Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 35 (28.8.1925)
- Date
- 1925-08-28
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 35 JÜDISCHE PRESSE Seite 229 am. Sonntag hoch oben aut ■den Mauern der Ruine, die Beratung der Erez Jisroe’-Komimssion, welche die Meinungen klären, verdichten und zusannnenfassen sollte. Zwei Anschauungen standen siicn gegenüber, die Träger derselben von gleicher Verantwortung für den Bund beseelt und .ח י ב ח הארץ תר־ ■?t tragen. Soll die F:r- Ziehung für א״ו nur ein;• ideelle sein, soll sie lediglich bemüht sein, חיבח הארץ zu stärken, ohne die עליה zu propagieren, oder soll der Bund die Erziehung für ״; auch die praktische, als zu seinem Aufgaibenkreis gehörig betrachten? 1. geiiistiig-jüdiische und sittliche Einstellung, 2. körperliche Eignung, 3. Prüfung und Abwägung der persönlichen Verhältnisse in bezug auf 1a) Verhalten der Eltern,!b) Beruf, c) w'irtsöhaiftliohe Verhältnisse. iNlicht Ere!z Jisroe'l-Bewegung!bedeutet diese Er- Weiterung des Auifgaiben'kreiises, da der Eisra ssich bewusst ist, welche Aufgaben unser noch hier im Goluth harren. l.H. Wie klar sich der •Bund über diese Aufgaben des Goluth v/ar, bezeugt das Lernreferat von Louis Levinger- München, beizeugt vor allem aber die daran sich anschllessende Diskussion über das בישיבהobl׳e!m. Genügt es nicht, zu bemeriken, dasis die Leitung!der Frankfurter ישיבה bereitwillig jedem בחיר gestattet hat, zu unserer Tagung zu kommen, dass viele von dieser Erlaubnis Gebrauch machten und dort oben selbst!wieder für die ש־״ בה werben konnten? Das Referat von Karl Hamburger- Frankfurt a. M. an die jüngeren Esräer. die gesonderte Mädchensitzung!, das alles waren als notwendig empfundene Gelegenheiten, um über für!den Esra ibeideutunigsvoille Bimzeilifrugen gründlich sich a!us!zusprechen. Nun noch ein Wort ü'b!er den שבת. Weim sollen wir• mehr danken, Herrn Dr. Neubauer aus Wtirizburg, der mit Frau und Kindern unter und mit uns lebte, dessen mehrsitünidlige 1 דרשהm Mittelpunkte des שבת-Lernens stand, oder den braven Würzburger Junigen ■und Mädchen, die für alles nur Erdenkliche gesorgt hatten, •u!m uns 300 Menschen einen שבח zu machen? Eine solche Schar hat Appetit und Durst, für •alles war refcMioh gesorgt. Da sassen sie nun am ״שבת Morgen, auf der durch einen עירוב ein gezäunten Wiese, die Jüngeren, die mit einem älteren Führer die סדרה durchnahmen; auf der Terrasse die Mädchen, mit zwei anderen Führern הפטרת עקב lernend; und oben am Bergabhang, an schattiger Stelle, ׳um Dr. Neubauer versammelt, ׳die grosse Schar der Esra- Führer, mit denen er die סוגיא von קדושות בי׳ ה׳ Olernte. Das war jüdisches Milieu, wie wir es anderswo in dieser Geschlossenheit!niemals hätten schaffen können. IV.!Am Sonntag nachmittag fand d:׳e Tagung ihren A!b- Schluss durch die Wahl der Bundesileliung (Louis Levinger, Eli Munk), die sjich ihre weiteren Mitglieder selbst wählt, und Bildung einiger anderer Gremien (wie א״י -Amt, Schiedsgericht). Es mag•: Auissenstehende geben, die von einer Tagung ohne vlieil Beschlüsse und Resolutionen reden, •dlie als‘heunimal'weise Philister fragen; Was ist deiin nun praktisch herausge'kommen? Praktisch sehr wenig. Aber das Wichtigste an der geisamten Dsra-!Aribeit bleliiht!immer noch die ideologische Einstellung. Diese klar •und präzlise herausgearibeitet und allen Mitgliedern