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Jüdische Presse · 1925-11-06 · 45 (6.11.1925) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
45 (6.11.1925)
Date
1925-11-06
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 45 JÜDISCHE PRESSE MMM ־ Feierlicher Empfang , des Aguda-Präsidiums durch Lord Plumer. Jerusa׳l e m. ־ (AJPB.) Am 4. Cheschwan wurde der Vorstand der palästinensischen Landesorganisä-j tion der Ägudas Jisroel und des :VPaad Hoir Aschkenazyi von dem Oberkommissar» Feldmarschall Lord Piumer. in; feierlicher Audienz empfangen. Der Vorsitzende, Rabbiner Chaim Sonnenfeld, begrüsste den Oberkommissar mit einer feierlichen Ansprache, in welcher er den ,Segen des Hirn־• mels für dessen Amtsführung erflehte. Lord Plumer dankte! tief bewegt und forderte die Anwesenden :auf, ihm die speziehen Wünsche der von ihnen vertretenen Organisationen; direkt zu übermitteln. Rabbiner Jungreis und (nach ihml Rabbiner Mosche Blau lenkten die Aufmerksamkeit des׳ hohen Kommissars auf die Lage der ,gesetzestreuen Juden־' heit im heiligen ׳Lande und erbaten׳ seine besondere Intertion für die Förderung der religiösen ,Institutionen den Verfassung der jüdischen Gemeinden und für die Erl eichterung der Einwanderung nichtzionistischer orthodoxer Juden.; Lord Plumer versprach sorgsamste Prüfung •der (überbrachten Wünsche und erbat ein ausführliches Memorandum, welches auch überreicht wurde. Nach herzlichen 'Abschieds- Worten seitens Oberrabbiners Sonnenfeld gab Lord Plumer seiner grossen Befriedigung über den Besuch Ausdruck,' ebenso der Hoffnung auf eine weitere gedeihliche Zusarn־; menarbeit zugunsten des Landes. \ Rabbi Efraim Lapp von Virbalen s. \$. 1. Kownq (AJPB). Der scharfsinnige Talmudist Rabbi Efraim Dow( Lapp ist in seinem Beth ,Hamidrasch während des Talniudstudiums ,plötzlich verschieden. Der berühmte Gelehrte zeichnete sich durch seine umfassenden Sprach^, kenntnisse und seine phänomenalen Talmudkenntnisse aus. Er hat eine. Reihe von exegetischen Werken wie Siwche Efraim und ״Haguos al jeruscholajim“ herausgegeben. Perlatzwisner Rav verschieden. Warschau; (AJPB). Rabbi Jizchak Abraham L am.stein ist leinen langjährigen Krankheit erlegen und wurde am!1. Chesch1־ wän zu Grabe getragen. Der grosse Gelehrte war im( Sekretariate des rabbinischen Rates der Agudas jisroel tätig und zeichnete sich besonders durch $eine schrifb stellerische Begabung, die er ganz in den Dienst den Agudas Jisroel stellte, aus. Bei seinem Begräbnisse waren viele tausende Juden anwesend, unter ihnen;die Rebbeiml von Gora, Minsk, Radzin usw. Beim offenen Grabe hielten folgende Rabbiner Trauerreden: Rabbi Meider Don P lo t z k i, Rabbi Jakob S-i J11tb§ffl§;t e i n und Rabbi Menachem ,Schember.1V; bim ׳ Propagandatournee'Rabbinör Dr. Pollak nach Ru-j mänieh. Wien (AJPB). Zahlreichen Einladungen von verschiedenen Gruppen Rumäniens Folge leistend, hat sich Rabbiner Dr. Joel Pollak via Budapest nach Oradea Mare begeben. Er beabsichtigt mehrere Wochen im Lande zu verbleiben, um für den Ausbau der Aguda-Organisatiüh zxu wirken. .Rabbiner ...DrujJoel;j Pollak ihat« bereits «mehrere Mäl’e^'Sietjenbürgen besucnt״ und erfreut'’״sich ״dörtselbst grösster Popularität.; Die rumänische Regierung schafft autonome reib giöse Gemeinden. B ü k*a r es t (AJPB). Mitte Oktober fand im . Bukärester Kultusministerium eine im EmverhehJ meri mit dem Minister des Innern ׳eiriberufene Konferenz statt,. dje k zur gesetzlichen Regelung der jüdischen Gel meinden ln Rumänien Stellung nehmen sollte. (Der Enquete waren zugezogen: Senator Oberrabbiner Zire 1sph'n,, Kischenew, Präsident der ,Landesorganisation dei* Aguda . •in Bessarabieri,. Oberräbbiner Sch'orr, Oberräbbiner U11 marin, Präsident der orthodoxen Landeskanzlei in Trannsyivanien IBistritz), und Oberrabbiner ür. Nacht, Radaütz,. sowie zahlreiche Persönlichkeiten aus den jüdischen Laienkreisen ,.Alt- und Netirumänieris. Ministeö Ä ngh e l es c u erklärte, dass zum' Schutze 'der■ Gewissensfreiheit der religiös orientierten Judenh'eit die Möglich- Keif״■ zur Bildung autonom-orthodoxer Kultusgemeinden •ge-, Schaffen werde. Ein diesbezüglicher Gesetzentwurf wird demnächst dem Parlamente vprgelegt werden. Beginn der Jugendgruppenarbeiten im Winter. Die Arbeit der Jugendgruppe im heurigen ־ Wintersemester hat in einem guten Zeichen begonnen. Die in Broscfiürform erschienenen Luachblätter des Agudas Jisroel-Jugendgruppe Wien mit reichhaltigem literarischen und kalendarischen Inhalt haben reichen Beifall gefunden. Der .überaus gewählte geschmackvolle Inhalt r— auch die einzelnen Bil־ der nach Zeichnungen von KünstferRand — ist sehr bedacht zusammengestellt. Zu Beginn des Wintersemesters hat Mozze-Schabbos Parschoth Lech Lechö eine überaus zahlreich besuchte und besonders schön verlaufene Mit* ,gliederversammlung stattgefunden. Eröffnet wurde die Ver- Sammlung durch den Obmann Samuel Stern, der einleitend ausführte, dass wir der* alten Gepflogenheit Rech-1 nung tragend, ehe wir ah die neue Arbeit schreiten, Rückschau halten über das bisher geleistete, um einerseits aus den gemachten Fehlern für die neue Periode zu lernen, anderseits aus dem Erreichten Kraft, Mut und Schaf־ fensfreude für die neue Arbeitsepoche zu schöpfen. Herr Dr. Leo D e u t s c 11 l ä n d e r referierte über ״Keren Hathora und Jugend“. Eingangs berichtet Redner über die Arbeit des Keren Hathora in den verschiedenen Ländern, die der lokalen Eigenart nach verschieden, in ihrem Ziele1 aber überall einheitlich ist. In Wien, das in die Geistes.־ Zone des Chasam'Sofer s. A. fällt, ist es־ nicht notwendig׳, dafür zu agitieren, dass junge ,Leute einen, wenn auch nur geringen Teil ihrer Zeit in den Jeschiwohs zubringen sollen. Dagegen aber ist es notwendig und sehr dringend notwendig, dass die Kinder jüdischer Eltern, die’ unter den schwierigsten Verhältnissen nach Erfüllung ihrer Schulpflicht in die Jeschiwohs gehen, dort mit dem Not־ wendigsten versehen werden. Dafür arbeitet mit;be•^ kanntem Erfolg der Keren Hathora Oesterreichs durch! die Keren Hathora-Kommission der Jugertdgruppe im Einvernehmen mit dem Tiferas Bacriurim. Als nächster sprach Herr Ernst Spitzer für den Unterrichtsaus־ schuss. Nach einem kurzen Bericht über die Tätigkeit