Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 38 (18.9.1925)
- Date
- 1925-09-18
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 38 JÜDISCHE PRESSE . _ Se»e 255 Tsc 1■. e>dm Ein Freundesbrief. Teurer Freund! Zwei Jahrzehnte sind es ׳fast her, das wir die Stätte unseres gemeinsamen Thoralernens verlassen haben, den Kopf voll hochstrebender Pläne, das Herz übervoll der Begeisterung für alles!Gute, Schöne und Wahre. Was wollten wir alles erreichen, verbessern und veredeln an uns und unseren Brüdern. ׳ יUnd nun klagen Ihre!Briefe so resigniert über Ziele, die Sie nicht erreicht, Ideale, die Sie nicht erlangt haben. Kraft- und mutlos sind Sie geworden!und was Ihnen einst Erstrebenswertestes gewesen, verbannen!Sie heute, weil vielleicht die rauhe Wirklichkeit hinter Ihren Idealen zurückgeblieben, mit der eisigen Geste der kühlen Vernunft in das Reich ungestümer Jugendsohwärmerei. Unwillkürlich muss ich ■da an die sinnige Deutung des Psalmwortes יצא אדם לפעלו ולעבדתו עדי ערב denken. Sie!kennen ja, lieber Freund, den Unterschied!zwischen פעלה und עבודה• Während ,עבודד, auf ׳das Verhältnis der!Menschen untereinander angewendet, die harte, aufreibende Fronarbeit um!Brot und Erwerb bedeutet, drückt *פעלו jenes Streben und Tun aus, das zum :Wöhle der!Menschen!veredelnd schöpferisch wirkt. Denken Sie an סה פעל קאל Wenn wir ins Leben!h i n a u s t r e t e n, sind wir alle beseelt!von dem ׳Streben, nur. Gutes und Edles!zu schaffen, unseren Brüdern als ildealgestalten bei spiel- und richtunggebend voranzuleuchten. ׳Neigt sich jedoch unser Leben dem Abend zu, dann erkennen wir: ׳AU ׳unser Streben war erstickt i׳m grauen Nebel der Alltagssorgen. ,Wohl •haben wir g e ar.b eit e t, doch ׳nicht gewirkt. Und deshalb: ““““ יצא אדם לפעלו ולעבדתו עדי ערב י!Doch noch weit sind Sie, lieber Freund, vom Abend Ihres Lebens, noch stehen Sie ב״ה im Zenit Ihrer!Manneskraft!und einem׳ Menschen mit solch ׳hervorragenden Geistesgaben, wie Sie Ihnen השם geschenkt hat, eröffnen sich unizählige Gebiete, auf denen Sie kraft Ihrer ,Herzens-' und Geistesworz'üge Grosses und Wirksames ׳leisten können. Denken Sie ׳beispielsweise an unsere thoratreue Jugend! ln unserer Zeit!bangen Suohens nach dem ruhenden •Polin der rasenden Flucht ׳mannigfacher Geschehnisse, ׳irrt'so manches jugendliche .Hgnz, ,•glaubt sein, jüdisches‘Ideal gefunden zu haben und — ward doch nur getäuscht und betrogen. Sie ׳leben!ja, ׳mein!Freund, in der Stadt des Ghassam Sofer, die beseelt ist vom!Geiste unseres Grossen und durchflutet von dem wundersamen Fluidum der ׳ Wieviel von dem stärkenden!Geiste der Thora nehmen dort in sich auf unsere 'Söhne und — wie wenig unsere Töchter! Vorbei sind leider IG-ttes jene Zeiten,!da die!beseligende Weihe des!jüdischen 1Hauses allein genügte, unsere Töchter!zu erziehen, zu j׳ü di s che n Frauen heranzubilden. Heute, wo •der Einfluss moderier Literatur (wenn wir ׳die Schreib- und Druckerzeugnisse unserer Zeit so benamsen können) und unseliger geseHschaftlioher Schichtung nicht ohne ׳Eindruck au׳f das leicht empfindsame Gemüt unserer Töchter bleiben, m ü s s e n wir ihnen den tiefen Sinn des Judentums ersobliessen. ,JS‘o sprich!zu dem (Hause Jaakob, den F r a uen, und v e rk-iind e es den Söhnen Isr a e 1s!