des Bundes nahegeibraobt zu haben, war!der grosse Erfolg!unserer Tagung. Herzlichen Dank und p denen, ׳die zu ihrem Gelingen beigetragen haben. Hiairry Abt. Misrachi, Ostjudentum, deutsches Judentum. Unter obigem Titel bringt die ״Zentral Verein Zeitung״, Berlin, , in ihrer Nr. 34 einen Bericht über den Vortrag des Misrachisten Dr. Rabin, worauf M.. A. L׳oe!b, ein Führer!der Adidas in Deutschland, in einem längeren •Artikel in derselben Nummer erwidert. Wir entnehmen der Erwiderung des Herrn M. A. Loeb folgendes: Zu dem Angriff, den Herr Dr. Rabin in völlig un־/ stellt, es wurde zu Wasser. So vergingen einige Jahre. Die Freier wurden immer spärlicher, Anträge ■kamen ,überhaupt keine mehr, im Oberlehrerhause herrschte düstere Stimmung. Eines Tages besuchte der Kantor Peretz Blum das Ehepaar und gab den Rat* doch die jüngste Tochter zuerst zu verheiraten. Aber da kam der gute Mann schön an. ״Ob er denn nicht wisse, dass nach drei vier käme,“ schrie ihm־־ die Hausfrau an, sie hätte bessere Ideen von ihm erhofft. V. Jeder Jude Schuhen in dem bekannten Schuhhaua ,,Zum Sfraäsenhof“ (Inhaber: Sach je Pluznik) Wien, II., Taborstrasse 24a, Tel. 48-8-67 I Bei Vorweisung dieser Annonce 5 Prozent Rabatt motivierter Weise gegen die Orthodoxie richtet, sei foH gendes bemerkt. In seiner Darstellung der historischen Ent- Wicklung des Zionismus wirbeln Zeiten, Zonen und Motive bunt durcheinander. In ihr erscheinen die Führer der östliehen Massen als einsiedlerische Stubengelehrte, die vom Leben der Aussenwelt keinen blassen Schimmer haben und hatten. < In Wirklichkeit waren Männer wie Rabbi Jizchak E I c h a n a n, Spektor, Israel S a I a n t e r, der B r i s k e r Rav. s. Ä., um nur einige von ihnen zu nennen, durch die ununterbrochene Folge von Anfragen, Entscheidungen usw. die aus der täglichen Praxis heraus an sie kamen, mit dem Leben in stetiger inniger Berührung. Das gleiche gilt für ihre Nachfolger. Wem Gelegenheit gegeben ist, einen dieser Ijujirer aus dem Osten zu! sprechen, der ist immer wieder ,' erstaunt, wie gut diese' Männer in den allgemeinen Fragen Bescheid wissen. 1 Wenn diese Führer dem Zionismus ablehnend gegenüber standen, so geschah es keineswegs, weil sie ״jeder Neuerung feindlich gegenübertraten oder“ jeder organisatorischen Bindung abhold waren, sondern aus ganz anderen Gründen. Für diese Männer war und ist Palästina das Land ihrer religiösen Sehnsucht; Zion nicht die Hauptstadt eines ,Judenstaates“, sondern der Stammort des Zentralheiligtums, die Stätte, von der die Lehre ausgeht. Wie hätten sie anders als misstrauisch auf eine Bewegung, gehauen sollen, die das jüdische Volk zu vertreten erklärte; die aber in ihren vielfachen Kundgebungen jede Erwähnung des jüdischen "Gesetzes unterliess und deren Führer in ihren Privatleben die Verpflichtungskraft jenes Gesetzes verleugneten? Es kam hinzu,. dass viele der Anhänger des Zionismus im Osten diesen als eine Art Religionsersatz betrachten und ihr eigenes religiöses Leben einer entsprechenden Revision unterzogen. Was Herr Dr. Rabin von den dem Misrachi .geneigten grossen religiösen Führer des Ostens und ihren Zielen spricht, stimmt mit der* historischen Wirklichkeit nicht überein. Es dürfte ihm schwer werden, ausser Rabbiner Reiness A. noch einen wirklichen Grossen zu jnennen, der sich neben ihm damals zu den Zielen des• *Misrach'i