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Jüdische Presse · 1925-12-18 · 51-52 (18.12.1925) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
51-52 (18.12.1925)
Date
1925-12-18
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nf. 51 52 Jiairdelt :sich um die politischen •Kommentare und Folgen. Und wenn am nächsten Tage das Jerusalemer hebräische Tagblatt dm -Berichte über diesen Aufzug schreibt, nun habe man gesehen, wer die treuen Söhne -dieses Landes sind, die bereit sind,, ihr Blut •für die Heimat herzugeiben, so 1sieht•man, zu welcher Auffassung solche Dinge führen und weiches!Echo sie besonders im arabischen Lager finden •können. ׳Freilich!jeder politische Schritt!ist doppeldeutig. ■Wir brauchen Demonstrationen nach innen und nach aussen, wir müssen dem!kranken nationalen Organismus immer wieder derartige Einspritzungen machen, um. ihn, wenn nicht zu normaler •Arbeit, doch wenigstens zu immer er:• neuten!Kraftanstrengungen zu bringen. Sicherlich war die Demonstration in London, die .Ueberführung der Fahne der jüdischen Soldaten in die Synagoge ein zweckvoller Akt, es wa,r die 'Möglichkeit gegeben^ den ׳Patriotismus der Juden, der überall im Gegensatz zu unseren nationalen Be- Strebungen Steht, einmal für unsere nationalen׳ Ziele ztt mobilisieren. Aber es ist sehr die Frage, ob derartige"iDemoustrationen auch -in Pailästilna׳ notwendig sind, wo nicht Augeniblickserregungen. sondern nur ruhige Arbeit den Erfolg gewährleisten. Und doppelt fraglich ist die Opportunität derartiger Demonstrationen .im gegenwärtigen Augenblick. ׳Der Orient brennt, in Marokko Krieg, in Mossul Kriegsgefahr, in Syrien Aufstand, Vor unseren Augen erheben sich die Araber zum Kampfe gegen das 1Mandatssystem, an den Landesgrenzen lagern ihre Scharen und die Bewohner unserer nördlichen Kolonien sind Augenzeugen des Kampfes der Syrer gegen das französische 'Mandat. Ob die Nachricht des Daily Express, dass auch in •Palästina •die Araber auf. das Signal zum Aufstand warten, richtig ist, mag dahingestellt bleiben׳. Sicherlich!ist •s>ie .übertrieben. Aber die Luft ist voller Spannungen und ein!kleiner Funken kann den Brand entfachen. * •In diesem •Augenblick, glaube ich, wäre , es unsere •erste .!Pflicht — Pflicht gegen uns selbst und. gegen das Wenk,,,Tür das wir verantwortlich’ sind —, uns vor jedem im besonnenen ׳Schritt zurückzuhalten und -keinerlei -Gelegenheit ,zu Provokationen zu geben,, an denen so manche dunkle Kräfte interessiert sein mögen. Ist -dies der Augenblick, wo vWr durch besondere Demonstrationen mil'itärischer Art ׳unsere politische Orientierung dokumentieren soften? ׳Die Veranstalter der Demonstration von Jerusalem nehmen eine schwere Verantwortung auf sich. ®I NACHRICHTEN■ Generalversammlung des BethausVereines ״Achdus Jisroeiv (Rembrandtsynagoge). Sonntag, am zweiten Tag Chanukah, fand unter grosser Beteiligung der Mitgliedschaft die diesjährige Generalversammlung des Bethaus Vereines statt. Obmannstell- Vertreter David Robitschek begrüsste die erschienenen Vertreter der Adas Jisroel (Schi ff schul) Dr. Isidor Reiniger und des, Keren Hathora, Herrn Leopold Lederer (die israelitische Kultüsgemeinde