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Jüdische Presse · 1926-01-15 · 3 (15.1.1926) · p. Seite 18

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Journal
Jüdische Presse
Volume
12 (1926)
Issue
3 (15.1.1926)
Date
1926-01-15
Page
Seite 18 (sequence 2)
Language
German
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Seite 18 JÜDISCHE PRESSE Nr. 3 irgendeine Handhabe zur Drosselung nichtkommunaler Schulen liefern, in starrer Riicksichtslosigki't diwch'geführt werden. .* Die ״Jüdische Presse“ bat in ׳ihrer letztem Nummer einen Teil ׳der Rede ׳von Gberräbbiner Zirelsobn in Kiischenew!abgedruckt, weiche der!berühmte Rabbiner im rumänischen Parlament :hielt, idie wirkungsvolle Argumente vorbringt, um ׳den religiösen Charakter der jüdischen Schule in Rumänien gegen die Versuche Ider rumänischen Parlamentsmehrheit, die die ■jüdische Schule aus nationalen Gründen verfolgt, zu schützen. Oie Kult Urzustände Rumäniens stehen weit!hinter jenen׳ von Wien zurück. Die Methoden der Herren von Wien sind ganz anders. Aber die ׳mit (Prinzipien europäischen Külturfortschritts verbrämte Rücksichtsiosigkeit, mit der sic iihjre Ziele verfolgen, ist dieselbe. Man will Iden religiösen Geist aus der Schule vertreiben׳, und jede Möglichkeit,!ihm ,eine Rettungsinsei in!besonderen!Schulen zu errichten, unterbinden׳. Den .Lesern der ״Jüdischen׳ ׳Presse“ ist sicherlich auch der Kampf der russischen Sowjetbehönieii und besonders der berüchtigten jüdischen!Sektion gegen die jüdischen Schulen ׳bekannt. Russland ist weit. Oie!Methoden der ,,Jove-Sektii“ sind ,anders a'ls die in Wiien ve.rwendeten׳. Aber nur die Methode ist verschieden.!Das Ziel ist das gleiche.!Es ist nicht unsere ׳Absicht׳, Oel aufs :Feuer zu giessen. Aber die Wiener ׳glauben streue, Juden heit bringt viel ■zu grosse Opfer .für die religiöse Erziehung der jii'di־ sehen Jugend,!als dass ׳sie ®leidigiiltlig ׳oder uninteressiert dieser lebenswichtigen ׳Angelegenheit gegen überstellen könnte. Aber auch die gesamte!Wiener .ludenbeit, ׳soweit s'ie n!ur limgertdwlie Wert darauf!legt, ׳dass ׳ihre!Kiinlder den Gemeinsahaftsziieien des Judentums Trc׳u'e 'bewahren, ■darf nicht tatenlos zuschauen, wie ,ihre Kinder planvoll dem Judentum entfremdet werden. Es soll!dabei wohl bemerkt sein, dass gerade aus dieser׳ Wiener Judenheit dlie Steuergelder herausgeholt werden׳, mit ׳denen die Schulpolitik des heutigen Wiens gemacht wird. Es wäre der höchste Gipfel der Tragik, wenn die Wiener Judenheit selber die Mittel hergeben sollte!zu den! ■Schwert, ׳mit dem sie enthauptet wenden ■soli. IDas wird ׳und darf nlioliit geschehen!. P. Ueber die Gemeindeverhältnisse in Polen. Er wird sicher andere Momente gegen die Freiheit der Gemeindebildung ins Feld führen,׳ so z. B. die Einheit — vergleiche oben —%!rnn'd köninte idaibei leicht wissen, dass dieses Moment seinen Gegnern genau bekannt ist, dass aber diesem das Diktat der Religion wichtiger erscheint als all die von der Neologie angeführten Gegengründe. Wir dürfen wohl bei den meisten unserer Leser voraussetzen, dass alle Gründe und Gegengründe durch di׳e ׳einisoMäglge Literatur, •die sich bei den Parallelereignissen sowohl in Ungarn wie in Deutschland herausgpbildet hat, genügend