Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 43 (23.10.1925)
- Date
- 1925-10-23
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2629891-2630099-2630139--1989-2633808- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
ך!•.*.*'.■.-s? Seite 282 •Nr: '43 Brief aas Transsylvanien. V V * / % Dls&ärmonle im iikttschitaäonaleti Lager*.... •J •Die ,.{jA d 0 •v,j'ie.’i ia: Rönfi^ni (Vifrbädji % rumänischer Juden!in Ältruriränienj hat für tYanssywairien :C ein.e/■..Filiale!in Klausenburg errichtet. Die U. E., R. hat J sBftdh Vo׳K Jährert^’\ni41 >Gufßs ",uriä EfsürleSSliches für:־!äiä;;! Juden lAltrainläniens geleistet*.' Sie ist mit ihrem — auch K ausserhalb deS Landes vorteilhaft bekannten — ■Präsidenten Dr. FiJ dermann :für ‘die iGIeichberecMigung der rumänisöHen Juden, für/ihre: wirtschaftlichen!Interessen •und / zur Abhilfe jüdischer Besöhwerdefi, ׳die leider nur .*• ,zu׳ oft vorkamen, stets!kühn und mutig aufgetreten. Die Juden ' der an!Rumänien angeschlossenen!Gebiete haben sich : ebenfalls oft an die Ut E, R;J «gewendet mit ihren ׳Beschwer den, weil diese durch ihre Verbindungen und ihre Erfahrung und durch genaue Kenntnis der rumänischen;Verhältnisse mit mehr!Resultat in?jüdischen Fragen zu;intervenieren ׳vermachte als ׳ andere . •jüdische י Korpo- ■־rationen der angeschlossenen!Gebiete. , Um nun einerseits in ein engeres Verhältnis -mit der tpanssylivanischeu Judenschaft zu treten, anderseits wieder 'den kompetenten Behörden gegenüber mit mehr ׳!Berechtigütig darauf hinweisen zu können, dass sie auch die trans- 6ylvanisoh׳e Judenschaft hinter sich hat, fasste die U; iE. R. :schon vor׳ längerer Zeit •den Entschluss, ihre Tätigkeit auch auf Transsylvanien auszubreiten ,und ■dort gemeinschaftlich , mit den dortigen ,kompetenten!jüdischen Körperschaften eine Expositur zu -errichten. ׳Sie hat in dieser!Richtung Ver- Handlungen mit dem in, •Klausenburg domizilieren den ׳J üd i s ehen!Nation a l.r a t angeknüpft — •jedoch ohne Resultat. -Der Jüdische Nationalrat!ist!in Transsylvanien, ähnlich manchem anderen ׳Lande, in der!Nachkriegszeit entstanden!und geriert sich —.ob mit!Recht oder •Unrecht, darüber wollen •wir •jetzt ׳nicht diskutieren — .als ׳die :politische •Vertretung der transsylvanischen Juden.•Die Ver- ,handlungen zwischen.den beiden Körperschaften scheiterten an dem Umstand, dass die U. iE. R. sich weigerte, ■ s i c h a u f' j ii d!i s c h n a 11 onal e -n S tan׳dpu ׳n kt zu steilen und •es-als eine •Privatsache eines jeden einzehren ihrer ..׳Mitglieder ׳betrachtet, sich als . iNa-tionaljude zu. .bekennen oder nicht. Viele'!Mitglieder des Jüdischen. Nationalrates aber haben -den-Vorteil, den sie von einem Anschluss an!die U. E. iR. erwarten, trotz ׳dieser prinzipiellen Unterschiede zwischen diesen beiden Körperschäften1 nicht auf geben Wölfen und so ׳kam es .zwischen ׳den .führenden, Mitgliedern ■des Jüdischen Na t.i 0 n a 1׳ rat c s z,u heftigen De- •batte ri, wobei jene, ׳d 1i e' e inen Anse h 1׳ u