hat . diesmal vergessen, einen Vertreter zu delegieren) und die zahlreich erschienene Mitgliedschaft. Er gedachte dann in warmen Worten des langjährigen verdienstvollen verstorbenen Vercinsobmannes Herrn Josef;Winteri Er berichtete, •.dann mit . grosser Genugtuung über das frisch pulsierende ,religiöse Leben im Bethausvereine und über die Schiurim, ,die allmorgens unter Leitung des Vereinsrabbiners Herrn Dr. Joel Poliak und des Herrn Veremsvorstehers Klein stattfinden. Er gab ferner der Hoffnung Ausdruck, dass die Pflege des religiösen Lebens im Vereine im Geiste des Friedens einmütig von allen Mitgliedern gefördert wird. Nach ihm erstattete Kassier Herr Heinrich Schön den Kassenbericht, nach weichem der Verein ein Jahresbudget von über 100 Millionen hatte, die zum.grossen Teil durch die Opferfreudigkeit einiger Vereinsmitglieder, vorzüglich des Vorstandsmitgliedes Herrn Karl Allmann, gedeckt wurden. Am Schlüsse seines Berichtes verweist Herr Schön nachdrücklichst auf die schwere wirtschaftlich'e Situation, die sich ■nun. auch auf die Finanzen des Vereines sehr unangenehm auswirke. Nach diesen Berichten kam die Opposition zu Worte. Herr Religiönslehrer Pick glaubt, dass die Finanzen des Vereines durch eine grössere Liberalität auf religiösem Gebiete gefördert werden könnten. Mit dem .Schulchan Aruch in der Tasche kann man keinen Verein führen. Herr ,Lessinger wünscht die Abhaltung von Schiurim auch in. den Abendstunden. Gegenüber den Ausführungen der Opposition verteidigen Herr Klein, Stern und Bass die derzeitige strengreligiöse Richtung des Vereines. Ferner, sind noch Herr Dr. Löwy und Herr Gronich in meisterhaften Ausführungen für die Beibehaltung und Vertiefung der religiösen Richtung eingetreten. Nach Schluss der Debatten fanden die Wahlen statt, die folgendes Ergebnis hatten: Für den Vorstand: Dawid Robitschek, Präsident; Altmann, Freuder, Hass, Steiner, Klein, Schön, Stern, Grunnwerk, Bass, Schwarz. Für den Ausschuss: Büschätz, Wodak, Dinger, Reichrier, Gronich, Schischa, Steinhon. Breiner, Mermelstein. Generalversammlung der Zeire Agudas jisrpej, Wien, Sonntag den 6. Dezember hielt die Zeire Agudas Jisroel in ihrem. Lehreaal, Wien, XX., Bäuerlegasse 20, ihre diesjährige Generalversammlung ab, die trotz verschiedener .hemmender Umstände gut besucht war und überaus anregeud verlief. Der Obmann, Herr Sigtnund Aschke' nasy begrüsste die Erschienenen, insbesondere Herrn D. Schlesinger, als Vertreter des geschäftsführenden Ausschusses, Herrn Wolf Pappenheim, der in Vertretung der orthdoxen Kultusräte erschien, . Herrn Rabbiner Moses Blech; in Vertretung der Keren Hathora-Zentrale und die! beiden Vertreter der Jugehdgrtippe Wien* II., die -Herren Dickmann und Herzog, und erteilte Herrn Schabse Schönfeld das Wort zum Einleitungsreferat. Dieser schilderte in Inhalts- und formvollendeter Rede die Lage der Orthodoxte und zeigte, wie im Gegensatz zur .nationalen Bewe־* gung;die , r e l i g i Öse überall im Fortschreiten begriffen ■ist. Auch bei der Zeire Agudas Jisroel, wo nach verheissUhgsvo Uem Beginne die Arbeit etwas ins Stocken geraten ist, sind jetzt die Ansätze zu neuer, vielversprechender