Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 46 (13.11.1925)
- Date
- 1925-11-13
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 302 gross zeigen und die Schmach seines Volkes schwinden. Omen.“ Unterzeichnet am 4. Cheschiwan 56S6. (׳Folgen 30 Unterschriften.) Es wurde ein Ausschuss'gewählt, der mit allen geeigneten Mitteln gegen die Durchführung der Volk׳sab- Stimmung wirken soll, die für die gesetzestreue Judenheit keinerlei Verbindlichkeit besitzen wird. Zum Wochenabächnitt■ v Der Weg vom Tod zum Leben.!Denkende!Menschen haben teils im Ernst, teils im Scherz den Versuch gemacht, einen Wertmesser für die Kulturhöhe eines Volkes zu ergründen; dabei wurde auch behauptet, dass ■man aus der »Art und Weise, wie •ein Volk Seine Toten ,behandelt, . berechtigt sei, einen Schluss zu :ziehen auf den!Kulturstand dieses Volkes. Es ist bekannt, wie stark 'bei alten •Völkern die .Neigung •vorhanden war, einem Totenkuft sich hinzugeben, und wie schmal die Grenze war, die vom Totenkult zum!Götzendienst führte. Umso!bedeutsamer ist, dass!Abraham, der ׳in dem Lande des abgöttischsten Totemkultes lebte, uns in Worten der , Heiligen Schrift als der Mann gekennzeichnet wird, der für seine spätesten ׳ Enkel,■ auch in dieser Hinsicht!vorbildlich geworden ist. D.ie!Erkenntnis, ׳dass gerade der Augenblick des Scheidens;rückwirkend ein!Licht wirft, auf das, was ■uns der Tote :i׳m Leben war, ist bezeichnend für jüdische Sitten. 'Sarah!war allein gestorben, und ais nun Abraham kam und ׳das (Haus verödet fand, da war es sein •erstes, zunächst die Tränen •zu bezwingen und sich gedankenmässig •ein (Bild zu gestalten von dem, was die Verblichene ge־( ,weseivwar; und er kündete dieses Bild sich und den Seinen. Mag auch ׳der!Schmerz des Scheidens noch so tief sein, er verebbt im Laufe der!Zeit; wenn es aber gelungen :ist, selbst im Augenblick des tiefsten Schmerzes ׳sich das Leben!des Verblichenen noch einmal zu vergegenwärtigen, dann' wird der!Gehalt ׳dieses Menschenlebens unsterblich und lebenswirkend bleiben, das Gute, ■das der Töte gewirkt, das Wahre,' das sein.!Geist ׳erkannt und verkündet hat, es lebt weiter. Erst wenn die Ewigkeit gesichert ist, kommt auch!der Aalgenblick -zu!seinem (Rechte und dann mögen die Tränen ungehemmt fliessen.!In diesen Gedanken liegt .'die■■.1Erklärung ׳dafür, dass in den betreffenden Worten der 'Heiligen Schrift z׳uersr erzählt wird, dass Abraham das Bild ideT Toteh gekennzeichnet und dann ׳erst,;wie er um sie geweint ׳hat. ־ Damit' .war aber auclf von dem entseelten Körper alles Trdiscbe .gefallen und .Abraham verkündete, dass es Pflicht der!Lebenden sei, sich, von dem Toten zu trennen und dass es keine Ehrung der Toten bedeutet, wenn sie!die Hinterbliebenen in der Betätigung ׳ des Lebens dauernd hemmen. Darum ist •es,keine Härte, wenn Abraham seiner götzendienerischen Umgebung beispielgebend erklärt, er ׳könne nicht die!Grabesstätte für Sarah mit den Chetitah teilen, •denn er muss seine Tote von sich!hinweg begraben 1und muss sorgen, •dass die Erde Ihr unantastbares Eigentum wird. Nachdem •er!ihr eine ewige Ruhestätte