“ Denselben Ernst, den n ä m l i che n Eifer,!den wir zur Erziehung unserer Söhne anwenden, müssen wir der Erziehung unserer Töchter widmen. Erschlossen wir ihnen, (׳die Grenzen des Erlaubten kennen Sie doch gut) die Weihe unserer Gebete, die Ethik unserer Gesetze und — nicht in : letzter Reihe — die Schönheiten unserer Literatur. So sichern wir dem jüdischen Volke eine Generation Töchter, fähig, einst jüdische Gattinnen und jüdische ׳Mütter zu werden. Teurer Freund! Ein Ziel habe ich Ihnen, wenn auch nur in schwachen Umrissen, gewiesen. (Helfen Sie ׳vollbringen, was die bittere Notwendigkeit unserer Zeit gebieterisch verlangt!!Und ist Ihnen mein Schreiben Aufmunterung oder gar Anregung, so bereiten Sie unaussprechliche Freude Ihrem Freunde Mordechaj. Wieviel Zionisten gibt es in der Tschechoslowakei? Die Zionisten erheben!bekanntlich den Anspruch, in Fragen des Judentums respektiert und als ein zahlenmässig hervorragender!Bestandteil der tschechoslowakischen ijüdisehen Bevölkerung betrachtet zu werden. Sie stützen diesen verwunderlichen Anspruch auf verschiedene Statistiken, deren Ziffern ihnen günstig sein sollen. So verweisen sie darauf, dass!nach den Resultaten der Volkszählung mehr als 90.000 Juden (allerdings auch!11!Katholiken!) sich zur j.üdf s o h e n •,N a td 0 n al i t ä t“ bekannten. Dass das Bekenntnis zur jüdischen ,Nationalität“, richtiger die Eintragung als ״jüdisch“ in der Rubrik ,Nationalität“ des Zählbogens für den Zionismus nichts beweist,!mit irgendwelchen zionistischen, politischen, kulturellen oder nationalistischen Forderungen im Staate nicht das A He rg e r Ing s t e zu tun,hat und nichts anderes bedeutet; als einen Ausweg aus ׳einer Verlegenheit, die infolge der Mangelhaftigkeit *des statistischen Fragebogens entstand, wissen unsere Zionisten sehr gut. Ebenso!ist ihnen nicht tinbekannt, dass der weitaus überwiegende Teil der als jüdischer Nationalität eingetragenen Juden (vor allem fast alle Orthodoxen Juden) grundsätzliche Ge g n e r des Zionismus sind, obgleich, ja gerade weil sie Wert darauf legen, in j öder Beziehung zur jüdischen 1G e m ei trsch a f t gezählt zu werden, wenn die Landesgesetze hiezu die Möglichkeit bieten. Die Berufung der Zionisten auf die Volks- ' zählung ist •demnach i rr e f üh r en d und; rechnet ausschliesslich auf die Mentalität der Nichtjuden, die mit dem Begriff der ״Nationalität“ einen ganz anderen Sinn verknüpfen als wir Juden. Noch weniger berechtigt ist die Berufung auf die W ah 1 s t at i s t i k. Da fanden in Kanpathorussland im vorigen Jahre Parlamentswahlen statt. Die Zionisten in Prag sahen ihre Stunde gekommen, eine Art von Legitimation zur Vertretung des gesamten tschechoslowakischen Judentums nach aussen zu erhalten. Ein kostspieliger Apparat wurde in Bewegung gesetzt, um den,!politisch völlig unerfahrenen und unselbständigen Juden dieses Landesgebietes einzureden, dass ihnen alles Erdenglück ganz bestimmt zuteil wird, wenn sie einen ,.eigen e n“ Abgeordneten für das Parlament wählen. Eine!Partei unter dem Namen ״Jüdische Volkspartei“ wurde zu diesem Zwecke gegründet und ein Prager!Advokat, Doktor Ludwig ׳S i׳ n g e r, ein bis zur glücklichen Entdeckung des :jüdischen ״Nationalismus“ in ׳jüdischen Kreisen ganz ■unbekannter!Mann, und der Prager Oberabbiner, der aus Podkarpatska-Rus stammt und dort manche verwandt-■ schaftliche!Beziehungen hat, wurden als Listenführer genannt und von einer ganzen Schar sprachgewandter Agitatoren als ׳die mächtigen Männer bezeichnet, von deren Willen allein alles Heil ■des Judentums in der Republik abhänge. Vom ״Zionismus“!und den speziellen zionistischnationalistischen, politischen ■ und kulturellen Programmen sprach man öffentlich noch niemals so wenig oder so neöelhalt wie damals — vor der Wahl. Man verbreitete sogar Wahlaufrufe, mach denen das Winken für die religiöse Wohlfahrt des Judentums im Sinne des Scliulahan Aruoh ׳das höchste lind heiligste Anliegen