Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1925-09-04 · 36 (4.9.1925) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
36 (4.9.1925)
Date
1925-09-04
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2629891-2630099-2630133--1939-2633752
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 238 JÜDISCHE PRESSE Nr. 36 Csorna. Der 10. Elul war ein Festtag ,für das gesetzestreue Judentum in Ungarn. Nach mehrjähriger Pause wurde für diesen Tag nach Csorna eine Versammlung der מחז׳הדת für die Komitate Sopron, Vas, Györ und Veszpröm einberufen. Gleichzeitig hielten die unter dem Präsidium von und der Landes ר׳ בנימין בערגער נ״י stehende מהררי הש״ס Tonreche Jeschiwos-Verein ihre Halbjahrssifezungen ab. Die Anziehungskraft des einst so ,bedeutenden Machsi,ke־<Hadas־ Vereines hat trotz der längeren Pause in seiner Tätigkeit nicht das mindeste eingebüsst.!In hellen •Scharen!kamen die □ רבני der Gegend, wie auch alle- □׳יראי alte bewährte Kämpfer, und auch die!jüngere Generation herlbei, um die Fahne לחזק הדת והאמונה - להרם קרן הת׳ והיראה - להסיר מכשיל יב" zu erheben. Vereinspräses Herr Karl Paskusz :begrüsste die imposante Versammlung ■mit einer wirkungsvollen schönen Rede, in welcher er auch de.r verstorbenen Führer - ר׳ נחום גרינוואלר ח שלמה שטיינער ר׳ אברהם שיפף - und ה״רה״גה״צ ד יואל פעללנערזצ״ל gedachte. Der vom Vereinspräses unterbreitete Rechenschaftsbericht über die erfolgreiche Tätigkeit des Vereines seit seiner Gründung wurde mit Begeisterung ausgenommen und wurde dessen Drucklegung und Versendung ibeschlossen.!Hierauf hielt Oberräbbiner K a h a n e- Csorna die Festrede. Begrüssungstelegramme sandten die Rahbiner Silberstein-Waitzen, Sussmann-Budapest, Klein- Berlin, Kohn-Zehlem, Lüwy-Frauenkirchen, Katzburg-Oizel, Pressburger-Päpa usw. Zur Verhandlung der Tagesordnung übergehend, hat die Versammlung ׳mit einhelliger grosser Begeisterung die Wiederaufnahme der alten מחזיקי הדת Tätigkeit beschlossen. Der Verein nimmt gegen die מוכרי ספרים welche erwiesener •müssen מכשזל רבים sind, in ■dem sie — תפילין ומזוזות פסולין verkaufen, den schärfsten Kampf auf und wird mit allen ihm izu Gebote stehenden Mitteln diese מכשולים unmöglich machen. Der Verein wird ■von verlässlichen!Quellen diese Ritualien beschaffen und wird in jeder auf seinem Gebiete befindlichen Kehilo ein ständiges Lager \5£n תפילין׳ מזוזות לציצית errich'ten, wo diese zum SeLBstkostenpreise feilgeboten werden. Es werden wieder verlässliche סופרים angestellt, um ׳das Gebiet des Vereines zu bereisen und in jedem jüdischen!Hause ׳behufs Uöberprüfung von תפילין ומזוזות zur Verfügung zu stehen. Die seinerzeit von der Rahbinerkommission des /Vereines ausgearbeitete sogenannten הכשר Be- Stimmungen, welche von allen ׳ ,גדוליםund der Majorität der רבנים Gross-Ungarns angenommen wurden und somit für alle Zeiten zu!Recht bestehen, wurden erweitert und die ה כ ש ד Kommission, bestehend aus ■der רבנים von Csorna, Szomibathely. Györ, Zehlim, Beled und T6t, wurde eindringlichst ersucht, diesen Verfügungen dringenst und strenge Geltung zu verschaffen, damit die in dieser Beziehung wieder aufgetauchte מכשולים unmöglich gemacht werde. Es wurde ׳von zuverlässiger Seite berichtet, dass in einer Plflanzenfettfabrik nelbst reinen Kokosfett auch solches erzeugt wird, welches mit einem *»׳ דבר איסוvermengt wird. Diese!Anmeldung wie auch die bekannte Kaiffeezusatzaffäre wurde ׳dei הכשר "Kommission angewiesen. .Das seinerzeit!im Verlage •des Vereines erschienene gelungene Werkchen ׳ ״סוגה בשושנים״Über die Frauen• pflichten wird neuerdings aufgelegt und mit einem Vorwort versehen, in welchem die Welt über den gewaltigen איס1ר ■und die furchtbaren Verheerungen, welche die unmoralische Frauenkleidung verursachen, in geeigneter Weise aufgeklärt werden soll. Es wird übrigens gegen dieses Uebel imit allen au Gebote’‘stehenden.Mitteln gekämpft werden.