s s a n die U. •E. ׳R. forderten, aus der Leitung ge- ״s,ch i.e de״n׳si n d •u nd •e ine Exposdtur ,de,r.'U. E.,R. in K l.a u-s e׳n b u r g!ins Leben gerufen haben. Der •Jüdische Nätionalrat erlness;hierauf einen Aufruf, in welchem er die Juden von׳ Transsylvanien ,davor •warnt, sich an die ׳U. E. 1R..anzuschliessen, •da!diese!ihrer!Meinung nach — bewusst tfdbr unbewusst — assimilatorischen Be- Strebungen Vorschub leistet. " . Palästina-Vortrag. •Herr ׳Isak S Lemberg!in ׳Grosswardein,!der kurz vor den Feiertagen aus!Palästina, wo (er einige ‘Wochen sich aufhielt, zurückkehrte, hielt am zweiten Tag Sakkoth einep lehrreichen Vortrag über, die wirtschaftlichen!und ' kültürellen Verhältnisse ׳des Heiligen!Landes.'Der Vortrag hat massenhaften •Zuspruch gehabt.'Das Publikum verfolgte mit dem •grössten;!Interesse '׳die Schilderungen des Vortragenden, und . zollte, ihm ׳ungeteilten Beifall, •als!er in überaus •interessanter Weise •seine Eindrücke .und Beobachtungen im!Heiligen Lande wiiedergab und auf die Leistungen der Agudas Jisroel besonders auf jüdischkulturellem!Gebiete hinwies. ׳ Sintchas-Thora-Bankett. Die rührige *'Leitung •Zei׳re Agudas ׳JisroeJ in Grosswardein ,hat!Simchas Thora abends zu Ehren •der hiesigen Jeschiwabachurim und zu Ehren derjenigen •hiesigen Bachuriim., ׳die nach den Feiertagen nach anderen Jeschiwos sich begeben,!ein Bankett im •grossen!Saale der Restaurätion (Bihorul gegeben. Auch die Mitglieder ׳des Rabbinates und zähl reiche angesehene’ Baalebatim sind beim Bankett erschienen. Die Mitglieder des Rabbinates, ferner ׳die Herren Fülöp Fraedmann, Präsident d’er ׳Ortsgruppe, ׳und Bela Kohn haben ermutigende Worte an •die ßaebunim ,gerichtet und gaben ihrer •vollsten Anerkennung gegenüber der Zeire Agudah Ausdruck, die kein Opfer und keine Mühe scheut, das Studium •der heiligen Lehre materiell und moralisch zu •unterstützen. Leset und verbreitet die ״Jüdische Presse“! . des Werdens und in das Gewordene den Keim des Sterbens legen. So wenig wie irgend ein Sterblicher vermochte) er diesen Wechsel zwischen Werden und Vergehen (gesetzmässig zu erfassen, aber in der Betrachtung dieser Flucht der Erscheinungen war ihm und sein Denken das ewig Bleibende abhanden gekommen, und der Fluch, den die erste Sünde eines Menschen an die Erde gekettet hat* erfüllte sich in . der Ruhelosigkeit und Inhaltslosigkeit des 1 Lebens von Kain. ׳■'׳. י:•' ’ Noah, der eine Welt hat sterben sehen, suchte in lockender Frucht der Erde Betäubung» und ßo kam in seinem Leben der Augenblick, da er glaubte, des Dasemsn rätsels Lösung darin gefunden zu haben, dass 1«er in sich niqhts anderes mehr sah, als׳ ein. Kind der Erde und sich deshalb (vergleiche den Midrasch zu dieser Stelle) als in innig unlöslicher Verbindung mit der Erde •erblickte* staubwerdend schon vor dem Tode. So raubte!er auch seinem Kinde den Halt des Lebens, der ,!nur im Ewigen geborgen liegt. ׳ ״ ׳••■! Diese Irrwege, die sich für Kain und Noah in der); Welt des Denkens