des :zionlrstischen ״J ü d isehen N a t i 0 n a 1 r!a t ׳e s" sei, dessen Präses eben dieser Advokat Dr. Ludwig!Singer!ist. Die Kandidaten übernahmen in ihren ■Plakaten und Reden allen Ernstes die Verpflichtung, einen jeden!Juden von Cop bis Apsa. für alle!Zeiten selig und glücklich zu machen. Und für all das wurde nichts verlangt; ,als'׳hiirzugehen ins Wahllokal und dort einen Zettel abzugeben, an dessen Kopf diese heilverkündenden ׳Namen prangten. — Und diese braven ״Jidn un Jidencs“, besonders diese letzteren, gingen in. der ״,Tat ]!in ׳und erfüllten getreulieh ihre — Bürgerspflioht. Es waren 118.ÖOO solcher Wähler. Die Gegenliste, deren Führer sich in ihrem ״Judentum“ von den ersteren vielleicht nur um: ummerkliclie Nuancen unterschieden, fand eine •viel geringere Anhängerschaft. Die .,achtzehntausend Stimmen reichten zwar nicht aus, um jDr. Singer ins Parlament zu'verhelfen, aber sie waren nun einmal da und man durfte sich ihrer bedienen für alles, was man wollte; Und man «wollte — Zion־! s mr u s! So wurden •diese 18.000 ״Jidn unr-Jidenes‘‘ von Munkaos, Hust, ■Jasina, Beresna, Tiacevo und-Beregszasz im Handumdrehen waschechte Zionisten und Kronzeugen für die Notwendigkeit von zionistischen Schulen, Gymnasien, Turnfesten, Bällen, Gemeindeprogrammen und werden es am Ende vielleicht auch noch für die Unerlässlichkeit der — Bibelkritik an der zionistischen Universität in Jerusalem. ׳Zur« Fesstellung der Anzahl unserer Zionisten wird also auch׳ die Wahlstatistik; wohl!kaum die Unterlagen bieten!dürfen. Einzig und allein ־'■ aus der 'S t a 11 s tik der ״S ch ek elzah 1 e r“,. die dem ׳jüngst in Wien stattgefundenen Zionistenlkongfess vorgelegt wurde, kann die in der Ueberschrift gestellte, Frage ihre wahrheitsgetreue Beantwortung finden.! : , ״Schekel“ nennen die Zionisten die Abgabe, die!jeder' Zionist an die Organisation zu entrichten.,hat. Er!gilt seit der offiziellen Gründung der zionistischen Organisation im Jahre 1897 als!Mittel zur Feststellung!der Zahl• ihrer An-!länger und alle zionistischen Gruppen, Vereine und Klubs betrachten es als eine Prestigefrage, möglichst viel solcher‘ Schekelquittungen an den Mann zu bringen Oder zu ״ver-; kaufen“, wie es in ihrer Spache heisst. Bei ׳allen Festen, Versammlungen und Veranstaltungen, wo immer .!man Juden antrifft, schwärmen zionistische junge Damen und Herren, aber auch׳ recht respektable; Hpnoratiorien umher, um Schekelzahler zu gewinnen. Er wird erhöben von Männern, Frauen, Knaben und Mädchen;ז!aller Klassen,■ aller Gesimnungen und Anschauungen und! es!gilt als (Ehrenpflicht •eines guten!Zionisten, selbst seinem Dienstmädchen •einen Schekel anzuhängen. ׳Und es sind deren ׳eine recht ansehnliche Zahl, die f-ür die!Sache, die -ihnen eine heilige Pflicht ist, einen bewundemswerten Eifer zeigen. ilri ׳den Jahren, ,in welchen der Zionistenkongress ׳tagt, (wird, die iPrapägaiida für den ״ ־!Schekel“ besonders stark forciert, weil die zionistischen Gruppen statutengemäss nur durch ,die Anzahl der von ihnen ־ abgelieferten ׳״Schekolim“ das. Recht!auf eine Vertretung beim' Kongress erlangen können. Die Propaganda geht zuweilen so!rücksichtslos vor, dass die ״Jüdische Presse“ vor einigen!Monaten sich veranlasst sah, gegen Täuschungsversuche einer bestimmten zionistischen Gruppe bei der; Werbung für den Schekel unter orthodoxen Juden öffentlich Verwahrung einzulegen. (Der ,Schekel“ ist immerhin ,bereits als!zionistische )Institution bekannt und wer ahn zahlt, kann füglich mit Recht als Zionist ängäsiproohen ׳werden. Ebenso ist es wohl sicher, dass ein jeder ׳Zionist ׳ihn tatsächlich