Arbeit, gegeben. Sie ׳auszunützen ist die Aufgabe der heutigen Generalversammlung. Den beifällig aufgenommemen ׳Ausführung!! folgte der Generalbericht des Obmannes,' der an Hand der nötigen Daten die Entwicklung der Jy gencigruppe im XX• Bezirk schilderte.: Was hier geleistet] wurde,-kann nur richtig gewertet werden, wenn man die Verhältnisse, wie sie vorher waren, kennt, wenn man weiss, wie unermesslich schwer es war, im zweitstärksten Wiener jüdischen Bezirk döm Aguda-Gedanken Raum und Geltung zu verschaffen. Dass sogar eine eigene Zeitung gegründet wurde und eine Zertlahg erhalten werden leonntej •ist der sprechendste Beweis dafür, dass es hier einen; entwteklungsfähgien Kern gibt, den zur Entfaltung zu bringen׳ Aufgabe;aller an unserer Bewegung Interessierten ist. Der־ •Referent 1״־berichtet;' •im weiteren über ‘ die >Er׳ez.. JlsroeLArbelt JÜDISCHE PRESSE Sdite 341; der Jugendgruppe, welche im Rahmen der Palästina-Zentrale durchgeführt wurde. Er schildert in kurzen Umrissen die Leistungen der Palästina-Zentrale, der es gelang, in einer verhältnismässig kurzen Spanne Zeit Boden in! E t e־z J is ro e 1 um den Betrag von 20.000 Dollar in Oesterreich a b z t! setzen. Weiters wurde von der Palästina-Zentrale ein Hilfskomitee für Emigranten ein-< gesetzt, dessen Leistungen m Wien wohlbekannt sind. Der, Bericht wurde mit lebhaftem Beifall zur Kenntnis geJ nommen. . ׳ Als nächster Redner spricht Herr Joel B a rbasch1 für. den Keren Hathora, der - unter lebhafter Zustimmung! der Anwesenden schitderte, wie die Keren Hathora־Arbeit im XX- 'Bezirk* trotz bedeutender Schwierigkeiten einen ungeahnten Erfolg brachte. Selbst die. Marken-Aktion, die die grösste Arbeit von allen Beteiligten erforderte, hat hervorragende Erfolge erzielt und brachte im ersten Mo־ nat weit über S 600. Herr David Ochs spricht in schwungvoller Rede für den Unterrichtsausschuss, der ein grosses Aktions•1 Programm für die nächste Zeit ausgearbeitet hat, aus dem‘ besonders die geplante Gründung einer ״Beth Jakob־* Schule“ für Mädchen im XX. Bezirk hervorZüheben ist. Namens der Jugendgrüppe Wien, II., begrüsst Herr Siegmund Stern die Generalversammlung und gibt den Hoffnung Ausdruck, dass die heutige Generalversamm-׳ lung der erste Schritt auf dem Wege der gemeinsamen, fruchtbringenden Arbeit sein wird. Der nun erschienene Herr Wolf Pappenheim wird von den Versammelten mit grosser Ovation empfangen־ Herr Pappenheim beteiligt sich an der anschliessenden leb■־ haften Debatte über die eingebrachte Resolution und gibt mehrere Aufklärungen, die von den Versammelten dankend zur Kenntnis genommen werden. י Hierauf referierte Herr Rabbiner Moses Bloch׳ über die Keren Hathora-Arbeit in Oesterreich. Seine Aus-־, füh'rungen werden mit grosser Begeisterung auf genommen״ Nach Annahme der Resolutionen erstattet Herr Bernhard: Kornblum den Kassabericht, der die Entwicklung der Bewegung im XX• Bezirk lebhaft illustrierte. Zwei Resolutionen befassen sich mit der Stellung des Misrachi in der Frage des Frauen Wahlrechtes in1 Jerusalem, gegen die schärfstens protestiert wird, drücken' ferner die Sympathien der• Versammelten für unsere Oesinnungsgenossen in Erez