bekannte. i Was Reiness selbst anlangt, so erinnert sich Schreiber dieser Zeilen noch sehr genau des Tages, als dieser; wirklich bedeutende Mann in Frankfurt am Main den Versuch machte, für den in der Entstehung begriffenen Misrachi die dortigen gesetzestreuen Kreise zu gewinnen. Es war eine Besprechung im engeren Kreise. Von der Schaffung eines jüdischen Kulturzentrums war dort keine Rede. , umsomehr von der Rettungr vor den Pogromen ' des damaligen zaristischen Russlands, und von der Möglichkeit, die zionistische Gesamtbewegung auf eine religiöse Basis zu stellen. Rabbiner Reiness trat mit aller, Wärme dafür ein, diesen Versuch zu machen, die Mehrzahl der .Erschienenen teilte sjjüne Hoffnung , nicht und verhielt sich ablehnend. %'Vn ' . ־ .. .' \ Herr Rabin ist auf falscher Fährte, wenn er für die vielfach vergeblichen Versuche des Misrachi, unter den Massen des Ostens Anhänger zti werben, die deutsche Orthodoxie verantwortlich macht. Die Gründe liegen ganz wo anders, und sie dürfen meines Erachtens das Interesse weiterer Kreise beanspruchen: Der Misrachi nennt sich ״eine Vereinigung von Zionisten, die die Verwirklichung des Baseler Programms auf der Grundlage und im Sinne des traditionellen Gejäetzes erstreben“. Er will also der unnatürlichen Trennung: von Judentum und Judenheit, die dem Zionismus zugrunde liegt, entgegenarbeiten. Darf man fragen, was der Misraclii in 15 oder 20 Jahren seines Bestehens getan hat, lim dieses hohe Ziel zu erreichen? Gewiss, er hat sich in seinen Versammlungen und Veranstaltungen stets zu jenem Grundsatz bekannt, der die Basis seiner Existenz bildet, jaber immer, wenn es darauf änkam, innerhalb der zionistisehen Gesamtorganisation für diesen Grundsatz einzutreten, ist der Misrachi mutig zurückgewichen. Das war der Fall, als der Baseler Kongress jene berühmte Kultur resolution beschloss, von der der Führer des Misrachi vorher feierlich erklärt hatte, dass sie nicht ertragbar sei: es war das der gleiche Fall, als es sich um die Leitung des Unterrichtswesens in Palästina handelte. Man braucht nur einen Blick in die misrachistischen, Blätter zu werfen, um zu sehen, dass es dem Misrachi; leider nicht gelungen ist, dem Gesamtzionismus die fehlende religiöse Basis zu verschaffen. Hallen doch die Blätter des Misrachi ständig wider von den Klagen, über mangelnde Parität seitens der zionistischen Führung bei Verteilung der Unterstützung an Schulen, Chaluzim usw.: sogar bei Zuteilung der Einwanderungszertifikate soll sich diese Zurücksetzung zeigen. Einen lehrreichen Einblick in die Wertschätzung, die man seitens der zionistischen Führung dem MisfaChi entgegenbringt, gewährt ein Ausspruch des Vorzitzenden der zionistischen Organisation Deutschlands, Kurt BIum e n f e I d, der im Dezember vorigen Jahres auf der Wiesbadener Tagung als Antwort auf eine Reihe von Klagen seitens der Misrachi erwiderte: ״Sie (die Misrachisten) sollen die Orthodoxen zu Zionisten, aber nicht tiie Zionisten zu Misrachisten machen!