Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 37 (11.9.1925)
- Date
- 1925-09-11
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr.?ל JÜDISCHE PRESSE Seite 243 of׳fe-.ne, ,un.mitte 1 bare Auss.präche erreie;ht werden. . .,," Die Erfüllung des Gebotes ״Dü so I ist dein en N/ächstOn zux Re de ste 1 len“, ist die Voraussetzung . f ü.r ’ difc kaf di n ä le Forderurig: ״Liebe deinen Nächsten wie äicH selbst.“׳־••• ־ ׳ - Zurechtweisung, :■ Anweisung, Aussprache, mündliehe Auseinandersetzung sind, unentbehrlich im Leben der Menschen, insbesondere aher in dem -der Juden. In dem Werke .,!Me Ohialhn“ wind erklärt, wodurch eigentlich. Hiewel so schwer gesündigt hat, dass er von seinem Bruder Kajin ermordet wurde, indem dort atisgeführt wird, dass die Sühde Beweis darin bestand, 'däfesi er seinen Bruder Käjih nicht zurechtgewiesen hatdafür, dass er ein minderwertiges Opfer darbrachte. Wäre das geschehen, so ״> hätte sich Hewel sicherlich gerechtfertigt und es wäre nicht zum Brudermord gekommen. Wieweit durch persönliche Verständigung, Missverständnisse, Zwieträcht und Hader aus der Welt geschafft werden können, soll dur!ch die folgende historische Erzählung bewiesen werden. Als Rabbi Israel Baal Schem-tow, der Begründer des Chassidismus, benachrichtigt wurde, dass auch! Rabbi Ber aus Meserjtsch sein Gegner sei, schrieb er ihm folgenden Brief: ’ W ״Männer, die zu mir kamen, berichteten mir, dass Sie die Absicht hätten, mich zu besuchen. Da ich aber sehe, dass Sie noch immer sich nicht entschliessen können, weil Sie nicht wissen, ob dies zum Ziele führen werde, ersuche ich Sie, dass Sie den lügenhaften, von bös-, willigen Leuten stammenden Ausstreuungen keinen Glauben schenken sollen. Mein Wille ist, den Menschen nur Gutes zu tun, nicht aber, sie zu erniedrigen, lieber1•* legen Sife sich es noch einmal und kommen Sie, um( sich mit mir auseinaniderzusetzen. Und wenn ich ,keinem Gefallen bei Ihnen 'finden werde, so werden Sie doch die Wahl haben. Ich bin aber! überzeugt, dass diese Aüfep spraäche nur Erspriesslich'es zeitigen werde.“ ]Und es ist eine historische Tatsache, dass nach jener Zusammenkunft diese zwei heiligen Menschen in heiliger Eintracht sidli fanden zum Segen für dten Chassidismus und für das ganze Judentum. ,;1 ־ . ד AVir leben in einem Zeitabschnitte, der von alfergrösster, überragender. Bedeutung ist. Auch die überräschenden Erfindungen auf den verschiedenen Gebieten, die in den Augen des gläubigen( Juden wohl als Folge und1 Fortschritt des himmlischen Schöpfungswerkes zu be? trachten sind, und zur Verwirklichung des himmlischen Willens führen sollen, sind deutliche Zeichen graissfe# Geschehnisse, wie es auch im heiligen ״Sohar“ ange־ deutet ist. Dort heisst es: ״Und im sechsten Jahr hundert des sechsten Jahrtausends (hach jüdischer Zeitrechnung) ,werden die Quellen der höheren und niedrigeren (irdisehen) Weisheit ineinanderfliessen und wird die Weh verbessert werden...