■So werden die Gemein׳devo’rstä11׳de ersucht werden, in die Frauenab'teilung der Synagogen nur in einwandfreier Kleidung erscheinenden Damen den Eingang ׳zu gestatten. Solche unter der Aufsicht des Rablbinats stehende כ ש ר Speisehäuser, wo die Angehörigen des Eigentümers oder׳ das angestellte Bedienmingspersonal in dekoltierter Kleidung er-, scheinen, so dass dort ■laut. דין ש״ ע keine ברבה gegesprochen werden darf, werden dem zuständigen Rah- ׳binate mit dem Ersuchen angezeigt,•diesen das Attest zu entziehen. Um den Wucher mit אתרוגים zu bekämpfen, wurde das Rahbinerkomitee ersucht — falls die Notwendigkeit dafür sprechen soll —, unverzüglich darüber zu entscheiden — die Entscheidung ׳eventuell auch mit einem איסור zu bekräftigen —, dass in jeder Kehilo nur die notwendigsten אתרוגים angeschafft werden •sollen. Die ״Scbamre־Schabos“1Aktion wird auf alter bewahrter Art wieder aufgenommen. Nach eingehender Debatte über die ישראל y^־Frage wurde beschlossen, auf dem Gebiete des Vereines die arg vernachlässigte sögenannte ״ח מאיר בעל הנס״-Aktion wieder zu organisieren und den ישוב הישן intensiv zu unterstützen.!Eine anderweitige Tätigkeit wurde vorderhand abgelehnt und die Leitung ibetrput, sie möge •die Ansicht ׳der גרולי התורה in ארץ ישראל und im tlnlande über diese Frage einholen. •Ueber Antrag des!Herrn Edmund Schiffs wurde!beschlossen, eine Anzahl von רבנים und dazu geeigneten Laien zu bestimmen, die bereit sein werden, in prozessualen Fragen als בית ד י ן oder als ■Schiedsgericht über die ihnen vorgelegten strittigen Angelegenheiten mittels Schiedsspruch ■zu .'entscheiden. Ueber Antrag ׳des Vereins- Präses wurde beschlössen, um das Andenken des grossen Führer der Machsike iHadasz ה״רה״ג ה״צ אב״ר אוהעלי!würdig zu verewigen, wird der Verein eines von seinen geschriebenen Werken ■in Druck ׳legen. Bei .׳der stattgefundenen!Neuwahl wurde mit Akklamation zum Präses Herr Karl Paschkusz wiedergewählt. Zu Vizepräsidenten wurden die Herren Benijamin ßerger-Beled und Salamon Steiner- Györ gewählt. Nach den Schluss- Worten des Vorsitzenden schloss die Versammlung in gehebener Stimmung. Zu gleicher Zeit wurde in Csorna die!vierteljährige Repräsentantensitzung des ungarländischen Tomohe-Jeschowoths-Vereines ■albge 11 alten. Vorsitzender Vizepräses Herr Samuel Donath-Györ referierte über ■die Anbeit des Vereines in dem letzten Quartal. Mit freudiger Genugtuung vernahmen die Versammelten, ■dass minimehr der Verein auch durch die Landesrepräsentan׳z der orthodoxen Landeskanzlei als offizielles Forum der Jeschiiwoth in Ungarn anerkannt wurde. Vorsitzender konstatierte freudig, dass die bisher auch bedeutende Zahl der ßaharkn und der Jeschiwoth im Zunehmen begriffen ׳ist. An der alljährlichen ״Tomche-'Jeschiwos-Schaihbos-Aktion“ nahmen heuer über 100 Ortschaften teil. Das Ergebnis überstieg :130 Millionen, die Summe der Unterstützungen war in den!Sommermonaten grösser als in den Wintermonaten. In lebhaften Worten schilderte dann