geschaffen *und ׳die Heiligkeit ihres Lebens •auf •die Stätte des Grabes übertragen sah, ׳das ihrem!Körper!Rühe bieten sollte, vermählte er seine Tote mit der Erde. Dann sandte er Elieser aus,!um •eine Frauengestatt zu •suchen, die den Lebenszauber Sarahs wieder!in sich zu verkörpern verheissen würde. _JÜDISCHE PRESSE_ E1*ez Jisroel■ Die Zahl der Juden in Palästina ist itn Laufe des Jahres 5685 um 34.000 gestiegen. J'eär us.al-e m. (J1PZ) Während des Jahres 5685 belief sich die Durchschnittszahl der monatlichen Einwanderer auf 2790. Die Gesamtzahl der Einwanderer im Jahre 5685 betrug etwa 33.500. Wenn wir die Zahl der 1750 Juden abziehen, die Palästina im Laufe des Jahres verlassen haben, so stellt sich die Nettozahl der Einwanderer auf ein wenig unter 32.000. Die Auswanderung wurde aber mehr als ausgeglichen durch den natürlichen Zuwachs der Juden, der auf 2000 jiihrlieh gestiegen ist. Rund 4000 Palästina-Einwanderer im Oktober. J»e r u- Salem. (J׳TA) Laut!Mitteilung des Einwanderungsamtes sind i!m Oktober d. J. rund 4000 Einwanderer nach Palästina gekommen. — fm September betrug ׳die Zahl der Einwanderer 3609, im August 3696. Rabbinische Protestversammlung gegen ,die Volksabstimmung in Sachen des Frauenwahirechtes. Jerusalern. (AJPB.) Jüngst fand auf Einladung des Beis Din der askenasischen Gemeinde in Jerusalem, eine Versammlung von Rabbinern .aus allen Städten des Heiligen Landes statt, an der sich etwa 30 Rabbon.im beteiligten. Zweck der Versammlung war, die Aussprache über Volksab- Stimmung, die vom Waad Leumi zurzeit in Sachen des Frauenwahirechtes beabsichtigt ist. Rabbiner Rubin eröffnete die Versammlung, worauf Herr Moses Blau über die Sachlage referierte. Oberrabbiner Sonnenfeld, Rabbiner Klatzkin aus Lublin und Rabbiner Kliers aus Tiberias gaben ihre Ansicht dahin kund, dass, nachdem das Frauen- Wahlrecht ein Issor min Hathaurosei, die Veranstaltung einer Volksabstimmung über diese Frage den schwersten Einbruch in die Grundfesten des Religionsgesetzes bedeute. Es sei darum für einen gewissenhaften Jehudi verboten, sich an der Volksabstimmung mit ja oder nein zu beteiligen. Es wurde alsdann folgende .Resolution be׳־ schlossen: ״Die Unterzeichneten Rabbiner des Heiligen Landes, Aschkenasim und Sefardim aus Jerusalem und anderen Städten des heiligen Landes, haben Rat gepflogen über die furchtbare Verheerung, die auf religiösem Gebiete durch diejenigen, (die das Joch der Thora abgeschüttelt haben, angerichtet wurde, indem sie. die Frage des Wahlrechtes der Fraü ,einer Volksabstimmung unterwerfen.“’ Eröffnung! der Schule in Maschneh Jisroel. — lnstallierung eines Raws. Jerusalem. (AJPB.) Nach Sicherung der materiellen Grundlage der neuen agudistisehen Kolonie, Machaneh Jisroel schritt die Leitung derselben zur Regelung des Erziehungswesens und hat bereits seinen Rabbiner (installiert und eine Schule eröffnet. Rabbi Mosche Finkel זצ״ל• j e r u s a 1 e m, 29. Oktober. Am dritten Sukkostag starb nach kurzer Krankheit Rabbi Mosche .Finkei, Sohn des ״alten Finkei“, des Begründers der .Slobotkoer Jeschiwa und Schwiegersohn’ des ersten Leiters der Jeschiwa, Rabbi M. M. Epstein. Der Verstorbene (hatte sein Leben und seine ganze Kraft dem Lebenswerke seines Vaters und Schwiegervaters ge-1 widmet, und ׳er übersiedelte.; nach Verlegung eines Teiles :der Jeschi wo .