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Jüdische Presse · 1925-12-11 · 50 (11.12.1925) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
50 (11.12.1925)
Date
1925-12-11
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr.5a Asylrecht in Deutschland als politischer Flüchtling zu erschleichen suchte.. Wenn dem so wäre, was hätte darin Olszanski veranlasst; neuerdings vor dem Berliner Po־ lizeipräsidium zu erscheinen; :־sein Geständnis das vom Beuthiner Gericht, schon als wahr angenommen wurde, zu Wiederholen und’ zu ergänzen. Was hatte Olszärislci, der in den besten 'Verhältnissen bei seinen Eltern lebte, überhaupt veranlasst, in׳׳•einem fremden־ Lande Asylrecht; zu suchen. Natürlich musste •es. ein .schweres politisches Delikt..sein,׳.>vie. ein Atteritalsversuch auf den,Präsidenten, das ihn aiis der Heirnat trieb. 1 נ; ' Auf die hämische Bemerkung des Staatsanwalts, wenn Olszanski der Attentäter war, so möge er kommen und sich dem Gericht stellen, erwiderte Dr. Landau,, Olszanski weiss .. genau, dass . wenn er hierher kommt und seihe Angaben vor dem. Berliner Polizeipräsidium, her wiederholt, dass. dann sowohl der Staatsanwalt, als' auch alle anderen Personen, wie zum Beispiel die Herren von der Lemberger Polizei, gegen ihren innersten Willen gezwungen sein würden, Steiger zu entlassen und Olszanski an seine Stelle!zu setzen. Noch stehen wir aber nicht ethisch so ' hoch, dass man von' einem Verbrecher erwarten - körinte, freiwillig vor Gericht zu erscheinen und ruhig seinem eventuellen Tode!entgegenzusehen. Der Genchtshpf möge sich an die Lemberger. Polizei mit dem Ersuchen wenden, alle m dem Berliner Protokoll enthalteneri Angaben Olszanskis über seinen Aufenthalt in Lemberg •genau nachzuprüfen. Die Polizei möge die lädierliehe These aufgeben, dass!eine ukrainische militärische . Organisation nicht existiert; jedes politische Kind weiss, dass sie existiert., ln mehreren Büchern über die politische Lage in Polen ist von dieser Organisation die Rede, so unter anderem in dem wissenschaftlichen Werk der Frau Anna ■Bielczikowska über die (politischen Organisationen in Polen. In diesem jeder wissenschaftlichen Kritik standhaltendem Werk wird auf ׳Seite 818 Organisation und Programm des ukrainischen militärischen Komitees genau beschrieben. Erschienen ist das Buch in dem offiziellen polnischen Verlag. .Der Verteidiger geht die einzelnen Angaben 01־ szanskis in dem Berliner Protokoll durch und weist nach,י dass Olszanski unmöglich alle diese Kenntnisse aus den1 Zeitungsberichten zusammenlesen konnte, wie dies der Staatsanwalt glauben machen will. •Zum Beispiel war nie davon die Rede, dass 'der Präsident .an dem. kritischen Tage um 9 Uhr ^morgens am Hauptpostamt vorbeifuhr! Olszanski aber wartete schon zu dieser Tageszeit an dieser Stelle mit seiner Bombe, ׳die er aber wegen des zu schnellen Fahrens des Wagens des Präsidenten nicht schleudern durfte.