Jisroel aus. Eine Resolution an die orthodoxen Kultus Vorsteher hat folgenden Wortlaut: ״Die am 20. Kislew stattgefundene Generalversammlung' der Zeire Agudas Jisroel, ,Wien, XXwendet sich an die •orthodoxen Vertreter in der Wiener Kultusgemeinde, sich 1m Vorstand der Kultusgemeinde in Zukunft für folgende Dinge einzusetzen: 1. In dem gleichen Ausmass, in dem die Wiener Kultüsgemeinde den zionistischen Keren Hajessod subventioniert, soll auch der Keren H a j i s c 11 u w der Agudas Ji s ro e Lunterstützt werden. 2. Die Wie■״ ner Kultusgemeinde soll sich formell dem Keren Hathora anschliessen und für denselben eine jährliche Subvention bewilligen. 3. Die Wiener Kultüsgemeinde möge uns bei) der Gründung einer ״Betlr Jakob-Mädchenschule“ für den XX• Bezirk unterstützen. 4. Die orthodoxen Knltusvorsteher mögen für die Folge ihre Wähler in regelmässig stattfindenden Versammlungen über die Tätigkeit der Kultusgemeinde im allgemeinen sowie über, die Tätigkeit cleii orthodoxen Kultusvorsteher jm speziellen informieren. Die Wahl der Leitung .ergab-, .felgendes Ergebnis: Aschke nasy. Siegmund, Äschkenasv Joel, Barbäsch Julius, Barbasch Isak, Biegeleisen Nuchim, . Friedberg, A. Horowitz, Hager Samuel, Kornblum Bernhard, Kornblttm Isak, Keffler Isak, Ochs David, Ochs Abraham, Ochs'J., Schönfeld Schabsc, Sass Moses, Mieses Pinkas, Blech Benzion, Weisbart SakH;non, Taub H., Gutstein H.. Zauderer Jakob. SOjähriges Jubiläum des Tempelvereines JEschcl Awrohom“. Am vergangenen Sdhabbas ׳Chanukah •fand im Pazmamtentemipel anlässlich des 50jährigen! Julbiiläums des Tempe'livere'iih'es 'Eschel Awroho!m ein Festg-ttesidienst ׳statt, •dessen Weihe •durch die!Bereicherung ׳der 'Synagoge mi׳t einer neuen Thaf-arolle noch wesentlich gehoben!wurde. Gleichzeitig wurde' das zehnjährige Dienstjubiläum des. Vcrein-ST-a-bbiineTS Dr. iS. Funk •festlich begangen׳. Der Festg-ttesdlenst ,begann ■um 10 Ü11׳r vormittags. Nach den ein- •leitenden -Gesan-gsivorträgen des Oberkanters Müller wurde die neue T-horaro'tle von ׳Rabbiner Dr. Funk ein- .geholt. Dann beglückwünschten die Vertreter der lisraeliitisehen Kultusgelmeinde wie anderer Vereine den* Rabbiner zu seinem Jubiläum, worauf Herr Rabbiner Dr. Funk mit warmen Worten dankte. Nach der nun erfolgten Thoravor-lesung ׳bestieg Rabbiner'Dr. •Funk die Kanzel •-und warf in einer grossangelegten!Rede einen׳ iRnokblldek -auf das Wirken des Vereines im verflossenen halben Jahrhundert. •Er •schloss m!it dem Wunsche, •dass cs dem Temoeiverein •noch viele Jahre gegönnt sein möge, im •Geiste der Thora und Gemilath Chassodim zu wirken. Weitere Gesangs- 10096 REINESי FETT AUS KOKOSNÜSSEN fedwi! vorträge des Herrn Oberkantor (Müller und das darauf-;folgende MusoaigCbet 'beschlossen׳!die erhebende Feier, der ein grosser Kreis der Wiener Judenheit beiwohnte. Jahrzeitfeier nach Rabbi S. Spitzer.!Sonntag abends versammelte sieh eine grosse und vornehme!Gemeinde, um der Trauerfeier, die rm Beth KamidraSch der!Sohiffschiri ■stattfaüd, beizuwolmcn. Oberrabbiner Fürst!hielt nebst einer scharfsinnigen Charif-uthdroscho -eine Gedenkrede ׳nach Rabbi S. Spitzer und würdigte seine unvergänglichen Verdienste um die Schaffung der Schiffschul und Erhaltung des Limud Hathora, ln tiefsinnigen’ Worten! wandte sich dann Oberrabbiner Fürst den heutigen Problemen' der orthodoxen Judenheit zu, verurteilte die Bestrebungen! die unter dem Schlagworte der Gleichberechtigung . der Frau selbe auch in Erez Jiisroel!im da!s Getriebe des!politischen Lebens hineinzerren. Mit eindrucksvoller Ermahnung- .