ergaben, übertrug Usia in d^e Welt des Fühlens, und da er nur das Zeitliche; nur die Erde, nur die Schölle liebte, ward er fangen Herzens und׳ müsste . den Abend seines Lebens in...furchtbarer Einsamkeit Ver■1 'bringen. , ׳ ׳ ׳' "׳r: '"׳ : ' Wjeaber, wie und wo ist der rechte Weg? Vielleicht gibt uns ,ein anderes VCfort unserer Weisen einen Finger••’ geig. Als der Allmächtige dem Bünden,gpinen und lun׳־ schuidsvollen Menschen 'den Garten Eden als Wohnsitz verlieh, da gab er ihm den Auftrag, die Erde zu bearbeiten und sie zu bewahren, d. h. aber nach einer Auffassung,׳ die Erde so zu bewahren, dass ״ sie unserer ,nicht ganz! Herr werde. Und so ringen denn Menschen jund Erde miteinander und die Erde will bezwungen 6ein ,auf Geheiss des Allmächtigen. Meister und Sieger •bleibt die Seele de« Menschen. , P. K. f Die ״W־r. MorgCnzeftung*‘ blefr)t Sich treu Die KA־.ft* j-i. ‘k .!•,•L׳ •i,Wr. Morgisi&eituhg“,* die" Sieh gerne all das jüdisch# Weltblatt annonciert, hat eine Zensur bekommen. Der aüsserö^entftehe,DeIegfömwt4g>d6r ׳ÖStefrercfi&cIfen Ziöiibl sten, der gerade zu Ende ging, hat aücfi folgende Resolütion angenommen:. ״Der. Parteitag ־ erachtet - es als erforderlich, dass die:־ParfeiIeitung, äuf diepolitiscfie Richi tung 'der ״Wr. Morgfenzeitiing“; durch ' ständiges Eiriveif■1 nehmätf:,;#.#^precfte1idl'.’E!üftu8s:. >nitnmt der; Parteitag nimmt die vom’ Herausgeber der ,,Wr. Morgenzeitung“ dem’ Permanenzausschuss diesbezüglich abgegebene zustfmmende Erklärung zur Kenntnis.“. Die, .:Eingeweihten werden diese Resolution lesen und auch das was zwischen den Zeiten' zu lesen ist, verständnisvoll zur Kenntnis nehmen. Wir gehören wohl leider nicht zu den .Eingeweihten und vermuten, dass die Parteileitung auf die politische Richtung der ״Wr. Morgenzeitung“, die sie anderen jüdischen Parteien und Gruppen gegenüber einzuschlagen habe, kein Kontrollrecht bekommen hat, denn einen Tag, nachdem die ״Wr. Morgenzejtung“, die für ein ״Weltblatt“ im-) merhin blamable Resolution des zionistischen Parteitages! veröffentlicht, berichtet dieselbe. ״Wr. Morgenzeitung“ über die Tagung der Mandatskommission in Genf und fügt zu den Berichten folgende Glosse; Unter den Petitionen, welche bei der Mandatskommission eingereicht wurden, befinden sich unter anderem eine Petition der palästiriensisch-arabischeti Exekutive sowie eine Petition der Agudas Jisroef; diese, beiden Petitionen klingen übereinstimmend, in den Wunsch aus, den von der zionistischen! Qr?an*sa**on?k J?wish Agency betriebenen Aufbau des jüdischen Nationalheims in Palästina •zu verhindern. .Das jüdische Weltblatt behauptet hier etwas,‘ wovon es selbst wissen muss, dass es der Wahrheit aufs grob 1 i c hst e w i d e rs-p r i c h t u n d bedenklieh an.Verleumdung streift. Die Redaktion des jüdischen Weltblattes müsste Wohl wissen, dass Agudas Jisroel nicht den Aufbau des jüdischen Nationalheimes in Palästina verhindern will, sondern bloss die grobe Vergewaltigung der orthodoxen Judenheit