bekannt sind. Wir würden diese Auseinandersetzungen, die doch einem Spezialfalle gewidmet sind, zu sehr belasten, wenn wir die ganze Debatte für oder gegen freie Gemeindebildung wiederholen würden. Für den nichtjüdischen Gesetzgeber genügt der Hinweis darauf, dass es sich hier um eine Frage der Gewissensfreiheit; handelt. Freilich muss dabei der Begriff Gewissensfreiheit der Bedeutung nach gewürdigt werden, die er im Verfassungsleben moderner Staaten gewonnen hat. Gewissensfreiheit oder, wie es in der juristischen Einjähriger Hanflolskur« Wieilier Einjähriger Handelskurs Talmud -Thora - Schulverein Volks- und BOrgerschule für Knaben und Mädchen Wien, ll.f Malzgasse 16 Oest. Postspark.-Kto. 182.169 Spendet für das älteste und grösste jüdische Schulwerk Wiens I Erklärung. Von gewisser Seite wird das Gerücht verbreitet, dass die in meiner Werkstätte erzeugten lind in der ganzen Welt so beliebten Perücken nicht von mir selbst, sondern nur von meinen Angestellten bergegestellt werden. Ich erkläre daher auf das allerentschiedenste, dass in meiner seit 16 Jahren bestehenden Perücken-Kunstwerkstätte stets sämtliche Erzeugnisse ausschliesslich unter meiner Leitung verfertigt werden und keine] Arbeit' mein Geschäft verlässt, die nicht vorher durch meine Hand gegangen und von mir geprüft worden wäre. Gleichzeitig mache ich bekannt, dass Personen, die bei mir ehemals als Friseure angestellt'gewesen sind, mit der Perückenerzeugung niemals etwas zu tun gehabt haben. ■ ■ B B Ofhmar Schiff Wien, I., Kärntnerring 6. BBBflflBflBBRBflBflBBBflflflflB₪BBRBRHBRRBflflRflB Literatur richtiger heisst, Religionsfreiheit hat zwei Seiten, eine negative und eine positive. Die positive heisst: ■es wird jedem Staatsbürger Gewähr!geleistet, dass er die Uebungen und Handlungen, die seine Religion vorschreibt, ausüben darf und kann; die negative heisst: kein Staatsbürger kann gezwungen werden, die Ausübung einer Religion zu vollziehen oder zur Erhaltung einer Religion beizutragen, die nicht die seinige ist. Sowohl die positive *wie die negative Seite dieses Grundbegriffes lassen die Forderung berechtigt erscheinen, dass, wenn sich innerhalb der Judenheit Anschauungen her aus g eibild e t haben, :die ׳einem Teil der Judenheit als Religioinswidrigkeit ■erscheinen,'er dlurcli kein Gesetz verpflichtet werden kann, diese Anschauung durch Geld oder Tat zu unterstützen. Der Staat muss :selnler Verfassung ׳nlach eine Garantie ׳dafür geben, dass die Anhänger der jeweiligen Anschauungen gemäss derselben leben können, und insofern das religiöse Leben Gemeinschaften erfordert, darf es der Staat nicht verhindern, dass solche Gemeinschaften gebildet werden. Es ist״ ferner von Bedeutung, dass der Staat als solcher kein Recht hat, die Behauptung von Gewissensbedenken auf ihre Richtigkeit hin nachzuprüfcii, dass er sich vielmehr immer mit dem Inhalt ׳einer Weltanschauung nur׳soweit zu beschäftigen hat, als es sich darum handelt, festzustellen, ob dieser Inhalt den Interessen des Staatsganzen nicht widerspricht. ׳ Freilich ist hier ein sehr schwieriger Punkt berü'hrt,!der sohölribar ,einen ׳tin-lösbaren Widerspruch d׳arstellt. Jede Religion als,solche kennt nur ihr Diktat, kennt also den Begriff Gewissensfreiheit