׳nach (Hebron mit seinem Vater dorthin, wo er bis zu den, letzten,,Tagen mit den besten Hoff: nungen für die ,Zukunft derjLehrsfätte־ im Heiligen Lande wirkte. Der Tod dieses grossen Gelehrten und seltenen Mefnschen bedeutet (einen ausserordentlichen Verlust für die Jeschiwa sowie für das Thörajudentum überhaupt. Die Bestattung!fand unter ausserordentlicher Beteiligung statt. \ Eine neue jüdische Kolonie. Jerusalem (JPZ). Eine neue Kolonie!unter dem Namen ״Sichron Abraham“ (Gedenken an!Abraham), ist beim Eingang des Tales Jesreel gegründet;worden. Die Kolonisten, die aus Lodz sind, haben 4000 Dunam gekauft. 15 Familien sind bereits an Ort!und •20 weitere Familien werden im Laufe des׳ Winters erwartet. [ 1 Harren-, Knaben- und Kinderkleider fertig u tad nachMass Massabteiluug bis za den feinsten englischen Stoffen. Erstklassige Zn- Schneider. Eleganteste Ausführung. Auf Vermeidung von DöJW wird genauestens geachtet. J. STEHN1, Wien, II., Qlookeagaue 25. T. 40913. _• _Beachten Sie die Hausnummer._ Nr. 46 Eine Schülerin der Frau Schenierer als Leiterin einer Jerusalemer Mädchenschule engagiert.!F r a 11 k f 11 r ,t a. M. (AJPB.) Fräulein Cilla Korn aus Mlawa. welche ,bei ■der Begründerin und ׳Führerin der ׳Bejs-Jaakow־Bewegung!Frau •Sara!Schenierer ׳ihre Ausbildung erhalten hat, wurde als Leiterin der agudisfcischen!Mädchenschule in Jerusalem engagiert. Günstige Entwicklung der Jerusalemer Poale Agudas Jisroel. Jerusalem. (AJ1PB.) Die Jerusalemer Poale Agudas Jisroel hat die Durchführung der Innenarbeiten ׳im •Neubau des Oiskinschen Waisenhauses übernommen. Diese Arbeiten werden •von einer grösseren •Gruppe Au lim besorgt und werden eine längere Zeit in Anspruch nehmen. Die Küche der Poale Agudas Jisroel in Jerusalem findet •dank ׳ihrer ausgezeichneten Führung •alltäglich erhöhte Inanspruchnahme und es ist aus ׳den!Statistiken zu ersehen, dass! während der Feiertage täglich durchschnittlich 600 (Personen ׳vollkommen verpflegt werden. Des Abends •vereinigen sich sämtliche Mitglieder dieser ׳Arbeiter-. Organisation, um •das Thora Studium zu pflegen. Araberstreik in Palästina am Balfourtage. Jerusalem, 3. November '(JTA). Für den 2. November, den achten Jahrestag der Verkündigung der Balfour-Deklaration, hatte die palästinensisch-arabische Exekutive für ganz Palästina den ,Generalstreik proklamiert, In Jerusalem iind in allen ׳Teilen des Landes wurden Proklamationen verbreitet, in denen die Bevölkerung aufgefordert wurde; an diesem Tagfe ׳die Arbeit ruhen zu lassen, die GeJ schäfte zu schliessen!and sich in den Moscheen und Kirchen zu versammeln. Diese Proklamation der arabisehen Exekutive wurde nur zu einem kleinen Teil befolgt. In Jerusalem ׳waren am 2. November nur wenige arabische Geschäfte geschlossen, der Grossteil der Araber ging seiner ׳gewöhnlichen Beschäftigung nach. In den Kircherf und Moscheen!waren