in Erez. Jisroel seitens einiger zionistischer Körperschaften und Funktionäre abwehren. möchte. Die Redaktion des jüdischen Weltbfattes müsste wohl wissen, dass Agudas Jisroef in hervorragender Weise sich beteiligt an dem Aufbau des heiligen Landes. Immerhin versteht Agudas Jisroel unter dem Auf-־ bau weder die Errichtung einer Heimstätte für die Bibelkritik in Jerusalem, noch die systematische Entweihung des Sabbathtages. Auch kann sie unter dem Aufbau des! heiligen Landes nicht die Verpflanzung einer heidnischen1 Körperkultur un;d,!der;.Sitten ׳des ׳unte׳r׳gehenden •Abendlanäes nach dem Orient sich vorstellen. Versteht man! unter Aufbau des. heiligen Landes die Besiedlung des-, selben mit Menschen, die mit g-ttgeweihter Arbeit das Land der Väter von Wüsteneien in fruchtbare Aecken verwandeln, mit Menschen, die ihre alltägliche Arbeit auf allen Gebieten menschlicher Betätigung mit sittlichem Ernst und mit Frömmigkeit ädelri, so hat Agudas Jisroel stets׳, in den letzten •Jahren in »besonders hervorragendem Masse,, an dem Aufbau des jüdischen Nationalheims in Palästina' redlich mitgeschaffen. Da man mit gesundem Menschenverstand annehmen muss, dass hievon nicht nur, die!oberste Leitung, der, zionistischen •!Organisation, die auf Grund dter Anerkennung dieser’ TafsächqW;tin 'JethötefjUnterhandlungen ..mit Agudas Jisroel' getreten ist, wissen muss, sondern׳ auch eine , Zeitung, die , siefj gerne als d as jüdische Welt-• bfatt hihsteift, so muss man es־ nur bedauern, dass die Leitung einer immerhin ernst zu nehmenden Partei die von dem - Herausgeber der ״Wr. Morgenzeitung“ zur Kenntnis genommene Kontrolle nicht in rigoroserer Form ausübt. ■• ׳: NACHRICHTEN. Trauerveranstaltungen nach Rabbi Meir Arak s. A» Das Ableben von Rabbi Meir Arak s. A. hat in Wienf, wo der weltberühmte Gaön fast zehn Jahre hindurch als Flüchtring gelebt und gewirkt hat, einen sehr tiefen Eindruck gemacht. Diese tiefgefühlte Trauer wird nächste Woche in mehreren Kundgebungen zum Ausdruck kommen. So werden Obcrrabbiper J e r u c h e m Sonntag, den׳ 7. Gheschwan um 6 Uhr abends im grossen Vortrag sJ saaf der Ag ud as : J i s ro e I-J ugen dg r u p p e, II., Fiossgässe 1, Öberrabbiner Gerschon H a ge r ebenfalls Sonntag üm. 5 Uhr nachmittags in «der Synagoge Schomre Hadas, XX.,’ Othmargasse 24, und um dieselbe Zeit Rabbi Jakob Bittermann im Bethause Achdus Jisroel, IL, Rembrandtstrassef 34 הספדים abhalten. Jüdicher Dlskussionsr und Studierklub. Es soll der in (Wien ganz aieue Versuch gemacht ■werden, ׳gebildete junge Männer ׳gesetzestreüjer Gesinnung zu einem ihrer jeweiligen Vorbildung auf ׳jüdischem׳ Gebiete angepassten, grüppenweisen Studium •der!jüdischen׳ •Wissenschaften auf politisch neutralem Baden ,zusammenzufassen, und zwar soll ׳dies durch Diskussionsabende für ׳die Vorgeschrittenen und Kurse für Anfänger־ geschehen׳. Der erste 'Diskussionsabend wird Samstag, den 24. ,'Oktpber um 8!Uhr im Restaurant Deutsch, Wien,!11׳ ״Herminengasse •10!