Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 6 (5.2.1926)
- Date
- 1926-02-05
- Page
- Seite 45 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 6 JÜDISCHE PRESSE Seite 45 ■wlssenislreHieit zu luvterciraioken, nacht zu haben si!n׳d. Irmnerlwn fand •dieser Teil des ItateleGrammes im den zi'onistischen Zeitungen keine Aufnahme. Wir haben nun geglaubt,!dass diese Unterschlagung bloss •dazu dienen soll,־ um zu verhindern, •dass ׳die zionistischen Massen die Praiktiken ihrer Leitung, die sicherlich nicht zur Hebung .des Prestiges der Zionistischen Exekutive dienen können, erfahren. Wenn nun aber das offizielle Organ der Zionistisehen Organisation in Palästina, ״Haanetz“, in einem Leitartikel gegen die Zionistische Exekutive den Vorwurf er- •hebt,!dass sie nichts gegen ׳die Petition der .aschkenasisdhen Gemeinde und gegen!die Aguda unternomimen hat, .,so müssen wir ■die UnhaltbarikieH •dieses Vorwurfes aiusdrficklieh festeteilen. ׳Von zionistischer Seite kann •gegen die Zionistische Exekutive höchstens der Vorwurf. erhoben wenden, ׳dass sie;,!wiiir sagen G-it sei Dank, ohne iE r f ■01 g gegen •diie ,;heimtückische Petition der Aguda“ Interveniert hat. ®I NACBRICHTEH. Bl Generalversammlung der Vereinigung jüdischer Aka-i demiker in Wien. Am 23. Jänner fand die Generalver* Sammlung der Vereinigung jüdischer Akademiker in Wien statt. Als Obmann wurde Emerich Hartmann, als Obmann Stellvertreter Dr. Adolf Luria, als Schriftführer Hirsch Auerbach und Rabbiner Dr. Pollak, als Kassier Bela Galandauer gewählt. Vor der Generalversammlung hielt Herr Dr. Leo Deutschländers seinen zweiten Vortrag, über das Thema ״Der Einfluss der Bibel auf die Kultur der Völker“, der überaus beifällig aufgenommen wurde. Der rührigen Vereinsleitung ist es gelungen, Dr. Nathan Birnbaum, der der־ zeit in Wien weilt, für einen Vortrag zu gewinnen. Dr.' Nathan Birnbaum wird am 20. Februar abends, im Pracht־ saale des Architektenvereines, Eschenbachgasse 9, über das Thema ״Der grosse Einsame“ sprechen. Vormerkungen für Eintrittskarten• nimmt Dr. Adler, II., Ob. Donaustrasse 59, Telephon 43-4-49, täglich zwischen 6 und 7 Uhr entgegen. . ׳ Ausserordentliche Generalversammlung des Bethaus־ Vereines ״Achdus Jisroel“. Die ausserordentliche General- Versammlung des Bethausvereiues ״Achdus Jisroel“, Rem־ brandtsynagoge, findet am 14. Februar, um 2 Uhr nachJ mittags, im Lokale des Betli Hamidrasch, II., Rembrandt״ strasse 32, statt, mit der Tagesordnung: ״Neuwahl, des gesamten Vorstandes und Ausschusses“. Diese ausserordent* liehe Generalversammlung hat eine bemerkenswerte Vor» beschichte. Die ordentliche Generalversammlung fand vor einigen Wochen statt und die vorgenommenen Neuwahlen endeten mit einem vollen Sieg der orthodoxen Liste. Dies Hess die Opposition nicht ruhen. Sie entdeckte, dass an den abgegebenen Stimmzetteln die Vornamen der Kandidaten fehlten, und dieser Mangel war ihr ein sticlH hältiger Vorwand, sich an die Polizeibehörde zu wenden und auf Grund dieses ,jMissbratiches“ die Annullierung der Wahl zu verlangen. Da der neugewählte Vorstand eine Austragung von Differenzen von. einer nichtjüdischen Be-! hörde vermeiden wollte, dankte er ab. Bei der nun stattfindenden ausserordentlichen Generalversammlung werden die orthodoxen Mitglieder auf das mehr als sonderbare. Vorgehen sicherlich mit dem Stimmzettel der Opposition die gebührende Antwort erteilen. Der Misrachlst SalJy Geiss über das Verhältnis von Misrachi zu Aguda. Frankfurt a. M. (AJPB.) Das ״Jü־! dische Wochenblatt^, Franfkürt a. M., vom 29. Jänner, r bringt aus der Feder des Misrachisten Sally Geiss' Tel-Awiw, einen beachtenswerten Artikel ״Ein ernstes Wort in ernster Zeit“, dem folgendes zu entnehmen ist: Die bisJ heirige Geschichte des Misrachi lehrt nun, dass er seinen^ Willen nicht in dem beabsichtigten Masse in die Tat' unisetzen konnte. Vielleicht lag das an der Führung des; Misrachi; vielleicht aber auch waren die Widerstände, die von seiten der Aguda, wie zionistischen Organisation, aus־: gingen, zu stark. ׳' Jedenfalls aber ist es heute Zeit, dass der Misrachi sich mit gewissen Tatsachen abfindet. Hiezu gehört die Tatsache, dass er nur einen Teil der thoratreuen Jüdenheit, umfasst, während der andere Teil in der Agudas-Jisroel- Organisation oder gar nicht organisiert ist, und dass er darum mit der Psyche der Agudas-Jisroel-Orthodoxie rechnen muss. Er muss es als ein Faktum hinnehmen, dass die Aguda in allen Fragen des kulturellen jüdischen Lebens vollkommene Selbständigkeit fordert und keinerlei Bindung durch irgendeine nicht auf dem Boden der Tradition des Judentums stehende Organisation duldet. Der Misrachi muss es als ein Unumstössliches erfassen, dass die Ideologie der Aguda eine Bindung mit ,der zionistischen Organisation nur auf einer Grundlage gestattet, für die bisher weder der Misrachi, noch die zionistische Organisation eine Lösung gesucht haben.; Doch der Misrachi müsste eine solche Lösung suchen. Im Interesse seiner Fühlungnahme nach rechts be־* darf der Misrachi einer Neuorientierung in seinem Verhältnis zur zionistischen Organisation. Ueber die Aguda in Haag. — Gründung einer Mädchengruppe. H a a g. (AJPB.) Sonntag ^abends, den 24. Jänner, fand in dem Haag eine allgemeine ״Versamm־ lung der Agudas jisroel statt, wobei der Herr N. Leuveir präsidierte, Herr M. v. Geldern aus Gronningen sprach über das Thema: ״Nationales Judentum und Jüdische Na־ tionalisten“. Die Rede machte einen tiefen Eindruck auf alle Anwesenden, und es traten viele neue Mitglieder zu. / . In dem Haag wurde eine Mädchengruppe errichtet, die vorläufig zirka 50 Mitglieder zählt, und die somit nächst der Amsterdamer die zweitgrösste Mädchengruppd der Agudas Jisroel in Holland ist. Empfangsaberid zu Ehren Dr. Ehrmanns in Amerika. New York (AJPB.) Die ib'elkften Vansammiliunigs- UnaJÜlieii äim (Gebäude fdlefs .