mohammedanische und christliche Araber versammelt; dort würden Gebete um die Annullierung der Balfour-Deklaration verrichtet. Sonst verlief der 'Tag im ganzen Lande ruhig; es ereigneten sich keinerlei Zwischenfälle. Das Leben in Machneh Jisroel. Afule. (AJPB.) Am 24; Elul 5685, also zirka zwei Monate nach Beginn der Arbeit in der agudistischen Kolonie ״Machaneh Jisroel“ fand ־ die erste ärztliche Untersuchung sämtlicher An- Siedler statt. Es wurden untersucht: 54 Personen, und zwar 41 Männer und 10 Frauen. Vom ärztlichen Standpunkt aus ist unser Siedlermaterial wider alles Erwarten ein ganz ausgezeichnetes. Die Untersuchung ergab: Männer für schwere Arbeit geeignet 31, Männer für mittelschwere Arbeit geeignet 6, Männer für leichte Arbeit geeignet 4, Frauen für jede Arbeit geeignet 8, für leichte Arbeit 2. Die ärztlichen Untersuchungen in ״Machaneh Jisroel“ finden •dreimal im Monat statt; bei dieser Gelegenheit werden auch die hygienischen Verhältnisse der Kolonie in bezug auf Wohnung usw. kontrolliert. Die Anlage eines Bades und Duschevorrichtung gleich zu Beginn der Arbeiten hat sichtlich einfen günstigen (Einfluss auf den Gesundheitszustand der Arbeiter ausgeübt. Bemerkenswert ist der Bericht eines Augenzeugen über einen Sabbatnachmittag (23. Elul), . welcher folgendermassen lautet: Zu Mincha kommt eine grosse Anzahl von;Kindern aus der benachbarten Siedlung Kfar Jeladin (Bai-;fouria) nach Machaneh Jisroel, Knaben und sogar ältere •Burschen, die, sicher schon jahrelang Reine' Brocho< vor\ der Thauro gemacht haben, lassen sich mit )sichtlicher Freude aufrufen, beten später sehr ernsthaft mit, bleiben über die dritte Mahlzeit hinaus bis Hawdoloh bei uns und fühlen sich sichtlich bei uns wohl. Auch einige Lehrer sind unter ihnen und auch der Leiter der Siedlung soll häufig am Schabbos zu uns kommen. Vereinigung jüdischer Akademiker, Wien. Am Samstag, den 14. November, 8 ׳Öhr abends, eröffnet die ״Vereinigung jüdischer Akademiker“ ihre diesjährige Wintertätigikeit, und z!war mit einem Vortrag des Herrn Dr. L. Deutschländer über das Thema ״Biblische Motive in der Dichtung“. Der Vortrag findet im Klublokal, Cafe Habsbung, ■Adlergasse, Ecke!Rotenturmsträsse, statt. Für Gäste sind noch einige Eintrittskarten •beim Vorsitzenden ׳'Dr. Luria, oder vor!Beginn des Vortrages erhältlich. (Eintritt frei.) Der Handschlag. (Eine Geschichte aus Prags Vergangenheit.) Die Sonne warf ihren letzten Strahlengraiss über die Judengasse ׳und liess ׳die Fenster der Häuser noch einmal goldig aiifleuchten. * Ln der Gasse berrsoht ׳reges Treiben. Frauen sitzen plaudernd vor •den Toröingängen und sehen ׳den spielenden Kindern zu, ׳Gruppen von Spaziergängern gehen auf ׳und ■ab, sich •des •schönen Sommerabendjs freuend. Ans einer Hausflur treten A׳rm!in Arm zwei junge Mädchen; Sorele und Riiwkele, •die zwei unzertrennlichen Freundinnen; beide sind jung, beide sind schön und gehören den ׳ersten Familien der grossen Judengemeiinde an. Wie die beiden durch die Gasse gehen, hie und da einen Gr-uss freundlich erwidernd, blickt ihnen mancher Spaziergänger bewundernd nach. ״Wie schön sie heute wieder sind, die zwei Freundinnen“, sagt mi׳t Hinweis auf die Vorübergehenden eine Frau zu ihrer Naohbarln. ״Ja schön ׳und fromm und reich“, gibt ׳die andere .