(Ecke Franz ׳Hochedlingergasse), ׳durch •einen Vortrag •des (Herrn Rabbiners Dr. Wundermänn über die, agudischen Teile des Talmud eröffnet -werden, zu dem möglichst (viele!Interessenten ■hiermit eingeladen werden. ׳ Mädchengruppe Wien. Der Vorstand ׳der Mädchengruppe ׳der Agudas Jisroel' ersucht uns, ׳darauf aufmerksam zu machen, dass, die regelmässigen Kurse im Winter- Semester Sabbat vormittags »u.rp; 1111 Uhr im Vortragssaale des Elisabethhauses, LI״ Malzgasse 7, beginnen. Rabbinerwahl in Eisehstadt. Sonntag, den 30. Tischri, würde die Rabbmerstelle in der altehrwürdigen Gemeindel Eisenstadt nach einer :Vakanz von fünf. Jahren dürcH die Wahl des Herrn Oberrabbiners Klein aus;B6kesJ Csaba (Ungarn) besetzt, Oberrabbiner Klein ist. ein!Bruded des früheren Eisenstädter Rabbiners Dr. Hermann Klein, der heute an der Berliner Adas Jisroe!-Gemeinde wirkt.1 Ehrung des Mattersdorfer Oberrabbiners anlässlich seinfö 70. Geburtstages; Öberrabbiner S. B. Ehrenfeld* Mattersdorf, vollendet^ am vergan’genen Hauscha!io־RabbiJ Tage sein 70. Lebensjahr. Die Mattersdorfer Kultusgemeinde veranstaltete eine‘ schlichte Feier zu Ehren •des) jubilierenden. Qjöerrabbiners; Im Namen des KültusVörstandes überbrachten Herr Kültuspräses Isidor Deutsch und! Kultiisvörstand׳Heinrich: Trebitsch die Glückwünsche des Gemeindevöistandes, der ru Ehren seines hochverehrte» Oberrabbiners, einen kostbaren Porauches stiftete.;.! ״ Wichtig!ür Damen! the neueste Sensation dea 2. Be-. zirkes ist die Eröffnung des Sperfal-Dämen-FriSiJersalons' der Frau Rosä Weiss, H., Obere Augartenstrasse 70. Dem ZeStgeiste entsprechend, wurde neben ׳#em -sei.t SO JahTen bestehenden ׳künsterüschen (Periteken-P09tlche^־Ateöejr ׳vom •vfüit .־den ׳neuesten. Errungenschaften aiisgestatteter Sajoii geschaffen, |n• welchem . unter, der : Lesung; eines׳ protnirien- ,;J6h'Wdene1':Damenfrisfeurs*:'di:e>mp<fer;ftste^ (Bubi- und Etön- ״*Kopfe :.lesöHit'teh^w^r.ben^^'.'Schönli^tspflege; Gesdclfts־’ ’.mässage ,und Maniküre besorgt,■ maiiüell :und elektrisch, ueine :.^׳i:ehemmier.te/;'F,achfc^tlerim!Infolge der . z •a lf 1- .xh’ienVhÄo'dernst"ausgesfatfetört;(Käbiheä mit'Kältu!hd Warmwässer, kälter und warmer Luft ist,, für prompte Bedienurtg« gesorgt. Posfciphes, tDauerweilen-fApparate $ind vor- fianden.;^^ •Ttötz. des' küssen» Kostenaufwandes;! .schm׳äck!ypflet iAufmaChungäertöl^L-der ־. •Sälptf. weHerhin das Geschäftsprinzipf!Die Menge rttächt ,es:; ,Kleiner Nutzen — grosser Umsatz. . . .; •־!(Entgeltlich;) Der polnische Premier über das Schickssll des polnisch-jüdischen Abkommens. ■Ministerpräsident Wiadis- . law iGrabs-ki. empfing •den1 Warschauer׳ J. T. A:־Vertreter . und erklärte auf dessen Frage, wie er sich zu-der letzten Resolution;des Jüdischen, Klubs, in welcher, die Nichterfüllung der Zusicherungen bezüglich des Numerus •Clausus seitens.der •Regierung festgeStellt wird, verhält, folgendes: Diese Vorwürfe sind ganz und gar unberechtigt. Der ־Minister für Volksbildung hat am 25. September