nicht; die Frage der Gewissensfreiheit wird erst dann aktuell, wenn eine Einmischung einer anderen Instanz als die der Religion in Erscheinung tritt. Nur wenn eine nicht in der Religion begründete äussere Stelle sich in religiöse Dinge mischt, , zu religiösen Dingen zwingt oder die Ausübung religiöser Pflichttaten unmöglich macht, ist im Sinne der Religion das Problem der Gewissenfreiheit ׳gegeben. Daraus folgt, dass in idem Falle, in welchem ReligionswiiHe und Staats,wille, Staatsinteresse und Religionsinteresse identisch ■sind, tatsächlich!auch d'er Staat als der Gesetzgeber und das Vollzugsorgan für das religiöse Leben des Einzelnen und ׳der Gesamtheit in Erscheinung tritt. Die Summe aller Kämpfe der neuen Zeit beruht letzten Endes darauf, dass man auf jüdischer Seite, bund zwar ohne Unterschied der Anschauung, den oben charakterisierten Unterschied vergessen und den Versuch gemacht hat. staatliche Instanzen zur Erzwingung religiöser Ge׳stalt11mgen an'zuriifeii, also das Judentum zu einer Art von Staatskirchentum ׳zu machen. Auf der anderen Seite hat man gerade in Staaten mit freien Verfassungen auf Seiten gewisser Religionsvertreter das Verlangen gestellt, dass die Religion sich selbst zugunsten eines freien Spieles der Kräfte entäussert, und hat anderseits die Polizeigewalt des Staates angerufen, um das Resultat des freien Spieles der Kräfte, das heisst also die himmelweit voneinander entfernten Anschauungen des Judentums zu einer künstlichen Einheit zu zwingen. Das logische Resultat dieses Verfahrens ist die Volksgemeinde. In den allerjüngsten Zeiten ist zu dem Gesagten ein neues Moment hinzugetreten, das der staatlichen Subvention; teils aus Gründen der Gleichberechtigung, teils iiritcj* dein Drucke des wirtschaftlichen Niederganges, teils auch infolge der Abnahme der Opferwilligkeit für ideale Zwecke sahen sich die Juden in vielen Ländern veranlasst, von dem Staat, sobald dieser nur irgendeine Religion materiell bedachte, auch für die jüdischen Religionsgemeinschaften und für ihre Funkt'ionäre!Subvention zu verlangen, begründet ׳wind!diese Forderung meistens rnit dem Hinweis darauf, dass diese Zuschüsse aus öffentlichen Geldern stammen, zu deren Aufbringung die Juden durch ihre Steuern wesentlich beitragen. Es gibt fast keinen Staat, der sich dieser Forderung ganz entzogen hätte, und es gibt keinen Staat, in dem die Erfüllung dieser Forderung ganz auf der Relation von Leistung und Gegenleistung aufgebaut wäre. Das wäre dann der Fall, wenn die Leistungen an die jüdischen Religionsgemeinschäften 'der vo׳n Juden aufgebrachten .Steuersiii'.m'me entsprächen. Man kann vielleicht diesen Rückfall in das Staatskirchentum bedauern, das natürlich durch die Berücksichtigung vieler Religionen zu einer Karikatur wird. Allein die Tatsache ist da und es muss mit ihr trotz aller bedenklichen Folgen gerechnet werden. Diese Folgen sind vor allen Dingen derart, dass sie im grossen und ganzen die freie Gemeindebildung erschweren, denn sie verlangt von dieser Grundidee Konsequenzen, zu welcher die wenigsten Juden entschlossen sind. Sobald nämlich der . Staat Mittel hergibt, ist die erste Frage, an welche Adresse er diese Mittel geben soll. Es kann an und für sich