der, Vorsitzende die traurige!Lage der Jeschi woth im ganzen Lande, die ■den Winter!mit grosser Sorge entgegensehen. Er schloss mit einem warmen Appell ■an ׳die Versammelten, ׳die Vereinsleitning!in ihrer schweren Arbeit zu unterstützen. Der Appell hat warmen Anklang gefunden. Es war herzerhebend, als alle Versammelten, Fabrikanten,: Grosskaufleute!wie auch der ״kleine Mann“, der schwer um die eigene Existenz zu kämpfen hat, sich bereits erklärten, einige Tage ׳opfern zu wollen, um im ׳Lande nach ׳Anweisung der Vereinsleitung eine Propagandareise zu, ׳unternehmen. Nach Erledigung der laufenden Angelegenheiten •;schloss der Vorsitzende die eindrucksvolle Versammlung. Zum Ableben von Rabbi Joel Schreiber. Zu den Verlusten an prominenten' Persönlichkeiten, die das Judentum im allgemeinen und die Orthodoxie im besonn deren in letzter Zeit zu verzeichnen hat, zählt auch die! Lücke, die das Ableben von Rabbi Joel Schreiber ז ״צ ל dem letzten überlebenden!Sohn :des Krakauer Oberrabbinerä Simon Schreiber ז״צל in die Reihen hervorragender Männer der Orthodoxie gerissen hat.! Noch zu frisch ist das Orab, um ]jetzt schon nacty allen Richtungen hin das Leben und Wirken von Rabbi Joel Schreiber abschätzen zu können, zu lebendig stehf der Verblichene noch vor unserem geistigen Auge, um( ihn von der Gegenwart abgrenzen , zu können. Doch soll versucht werden, hier einige Striche zu zeichnen, welche( in Kürze seine Persönlichkeit charakterisieren sollen für!, jene, die ihn oft und oft gesehen, aber nicht gekannt haben{ Sein Wirken war nicht im heutigen Sinn ״modern“; wenn man so sagen darf. Die Gasse wusste es nicht, did Zeitungen haben darüber nicht geschrieben, sein Name! wurde in keiner Liste von ״Wohltätern“ geführt — hingegen wussten es die, für die er wirkte, oftmals abeil auch diese nicht. < Aufgewachsgti in einem Milieu, welches weit ent! fernt war vom polnischen Chassidismus, stellte er sich!( als er nach Polen kam, mit Leib und Seele in die Reihen der begeisterten Anhänger des Chassidismus. Er vereinigte in sich ״Chassidismus“ und ״Misnagdus“ zu einem har־) monischen Ganzen, die grossen Vorzüge beider Richtungen schöpfend, welche damals das ganze Judentum umfassten; Von den Misnagdim hatte er das Ausharren und die milde Freundlichkeit, während er sich vom Chassidismus den Enthusiasmus und die Standhaftigkeit aneignete, jedes stete am richtigen Platz und zu richtiger Zeit anwendend. Ein schwacher, kränklicher Greis unterliess er es fast keinen Tag — sofern er nicht das Bett hüten musste! — sich persönlich um ״seine“ Armen zu kümmern. Da9 Wort ״seine“ kann mit Recht unterstrichen werden, denn er sorgte nicht für sie, wie man gewöhnlich für Ärmel sorgt — schel .Mizwoh —, sondern so Wie für — und vielleicht noch' mehr, wie für seine eigenen Kinder. Es! liess ihn einfach nicht ruhen, wenn er ״seine“ Armen unversorgt wusste, denn es waren meistens solche von der Art darunter, die nicht ״bitten“ und ״nehmen“ können von jelfler Hand, die gibt, wenn sie nicht die Gewissheit hat, dass nicht nur die Hand, sondern auch das Herz gibt! AIS Rabbi Joel Schreiber in Warschau zu Grabe! getragen wurde, folgte seinem Sarge eine ungeheure Menschenmenge, eine trauernde Gemeinde von Angehörigen, Freunden und Verehrern.! ׳ ׳ % Kochet Backet . Bratet nur mit dem altbekannten KUNEROL Kunerol Ist 100% reines Fett aus Kokosnüssen und wird unter streng ritueller Aufsicht Sr. Ehrwürden des