“ Auch die neuen Sonnenstrahlen!am‘Himmel!unseres' Volkes;sdllen!zur ‘ Verständgiunig, :.diese Verständigung zur Vereinigung, jedenfalls aber zu einem Hand־in־Hand־arbeiten führen, auf dass die uralte,;'ewig neue, ungefälschte Thorawährheit zur Wirklichkeit;werde. Durch persönliche Aussprache zur Einigkeit und durch Einigkeit zur Thorawahrheit!!! ״האמת והשלו□ אהבף VopanzeigeT Erstklassige milchige Frühstückstube unter Aufsicht der Adas Isroel (Schiffschul) wird demnächst eröffnet! , Mäss ige Preise Beste Bewirtung Inhaberin: Johanna Deutsch II. Herminengasse 10 (Ecke Fr. Hochedlingerg.) ׳; Vom XIV. Zionistenkongress. Die radikalen Zionisten zu weiterem Kampf entschlösse*!. Unmittelbar nach Schluss des Kongresses’ traten diel. Delegierten, die der radikalen Fraktion angehören, zu einer Besprechung über die Ergebnisse des Kongresses zusammen und beschlossen einstimmig, folgende Erklärung in ihrem .Namen der Öffentlichkeit zu übergeben: Der Vierlauf und insbesondere der Ausgang des Kongresses haben mitefstbreckfehder Deutlichkeit bewiesen, wie tief das gegenwärtige-System der ,zionp stachen Politik die Organisation bereits zerrüttet hat. Der Kongress war, ni^cht in "der Lage, den Hauptzweck seiner Einberufung zu erfüllen und eine Exekutive .zu wählen. Die Ursache dieses, für die Zukunft der Bewegung ausserordfentüch gefährlichen Ausganges liegt nach unserer Ueberzeugung in zwei Momenten: Einmal in der Unzufriedenheit des überwiegenden Teiles des Kongresses mit der äusseren Politik der Präsidenten Weizmann und Sokolow und sodann in der Beziehung des Präsidenten Weizmann zum Kongress. t . \ Die Unzufriedenheit mit dem politischen System kam bei der Abstimmung über das Absolutorium zum! Ausdruck, bei der sich nicht einmal die Hälfte der Kongressdelegierten entschliessen konnte, ihr Vertrauen zur Politik des Präsidenten Weizmann zu bekunden. Nur unter dem Druck Präsident Weizmanns und seinem drohen־ den Hinweis, dass die Nichtannahme seiner Bedingungen zur Sprengung des Kongresses führen müsste, kam!die zweite sogenannte Veftrauenisresolution zustande. Diese Unzufriedenheit mit der Politik des Präsidenten Weizmann liess wichtige Teile des Kongresses vor der Uebernähme der Mitverantwortung durch Eintritt in die (neue Exekutive zurückschrecken. Die ultimative und diktatorische Form, in־ der Präsident Weizmann die Parteien! des Kongresses und den Permanenzausschuss behandelte — gipfelnd in seiner sachlich durch nichts begründeten Abreise im entscheidenden Moment vor der Wahl der Exekutive, unter ,Zurücklassung einer Liste, djeren Annähme Präsid|ent Weizmann ohne Begründung ultimativ durch eihfen Brief forderte — machte eine;Beilegung[ dieser Schwierigkeiten unmöglich und brachte den Kongress zu der fatalen Notwendigkeit, die Wahl der Exeku-, tive dem Aktionskomitee zu'überlassen. Damit hat der Kongress auf das Wesentlichste seiner Rechte diesmal verzichten müssen und einen gefährlichen Präzedenzfall geschaffen, , Die Vereinigung der radikalen Zionisten erklärt schon jetzt, dasß eine vom Aktionskomitee eingesetzte Exekutive nicht die Autorität einer vom Kongress!!ge? wählten haben kann und provisorischen Charakter tragen muss. Die Vereinigung radikaler Zionisten wird mit verdoppelter Energie den Kampf um die Wahrung der fundamentalen zionistischen Prinzipien in der Politik, um 'den! Schutz der Rechte des Kongresses, und ,״vor allem um die Erhaltung der Organisation forts!etzen. Der unglückliche Ausgang des Kongresses bedeutet kein Fiasko der zionistischen Bewegung, sondern ein Fiasko des gegenwärtigen, vom Präsidenten Weizmann repräsentierten politischen Systems.