׳flüsternd zurück, ׳״die werden sicherlich ihr Glück machen.“ Und zärtlich aneinandergeschmiegt gehen Sorele und Rdwkele durch die Gasse, freuen sich .der vielen bewundernden ׳Blicke, freuen sich ihrer Jugend und Schönheit ׳und des Lebens, das vor ihnen liegt. * ’ , Sorele ist Braut, eine glückliche Braut. Viele Bewerber, hatte ihr Vater', ,!der reiche Reb Wolf Ibdsber abschlägig besch'ieden, ■denn keiner schien fflim für sein sChönes^Kind gut genug. Doch als der junge) reiche Metallhändler Simon•, der in der ganzen .Stadt ob seines •grossen talmudischen Wissens geschätzt war, das Mädchen z!ur Frau •begehrte, da hatte er ihn freudig willkommen geheissen. Nun steht im!Hof die reichvergoldete Chuppa auf geschlagen, um welche sich eine!freudig erregte Menge drängt; es will sie!jeder sehen!, die schöne Sorele, wenn^ auch noch so viel Drängen und Püffe, kostet. Und endlich, ein Flüstern ,der Bewunderung von allen Seiten, tritt die wunderschöne, .׳junge!Braut, in!weiche, welsse Seide gehüllt, unter den ׳Baldachin; bald folgt ׳der Bräutigam, dem das Glück ans ׳den Augen leuchtet. ״Welch schönes Paar“, hört man •in!der Menge •flüstern'. ,;Lange sollen sie leben ■und Führendes Haus seit über 50 Jahren Wien, I., Tuchlauben 20 Cräpe de Chine (Reinseide), 100 cm breit, beste Qualität und grösste Farbenaus- ן A _ wähl . . .... . . ..... . . 8'ר»"י““ Futterseide für Mäntel und Pelze in7 ־ __ grösster Auswahl . ", ,״•;■' ....... S Ottomane und Glanzseide, das Neueste für ■Hüte, in allen Farben bereitseingetroffen Schnürlsamte^- waschbar, original französisch, in den. herrlichsten Modefarben,; 4 QA 70 cm breit. . . . ..f . , . . per Meter S “tvv. 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Immer wieder erzählt sie der Freundin, wie klug und geachtet Srmon ist und w!ie gütig er zu ihr ist und wie er alle ihre Wünsche erfüllt, kaum ׳dass sie welche ausgesprochen. Aufmerksam hört Riwke.le zu. Wenn aber Sorele oftmals scherzend bemerkt, dass es die Freundin Ihr wolhl bald nachmachen werde, dann schüttelt das schöne Mädchen heftig den Kopf. ״Nein, Sorele“, sagt sie, ״ich muss noch warten, es hat ja noch Zeit.“ —!Riwkeles Vater ist anderer Meinung. Er möchte die Tochter schon gerne versorgt sehen, doch keiner ist ihr gut genug. Kommt einmal ein Antrag zur Sprache, so schüttelt sie spöttisch lachend den Kopf. ,Das ist wieder einmal nichts für mich“, sagt sie, ״ich möchte einen sehr reichen und sehr kilugea Mann, so ähnlich wie Soreles Simon ist.“ * In Simons Haus herrscht düstere Stimmung, seit Wochen schon kränkelt Sorele. Seit Wochen kommen •die Aerzte ins Haus, verschreiben Kuren und Medikamente und können nicht feststellen, was der Kranken fehlt. Und Sorele wird immer hinfälliger. ,Tagelang, sitzt sie rnüssig iip, Lehnstuhl, spielt mit den bleichen, durchsichtigen Fingern und stets muss die Freundin um sie sein. So ver-. streicht die Zeit, Sorele geht es schlechter und schlechter.