־ Ferner klärt Olszanski die' genaue Konstruktion der Bombe auf, über (die sich bisher alle Sachverständigen den Kopf zerbrochen haben. Wichtige bisherige. Darlegungen der Verteidigung haben $ich durch die Angaben Olszanski als ganz haltlos!erwiesen; schon daraus geht hervor, : dass Olszanski nicht das Interesse hatte, die Verteidigung zu stützen, sondern’:nur, die Wahrheit zu sagen. - Dr. Landau wendet sich mit Worten tiefster Erbitterurig gegen;die Behauptungen der;antisemitischen Blätter, dass Olszanski von den Juden gekauft wurde, dass , er 60:000 Dollar erhalten hat, um durch sein Geständnis Steiger zu entlasten. Nur; Menschen, die selbst käuflich sin.d, .können.rsolche ,Behauptungen aufstellen. Es• wird "diesen 'Firisterlinge'n^ nicht,;gelingen,,, die Sonjic״.. zu: ‘ verduhkelny15 der־, '^ahrhelf7'deri׳Weg ־ zu ״yerspe'rHn:׳/ * ־';: Der Staatsanwalt spricht gegen die 1Anträge׳ der Verteidigung, es, gelingt ihm. ׳aber nicht, den Eindruck der ' Rede Dr. Landaus abzuschwächen. ׳ Verteidiger •Dr. Grek erinnert an den Dreyfus- Prozess, der;.seinerzeit die ganze Welt in Erregung versetzt hat. Sogar damals ,war nicht die Rede davon, dass die Juden einen fremden ‘ Menschen ״gekauft“ hätten,, dass er die Schuld;auf sich nehme und Dreyfus entlaste. Man muss immer wieder ׳darauf zuriiekkommen, weil diese finstere Legende sich in,das Gericht selbst einzuschleichen beginnt.. Würden, die. Juden, setzt Dr. Grek fort, Steiger .für schuldig halten, sie würden keinen Finger für ihn, rühren. Vor einigen' Wochen ist der jüdische Kommunist Botkin standrechtlich verurteilt und erschössen worden; kein Jude, interessierte sich für diese Angelegenheit. Die symptomatische Bedeutung der Appelle der Verteidigung. Lemberg, 6. Dezember. (ITA.) ßehr viel kommentiert wird hier die Tatsache, dass die Verteidigung allzu oft die Gelegenheit ergreift, um an das Gewissen und die Einsicht der Geschworenen zu appellieren. Aufschluss hierüber gibt ein Interview des siebenten Verteidigers׳ Steigers, des Abgeordneten und!früheren ’Justizministers Dr. Szrriyarowski, an die Vertreter der Presse, in dessen Verlauf er ausführte, er habe, als'er in das Gericht kam, sofort gemerkt, dass zwischen der Verteidigung und den Geschworenen so etwas wie eine Wand steht. Er habe! sich bemüht, durch seinen. Appell diese Wand , zu be- ׳ seitigen, er befürchte :aber, dass •ihm dies noch nicht! gelungen sei.• (Unter den zwölf Geschworenen befindet sich ein einziger Jude, dagegen aber mehrere Polen, die sich als reaktionär und judenfeindlich hervorgetan haben.) Das Lemberger Organ der nationaldemokratischen Partei, ״Slowo Poiskie“, das prgan des früheren Ministers Grabski, hat zum 'ersten Mal die Legende in die Welt gesetzt, dass Olszanski 60.000 Dollar von den Juden erhalten hat. ®®©| Vom Tage |e@© Die jüdische Gemeinde wird entweder eine religiöse Gemeinde sein oder überhaupt keine. Mit diesem Satze schliesst ׳Herr D. N. seinen Aufsatz in Gedalie Publiks ״Jiidi-' schem Tagblatt“ in Amerika. Die ■Warschauer •hebräische Tageszeitung ,,Hajom“ übernimmt diesen beachtenswerten