an •die Uniiversitätssenate ein Zirkular ■versendet, in Welchen unmissverständlich •erklärt worden!ist, dass eine (Behandlung der Studierenden nach nationalen oder religiösen Motiven . unzulässig sei. Der!Minister hat!ferner am 7. •Oktober in ■dieser Angelegenheit eine besondere Konferenz bei ׳Beteiügung der ׳Rektoren der •höheren Lehranstalten abge- Halten. Andererseits aber soll daran erinnert werden, •dass die Regierung die Autonomie der Universitäten .'und ■das Recht ׳der •Protfessorenkollegien;, nach eigenem!Gewissen die Auf.nahmcwerber izu qualifizieren, •nicht antasten darf. 'Bestehen; Vorurteile, so kann man sie nicht mit einem Federstifioh entwurzeln, sondern allein dadurch, ■dass man ihre!Fehlerhaftigkeit gründlich dartut. Es kann!keine Rede davon sein, dass ׳die ׳Regierung auf .die Resolution des Jüdischen Klubs sachlich eingehen könnte. Auf die Frage, ab der Ausdruck des!Misstrauens zur Regierung,!der im letzten ׳Satz ׳der Resolution vorkommt, auf •die ,weitere Erfüllung •der!Postulate des Abkommens Einfluss haben würde״ erwiderte der Ministerpräsident: Die Regierung hat •einen ״Vertrag“ mit ׳dem Jüdischen Klub nicht •geschlossen, dagegen wird die Antwort, •die die Regierung auf die mir übergebene Deklaration des jüdischen Klubs als Resultat •des Abschlusses von •Besprechungen gegeben ׳hat und ׳die sich auf ׳die Realisierung •der!Lebensbedürf- ,nisse •der jüdischen ׳Bevölkerung beziehen, auch weiter als ׳Richtschnur dienen, in der allmählichen!Erfüllung der gerechten Wünsche ■der jüdischen Bevölkerung.,!Dies um so •mehr, als die Regierung!bei. •der Durchführung •des einen oder des anderen Programmes niemals darnach gefragt hat, wie •sich der - Jüdische Klub zu ׳der Regierung stellt, sondern ,nur ein loyales Verhältnis ׳zum Staat und seinen ׳Erfordernissen •von •den J׳uden ■gefordert hat. Vom Zentralbureau der Agudas Jisroel. Eine Amerikareise Dr. Ehipnahns. W.i e n. (AJPB.) Dr. Pjnchas Kohn ist nach seinem Feiertagsurlaub nach' Wien :zurückgekehrt. — Direktor Dr. Leo Deutschländer hat ׳sich' nach Hamburg begeben, um wichtige Keren Hathora־ Angelegenheiten zu . besprechen. .— Rabbiner Dr. Joel Pollak begibt sich im Laufe dieser Woche inach Transsylvanien, um die Propagandäkampagne für die Aguda!s' Jisroel־.im;!allgemeinen,und; für. Kefr&n. .JH.atho.ra,^n<f0Keren Hajischüvv 'im\beso'riä'e1;en^,'׳zu leitem —'"Dr. ־׳Schltjfft0־ ,Ehr־ mann begibt sich, zwecks einer Pröpagandatournee. für den Keren Hajischüvv nach Amerika. In New York werden bereits Anstalten für seinen Empfang getroffen. ־ Die Lodzer Orthodoxie kämpft um ihre Freiheit* Lodz. (AJPB.) In der Lodzer Kultusgemeinde ist be1־. kanntlich die Agudas Jisroel die stärkste Partei. Gegen: sie haben sich sämtliche kleine Parteien trotz;der unter ihnen bestehenden unüberbrückbaren Gesinnungsdifferenzen vereinigt, um das grosse Sanierungswerk zum Besten! der überwiegenden orthodoxen Majorität der Stadt zu stören. Diese Opposition hat durch; Monate jede