der Staatsmaschinerie nicht zugemutet werden, dass sie mit jeder einzelnen Gemeinde oder gar mit jedem einzelnen Funktionär verhandelt. Diese Erwägung führt nun zu der in jüngster Zeit so häufig beobachteten Erscheinung, dass sich neben der Grundgemeinde eine Zusammenfassung der Gemeinden herausbildet, also eine Organisation höherer Art. (Fortsetzung folgt.) TIFERES BACHURIM, »1"; unterstützt Wiener Kinder, die auf Jeschivoth lernen. W Fördert daher diesen Verein I Postsparkassen-Konto Nr. 51.807. Bilder aus Oesterreich. (Siehe ׳N׳r. ■1 Ider ״Jü!d. ׳Presse“.) Denn in Ungarn, .namentlich!in seinen westlichen Teilen, verfügte die Orthodoxie nicht über jene gewaltigen Massen, die in Galizien die paar reformfreundlichen Intelligenzler gar nicht aufkopimen lassen, sondern es wäre der orthodoxen, vielleicht!etwas grösseren Hälfte der Judenheit, da auf der Seite der Reform fast •die ganze weltlich gebildete Intelligenz stand, gewiss auch In Ungarn das Schicksal ihrer numerisch noch schwächeren Gesinnungsgenossen in Böhmen und Mähren widerfahren, die ganz au die Wand gedrückt wurden, wenn ׳nicht die Trennung eine Abschaltung aller schädlichen Einf Hisse mit sich gebracht hätte. Heute zeigt die Entwicklung ,in ׳Ungarn schon, dass die neologen Gemeinden verdorren, da sie sogar ihr Personal an Predigern, Kantoren usw, aus dem Lager der Orthodoxie beziehen müssen — Ausnahmen bilden da vielleicht die Grossgemeinden Budapest, Szegedhi usw. — dagegen pulsiert im den orthodoxen Gemeinden frisches Leben, das nichts von der vielverlästerten Verknöcherung zeigt, die vielleicht den orthodoxen Judenigemeinden in Deutschland anhaften mag — ©ine Erstarrung übrigens, die bei dem heroischen Kampfe dieses kleinen Häufleins von Getreuen gegen die gewaltige Uebermacht, wenn sie wirklich vorhanden ist, ׳ga׳r nicht weiter wundernehmen kann. Nein,!in Ungarn — und ׳auch ■die Gemeinden des ׳Burgenlandes, allen voran Zelem, zählen in geistig־, religiöser Hinsicht noch zu diesem Lande — ist in der Orthodoxie ein starker Ruck nach rechts in der Richtung des Chassidjsmus zu bemerken und die Hithlahawuth beim Gebet im Bet-ha Midrasch von Zelem gilt mir dafür als ein sicherer Beleg. Was lebensfähig ist arn neologen Judentum, wird früher oder später Anschluss an das traditionstreue Judentum suchen und finden; die Orthodoxie selbst aber wird immer mehr in das kräftig betonte und Innerlich durchglühte chassidisdhe Judentum übergehen, da nur aus diesem .starken lebensvollen Stamm der Spross Davids entspringen kann. VI. Rund um׳ den Neusledlersee. Quer durch die ganze Nordhälfte!des Burgenlandes, an seiner bei Ungarn verbliebenen natürlichen1 Hauptstadt Oedenburg •vorüber führt unser W!eg nach den im!Norden des Landes gelegenen Gemeinden. Oedenburg hat auch seltne jüdische Geschichte, die der Rabbiner!der dortigen Kultusgerneiinde Dr. ■Pollak!bearbeitet hat. (Leider ist diese gediegene Arbeit, da, sie in ׳ungarischer Sprache erschienen ist, einem weiteren •Leserkreise gerade aus der Gegend, die sie •zunächst betrifft•, unzugänglich. Von demselben Autor ist, ebenfalls in •ungarischer Sprache, eine Geschichte der Juden in Wiener-Neustadt erschienen und es •ist noch ׳ein Glück, dass״ es •dank dem