Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 44 (30.10.1925)
- Date
- 1925-10-30
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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JÜDISCHE PRESSE Nr. 44 Seite 288 rates und des jüdisch-religiös angestrichenen Antisenvitisinus“ ist, so sollte zumindest, die jüngst vom zionistischen Parteir-at eingesetzte Kontrolle dafür sorgen, dass solche, für jede nur irgendwie ernst zu nehmende jüdische Partei beschämende Ausbrüche eines von den niedrigsten Instinkten getragenen Hasses unterbleiben. Auch innerhalb der Aguda fehlte es nicht an gewichtigen ,Personlichk'ei,teil, die d:ie Situation noch nicht für reif halten für eine Verständigung mit der zionistischen Organisation selbst in konkreten EinzeUragcn. Diese Anschauungen konnten aber bisher keine!Majorität erlangen und so werden die Verhandlungen fortgesetzt. Da unseres Erachtens die Aufgabe der Publizistik nicht sein kann, Verhandlungen von verantwortungsvolien Menschen durch . Hervorhebung der trennenden Momente zu stören, so halten wir es für unsere Pflicht, die Klagen der in der ״Wiener Morgenzeitung" angeführten 'Redner über eine feindselige Haltung der Aguda während der Unterhandlungen mit der zionistischen Organisation in das richtige Licht zu rücken. Die Petition der aschkenasisohen .Gemeinde wurde an den Völkerbund gerichtet zu einer Zeit, wo Verhandlungen zwischen den zwei Organisationen noch nicht angekniipft waren, und da Handlungsfreiheit trotz Fortsetzung der Unterhandlungen ■ausdrücklich ■Vorbehalten wurde, kann kein vernünftiger Mensch daran Anstoss nehmen, dass A&udas Jisroel die Petition, •die jetzt .auf die Tagesordnung des Völkerbundrates gesetzt worden ist, auch energisch vertritt. Wir legen auf die .Feststellung der vollkommen korrekten Handlungsweise der Aguda umsomehr Wert, well wir den politischen Wert des Erscheinens vor dem Völkerbundrat überaus hoch einscliätzen. Nachdem im Frühjahre Agudas Jisroel Gelegenheit hatte, auf Grund ihres sachlichen Memorandums .in Sachen der Kalenderreform vor eine Kommission des Völkerbundes zu erscheinen, hat ,sie jetzt , wiederum ׳Gelegenheit, die religiösen!Interessen eines gewichtigen Teiles ■der jüdischen Gemeinschaft zu vertreten. Es kann nicht ohne wohltätige ■Folgen .bleiben, wenn ■eine hohe moralische Instanz, wie es der Völkerbund ist, aus eigener Anschauung erfährt, dass das jüdische Volk, zumindest ein sehr grosser Teil desselben, vor allem rePiglös lebt und fühlt und dass seine ׳Sorge hauptsächlich auf eine ungehemmte, yneingeschränkte freie Entfaltung seines r׳ellgiösen Lebens sich konzentriert. Dass Agudas Jiisroel keine separatistischen Tendenzen verfolgt, beweist eben der Umstand, dass sie in Sachen der Kalender re form, wo ihr Memorandum das Substrat der Unterhandlungen bildete ׳und die einzigen!positiven Vorschläge enthielt, gemeinsam mit anderen jüdischen Vertretern vor dem Völkerbund erschienen ist. Wenn sie nun diesmal :in Vertretung der Petition des Waad ׳Huir 1Haaschkenasi allein vor dem Völkerbund für die ihres Erachtens arg bedrohte Ge- •wissensfreiheit der Jerusalemer orthodoxen Gemeinde eintritt, so hat sie ■durchaus nicht die!Hoffnung aufgegeben, dass die ׳unterdessen mit ׳der zionistischen Organisation angeknüpften