Aufsatz, und tatsächlich dürfen wir orthodoxe Juden nicht ohne Achtsamkeit bei ׳solchen Erscheinungen Vorbeigehen. Die Erkenntnis, ■dass ■die 'jüdische Gemeinde ׳eine religiöse ist und sein muss, •ist heutzutage nicht mehr so allgmein, wie manche ,ruhebedürftige Orthodoxe auch unter uns annehmen mögen. Tatsächlich wird in den jüngsten sieben Jahren fast auf der ganzen Welt hart, tim ׳den,•Charakter der jüdischen Gemeinde gestritten. •Die!Orthodoxie verteidigt mit verzweifeltem ׳Mut!den religiösen Charakter der ׳ heiligen. Gemeinde, *die von .•den nationalistischen und sozialistischen׳. Elementen •unter uns •gerne in.•eine aller r^igiöseh Bindung entratenen Volksgemeinde ׳umgewandelt werden> möchte.- Die Orthodoxie und besonders* ihr ,aktivster Teil, ׳der!in Agudas Jisroel׳ organisiert!ist, wird in diesem Kampfe von ■den Gegnern nicht nur ri1׳i׳t Prinzipien bekämpft, sondern mit niedrigen .Verdächtigungen besudelt. Es ist daher erfreulich, wenn .min. langsam, auch in dem JÜDISCHE, PRESSE Seite 331 י Lager, der. ,Nichtorthodoxen, Männer erstehen, die; Objektivi-.־; tat genug besitzen, zu erkenfie'n’; dass die jüdische Gej meinde, diese älteste und bewährteste Organisation ׳” des i jüdischen Volkes, nur• dann wird bestehen können,.׳falls sie ,religiös bleiben״ wird. Der Verfasser *Herr D. .M״ •der •sich offen zu jener'Gruppe der ׳jüden bekennt, die ' •in ihrem : Liberalismus ׳ •und ihfer Toleranz so :‘weif, geht,׳ ׳dass sie , schon jeden: Juden: •dernicht mehr •Götzendienst׳ treibt,׳ als *vollwertigen Juden anerkennt,..:scheute sich nicht, ausz.u-: sprechen, .׳dass •das furchtbare Wort Dr.;.Natl1än Bifnbäums, dass wir nun bei Juden in Göltis־’ s:irid,' vielfacht äiif den Zu-‘ ׳sfarid vieler jüdischen Gemeinden■ anzuwenden sei. Es be- .ginnen sich •der jüdischen״ Gemeinde Elemente ■ zu be־:! mächtigen, in•-denen 4er religiöse •Jude, der ■am meisten an dem.Bestand einer Gemeinde Interessiert ist, seine ärgsten Feinde erblicken muss. Bei dieser'Sachlage ist es nicht! verwunderlich, wenn •diese religiösen Juden ׳das kleinere Liebei Wählen ׳und liebst Ungarn,•und'Deutschland auch i׳n Polen׳ und. Litauen eine besondere religiöse (orthodoxe) Gemeinde schaffen wollen. Kann die religiöse Gemeinde nur •durch solch •eine schmerzliche' Operation gerettet werden, wie es nun einmal dieTrennung •ist, so •ist sie noch ■immer •dem Untergang der׳ ,jüdischen Gemeinde vorzu-־ ' ziehen, denn das bleibt nun einmal die klare (Erkenntnis, •die wir überaus freudig •begriissen müssen, nur die Religion ■ist •die sichere :Grundlage der jüdischen Gemeinde. Nationallsmus und Sozialismus, so stark• ׳sie auch!in Europa sein' mögen, sind eben •bloss •europäische Ideen, die. dem ׳raschen Zerfall •und Aendeningsprozess :der. europäischen Ideen, nur allzu stark!unterworfen sind. Die •jüdische ■Gemeinde;wird entweder religiös" oder' überhaupt nicht sein. Nach dem grossen Sturm in Palästina. Unter dem grossen Sturm verstehen wir :durchaus nicht den Sturmlauf der ■Drusen, , die .