Entgegenkommen der ׳Redaktion der ״ J ü d׳ i sehen Presse“ jetzt endlich möglich sein wird, eine deutsche Bearbeitung dieses hochinteressanten Werkes dem Leser- Publikum ׳Oesterreichs vorzelegen und damit zur Verbreltung der Kenntnis österreichisch-jüdischer ׳Geschichte bei •den Juden Oesterreichs ׳beizutragen1. Hoch oben vom Gebirge her winkt als Wahrzeichen der Landschaft׳ die uns ׳bereits wohlbekannte Burg Forohtenstein und wir nähern •uns langsam der!Stadt Eisen s t a d t, die malerisch auf Hügeln gelagert ist, deren weinbewachsene Hänge weit ins Land hinausreichen. Diese Stadt ׳bestand schon zur Römerzeit und ist heute ׳die Landeshauptstadt ׳des Burgeniandes. •Auch Eisenstadt wird beherrscht von einem grossen Schloss •mit schönem Schlosspark der Fürsten Eszterhazy; ilinks davon erhebt sich eine grosse •Wallfahrtskirche ׳und •zwischen diesen Repräsentanten der Hauptmächte (früherer Zeiten, Kirche und Feudaladel, eingebettet liegt das Judenstädtchen Eisenstadt, einst die ׳vornehmste und führende unter den Schewa Keliiiloth, heute aber nur mehr von ihrem alten Glanz zehrend. Es ist jammerschade um diese alte Gemeinde mit den stillen Häuschen, die oft am Toreingang ei׳n Waschbecken und einen Krug eingemeisselt zeigen, als Zeichen!dafür,• dass einmal dort ein Le vite gewohnt hatte, ähnlich wie auch in dem rechts •vom Schlosse gelegenen eigentlichen Eisenstadt an ׳manchen!Haustoren Handwerks- und andere ■Hauszeiclien in ׳den Stein gehauen sind. Dieser Kunstsinn i'm alten Eisenstadt mag auch den im Jahre 1818 •dort geborenen Jizchak Lob ׳(Leopold) Kerpel zum Maler gemacht haben, dessen Bilder von Herrschern gekauft wurden und der nach einem Leiben voll Künstlerruhm u׳n׳d Erfolg lim Jahre 1880׳ in Wien starb. Auch dje Fürsten Eszterhazy ׳haben auf ׳ihrem Schlosse in Eisenstadt das Genie eines Josef Haydn gefördert und damit ■dieses ׳Städtchen für lange ■Zeit zu einem Sitz edelster Kuustpflege •gemacht. Im ganzen •macht aber!jetzt die Eisenstädter Juden- Stadt den Eindruck eines'!Museums!jüdischer Altertümer und sie enthält auch ein •solches, das von dem Chef des reichen Eisenstädter Hauses iWolf angelegt ׳und erbaut wurde. Von Funden aus der ׳prähistorischen!!Zeit und der Römerzeit angefangen, die' in der Eisenstädter Gegend gemacht wurden, bis zu einer Sabbatstube und künstlerisch ausgefühiten Kethuboth enthält dieses Museum so!zAemiich alles, was mit Eisenstadt ׳und namentlich ■mit seiner jüdisehen Gemeinde in irgendeiner!Beziehung steht. Aber es ist nicht nur für den׳ Geschmack!des reichsten Eisen- Städter Juden!charakteristisch, sondern leider auch für den unverkennbaren Niedergang ׳des •jüdischen Lebens ׳in diesem Orte, ■dass ׳hier ein Museum errichtet wurde, als sollte in diesem noch möglichst viel ׳von dem konserviert werden!, was draussen bereits dem Untergang ׳geweiht scheint. Nur zwei negative Eigentümlichkeiten zeichnen Eisenstadt in jüdischer Beziehung heute wie .zu der Zeit, als R. Akiiba Eger dort geboren wurde,׳ aus, :und das ist sein Mangel au Kohanim ׳und ׳die Unmöglichkeit,■ dort einen Scheiidebrief auszustellen, da die!Stadt an keinem Flusse 1liegt. Die Gatten ׳müssen also!dort,!um sich ״getten“

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