־ Die Auflehnung des Kongresses gegen das System und die Haltung des. Präsi*) denten Weizmann ist das Anzeichen einer beginnenden Erneuerung der Bewegung. Für diese gilt es jetzt zu kämpfen und' durch Aufklärung der breitesten zionistisehen Oeffentlichkeit für eine durchgreifende Aenderung[ des Systems der zionistischen Politik Sorge zu!tragen, Mit seiner Politik, die nur durch eine erzwungene Kundgebung des Kongresses gedeckt ist, will Präsident Weizmann seinen Weg weiter gehen, der notwendig zum Verderben führen muss;. Dies zu verhindern, die;zionisti•! sehen Massen über die drohenden Gefahren äufzuklären, dahin zu wirken, dass die positive ־ zionistische Aufbau!־ arbeit in Erez Israel durch den Ausgang des Kongresses keinerlei Schaden erleidet, vielmehr mit •unverminderter Energie fortgesetzt wird und vor allem für die Einsetzung einer von wahrhaften zionistischen. Prinzipien ־ geleiteten zionistischen Exekutive zu kämpfen, ist die entscheidende . Aufgabe der Stunde. Tseli eeliosl Einige Worte zur Sozialversicherung der Kuhusbeamten.*) Auf das von der, orthodoxen Landeäkanzlei in Angelegenheit der Pensionsversicherung versandte׳ Rund־: schreiben möchte ich bemerken, dass die vorgeschlageneit Zahlungsmodälitäten ׳der laufenden und rückständigen Prämien sämtliche Anforderungen der Interessenten! vollkommen deckten. Die hiezu designierte Kommission hat wahrhaft schöne Leistungen an den Tag gefegt, wofür ihr alles Lob und Dank gebührt!.!! Die Investition der einlaufenden Gelder bietet Garantie für die Verwirklichung dieser so dringenden sozialen . Einrichtung und ist es wünschenswert, dass sich jede Kultusgemeinde der angestrebten Bewegung anschliesse. Denn nur gemeinsame Kräfte sichern die Zukunft und Existenz der. Sozialversicherung unserer jüdisehen Kultusbeamten. Kann doch jede Gemeinde am Ende des Verwaltungsjahres Einblick gewinnen in das Gebaren der Führung dieser Versicherung dadurch, dass die in Permanenz zu verbleibende Sozialversicherungs{־ kommission alljährlich eine genaue Jahresrechnung erscheinen lässt. ,Wenn sich alle Gemeinden dem angeregten Vorschlage der Kommission anschliessend 'haben sie damit nicht nur ihr eigenes' Interesse vertreten, sie vertreten , dadurch auch das Interesse der kleinen Gemeinden, wozu ׳ wir auf Basis der Menschenfreundlichkeit verpflichtest sind. Ich empfehle der Kommission, dalss ein hiezu berufenes Organ in die grösseren Gemeinden entsendet werde, das bestrebt sei, dieselben für den Anschluss an die Spzialversicherung der jüdischen Kultusbeamten zu gewinnen. . Ein separates Versichern der Kultus- *) Die orth, Landeskanzlei versandte. vor einigen Tagen an sämtliche Gemeinde^ ein Rundschreiben, das; die Regelung der Versicherungsfrage bezweckt. Wh? werden nun um Veröffentlichung der nachfolgenden Be- «!erklingen eines Kultusbeamten gebeten. beamten ״in sich“ entbehrt schon aus dem Gr unde d e r r i c h t i g e n Basis, w e i I b e i s'.p i e ISweiseeinebeliebigeGemein de aml Jän'ner 1927, also bald beim Ab laufeder Wartezeit, schon aus dem Grunde nicht in der Lage ist, aus eigenem ihren Beamten diePension zu bieten, weil ihr der entsprechende Reservefonds fehlt, die angesammelten Prämien' einiger Monate den zubietendejn'jä h rliehen Pens io nis betrag nicht deckten. Hin■: gegen be sitzt ein bereits geschaffener und sich immer en tw ickein der Stock schon nach einigen Monaten die Tragfähigkeit 7Jur Deckung von flüssig zu m a c h e 11 d e n R u h'eg e n ü sse n. / : Hoffentlich werden meine Zeilen, welche Sie gefi. in Ihrem gesoh;. Blatte erscheinen lassen wollen, daz!u beitragen, respektive die Gemeinden zur Ueberzeugung bringen, dass eine gemeinsam gegründete und 'gemeinsam erhaltene Sozialversicherlmgs-Insfitution die sicherste Basis der Durchführung dieser so