׳mit den syrischen■ ׳Arabern nun bis' zur Nordgrenze •Palästinas •vorgeclrungen waren. Wir meinen vielmehr den grossen 'Stairrn' ׳im״ Wasserglase ׳des ׳Waad Leumi. genannt Jüdischer ־Nationalrat ' ,für •Palästina. Der Sturm begann!im' Juni •dieses: •Jahres, als der Jüdische Nationalrat •infolge. der Unstimmigkeit über das •Stimmrecht •der ׳Frauen gesprengt worden!ist. Nun :hat sich nach ■sechs Monaten׳ beraiisgestellt, •dass Überhaupt •keine Unstimmigkeif bei jenen herrscht, die im Wand •Leumi •irr!' Jüdischen Nationalrat sitzen. Es hat sich.׳: während' der (Stürme der jüngsten sechs . Monate herausgestellt, dass nur Agudas Jisroel , und der durch sie vertretenie Teil Grez Jisraels, gegen das aktive und ■passive Wahlrecht •der־ Frau war ׳und über diese Frage, da sie eminent religiöser •Natur ist, eine Volksabstimmung für nicht statthaft fand. Hingegen hat Misrachi: und der durch ihn ,ver,•trefceme Toi der palästinensisehen ׳Judeiiiheit, •der noch ijn Juni •dieses Jahres ׳so kamptesstolz und mannesmutig ins Kriegshoiin geblasen hat, nun •endlich den eigenen Antrag auf eine Volksbefragung ■in Sachen.. des : Frauenstimmrechtes ■ zuriickgiezogen und.,hat ,reumütig, erklärt, dass .!er ohne Referendum an •den, Wahlen in .den Nationairat teilnehmen wird, wobei er ausdrücklich ׳b'errierkt, dass *die Teilnahme •von Frauen •in dieser Versammlung •ihn nicht hindern wird, da• ׳er sich seit Jahrzehnten am mancherlei,,tlnstitibtionen :beteilige, ■an denen׳.Frauen.•aktiv und .passiv,.vertreten: sind. ■Also direkte Wahlen zum ׳Nationalrat . '!ob.nd , Referendum mit ‘;Stimmberechtiguing.der Frauen׳; •Es'is’f •‘einfäch nicht! zu begreifen, wozu huri; der grosse LärnV’ü 'mnichts war, wozu Misrachi diese •furchtbare ׳moralische• Niederlage nötig-hatte. Agudas ' Jisr.oel macht.,. •;Sie.'־«r.Bl^i,.BT-f^g-^a^h^noig^w.l(IferäÄld!.soH^nt; .1 •einen umgekehrten ,.Weg, zu ׳ gehen׳.;",und;:M׳A־'.def''R!e1Mgic1!ri■,' Politik' zu ׳ machen. ’Demehitsprebhehd''ist; auch der Erfolg.!Die ■Stürme, ' ■die Agudas;״Jisrö׳el ־ femVeilCn• ,umbrausen, stärken sie. ,Nach. ■dem Sturm um 4as,,Frau׳enwa,hir׳echt in ׳Erez Jisroel steht Misrachi;!geschwächt ,.und •moralisch blossgestellt da. ׳::;'׳׳: v״ Armenbeteliung. Wie alljähriich, hat auch in diesem Jahre ■der Vorstand der!Adas Jisroel bestimmt, dass am nächsten שבת קדש שבת י חנוכה פרש הוי ש ב d. i. am •ersten Tage Ghanukäh '•der Ertrag der Alyoth und •der der ה '"■p צ ד zugedachten Spenden zur'!sofortjgen. Unterstützung bedürftiger Brüder verwendet'wird. Hochzeit im Hause des Husyatiner Rebben. Wien. (AJPB.) Mittwoch, den 2; Dezember, fand in den Sofiensäl'en die Hochzeit!einer ׳Enkelin .