״iHMs“ :waren!giefüllilt 1m׳rt Zu- : hör,0r,n. ׳welche iherbieliigeeiilt waren׳,!utm idien!?Mmsifcren :Gast Dr. •Sailiamotn Bhirmainm ,zu teE5riiis.sen. Die Vierisarmmteng w!u!rid!e!von Mr. ׳Abraham Goldstern ׳eröffnet, welcher!die Persö'illicbkietit •des Gastes würdiiigitle, •Nun sprach!der Olvassidim Rabbi •R. iMettoeil Ghiadormv über ׳die vergangene Tätigkeit!dar Asuida lin Amerika!und die ,Aufgaben ider näah'Sten Zukunft.!Rabbi iDr. iBla Jung sieht an!der Aguda; diiie einzige 'Möglaahkeit . ider Biinligunig ׳der Orthodoxie,•, :!wieliohie •durch l'ihne iZerstpHtilbteiriirmg!nicht idiiajömige Kraft entfalten ’ kann aurd' iti'ichf! ׳die Stellung ׳i)m amerikanischjiiidiisialien ׳Leiben ׳ainniimlmit, ׳die lilhr knaift 'ilhrer numeriisohen Stärke und׳ nihres ׳sittlichen Imhialtes zukommt. Er Jseilt idfer Versammlung imllfc, ׳dass!der Völkerbund ׳d׳on Standpunkt!der!A'guidias Jiilsraeil!in der Gemeindefrage in Palästina äkzepitiiert hat, was!die Versammlung mit. stürmischem Applaus begnüsst. Nun1 ׳ar,greift Dr. Bhrmann ׳das Wort, •um lim!einer elinstünidligen Rede ,ein;Bild ׳der Entwicklung ■dier!Aiguda im Gates ׳und!in •Erez Jisroel zu liefern. ׳Grosses Interesse!erweckten •aiuah idlile Diagramme, ,weddue zur. Husitration ides Fortschmiittes!der, Kolonisation ite- Bnaz Jisroel!gezeigt wurden. Agudas JliSrael erweist sich da •als idriittgrösister Bddenleiigentümer lin Ereiz Jiisroel, mach Rotlhsahiilid •und ׳der •Ziloniiisitischen OngauPsatiioai. Beraiiglich van Investition von!Kapitalien stelhen!die!Aguda •und idie orthodoxen Insititutianen!an zweiter Stele nad.lt idier RotlischM-Gnippe. Dib gbistvalie!Rede, näiah ,an ,Ge- •danken und Anneigungen,!wurde oft von!BeffiMissfiünmen un1tlelr׳brochen׳. Der uäahste Redner!war Goto, im Namen dier Zeine Agudas Jiilsraeil. Hierauf sprach, iRabbi Jesaia Le:vy mit grossem ׳F!e׳uer für •die iBnweCkung ides jiiidisclhien Lebens lin Amerika mnidl besonldems!für 'diie Verbesserung des jüdlischen Sahiulhvissens. •Nachher ,sprach •Rajw Gairfuinkel mit 1hii1n1re׳is'san!däm Schwünge voln ider elimiigemden Kraft dar Erez-JSsroel-Arbelif,, idlile allle iKireise ,׳der Orthodoxie׳ vereilnigieni ׳werde. Das SchHüsswiart ispradh .!BbÖbeWeiim. Es •traten viietle ,n!e!ue iMiilbgfliiieldJer bdi. Eine Gruppe ,van /Zionisten׳ war iaiusgesemdet worden, das!Meeting!zu sprengen. Sie applaudierten,!wenn man, ׳die ׳Wielihniaahtsrieden.!des Stephan :Wiise eirwälhinte!,!sangen fault •die iHntikwtalh!und schlugen auf •düle Ordner 110s. Ein Ondineir •rliie'f iPolliiizisItenl, ■ weilchie idlile iRuhiestörier aus ׳dem Saalle :führten;, worauf idas Meeting lin!würdiger ׳Wleiislel weiterigefiührt!werden konnte. 1 Tselt eelio s Iowa 12: « i £ Der Hunsdorfer Raw זצ״ל über die ״hebräischen Schulen“.!In den redaktionellen 1Bemerkungen, ■die• wir ■vor kurzem — in Nr. 3 unseres Blattes — einem gutgemeinten Artikel!