׳ an •seine Gemeinde, den Limud Hathora •zu stärken, schloss Oberrabbiner Fürst seine Gedenkrede. Grossrabbiner Twerski זצ״ל . Einer der besten unserer Gemeinschaft ist ■uns entrissen worden!. Grossrabbiner ׳' ד כרוך דוד טווערסקי זצ״לhauchte• am vierte״ Chanukaalbend, kaum 53jährig, nach ׳einer ׳vierwöchentliehen!, schweren heimtückischen Krankheit seine grosse Seele aus. Der Verewigte, ein Nachkömmling!angesehenster Adelsfa mähen, war mit allen Eigenschaften -eines א ו,.הי. ב ישראל ausgestaltet und jeder, der ihn nur kannte, bewuna- •der.te ihn als geistreichen', hochherzigen׳!Menschen. Seime H-eiimatstadt -war Horstno'pohY wo e׳r zu ׳den bedeutendsten Chassidim-Rabbis Russlands 'zählte, da׳s er -aber vor fünf Jahren durch , die Unterdrückungen, denen er ׳dort ausgesetzt war, verlassen׳ ׳musste, uim nach Wien׳ zu!übersiedeln. Hier erfreute er sich durch seine grosse Kenntnis :in allen ׳jüdischen- ■Wissenszweigen, seine Menschenfreund- Uchikeit •und vor allem seine unermessliche Bescheidenheit der denkbar grössten Beliebtheit aller Schichten des gesetzestreuen Judentums. Dass er die ענוה -Tugend in vollem ׳Sinne des •Wortes!personifizierte, davon zeugt sein letzter Wille!, indem er es untersagte, in seiner מצבה irgend welchen Titel seinem ׳Namen beii'zufügen1.׳ Die niederschmetternde Nachricht vom Heimgang ׳dieses קדוש לצדיק welche sich Dienstag unter seinen׳ zahlreichen Freunden und Verehrern verbreitete, löste tiefe Trauer ׳und namenlosen Schmerz aus. An der לוי׳ beteiligten sich •sämtliche an . ׳Wien wohnenden c'hassildischen Rabbiner, wie fast alle Wiener Rabbiner׳, Vertreter ׳verschiedener Körperschaften ׳und viele tausende Juden'. jSeäinem Wunsche gemäss wurden keine הספדים gehalten. Der Verblichene!unterlässt eine!Witwe. und drei unversorgte Töchter. ‘; ' , 1 ' Ä. I. ‘ Julius Winkler sl A. Jüngsten!Sonntag ״wurde hier Herr Julius Winkler, der im 63. Lebensjahre verblich,.•zu Grabe -getragen׳. Bin aufrichtig!frommer J-ebudi, ein .׳guter Mensch, ein besonders ehrenhafter Kaufmann, war er von allen, ׳die ihn ,kannten•, geachtet und ׳geliebt. Die• allgemeine Wertschätzung, die er genoss, ,zeigte sich ,bei de,m Leichenbegängnis, dem eine grosse Menge von ■Freunden beiwohnte. Die ganze Schi1 ff Schulgemeinde, deren! treues Mitglied er. durch ׳Dezennien war, gab i'hm ׳das Geleite und auch auf ׳dem Friedh-ofe wa׳r^^die.