entrichtet.. Wlleviele solcher ״Schekolim“ wurden nun in diesem Jahre in der tschechoslowakischen Republik abgesetzt? Die offizielle Statistik des Zionistenkongresses gibt darauf eine zahlenmässig deutliche Antwort. Es wurden im Kongressjahr 5685 ta. der gesamten Tschechoslowakei alles ln allem 12.576!Schekel verkauft. Davon entfielen 9874!auf den ׳Landesverband, 2104 auf den Misrachl, 1067 auf die Hitachduth ■und 31 auf die Z e i r e Zion. Daraus geht unwiderleglich und amtlich evident hervor, dass es ln der tschechoslowakischen Republik trotz’ allem lärmenden Spektakel nach einer rücksichtslosen und kostspieligen Agitation von vier Jahrzehnten auch noch Im Jahre 5685 nicht mehr als höchstens 12,576 Zionisten gibt. Die ׳Zionisten sind demnach auch ihrer Zahl nach eine viel zu bedeutungslose organisierte Gruppe van •Judentum: jene Ansprüche zu rechtfertigen,־ die ihre Agitatoren für sich ira öffentlichen ׳jüdischen und bürgerlichen 'Leben erheben. Jedem, was ihm gebührt; auch den Zionisten! nicht mehr! CI,vis Judaeue. Rückkehr des Karllner Rebben aus Erez Jisroel. P i n s k. 1(AJPB.) Der ׳Kalter Robbe list von seiner Erez Jisroel-jReise zuriiakgekiehrt. Talmud Thora-Schule in Galanta. Man berichtet! uns aus Galanta: Am 17. EluI fand in der Talmud Thora- Schule der ersten Galantaer orthodoxen Gemeinde untetf Vorsitz Sr. Ehrw. des Herrn Oberrabbiners Benjamin( Seidl und im Beisein vieler Baalebatim die Prüfung den Schüler statt. Die Schule steht unter der bewährten Leitung des Herrn Leopold Deutsch, des Sohnes des) bekannten früheren ראב״ך von Topolcany Rabbi Mandel Deutsch in Jerusalem und entwickelt sich vorzüglich•» Davon legte auch die jetzt vorgenpmmene Prüfung be^ redtes Zeugnis ab. Die Schüler legten erstaunliche Kennt•! wisse in 30 Blatt גמרא mit ראשונים an den Tag. Herd Oberrabbiner Seidl sprach zum Schluss dem Leiter den! Dank der Gemeinde aus, und wünschte ihm ,anlässlich seiner bevorstehenden Reise nach Erez Jisroel ein herz- Hches □צאתך ומאן לשלו. Für die jemenitischen Juden. Herr Juda Gold“ stein in Michalovce nahm vor kurzem in 'Mfchalovcel und Umgebung eine Sammlung zugunsten der im ׳heiligen! Lande in grosser Not lebenden Juden aus Jenem vor. Die Sammlung ergab 3910 tschech. Kronen, die der Landes־! Organisation der Agudas Jisroel zur Uebermittlung an! Rabbi Chajim .Sonnenfeld übergeben wurden. Den! Sammlern und Spendern sei auch an dieser Stelle Dank! ausgesprochen. ' Prüfung an der Bratislavaer Talmud Thora-Schule. Sonntag den 24. Elul wurden in den :drei Klassen der Tulmud Thora-Schule in Bratislava von Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Schreiber in Gegenwart des Rabbinats, des Gemeindevorstandes, zahlreicher Eltern! und אוהבי תורה die Prüfungen vorgenommen. Die güteni Kenntnisse der Schüler, zeigten zur Genüge, dass did Talmud Thora-Schule eine Musteranstalt auf dem Gebiete des jüdischen Jugendunterrichtes ist. Die Lehrer verstehenl es in vorzüglicher Weise, den hohen Anforderungen,;did an sie gestellt werden, gerecht zu werden. _ Die Elterri bringen grosse persönliche Opfer, um ihren Kindern einen guten Unterricht in משנה ,תנ״כ und גמרא zu ' verschaffen und das Kindermaterial zeigt sich empfänglich! für die Lehrer, die es erhält. Diese Umstände schaffen( die günstigsten Vorbedingungen für eine weitere Ausge-( staltung der Talmud Thora und für eine!systematische! Intensivierung des לימוד התוה״ק angefangen vom zartesten Kindesalter bis hinauf zum Jüngling auf der ישיבה Werden weitblickende, einsichtige Männer den ״תורה Lehranstalten unserer Gemeinde die Aufmerksamkeit widmen, die