Unterhandlungen gerade in ■Sachen des paläst'inensischen Gemeindegesetzes das Resultat erzielen werden, ■Agudas Jisroel die von ihr ersehnte Gelegenheit zu bieten, gemeinsam m!it der zionistischen Organisation der kompetenten Mandatarmacht einen Gemeindegesetz- ■entwurf zu präsentieren, der auch den Bedürfnissen der religiösen Judenheit in Palästina voll und ganz Rechnung tragen wird. ־ P. Herren-, Knaben- und Kinderkleider fertig und nach Mass jV!assabteiluug bis zu den feinsten englischen Stoffen. Erstklassige Zu- Schneider. Eleganteste Ausführung. Auf Vermeidung von üiMW wird genauestens geachtet. J. STERN־, Wien, II., Qlookeng&sse 25. T. 46913. Beachten Sie die Hausnummer._ Das Krimprojekt. Wir ,bitten unsere Leser sehr ernstlich, diese Ueberschrift genau beachten zu wollen, denn es ist uns nicht darum zu tun, jetzt schon endgültig Steilung zu diesem Projekt zu nehmen oder zu veranlassen, da tatsächlich das Projekt selbst oder gar die Fülle der Konsequenzen noch nicht genügend geklärt sind. Tatsache: Die Sowjet regle rung hat den Juden auf den seitens der Regierung von den Vorbesitzern konfiszierlen Gütern eine Siedlung angeboten. Zur Bearbeitung dieser Angelegenheit ist seitens der Sowjetregierung eine Kommission eingesetzt, bestehend aus vier bolschewistisch gerichteten Männern und drei Mitgliedern der Jewrejia Sekcia, jener Körperschaft, welche zum Teil ohne Wissen sicher gegen den Wüllen der zentralen Sowjetregierung die Religionsverfolgung in mittelalterlich-inquisitorischer Form gegen!ihre eigenen Glaubensgenossen in Szene setzte. Die Sowjetregierung selbst ist ausserstande, dieses Siedlungwerk aus eigenen Mitteln zu finanzieren. .Die Siedler selbst befinden sich in der gleichen Lage und so wurde versucht, die Hilfe ausserrusMscher Juden zur Durchführung des Projektes zu erhalten. In Amerika wurde dieser Appell mit einem gewissen Grade rvon IBegeisterung ■aufgenommen und unter der Führung Louis Marshall wurde beschlossen, das Joint Distribution Committee wieder aufleben zu lassen, eine Sammlung mit dem Endziel eines Betrages von mindestens 15 Millionen Dollar in die Wege zu leiten und mindestens die Halite des Betrages dem Krimprojekt zuzuwenden. Auf zionistischer Seite wird das Projekt zum Teil stark bekämpft, und damit der tragikomische Einschlag im ganzen nicht fehlt, hat sich jüngst eine Zeitung zu der!Behauptung verstiegen, dass Sowjetrussland ■das ganze Projekt lediglich in Kampf- Stellung gegen England erdacht, und bewerkstelligt habe, um in Konkurrenz zu England die Interessen der jüdischen Welt an Sowjetrussland zu fesseln. Mehr Tatsächliches liegt nicht vor; denn schon über die Zahl der Menschen, ׳für welche auf diese Weise eine Siedlung ermöglicht werden könnte, herrscht eine Differenz. Während man auf der einen Seite von hunderttausend Familien spricht, ist auf •der anderen Seite die!Rede von höchstens hunderttausend ,Seelen. ■Die Diskussion setzt hauptsächlich ■bei der Verantwortlichkeit ein, denn man sagt, selbst wenn die Ent- Wicklung Sowjetrii'sslands eine rein revolutionäre werden würde, das heisst also eine Umstellung der Verhältnisse ohne jeden; gewaltsamen Eingriff, würde dennoch die Zurückstellung des konfiszierten Bodens an den Vorbesitzer als unabweisbare Frage, ,auf die