im vergangenen Sommersemesfer, aus der er besonders die sehr beliebten Friihschiurim (in den Sommermonaten um 6 Uhr morgens) hervorhob, berichtet der Redner über; den Winterfehrplan, aus dem er einige Neuerungen her* vorhob, die zur Belebung der‘Jugendgruppentätigkeit beifragen sollen, so insbesondere ■ die geselligen Zusammenkünfte am Freitag abends, die mit Magudsuvorträgen seifens der Mitglieder verbunden sind, ferner die Diskussion und Vortragsabende an Mozze-Schabbos. Die weiteren Ausführungen des Redners über die Notwendigkeit des Lernens der Grosstadtjugend und ihre organisatorische Zusammenfassung zu einem Kreis Gleichgesinnter, waren von einer solch zwingenden Logik und von einem sitfliehen Ernst getragen, dass ihr Eindruck 'den ganzen weiteren Verlauf der Versammlung bestimmten. Der nächste Redner Siegmund S t e rn berührte die unum־ gängfiche Notwendigkeit einer starken zielbewussten Ju-;gendbewegung. Redner zeigte treffend, wie durch Organisafion alles und ohne Organisation nichts erreicht 'werden Rahn! Was! für Uns im Loko im Kleinen gilt, gilt für die Welf im, Grossen, und so hoffen ,wir, dass wir . in einer! mächtigen Organisation das Temperament des Ostens mit *der Disziplin des Westens vereinigt den Aufbau unseres Werkes' und besonders unseres' heiligen Landes im Geiste unserer Traditionen' erfüllen werdenkönnen. ■ Unter grossem Jubel wurde hierauf ein Telegramm der parästinensi־ sehen. Landesprganisafion verlesen, indem , die endgültige Ablehnung; des jüdischen Gemeindegesetzentwurfes mitgeteilt wird. An der folgenden ׳ Diskussion beteiligten sich'u.l'"äv Rkbbirfdrt:sMöses• ’4B’re'feh*■ (Keren HäthÖrä),''Äue^ bach (Halberstadt; Organisation), ' Viktor Bäumgarten (Zei-׳ fung. und Propaganda); ■Schiffmann usw. Mit ,Mehrheitsbeschluss der Versammlung ׳ wurde, kurzvor;Mitternacht beschlossen, die Diskussion, abzubrechen und am Staats־ feiertag am 12. November förtzusefzeh:׳ RabbhterwähL , Aus prohobicz berichtet rnän uns,, dass Herr Perez Gertner; Enkel des ehrwürdigen Alt־ Städter OberrabBiners ChV ’ jf Jeruchem, zum Rabbiner der jüdischen Gemeinde Bania-Kotowska gewählt wurde! Goldene Hochzeitsieier iih israelitischen Taubstummeninsiitut. ,Am 14. November tl. J.( '•i1׳m halb ,10 •U!hr,!findet im Tempel des israelitischen Taubstummeninstituts die Feier der, goldenen Hochzeit des Oberlehrers Josef Friedl, des Seniprs der Wiener jüdischen Taubstum menlehrer, statt, der 37 Jahre im schweren Dienste des Taubstummen- Unterrichtes erfolgreich gewirkt hatte. Trauerkundgebüng. Im Verein ״Bikur Cholim“, XX;, Treustrasse 7, hielten ■am- Sonntag die Rabbiner Gottes־ mann und Hager vor einem ,zahlreich erschienenen Pu־, bfikum tiefempfundene Hespedim auf den verstorbenen Zum Wochenabschnitl- Die Edenspiorte der Geschichte. Vielleicht werden im Urteil der Menge .andiene . Er- ׳etgims&e höher bewertet, für ums aber enthält der Wochen- . absebmitt das Grösse, ׳den Beginn einer neuen Epoche, den ׳höchsten Ausdruck der Solidarität der Menschheit.