sie verdienen,. so ist mit Recht zu hoffen,( dass es mit Gottes Hilfe gelingen wird,;eine Generation! von H לומדי תורה ויראי heranzuziehen. Eruw-Elhweihung fn Trnava. Am ש״ה פ׳ בצבים ־ וילך ist ein sehnlicher Wunsch aller guten Juden von Trnaval in Erfüllung gegangen: Die auf Anregung der Agudad( Jisroel-Jugendgruppe eingesetzte Bewegung zur Errichtung eines Er uw hat ihr Ziel erreicht. Dank dem Entgegen-! kommen der Stadtverwaltung, der unermüdlichen Arbeit Sr. Ehrw. des Herrn Oberrabbiners Ungar und ׳der eifrigen Bemühungen der Herren Stadtverordneten Salomou Gross, Wilhelm Reich (von der orthodoxen Gemeinde)! und Josef Bauer (von der Status quo-Gemeinde) konnte nunmehr der Eruw seiner Bestimmung übergeben werden; Aus diesem Anlass hielt Sr. Ehrw. Herr!Oberrabiner Ungar am .Freitag; abends eine eindrucksvolle דרשה in der er die Bedeutung ,'der מצות ערוב' erläuterte und! die treue Währung des ש בת קודש allen Juden ans! Herz legte. Seine Rede schloss mit Dankes Worten 'an1 die Stadtverwaltung und , an alle diejenigen, die pich um! das! Zustandekommen des schönen Werkes bemüht haben: Gedenket Jeriischolajims! Die Jerusalemer Verwaltung des Kolel Sch'omre Hacnometh versendet soeben einen herzbewegenden Hilferuf für die Notleidenden! des heiligen Landes. Den! ganzen Winter hindurch!herrschte! in Jerusalem und in den anderen heiligen ßtädten W as s e r m an ge 1, so dass die armen Angehörigen unseres Kolel auch das Wasser für teures Geld kaufet mussten, während die Mittel des Kolel völlig erschöpft waren und auch ohnedies nicht reichten, um' den hunderten1 armen W i t w e n und Waisen, den tausenden hervorragenden תלמידי חכמים, die auf ihn angewiesen pind,' auch nur das Notwendigste zu bieten; In diesen־ schweren Zeit wenden sich die Armen ith heiligen Lande an älld Freunde Erez Jisroels, an alle gutherzigen. Menschen, die an der Not tausender Juden, die an den heiligen Stätten in Erez Jisroel על התירה ועל העמדה leben und für' unser Wohlergehen beten, um Hilfe. In diesen Tagend da der Sinn eines jeden Juden sich für die höherem! Bedürfnisse seiner Seele öffnet, mögen alle Juden ׳uriä Jüdinnen diesen Hilferuf hören und für den מלל שומרי החומות reichlich spenden, In jeder Wohnung bringe man eines Rabbi Meir. baal Haues-Büchse an und! fordere jeden zu Gaben' auf. Vergesset nicht Jerusalems, auf dass ihr und eure , Familien in den heiligen Tagen( von הש״ית erh0rt und לחיים טובים וארוכין בספרם של צדיקים eingetragen werdet! .1 Gast-Dexoschoh in Levoca (Leutschau). Aus Levocq erhalten wir folgenden Bericht: Vorigen , שבת 0׳ ג צ בי ם־ ׳ וילךweilte Se. Ehrwürden der Hunsdorfer Oberrabbiner נ״ו in den Mauern unserer Stadt und benützte» diese Gelegenheit, mit Rücksicht auf die herannahenden( ימים נוראים im Betsaal der orthodox-israelitischem Kultusgemeinde die zahlreich erschienenen Andächtigem durch eine von stupendem Wissen zeugende, geistvolle( דרשה über eine Stunde lang,in Bann zu halten und sie zum Aushärren im Kampf für die Ideale des orthodoxem Judentums anzuspomen. Die hiesige orthodoxe Kultusn gemeinde, die sich in Sachen der religiösen Führung be־? kanntlich dem altehrwürdigen Hunsdorfer Rabbinat angeschlossen hat, scheut vor keinem Opfer zurück, tum dem Anforderungen des gesetzestreuen religiösen Lebens nach jeder Richtung hin zu entsprechen und so sieht der vom der Gemeinde unternommene Mikwahbau in kürzesten Zeit seiner Vollendung entgegen. Die Worte ihres als» talmudische Grösse aberkannten Führers, dessen; übqrt ' 200 Xöglinge zählende Jeschiwa weltberühmt ist, haben heuen Mut un'd Arbeitswillen in der kleinen Schar dert