mehr Beachtung, als zurzeit in Budapest der Fall ist, zu schenken. Wir messen solchen oppositionellen Versuchen, mögen sie noch so unzulänglich sein, einen symtömafischen Charakter zu, Zuerst sind es meist persönliche Be- Strebungen und •persönliche Verärgerungen, die sich ein prinzipielles Mäntelchen umhüllen, allmählich fühlt man sich aber als Träger einer ׳Idee, man entdeckt sich als Vorkämpfer einer grossen Sache; und schon ist die Einheit und Kraft einer starken Gemeinde untergraben. Wir haben &s ge-! lernt, dass solchen Gefahren nur eine ehrliche ausdauernde mühevolle Arbeit begegnen kann. Agudas Jisroel hat es 'hundertmal bewiesen, dass nur ein heisser Kampf um die Seele