über . die (Notwendigkeit •der vollkommenen!Beäierrsclmng ׳der ׳heiligen Sprache voranschickten, nahmen wir Veranlassung, zwischen ׳der: 111 e i!l ige n!Sprache und dem, modernen ״Hebräisch“ unserer ״Nationalisten“ scharf •zu .unterscheiden. :Während es •selbstver־. ständlich erscheint!und aus!zahlreichen Aussprüchen unserer grössten! Männer bewiesen werden• kann, dass ein. jeder!Jude sich ,bemühen׳ sollte, ד 1 ש,ה p לשוננו ה, das ist ׳die!Sprache unserer heiligeh Schriften •und -unserer gesamten, :religiösen!Literatur•, sowohl!wegen׳, •ihrer, ,selbst: , als auch als ■Schliissei ,zu den Geistesschätzen• ׳des Judentums gründlich und korrekt zu erlernen, .sei' es ,,drängend geboten, vor dem 1Ü11 If u g, der in unseren Tagen nun auch ,liier ׳bei uns!von .•den .'Neünationäi'isten׳ mit •dem Worte ״hebrälsoh“ ׳getrieben; wird, •auf der Hut :׳zu sein.!Wir wiesen darauf, hin,.׳dass!letzt unter dem ,V o r ׳w a.n de; des . ,jHbbräisch'en“.!vielfach. eine , .,^opu'lä.r-1w!issenschaft'l.i:cl!e“’. Literatur der systematischen כפירה באלקי יישראל , und des: Abfalls von ׳ תורה ומצותpropagiert und ׳eine!B eil etrist ik, die s׳ich...iv!on. •den! s ch^ec,h.t.e׳s׳te.n. Erzeug- , nissen '׳der e uro p ä lisch eh OtSfätürgattuhgen dieser Art nicht..unterscheidet,.׳unter der IMahke •״!jüdisch“ •auch •in• solche. Kreise ihineingesoiimuggelt!wird,' die ,sich bislang . Jahrtausende ׳hindurch von der europäischen' sittlichen Verwahrlosung reinzuhalten׳ wussten*. Der iSüha:d.en, •der:, durch die ..!Lektüre .solcher ׳״hebräischen׳“ Bücher, . ׳und periodischen Schriften in dbr Seele, ,unserer •männlichen und weiblichen Jugend ., angerichtet wird, ist unvergleichlich grösser, als der. ideelle;Vorteil det «Neubelebung“ unserer f Sprache wäre, selbst' ,wenn ׳•diese Neubelebung,. :vom sprachlichen Standpunkte!beurteilt, ■.nicht •ein solches Zerrbild, einer Sprache darstbljen. würde, wie. es• ,leider-, der Fall ist. Wir warnten, auch!wiederholt vor. den sögenannten! ,׳״h •e!b r ä i s c h e n S c Ih u: i e il“ 1un׳d 1K u x s e.n, die nichts anderes ׳sind, als, pölibisclic. ■und nationalistisch-׳ kulturelle ,׳Agitationswerkzeuge unserer!Zionisten׳, und ihrer ganzen Aplage nach, nur geeignet sind, ' dem •zarten!Kinde die Pforten-•der ^TDD4Literaturi nicht aber die der religiösen •Schriften׳ ׳zü öffnen. Allsalange dle Geisfcesvenf.assun'g', unserer Nationalisten nicht vom Gründe ' aiif eine Wandlung erfährt — /wozu! für •die nächste •Zeit eine ׳begründete Hoffnung nicht besteht —, müssen ׳ihre erzieherischen!Programme!hoch ׳entschiedener izurü'ckgewieseri *werden', ־ als ihre ländespolitischeni• abenteuerlichen׳ Pläne. Das ■ wissen heute schon viele aüf Grund •von Erfahrung hnd ׳vertiefter Erkenntnisse über das Wesen der Geisteskämpfe der Gegenwart.': Es-ist a;ber wunderbar zu beobachten(, ׳dass die ' Geastesfürsten der Thora die Gefahren, ׳die äus der Pro־' pagierutrg; ■solcher ^'hebräischen : Schulen׳“ für das Judentum erwachsen,;׳schon ,:zu einer Zeit erkannten!, als' Sie, noch' rii'blit so deutlich hervortraten, wie ,jetet.' ' So verdanken wir der. Freundlichkeit •des Besitzers die Abschrift eines Briefes über!diesen!Gegenstand, den גאון ד. צ ד י ק ri ,der H uh s d 0 t;f ie r Paw זצ״ל schon im J׳ahre ^7f a״ Rabbi iMosche Haiberstam זצ״ל, -in ,Neusandez: ,gerichtet hat. ,.Mit . der. :,Ihn .