• Jenen - Augenblick!meinen ׳wir, in ■welchem Abraham für ,andere betete, dieses Beten für ,andere!ist ׳seitdem ׳ein Erbteil der ׳gläubigen Menschheit ׳geworden. Abrahams Tat •ist «Mit (mir bedeutsam •und!bahnbrechend für das Wesen! des Gebetes überhaupt, sie bedeutet vielmehr ■das . erste Zeichen ׳der Universalität ׳der Menschheit. Alle Bestrebungen, die ,auf...Völkerfrieden •umd Völ;kenvereinigung hinizielen, müssen an dieses Ereignis gedanklich auknüptfen. Denn diesem Beten!für andere, ging notgedrungen die Erkenntnis voraus,..dass das Geschick ׳der anderen van demselben Wesen bestimmt wird, wie das eigene ׳Geschick .des Betenden. Van diesem Gesichtspunkte ׳aus betrachtet, werden alle sonstigen Faktoren der Menschheitsgeschichte sekundär und können eigentlich nur dann wirkungsvoll wenden, wenn!man •den! allerersten •Faktor, die Tatsache ׳der Bestimmung durch ׳das höchste Wesen, mehr oder weniger aussohaltet. , .? - . ׳ י . Nun ist •diesem Ereignis; ein .anderes vorausgegangen; der Allmächtige hat Abraham einen ,Blick in die Zukunft tun lassen, •unid iziwar ,deshalb, .weil er!in Ihm den (Menschen sah, welcher die Summe!der. geAvonnenen Erfah׳rungen, die Gesamtheit einer geschlossenen Weltanschauung kom•: «enden Geschlechtern überantworten würde. Was aber, so (fragt ein alter, Erklärer,;was ist die reife Frucht eines derartigen Lebens,, das sich In. kommenden Geschlechtern aMSwirkt? Was ist die volllcommenste Blüte des Brjbes, das von Abraham übernommen wurde? Die Antwort auf diese Fragen.'wird gefunden in, den Worten: und sie wör- ׳den ,wahren den Weg des!Ewigen; (weschomru!derech haschem). Dehn neben dem einfachen Sinn, der besagt, sie werden beobachten den Weg( ,den der Ewiige ihnen• vorschreibt, liegt noch ein tieferer Simr verbargen'; ׳dieser ׳ besagt: sie werden bewahren’den Weg zum Ewigen, sie, : die Enkel Abrahams, ,werden dafür sorgen, ׳dass der ■Weg zum Ewigen ׳immer offen bleibt, immer!der Menschheit sichtbar sich darstellt.' ’ . Ob ׳die!Enkel Abrahams Altäre bauen ׳gleich. Uhren Ahnen und den Namen •des Allmächtigen ,verkünden, ob säe ihr •eigenes Leben und das Leben ihrer Kinder* ganz dem Dienste des Weges zu G-tt. stellen, ob sie für die . Klarheit dieses Weges ,ihr. Leben •und •Sein!emstellen, sie. zeigen׳. ׳der. Menschheit, es .gibt einen Weg >z.u!G-tt und. Menschen können Ihn gehen. ״Auf . diesem Weg lernt man; und iibt man das •Beten für andere׳. So stellen sich!die jüdischen Kinder an •die Seite ׳der Engeil, ■ ■die der •Alimächtige in lohender, kreisender' Feuergalbe an■ die!: Schwelle ׳des Paradieses gestellt' hatte, auf dass sie weit- . •׳hin' sächtbär ,'׳wahren!!und ,freihalten den Weg' zum Baum . des Lebens (lischmaur es derech ez hächajim). P. K. Damen-Pelzmäntei lacken sowie; Hfirrenp6lz6 in reichster Auswahl zu sehr b i 11 i geh Preisen bei . , .. % ..; , Ja wetz & Müller Wien! II.» Untere Augartenstr.14 Seite 295 Gaon Oberrabbiner AraM"s. Z. I. Der Oberkantor des ״Brief Brith“־Bethauses trug das El mote tächmim rührend vor. Auflehnung der polnischen Jtldenheit gegen Sabbatentweihung.durch einen palästinensischen Sportklub. War- ^:c h au. (AJPB.) Die polnische Judenhert ist in grösster Erregung über die beschämende Nachricht, dass