Tagesordnung gestellt werden. Man fürchtet, dass dann die Juden, die auf diesem Boden sich angesiedelt ׳״hätten־, Gegenstand des,!Hasses und der Verfolgungen ■sein würden. Auf der anderen!Seite sagt man, dass ■die Restitutionen ein so gewaltiges!Problem darstellen, dass ■unmöglich ■der keine ׳Ausschnitt des von Juden besetzten Bodens eine :nennenswerte Rolle spielen würde ■und dass dann!eine duf Erhaltung des Priva teigentums eingestellte Regierung sicher auch für diese Teilfrage eine befriedigende Lösung finden müsste.!Wir setzen voraus, dass bei den Amerikanern die letztere Erwägung vorherrscht und möchten nur :erwähnen, dass für die Stellungnahme in dieser Alternative von ungeheurer Wichtigkeit ist die Kennninis der Mentalität ■des ■russischen Volkes in bezug auf die Beurteilung der Juden, ob die Abneigung oder das Gerechtigkeitsgefühl grösser ist. ,Wer immer aktiv an dem Krimprojekt mitarbeitet, muss sicli darüber :klar sein, dass er damit gleichzeitig die Aufgabe übernimmt, die Sympathien der breiten russischen Massen für die Juden in irgend ■einer Form ■wenigstens soweit zu stärken, dass man in Russland ein flagrantes Unrecht gegen Juden .nicht dulden wird, das heisst mit anderen Worten, man müsste wenigstens eine im Bereich des menschlichen Könnens gelegene Garantie dafür schaffen, dass eine eventuelle Reaktion, selbst eine solche auf evolutionärem Wege, nicht programmatisch mit den Mitteln der Judenfeindschaft sich in Szene setzen •wird. Weitere Frage; Von welchem Standpunkt der innerrussischen Politik geht ■die Sowjetregierung aus, wenn sie geschlossene Siedlungen der Juden projektiert? Es kann sein, -dass die Regierung ihrer Bevölkerung so wenig sicher!ist, dass .sie aus reiner Menschlichkeit einzelne Siedler den Angriffen feindlicher Umgebung nicht aussetzen will und dass sie •in geschlossenen Siedlungen eine Verminderung dieser Gefahrenzone sieht. Obwohl sonst rein menschliche Erwägungen — in keinem Staat — ■einen Faktor in Real- Politik bilden, so ,sehen wir doch ׳kein anderes plausibles Motiv; ׳denn dass die Sowjetregierung, die in jeder religiösen Anschauung eine konterrevolutionäre Gefahr wittert, nunmehr der Religion wegen einen geschlossenen Siedlungskomplex anbietet, dürfte keiner glauben. Anderseits ist männiglich bekannt, dass die Sowjetregierung und das ganze russische Volk sich ganz gewaltig nach der russischnationalen Seite entwickelt hat und dass es nicht in der Linie einer solchen Politik liegen kann, einen nationalen Fremkörper als solchen zu etablieren und ihn durch eine geschlossene Siedlung in seiner!Bedeutung und Stosskraft so gewaltig zu stärken. Das wäre ein!Schritt, der in der nationalistischen Linie undenkbar und töricht wäre. Es müsste auch unbedingt festgestellt werden, wieweit die Jewsekoia V.ater des Gedankens ist und wieweit diese Jewsekcia', die bisher fast nur durch :Benützung ■der aus philanthrophischen .Motiven gespendeten Summen die Möglichkeit ihrer Existenz ׳schöpft, bei dieser neuen Aktion neuen Kräftezuwachs erwarten darf. ׳Diese Frage ist noch vollkommen ungeklärt, und aus den Punktationen, welche die Vertreter •Amerikas mit der Sowjetregierung beschlossen ׳haben, geht eine Antwort auf diese Frage :nicht hervor; aber es dürfte bei energischer Haltung des Joint