׳auszeichnenden!Klarheit ־ und eindeutigen Bestimmtheit ..spricht dieser •צ ריק ו י ״ע in dem ©riefe :ivon den Verheerungen im jüdischen ‘Leben durch •die ״hebräischen!' Schulen״“׳ die ׳man •damals erst einzuführen versuchte. Wir bringen den Brief als Beweis für die Richtigkeit unserer Ansicht' in wörtlicher Uebersetzung liier zum Abdruck, damit auch diejenigen, denen die hohlen Phrasen der Nationalisten noch einigermassen imponieren, aus dem Urteil dieses Weisen זצ״ל eines besseren belehrt werden: .,;Ich •erhielt •Ihren Brief, worin Sie in 'Ihrer Besaheideniheit!mich um •eine!Meinungsäusserung •über die heibräischeu' Schulen bitten, die man in «Ihrer Stadt gründen1 will. Das bedarf!keiner weiteren!Ueberlegung, •denn ,׳es ׳ist eine heilige .,Pflicht, sich •dem mit. allen ׳Kräften) entgegen«zt1stellen, weil •die Erfahrung bezeugt, ׳dass es eine Gift- ׳pflanze, eine ׳Quelle■ von• Verderbnis ■ist. lUeberall,!wo solche!Schulen errichtet ׳wurden׳, •sowohl in Erez Jisroel, ais auch :׳i׳m Auslände, •saugen׳ die!Kinder den Geist der!Irreligiosität :und des Abfalles in. sich •ein.. Alle Eltern,, •die ihre Kinder ׳der jüdischen!Religion erhalten :und vor dem Verderben bewahren ׳woben, .s,i!n d •v er •p.f l i c 11 t e t-, s i•e v o n s 01 c 11 e n S c 11 u 1 e n, gleich v.on den Anstalten :des Götzendienstes, fernzuhalten. Denn alle die- :jenigen, die in sie eintreten, kehren nicht zurück und erreichen; ■ nicht wieder die Pfade des'Lebens. Ohne Zweifel werden alle . Rabbiner ihrer Pflicht gemäss ihre : Stimme י posaunenglejch erheben und mit aller Energie bestrebt sein, diese böse. Sache zu :verhindern und die Seelen, retten, dass sie in das Netz nicht gefangen werden, das ihnen gelegt wird. Wer da zurechtweist. in bräunen S c H a c h t ei n laut Attest Sr. Ehrwürden, des Herrn Oberrabbiner;; S i m o n S c h r e i b e r aus E r 1 a u כשר verlässlich koscher כשר ~ -=? auch heuer־ wieder in garantiert reiner und ausgiebiger Qualität zu haben bei HEINRICH FRÜNCK SÖHNE in Ko§ice Diese Fabrik steht; unter Oberaufsicht des Herrn . Oberrabbiner Simon Schreiber und unter ständiger ׳ Kontrolle vdn Sr. Ehrwür'den ern^pnten‘frommen jüdischen Aufsehern, so dass sämtliche Erzeugnisse verlässlich koscher Bind und also von jedem Glaubensgenossen das L ganze Jahr hindurch gebraucht werden können. י Beachten Sie beim Einkäufe im eigenen Interesse r^cht genau: die b r a u n e Farbe der Schachtel, die Schutzmarke KAFFEEHIIIfLE und die Unterschrift HEINRICH FRANCK SOHNE. 7 dem wird es Wohlergehen und er wird des Segens vom Allgütigen ׳ sicher sein;“;.Ihr •etc. etc. ׳ . 