e*n palästinensischer Sportverein es wagt, am Sabbat öffentlich! Fussball zu spielen. Am vorletzten Sukkothtage sollte der* palästinensische Verein ״Makkabi“ in Warschau ein Match! vieranstalten, wogegen sich das Warschauer Rabbinat auf1־ lehnte und durch Verhandlungen eine Verschiebung deä Termins zu erreichen versuchte. Da dies fruchtlos blieb, erliess das Rabbinat einen Cherem, um insbesondere gegen( solche zionistische Praktiken im heiligen Lande!und deren( demonstrativen Uebörtragung in die Geulah ein ׳Exempel zu statuieren. Den gleichen Kampf hatte auch das Wilnaet! Rabbinat. Zürich. Auf vergangenen Sonntagabend lud die Agudas Jisroel zu einem Vortrag über!das Thema ״Tauro und Keren Hatauro“ in die Augustin Keller-Loge ein. Als Referent sprach Herr 'Wolf S; Jacobsohn aus 'Hamburg. Die stattliche Versammlung begrüsste Herr Dr. T. Lewenstein. Er bewillkommte Herrn Jacobsohn mit warmen Worten und übergab demselben das Wort zu seinem •Referat. In meisterhaftem Aufbau,!in glänzendem, fliessendem Vortrag, mit •eingestreiften, prachtvollen (Gleichnissen umd!Erzählungen führte der Redner etwa folgendes aus: Das Ju'ideritum steht und fällt ,mit ׳.der Tauro.!Es ist die erste Pflicht der Eltern, die Jugend dem Taurö- und Talmudstudium zuzuführen. Er ׳belegt seine Ausführungen mit treffenden Zitaten aus dem Talmud selbst ■und geht apf!den (Hauptzweck seines Vortrages über. Wir haben im Osten noch eine, grosse ׳Anzahl junger Menschen,• die. lediglich ׳dem Studium unserer heiligen Lehre olbliegen; aber unter welchen Entbehrungen und Entsagungen (die elementarsten Mittel zum Lebensunterhalt, selbst Brot und Wasser mangeln ihnen) kämpfen sie' für die ׳Hoch-׳ haltung unserer Tauro! Die Jeschiwaus (Talmudliochr schulen) sind ׳der Gefahr ׳preisgegeben, infolge fehlender Unterstützungen ihre 'Pforten schliesseiL zu müssen! Die ganze!Kulturwelt!würde es als ,Schmach bezeichnen,' wenn e'in Rektor irgend einer Universität selbst hinausgehen!müsste, •die!Mittel zum, Studiurn seiner •Schüler!zu beschaffen; dass aber die ׳Rosoliieitejesclnwaus (die Rektoren der Talmudhochschulen) von Stadt zu Stadt wandern müssen, die ׳dürftigen Mittel für ihre *Schulen unter dem Verdacht des ״Schnorrens“ herbeiizu׳schaffen, dazu schweigt die •ganze Judenheit! —- , Der Redner wendet sich ausschliesslich ah diejenigen Menschen, in denen die Ueiber:zeuguijg lebt, dass das Taurostudium der Lebensmepv des׳ Judentums ׳ist, und zeigt ׳ihnen, unter ׳Beibringung konkreter Vorschläge, wie ein jeder durch Bei- . steuern unbedeutender!Beträge, dem ,Judemtum sein höchstes Gut erhalten helfen kann. Die Leitung des Keren.; Hatauro möchte nicht immer am'die ״gleichen Leute, derer! Opferwrlligkeit bekannt‘ ist, hSrmffi^'ten, sie möchte 'd'iev; Unterstützung der• breiten!Ma&S'e ׳'erwerben. Wenn der; eilnzelne sich täglich nur ׳eine ׳Zigarre׳ einspart,!irgend eine Kleinigkeit entsagt,!kann •die Tauro gerettet werden. Die ■Tauro ist in' Gefahr, der Ruf ergeht •an jeden!einzelnen! Wolilverdienter Beifall dankte dem Redner. Als :deutliche Illustration der traurigen׳ Verhältnisse in den | Stätten *der-,Tauro,־ übergab: nun; Herr; Dr. -Leiwensteifu da!s:: ' Wort dem augenblicklich!hier weilenden Vorsteher der Chelrner, Jesch&wah, Herrn Rabbiner Loipian. In zündenden Worten richtete;er an die Anwesenden die Mahnung,, das Studium der Tauro als׳ das Höchste hoch'zuhalten• und •vor allem 'der Jugend die. Gelegenheit zu verschaffen, aus: dem Borne der Tauro ׳schöpfen zu •können, Im.Schlus.s-, •wort dapikte Herr Dr. Lewensteiin für die , beiden gross■: ־artigen Referate und sprach den Wunsch aus, dass die-,! salben'•zur Erstarkung der iKbren Hataur04dbe wohl recht' : bedeutend!beigeträgen haben. 'Die Agudas Jisroel darf diesen Vortragsabend zu ihren besten zählen. s ' l; ץ' י Für Keren; Hathora sind ׳ aus Sighisioarai folgende Beträge eingegangen:• Gemeindepräses Mb chael Fried 1000, Lei, Gemeindekurator M.;Zimmermanim 100 Lei, Aguda-Jiigendgruppe 250 Lei, Aguda-Mädcheni? gruppe 150 Lei, kleine Sammlungen durch Rabb. Josef! Adler 500 Lei, insgesamt 2000 ׳Lei (ö!. S 66). ־'" ' ׳ 0301 Bücher 1©&0; Palästina• 300 Bilder, Einleitung von Sven!Hediii. Mit ausführlich beschreibendem Text herausgegeben von' Dr. Gg. Landauer, Leinenband, Folio. M. 20. (Meyer u; Jessen, Verlag, München.); Hier liegt die erste Bildersammlung vor, die. uns! in umfassender Weise eine genaue Kenntnis, des ganzen! Palästina — seiner Landschaft, seiner vielfältigen Kultur- Stätten, seiner Bewohner, ihrer Werke und Beschäftigung gen — aufs anschaulichste verschafft. Das;ungewöhnlich! reichhaltige Abbildungsmaterial, das in diesem stattlichen;. ' Bande dargeboten wird, verdient schon seiner (schwieriger( Beschaffung wegen höchstes Interesse; sowohl die ,Auf־! ■ nahmen der dem Photographen sonst streng verbotenen! heiligen Stätten, als auch die Wiedergabe von Bildern, .i׳ri denen so manche ,Baudenkmäler und Orte vergangener! Epochen vor ihrer Zerstörung oder sonstigen •Veränderung! ' festgöhälten sind, geben dem ganzen Werke besönderd historische Bedeutung und kennzeichnen es als einzigartige! Publikation von wesentlichster und aktuellster Prägung;! Sagt doch auch Sven Hedin in seiner Einleitung: Ich kanp mich an keinen Fleck der Erde entsinnen, der einet* tieferen, und mächtigeren Eindruck auf mich gemacht hättet Aber Worte reichen hier nicht aus. Diese Bildersamm־• : lung. wird eine viel plastischere .Vorstellung vermitteln, als!; eine noch so eingehende Schilderung/ es vermöchte,‘f . Die einwandfreie äussere Gestalt des Buches, seine! gediegene Ausstattung, die technisch vollendete Repro־« duktion der Aufnahmen machen es zu dem Geschenk-׳ werk dieses Jahres. Hugo Hermann. Eine werdende Welt. Reiseeindrücke aiisi Palästina. — 1925, Verlag Dr. Josef Flesh, Prag. Sagen wir es gleich: es ist;ein Buch, in das man! sich seiner interessanten und spannenden Schilderungen» wegen fest ,einliest und das man nicht Zuschlägen möchte# bis man nicht auch das letzte Blatt gelesen hat. Wäre! »icht das Kapitel von Religion und Religiosität, welches eine sehr naive Auffassung des Verfassers m diesen Dingert zeigt, es wäre ein für jedermann empfehlenswertes Buch,

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