nicht schwer sein, diese Gefahr zu beseitigen, ■und dass dies geschieht, muss unbedingt von der gesamten Judenheit ׳verlangt werden. Es dürfte sogar, sagen wir einmal, wenigstens auf dem Papier erreicht werden, dass Sowjetrussland ■diesen geschlossenen Siedlungen Religions- und Unter,richtsfreihei't konzediert. Das würde dann sicher gesohehen, wenn Amerika auf diesem Verlangen beharrt. Es geht nicht an, zu erwarten, dass diese ׳Forderung von den Siedlern selbst ׳gestellt werden müsste, denn wer dies behauptet, 'kennt ■denn doch ■die ׳inneren Verhältnisse Sawjetrusslands viel zu wenig. . י Dass ■es auf der anderen Seite ein grosses, gewaltiges ־Ding ist, .hunderttausend Menschen und ihren ■Nachkommen die Möglichkeit ■einer ׳Existenz zu gewähren, bedarf nicht der Erwähnung. Diese Er.wägung ׳ist ■es ja!vor allen Dingen, die . unsere Glaubensgenossen in Amerika :zu dem gewaltigen Entschluss veranlasst hat, den Joint zu beleben und ihn in den Dienst des Krimprojektes zu ׳stellen. Aber selbst wenn das arm gewordene Europa wesentliche materielle Hilfe ,in diesem Augenblick nicht leisten kann, so darf ihm Amerika ein ׳Votum in!dieser Angelegenheit nicht versagen; Wir glauben sogar, ,dass Amerika froh und glücklich sein;müsste, wenn die gesamte Judenheit die Frage der Verantwortlichkeit genau prüft und unter Umständen mit ,Amerika :trägt. Ein Europäer. ׳Nachbemerkung de/ Redaktion; 1Wir haben unserem bewährten Mitarbeiter gerne den Raum für diese, wie wir glauben, rein objektive Dar- Stellung gewährt ׳und wir werden weiteren ernsten׳ Dar- Stellungen über diese ׳Frage gerne den Weg in die 0Öffentlichkeit bereiten. Wie ein Familienzwist endete. Gedaljah Eisler und Srole!Hauser waren die zwei reichsten Männer der Gasse und auch die besten und wohltätigsten, aber die erbittertsten!Feinde gegeneinander, obwohl sie Verwandte und Nachbarn waren. Seit fünfzehn Jahren führten sie einen Erbschaftsprozess wegen eines Häuschens, •das nicht so viel wert war, als!die Prozesskosten bereits ausmachten.!Beide sehen das ein, doch ׳der Streit ,ist ihnen!willkommen, sie zahlen gern, um nur einen Gegenstand zu haben, sieh zu reiben, denn die eigentliche Ursache •ihrer!Feindschaft ist, dass einer mehr als der andere sein, für gelehrter und gescheiter gelten will. ׳Obwohl sie ihre Advokaten hatten, verfassten sie ihre Satzschniften doch selbst und es war ihr Stil, die heilige Schrift einzumischen, um!ihre Gelehrsamkeit zu zeigen. ■So ,wählte z. 1B. der eine das!Motto aus dem FsalmiS'ten: ,Der Herr wird doch endlich deine Gerechtigkeif hervorbringen, wie das Licht und dein ׳Recht wie den Mittag“, und ■der andere wählte ׳sich aus demselben!Psalm: ״Aber ihr Schwert wird!in ihr!Herz gehen und die Gerechten erben •das Land und bleiben darin ewiglich." Anfangs hatten viele ,in ׳der Gemeinde ein Interesse daran, diese Gegnerschaft noch zu schüren, denn zeichnete der •eine zu irgend einem Kultus- oder Wohltätigkeitszwecke einen Gulden, zeichnete der andere gewiss, um den Gegner auszustechen, das Doppelte, votiert der ein beim Aufrufen •die üblichen achtzehn ...» ׳votierte ■der andere zweimal achtzehn, und vergass ■der eine an ׳einen der vielen Vereine, bedachte der andere denselben mit einem umso grösseren Beitrag. Später hörte jedoch -diese ׳Konkurrenz im Geben auf and wo der eine hervortrat, zog sich der andere ganz zurück; am Ende verhielten sich gär beide passiv. Jetzt befleissigte man sich allerdings, von allen Seiten eine Versöhnung zwischen beiden herbeiziifiiiiren, aber sie ׳scheiterte an der Rechthaberei beider Gegner. An einem Nachmittage lag!Gedaljah Eisler auf seinem Sofa und hatte vor sich auf •einem Sessel einen Folianten aufgeschlagen, in dem er blätterte. Am Tische nebenan sass ein junger Mann über Geschäftsbüchern. ,Plötzlich erhob sich Gedalja und rief; ״Du, Kabele,!ich hab’!im Ghoschen Mischpet einen neuen Punkt gefunden, die letzte gerichtliehe Sentenz umstossen zu können." ״Ach, Vater,“ sagte darauf der junge Mann, ״mir ist vor •der ganzen, Geschichte ekel.!Wir könnten das alles ersparen und die besten Nachbarn sein — doch darüber hab’ ich schon so oft gesprochen-“ ״Auch ■ich, wä׳r’ vom Herzen froh, wenn .ich einen guten :Nachbar hätte. Srole ist •aber keiner. Ich muss mich an ,ihm ,herumreiben, schon um ׳ihm zu zeigen, dass ich ihn ׳nicht fürchte, sonst war’ ja nicht auszukommen.“ ,yDu bist im!Grund kein besserer Nachbar. Doch sei es, wie es sei, der Gescheitere gibt nach.“ ״Nachgeben? Du bist toll! Du kennst ihn nicht, er möcht’ haben, dass ich ■vor ihm krieche.“ Ein trüber Zug verfinsterte das schöne offene Gesicht des jungen Mannes. ״Ich glaub’ gar,“ fuhr ■der Alte fort, ״es tut dir leid um Sroleleben.“ ,yDu weisst ׳nichts,“ sagte der Sohn mit schmerzgedämpfter Stimme. ״Was gibt’s? Wäs gibt’«? Du wirst doch nicht — aber rede — red’ —!Ist Vögele? —“ ״Ja, Vögele,“ seufzte Kobi und nahm beide Hände vor das Gesicht, um die hervor br ech enden Tränen zu verbergen. ״Die Tochter meines ■Erbfeindes willst du ■am Ende heiraten! ׳Daraus kann niemals ׳etwas werden.“ ״Ich weiss es! Und ׳darum will ich fort von hier.“ ״Also ■den alten Vater verlassen, um eines Mädels willen! — Weiss unser guter Nachbar Srole davon?“ ״So wenig, wie du es gewusst hast. •Vögele würde sich’s gar nicht getrauen, lihm zu sagen.“ In Gedaljah blitzte ein ׳Gedanke auf. ״Es ist wahr,* .sagte •er, ״Vögele ist ein braves und liebes!Mädel, wenn du ein Jung bist und sie dich nimmt auoh gegen!ihres Vaters Willen, heirat’ sie.“ Innerlich vergnügt, machte sich der Alter wieder ,in seinem Folianten lesen und als der Sohn nach ■einer kurzen Weile das Zimmer verliess, rief Gedaljah freudig aus: ״Das war‘ etwas, Srole ■ein‘ Schabernak zu spielen, mehr als alles Prozessieren!“ Am nächsten Tage ,sass Srole Hauser mit ■seiner Familie, die aus seiner Frau ■und seiner einzigen Tochter bestand, bei Tische. ,Aber sag’ mir, Vögele,“ wendete sich der Alte an die Tochter, ״was ist mit dir, du siehst ja seit einiger Zeit aus wie am Jom-Kippur zu!Nllah.“ Vögele traten die Tränen ׳in die Augen und in schwermiitigein Tone sagte sie: ״Schickt mich zur Tante, lieh will einige Zeit in der Fremde sein.“ ,yFort willst du gehen?“ rief der Alte, die Hände zusainmenschlagend, aus. ״Was ist ■dir denn so plötzlich in den Kopf gefahren? Wenn du das tust, will!Ich nie mehr etwas von ׳dir wissen.“ Die Mutier ,hatte sich inzwischen hinter den Rücken der Tochter gestellt und zeigte mit der Hand auf das Haus Gedaljahs und dann, um ein bestehendes Verhältnis anzudeuten, auf Vögele. CScfotes faJct.) . ,