׳des Husyatiner Rebben, Grossrabbiiner Israel Friedmann; mit ׳dem ■Söhne des agudistischen Senators Isaak BäumingeT, iKrakau, statt. Es war eine überaus grosse Feier, zu der 600 Personen geladen waren. Sämtliche!in Wien anwesenden Nachkommen des berühmten Risziner Rebben s. 1. waren erschienen. , Ausser, den. •anwesefiden Augehörigen,, •welche •Mitglieder, des Rabbinischen Rates, beziehungsweiise des Geschäftsführenden 1 Ausschusses ,der Agudas'Jisroel sind, waren Herr Wolf ■und Heinrich Pappenheim in .offizieller Vertretung des ■Zentralbureaus der Agudas Jisroel unter ■den .Festgästen, :zu •bemerken. ״Bei dem gleichen׳ Anlässe wurde für •Keren Hathora, Keren Hajischuv und den Walsenfonds der Agudas Jisroel sowie für zahlreiche religiöse Zwecke ■gespendet. Festbankett des Tiferes Bachurlm. Wie alljährlich, , findet auch •heuer״ zugunsten "׳der Wiener Bächurim ein Festbankett'statt. .Selbes findet; אי״ה Sonntag, •den 20. Dezember 1925 (א׳;פ׳ רגש DF) hm halb 7 Uhr .abends ׳im Talmud Thora-Turnsaal!statt. Die geehrten Mitglieder und!Gönner des Vereines sind hierzu höflichst elngeläden." ׳ Dinerkarten sind bei allen Vorstandsmitgliedern und vor Beginn des Banketts erhältlich. Chanukafest, des Kindergartens der Jesod Hathora. 1׳Montag, den 3. Clianukatag (14. Dezember), 3 Uhr nachmittags findet das Ghanuka-Fest des ׳ Kindergartens, der Knaben- und Mädchen-Religionsstunde im Festsaale des Bayrischen Hofes statt und es ,werden hiezu die Eltern •der Schüler und Schülerinnen als •auch die Freunde und Gönner der Jesod.Hathora, eingeladen. . Elternrat der Talinud-Thora-Schule. Anfang ׳Dezemher trat •der neiigewählte E l t e-r u ׳r a׳t der Talmud-Thora- Volks- ׳und Bürgersohute zu seiner •ersten •Beratung zusammen. ׳Gleich •die erste Beratung hat lebhafte Diskussionen über dte ׳Art der Sohulgeldeinhebung ( wie Tiber ׳andere ' Schulfragen!und über einige pädagogische Fragen ergeben. Es herrscht erfreulicherweise, unter allen anwesenden Eltern . .Uebereinstimmung ׳darüber, •dass die Schule; erhalten werden muss und dass heute' das grosse ■Schulwerk ohne Heranziehung von fmanziellen' Leistungen der gesamten Elternschaft: nicht m.öglioh wäre. ■Die Art •!und. Weise dieser Leistungen wird der Elternrai mit' der. Finanz- ־Verwaltung der Schule regeirj• •Nachdem־ noch das •Pro-' gramm des Chanukahfestes der Schule erörtert wurde, schloss die interessante Sitzung. Der ,Szfgeter. Rabbi in Wien, Oberrabbiner T eite I- ׳ b a u th 'aus Sighetrir'weiite vorige Woche •in ־Wien, •üfn hidF {die' Kunst berühmter ■ *Wiener Aerzte־ •in Anspruch v xa.; nehmen.;.: Rabbi Teitelbaum. \yo:hnt0 bei*.Herrn ,Leppold• ׳ Lederer,.. der..•bekanntlich Mitglied der Keren Hai Zentrale ist und auch ansonsten 'liervorfagendeti Anteil inft VVfener Agudaleben nimmt. 'Hiedurch hat• der Szigetef• 1 Rebbe, den auch Dr. Pinchas K 011 n ■und •Herr Wolf Pappen heim vom Gesohäftsftihrenden Ausschuss auf- gesucht haben,״ .Gelegenheit: bekommen,, . über •Agudas! Jisroel aus'erster Hand Informationell: zu'bekommen; Der .׳ Szigeter. Rebbe; besitzt in chassidischen. ׳Kreisen Transsylivanieiis•'eilieh grossen Einfluss.' '•׳. : ׳ '‘ ׳: ״••( Sitzung der österreichischen, Keren-Hathora-Zentrale. Sonntag den 6. Dezember — 19. Kislew — fand!eine . Plenarsitzung der österreichischen Kcren-Hathora-Zentraie ■statt, bei welcher •die Chamikah-Äktion besprochen wurde. Die; Leitung derselben hat ,Herr Rabb.