dringend nötigen Einrichtung »bilden wird. , ־. ׳ . D a n i e 1 R a k o v s k y, Direktor* der isr. Volksschule in Seted. Rabbinerinstallation in Rete. I 1 (Von unserem Sonderberichterstatter.) Sonntag, den 17. Ehtl war die jüdische Gemeinde von Rete der Schauplatz einer erhebenden Feier, »die! allen Teilnehmern lange in Erinnerung bleiben wird. Schon früh am Morgen sah man die Gemeindemitglieder, Herren* Damen und die Jugend, emsig bemüht, um dem neuge- . wählten Oberräbbiner Herrn Alexander W e i s z einen würdigen Empfang zu bereiten. Auch die nichtjüdische Be-, völkerung des Ortes zeigte lebhaftes Interesse für >'dad Fest und nahm daran teil. Der Oberrabbiner und seine); Familie kam, geleitet von einem■ grossen Kreise von Freun-t den aus Nitra, Galanta,1 Nove Zamky, Bratfelava U. a,J von der gesamten Einwohnerschaft von: Rete herzlichst) begrüsst, an. Schon in Galanta bestieg eine Deputation( Berichtigung. Herr Lazarus Barth schreibt uns: ״Die Berichterstattung über mein Refecit bei der Misrachi Weltkon* ferenz haben Sie nicht richtig widergegeben und somit entfällt auch die Schlussfolgerung, die Sie aus diesen Aus־( führungen gezogen haben. Ich habe nach Ccm offiziellen Communiqul folgende Ausführungen gemacht: Lazarus Barth-Berlin, begrüsst es grundsätzlich! dass das Feldmannsche Referat durch den Versuch“ einer! ideologischen Einführung eingeleitet' wurde, was abeq daran scheitern musste, dass wir eine Ideologie des! Misrachi noch nicht haben. (Zuruf: ״Schulchan Aruch!“): Dieser Zwischenruf setzt mich in Erstaunen. Der Schülchart Aruch ist ein Gesetzbuch und keine Ideologie und gerade! für die Ideologie des Misrachi ist er nicht heranzut ziehen, ln der Galuth entstanden, will er für das jüdische* Leben in der Galuth die . Normen festhalten, wenn er auch an einigen der מצות;התלויות בארץ nicht vorüber? geht. Dagegen die zentrale, Stellung, die das Land Israel in Thora und ^Propheten einnimmt, und die sich auch im talmudischen Satz, von der Einheit von. Volk, Land und Thora ausspricht. Dass sich auch das ökonomische ideal von איש תחת גפני ותחת תאנתו unten dem Druck der Galuth wandeln musste, zeigt die Tiefe der Wandlung. In der Ideologie des Misrachi muss. Land und Volk wieder seinen alten Platz einnehmen! Von diesem Gesichtspunkt aus. zeichnet der Redner dann die Stellung des Misrachi innerhalb der . nationalen Organisation, die dem Aufbau des Landes dienen will und die Aufgabe des Misrachi, für Verständnis und Aner« kerinung/des dritten Bestandteiles: der grossen Einheit der Thora, zu kämpfen. \ Wir bringen gerne diese Berichtigung, die selbst? verständlich, keine Berichtigung ist. Herr Lazarus! Barth sendet uns nicht ein, was er gesagt hat, sondern bloss das, was das offizielle Communique über seine Aus? führungen . veröffentlicht. Uebrigens berichtet dieses off!* zielile Communique selber, 1dia«s. die Bemerkungen Bartihs e!in1en isotoartfen Widerspruch ׳hervoriefen: ,jF a r b!3' t e 1' rt erklärte: uns sei Galuth m i t T h o r a erwünschter ald Pa.lästina ohne Thora und wo immer der Schulchan Aruch geschaffen sein mag, er ist für immer die Grundlage unseres Lebens. Rabbi B e r 1 i n wendete sich in . temperai mentvollen Worten gegen die Scheidung von Palästina und Galuthperiode in der jüdischen Geschichte. Die Nationalen. betrachten die Galuth als Zeit der Konservierung, diel wjr, wenn wir nach Erez Jsroel zurückkehren, nicht mehr nötig haben. Wir aber sagen, auch in der Periode der Gia'luüh war eine Zeit• ׳des originellen Schaffens.