“ Solange der Misrachi unter Kennung seiner eigenen Stärke sich eine derartige Behandlung seitens der zionistischen Organe ge- ,fallen lässt, solange wird ihm die Orthodoxie Deutschlands wie die des Ostens in ihrer grossen Mehrheit die Getolgschaft versagen. Vom XIV. Zionistenkongress. Die Exekutive der Zionistischen Organisation berichtet über die Verhandlungen mit der Agudas Jisroel. Die Gelegenheit eines Besuches des Präsidenten der Zionistischen Organisation׳ in Wien,!Anfang Jänner 1925, wurde ׳benutzt, ■um ׳zwischen ihm und dem Präsidenten der Agudas Jisroel, Dr. Finc'has iKolin, ׳eine informat'ive Unterhaltung herbeiziiführen. )Es folgte ein Meinungsaustausch zwischen Vertretern!beider ׳Körperschäften in London am 5. und 6. Mai 1925. Die behandelten Gegenstände betrafen die Möglichkeit ׳eines Zusammenwirikens bei Landkäufen in Palästina, die Kontrolle der Palästina-Ilmmigration und das vorgeschlagene Gemeindegesetz. In allen diesen Angelegenheiten wurden Komitees eingesetzt, die den!beiderseitigen!Exekutiven konkrete Vorschläge vorlegen sollten. Es fand auch ein freier Meinungsaustausch über den Charakter und die Funktionen der ■Jewish Agency und über die Bedingungen einer Teilnahme!der Agudas Jisroel an der Agency!statt. Es wurde beschlossen, hierälber die Diskussion ׳in einem späteren Zeitpunkt fortizusetzen1. Das Komitee für das Gemeindegesetz trat in Wien am 1. Juli zusammen und beide Teile gaben diejenigen Konzessionen an, die von ׳ihnen im Interesse einer Verständigung gemacht!werden könnten. Die Mitglieder des Komitees übernahmen es; ihren Organisationen Bericht zu erstatten 111 der Absicht, die Verhandlungen bald wieder auifziunehmen, wobei aber beide Teile in der Zwischenzeit Handilungsfreiheit ׳behalten sollten. ־ Weizmann drängt auf klare Stellungnahme in der Agency-Frage. Während des ganzen Vormittags •des 25. August tagte der!Permaneinzausschuss, .um!über die Wahl der Exekutive zu beraten. Weizmann griff persönlich in die Verhandlungen ein und erklärte, es sei eine Unmöglichkeit, über die Zusammensetzung der neuen Exekutive ׳zu irgend einem!Beschlüsse :z׳u kommen, bevor, nicht der Kongress eine klare und unzweideutige׳ . Resolution in der Frage der Erweiterung der Jewish - Agency gefasst hat. Es muss eine Lage geschaffen werden, so schloss Weizmann, in der Missverständnisse ausgeschlossen sind. Ich bin ©in jüdischer Staatsmann und Sie sind ein assimilierter Mensch. Miit ׳diesem markanten Schlussatz hat der Präsident der zionistischen Organisation, Dr. Chaim Weiz־< mann, seine Auseinandersetzung mit Jizchok Grünbaum geschlossen. Es ist nicht unsere Aufgabe, Weizmanns Politik zu verteidigen. Auch müssen wir uns versagen* auf die verlockende Untersuchung einzugehen, ob der erste Teil des markanten Weizmannschen Satzes, dasa'׳ er ein jüdischer Staatsmann wäre, stichhältig ist. Festhalten möchten wir aber den zweiten Teil seines Aus- Spruches: ״Sie sind, Herr Grünbaum, ein assimilierter Mensch.“ Es liegt uns ferne, die weitgehenden Gegensätze unter den führenden Politikern der zionistischen! Organisation für unseren, die Richtigkeit und Tauglichkeit der zionistischen Idee negierenden Standpunkt aus־*. zunützen. Wir lassen aber gerne durch den Ausspruch . Weizmanns das bestätigen, was wir von Herrn Grün•1 bäum und von seinen Kommillitonen stets behauptet; haben. Der politische Standpunkt, den Herr Grünbaum ' als polnischer Sejmabgeordneter vertreten hat, sein Wille, mit den übrigen Minoritäten in Polen sich zu vereinigen,1 : um so einen Einheitsblock der polenfeindlichen Parteien zu schaffen, widerspricht so sehr jeder jüdischen Tradi■׳. Im Städtchen war Wochenmarkt. Lange Reihen von Schaubuden, ׳vor denen sich eine ׳kauf- und schaulustige Menge drängte, waren aufgestellt. Auch Frau Hirschberg war zeitlich morgens hergekommen, einige Einkäufe .zu besorgen. Aufmerksamen Blicks, die ausgestellten Waren musternd, erblickte sie plötzlich in einer Lebensmittelbude ■einen kleinen, ׳bunt bemalten Porzellanteller. Gütiger Himmel, ■das war ja das abhandengekommene Tellerchen, sie hatte es sofort erkannt. Ihre Knie zitterten, jetzt hiess es rasch handeln. Mit ihrer sanftesten Stimme frug sie die Bäuerin, woher sie das hübsche Teilerchen habe. Jene antwortete mürrisch, ein Soldat habe es ihr verkauft. Nun gab es keinen Zweifel mehr. Frau Hirschberg bot einen unglaublich hohen Preis für den Teller und. die Bäuerin, im guten Glauben, es mit einer Närrin zu tun zu haben, überliess ihr selben gern. ׳ Selig kam Frau ׳Oberlehrer nach Hause, selig lächelnd erzählte sie Mann und Kindern von ihrem glücklichen Einkauf. Und nun geduldiger Leser dieser langen Geschichte, horch und staune! Nach, kurzer Zeit schon gabs wieder eine- Braut ira| Oberlehrerhause, und dass bald darauf• auch die Jüngste unter die Haube kam, muss dir, des guten Endes hal- Iber, -auch noch mitgeteilt werden. Seither können sich die Hausierer, die in das' Städtchen kommen, nicht genug wuiidern, . dass diö Frauen dort nichts anderes als bunt bemalte klein© Porzellanteller kaufen wollen. Ruth Rath. Zu Rosch-Haschanah wünschen Sie allen Ihren Verwandten, Freunden, Kunden, Gästen u. Bekannten כתיבה וחתימה טובה in der ״Jüdischen Presse“ Sie ersparen Mühe, Porto und Zeitaufwand! Wolf Pappenheim II., Kleine Pfarrgasse Nr. 1 Das Inserat laut nebenstehendem Muster kostet einschliesslich aller Steuern nur S5. ■״■ resp. Kc 25•— Bestehungen sind zu richten: Für die Slowakei'an die Adresse: ״Jüdische Presse“, Bratislava, Turnerg. 14 Für Wien; ״Jüdische Presse“, Wien, ll>, Leopoldsg. 26 I | i tion, dem gesunden politischen Instinkt des jüdischen: Volkes, dass es nur durch das Vorhandensein einer durch-; greifenden Assimilation an Seele und Verstand erklärt werden kann. ׳Wenn jemand so sehr assimiliert ist, so׳ entspringt seine Politik auch in bezug auf Erez Jisroel! 1 kejiner nnvdr'fälschten jüdischen Anschlaü,ung. Nur so ist' zu verstehen, dass Herr Grünbaüm Palästina als eifert süchtige Braut bezeichnet, die die Liebe mit anderen; nicht teilen kann, n!ur so ist' zu veretehen, dass ־ Herr. ׳ Grünbaum Angst vor einer nicht rein zionistischen Je■; wish Agency hat, und mit tiefer Sorge auf ein nicht genügend radikales Palästina blickt. Wir glauben aber* dass Herr Dr.’ Weizmann sein vernichtendes Urteil, ״Si© sind ein assimilierter Mensch“, mit demselben Rechte! auch Wladimir Jabotinski hätte zurufeh können. Die sowohl der Form, wie dem Inhalte nach ausgezeichnete Rede Jabotinskis hatte nach Weizmann bloss den eineril Fehler, dass sie sich auf Palästina bezieht. Was Jabo^ tinski gesagt hat, wäre glänzend anzuwenden, sagen wir ■ auf ein Land wie Rodlhesia, aber Palästina ist nicht'׳ Rodhesia und daran bleibt die Sache hängen. Es ist; eben eine erschreckende Tatsache, dass die meisten führenden zionistischen Politiker infolge einer weit fortge■* schrittenen Assimilation Palästina nicht als Land der Väter, nicht als La|nd der Bibel, nicht als: jüdisches! Land, sondern wie die Insel Rpdhos behandeln. Herii Weizmann. hat selbstverständlich bloss gemeint, dass die*