״Moses ■Blech •und ■' Herr Leopold Lederer übernommen. . Die neuen.Kalender der Talmud-Thora. Diese Woche; sind die neuen• Kalender 'der Talmud-Thora-Völks- .und ■Bürgerschule. II.. Malzgasse 16, erschienen. Der, Kalender ■ stellt in sehr!gescliickter!und :handlicher Form eine über-, sichtliche• Kombination ■des bürgerlichen! und des jüdischen Kalenders dar. Das Titelbild zeigt das moderne Schulhaüs .!iin der Malzgasse, •auf •der Rückseite wendet• sich der Präsident des Vereines, Herr Markus Bondi, der in diesem Jahre das 25jährige Jubiläum der .Präsidentschaft an der Talmud-Thora ,beging,!an ■die Wiener Judenschaft, die Talmu׳d-Th'ora־Schul׳e in dieser schweren Zeit ■nicht im iSticiie'izu lassen. Es .ist •anzunehmen, dass auch ■unsere•RX Leser dieses älteste ■und ,grösste jüdische .Schiilwerk Wiens anlässlich •des,Chanukahfestes mit reichen Spenden bedenken werden. . Betliauselnwelhung im XX, Bezirke. Das neue Bethaus des ,’,TmicHa •ubikur cholium“, XX., Treustrasse .7, wird ■Sonntag: •den 13. Dezember, dem .׳zweiten Tag Chanukah. ׳eingeweiht. .י י '■ Generalversammlung des Bethausvereines Aclidus Jisroel. Sonntag, •den 2. Tag׳Chanukah,•findet•die General- Versammlung des Bethausvereines״ ■׳Achdus Jisroel“, II״. Rembrandtstrasse 32,; statt.!DeivBethausverein nimmt unter den Wiener orthodoxen Bethausvereinen eine, hervorragende Stellung ein!und man ,sieht in orthodoxen Kreisen der Generalversammlung mit grosser Aufmerksamkeit ent- * * 1 י ■ * . Im Bethausverein ״Mikdas Meat“, II., Kleine Schiffgasse, findet jeden Sabbat, halb 3 Uhr, ein Vortrag •über den Wochenabschnitt, um 4 Uhr ein Midrasch-Vortrag statt Vortragender Räbb. Wundermann; Wien. Donnerstag, ■den 23. •Kislev feierten die Wiener״ Jereim anlässlich der Aufnahme des; jüngsten Sohnes des Tirnauer •Raws R. S. D. Ungar in den Bund Abrahams, ein überaus stimmungsvolles Fest. Schon früh morgens ver- ,sammelten sich die orthodoxen Rabbiner und Talm'ide- Chachamim Wiens unter Führung von Oberrabbiner F ü r s t und R. Josef Baumgarten im Sanatorium Löw, um an dem Familienfest. teilzunehmen. •Dann kamen die Freunde und zahlreiche Wiener' Talmidim des aiich als Jeschibaieiter hervorragenden Raws.׳ •Den Brith-Kaudesch vollzog •der Vater und R. Josef Baumgarten. Auf■ der darauffolgenden Seudo, die ibis •Mittag dauerte, ׳wurden viel divre. Tauro gesprochen•.und, dem Vater;.wie •dem. Söhn,, •der den •Namen Israel Ahron. erhielt... 11e,1:'zlid]ri..Glückwüns.ciie dar,gebracht.' (Mazei"vtpb׳rP~ R•)^' ..,.',׳‘1י״ - •ןי■*׳־*־ י׳־1׳־;- Efii neues Heft der Keren-Hathora-Blätter. Wien. (AJPB.) Die Keren-vHathora-Zentrale Wien!hat soeben ein neues Heft ihrer 'Blätter her,a׳usge'gebeny ■welches• im wesentlichen Fragen der .Erziehung und •des Unterrichtes 1behandelt. jEs enthält!zwei allgemeine Aufsätze •über jüdi- ..«־1 .T_t '!.u_1.ז_י־/ 1: •..n-iit!berstadt, ■methodische Vorschläge '1über das •hebräische׳ Diktat ■sowie einen Aufsatz ״׳Synoptische Tabellen für, jüdische iGesoliichts- und' Literaturunterriicht“ von B.