“ Diese Aeusserungen beweisen zur Genüge, dass die Tendenz der, *־ BarthscHen Ausführungen von uns richtig wiedergegeben: wurden. Wir wollen aber nicht Recht behalten. 'Es freut uns ja, wenn Herr Lazarus Barth den Sinn seiner Worte! äbstumpft. Zumal;wir überzeugt sind, dass Herr Barth! nicht so sehr den Schulchan A r üc h als die A g u d ä( gemeint hat. Seine Abneigung gilt nur der letzteren. Hffacfitfutfi, Mfsrach! und die neu zu bildende Exekuftive. Vor der Beschlussfassung. des Kongresses. über die Bildung der neuen Exekutive hatten die Fraktionen: der Hitachduth und des Misrachi erklärt, sich an , der Neubildung ׳ der Exekutive nicht beteiligen zu wollen! Angesichts der neuen Situation, wo die Wahl der Exekutive durch das Aktionskomitee zu erfolgen hat, werden die erwähnten Parteien .— so wird es in unterrichteten! Stellen angenommen — ihre Beschlüsse; einer Revision unterziehen. . \ Jeder. Jude B^daVTa״ Schuhen in dem bekannten Schuh ha u s ,,Zum StrassenhofSf (Inhaber: Sachje Pluznik) Wien, II., Taborstrasse 24a, Tel. 48-8-67 Bei Vorweisung dieser Annonce 5 Prozent Rabatt ך• der Reter Gemeinde den Zug, und während Herr Ingenieün Samuel Regner den Oberrabbiner mit freundlichen Worten begrüsste, schloss sich die aus den > Damen R e i(1 chenthal, G'uttman«. und Stern bestehende Damendeputation der Frau!Rabbiner an. An der Bahnstation Rete wartete eine grosse Menschenmenge der Ankunft des! Zuges. Ein Baivderium der jüdischen Jugend und 'die Feuerwehr war zu Ehren des Tages in Parade ausgezogeui;Als der Oberrabbiner den! Zug verlassen hatte, begrüsste ihn ■namens der Gemeinde Hern Oberrabbiner H i r s c h 1 e q (Modor) in einer sinnvollen Ansprache, auf die er in bewegten Worten antwortete. Namens der jüdischen Frauen! begrüsste Frl. Kamilla Stern die Gatti'n des Oberrabbiners. Die zahlreichen Deputationen und Gäste aus! Bratislava, Nitra, Galanta, Piestany, Topolcany, Nove Zamky, Sv; Jur, Trnaya, D. Streda, Saja (n. V., Senec u.,a.. und die vollzählig erschienenen Gemeindemitglieder Von Rete und den zum Rabbinat gehörenden Dörfern Sarfö, Gurat und Cataj fuhren! sodann in einem aus 30 Wageft bestehenden .׳langen Zug unter Musikbegleitung nach dem! Tempelhof. Dort warteten Gemeindemitglieder mit den geschmückten ספרי חורק und einer חופה. Herr Oberrabbiner Menacpem Bresnitz von der/Nachbargemeinde! Senec richtete an den neuen Oberräbbiner eine warme!Ansprache, in der er seiner. Freude darüher Ausdruck) gab, dass die Stelle, an der vor 50 Jahren sein Grossvaten R. Mandel Schön זצ״ל wirkte, nun wieder durch einqrt würdigen Mann besetzt wird. In dem schön geschmückten! Tempel ersuchte der Vorsteher, Herr Gabor Frank* in einer kurzen Ansprache den Oberrabbiner, seine Ah“ tritts דרשה .. zu halten. Dieser entsprach der Aufforcierung] in einer wirkungsvollen Rede, die in Form und Inhalt dem tiefen Ernst angemessen war, der ihn bei der Uebernähme seines verantwortungsvollen heiligen Amtes ‘ he־' seelte. Er gelobte, all sein Können in 1den Dienst den תוה״ק zu stellen, stets für die Förderung ihrer Institiitionen einzutreten und in dem Geiste seiner Vorgänge# hingebungsvoll zu wirken. Mit einem Gebet für dak Staatsoberhaupt schloss die. meisterhafte דרשה• Hierauf bestieg der Schwiegervater des Oberrabbiners, ״ Heyr Rabbiner. Aron. Kn t z aus Nitra, die. Kanzel, um. in . einer 'begeföterteri, Üöchgetragenen Rede sowohl die 'Gemeinde