1S aim 11׳ e 1 ׳R 0 •s e ri •b ׳e r g. Die jüdische orthodoxe Presse. Von Samuel Reiner, Presov. . ׳ Die der deutschen Orthodoxie unbestreitbar eigene Zähigkeit und Ausdauer im Kampfe für ,die von ihr als1 richtig erkannte und anerkannte Sache wird sehr oft, und besonders nachdrücklich hervorgehbben und unterstrichen, wenn es gilt, die Begeisterung der hierländischen Orthodoxie für Klallsachen, die sich in der, Regel leider als Strohfeuer erweist, als eine minderwertige, unehrliche. zu stigmatisieren. Und so richtig und zweifellos feststehend beide Prämissen sind —• die Beharrlichkeit der deutschen Ortho־ doxen und das rasche Umfallen der unsrigen — die aus ihnen abgeleiteten Konklusionen, sind grundfalsch und uni zutreffend. - : .־׳ ־ Es wird nämlich der־ gründlich Denkende, der.; mit den Gesetzen, der menschlichen' Psychologie ’ wenn auch ■•׳' nur einigermassen vertraut ist, wissen, d^iss selbst, der lebi hafteste Eindruck eines Geschehnisses, der mächtigste, von1 einer Rede hervorgerufene Widerhall ohne‘ fortwährende R.e£?־. und Wacherhaltung von aussen früher ,,oder später, , gänzlich verblassen muss. _ איי אומר ואי' מרים — בלי נשמע קולם; Es׳ wird'"dieser׳•' richtig Denkende nicht für das psychologisch ganz natür7 liehe rasche Versagen unserer Orthodoxen, sondern viel•! mehr für das schwerer; begreifliche Fbrtanhaltemder deutschorthodoxen Begeisterung eine Erklärung suchen; limd1 e*P wird sie, wenn er auch hierin nicht, irren soll, in der Tat- Sache der Existenz einer wohlorganisie'rten/ dei^ Mentalität der deutschen :Orthodoxie ent! s p r.e c h e.n d e;11 ,P r e s s e f i n d e n. . V •Diese Presse ist-das Geheimnis der! von uns an־* ‘ gestaunten deutschen Begeisterung für •Klallangelegenheiten, sie hält , diese Begeisterung stets wach und bewahrt sie vor dem natürlichen Erlöschen, welches wir bei uns so tief, beklagen. ...... : Die laute Verkündigung dieser Binsenwahrheit und . die Beherzigung .der aus ihr resultierenden Lehren, r.espektive die Notwendigkeit derselben, war nie so aktuell als; ־ jetzt, wo das hierländische; aus seiner. Lethargie endlich(, erwachte orthodoxe Judentum sich anschickt, die Offen*•' - " sive der Zionisten mit •einer Gegenoffensive zu beantworten,׳:; . als deren Präludium die Kosicer; Landesyersammlung und!. ׳ die dort gefassten Beschlüsse anzusehen sind. : 1 ״;., Denn seien wir doch im. Reinen darüber, nicht bloss der dort , mit enthusiastis.cher Begeisterung erbrachte Be4 ' Schluss, die statutarische Ausschaltung der zionistischen Ein•( flüsse aus den Gemeinden: anztisfreben, sondern sogar die e\entueli erreichte Ver wir k lichung desselben muss ';zufolge ,.sukzessiven Schwindens der ephemeren Begeiste* rung im orthodoxen Lager wirkungslos verpuffen, wenn nicht in zwölfter Stunde eine strammorthodoxe antii zionistische Presse : inauguriert wird, die, auf der Höhe ihrer, Aufgabe stehend, jeden Juden undjjede Jüdin, gleichviel ob dieselben elende Hütten oder glänzende Paläste bewohnen, in den Bannkreis jüdischer Begeisterung zu( ziehen versucht und die einmal angefachte Begeisterung für die Dauer, wach und rege erhält; wenn dieser enLy scheidende Feldzug nicht von einer Presse geleitet wird, die dpm podkarpatskorussier Juden im Jargon und dein Kornarooer Juden Ungarisch den Zweck, die Note Wendigkeit t!nd die Heiligkeit unseres Kampfes plausibel macht.