־ S. Jacobson,־- Sekretär ״des Merkas Hächinuch, •ferner, eine Darstellung der Lehrziele des , hebräischen Unterrichts an der jüdischen ׳Realschule Frankfurt •a. ׳M.: Das Vorwort des Herausgebers sowie das ausführliche Protokoll■ der Hamburger ■Erziehungsköriferenz wollen •ebenso!wie ׳die anderen Beiträge des •Heftes!die Diskussion ׳über die jüdisehen!pädagogischen Probleme, eröffnen. ■Schliesslich enthält das Heft die Berichte der Keren-Hathora-Zentfale, aus welchen ersichtlich, ist, •dass die Erhaltung der Thora und ihrer Le,hrstätten ebenso wie die •Erziehung der Jugend im wahren jüdischen Geiste •durch den Keren Hathora ׳in •der Berichtsperiode in• fast allen Ländern grosse׳ Fortschriitte gemacht;hat. ' ׳ Erleichterungen des furchtbaren Steuerdruckes In Polen. — Eine erfolgreiche Intervention des Sejmabgeordneten Elias Kirschbraun. :Warschau. (AJPB.) Dpi־ Führer der agudistischen Sejmabgeordneten, Elias Kirschbraun, 1Lnterveniierte bei dem neuen Firiarizm1i׳nist׳er im' Inter- ■esse ■jener jüdischen ׳Steuerträger, ' die besonders ■stark;unter dem Steuerdruck •der polnischen . Finanzverwaltung zu leiden haben.!Es :hat sich nämlich, besonders Juden gegenüber, •die Praxis ausgebildet, dass bei Steherfiickständen ■nicht' nur ' eine;Pfändung, ׳sondern־־ ,auch der sofortige Abtransport der Waren und der •Geschäftseinrichtiingen stattfand, •der auf' die Kaufleute' in den meisten Fällen nuinös gewirkt hat. •Es gelang .Seijm׳de!p1ntierten 'Kirschbraun, den polnischen Finanzmihister׳ von •der. Ungelieuerlichkeit dieser Handlungsweise zu überzeugen, der mit einem Erlass diese Art der'Steuereintreibimg eingestellt hat. Rabbinische Kundgebung zur Frage des Frauenwahlv rechtes. Wien. (AJPB.) Folgende Kundgebung .!ist zur allsei.tigen Veröffentlichung ■erlassenwordeii: Zu r ö ff ent- 1 i c h׳e n ' K׳'e n ri t nl sn a,h me! ■Aus der heiligen Stadt Jerusalem ■■erreicht uns die 1betrübende Kunde von ■dem Meinungsstreit, der dort!in .Verbindung mit^ ■der Frage des Frauenwahlrechtes bei •den Gemieiiiscliaftsinstitütionen herrscht, ,gerade. in dem Augenblick, ׳da'׳es ׳ •doch gälte, ■das Gepräge unserer heiligen Macht dem g-ttlob in rascher Entwickluirig sich neu entfaltenden jüdischen Gemeinschaftsleben, aufzudrücken. Obgleich!es überflüssig ist, sich von seiten ׳der׳ Thoragelehrten ׳noch einmal mit der iialachischen Klärung dieser'Frage, zu befassen, finden wir ׳es doch erforderlich, öffentlich zu!erklären, dass auf' Grund •des Din Thora den1 Frauen weder aktives "noch ׳passives * Wahlrecht bei Gemeindeimsti'tU'tionen';. züsteht. Wer auf uns hört, werde des Segens teilhaft. Israel ׳Meir hakohen, Verfasser des ״Chofez .'Cliäim“. 'Me־ir Sirriche hakohen in Dwinsk.׳ Jösef;Rosih,; Rabbiner in Dwinsk. Dr. Salomon Breuer, . Rabbiner;'in Frankfurt a.' Mi' ' Meiiachem ' Mendel ' Sack, Rabbiner ־ in' Riga und Vorsitzender des ׳]ettisbhen

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