•!Beteiligung• eine• zahlreiche. , Des Chanukah halber wurden• keine Nachrufe gehalten׳. Chanukafeier in der Agudas IsrOßl (Mädchengruppe). Allen Respekt vor der Mädchengruppe! Ihre am fünften Chanukaabend im Festsaal des Elisabethheimes veranst(al־ tete Feier ist ihr ausserordentlich gut gelungen. Die glänzenden Leistungen der Künstlerinnen auf der Bühn'C *‘ brachten das überaus zahlreich1 erschienene Publikum in heiterste Stimmung. Immer und immer wieder wurden! Zugaben verlangt, und gnädigst' bewilligt. Es war ein! wunderschönes, launiges Fest und nur schwer konnte die entzückte Zuhörerschaft sich vom Vortragenden trennen- Allen Respekt vor der Mädchengruppe der Agudas Isroel! Chamikafeier m der Talmud-Thora-Schule.' Mittwoch am fünften, Chanukatage fand in der Synagoge der Schule ein Fetsgottesdienst zu Ehren des Festes statt!. Es -war ein eindrucksvolles Bild, die Synagoge und anschliessend den grossen Turnsaal mit der jugendlichen, Schülerschaft besetzt zu sehen. Auch viele Eltern kamen, um den wundervollen Eindruck zu gemessen,!den man immer empfindet, wenn man im Kreise der Jugend weilt• Die Feier selbst nahm mit der Absingung von ״Moaus Zur“ ihren Anfang und' schloss mit einer wirkungsvollen Festrede des Oberlehrers Jakob Kohn. Ghanukahieier bei den Kleinsten. Im Prachtsaale des ״Bayrischen Hof“ veranstaltete der ׳ Kindergarten der ״Jessode Hathora“ am vierten Lichtertag seine. Chanukahfeier. Lange schon vor Beginn des Festes war der grosse Saal bis auf das letzte Plätzchen gefüllt. Es waren alle, alle gekommen,• die nach vielen Hunderten zählenden kleinen Gäste, und nun sässen sie mit leuchtenden Augen und erwartungsvollen Mienen da und lauschten gespannt den Vorgängen auf der Bühne. Nach den einleitenden Worten des Herrn Rabbiners S. N e u w i r t h, der die Bedeutung des Chanukahfestes. erklärte, wurden von einem kleinen Jungen die Chanukahlichter angezündet und alsdann ertönte aus kleinen zarten Kehlen hell und fröhlich das Moaus Zur. Hierauf folgten die- Vorführungen der Kleinen. Es würde zu weit führen, jede Nummer einzeln zu erwähnen; wir können;nur feststellen, dass alles, alles ganz vorzüglich klappte und dass die schöne Feier bei gross und klein nachhaltigen Eindruck hinterliess. Dank, viel Dank gebührt dem Lehrkörper, der mit hingebungsvoller Treue so schöne• Erfolge erzielte. ' ’ Chanukahfeier im Badener Waisenhaus. Sonntag, am 26. Kislew (13. Dezember) wurde im grossen Lehrsaale des Waisenhauses eine Chanukahfeier äb^ehalten. Nach Begrüssung der Gäste durch Herrn Direktor Ph. Friedniann zündete einer der Zöglinge des Waisenhauses dqs ״Menorahllcht“ an, wpraüf der jugendliche ״Oberkantor“ Abraham Reich mit einem Cnofe, zusammengesetzt aus Waisenkindern, das' ״Moausrzur“ sangen. Einer• der kleinsten Jungen 'trpk .ein,,schönes Chanukahge^ic^t vor und zum Schlüsse wurden nobh verschiedene Cesärige ge־ boten. Unter den vielen Gästen war die Kultpsgemelnd'e Baden durch den Vizepräsidenten‘ Herrn Dawid Daniel, die Chewra-Kadischa durch Herrn Josef L ö w i n g e r vertreten, In Vertretung der Nachbargemeinde Wiener-Neustadt war Herr Rabbiner Dawid Fri.edmann erschienen. * ,, Eine 'Propagandatoumee Direktor Dr. Leo Deutsch- Binders. Wien. (AJPB.) Zahlreichen Einladungen Folge leistend, hat der Dkektox des Keren! Hathora, Dr, Leo Deutschländer . eine Propaganda^ume>e durch Schlesien angetr-eten.^ Er hat Wien am l. Dezember verJassen und: es ldefcen bereits •Berichte von seiner erfolga-eiicheh• Tätig־- keit ׳in MährtschrOstrau und Beutherv vor.

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