Herrn Oberrabbiners S. B. Ehrenfeld, Mattersdorf, hergestellt. Es sollte in keinem Haushalte fehlen! KunerolwerkeA.'G.,Wien TT m « Im ® c h a s l o w a. k »«MNM«&0«0®0g&0<M«04»0A0400tiB090«»0a»00»0®0«0< >000A0^04»0«M4B04»0< Verhüllung*); Vorbemerkung, der Redaktion. Die ״J üdischePresse“ berichtete wiederholt von der Aktion der orthodoxen Rabbiner in der Slo־( wakei gegen die Entsittlichung in der Mode.; Alle Rabbiner, die ihre Aufgabe ernst nehmen»■', weisen in Reden, Vorträgen und Aufrufen auf die Gefahren hin, die aus der auch in jüdische Kreise eingedrungenen ״E n t b 1 ö s u n gs־ mode“ für das traditionelle jüdische Lebert erwachsen müssen. Wir freuen uns nunmehr;־ im nachfolgenden den Aufsatz einer Dame aus der Slowakei zum Abdruck bringen zu können, der beweist, dass der Kampf gegen die Hineintragung unjüdischer Unsitten in jüdische Kreise auch bei den besser und vor•4 nehmer denkenden und fühlenden Frauen und Mädchen auf Verständnis und Unterstützung rechnen kann. ׳ In der Stille eines lieblichen Erdenwinkels lebte einst ein liebevoller Vater mit einem sorglos glücklichen Kinde; Der■ Vater konnte jede Not und jeden Mangel von seinem Kinde fernhalten und das Kind war glücklich, wenn es für all das Gute einmal mit einem kleinen Dienst, mit lückenlosem Gehorsam dem Wunsche des Vaters lauschend! sich dankbar zeigen konnte. י Frohsinn und Freude'erhellte ihre Wege und kein, Schatten trübte den Einklang ihres Glückes. Doch dieser Einklang, er währte nicht lange. Did Gesellschaft eines zuchtlosen Kameraden hatte der sittsamen Art des Kindes Schaden gebracht. In einem Augenblick heillosen Wahnes hatte es die Hand gegen den yaterj erhoben und widerspenstig ihm den Gehorsam verweigert. Der Zorn des Vaters konnte nicht ausbleiben und Reue, bittere Reue musste fortan am Herzen des Kindes nagen. Die Stätte aber, wo es sich sündhaft soweit vergessen konnte, wollte es nie mehr betreten. Verhüllt und verdeckt. sollte die Stelle bleiben, wo es sich vergangen׳ hatte, um nicht das Andenken der ruchlosen Tat, das| Andenken jener sündig unheilvollen Stunde heraufzubeschwören. ־! *) Siehe Rabbiner S. R. Hoisch ״Chorew“ unten dem Titel ״Tierverhüllung“ und Kommentar zu I. B. M. IIL So hatte auch der Mensch gegen seinen himmlischen Vater gesündigt. Die Gesellschaft des Tieres hatte das( in ihm niedergehaltene, durch G־ttes Gebot im Zügel( gehaltene Tier zur gefahrvollen Freiheit• losgelassen. Der Körper, der auf Anraten des Tieres den verbotenen Genuss! in sich aufgenommen hatte, muss seitdem ratlos der! schweren Kampf des Menschentums gegen das Tier führen; um nicht zu unterliegen, um nicht selber Tier zu werden. Und nichts ist so geeignet, ihm diesen Kampf schwer» ja unüberwindlich zu machen, als der blosse Anblick des unverhüllten Körpers. Darum war es die erstö Tat, die die ersten Menschen tun mussten, als sie irr( Bewusstsein ihres Fehlhandelns Reue bekundeten, dass sie den Körper, dieses traurige Zeichen ihrer verfehltet! Prüfung, beschämt in eine Kleidhiille deckten. Diese Hülle ist Jahrtausende hindurch das Symbol jenes Meni sehen geblieben, der sich sein Menschtum zu erhalten, zu erkämpfen und zum Gegensatz alles inneren und äusseren! Tierischen heilig zu halten bestrebte. Und nicht bloss das jüdische Volk hatte an diesem Symbol festgehalten. Die Züchtigen und An■4 ständigen aller Völker vermieden es von je, ihren Körpet! dem lüsternen Blick gieriger Augen