Kultus- Sitzung illusorisch gemacht, bis die polnische Regierung eingriff und energisch Ordnung schuf. Derselbe gegnerische Block verhindert die Förderung ^amtlicher׳ religiöser Institutionen und Bewegungen. Begreiflicherweise hat die Orthödoxie unter diesem Drucke schrecklich zu leiden, da jede praktische Arbeit nahezu unmöglich ist. Kürzlich beschäftigte sich eine Massenversammlung mit dieser Frage und es wurde beschlossen, dass für den Fall, als nicht in wenigen Wochen Frieden hergestellt ist, der gedeihliches!Wirken sichert, die Orthodoxie den ihr aufgezwungenen Kampf mit grösster Energie aufnehmen und dass sie zur Erreichung ihrer Freiheit sogar nicht davor zurückschrecken! wird, sich selbständig zu machen. Auszug aus dem Halbjahresbericht des deutschen Keren Hathora. Hamb u r g. (AJPB.) Aus dem soeben veröffentlichten Halbjahresbericht des Keren Hathora iri Deutschland entnehmen wir folgende Einzelheiten: Bisher bestehen 29 Kommissariate, an deren Spitze die jeweiligen! Ortsrabbiner stehen. Nach den grossen Leistungen für die Jeschiwoth im Osten hat der Keren Hathora im letzteil Halbjahre mehr den Bedürfnissen des eigenen Landes׳ Rechnung getragen. So wurden in der Berichtsperiode folgende 4 Talmud Thoras gegründet: in Dortmund Jniit 3 Lehrkräften und zirka 140 Schülern; in Magdeburg. mit Lehrkräften und zirka 60 Schülern; in Oelsenkirchen mit 2 Lehrkräften und zirka 50 Schülern, in Hannover mit 3 Lehrkräften• und zirka 70 Schülern. Durch gjenau spezifizierte Fragebogen in Angelegenheit der religiösen Fürsorge für die Jugend in den Landgemeinden »wurde die erschreckende Tatsache festgestellt, dass in über 15Ö Gemeinden die Kinder ohne jede religiöse Unterweisung heranwachsen. Der Keren Hathora geht nun daran, aluch auf diesem Gebiete Abhilfe zu'schaffen. Die internationale Organisation getaufter Juden und die. zionistische Organisation. Die Zeitung ״Edinburgh Evemng ׳News“ bringt einen Artikel des Vorsitzenden des ׳״Internationalen Verbandes jüdischer Christen“ (International . Hebrew Christian Alliance), Sir Leon ׳Levison, in welchem unter änderen gesägt wird, ■1 ein Jude, ׳ •der «um Christentum'übergeht, höre ,nicht auf, Jude;!zu. sein. . Die , jüdfsohen Christen haben auoli; ein ׳Recht,, auf. Grund der Bälfour-Deklärätlob sich ‘ an‘ dem Aufbau Palästinas als eine (Heimstätte ׳für das ׳jüdische Volk zu beteiligen. Bisher wurde jüdischen Christen die Aufpame in ׳die Zionistische Organisation mit der •Begründung 'verweigert, wer das Judentum ׳verlässt,!könne' nicht ־־Zionist sein. Dieser Stand- ׳Punkt.wird sich nicht auJrechterhalten lassen.•׳Das Judentum!ist' keine Religipn, sondern ’eine Rasse und eine. Nation. Würde man die Juden ׳bläss als eine religiöse Sjör- Perschaft ׳betrachten, nicht׳ ä'ueh als; Nation, man, ■würde , ihnen niemals Palästina als; nationales •Heim gegeben haben. Sind aber •die Juden eine Nation; so■ sind die Juden christlichen Glaubensbekenntnisses von der!Palästina- Arbeit nicht auszuschliesseri,