preiszugeben. Jüdische Männer und Frauen zeichneten sich bloss damit aus, dassi sich unter ihnen seltener eine Ausnahme gefunden hatj welche diese Umzäunung sittigen, Menschentums frivol durchbrochen hätte. So selbstverständlich, wie man von Leuten keine tierische Handlung, keine anstandslose Rede führen konnte» so selbstverständlich mussten die Frauenkleider derf Körper verdecken und ebenso selbstverständlich musste das Kleid zum Verhii 1Jen und Verdecken und nicht zum Durchschauen oder gar Anlocken fremder Blickege־ eignet sein. Erst dem unseligen Zeitgeist unserer Tage war es mög: lieh, in diese Schutzmauer menschlicher Sitte und menschliehen Anstandes Breschen zu schlagen. Unter den frag^ würdigen Titel des ״Kulturgeistes“ ist eine Zeit mit enU würdigenden Modesitten 'herangebrochen, die geeignet wären, auf den allgemeinen Geist dieser Kultur ein be-1 zeichnendes Licht zu werfen. Dieser Modegeist hat seit jüngerer Zeit mit den schrillsten Farbentönen und einer! ganz schamlosen Entblössungswahn das einzige Bestreben, dem Tiere im Menschen die billigsten Reizei zu bieten. Und seine ganze Entwicklung im Zuschnitt und Form der Toilette ist konsequent auf dieses Ziel eingestellt. Aber auch auf anderen Gebieten, wo man diq Möglichkeit dieser Verunsittung ehedem gar nicht geahnt hätte — wie zum Beispiel in der inneren Ausstattung defl Wohnung und der Aufstellung der Möbel in ihr — feiert die Mode ihre traurigen Triumphe. Und man sage ja nicht, dass dies belanglose( Aeusserüchkeiten seien und dass die Mehrzahl achtlos daran vorübergehe. Denn auch wegen der Minderheit und gerade wegen dieser, auf deren Gemüt solcher Anblick auf rührend wirkt, müsste der Kampf gegen diese! Unsitten geführt werden. Aber Kenner werden wissen; dass diese Modearten überall das jüdische Sittengefühlj aber auch den jüdischen Familiensinn und «das ־ jüdische! Familienglück lockern und untergraben müssen. Es wäre zum Jammern traurig, wenn dies alles! tatsächlich schon zum allgemeinen Uebel geworden wäre. Wenn es nicht noch jüdische Mädchen, jüdische Hausfrauen gäbe, die den Mut haben, solchen Wahnsitten eine vernünftige Stirne entgegenzubieten. Wenn keine jüdischen Eltern mehr Interesse daran hätten, ihr Haus und ihre Kinder vor Vertiarung zu bewahren. Nein. Sie sind g-ttlob noch in genügender Zahl da, um mit zäher Ausi dauer als unerschütterliche Kämpfer auch die Wankenden und Abirrenden an den Fels der jüdischen Art und Sitte, an den jüdischen Keuschheitssinn zurückzubringen. Diesen Festen und Treuen Mut und Ausdauer einziH flössen, mögen unsere Zeilen gegolten haben. Mögen sie unverzagt und unerschütteft die Brücke sein, auf denen sich die bewährte jüdische Sittenreinheit und damit auch das jüdische Familienglück hinüberrettet in die baldige Zukunft, wo diese Moaemoloche zu den Scherben der übrigen Zeitgötzen in den Schutt gesunken sind. Mini Ulef.; Orthodoxe Gesellschaftsreise nach Erez Jisroel.'Die! .Palästinazentrale der Agudas Jisroel in der Schweiz veranstaltet eine Gesellschaftsreise orthodoxer Juden nach Erez Jisroel. Die Abreise findet am 10. September statt und der Aufenthalt in Erez Jisroel wird sich über die ימים טובים erstrecken. Auch ftus der Slowakei haben *ich' mehrere! Teilnehmer gemeldet, so die Herren: Rabbiner Barueft Löbl aus Bratislava, Leopold Deutsch aus Oalapta und Michael Deutsch aus Topolcany u. a. m,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.